Beiträge von c2h5oh

    Zitat von dorothea

    sorry jonas das ich schon wieder deinen thread benutze.

    Guten Morgen Dorothea,

    aber gerne doch. Ich habe zwei Stunden an meinem Krimi gearbeitet, jetzt schau ich mal bei diesem vorbei. Du hast Recht, allzu stille Wasser sind nicht immer tief; tückisch können sie aber sein. Unauffällig, still, scheu, immer freundlich and plötzlich ->Amoklauf und Massenmord. Das passiert bei einem "gemäßigten Choleriker" selten.

    schnuffig
    Also mit dem Besen an die Decke. Gut. Ich habe mit der Nachbarin ein leidenschaftliches Verhältnis. Wir lesen zusammen Georges Bataille, wenn ihr XY nicht bei ihr ist. An diesem Abend spielt sie die schlechte laute Musik ihres XY. Ich klopfe mit dem Besen an die Decke, sie erschrickt, stolpert unglücklich, schlägt mit dem Kopf an die Tischkante und stirbt. Ihr Notebook ist noch angeschaltet, die Polizei findet einen Brief an ihren Notar. Sie wollte ihr Testament ändern und mich als Alleinerben einsetzen. Die Spurensicherung findet nur die Fingerabdrücke ihres XY, der sich auch Hoffnungen auf das Erbe gemacht hat. XY behauptet, zum Tatzeitpunkt in einer Entzugsklinik gewesen zu sein. Niemand dort kann seine Anwesenheit sicher bestätigen. Hauptkommissar Hartmut geht von einem Gewaltverbrechen aus. Nur Kommissaranwärterin schnuffig hat ihre Zweifel. Sie hört noch einmal das schlechte laute Musikstück. In diesem Songtext ist eine Botschaft versteckt, sagt sie zu Hauptkommissar Hartmut. Der grinst väterlich, denn er weiß aus langer Erfahrung, dass Anwärterinnen oft eine blühende Phantasie haben. Schnuffig lässt sich nicht beirren. Sie schreibt den Text auf und stellt die Wörter immer wieder um. Oh mein Gott, flüstert sie plötzlich. Sie stürzt die Treppe hinunter und klingelt an meiner Tür.

    LG Jonas

    Zitat von schnuffig

    Hallo Jonas!

    Kann er schon, dann ist die Fallhöhe größer.

    Hallo schnuffig,

    in meinem Krimi ist das "Mastermind" zwar kein zart besaiteter Blumenpflücker, aber doch recht zart besaitet. Dadurch wird dann die Fallhöhe größer, das stimmt.
    Wenn mein Erzähl-Ich mit der Pistole zur Nachbarin gegangen wäre, weil sie mich mit schlechter lauter Musik quält, wäre es also eher akzeptabel?
    Im Witz wurde die Erkenntnis, dass der viel zitierte "XY" in mir nur einen Gebrauchsgegenstand sieht, der mein Suchtleben beschützt, fein ordnet und verwaltet und der ab und zu auf Linie gebracht werden muss, in drei Zeilen zusammengefasst.
    Zum Glück ist der Witz aber gelöscht worden.

    LG Jonas

    Zitat von schnuffig

    Hi Jonas!

    Ich habe geglaubt du machst gar keinen Witz, sondern deine Nachbarin dröhnt dir eventuell noch zu später Stunde die Ohren mit schlechter Musik voll.
    Aber so geht's mir eher wie Linde.

    LG

    Hallo schnuffig,

    der Witz entstand im Zusammenhang mit der humoristischen "Anamnese". Dass die absichtsvolle Wortwahl, die ich meinem Erzähl-Ich in den Mund schrieb, bei sehr verletzlichen oder gar brutal verletzten Frauen Ekel auslösen kann, ist klar. Wenn eine Romanfigur ein brutaler Vergewaltiger ist, kann der Autor ihn aber nicht als zartbesaiteten Blumenpflücker darstellen.
    Aber nun wurde der Witz zum Glück entfernt, die Gefahr ist vorüber.


    LG Jonas

    Zitat von Carpenter


    .mit Witzen kann ich persönlich eh nicht allzuviel anfangen (...)...ohne Alkohol kann ich über die meisten Witze, die so kursieren, nicht lachen..

