Beiträge von Pellebär

    Moin Tadewi,

    herzlich Willkommen.

    Als ich vor 6 Jahren hier angekommen bin, machte mir der Gedanke - nie mehr zu trinken - auch Angst. Nie mehr, das war mir viel zu abstrakt, zu unübersichtlich, zu endgültig, also habe ich mir gesagt, ich will heute nicht mehr trinken, später musste ich gar nicht mehr trinken und ich war frei. Ob ich trocken bleibe, weiß ich nicht, ich habe den festen Vorsatz sicher, sicher weiß ich, heute trinke ich nicht.

    Bleib am Ball, es lohnt sich.

    LG

    PB

    Moin Karsten,

    danke für deinen Stopp an der Pellebärstation.

    Wichtig für meine Freiheit ist mein alkoholfreier Kopf. Da findet meine alkoholfreie Zone statt. In dieser pitschnassen Welt begegnet mir überall Alkohol. In jeder Fernsehsendung, jedem Film, jedem Buch, jedem Theaterstück, in jedem Laden, in der Werbung, egal wo ich hinschaue, hinhöre, hingehe, er ist immer gegenwärtig, doch er belastet mich nicht mehr. Ich weiß, es gibt ihn, ich akzeptiere ihn, kann hinschauen, ohne Verzichtsgedanken, toleriere ihn in meinem Umfeld, er schränkt mich nicht ein, denn mein Kopf ist alkoholfrei. Ich muss nicht mehr trinken!!! Ich darf und kann mein Leben trocken genießen.

    PB

    Dieses Glücksgefühl, das ich immer wieder empfinde, wenn mir meine Freiheit bewusst wird, möchte ich nie mehr missen. Ich bestimme mein Leben, ich komme und gehe, wann ich will, denn ich bin nüchtern, kann mich frei bewegen, entscheide selbst, wo will ich wann hin und wie lange will ich bleiben. Trinkend hat der Alkohol für mich gedacht, über mich bestimmt, gehandelt, ich war die Marionette meiner Sucht. Wie viele Filme habe ich nicht gesehen, Konzerte nicht gehört, Einladungen ausgeschlagen, weil ich mich mit der Flasche eingeigelt habe.

    Da will ich nie wieder hin.


    PB

    Moin liebe Yvonne,

    ich freue mich sehr über deine Worte.

    Oft denke ich an meine erste Zeit hier im Forum zurück. Ich werde nie erklären können warum, aber es waren deine leisen, ruhigen Töne, die ich damals brauchte, um meine wirre Seele zu sortieren. Die lauten, aggressiven haben mich eher erschreckt, noch mehr verwirrt, zum Widerstand gereizt und Trotz in mir ausgelöst. Heute weiß ich, auch die waren wichtig, haben sie mich doch meine Sichtweise immer wieder sorgfältig überdenken lassen.

    Inzwischen kann ich gelassen darüber lächeln.


    Liebe Grüße aus der Pellebär-Station

    Lange habe ich überlegt, ob ich wieder in einem eigenen Thread schreibe. Nun fange ich einfach mal an und warte ab, was daraus wird.

    Ich kann nur meinen Weg beschreiben, so wie ich ihn gesucht und gefunden habe, ihn gegangen bin und heute noch gehe, ihn immer wieder prüfe und notfalls korrigiere und dabei nur meine Gedanken denken und nur meine Gefühle fühlen.
    Heute vor 6 Jahren habe ich, völlig am Ende, dieses Forum gefunden. Leben wollte ich nicht mehr, sterben konnte ich nicht. Also habe ich mich für mein Leben entschieden. Erst einmal notgedrungen.
    Ohne jede reale Unterstützung, ganz allein, nur mit Hilfe dieses Forums habe ich mich durch meine ersten grässlichen Tage und Wochen ohne Alkohol gekämpft. Ich habe mir Schritt für Schritt meine Freiheit zurück erobert, in meinem Leben wieder Sinn erkannt und innere Ruhe und Frieden gefunden. Dafür bin ich diesem Forum und den Menschen, die es am Leben halten, sehr dankbar.
    Zufrieden bin ich nicht immer, aber ich bin zufrieden damit, ohne Alkohol zu leben und voller Demut und Dankbarkeit, nicht mehr trinken zu müssen.

    PB

    Zitat

    Trotzdem lese ich, dass einige der Ansicht sind, der Alkoholkranke hätte sich schließlich selbst für die Sucht „entschieden“ und müsse komplett fallengelassen werden.

    Hallo Katha,

    ich bin zwar alkoholkrank, aber entschieden habe ich mich für die Sucht ganz sicher nicht.
    Das war bei mir ein schleichender Prozess. Fröhliche Feiern, gemütlich bei einem Glas Wein plaudern, ein erfrischendes Bier genießen, da war noch alles gut.

    Schritt für Schritt ging es dann nicht mehr ohne.

