Sam7474 Tja, Chancen verpasst und nun hänge ich da.

  • wenn ich stand jetzt 150 % davon überzeugt das ich das Eisern durchzieh

    Hallo Sam, wir beide sind erst am Anfang der Wanderung, aber du bist erst am Tag 11, das ist quasi NICHTS, vor allem läuft es bei dir ja auch nicht so gut beziehungstechnisch und wie ich aus eigener Erfahrung weiß kann es da noch ein paar tiefpunkte geben.

    Hattest du noch nie einen trockenen Alibimonat eingelegt? Ich frage weil du die 11 Tage so feierst. Denk an dich du bist 42 und hast noch nicht solche körperlichen Beschwerden wie ich, wenn du aber noch 10 Jahre weiter trinkst könnte dich das gleiche Schicksal ereilen, und dann noch das Haus, womöglich müsst ihr noch ein paar Jahre Raten zahlen....es würde in einem Fiasko enden denke ich.

  • Ich lese viele Widersprüche bei dir. Die Verhältnisse sind klar, ihr seid offiziell getrennt. Aber du willst unbedingt mit in den Familienurlaub nach ausgerechnet Mallorca.

    Warum geht das nicht getrennt voneinander? Gönn doch deiner Familie diese Auszeit und nutze sie zu Hause für dich.

    Deine Frau hat viel mitgemacht und hat einen Urlaub vielleicht nötig- auch um nochmal alles zu überdenken. Was erwartest du von diesem Urlaub? Die große Versöhnung?

    Auch noch ausgerechnet Mallorca!

    Dann mit breiter Brust zu behaupten, dass das überhaupt gar kein Problem ist- nach 11 Tagen Nüchternheit.

    Joa. Schwierig.

  • Hallo Sam, wir beide sind erst am Anfang der Wanderung, aber du bist erst am Tag 11, das ist quasi NICHTS, vor allem läuft es bei dir ja auch nicht so gut beziehungstechnisch und wie ich aus eigener Erfahrung weiß kann es da noch ein paar tiefpunkte geben.

    Hattest du noch nie einen trockenen Alibimonat eingelegt? Ich frage weil du die 11 Tage so feierst. Denk an dich du bist 42 und hast noch nicht solche körperlichen Beschwerden wie ich, wenn du aber noch 10 Jahre weiter trinkst könnte dich das gleiche Schicksal ereilen, und dann noch das Haus, womöglich müsst ihr noch ein paar Jahre Raten zahlen....es würde in einem Fiasko enden denke ich.

    Wie gesagt, dass ich erst mal gerade alles geklärt und für mich jetzt auch erst mal abgehakt. Wir haben alles besprochen, und den Rest wird die Zeit zeigen. Es hat auch zu viel Kraft gekostet die ganzen letzten Tage. Daher bin ich froh das das jetzt erst mal vom Tisch ist. Genau Tag 11, und morgen ist Tag 12. Ich mache vom Tag und Tag weiter, und die meiste Energie kommt von meiner Inneren Einstellung und meinen Körper. Mir geht es verwunderlicher weise richtig gut. Bin Fit, bin motiviert, fühle mich gut. Lange her das ich mit mir selber so zufrieden war.

    Ne in der Tat einen ganzen Monat mal ohne alles ........ müsste ich lange überlegen. Ich glaube nicht wirklich. Es waren mal Tage dazwischen oder auch mal ne Woche, aber ganzen Monat. Leider nicht muss ich ehrlich sagen.

    Manche sehen es vielleicht anders hier, habe eine anderen Einstellung, Wissen oder auch Erfahrung, aber wenn mein Motivations-Treiber z.b mein Körper ist und morgens in die Augen der Kinder zu schauen dann ist das so. Da lasse ich mir auch nicht reinreden. Wenn ich von dort aus Kraft schöpfe um immer weiter zu machen, dann ist das so. Andere gehen Schwimmen oder sonst was und nehmen da die Kraft her. Naja auf mein Drahtesel werde ich mich morgen auch wieder Schwingen. Und ne Stunde was machen. Es wurde wirklich Zeit das ich was für mein Geist und Körper tue.

