Beiträge von dorothea

    stop sam. ich kann nachvollziehen das es für dich eben echt viel ist und das sich manches total falsch anfühlt.

    du hast dich aufgerappelt und statt lob kriegst du hier nur links und rechts watschen. so ähnlich ging und geht es aber allen.

    der punkt ist, wir alkis haben oft ein problem mit selbstwert und mit frustration, das ist bei sehr vielen alkis so.

    einen narzisten erkennt man daran das er in einem satz mit 10 wörtern 8 mal "ich" unterbringt. du bist fast das gegenteil. die ichs in deinen beiträgen sind kaum vorhanden. du mußt verstehen, hier will dich niemand fertig machen wir sind doch alle gleich. wir wollen dich mit der nase auf den grund deiner sucht stoßen. dein selbstwert. bzw den oft nicht sehr ausgeprägten.

    du denkst an alle menschen um dich rum aber dich, deine bedrüfnisse, das was dich nach forn bringt scheinst du nicht wahrnehmen zu können. alles was eben mit alk zu tun hat kann dich triggern und suchtdruck ist nun mal die hölle, da brauchen wir nicht drüber zu spekulieren. daher eben alles vermeiden was dazu führen kann. dazu muß man aber auch mal klipp und klar das eigene ego an die spitze stellen und die sätze mit "ich will" anfangen.

    denk darüber mal in ruhe nach. und sei dir gewiss, niemand will dich hier runter machen wir nehmen uns hier alle die zeit um zu helfen denn wir kennen die hölle in der du steckst doch zur genüge. wir wissen wie hart es ist da raus zu kommen, viele haben mehrere anläufe gebraucht und wir wissen auch das viele auf der strecke bleiben. und grade der anfang ist nun mal am schwersten. zu verstehen was da im eigenen oberstübchen schief läuft ist nicht leicht und tut meistens echt weh. ich habe viel geheult bis da alles wieder grade war im kopf, ich hab meine therapeuten verflucht und auch meine mitstreiter. der weg aus der hölle ist nu mal kein spaziergang. aber wir begleiten dich.

    hallo topfmann

    ok kann eben so gut sein das ich da was übersehen habe. ist halt nur ein thema das man wirklich sehr ernst nehmen muß. ich bin nach meiner letzten vollnarkose schon auf dem weg vom op ins aufwachzimmer wieder hell wach gewesen. und das obwohl ich über 10 jahre trocken war. das kann man nicht oft genug betonen. wie hoch das risiko ist wenn die leber diesen hohen giftandrang gewöhnt ist. und wenn sie dadurch keinen totalschaden hat tut sie es eben auch nach jahren der abstinenz noch. deswegen sage ich das auch heute noch den ärzten gerne doppelt und dreifach damit das auch ankommt. nicht das ich noch bei meiner eigenen op assistieren muß :mrgreen:

    topfmann wenn du hier was schön redest kann es leicht ein eigentor werden. deine leber ist hochgradig trainiert gift abzubauen, und narkosemittel ist für die genau das gleiche wie alk. zu gut deutsch, was einen otto normalverbraucher für 2 std ins nirvana schießt reicht bei dir unter umständen nur ne viertel stunde. ich glaube kaum das du es toll finden würdest mitten in der op wach zu werden. ergo, tacheles reden. das ist ein arzt der deine gesundheit reparieren will nicht der neugierige nachbar von nebenan der was zum weiter tratschen braucht.

    ach sam, du hast es hier mit kampferprobten säufern zu tun, wir kennen alle ausreden auch wenn wir sie, gott sei dank, seit teilweise jahrzehnten nicht mehr brauchen, wir kennen den selbstbetrug und das schönreden. wir kennen den schmerz, die selbstverachtung die selbstverleugnung die scham alles halt was du grade durch machst haben wir alle hinter uns. wir helfen dir da gern raus. aber du mußt den ersten schritt machen. dir eingestehen das du alkoholiker bist. unsere krankheit hat nun mal diesen namen.

    naja, kann es sein das du dir da immer noch was schön redest? 3 flaschen wein killen und dann noch stehen können ist schon ne hausnummer und flaschen verstecken..... geh noch mal in dich, ich glaube du solltest deine inventur noch mal etwas gründlicher machen. das du was ändern willst ist prima. aber das funktioniert langfristig nur mit einsicht, ansonsten wird es ne trinkpause, die je nach befinden länger oder kürzer wird.

    moin sam

    siehst du dich denn als alkoholiker? fühlst du dich abhängig?

    ganz ehrlich lese ich bei dir das so als wäre es missbrauch. was auch nicht ohne ist aber eben nicht sucht. wie ist das wenn du wirklich in dich rein hörst. ruft dich die pulle? mußt du trinken auch wenn du es gar nicht willst.

    wir sind hier abhängige und wenn es bei dir "nur" missbrauch ist dann bist du hier falsch. dann wäre eine eheberatung und für deine frau eine therapeutische aufarbeitung ihrer kindheit zielführend, edit

    sucht läßt sich nicht einfach so im vorbeigehen stoppen, ein missbrauch schon.

