es ist leider nicht nur eine blöde angewohnheit die man aus bequemlichkeit nicht ändert. es ist ein innerer zwang, ein getrieben sein, man kann an nichts anderes denken, egal was man versucht um nicht zu trinken. es klappt 2 min und dann sind die gedanken wieder beim alk, der innere druck steigt ins unerträgliche. man ist dermaßen angespannt das man wegen nichts explodiert. die anspannung wird durch den ersten schluck gelöst, aber dann kann man nicht aufhören bis das nötige level erreicht ist. man kann es einfach nicht beschreiben was in einem vor geht. es ist wie mit allen gefühlen, die muß man einfach selbst fühlen um zu wissen wie es ist. man findet worte wie "schmetterlinge im bauch" aber wie es sich wirklich anfühlt weiß man erst wenn man es selbst fühlt. daher können wir hier noch 100 seiten voll schreiben darüber was wir fühlen, es wird für außenstehende trotzdem kaum verstehbar sein. ist halt so mit dingen die keine feste form haben, sie bleiben abstrakt.
Beiträge von dorothea
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ich weiß das du es nicht böse meinst, und ich verstehe auch deine wut. nur wird die am ende dich auffressen. du mußt aus der situation raus gehen, evtl kriegt dein partner dann den ausgang. es ist nun mal eine familienkrankheit der mit logik und verstand nicht zu begegnen ist. ihr cos macht auch immer wieder sachen wo ich dann sage meine güte, warum?? ich verstehe eure seite der medallie nicht, die muß man genau wie die andere seite erleben ums zu verstehen. aber ich bin sicher da haben weder du noch ich lust zu.
es ist auf beiden seiten nötig alles über bord zu werfen und neu anzufangen. das ist schwer, davor haben alle immer irgendwie angst. und hinterher fragt man sich, vor was hatte ich angst, so viel verlorene zeit wegen hirngespinnsten.
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sucht kann man nicht erklären die muß man erleben um sie zu verstehen. das ist einfach fakt. und wenn es so einfach wäre wie du es anscheinend glaubst gäbe es nicht die horenden zahlen der toten. 75000 jedes jahr allein in deutschland. ja es gibt hilfsangebote, und der ein oder andere kommt auch da raus, aber die masse verreckt an ihrer sucht. still und leise ohne tamtam wie bei corona. da waren es übrigens nicht annähernd so viel wie beim alk.
du suchst nach erklärungen die es schlicht nicht gibt. sucht hat weder was mit verstand noch mit willen zu tun. sucht ist sucht, sie hat ihre eigene schublade. sie übernimmt das leben und vernichtet es. da hat willen oder verstand keine chance. ab und an öffnet sich für einen winzigen zeitraum ein portal das man erwischen muß um den ausgang zu finden. aber von 100 schaffen es gerade mal 10-max. 30. der große rest geht vor die hunde.
glaubst du wirklich das das jemand wirklich so möchte wenn er es mit klarem verstand bewerten könnte. ich kann deine wut nachvollziehen, aber damit schadest du dir am ende nur selbst. das wollten schon schlauere als wir erforschen und haben den stein der weisen noch nicht entdeckt. sucht ist was sie ist, und das ändert man weder mit ergebener liebe noch mit hasserfüllter wut. der süchtige muß zur richtigen zeit an der richtigen stelle stehen wenn das portal vorbei kommt. besser kann ich es nicht erklären.
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wieso ist es was anderes wenn du zu empfindlich bist? wenn es dir in der beziehung nicht gut geht, aus welchem grund auch immer dann taugt das ganze nichts. und dabei ist es doch vollkommen wurscht ob jemand anderes der meinung ist das du zu empfindlich wärst. es ist dein empfinden, ende aus. wieso ist dein empfinden denn weniger wert als das der anderen???
wenn dein mann ständig zum fallschirmspringen rennen würde und es dir damit mies geht dann ist doch das auch zu akzeptieren wenn du mit der ständigen angst nicht mehr umgehen kannst. wieso wird da beim alk so eine gewese gemacht?
ich kann das verhalten meines gegenübers vollkommen akzeptieren, aber das gegenüber hat kein recht zu erwarten das ich es mit trage. ich habe ebenso ein recht darauf das ganze blöd zu finden und mich da raus zu nehmen und ihn allein weiter machen zu lassen. das ist doch keine einbahnstraße.