    Guten Morgen, Carpenter,

    diese Witze sind i.d.R. keine, sondern billige Zoten. Wenn du dich mit dem Witz und seiner Beziehung zum Unbewussten auseinandersetzen möchtest, empfehle ich Freuds immer noch interessante Untersuchung "Der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten". Es ist kein Zufall, dass in Becketts Endspiel sogar der tiefste Witz (vom Ingenieur und der Hose) nicht mehr wirken kann. Diesen Witz (Witz bedeutet im Mittelhochdeutschen noch Wissen. Diese Wurzel überlebte nur noch in den neuhochdeutschen Ausdrücken gewitzt, die Sache hat keinen Witz) habe ich in meinen existenzphilosophischen Notfallkoffer gepackt. Ein richtiger Witz ist die dichteste Literaturform. In meinem "pikanten" Witz habe ich aus witztechnischen Gründen mich selbst als gewissenlosen Unterdrücker charakteriert. Das Lachen wird durch die Nähe von Krisis und Karthasis (hier: Pointe) erzeugt. Linde66 ist davon schlecht geworden. Eine für mich sehr interessante Reaktion, über die ich natürlich nicht schreiben werde.

    Notabene:
    Mir geht es gut, draußen ist es nass, meine Gedanken sind aber trocken.

    LG Jonas

    Zitat von Linde66

    Der Schwerpunkt deines Erfahrungsaustausches scheint auf allem und allen möglichen zu liegen, aber nicht bei dir. Wie siehst du das?

    Hallo Linde66,

    solange keine Inhalte fremder Threads in meinen umgeleitet werden, beschäftige ich mich hier mit mir. Über das von dir Angeführte schreibe ich nicht mehr.

    LG Jonas

    Zitat von juergenbausf

    Hallo c2 ... ,


    da sehe ich einen Widerspruch zu der von Dir an anderer Stelle ausgeführten genetischen Veranlagung etc. Was denn nun ?

    Hallo juergenbausf,

    es ist so wie ich es an der von dir gemeinten Stelle geschrieben hatte. Bitte noch einmal nach "genauer,(...) " lesen. Weiter schrieb ich, dass das Milieu die Entwicklung der Sucht entscheidend mitbestimmt, dann auch, dass in der voralkoholischen Phase durchaus die Möglichkeit besteht, seinen sich steigernden Konsum zu beobachten, die Gefahr zu erkennen und das Trinken zu stoppen. In der Prodromal-Phase wird es schon schwieriger. Verleugnung der tatsächlichen Trinkmenge, Vermeidung des Themas Alkohol, erste komplizierte oder pathologische Rauschzustände, Erinnerungslücken u.a. können auftreten.

    LG Jonas

    Zitat von juergenbausf


    also die Alkoholabhängigkeit war bei mir definitiv "eine Selbstdiagnose", da keine körperlichen Schäden offensichtlich und keine körperliche Abhängigkeit vorhanden war. Ohne eigene Einsicht hätte dies also niemand diagnostizieren können und diagnostiziert.

    Hallo juergenbausf,

    zu deinem Glück hast du früh genug erkannt, dass dein Alkoholkonsum krankhaft ist. Da bist du eine erfreuliche Ausnahme, denn viele Suchtkranke leugnen selbst noch in der späten kritischen Phase hartnäckig ihre Sucht, selbst wenn aus ärztlicher Sicht nicht der geringste Zweifel besteht.

    LG Jonas

    Zitat von Speranza


    Das sind für mich keine Vermutungen sondern klare Aussagen. Ich hatte mich deswegen eingemischt weil ich es eben für fatal halte anderen die man nicht kennt so etwas zu schreiben.