  • Hallo Sam,

    Du brauchst dich für nichts bei niemanden entschuldigen. Hier werden dir Erfahrungen mitgeteilt. Du kannst für dich etwas herausziehen oder auch nicht. Natürlich ist es blöd, wenn man einen Urlaub stornieren muss, aber was dagegen stehen könnte hat die R/no schon geschrieben.
    Deine Frau hat doch schon mal angedeutet, dass sie u.U. nicht mit in Urlaub fahren würde. Könnte doch gut sein, dass sie dich darin unterstützen würde, dass es dieses Jahr keinen Urlaub in dieser Form gibt, weil du deine Abstinenz absichern willst. Rede mit ihr. Oder ist das ein Problem? Willst du jetzt nach allem was war nicht auch noch den Familienurlaub vermasseln?

    Nach über 5 Monaten bin ich zum ersten Mal wieder in Urlaub gegangen. Ferienwohnung nur mit meiner Frau. Dadurch waren wir komplett autark und ich konnte mich langsam vortasten. Rückwirkend sage ich, mehr wäre nicht gegangen, denn dann hätte ich mich extrem unwohl gefühlt, durch ständigen Kampf und hätte den Urlaub nicht genießen können.

    Meine heftigstes Craving hatte ich so um die 8 Monate Abstinenz, da war ich zwar außer Haus aber in der Heimat.
    Ich frage mich, woher du die 150%tige Sicherheit nimmst?

    Viele Grüße
    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Wie ich es erwähnt habe, dass zieh ich zu 150 % ohne Alk durch. Ich werde nach dem Urlaub an dich denken und dir berichten. Ich werdet erstaunt sein. Aber ich werde mich im Zukunft auch auf mich und mein Zustand hier fokusieren. Nicht das man zu 2 mit nem Freund schwimmen geht und man holt sich ne Pommes und man muss sich erklären warum man sich ne Pommes holt wenn dort ein Kühlschrank mit Bier steht.........

  • Der Urlaub ist noch lange hin, nur so zu Info. Und sollte davor doch was passieren, was ich nicht glaube kann Sie immer noch alleine fliegen mit den Kindern.

    Die nehme ich daher, dass ich zum ersten mal im Leben ehrlich zu mir selber bin. Jeder schätzt mich als Freund, kumpel usw. Gerade weil jeder bei mir immer ein ehrliches Feedback bekommt. Den ich aber immer angelogen habe, war ich selber. Und der Schalter hat jetzt endlich Klick gemacht. Das sich endlich was ändern muss. Das gepaart mit meiner Einstellung sagt mir das es 150 % sind. Wie gesagt ich werde berichten.

  • Ne in der Tat einen ganzen Monat mal ohne alles ........ müsste ich lange überlegen. Ich glaube nicht wirklich. Es waren mal Tage dazwischen oder auch mal ne Woche, aber ganzen Monat. Leider nicht muss ich ehrlich sagen.

    Hallo Sam, natürlich weißt du ob und wie lange du das mal versucht hast wenn du ehrlich bist. Ich war auch so euphorisch und hab mir alles leicht vorgestellt, aber ohne ein paar wirklich gut und lieb gemeinte Ratschläge aus dem Forum hier hätte ich höchst wahrscheinlich schon einen Rückfall erlitten, 150%😬

    Du klingt fest entschlossen und ich wünsche dir das es klappt, aber bis zum Urlaub ist es ja noch eine Weile hin und du hast Zeit zum nachdenken.

  • Nicht das man zu 2 mit nem Freund schwimmen geht und man holt sich ne Pommes und man muss sich erklären warum man sich ne Pommes holt wenn dort ein Kühlschrank mit Bier steht

    Weil du Alkoholiker bist und nie wieder Alkohol trinken wirst. Wenn er damit nicht zurecht kommt, dann ist es kein richtiger Freund.
    Besser gleich klären. Hab ich auch so gemacht.

    Du willst ja nicht dein ganzes Leben lang lügen

    Jeder schätzt mich als Freund, kumpel usw

    Dann wirst du mal sehen, was übrig bleibt.

