Guten Morgen zusammen
Guten Morgen Schnuffig - 
lustig: Ich dachte gestern die ganze Zeit ob nicht etwas in die Richtung "MUSTER"-Co schreiben soll 
daß die sich vor die Eltern gestellt haben- darauf kam ich allerdings nicht.
Ich fand es nur so irgendwie musterhaft - wie man immer ein Mäntelchen über alles legen muß.
Ja und klar: Kind darf nicht zu laut sein. Nicht sagen, was man schön mal bitte unter der Decke halten soll. So sah ich das. Kind darf auch nicht zu auffällig sein.
Brave Kinder sind still und lassen anderen den Vortritt.
So habe ich das auch gelernt - gelle Renate.
Liebe Co2013
was ich zu diesem Thema beitragen könnte - wäre tatsächlich nicht Forum-geeignet. Es ging bei mir nicht um die S++ualität mit einem abhängigen Partner.
Ich möchte es Dir noch mal so kurz wie möglich zusammenfassen (und das ist auch für Renate, die ja gefragt hat, wozu ich das hier schreibe)
Ich habe in meinem Leben immer eine Beziehung aufgebaut zu allem. Nicht nur zu Menschen. Von Klein auf habe ich eine Verbidnung gesucht. Meine erste Verbidung war die Einbildung mit der Sonne befreundet zu sein.............. ich würde hier ganz viele Details und die folgenden Beziehungen schreiben........ aber man muß sich einfach mit dem Wort symbiotische Beziehungsmuster - oder Schlüssel-Schloß-Prinzip auseinandergesetzt haben, um zu wissen was ich meine.
Im übrigen habe ich mir keine Krankheit rausgesucht, im www. Ich habe Beziehungssucht geg**gelt.
Und das - weil ich eine Kritik vor langer Zeit von
Susanne noch im Kopf hatte. Sie hatte mich mal so eingestuft. Damals habe ich mich aber über andere Worte von ihr so aufgeregt, daß ich nur am Rande überlegt hatte, ob ich beziehungssüchtig bin.
Ich habe es lange für mich verneint. Schien bei all den Trennungen ja nicht so. Meine gerade vollzogene Trennung zu einem jungen Mann, mit dem ich garnicht ein Paar war und auch nicht verliebt - hat aber in mir seltsame Gefühle ausgelöst. Vor allem war da auch zum ersten Mal viel Angst dabei. So hab ich mich gefragt, ob ich vllt. nicht doch beziehungssüchtig bin.
Deshalb begab ich mich auf die Suche. Vieles von dem Video das ich ja jetzt mehrfach erwähnt habe, kam mir zB aus meiner Zeit als 12Jährige bekannt vor.
Ich fragte mich woher diese Tendenzen bei mir kommen.
Es paßte mit der Beziehungssucht auch nur teilweise.
Zum Thema Symbiose habe ich hier schon von anfang an mir Gedanken gemacht und es war einer der Hauptschlüssel um zu verstehen, was mich an XY so fasziniert hatte. Liebe Co2013 - es hat nichts mit S** zu tun. Ich könnte auch eine symbiotische Beziehung mit einem Menschen eingehen, der mich einfach nur mit intensier Nähe und in den Arm nehmen beglückt. Ich weiß echt nicht, warum ich seitenlang darüber schreibe und anscheinend keiner sich vorstellen kann, was intensive Nähe bedeutet. ?
Ich habe lediglich geschrieben, daß intensive Nähe eben vor allem dann entsteht, wenn man mit jemanden schläft - also s** hat.
Weil ich über intensive Nähe in eine Art Rauschzustand von emotionaler Glückseligkeit gerate - kann ich darauf süchtig werden. Ganz ohne S**.
Ist aber oft mit S** verbunden - weil man ja als Erwachsener nur kuschelt, wenn man den anderen auch sonst ganz anziehend findet.
Ist der andere genauso verrückt nach intensiver Nähe und genauso beglückt dabei, dann kann es plötzlich nichtmehr nahe genug sein. Und selbst wenn man dann keinen S** hat fühlt man sich unglaublich ineinander verschlungen. Man denkt es sei seelisch. Seelenverwandschaft -
ist man dazu noch verliebt, dann ist das alles ganz logisch und einfach nur DIE GROSSE LIEBE
wie viele Neulinge hier schreiben - es sei am Anfang DIE GROSSE LIEBE gewesen.
Nun ist mir das aber mit einem Mann passiert, von dem ich ganz sicher weiß, daß ich ihn nicht liebe. Auch nicht verliebt bin. Es war aber der gleiche gefühlsmäßige Rauschzustand wie bei den geliebten Partnern. Komisch - oder?
Und wieder war ich dabei, gedanklich bereits im gemeinsamen Ski-Urlaub zu verweilen etc.pp
Hatte jetzt auch enormen Trennungsschmerz. Wußte aber genau: Es ist kein Liebeskummer.
Konnte genau ausmachen woher der Kummer kam:
Es war die Sucht auf die berauschende Nähe.