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hm, ein süchtiger merkt natürlich irgendwann das er süchtig ist. nur möchte ich bezweifeln das es sehr schnell von statten geht. ich könnte absolut nicht sagen wann ich die rote linie überschritten hatte. es ist eben schleichend, irgendwann muß man es zugeben aber bis dahin hat man schon ne ganze weile trinken müssen. auch die einsicht kommt auch eher schleichend als von jetzt auf gleich. das kann man ja auch aus den beiträgen rauslesen das es in der regel ne weile braucht bis man sich dieser bitteren wahrheit stellen kann.
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so mal gleich forne weg, bevor gleich wieder wer schreit, ich aber nicht, ich meine hier niemanden explizit und doch jeden einzelnen dem der schuh passt.
ich gewinne mit zunehmendem alter immer mehr den eindruck das es in der gesellschaft immer krasser wird die eigenen fehler zu sehen, geschweige denn diese anderen gegenüber einzugestehen. und was mich fast noch mehr verwirrt ist, das menschen auf die, die ihre fehler zugeben und reflektieren ja schon fast aggressiv reagieren. ist mir in nem minijob passiert. hatte was falsch gemacht und bin direkt zum vorgesetzten um es zu melden und weitere folgen zu vermeiden. der kam überhaupt nicht klar damit. der hat sich nicht an dem fehler hoch gezogen, sondern daran das ich es gemeldt habe und dazu stand. hätte ihm wohl besser gefallen wenn ich versucht hätte es zu vertuschen..... ob das wohl sein eigenes vorgehen in solchen fällen ist?
wurscht. warum ist es so normal andere für die eigenen versäumnisse verantwortlich zu machen statt bei sich selbst zu gucken und es zu ändern. da bleibt man lieber im sumpf hocken, jammert über die böse welt und schiebt die schuld dafür anderen in die schuhe.
ja veränderungen sind unter umständen extrem schwer, ja sie tun womöglich auch extrem weh. und ja es tut auch weh in spiegel zu gucken und sich zu sagen, man da hast du aber so richtig sch..... gebaut. streite ich überhaupt nicht ab. aber da ich der einzige bin der meine eigenen situation positiv verändern kann werde ich das wohl tun müssen wenn die alternative unwohlsein und ewiges rumheulen ist. aber auch dafür kann man sich entscheiden, nur ich für meine person mache dann einen bogen um solche menschen. wie sagt hartmut immer so schön, wer will findet wege wer nicht will findet gründe. ich habe mich für wege entschieden. verdammt steinig am anfang, flogen unzählige knüppel in die beine. aber ich bin auf meiner grünen wiese angekommen.
und die muss ich gleich mähen. schönen gruß vom campingplatz
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liebe pinguin
du möchtest anscheinend auf krampf dein altes leben zurück, das ist utopie. denn das leben entwickelt sich, mit und ohne alk immer weiter, es wird in 5 jahren garantiert anders sein als heute. ob uns das gefällt oder nicht. anpassung ist der knackpunkt.
ich kann mich darüber aufregen und mir selbst das leben durch meckern und unzufriedenheit zur hölle machen oder aber ich gucke was ich mit den veränderungen anstellen kann um es für mich passend zu machen. und genau das solltest du jetzt tun. es ist völlig gleichgültig wieso und warum einer säuft, solange derjenige nicht selbst da raus will kannst du 1000 bücher zu dem thema lesen und es ändert nichts. das einzige was du ändern kannst ist dein umgang damit. du hast die wahl. versuchst du den rest deines lebens das rad der zeit zurück zu drehen und bist unglücklich oder guckst du nach neuen ufern die erobert werden wollen und läßt das vergangene vergangen sein.
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hallo pinguin
ich versuch das nu noch mal etwas auf die flapsige, sorry aber das hilft vielen zu verstehen, du möchtest als jungfrau verstehen wie sich ein orgasmus anfühlt. das kann man nicht erklären, das muß man fühlen um es völlig zu verstehen.
ich hatte auch keine gründe um zu trinken, ich habe mit anderen mitgetrunken und irgendwann gemerkt das ich es brauche. warum die anderen nicht süchtig geworden sind? keine ahnung. warum ich es bin, keine ahnung.
ich habe mein suchtverhalten aufgearbeitet, habe mich dann wieder zu dem menschen entwickelt der ich vorher war, naja nicht ganz, durch die sucht habe ich für vieles ein anderes verständniss bekommen und eine gewisse demut dem leben gegenüber.