    Was ist denn so ehrverletzend an einer Neurose? Noch in den 80er Jahren gehörte sie zu den salonfähigen Wunschdiagnosen, ohne die ein Intellektueller sich gar nicht auf die Cocktailparty wagte, schon weil er nicht der einzige ohne Analytiker sein wollte. Heute ist die Neurose nicht mehr en vogue.
    Nun gibt es aber Diagnosen, die über alle Zeiten hinweg sehr unpopulär sind. Die Alkoholkrankheit zählt dazu. Es kostet den Kranken auch nach der Einsicht große Überwindung, sich einem Arzt anzuvertrauen. Es kostet ihn auch Überwindung, sich hier anzumelden und sich mitzuteilen. Besonders schlimm: er kann nicht einmal eine gemütliche Opferrolle einnehmen, denn er hat sich die Krankheit selbst zugefügt. Damit geht also keiner gerne hausieren. Aber auch Lernbehinderte und Schizophrene halten sich eher bedeckt.
    Und wo wir schon von Diagnosen sprechen: ich setze voraus, dass jeder Co-Abhängige im Forum seine Diagnose von einem Facharzt bekommen hat. Denn sonst könnte noch der Verdacht aufkommen, dass es sich teilweise um Selbstdiagnosen handelt. Und das wäre ja wirklich abwegig, unverantwortlich und gefährlich, nicht wahr?

    LG Jonas

    Zitat von Speranza

    Ergänzung:

    Es ist auch ein himmelweiter Unterschied ob ich real etwas beobachte und Schlüsse daraus ziehe oder hier im Forum. Real sehe ich mein Gegenüber und seine Körpersprache das ist auch ein wichtiger Aspekt um jemanden grob einzuschätzen.

    Hallo Sperenza,

    vollkommen richtig. Deshalb kann nicht deutlich genug gemacht werden, dass es sich grundsätzlich um Vermutungen handelt. Es fällt mir nicht schwer, jede Vermutung mit dem Halbsatz "Ich vermute" einzuleiten. Damit dieser ständig wiederholte Halbsatz den Leser nicht ermüdet, werde ich die üblichen Abkürzungen verwenden. Imho (in my humble opinion) ist ein eine gute Idee. Aber das ist nur mein eg (educated guess).

    LG jonas

    Zitat von Speranza


    Ich habe schon viele Aufnahmegespräche mit psychisch Kranken geführt und kann nach diesen Gesprächen nur vermuten was dem Betreffenden fehlt. Um hinter die Fassade zu schauen bedarf es viel mehr als zwischen den Zeilen zu lesen.

    (...)
    Auf weiteres würde ich mich nie einlassen denn in der Vergangenheit rumzusuchen und ewig nach dem "Warum" zu fragen würde mich nicht weiterbringen.

    Hallo Sperenza,

    Du hast viele Aufnehmegespräche mit psychisch Kranken geführt, interessierst dich aber nicht für die Ursachen der Erkrankung, für das "Warum". Dieser Ansatz ist mir ganz neu. Übrigens hatte ich Uschi1985 angesprochen, und du hast mir innerhalb ihres Threads geantwortet. Aber das ist unwichtig. Uschi1985 leidet nach eigenen Angaben(!) unter der Angst zurückgewiesen zu werden seit ihrer Schulzeit. Als Fachfrau wird dir der Unterschied zwischen Angst und Furcht (anderer Ausdruck: Realangst) geläufig sein. Wenn ich einer unter 100 Bewerbern bin, habe ich Furcht, bzw. Realangst, zurückgewiesen zu werden. Diese Realangst ist begründbar, denn die Chance, angenommen zu werden, ist nun einmal gering. Die ständige Angst zurückgewiesen zu werden deutet auf eine Neurose hin.
    Dass es hier grundsätzlich um Vermutungen und niemals um Diagnosen geht, habe ich an anderen Stellen deutlich zum Ausdruck gebracht.

    LG Jonas

    Zitat von Speranza


    Ob es jetzt unbedingt neurotisch ist sich so zu verhalten sei mal dahingestellt das festzustellen gehört in die Hände eines Fachmannes.

    Guten Morgen, Sperenza,

    unbedingt. Die Angst vor Zurückweisung begleitet die Foristin nach eigenen Angaben schon seit ihrer Schulzeit, vielleicht schon viel länger. Hier wären analytisch orientierte Einzelgespräche mit einem Fachmann, der möglichst eine Lehranalyse absolviert haben sollte, indiziert. Es wäre sonst nicht ausgeschlossen, dass die nächste Beziehung einen ähnlichen Verlauf nimmt, auch wenn der Partner nur übermäßig viel Tütensuppen trinkt.

