Beiträge von Georg66

    Tja, dann schließt sich der Schorsch mal seinen Vorrednern (und damit sind natürlich auch die weiblichen gemeint :wink:) an!

    Auch auf die Gefahr hin, mich als minderbemittelter Führerschein-Bewahrer zu outen: Was musstest Du denn genau tun?

    Muss leider arbeiten, aber morgen... aber das ist eine andere Geschichte.

    Herzliche Grüße aus dem sonnenüberfluteten Süden schickt Dir
    der Schorsch

    Mir geht das Schreiben mit nur einer Hand ziemlich mühsam "von der Hand" - ein Daumen sollte ja immer gedrückt bleiben :wink:.

    Wenn in Rockqueensland nur halb so viel Sonne scheint wie bei mir, könnte die erste Fahrt ja gleich ein Schmeckerchen werden. Apropos: Für's Daumen drücken und gute Wünsche wünschen könntest Du, Rockqueen, ja vielleicht allen ein virtuelles Schokoladen-Auto spendieren :lol:. Was meinst Du?

    es drückt der Schorsch

    Guten Abend oder gute Nacht aus dem Süden,

    ich kann mir gar nicht vorstellen, dass bei Euch im Norden bei geöffneten Fenstern Skiurlaub-Feeling aufkommen kann :) War gestern übrigens mit meinen Mädels in Sachen Skifahren unterwegs - Skianzüge probieren, Ski zum Schleifen und Wachsen bringen, Tourenski für ihre Alpenvereinstour bestellen... Da ich von meinem Arbeitsfenster aus schon schneebedeckte Berge sehe, spüre ich - auch bei geschlossenen Fenstern (die kann man sowieso nicht öffnen, da sonst die Klimaanlage durchdreht; furchtbar) tatsächlich schon Vorfreude auf die Wintersaison. Und merke, dass ich bei jedem Thema, jeder Aktivität problemlos den Bogen zu Alkohol spannen kann. Denn was war Skifahren ohne Tee mit Rum, Grog oder Flachmann in der Jackentasche - das kommt mir aus heutiger Sicht so schwachsinnig vor... Diesen Winter wird's definitiv die Sprudelflasche sein...

    Bin gerade vom diensttäglichen Meeting zurück und ja, Du hast recht, auch an diesem AAbend gab es wieder richtig ehrliches Lob. Mitfreuen. Und wie heißt es so schön: geteilte Freude ist doppelte Freude. Vielleicht sogar vielfache Freude. Wieder eine Trockenblume für den großen Strauß.

    Die vielen Gedanken in Deiner nächtlichen Mail (sprachst Du davon, Du führest ein Luxusleben an Ruhe und Beschaulichkeit - im Vergleich zu mir?) find' ich ja fast schon ein wenig beängstigend. Voll durchschaut, Psycho-Frau, könnte mann sagen...
    Nur ganz kurz:

    Zitat von MaryLou

    "erfolgreich im "Nein" sagen gezeigt"


    Na ja, dieses eine Mal. Prinzipiell kann ich das eher noch überhaupt nicht. Schade, dass dieses Mittel kein Arzt verschreibt. Vll. spielt dabei auch eine Rolle, dass ich mich gebauchmiezelt fühle, wenn ich um etwas gebeten werde. Und dann muss es aber schon perfekt sein :wink: --> siehe unten

    Zitat von MaryLou

    "Perfektionismus über Bord werfen"


    Bin ich dran, ohne dass ich die Worte gewissenhaft und verlässlich aus meinem Wortschatz streichen möchte.

    Zitat von MaryLou

    Loslassen vom Gedanken, dass "man" irgend etwas machen muss/soll/will/kann/darf.......für andere.


    Ich würde da strikt die Verben trennen. Das, was ich mache, mache ich gewöhnlich schon aus freien Stücken. Das Problem ist, dass ich oft ZU VIEL WILL. Für mich und für andere.

    Zitat von MaryLou

    "Man" kann auch einfach einen Abend in der Woche das tun was "man selbst WIRKLICH will......was wäre das denn außer Keulen schwingen ??


    Lustig, genau das Thema gab es heute hier schon an anderer Stelle. Ich tu mich einfach verdammt schwer damit. Abgesehen davon, dass ich an drei, manchmal vier Abenden in der Woche schon feste Termine hab. Mir würde es schon reichen, wenn ich das Jonglieren wieder etwas regelmäßiger betreiben würde. So gut bin ich da noch nicht, wie Du vll. meinst. Und mich in meine Lieblings-Zeitschrift vertiefen (die Fernweh verursachende mit dem gelben Rahmen). Und Musik hören; aber das ist eine andere Geschichte...

