Das sitzt.
Und ihr habt beide Recht.
Danke fuer eure Beitraege.
Das mit der Mutter sehe ich genauso, und das hab ich auch deutlich gesagt, er meinte, das waere sein Vorschlag und ich sagte darauf hin, dass ich ihn gern zu einer professionellen Beratung begleite aber nicht zu seiner Mutter "in die Beratung" gehe.
Und dass ich ganz nebenbei auch schon bei einer Beratung bin...
(die mir anscheinend immer noch nicht die Augen weit genug geoeffnet hat...)
Das mit dem Arzttermin ist diesen Freitag. Ich muss mich wirklich zurueckhalten, ihm NICHT zu sagen, dass er dem Arzt bitte ehrlich sagen soll, falls er ihn nach seinem Trinkverhalten fragen wird (und das wird er sicher)
Ob er dem Arzt vertraut, keine Ahnung, aber auch das ist eine Ausrede, wenn er sagen wuerde, er kennt den Arzt nicht so gut, blablabla. Arzt ist im Grunde Arzt und wenn man wirklich aus dem Problem rauswill, dann muss einem das in dem Moment egal sein, denke ich, wenn man eben keinen Arzt des Vertrauens hat...
Aber im Grunde verbiete ich mir sogar, ihn dann danach zu fragen, wie es beim Arzt war, weil im Grunde, ist es einfach sein Leben. Und egal was er tut, er wird es fuer sich tun, ob er das mit dem Alkohol anspricht oder nicht. Es ist und bleibt seine Entscheidung.
Ja ,dieses auf mich schieben und dass ich ihm Ratschlaege gebe aber weiter nichts mache, du hast so Recht und ja mein Vater ist auch genauso. Auch seine Antworten sind stets "Ja, es ist ja alles nicht so einfach, wie du dir das vorstellst" wenn ich ihm auf die Frage, wie er denn wieder gesuender werden soll (Ernaehrung und auch hier Alkohol als Grundproblem), antworte, dass er erstmal den ersten Schritt zum Hausarzt machen soll (und ich ihm sogar anbiete, mit ihm zu gehen)
Danke fuer diese Haarwaesche!
Auch wenns hart ist, ich musste zwischendrin schmunzeln, bei deinem ganzen geproste usw
Auch wenn es ja im Grunde alles andere als witzig ist...
Und glaube mir, ich nehme es trotz schmunzeln sehr ernst, aber ohne schmunzeln wuerde ich vermutlich manchmal nur noch weinen an solchen Stellen.
Du hast Recht, ich gehe fuer mich zur SHG und das soll auch so bleiben und deshalb werd ich es auch nicht mehr zum Thema machen. Insofern war das vielleicht nicht sehr klug, aber im Grunde besser jetzt als nie merken.
Genau, eigentlich reicht es ihm ja, dass ich da hingehe, weil vermutlich hab sogar ICH ja sowieso das Problem mit dem Alkohol und nicht er. (Zitat Ende)
Das mit der Mutti ist totaler Scheiss und das empfinde ich auch so, ich musste es vielleicht aber einfach nochmal hoern. Danke dafuer!
Ueberhaupt eure beiden Beitraege von heute machen mich sehr sehr nachdenklich, stimmen mich sicherlich auch ein wenig traurig, da Erkenntnis natuerlich auch oft etwas damit zu tun hat, dass man ein Stueck von dem aufgeben muss (will), an das man vorher geglaubt hat (eben in der Abhaengigkeit).....
Ich habe mir nach diesem Wochenende sowieso den ganzen Tag sehr viele Gedanken gemacht und irgendwie ist mir klar geworden, dass ich einfach so viele Dinge, wie ihr sicher auch alle kennt, schon so oft nicht wahrgemacht habe.....
Sicherlich auf Grund der Abhaengigkeit, aber sicherlich auch auf Grund von Uebermut, der mich an der Masse meiner Vorhaben hat immer ziemlich schnell scheitern lassen.
. Ich nehme Abstand . Mental . (Raeumlich sind wir sowieso getrennt)
. Ich treffe innerlich Entscheidungen und bespreche sie nicht mehr mit ihm, um zu hoeren, was er dazu sagt, denn in dem Moment sind es nicht mehr meine eigenen Entscheidungen fuer MICH .
. Ich bin die Hauptperson. Ich denke nur noch fuer mich und nicht mehr fuer ihn.
. Ich verbringe meinen Alltag allein und schaffe es, diesen ohne es mit ihm zu besprechen, zu gestalten .
. Ich starte und beende den Tag ohne ihn .
. Ich frage ihn, nicht mehr, ob er aufhoeren will, zu trinken . (Denn wenn er aufhoeren will, dann weiss er, was zu tun ist.)
. Ich kuemmere mich um meine Gesundheit .
Ok, ich hoffe, dass ich mir nicht wieder zu viel vornehme, aber im Grunde, sind viele Dinge ja miteinander verknuepft.
Ich will mir keine Trennung vornehmen, weil ich weiss, dass ich noch nicht bereit dazu bin, den Kontakt abzubrechen und es nichts bringt, wenn ich es etliche Male versuche, aber nicht durchhalte. Oder ist das wieder nur eine elende Ausrede?? ![]()
Vielen vielen Dank, dass ihr eure Gedanken dazu zum Ausdruck gebracht habt.
Mir tut es sehr gut, dass ich offen ueber meine Verhaltensweisen (die sicher ungesund sind) sprechen zu koennen, da ich weiss, dass es im Grunde vielen von euch genauso oder sogar noch schlimmer geht oder ergangen ist.
Kopfwaesche empfinde ich hier als sehr positiv im Gegensatz zu gutgemeinten Ratschlaegen von Aussenstehenden, die einfach nicht in die Tat umzusetzen sind.
Eine Frage noch am Schluss. Ich habe in der ganzen Zeit eigentlich immer offen mit meiner Mutter darueber gesprochen (die selbst jahrelang Co-Abhaengige meines Vaters WAR) und sie sagt immer, wenn ich mich nicht trennen kann, bzw. den Kontakt nicht abbrechen will, koennte ich doch versuchen, das Ganze auf eine andere, nicht partnerschaftliche Ebene zu verlagern.
Ich stelle mir das gut vor, wenn man es eben nur umsetzen koennte.
Was haltet ihr davon?