Zitat von Tinamir gefällt die Motivation für die Alkoholabstinenz von Dir, Jonas, nicht besonders. Solange ich für andere aufhöre zu trinken (und dabei ist vollkommen egal, wie alt der andere gerade ist), laufe ich Gefahr, dass ich mit der Faust in der Tasche auf das Ende des Ereignisses warte (hier die musikalische Ausbildung des Enkels), um wieder trinken zu können.
Guten Morgen Tina,
das ist in vielen Faällen gewiss so, wie du es hier beschreibst. Ich habe in mehren Exkursen deutlich gemacht, dass ich meine Existenz verabscheue. Mir wurde das Glück, nicht geboren zu sein, nicht zuteil. Ich habe aber meiner Tochter etwas versprochen, und das werde ich halten. Deshalb habe ich mich zum Leben verurteilt.
Wenn ein talentloses Kind von unwissenden, aber überehrgeizigen Eltern zum Erlernen eines Instrumentes gezwungen wird, ist das ein schwerer Fehler, der mir allerdings nicht passieren kann. Sollte sich mein Enkel überraschender Weise als talentlos erweisen, werden weder meine Tochter noch ich eine Unterrichtung forcieren. Der Begabte muss auch nicht gezwungen werden. Eher muss man ihn bremsen. Gestern war der Enkel bei mir. Ich habe mit der linken Hand wiederholt das bekannte Kanon-Thema von Pachelbel gespielt (Kanon und Gigue D-Dur) und ihn ermuntert, dazu zu fantasieren, er hatte ja fast die gesamte Tastatur zur Verfügung. Es war interessant zu beobachten, wie er zunächst kindliche Cluster spielte, dann nach einer Weile aber harmoniefremde Töne "aussortierte" und sich der Folge D-A-H-Fis-G-D-G-A harmonisch näherte. Bisher spricht nichts gegen eine musikalische Begabung.
LG Jonas