    Zitat von MaryLou

    Ich habe gut reden, aber ich denke schon, dass es bei dir zu einem Defizit gekommen ist, zwischen dem Gefühl Fremdwünsche/Bedürfnisse erfüllen zu wollen/ oder zu müssen, und deine eigenen überhaupt wahr zu nehmen.


    Den Satz finde ich krass. Inhaltlich genau so durfte ich den von einem Psychotherapeuten hören, den ich gelegentlich besuche, und vor einigen Jahren bei einer Reha. Ich weiß es, es ist genau so, aber ich ändere es trotzdem nicht. Oder vielleicht doch? Vielleicht sind die Schritte so klein, dass ich sie in meiner alkoholischen Maßlosigkeit nicht erkenne?

    Ich werd' drüber nachdenken - in einer ruhigen Minute :wink:

    Gute Nacht an Dich und an alle, die das hier lesen mögen. Ich hoffe, es fühlt sich niemand abgeschreckt, hier seinen Fußabdruck zu hinterlassen.

    George

    Guten Morgen Lütze & Correns & Matthias,

    ich beneide Euch ehrlichen Herzens. Ich weiß, auch mir würde so eine Auszeit gut tun - ich schaff's nicht :cry:. Vielleicht sind meine häuslichen, familiären Gegebenheiten etwas anders, doch ab und zu könnte ich mir Nichtstun durchaus leisten. Aber ich tu's nicht. Muss immer etwas erledigen, die innere Unruhe lässt mich nicht zur Ruhe kommen.
    Warum?
    Vielleicht lese ich künftig einmal pro Woche hier von Deinen Nichts-Tu-Glückshormonen und lerne es auch noch irgendwann.

    Schönen Tag wünscht der Schorsch

    Guten Abend Mary-on,

    Du beliebst wohl zu scherzen? Ich durfte an anderer Stelle von Dir lesen, Du seist heute schreibfaul. Es darf gelacht werden... 11 Beiträge per Statistik... Gefühlt sind es noch weitaus mehr... Mir kommt es so vor, als ob Du rund um die Uhr hier zugange bist, Deine Fäden kreuz und quer durch's Forum spinnst.
    Ich weiß gar nicht, worauf ich als erstes antworten soll - so viele Themen, so viele Gedanken. Und eigentlich sollte ich schlafen. Oder meinen nächsten Eishockey-Bericht schreiben. Oder ein Projekt für einen Freund fertig schreiben, das Donnerstag Abend deadline hat. Oder den samstäglichen Kindergeburtstag (Tochter 2) weiter planen. Oder die noch ausstehenden Geschenke für Tochter 1 organisieren. Oder mein Regal weiter bauen, das bis Samstag fertig sein muss, da dann die Kindergeburtstags-Gesellschaft in meinem Zimmer nächtigt. Bin gerade etwas überfordert und das sollte ich nicht sein.

    Dennoch: kein Gedanke an Alkohol. Bisher waren das oft Lebenssituationen, die ich mit Schnaps zu "bewältigen" pflegte. Die ich also heute vermeiden sollte, es aber NOCH nicht schaffe. Zeit für Muße, die fehlt mir manchmal.

    Ich frag mich manchmal, wie Leute es schaffen, regelmäßig abends 20 Uhr vor dem Fernseher zu sitzen. Zum Glück haben wir gar keinen... Aber ich wäre manchmal auch gern so wohl sortiert...

    Du schreibst vom "Jonglieren der Sprache". Ja, das macht mir riesigen Spaß und ich wünschte, ich hätte mehr Zeit dafür. Geistreich formulieren, mit Wortspielereien, Wortwitz, Doppeldeutigkeiten - da kann ich Zeit investieren. Ich war schon in der Schule einer der wenigen, der gern Aufsätze schrieb. Neben dem Jonglieren mit Sprache jongliere ich manchmal auch gern mit Bällen oder Keulen oder Devil Sticks. Wenn ich mir diese Zeit mal gönne, dann ist das die oben erwähnte Zeit für Muße. Dann tritt der Alltag ganz weit in den Hintergrund, dann bin ich eins mit den Bällen. Hoch konzentriert. Wo ich grad drüber schreibe: ich sollte, nein, ich werde es bald wieder tun.