    das nenn ich mal nägel mit köpfen. prima, und keine angst vor der wahrheit. ich sag es auch wenn nötig. so mancher guckt mich dann erschrocken an weil ich so gar nicht in ihr weltbild eines alkis passe aber mehr auch nicht. säufer erkennst du an der nachfrage "wie gar nicht mehr" oder "ach, einer geht immer." damit ist schon mal vorsortiert. wirklich nachgefragt hat noch nie jemand. in gesprächen ist es dann schon ab und an thema geworden, so wie man halt über den urlaub oder die kinder erzählt. wer mich mag dem ist es wurscht, wer mich nicht mag wird sich dran hochziehen, hätte aber auch jeden anderen grund genommen. für meinungen kann ich mir nichts kaufen.

    das du dir jetzt deinen rückzugsort schaffst ist super. auch die küchenhilfe. damit hast du sehr wichtige schritte gemacht. nach einiger zeit, wenn sich deine trockenheit auf stabile füße gestellt hat wird da auch noch mal einiges anders. aber das bestimmst einzig und allein du, denn dir muß es damit gut gehen. prima entscheidungen.

    hallo carmen

    den doc hast du hinter dir, nun solltest du bei deinen therapeuten die karten offen legen. die sucht hat auf extrem vieles einfluss und ich bin sicher das es auch einfluss auf deine weitere therapie haben wird, du bist nicht die einzige die mit diversen psychischen problemen in die sucht rutscht. das ist dann ein zusätzlicher faktor der beachtet werden muß. deine therapeuten werden dann sicher bei einigem klarer sehen und manches anders angehen. und auch die wissen das es eine krankheit ist und vor allem wissen sie wie sie dir helfen können.

    moin nr.5 herzlich willkommen

    was konkret möchtest du dir da beweisen? und was ist wenn du dann am montag oder dienstag saufdruck hast und zur flasche greifst? was dann?

    um trocken zu werden: alles aus den augen und dem sinn was mit dem eigenen suchtverhalten zu tun hat. radikal. es wird schwer genug auch ohne die ganzen trigger. paar tage hält jeder mal eben durch, das ist ne trinkpause und kein entzug. der kommt erst noch.

    es gibt viel zu lernen: wo sind die stolpersteine, was triggert, wo ist überall alk drin, wie gehe ich mit extemsituationen um. da gibt es eine menge auf was man schauen muß, nur nicht trinken reicht bei weitem nicht aus um trocken zu bleiben. man muß auch sein leben trocken legen. dabei werden wir dir gerne helfen.

    moin nr 05

    ich hab hier alles nur überflogen, aber ich sehe ganz klar was deine größte angst ist und dich in der sucht hält. das ist das man dir die kinder nimmt. pack die angst mal bei seite. das wird nicht geschehen wenn du nu was tust. genau diese angst hat mich auch jahre lang in der sucht festgehalten. ich dachte auch, wenn das auffliegt das ich saufe sind die kinder weg. nee das ist nicht passiert. die wurde bei uns sogar in die thera mit einbezogen. meine waren damals 14,13,9 und 2. die waren nur die zeit bei meiner mutter wie ich im kh zur entgiftung war. danach habe ich eine ambulante thera gemacht und es stand nicht einen moment im raum das die kinder irgendwie in obhut kommen. mach dich da nicht verrückt. tu was und alles wird sich positiv entwickeln. wirste sehen.

    mon wieweiter

    einen geliebten menschen zu verlieren tut weh, und erst recht auf diese weise. einfach weil es so viele "hätte; könnte, wäre" gibt. dazu kommt das dein motto ist "geht nicht, gibts nicht." das kenn ich gut, und das hilft im leben durchaus weil es eben doch sehr oft auch anders geht als es auf einen zukommt. aber es gibt nun mal einfach dinge die man nicht ändern kann. die einfach nicht gehen. unter wasser rauchen zb. oder die luft anhalten bis man tot ist. das geht einfach nicht. und du hast einen menschen geliebt der sein leben an die sucht verloren hat, die ist leider in sehr vielen fällen stärker als alle liebe dieser welt. damit will ich nicht sagen das süchtige ihre angehörigen und partner nicht lieben, sondern nur das die sucht durchaus stärker sein kann.

    und zwei monate sind ja keine zeit, ihr seit mitten drin alles zu regeln, zu ordnen, die trauer ist noch sooo frisch. nimm dir die zeit die du brauchst um abzuschließen. das geht nicht von heute auf morgen. es wird sicher noch einiges an tränen geben, aber es wird weniger werden mit der zeit und du wirst auch wieder ruhe im kopf bekommen. fühl dich mal gedrückt.

    ich noch mal. dieses iass (ich arme sau syndrom) gehört auch zum alki. dieses versinken ins selbstmitleid, depressive verstimmungen. das ist der alk. dazu kommt die unfähigkeit die eigenen anteile daran zu sehen. ich mußte auch erst richtig auf der schnauze liege bis ich meine sucht in angriff nehmen konnte. in meinem nassen hirn war mir der gedanke an suizid nicht fremd, es war mir vieles völlig wurscht und mein leben war mir nichts wert denn ich war mir ja nichts wert.