aber ein narzist wird ein narzist bleiben und ein psychopath ein psychopath. beides antisoziale persönlichkeitsstörungen die nicht behandelbar sind. beim narzisten weil zum krankheitsbild die völlige uneinsichtigkeit für eigene fehler gehört und beim psychopathen ist es eine hirnorganische fehlentwicklung die irreversibel ist.
es gibt dinge auf der welt die man schlicht und ergreifend so akzeptieren muß wie sie sind. bißchen schwanger gibt es nicht, ich kann nicht unter wasser rauchen, und ich werde niemals ergründen was der auslöser für meine sucht war. in diesem sinne.
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liebe pinguin
das liest sich ja fast so als hättest du angst das er ohne dich jetzt glücklich wird. was steckt da dahinter. es wäre vielleicht besser wenn du nun mal deinen thread aufmachst und mal guckst was bei dir durch sein trinken alles in schieflage geraten ist was du nun langsam grade rücken solltest.
um wirklich nachvollziehen zu können was im kopf eines trinkers ab geht muß man selbst damit anfange, wäre aber eine ziemlich blöde idee. genau so wenig wie ich wirklich verstehe was in einem co vorgeht. was wir wissen müssen ist das es einfach anders ist als bei menschen die damit nichts zu tun haben.
erklärungen können uns helfen etwas mehr zu verstehen, ein paar sachen besser einzuordnen. aber wirklich durchdringen ist wohl nicht wirklich möglich. es kann nur eine annäherung sein.
du hat jetzt an der aktuellen situation zu knabbern, das wird dich auch ne ganze weile beschäftigen, nur das wie und warum können wir hier nicht klären. schau bitte wie es um dich steht, schau was du tun kannst damit du deine traurigkeit wut oder verzweiflung, was immer dich umtreibt, nicht zu schlimm werden läßt. schau was du machen kannst damit es dir möglichst bald wieder gut geht. eine erklärung für sein trinken und das daraus resultierende verhalten zu finden wird dir da momentan wirklich nicht helfen.
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was soll man dir hier sagen? es ist keiner dabei bei euren streitereien, hier könnte, ja mal krass gesagt, auch ein ständiges überzogenes rummeckern deinerseits vorliegen. versteh das jetzt bloß nicht als angriff auf dich, ich unterstell dir nichts, es ist rein hypothetisch. zum anderen kann es natürlich auch sein das er glaubt ohne dich und die kinder kann er sich in ruhe seiner flasche widmen. solche dinge beurteilen ohne alle betroffenen zu hören ist schwer. wenn ich deine beiträge lese kann ich nach einer weile dich einschätzen, aber nicht deinen mann. daher wird es hier auch keine gescheite antwort geben können die dir wirklich weiter hilft. es ist ja dann doch häufiger der nicht abhängige partner der die beziehung beendet. aber es geht halt auch anders. warum wieso??? keine ahnung.
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werde ein foto machen und es ins tagebuch setzen wenn ich nächste woche da bin.
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an meinem tor in bertingen hab ich eins, von einem lieben nachbarn liebevoll gestalltet. ob ich hier ein kriege mußte alex fragen. ne spaß. das hat hier nichts zu suchen.
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ich denke das es so verschieden ist wie wir menschen. das gröbste ist so etwa nach einem jahr um. bei mir war nach 2 jahren auch der alltag in der regel frei von gedanken an alk. mir war die werbung schnuppe geworden und ich hab nicht mehr jedes glas und jede flasche gesehen die irgendwo rum standen.
ich war allerdings schon 11 jahre trocken als meine enkel getauft wurden und die feier dazu in unserer dorfkneipe, in der ich immer gesoffen habe, statt fand. das war schon komisch da wieder zu sitzen. in anderen gaststätten hatte ich diese gefühl nicht wenn ich essen gegangen bin. aber mit dieser kneipe hat mein suchthirn eine beziehung gehabt. ich kann nicht behaupten das ich da saufdruck bekommen habe, aber es war halt komisch.
im alltag ist heut für mich der alk wie gesagt nicht mehr relevant. ob wer trinkt oder nicht ist mir schnuppe so lange man mich damit nicht zutextet. aber es ist eben nicht weg, irgendwo bleibt immer noch ein zipfel an dem das suchthirn ziehen kann. ich kann mir auch nicht vorstellen je wieder zu trinken, aber ich weiß das ich niemals nie sagen darf. das kann ich tatsächlich erst behaupten wenn sie mir den deckel über der nase zuschrauben und ich bis dahin trocken geblieben bin.