    In diesem Sinne balanciere ich mich jetzt mal in die Horizontale.

    Guds nächtle wünscht der Schorschi

    Liebe Roswitha,

    nochmal ich (obwohl ich eigentlich arbeiten sollte :wink:). Vielleicht meldet sich ja bald auch noch jemand von den Langzeittrockenen zu Wort...

    Ja, Du hast recht, die Frage nach dem "Warum" ist müßig. Bei uns heißt es immer "Wir hatten die Hoffnung auf eine bessere Vergangenheit aufgegeben." Nach vorne schauen: Warum willst Du trocken werden? Hat das Priorität 1 in Deinem Leben? Was könnte für Dich besser werden? Was wirst Du dafür tun?

    Das Für und Wider der verschiedenen Therapieformen wurde, glaub ich, bei Angie123 schon recht ausführlich debattiert - hast Du dort schon mal gelesen? Ich denke, eine solche Entscheidung ist sehr individuell verschieden - abhängig von den äußeren Gegebenheiten, der innerlichen Einstellung etc. Für mich wäre eine Langzeittherapie (12 Wochen) der letzte Strohhalm, da ich drei Kinder (nicht erwachsen) und eine kranke Frau hab.
    Du lebst jetzt allein. Da wäre es vll. gar nicht schlecht, mal das ganze Umfeld zu verlassen und in der "Käseglocke" die eigenen Verhaltensmuster zu analysieren, Gefühle neu zu erfühlen, Strategien für das Leben "danach" zu entwickeln?

    Nur meine Gedanken...

    Mut zu Neuem wünscht Dir
    Georg

    Liebe Roswitha,

    natürlich DARFST Du hier schreiben. Ich finde das nach einem Rückfall ganz besonders wichtig und ich find's klasse, DASS Du es tust. Ist doch schon der erste Schritt, um wieder aufzustehen und auf dem eingeschlagenen Weg weiterzugehen.

    Deine Worte vor fünf Tagen:

    Zitat von essence

    Ich fühle so einen langsamen inneren Reifeprozeß so ein langsames Wachsen meiner inneren Kraft in mich selbst...


    Die Betonung liegt auf "Langsam". Geduld haben. Sich selbst auch Fehler verzeihen. Zwei Schritte vor, einen zurück.
    Ich habe mir fest vorgenommen, sollte ich einen Rückfall bauen, mich nicht von meinem Ziel - Abstinenz - abbringen zu lassen. Ich glaube nicht, dass ich in so einem Fall gänzlich von vorn anfangen würde. Ich durfte schon einiges lernen, mich weiterentwickeln, mit dem Packen meines Notfallkoffers beginnen. Damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich gehöre zu den "4-Wöchlern" und mir stehen hier keine Ratschläge zu. Ich möchte Dir nur meine ganz subjektiven Gedanken mitteilen und Dir vielleicht ein wenig Mut machen.

    Gibt es bei Dir eigentlich noch weitere SHG? Ich weiß nicht, ob trockene Alkoholiker, die andere "rundmachen", weil sie noch nicht so weit sind, wirklich hilfreich sind.
    Ich bin ca. ein Jahr zu AA gegangen, als ich noch getrunken hab. Es gab nie Kritik. Um so größer ist die Freude bei ihnen, wenn ich von einer weiteren geschafften Woche erzähle. Und fast alle sind schon Jahre trocken...

    Du hast ja anfangs geschrieben, dass Dein Ex auch trinkt. Wäre nicht das allein schon ein Grund, ihn sich NICHT wieder zurück zu wünschen? Vielleicht hat es ja das Schicksal mit der Trennung gut mit Dir gemeint?

    Ich wünsche Dir viel Kraft, Optimismus, Selbstwertgefühl und vor allem hilfreiche Tipps und Tricks von den alten Hasen hier.

    Georg

    Hi Vreni,

    danke für Deinen etwas neidisch machenden Berlin-Bericht. Wobei es noch gar nicht lange her ist, da war ich selbst in Berlin. Aber auch mir ging es so: viel zu kurz die Zeit, um sich all die spannenden Sachen anzuschauen. Aber es wird ein nächstes Mal geben. Und auch ich dachte mir dort, dass es für mich als Tourist super spannend ist, aber leben möchte ich nicht in Berlin. Dabei hab ich ja bis zu meinem 35. Lebensjahr nur in Großstädten gelebt...

