Moin Hartmut
Woran erkennt du denn, ob ein Argument vorgeschoben ist?
Ich kann ja nur von mir, von meinen Gedanken, meiner Haltung und meinem Verständnis ausgehen.
Als ich hier aufschlug wusste ich nur sicher, dass ich nicht mehr trinken konnte und wollte. Der Weg war eher verschwommen. Ich war und bin nicht so vermessen zu sagen, ich trinke nie wieder. Das ist mir immer noch, auch im 11. trockenen Jahr, viel zu abstrakt.
Erstmal habe ich sortiert, wie es viele tun, die hier ankommen. Habe mich gefragt, was, wann, wie, wenn passiert, wie geh ich damit um. Entscheidend für mich war und ist, dass ich mir sicher bin, dass ich zufrieden bin mit meinen Entscheidungen.
Ich hatte zugelassen, dass der Alkohol für mich entschieden hat, dass er mich um meine Freiheit gebracht hat, mir Panikattacken beschert hat, mich depressiv und lebensmüde gemacht hat. Nun endlich frei, konnte er mir nichts mehr anhaben, es gab ihn, mein Kopf aber war endlich alkoholfrei, ich konnte mich entscheiden, was ich tu, kommen und gehen wohin und wie lange ich wollte. Frei!
Diese Haltung können viele nicht verstehen, aber sie ist mein Weg.
Ich achte und respektiere jeden Weg, denke über andere Wege nach, korrigiere meinen durchaus, tausche mich aus, ohne überzeugen zu wollen.
LG PB