    LG Jonas

    Zitat von Uschi1987

    du triffst es glaube ich auf den punkt. abgewiesen. und da habe ich allgemein ein grosses problem und angst vor. das wsr in der schule so im beruf jetzt und in der beziehung. und ich habe in der bez. alles getan damit das nicht passiert u jetzt ist es doch so. es tut unglaublich weh.

    Guten Morgen, Uschi1987,

    die (neurotische) Angst, abgewiesen zu werden und das sich daraus ergebende Verhalten des (regressiven) Anklammerns kann für den anderen zur Qual werden. Dein Freund hat sich aus dieser erstickenden Fesselung wohl befreit. Du hingst zu fest an ihm - nämlich mit beiden Händen fest um seinen Hals...
    Menschen brauchen aber beides: Zusammensein und Getrenntsein (Symbiose und Separation). Für eine Beziehung ist es wichtig, das "Mein", "Dein" und "Unser" zu respektieren. Du schreibst, dass er nun statt erst um 22.00 Uhr schon um 20.00 Uhr nach Hause kommt. Es scheint, er fühlt sich jetzt besser, kann wieder atmen.
    Wenn du deine nächste "Beziehungskiste" baust, vergiss die Luftlöcher nicht.

    LG Jonas

    Zitat von Cora723


    Die Situation, die ich da beschrieben habe war sicher sehr extrem. Und vor allem: Solche Menschen würden, wenn sie einen Schwachpunkt entdecken (Ein Schwachpunkt ist jede Erkrankung), ausnutzen.

    Guten Morgen, cora723,

    nur ergänzend zu den Ausführungen der anderen Foristen möchte ich dir ein paar Kniffe aus der Rhetorik vorschlagen. Antworten, Reaktionen können einen Abschluss des Themas oder aber dessen Fortsetzung (Nachfragen, Neugierde, Insistenz) begünstigen. Nehmen wir ein für dich typisches Szenario, ein Geschäftsessen. Nicht hingehen wäre natürlich konsequent, aber die Angst vor Jobverlust oder Mobbing kann das Leben auch sehr überschatten. Du möchtest dich aus diesen Gründen auch nicht "outen". Man bietet Alkohol an. Du reagierst und sagst fest und ernst:
    Nein danke, ich trinke keinen Alkohol.
    Diese Reaktion wirkt auf andere dogmatisch und ruft die Neugierigen auf den Plan. Warum denn nicht? Überhaupt keinen? Aus religiösen Gründen? Bist du Gesundheitsfanatikerin? Usw.
    Es kann passieren, dass du dich in einer peinigenden Verhörsituation wiederfindest. Dazu kommen dann latent Sadistische, die ihr Vergnügen daran haben, deinen Grundsatz aufzuweichen, dich "schwach zu machen".

    Allgemeiner Konsens ist dagegen der unterschiedliche Geschmack. Die Reaktion "Nein danke, aber ich mag einfach keinen Fisch, weiß auch nicht, mochte ich noch nie" wird kaum neugieriges Nachfragen auslösen. Das kannst du auf den Alkohol übetragen. Antworte ruhig, freundlich, spielerisch, aber fest "nein danke, ich mag einfach keinen Alkohol". Vielleicht kommt noch eine erstaunte Nachfrage "wirklich nicht"?. "Ja, weiß auch nicht warum, aber ich ekele mich davor. Meinem Freund (oder wer dir gerade einfällt) geht das mit "Senfsoße" so. Ich esse sie gerne, er ekelt sich davor."

    Dann dürfte Ruhe sein. Viel Erfolg bei nächsten "Prüfung".

    LG Jonas

    Zitat von Hartmut


    Hallo Jonas,

    was macht denn deine Abstinenz? Kommst du damit klar, hast du Verzichtsgedanken oder wie verhält es sich mit dem alkoholfreien Umfeld ? (...)frage mich ob es da nicht schwieriger zu akzeptieren ist Alkoholiker geworden zu sein. Das würde mich mal interessieren.