für mich ist die gruppe hier wichtig, mein tagebuch im geschlossenen das seit langem nur noch schnöden oma blabla enthält. aber ich weiß das meine freunde hier mir auf die finger gucken und mir gegebenen falls drauf hauen wenn ihnen auffällt das ich abdrifte. wenn ich anfangen würde den druck aufzustauen statt ihn hier abzulassen. dafür ist die gruppe da, dafür bin ich hier, dafür werde ich auch hier bleiben. einfach weil hier fachleute sind die sehr schnell sehen wenn man das steuer richtung graben dreht, was man oft selbst gar nicht sieht. die dann im klartext die richtige ansage mache. nä hartmut

das ist eben lebenswichtig. -
Deshalb unterscheide ich für mich zwischen: Wie fühlt sich ein Risiko gerade an? und Ist es deshalb tatsächlich kleiner geworden? Ein Glaus , eine Armlänge entfernt bleibt ein Glas eine Armlänge entfernt, auch wenn mein Kopf heute beschließt, dass sie ihm vollkommen egal ist.
Heute vielleicht.
Morgen kann derselbe Kopf bei Stress, Ärger oder sonstigem Mist schon wieder ganz anders sortieren.genau das ist es was wir ein leben lang im auge behalten müssen. wir haben eine chronische krankheit die nie mehr weg geht. punkt. ein diabetiker muß sich ja auch an seine diät halten, für uns genau das selbe. nur verzichten wir halt auf anderes.
der saufdruck nimmt mit den jahren ab, sehr sogar, aber er verschwindet nicht für immer. in sehr extremen situationen kann er einen aus heiterem himmel völlig unerwartet anspringen und da ist es tatsächlich besser wenn man nicht auf dinge wie "ich bin drüber weg." oder "mir macht es nichts mehr aus" gesetzt hat und die pulle irgendwo für gäste rumsteht. noch vor nem halben jahr hätte ich gesagt irgendwann kommt da nichts mehr. tja, denkest puppe. ich habe jetzt kapiert wie es nach über 20 jahren zu rückfällen kommen kann. wäre ich nicht mehr hier gewesen und hätte mich austauschen können wer weiß was geworden wäre.
es ist einfach wichtig die krankheit im auge zu behalten. ich meine damit nicht das sich alles weiter nur um den alk drehen muß, dann hätte uns der alk ja letztendlich doch noch im griff, ich meine meinen umgang mit dem zeug und meine einstellung dazu. denn sobald ein bißchen nicht so schlimm ist ist der rückfall da.
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hm, für mich war damals eigentlich auch von anfang an klar das ich nie wieder trinken will, ich brauchte den berühmten satz nicht. nach der entgiftung fühlte ich mich seltsam befreit und habe von da an alles getan um trocken zu bleiben. für mich war meine saufzeit so schlimm das für mich "nie wieder" eine errungenschaft und kein verzicht war. so nach 10 oder 15 jahren sagte mal wer, "wenn du nie einen rückfall hattest weißt du doch gar nicht ob du süchtig bist und verzichtest womöglich ganz umsonst". 1. ich weiß auch ohne rückfall ganz genau das ich süchtig bin, weil ich eben trinken mußte.
2. auf was konkret verzichte ich denn so großartig wenn ich nach ner tollen party ohne angst mit dem eigenen auto nach hause fahren kann? wenn nichts mehr zerdeppert wird oder vollgeko... auf was verzichte ich? es gibt prima mixgetränke ohne alk, es gibt tolle tees. es gibt prima gespräche im klaren kopf, ich weiß alle witze noch und wenn ich mich zum horst mache dann mit voller absicht.
das leben ist doch nicht vorbei ohne alk, die probleme tauchen auch in schönster regelmäßigkeit auf. ich kann sie nüchtern auch besser lösen als besoffen. auch nach 25 jahren gibt es ganz miese situationen wo ich mich sehr angegriffen fühle. erst vor gar nicht all zu langer zeit hatte ich ein privates desaster das mir die alte getriebene unruhe brachte die mich damals immer zur flasche trieb. hat gedauert bis ich das in zusammenhang gebracht habe. das letzte mal war längst verjährt und in meinem kopf war die verknüpfung längst gelöst. nichts des do trotz hat mich dieses getrieben sein schwer mitgenommen und war fast in dem moment verschwunden in dem ich mir bewußt gemacht hab das das saufdruck ist. wie ich den in griff kriege weiß ich.
