Beiträge von Pellebär

    Moin Katha,

    ob du es nun Tiefpunkt nennst oder einfach "so geht es nicht mehr", wichtig ist die Einsicht, denke ich. Ich konnte so nicht mehr, Panikattacken, Rückzug aus dem Leben, von Freunden, von gemeinsamen Unternehmungen, nur noch die Flasche als Freund, ferngesteuert von der Sucht. Für mich war das das Ende. Ich hatte den festen Willen nicht mehr zu trinken, habe aber nie gesagt, nie wieder, sondern mich Schritt für Schritt aus der Sucht befreit, ich musste nicht mehr trinken. Am Anfang hat es Kraft gekostet, es braucht Selbstbewusstsein vor dem Umfeld, Veränderung in der Lebenseinstellung und eine neue Lebensstruktur. Ich habe meinen Weg gefunden und gehe ihn voller Dankbarkeit. Ich lebe und entscheide frei über mich, werde nüchtern viel besser mit Rückschlägen und Problemen fertig.
    Zurück will ich nie mehr.

    LG
    PB

    Moin Dana,

    ich weiß aus meiner Erfahrung, dass meine Probleme nicht aufhörten, aber nüchtern konnte ich sie angehen, viele lösen, sie anders, nüchtern sehen, konnte handeln, verändern, so wurde ich frei mein Leben so zu gestalten, wie ich es leben will.
    Ich wünsche dir Kraft.

    LG

    PB

    Danke Antje, lieb, dass du an mich denkst. Ich achte gut auf mich, sei sicher. Im "verflixten" 7. Trockenheitsjahr sollte mich nichts mehr umschmeißen.
    Im Ernst Antje, ich weiß, es gibt keine absolute Sicherheit, ich weiß aber auch, meine Freiheit bedeutet mir alles, sie ist mein Leben.
    Wir lesen uns.

    Liebe Grüße
    PB

    Moin,

    es passieren schlimme Dinge im Leben, da bleibt die Uhr erst einmal stehen. Mein Leben aber geht weiter. Ich bin nüchtern, kann mich auf die Situation einstellen, handeln, gestalten, klar denken und behalte so die Übersicht.

    PB

    Moin Hartmut,

    aber genau darauf wirst du keine Antwort kriegen, denn die sofort wieder Verstummten antworten ja nicht mehr.
    Mir hat damals die Auseinandersetzung mit mir selbst sehr geholfen, dabei war mir die Reaktion anderer nicht wichtig. Das kam erst später, als ich meinen Weg gefunden hatte, ihn beschrieb und viel Haue bezogen habe. Auch das war für mich wichtig, so habe ich mich immer wieder geprüft.
    Jeder ist aber nicht, denke ich, dazu bereit sich wirklich intensiv mit sich selbst auseinander zu setzen.

    PB

    Moin Hartmut,

    du schreibst doch ganz richtig, wir tragen keine Selbsthilfe hinterher. Da geh ich voll und ganz mit. Ich halte es so, wenn einer Hilfe will, dem stehe ich bei, wenn es sein muss, rund um die Uhr, bis ich merke, er steht aufrecht. Wenn ich jedoch merke, da wird rum geeiert, eigentlich, eventuell, vielleicht oder doch lieber nicht, halte ich mich da raus. Ich weiß doch von mir, das es sinnlos ist.

    Moin

    Austausch bedeutet für mich, hier im Forum zu lesen, daraus mitzunehmen, was mir weiter hilft, über meinen Weg zu berichten, von dem andere sich mitnehmen können, was ihnen weiter hilft. Ratschläge haben mir in den Jahren nicht geholfen, wohl aber die Freiheit mir mit Hilfe vieler unterschiedlicher Erfahrungen meinen Weg zu suchen.

    Jeder Beitrag ist wichtig!