    Hallo Hartmut,

    mir geht es gut. Verzichtsgedanken habe ich überhaupt nicht. Es fällt mir schwer, meine Dummheit, besonders meine Unaufmerksamkeit und Fahrlässigkeit zu akzeptieren. Aber es ist nun einmal passiert, ich habe 160g Alkohol/Tag in meine Routine eingebaut, objektiv viel zu viel.
    Ansonsten beobachte ich mich im Hinblick auf Suchtverschiebungen und baue meine Aversions-Konditionierung weiter aus. Die Konditionierung durch Auslösen von Ekel, Übelkeit und Erbrechen (mit dem Ziel, Angst vor dem Trinken zu entwickeln) selbst ist ja nichts Neues. Aber die Behandlung mit - edit, Medikamentenkürzel entfernt, Linde - ist mit Recht umstritten und konnte mich nie überzeugen. Neben den immer möglichen Komplikationen und oft fehlender Compliance (der Kranke behauptet, das Medikament zu nehmen, tut es aber nicht) sehe ich einen methodischen Fehler: damit die Konditionierung erfolgen kann, muss der Kranke wiederholt, oft über einen langen Zeitraum Alkohol trinken. Ich versuche nun durch die schon dargestellte Methode, eine Aversion gegen Alkohol ohne Medikamente zu erreichen. Mein Umfeld ist alkoholfrei.

    LG Jonas

    Zitat von Nys


    ich wünsche Dir von ganzem Herzen, daß Deine Einstellung zu Dir selbst niemals die Beziehung Deines Enkels zu Dir und Deine Beziehung zu ihm belastet.
    LG Nys

    Hallo Nys,

    vielen Dank für deine guten Wünsche. Zum Glück ist das nicht zu befürchten. Meine Tochter kennt sich sehr gut aus, und Diskussionen über das Absurde und Möglichkeiten seiner Überwindung finden häufig statt. "Der Mensch in der Revolte" kann ich wohl nicht sein, und zu einem Pascal'schen Sprung in den Glauben wäre ich auch völlig ungeeignet. Aber ich habe ja Frank (garcia) gegenüber schon eingeräumt, dass die Versenkung in Kunstwerke mich Existenz lustvoll erleben lässt. Und um es berlinerisch zu sagen: Bischen ist ja och nischt jar nischt.
    Dir wünsche ich eine angenehme forum-freie Zeit.

    LG Jonas

    Zitat von dorothea


    (...)anstatt das hier dann mal als übung zu sehen.
    noch mal sorry jonas, passte nur grade.

    doro

    Guten Morgen, Dorothea,

    nur nicht entschuldigen, bitte. Ein erfrischender Disput ersetzt drei Tassen Kaffee. Ich habe schon den Eindruck, dass die Foristin "vom anderen Ufer" mir einen Gegenbesuch abstatten und ihre Leidensschwester(n) "rächen" wollte. Dazu hat sie einige meiner Textpassagen aus ihrem Kontext gelöst, den Subtext ignoriert und dann tendenziös kommentiert. In einer politischen Talkrunde wird ja kaum anders verfahren.
    Interessant ist übrigens deine Frage zur unterschiedlichen Reaktionen der Foristen bei männlichen und weiblichen ModeratorenInnen. Wir dürfen dabei nicht vergessen, dass für nicht wenige Trunksüchtige Gewalt gegen Männer allabendliche Freizeitbeschäftigung in der Stammkneipe war. Am nächsten Morgen traf man sich dann vor der Ausnüchterungszelle, küsste sich auf die verbeulten Wangen und feierte beim Frühschoppen Versöhnung (ähnliche Verläufe auf verbaler Ebene lassen sich hier beobachten). Gewalt gegen Frauen spielt dann schon in einer anderen Liga. Da brechen dann Reste der Wohlerzogenheit hervor, der Forist zieht einen Scheitel, stellt seinen Kaffee auf einen Untersetzer ("nimm den Untersetzer!") und antwortet dann devot und höflich als hätte Mutter persönlich ein Machtwort gesprochen.
    Vielleicht müsst ihr euch einfach "vergendern"? Du trägst einen schönen griechischen Namen (doro theou = Gottesgeschenk). Doro Theos wäre die männliche Form und bedeutet das Gleiche.
    Hartmut könnte als Hartmutter(!) genauso agieren wie bisher. Alle Foristen würden sofort kuschen.

    LG Jonas