Beiträge von Pellebär

    Moin,

    also manchmal denke ich, bei mir stimmt was nicht, aber diese ganze Triggerei kann und konnte ich in 13 Jahren nicht empfinden. Mein Körper warnt mich mit Ekelempfinden, z.Bsp. vor überreifen Bananen, Alkohol sowieso, auch Aromen. Da geh ich nicht bei, weil es mich schüttelt, wenn ich es nur rieche.

    Vorsicht ist super, ab er übertriebenen Vorsicht kann mir die Lebensfreude versauen, die ich nüchtern endlich wieder empfinde.

    LG PB

    Moin Cadda,

    du bist Cadda, eine liebenswerte Frau, die sich Gedanken macht, Gedanken die dir zustehen. Du hast Angst vor der Impfung. Andere Leute haben Angst vorm Zahnarzt und gehen nicht hin.

    Ich vergleiche die Impfung mit dem Sicherheitsgurt im Auto. Sicher kann er dich bei einem Unfall verletzen, aber er verhindert mit hoher Wahrscheinlichkeit meinen Tod.

    Vielleicht hilft dir das etwas.

    LG PB

    Moin Hanseat,

    mittlerweile ist es über 40 Jahre her, dass ich mir Hilfe holen musste, weil mein Mann trank. Zuerst musste ich lernen und begreifen, dass er krank war, dass ich keine Schuld daran hatte, dass nur er sich aus seiner Sucht befreien konnte. Das ging nicht von jetzt auf gleich.

    Erst dann konnte ich handeln. Das war nicht leicht. Zwei kleine Kinder, gerade das eigene Haus bezogen, die Arbeit weg, wie soll das Leben weiter gehen. Ich habe dann einen Weg für mich gefunden. Zuerst musste ich ihn los lassen. Das schafft eben nicht jeder. Da fängt, denke ich, das Coverhalten an. Davor konnte ich mich, uns bewahren.

    Aufgrund meiner Konsequenz hat er die Kurve gekriegt. Als er vor 15 Jahren starb, waren wir fast 40 Jahre verheiratet und er 28 Jahre trocken. Deshalb bin ich kritisch, wenn sofort von Coabgängigkeit gesprochen wird.

    Dass ich mich später in die Abhängigkeit getrunken habe, zeigt die Heimtücke der Sucht.

    LG PB

    Wo kommen denn die meisten rückfälligen her? Die dafür sorgen, dass sie ein alkoholfreies Umfeld haben oder sich ständig mit Alkohol konfrontiert sehen?

    Moin Hartmut,

    wenn du eine Antwort auf diese Frage hast, bist du mir ein großes Stück voraus.

    Ich habe bisher immer mit solchen Rückfälligen zu tun gehabt, die sich selbst schlichtweg nicht als alkoholkrank akzeptieren können oder wollen. Wobei es egal war, ob sie sich von Alkohol fern gehalten haben oder neben der Flasche saßen.

    Dann das andere Phänomen, dass jemand nach jahrelanger Abstinenz so abstürzt, dass er im Krankenhaus landete oder sogar starb. Was die Heimtückischen der Krankheit beweist.

    LG PB

    Moin

    Aus den Grundbausteinen zitiert:

    "Es geht bei Offenheit und Ehrlichkeit nicht darum, bei jeder sich bietenden Gelegenheit anderen seine Alkoholkrankheit zu präsentieren. Es zählt die innere Einstellung zu seiner Sucht, offen und ehrlich den neuen Weg zu gehen, ohne von anderen eingeschränkt zu werden."

    Für mich zählt die innere Einstellung, sie ist die tragende Säule meiner Nüchternheit. Wenn ich mir selbst gegenüber nicht uneingeschränkt akzeptiere, dass ich alkoholkrank bin, wird meine Nüchternheit immer auf wackeligen Beinen stehen. Erst als ich das erkannt habe, konnte ich dauerhaft trocken werden.

    PB

    Moin

    Danke, für die vielen lieben Worte, die ihr für mich gefunden habt.

    Dieses Forum ist eine Schatztruhe, die jedem offen steht, in der jeder finden kann, was er für den eigenen trockenen und zufriedenen Weg braucht.

    Und immer schön auf dem Weg bleiben.

    LG PB

    Moin

    Der Tag ist mir wichtig. Heute lebe ich 13 Jahre ohne Alkohol, freiwillig, frei, ohne Druck von außen, ohne Einschränkungen, allein von mir entschieden.

    Meine Nüchternheit ist nicht verhandelbar, meine alkoholfreie Zone ist in meinem Kopf, fest verankert.

    Danke Forum. Du hattest und hast es nicht leicht mit mir. Auch wenn du gezweifelt hast, ich bin auf meinem Weg geblieben. Zufriedene 13 Jahre.

    PB

    Moin Cadda,

    es gab lustige Zeiten mit tollen Menschen in meiner Saufzeit, die ich nicht missen möchte, aber ich will diese Zeit ganz sicher nicht zurück. Es war nicht alles schlecht, die Leute waren und sind nicht schlecht, mein Verhältnis zu ihnen und ihrem Trinkverhalten hat sich geändert. Ich verurteile nicht, bin nicht verbittert, sondern froh, dass es ist, wie es ist.

    Viel Spaß auf dem Sofa.

    LG PB

    Moin

    Ich teile hier mal meine Erfahrung, nicht meine Meinung.

    Am 20.10.2008 habe ich dieses Forum, völlig am Ende, entdeckt. Montags gab es immer einen offenen Chat. Da bin ich einfach reinmarschiert, bin freundlich empfangen worden, habe ein wenig von mir erzählt und hatte danach den Mut mich auszutauschen. Ich bin überzeugt, der Chat hat mir damals das Leben gerettet. Deshalb liegt er mir am Herzen.

    Sicher sind danach andere Erfahrungen gemacht worden, die Konsequenzen nach sich gezogen haben.

    Nehmt das einfach mal als Denkanstoß.

    LG PB

    Moin

    Ich hatte diesen einen Punkt, ob tief oder hoch oder was für einen Punkt, egal, aber da hat es mir den Schalter umgelegt und das Thema Alkohol war für mich erledigt.

    Ich lebe mit Alkohol, er begegnet mir täglich überall, aber er tut mir nichts mehr, nun schon bald 13 Jahre.

    PB