    Einen großen Unterschied zu Dir hab ich festgestellt: Ich bin ein absoluter Einkaufsmuffel und das Wort "shoppen" küre ich alljährlich zu meinem "Unwort" des Jahres. Aber Du hast es ja genossen und das ist gut so!

    Viel Spaß beim Schmökern hier und für Mittwoch alles Gute. Was passiert da eigentlich genau?

    Bis neulich, der Schorsch

    Moin, moin an alle,

    ich mag nicht nur "Die vier Jahreszeiten" von Vivaldi,
    sondern auch die realen Frühling, Sommer, Herbst und Winter.
    Alles hat seinen Reiz, seine Berechtigung.
    Hab mir gerade in der Frühstückspause einen kurzen Spaziergang gegönnt.
    (Zum Glück kann ich mir das bei meinem Job einrichten.)
    Mit wachem Blick und Geist die Farbenpracht und
    die feuchte, klare Herbstluft eingesogen.
    Das raschelnde Laub "mit Füßen getreten".
    Den Blickwinkel vom Bildschirm in die Ferne erweitert.
    Den dicken Wolken nachgeschaut, die die Bergspitzen verhüllen.
    Ein paar Minuten inne- und die Zeit angehalten.
    Ohne Restalkohol im Blut (und im Kopf).

    Jetzt kann ich frohen Mutes weiterarbeiten.
    Es geht mir gut.

    Georg

    Liebe Marion,

    wenn ich diese ersten vier Wochen Trockenheit Revue passieren lasse, darf ich konstatieren, dass Du an eben diesen einen großen Anteil hast. Du warst meine erste Lektüre hier und Du hast in den ersten Tagen (später auch, aber am Anfang war es existenziell) genau den richtigen Ton für mich getroffen, die richtigen Saiten zum Schwingen gebracht. Das hat mir Mut und Zuversicht gegeben, was ich anfangs überhaupt nicht hatte.
    Ja, ich finde es auch schade, dass die Art der Kommunikation zu einer Art Streitfall wurde. Aber es ist wie es ist. Mir hat es auf jeden Fall sehr geholfen und ich danke Dir sehr dafür.
    Ich danke natürlich auch allen anderen, die mir mit ihren Kommentaren das Gefühl gaben, hier verstanden zu werden. Daraus habe ich viel Optimismus geschöpft, den trockenen Weg weiterzugehen.

    Hier noch ein paar Antworten auf einige Deiner vielen Fragen.

    Zitat von MaryLou

    Wie geht es dir mittlerweile mit deiner Trockenheit ?
    Wie steht es mit Suchtdruck, mit Alkoho-Blitz-Gedanken, wie gehst du damit um, dass du immer noch so wenig Zeit für dich hast ?


    Es ist eigenartig: So lange Zeit gehörte das Trinken in fast allen meinen Lebenssituationen dazu. Jetzt gibt es diese Lebenssituationen noch immer, nahezu unverändert, aber die letzte Flasche scheint Lichtjahre entfernt zu sein. Ich habe keinen Saufdruck, Alkohol-Blitze durchzucken mich überhaupt nicht mehr. Ich WILL es nicht mehr und ich frage mich, warum ich so lange meinte, Alkohol zu BRAUCHEN.
    Auch wenn ich nach wie vor wenig Zeit für mich und für die Sicht nach innen habe. Manchmal beneide ich durchaus Leute, die sehr viel Zeit mit sich selbst verbringen (können). Mit Nachdenken, Meditation, spirituellen Erfahrungen. Doch das ist nicht "meins", es entspricht nicht meinem Wesen. Außerdem fehlt mir die Zeit dafür.
    Mag sein, es klingt überheblich, aber ich muss zu Hause den Laden am Laufen halten, bin quasi "Familien-Projektleiter". Ich muss andere Wege finden, auf denen ich weiter in Richtung Trockenheit marschieren kann. Und immer achtsam bleiben, ganz klar :wink:.

    Zitat von MaryLou

    Du schriebst von einem "fast" Sponsor, hast du schon seine/ihre Telefonnummer für den Notfall ?Was ist in deinem Notfallkoffer, ist inzwischen schon ein Trolli von Nöten oder reicht für den Inhalt noch ein Schminkköfferchen ;) ?