    PB

    Moin panem,

    nachvollziehen kann ich dein Gefühl schon. Gerade am Anfang fehlten mir Rückmeldungen. Nach und nach habe ich dann gemerkt, dass mir das Schreiben an sich sehr gut tat. So habe ich unsortierte Gedanken sortiert, habe plötzlich Lösungen gesehen, in dem Moment, wo ich ein Problem formuliert und aufgeschrieben habe und konnte für mich viele Dinge klären.
    Kommentare der Anderen haben mir natürlich auch geholfen meinen Weg immer wieder zu prüfen und im Zweifel zu korrigieren.
    Schreibe einfach alles auf, was dich drückt und was dich freut. Es hilft dir und anderen sicher auch, denn jeder, der hier liest nimmt sich was mit.

    Liebe Grüße

    PB

    Zitat


    Ich werde die Feiertage, die freie Zeit nutzen, mich an meiner Freiheit zu erfreuen

    So ist es Hans! Dieses wird mein siebtes trockenes Weihnachten und mein trockenes Leben ist immer noch mein größtes Geschenk. Ich lebe es voller Dankbarkeit und Demut.

    Was aus mir geworden wäre, hätte ich dieses Forum nicht gefunden, ich weiß es nicht, will es auch nicht mehr wissen, sondern sage schlicht Danke.

    Liebe Grüße

    PB

    Recht hast, lieber Hans. Solche Gedankengänge hatte ich auch. In die Tonne damit, der Äquator lässt sich im Suff nicht verschieben. Nüchtern auch nicht, aber ich habe viel bewegt.

    Auch dir eine schöne Adventszeit.

    Libe Grüße

    PB

    Moin


    Kürzlich wurde ich in einem Thread daran erinnert, wie es am Anfang war, an die Zeit, die plötzlich da war, als ich nicht mehr trank, die nüchternen Stunden, die gefüllt sein wollten.

    Mein Arbeitsleben war vorüber. Ich fing an, mein Leben neu zu strukturieren. Jeden Tag eine feste Verabredung, eine ehrenamtliche Tätigkeit, viel lesen und schreiben hier im Forum, Gedanken sortieren auf langen Spaziergängen, das gab mir erst einmal Halt, zunehmend Sicherheit und Bestätigung.

    Das war ein Prozess, der Geduld erforderte, Durchhaltevermögen und den festen Willen nicht mehr zu trinken, aber auch Mut, dem Leben nüchtern zu begegnen, mich nüchtern auszuhalten, mich zu akzeptieren und endlich zu lernen, das Leben nüchtern zu genießen.

    Es lohnt sich!!!

    PB

    Moin Panem,

    dein Weg liest sich für mich gut. Diese Angst vor zu viel Selbstsicherheit kenne ich, auch jetzt noch im 7. Jahr, sehr gut. Sie schützt mich, sie zwingt mich, meinen Weg immer wieder zu prüfen und zu korrigieren. Sie hilft mir aber auch dabei selbstsicher mit dem Thema Alkohol umzugehen. Ich trinke keinen Alkohol, ich möchte ein Wasser, fertig, keine Begründung, keine Ausflüchte und keine Diskussion.

    Mach weiter so.

    LG
    PB

    Moin

    Ich habe gerade bei Katha gelesen, ihre Frage - wie frei bist du? Ich bin so frei, meine Sucht voll und ganz zu akzeptieren, mit ihr zu leben, ich muss sie nicht mehr bekämpfen, ich suche mir aus, welchen Menschen ich sie mitteilte. Ich bestellte mir mein alkoholfreies Getränk, auf Fragen antworte ich stets - ich trinke keinen Alkohol - fertig.
    Aufgehört zu trinken habe ich allein, da war Schluss, ich konnte nicht mehr und wollte dann auch nicht mehr. Von tödlichen Krämpfen wusste ich nichts, es wäre mir auch egal
    gewesen. Heute weiß ich, es war mein Weg, für mich und nur für mich war er richtig. Noch einmal werde ich diese grässlichen ersten Tage nicht überstehen. Die Erinnerung daran gibt mir die Stärke nüchtern zu bleiben, meine Freiheit zu leben und zu genießen.

    PB