Beim genaueren Blick in meine Beziehungen - habe ich festgestellt, daß die Partner bei denen ich von berauschender Nähe sprechen kann, eben alle ein (Sucht-)Problem hatten. Es braucht also schon ein Gegenüber, das nach dem Schlüssel-Schloß-Prinzip paßt. (auch dieses Wort kann man g**geln)
Darüber was die Sehnsucht nach Verschmelzung nach Symbiose ist habe ich auch geschrieben. Aber das hat keiner verstanden außer Schnuffig und ansatzweise Lindi. Vllt. muß man es selbst fühlen können - aber lesen kann man ja auch.
Bei der Symbiose werden 2 eins. Wird ja auch religiös für Paare so gedacht. Damit ist aber nicht (nur) der Akt an sich gemeint. Sondern bei einem Menschen, der Symbiose sucht, zieht es ihn so zu anderen hin (auch seelisch) daß er dabei seine eigene Wahrnehmung aufgibt. Sowohl die Wahrnehmung von sich selbst als eigenständige Person, als auch die Wahrnehmung des anderen mit allen Dingen die ihn ausmachen.
So ein Neugeborenes hat 6 Monate lang eine Zwischenphase. Außerhalb des Bauchs, ganz nahe bei der Mutter. In dieser Phase kann es sich nicht als Person identifizieren. Es braucht 6 Monate, bis es kapiert und fühlt, daß Mama und Kind zwei getrennte Wesen sind.
In dieser Zeit entwickelt es sozusagen seine Identität und ist eben wegen diesem Schwebezustand ganz besonders auf die spürbare Nähe zur Mutter und auf die intensive Nähe beim Stillen angewiesen.
Jetzt passieren in dieser Zeit bei vielen Kindern nicht so schöne Sachen. Beim einen ist es dramatisch, beim andern gehts grad so noch.
Bei mir waren es halt nach der ersten Lebenswoche gleich 4 Wochen, in denen ich außer beim Wickeln und Fläschchen-geben kein menschliches Wesen um mich herum hatte. Nichtmal in Sichtkontakt.
Ich bin trotzdem eine Persönlichkeit geworden - habe aber wahrscheinlich daher die unterschwellige Sehnsucht nach Nähe mit der Intensität eines Säuglings, der sich nach der menschlichen Nähe zum Überleben sehnt. Die lebenslange Sehnsucht nach Symbiose (so nennt man die Verschmelzung von 2 zu 1 von Aufgehen der eigenen Identität in der des anderen) diese lebenslange Sehnsucht ist nicht bewußt in mir. Sie äußert sich aber in einem unterschwelligen Schmerz - der dann aufhört, wenn
ich auf einen Menschen treffe, der die selbe Sehnsucht in sich trägt. Der Gefühlsrausch, der dann aus lauter Glückseeligkeit eintritt wird gerne mit Liebe verwechselt und führt im Erwachsenenalter natürlich auch zu besonders schön erlebtem S**. Aber die ganze Zweisamkeit (auch spazierengehen) wird dadurch besonders verklärt.
Es ist aber ein Trugbild. In Wirklichkeit haben sich nur zwei gefunden, die in der ersten Lebensphase eine Störung erlebt haben.
Die Störung hatte ihren Grund. Der liegt meist im Elternhaus und hat sich deshalb meist nicht nur auf die Säuglingszeit beschränkt. Folglich haben Menschen mit diesen Erlebnissen auch noch andere Erlebnisse, die prägend waren.
Es ist also relativ schwierig ein Gegenüber ohne
psychische Probleme und ohne Suchtproblematik und ohne Beziehungsproblematik zu finden. Je älter man wird um so mehr Verletzungen häufen sich durch einen Hang zu geschädigten Partnern an. Auch das beeinflußt das eigene Beziehungsverhalten und Denken.
So habe ich nach wie vor das Bedürfnis nach intensiver Nähe - schrecke aber vor einer Verbindung mit einem entsprechenden Gegengstück (das genau diese Sehnsucht auch hat) zurück. Weil da was mit mir passiert. Ich richte mich und meine Wunschliste auf diesen Partner aus und male mir den Himmel blau, selbst wenn Gewitterwolken den ganzen Horizont überziehen. (Ich hoffe das kann man jetzt verstehen)
Also selbst wenn der andere zu jung, zu alt, Alkoholiker oder einfach nur komplett unpassend ist.
Ich merke daß ich mir was vormache und kann nicht anders als weitermachen. Ich gerate in so eine Art
Jagd nach dem anderen. Nur nicht diese Nähe verlieren. Dafür bin ich bereit Haus und Hof zu verkaufen, mich (als 18Jährige) zu den übelsten Rumtreibern in die übelsten Kneipen zu setzen oder wie aktuell - mir Gedanken über einen Ski-Urlaub in St.Moritz zu machen - wohlwissend, daß das garkeine Zukunft hat. Mein Verstand hämmert dann an die Tür und kommt nicht durch. Weil die Sucht den Stuhl davor gestellt hat.