    Ja, ich hab Telefonnummern, schon lange. Aber dieser "Trick" schien bei mir nicht zu funktionieren. Wenn ich trinken wollte, hat mich nichts davon abhalten können. Ich hätte anrufen können. Aber ich wollte trinken und nicht anrufen.
    Mein Notfallkoffer ist noch eine Baustelle; ja, Dein Schminkköfferchen würde dafür genügen. Mit diesem Thema gehe ich noch etwas nachlässig um. Das Wichtigste darin sind momentan Süßigkeiten. Die stopfe ich zur Zeit bergeweise in mich rein. Bin gestern nach erfolgreichem Lampenkauf in einen großen Lebensmittelmarkt (mit meiner Frau, damit ich nix Falsches kaufe) und hab für 50 Euro ausschließlich Süßigkeiten eingesackt. Meine schlauen Kids haben - wieso auch immer - davon Wind bekommen. Sie trauten ihren Augen kaum, als sie den Berg von Süßkram sahen. Wo ich es sonst doch eher mit gesund ernähren, Sport machen und bloß nicht dick werden halte...
    Was ist noch drin? Prozentlose Getränke jeglicher Art, Erinnerungen an die schlimmsten Nächte, drei Fotos meiner Kinder, aus denen sie eine herrliche Collage "für den besten Papa der Welt" gebastelt haben.

    So, jetzt werfe ich noch einen Blick auf "die besten Kinder der Welt" und verabschiede mich für heute.

    Ciao gähnt der Schorsch

    Guten Abend allerseits,

    ein turbulentes, Kinder-intensives Wochenende geht zu Ende.
    Ein sehr arbeitsreiches Wochenende, an dem auch viel gelacht,
    geredet, gelebt wurde. Leben zwischen Kinderzimmer aufräumen,
    Musik machen, Regal bauen, Vokabeln, Kindergeburtstag planen,
    Schulbrote organisieren.
    Leben im außen, wie es an anderer Stelle hieß.
    Unterbrochen von zwei Stunden Leben nach innen - in der Sauna.
    Der ganz normale Alltagswahnsinn halt. So wie es ist, ist es gut.
    Wie immer.

    Ach ja, so ziemlich auf die Stunde genau vor vier Wochen
    hatte ich den letzten Grappa in der Hand. Oder war's Obstler?
    Oder doch Whisky? Ich weiß es nicht mehr. Auf jeden Fall hochprozentig.
    Wie immer.

    Ich weiß auch nicht mehr, wie ich die Nacht überstanden habe
    und mit wieviel Restalkohol ich mich zur Arbeit gequält habe.
    Ist aber egal, es ist vorbei.
    Immer wieder. Gestern. Heute. Und morgen hoffentlich auch.

    Das Leben meint es grad gut mit mir.

    Ich wünsche allen eine gute, zufriedene Woche. Trocken - wie immer (wieder).

    Georg

    Tja Mayo, heute sind hier tatsächlich dunkle Wolken aufgezogen. Haben den ganzen Tag die Szenerie bestimmt. Aber ich hatte 'ne gute Regenjacke, so konnten sie mir nicht ernsthaft etwas anhaben. Joh mey...

    Zitat von MaryLou

    Vielleicht bringe ich dir und deiner Familie ein paar Kinder von Erna und Rüdiger zum 1-jährigen-Trockenheitsjubiläum vorbei ;)


    Nett gemeint, aber: Nein, danke. Wir kriegen jährlich ein Dutzend befruchtete Eier und brüten Hühner aus, die wir dann zum Bauern um die Ecke geben. Die paar Wochen reichen, denn die Kinder-Euphorie in punkto sauber machen ist doch immer recht schnell verflogen. Und ich hab wirklich genug anderes zu tun.

    Ziemlich ruhig heute hier...

    RainGeo

    Guten Morgen Linde (und natürlich Marion),

    da hätte ich mich ja beinahe an meinem Morgenkaffee verschluckt, als ich Eure nächtliche Konversation las :wink:.

    Zitat von Linde66

    Hallo Marion, hallo Georg,
    ...
    Mal Klartext: Bei manchen deiner Einträge habe ich den Eindruck, wie wenn du betrunken sein könntest.