es ist am anfang schwer, es wird leichter je länger man trocken ist. irgendwann ist es normal keinen alk zu trinken. in meinem alltag ist da kein gedanke mehr an alk. aber ich weiß das ich ihn nicht verharmlosen darf denn auch nach all den jahren gibt es situationen die mein suchthirn für sich als chance in anspruch nehmen will. deshalb bin ich noch hier.
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alles gute nachträglich zum 20.
geburtstag. mögen dir weitere schöne jahre beschert sein. -
hab jetzt nicht alles gelesen, sollte ich also bereits gesagtes wiederhole seht es mir nach, habe eben wenig zeit, leider.
für mich gibt es hier 2. punkte. 1. der umgang der gesellschaft mit alkohol. es ist völlig akzeptiert wenn junge menschen sich regelmäßig die lichter ausschießen. wo ist die der aufschrei, die großflächige aufklärungskampagne wie zb bei corona? coroan hat uns gezeigt was alles gehen würde so man es denn wollte.
2. in wie weit ist die veranlagung zur sucht evtl genetisch bedingt? haben wir alle ein latentes suchtpotential? wie viele menschen haben irgend eine sucht? wozu ich auch kaufsucht, spielsucht, pc sucht und was es sonst so gibt zähle. jeder furz wird wissenschaftlich unter die lupe genommen, nur bei der sucht hab ich so den eindruck wird nur sehr halbherzig untersucht. (weil sonst jede menge steuereinnahmen flöten gingen????)
ich bin der meinung das unser umfeld, unsere gesellschaft suchtgefährdete menschen gerade zu in die abhängigkeit rein bugsiert, wozu das taugt überlass ich der phantasie des lesers.
ich weiß für mich das ich nie wieder etwas bewußt anfassen werde in dem alk drin ist. und ich werde auch weiterhin mit meiner krankheit nicht hinterm berg halten und gerade jungen menschen die es ja soooo cool finden alk trinken zu dürfen davon erzählen. vielleicht erreiche ich ja den ein oder anderen damit und er fängt an über sein trinkverhalten nachzudenken bevor er drüber nachdenken muß. in diesem sinne.
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dieses ganze relativieren, rechtfertigen und umschreiben ist nichts anders als die suche nach nem schlupfloch um weiter saufen zu können. damit meine ich jetzt hier niemand bestimmten, das ist ganz allgemein gemeint. wenn ich für mich erkannt habe das ich trinken muß ist es völlig wurscht wie andere es nennen, was sich andere ausdenken oder wie sie es einordnen. für mich ist klar, ich darf das nicht mehr anfassen sonst ist das vorzeitige ende so sicher wie das amen in der kirche, und da gibt es weder ein evtl noch ein vielleicht für mich. ich will nicht trinken und gut ist. wer damit nicht klar kommt geht mir dann wohl besser aus dem weg, denn ich bremse nicht für ausredenerfinder.
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sodele nu ich auch noch, vielleicht fragst du den guten mal ob seiner meinung nach der alk im bier eine andere chemische zusammensetzung hat als der im schnaps. wenn ich sowas höre geht mir das messer in der tasche auf. ich weiß echt nicht was an den unis vermittelt wird oder ob der gute die entsprechenden vorlesungen geschwänzt hat, aber so eine aussage ist in meinen augen eine verhöhnung der süchtigen und zeugt von absolutem unwissen.
es ist völlig unwichtig wie groß die menge ist, es ist völlig unwichtig wie lange das ganze schon geht. einzig ausschlaggebende ist der innerer zwang trinken zu müssen. und wenn sich das noch nicht bis in die kreise der psychiater rumgesprochen hat besteht da in meinen augen akkuter nachholbedarf.
wenn ich trinken muß bin ich süchtig, punkt. und das kann keine skala und kein bluttest feststellen, das findet in meinem inneren statt und ist nicht messbar. genau wie schmerzen, liebe, und wut nicht messbar sind. mir ist wirklich schleierhaft warum man ausgerechnet sucht versucht in so ne schablone zu pressen.
so habe fertig
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ich auch.