Breche ich durch mit dem Verstand - sinken mir die Knie weg und es kommt ein Gefühl von unterschwelliger Angst und Schwäche in mir hoch.
Ich löse mich auf. Ich verschmelze gefühlt mit den Gegenständen in meiner Umgebung und fühle nur noch Schmerz.
Im Prinzip hätte Lindi recht: Zuerst selektieren - dann küssen. Das Problem ist: Es ist mir noch kein
Ungeschädigter begegnet, mit dem ich so ein Gefühl von intensiver Nähe gehabt hätte. Nichtmal beim S**.
Das heißt - ich sehne mich quasi nach einem in seiner Persönlichkeit geschädigten Menschen. Er sollte halt alltagstauglich sein bitte.
Aber Schnuffig hat es auf den Punkt gebracht. Es gilt diesen blöden Wunsch nach Symbiose - nach völligem Ineinander Aufgehen endlich mal abzulegen. Darauf zu schauen, daß ich doch was Neues erleben kann.
Nämlich ein eigenständiger Mensch zu sein und das auch zu bleiben. Im Extremfall sogar dann, wenn ich auf einen treffe, der sich in und mit mir auflösen will.
Einfach üben bei mir (gedanklich und seelisch bei der Wahrnehmung meines Identität) zu bleiben.
Und gleichzeitig die Unabhängigkeit vom anderen nicht
aufzugeben. Und sei die Sehnsucht nach Abhängigkeit (wie die eines Neugeborenen) noch so groß.
Darum geht es.
Und ich wollte es wissen. Von jemand wie Schnuffig - ob schon jemand dazu was sagen kann. Weil es DAS Problem ist. DAS einzige aber gewaltige Problem, das mich (bei Nichtbewältigung) immerwieder in abhängige Beziehungsmuster und in immer kuriosere GEschichten geraten läßt. Weil es immer mit Grenzüberschreitungen verbunden ist. Auch solche die ich selbst begehe. So können Beziehungen nicht funktionieren.
Ich finde diese Ansätze sehr wichtig. Ich habe erkannt, wie stark meine Sucht gegen meinen Verstand kämpft und daß das vor allem im unterschwelligen (nicht gedanklichen) Bereich emotional ganz viel abläuft und mich beinahe zwanghaft eine Selbstverleugnung zur Befriedigung meiner Sucht nach Nähe und Geborgenheit vollziehen läßt. Und das passiert nicht mit Paukenschlag von jetzt auf nachher - sondern ist schleichend. Und wie bei jeder Sucht, kann ich es derzeit noch nicht stoppen, nicht dosieren oder irgendwie sonst kontrollieren.
Das hat mir Angst gemacht. Ich habe nur einen Beitrag dazu (glaub auf Seite 10) geschrieben. Und danach viele Fragen beantwortet.
Auch jetzt war es Deine Frage Co2013 - bzw. Dein Beitrag - der mich dazu veranlaßt hat - zu zeigen, wie wenig es hierbei um S** oder um einen XY geht.
Liebe Renate
Ich hoffe im Forum ist noch Platz für weiter Beiträge.
Ich bin hier zur Selbsthilfe. Ich lebe nicht meine Co-Muster aus und kümmere mich. Ich bin wahrscheinlich nichtmal Co - sondern beziehungssüchtig (ein bißchen) und habe eine Persönlichkeits-ENTWICKLUNGS-Störung erlebt, die mich so anhänglich macht, daß es mir selbst schadet.
Ich male mir den Himmel blau - wenn es um meine Sucht und das dazu austauschbare Gegenstück geht.
Ich glaube dies ist nicht nur mein Problem. Deshalb habe ich es hier und im www und überhaupt geschrieben. Und wenn ich im Forum schreibe, dann nicht zur Selbstdarstellung. Ich bin selbstbewußt. Das darf eine Co nicht sein. Aber Du bist es auch - oder nicht? Hast Du ein schlechtes Gewissen, wenn Du als Alt-User über Deine Probleme schreibst? Dann hast Du wirklich ein Problem. Ich hoffe das nicht für Dich.
Ich bin froh, daß Schnuffig mir helfen konnte.
Ich bin froh, daß auch die Psychologen nicht recht haben müssen, wenn sie sagen, so eine Entwicklungsstörung sei nicht heilbar, wenn sie in den ersten 6 Monaten stattfand.
Ich bin froh in einem Forum einen Austausch mit einer Betroffenen gefunden zu haben, die mir ganz gewaltig Mut gemacht hat. Gegen allen Gegenwind.
Und nur darum ging es mir in erster Linie:
Mut gegen die Angst - verloren zu sein- Für immer.
Aber das war jetzt wieder zu dramatisch, gell?
Ach Renate - Ihr dürft alle Muster-User bleiben.
Ich werde mir keine Vorschriften machen lassen, wie ich mich zu verhalten habe. Das wäre ziemlich co.
Und Mäntelchen drüber, weil ich sonst zu nackig da stehe - das braucht ihr auch nicht zu machen.
Ich schäme mich nicht.
LG Nys