    Zwischen der vagen Erkenntnis und der Einsicht, dass mein Trinkverhalten nicht mehr "normal" war, verging viel Zeit. Irgendwann schmeckte das Zeug überhaupt nicht mehr. Der tägliche, grässliche Kater, die Übelkeit am Morgen, die ständige Suche nach Nachschub, die depressive Stimmung bis hin zum totalen Lebensüberdruss brachten mir, völlig am Ende, schlagartig die Einsicht, JETZT IST SCHLUSS!!!

    Heute muss ich nicht mehr trinken, ich lebe, bin frei von allen Abhängigkeiten und dies Freiheit genieße ich seit 6 Jahren.

    Gruß

    PB

    Zitat

    "point of no return"

    Moin Spes,

    du klingst in keiner Weise überheblich. Mir schreibst du aus der Seele, es ist fast so, als würde ich bei dir von mir, über mich lesen. Danke dass du so offen schreibst.
    Für mich gab es 2008 auch nur noch den Weg aus dem Alkohol raus und nie wieder zurück. Mir geht es sehr gut.
    Ich hoffe, dich weiterhin zu lesen.

    LG

    PB[/quote]

    Moin liebe Yvonne,

    du bist schon so ein Nachtschwärmer.

    Lachen musste ich wegen der Gehstöcke. Ich halte das aber für normal. Jedenfalls fühle ich mich innerlich immer noch jung und beweglich und finde es schwer zu realisieren, dass ich ja älter und unbeweglicher werde.

    Dem Forum bleibe ich schon treu, aber ob es mal wieder einen Faden von mir gibt, weiß ich nicht.

    Karsten hatte ja kürzlich versucht Nutzer, die länger trocken sind in einem Chat zusammen zu bringen. Ich hatte gehofft, dass sich daraus ein Austausch in einem besonderen Faden ergibt. Aber leider war ich die einzige, Nutzerin, die im Chat war. Schade. Ich denke schon, dass es interessant für neue Nutzer ist, zu lesen, ob und wie sich das Leben im Laufe der Jahre verändert, am gelebten Beispiel zu sehen, ein Leben ohne Alkohol lohnt sich auf jeden Fall. So ein Faden wäre neutral. Für einen eigenen Faden ist mir der offenen Bereich eben zu offen.

    Liebe Yvonne, sei bitte ganz sicher, mir geht es wirklich gut.

    Liebe Grüße

    PB

    Moin liebe Yvonne,

    ich freue mich immer wieder von dir zu lesen, bewundere dich für deine Geduld und bin froh, das du Fortschritte machst.
    Danke für deine Begleitung auf meinem Trockehnheitsweg. Ich würde ihn wieder so gehen.

    Lieber Gruß

    PB

    Moin Maria,

    vor fast 6 Jahren habe ich mich für mein Leben entschieden, habe den Alkohol aus meinem Kopf verbannt und bin seitdem ohne Rückfall trocken. Ich lebe ohne Angst vor einem Rückfall, habe aber nie gesagt, dass ich nie wieder trinken werde. Das ist mir viel zu abstrakt. Mir ist klar, dass ich bei einem Rückfall nicht noch einmal die Kraft hätte, mich vom Alkohol zu befreien. Das hilft mir trocken zu bleiben. Ich bin dankbar, dass ich nicht mehr trinken muss und solange ich nicht trinken muss, ist es meine Entscheidung, trocken zu bleiben. Für dieses Leben habe ich mich entschieden, damit bin ich zufrieden und sehe deshalb keinen Anlass für einen Rückfall.

    Wollen will ich bestimmt keinen Rückfall.

    Gruß
    PB

    Moin liebe Yvonne,

    es freut mich, dass es dir wieder besser geht und kann mir sehr gut vorstellen, wie du gemeinsam mit Hündchen ganz cool durch die Gegend düst. Das ist doch genau, wie ohne Alkohol leben, ein Stück Freiheit. Genieße sie.
    Es ist gut, dass du wieder da bist. Als ich vor über 5 Jahren hier ankam, war es deine sanfte Beharrlichkeit, die ich brauchte, um meinen Weg zu finden. Den bin ich die ganzen Jahre trocken und nüchtern weiter gegangen und habe keinen Schritt bereut.
    Mir geht es sehr gut. Ich bin nicht immer zufrieden, aber sehr zufrieden damit, nicht mehr trinken zu müssen.

    Ich wünsche dir Kraft und Geduld für deine weitere Genesung.

    LG

    PB

    Zitat

    Doch,die Hoffnung besteht dass Ihr jetzt wieder mit mir rechnen müsst

    Liebe Yvonne,

    ich rechne gern mit dir. Das sag ich ganz eigennützig, du wirst hier nämlich gebraucht. Auch wenn ich im Moment nicht schreibe, ich lese dich immer wieder gern.

    Fein, dass es wieder aufwärts geht mit dir. Mach weiter so.

    Sei ganz lieb gegrüßt von PB

    Liebe Yvonne,

    du hast große Fortschritte gemacht. Das freut mich sehr. Mach so weiter, den Koller schiebe zur Seite, freu dich auf dein zu Hause und dann geht es Schritt für Schritt weiter.

    Ich wünsche dir Geduld und Kraft. Sei stolz auf dich, du bist nüchtern.

    Ganz liebe Güße von PB