    wieso warum weshalb muß jeder für sich in einer therapie rausfinden, aber da muß man erst mal hinkommen. und das ist leider eben der knackpunkt. viele packen es nicht. ich hab die kurve bekommen, mein mann nicht. mein bruder ist auch seiner drogensucht erlegen. es ist eine heimtückische krankheit bei der nur geholfen werden kann wenn der kranke es von sich aus will. ein dilemma für alle. aber nicht zu ändern. und wenn der kranke nicht will dann muß man sich umdrehen und gehen um nicht auch mit kaputt zu gehen.

    also mein mann hat es mit 64 geschafft gehabt sich tot zu saufen. mancher schafft es eher mancher braucht länger. da spielen viele faktoren eine rolle.

    was siehst du dabei als deine aufgabe an? die flaschen zählen? oder alle 2 tage sagen er soll zum arzt? laura bitte, er wird es nicht tun, er will es nicht tun. du hast dich räumlich getrennt nun geh auch den nächsten schritt und tue es mental. kümmer dich um deine gesundheit, um deine freiheit. lenk dich ab, mach nen kurs in der volkhochschule, gönn dir ne massage, geh zur kosmetikerin was immer es auch braucht um dich abzulenken.

    es ist konkret das gleiche wie bei nem alki der saufdruck hat. du mußt da raus bevor du rückfällig wirst. du mußt was finden um dich abzulenken, neue menschen kennen lernen. ja es ist hart, hat niemand behauptet das aus der sucht rauskommen ein spaziergang wird. aber wenn du dein leben zurück haben willst dann mußt du hier durch.

    moin

    schau doch mal was die volkshochschule an kursen anbietet. oder auch die kirchen. bei uns gibt es in den familienbildungsstätten beider kirchen einen haufen kurse oder kurzseminare die man machen kann. da ist sicher was dabei was dich auch interessiert. nebenbei lernst du noch paar menschen kennen die dein interesse teilen. einen trockenen freundeskreis aufbauen schadet nicht.

    oder hast du alte hobbys denen du nachgehen kannst? du hast auch nen garten da geht es ja auch so langsam wieder los mit der arbeit. und was ich wichtig finde, du solltest dir eine art "belohnung" suchen die du dir nach getaner arbeit nun statt dem bier gönnst. ein besonderes eis, einen tee. vielleicht mal ein besuch in einer sauna oder eine massage, schwimmbad oder fittnesclub. es gibt vieles wo du nicht allein bist, neue menschen kennen lernst die nicht saufen und deine interessen teilen. womit man auch ne mege zu ratschen hat.

    bist schon ein gutes stück gekommen. streck mal die fühler aus deine zeit sinnvoll zu verplanen.

    hallo zwieback

    du hast richtig gehandelt und schlimm das dein suchthirn dich so lange gequält hat. der punkt ist aber, es war ein versehen. deine einstellung dazu macht unglaublich viel aus. deine ablehnung war sofort da, dein nein. damit bist du auf der richtigen seite. wärst du in die verharmlosung gegangen würde ich mir gedanken machen.

    leider wird auf sowas kaum geachtet, wenn ein lebensmittel auch nur in der nähe von erdnüssen gelegen haben könnte wird das groß auf der verpackung vermerkt, wenn die überall alk reinpanschen ist das nebensache. wir sind leider kranke 2. klasse und müssen selbst sehr genau auf uns aufpassen.

    hast alles richtig gemacht.

    also, als ich trocken geworden bin hat mein mann weiter gesoffen. ich habe es nach 2 jahren geschafft mich zu trennen. ich stand mit 4 kinder da. viel war mir nicht geblieben, hatte ja auch durchs saufen alles verloren was soziale kontakte angeht.

    ich weiß das ich über kurz oder lang rückfällig geworden wäre wenn ich den schritt nicht gemacht hätte denn ich hätte keinen rückzugsort gehabt der alkfrei ist.

    mein mann war auch der meinung das er sich von mir sein bier nicht verbieten läßt und seine freunde kann ich ihm auch nicht madig machen. nun er hat sich für sein bier entschieden und ich mich für ein leben ohne sucht. das hieß dann allerdings auch ein leben ohne ihn.

    auf was konkret hätte ich dabei rücksicht nehmen sollen? auf sein süchtiges verdrehtes ego? und wo bitte ist da mein recht auf meinen schutz und meine nüchternheit?

    eine partnerschafft besteht nicht nur aus rechten des einen und pflichten des anderen. und wenn sich einer aber so benimmt ist es eben keine partnerschaft mehr sonder bestenfalls eine zweckgemeinschaft bei der eine seite die a-karte hat was die emotionen angeht.

    mein mann hat es dann auch geschafft sich tot zu saufen, vor 9 jahren haben wir ihn beerdigt, mit grade mal 64 jahren. ja es tut mir leid, es hätte vieles anders laufen können aber es war seine entscheidung. wäre ich geblieben läge ich jetzt mit sicherheit neben ihm. auf meine garbstein ständen dann wohl, sie war ihm diese loyalität schuldig. nicht wirklich. loyalität ist keine einbahnstraße.