    Da nicht eindeutig ersichtlich ist, WEN Du meinst*: Morgen habe ich meine vierte alkoholfreie Woche geschafft. Das freut mich außerordentlich. Mag es für Langzeittrockene lächerlich klingen - ich bin stolz darauf. Und meine Freude darüber äußert sich halt immer wieder in einer humorvoll gemeinten, lockeren Schreibweise. Scheinbar mag das nicht jeder.
    * edit, Hallo Georg, habe jetzt nachträglich 'Marion' ergänzt, Gruß, Linde

    Ich war immer ein recht humorvoller Mensch. Aufgrund meiner Lebenssituation stand und stehe ich oft "unter Strom", waren und sind die Tage oft zu kurz. Um vermeintlich besser damit klar zu kommen, trank ich. Aus Humor wurde immer öfter Zynismus. Das ändert sich gerade wieder - darüber bin ich froh.
    Ich bin weit entfernt davon, Grenzen austesten zu wollen. Warum so böse, liebe Linde? Was könnte mir daran liegen, Grenzen austesten zu wollen? ICH BIN SO. Ich schreibe, also bin ich. Ich schreibe, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Das macht mir Spaß, das lenkt mich von etwaigen Alkoholgedanken ab, das verschafft mir konzentrierte Lebensphasen - fokussiert auf den Moment. Das hilft mir, mich besser kennenzulernen auf dem Weg zur Trockenheit. Es ist MEIN Weg und Menschen können sehr verschieden sein.

    Der Gelassenheitsspruch hat mir in letzter Zeit schon öfter geholfen, mit meinen Kräften zu haushalten. Ich hab deshalb an dieser Stelle einfach "den Mut, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann".

    Danke für's Lesen und hoffentlich Verstehen und ein schönes Wochenende
    Georg

    Ich meine, 'ne heiße Schokolade oder so?

    Kann hier grad kein Copyright-Vermerk nirgendwo nich finden... Und das in Zeiten heißer Urheberrechtsdiskussionen...

    Noch der Spruch zum Ende der Woche: Nonstop nonsens.

    Bis bald und dann geistreicher.

    Georg Hallervorden

    Hallo Matthias,

    Deine Mut machenden und Optimismus spendenden Gedanken nehm' ich mal mit in meine Mittagspause. Muss mich danach aber mal ernsthaft ans Arbeiten und an den Wochen-Endspurt machen - könnte schon wieder ganz viel zurückschreiben. Aber noch ist ja nicht aller Tage Abend...

    Herzliche Grüße vom besten Vati (nach vielen Jahren der Assimilation hat sich der "Vati" hier in "Papa" verwandelt) der Welt an den wahrscheinlich besten Opa der Welt (Vati auch? oder waren das alles vernebelte, nicht präsente Vater-Jahre?)

    Mahlzeit Mayo,

    Zitat von MaryLou

    na mal schau´n wer höher springt, aber gegen so´nen "Huber-Buam für Arme" haben meine halblebigen Wadenmuskeln eh keine Chance.
    Bleib ich auf dem Boden. ;)


    Du, ich pass mal lieber ganz hübsch drauf auf, dass auch ICH auf dem Boden (der Tatsachen) bleibe. Zum Abheben gibt's noch keinen Grund... abgesehen davon, dass (m)ein Knie noch immer leicht OP-geschädigt ist.

    Bist wusch-unterwegs, gell?

    Grüße zum Mittag vom Auflauf-Georg

    Mensch Matthias,

    gegenüber Deiner auf den Punkt gebrachten Philosophie aus der Mitte des wahren Lebens befindet sich ja ein Jürgen Habermas auf Studenten-Niveau :wink:.

    Zitat von silberkralle

    drei leute - je vier wochen trocken - und jeweils ähnliche "problemchen (mit m therapeuten)" und alle drei hier bei uns ...
    is ja wie die "drei stecken" die man, jeden einzeln überm knie, zerbrechen kann - die aber als bündel "unkaputtbar" sin :wink:


    Tja Kollegen, dann lasst uns mal Erfahrung, Kraft und Hoffnung teilen, auf dass aus 1+1+1 mehr als die Summe 3 werde...

    Und mit silberkralles Wunsch-Quartett sollte auch nix schief gehen - danke :!:

    Georg, der 66er

    PS: Übrigens gibt's ja hier auch das 66er Trio...

    Hallo RB,

    gestern Abend aß ich einen typisch russischen Eintopf (Borschtsch), dessen Hauptbestandteil ein leckeres, rotes, Vitamin-B-bombiges Wintergemüse ist. Da dachte ich, ich schau mal hier vorbei - aber seit längerer Zeit herrscht hier Funkstille :(

    Hab ich etwas verpasst? Geht es Dir gut? Gib mal wieder ein Lebenszeichen.

    Schöne Grüße von Georg