    Bei mir sind von meinen geschätzten Freunden von zehn einer übrig geblieben.
    Aber das ist ein richtiger Freund.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Mir geht es verwunderlicher weise richtig gut

    Ach ja. Dazu wollte ich noch was schreiben. Das ist nicht wunderlicherweise. Das ist ganz normal.
    Ich kenne das als die rosa Brille. Hatte ich auch. Sie hält drei Monate und im Idealfall ein halbes Jahr.
    Dann kommt die Ernüchterung. Ha ha, Wortspiel.
    Denn dann wird die Nüchternheit zum Normalfall und ist nicht mehr so besonders.
    Und schon ist die Motivation nicht mehr bei 150 %. ;)

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Ich fasse mal zusammen:

    Dein Aussehen, die Familie, der Urlaub, das Tagezählen, Fitness sind äußere Bilder nach außen zu zeigen, schaut her, ich trinke nicht. Das hatte ich in meinen Trinkpausen auch so gemacht. Alles Äußerlich

    Wo liegt der Unterschied zu den Trinkpausen? Oder hast du während deiner Trinkkarriere keine gemacht?

    Ich sehe dich auch meist in der Rechtfertigung oder Verteidigung für ein "nasses" Tun. Sei es die Hinweise, dass es hier und dort gefährlich werden kann, die Hinweise, dass du dich in Gefahr bringst, oder die Aufforderung, sich selbst zu überprüfen, ob es wirklich verstanden wird.

    Solange du dir selbst glaubst, dass du auf dem richtigen Weg bist, den verteidigst obwohl du den Unterschied zwischen nassem und trockenem Denken noch gar nicht erkennen kannst, bewegst du dich dem Saufen hin.

    Mit einer geballten Faust in der Tasche trocken zu bleiben und auf Konfrontation zu gehen, ist nach meinen Erkenntnissen noch nie gut gegangen. Lies dir deinen gesamten Thread durch, er ist voller Informationen. Lass se in Ruhe auf dich wirken und suche nicht sofort nach Gegenargumenten.

    Ich weiß auch, dass Alkoholiker, die am Anfang stehen, auch durch einen Rückfall gehen müssen, bevor sie ihren Tiefpunkt erreicht haben. Bei dir sehe ich noch keinen Tiefpunkt.

    Ich wünsche dir etwas mehr Weitsicht.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Ich werdet erstaunt sein.

    Hallo Sam,

    Hier wird niemand erstaunt sein – das ist ganz allein dein Ding. Du machst das für dich und nicht, um es irgendjemandem oder dem Forum zu beweisen. Und wenn du das mit dem Urlaub durchziehst, dann ist es ein Tanz auf der Rasierklinge.

    Noch etwas zum Thema Wille, den du bei dir ja als besonders stark einschätzt: Dein Suchtgedächtnis und deine Suchtstimme sind Teil von dir. Das ist nichts Externes, das du einfach so beeinflussen könntest. Dein Suchtgedächtnis ist also mindestens genauso stark wie dein Wille. Mir hat da allein Akzeptanz geholfen.

    Meiner Meinung nach liegt hier ein Denkfehler vor, wenn du glaubst, du könntest mit deinem vermeintlich überragenden Willen etwas daran ändern – von dem übrigens gefühlt jeder Zweite zu berichten weiß. Insofern halte ich das nicht nur für eine Selbstüberschätzung deinerseits, sondern auch für eine grundlegend falsche Einschätzung deiner Lage.

    LG Kurswechsel

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Hi Sam,

    ich will mich aus der Diskussion um Deinen Urlaub raushalten, denn jeder muss selbst wissen, was er tut.
    Ich warte mal drei Monate, dann sehe ich, wo Du dann stehst. Es bleibt dann aber immer noch Deine Angelegenheit, nicht meine. Du kannst hier nur Erfahrungen und Tips kriegen, was Du draus machst, ist Deine Sache.

    Was hier jemand denkt, kann Dir schnurzpiepe sein, ausser Du willst Hilfe. Dann solltest Du drüber nachdenken, ob Du was davon annehmen willst.
    Ansonsten wird Dich ja niemand dran hindern, Deinen Weg so zu gehen, wie Du das willst.
    Es zwingt Dich auch niemand dazu. das hier zu erklären.

    Ich war mir ziemlich bald darüber im Klaren, es gibt zahlreiche Momente, in denen niemand auf mich aufpasst. Und ebenso gibt es Gelegenheiten, da merkt gar niemand, ob ich trinke oder nicht. Es geht nur drum, wer mir beim morgendlichen Blick in den Spiegel begegnet. Es dreht sich um mein Leben, nicht darum, wer was davon hält.

    Meiner Frau war es erstmal ziemlich egal, was ich gemacht habe, und ob es jemand ernst meint, sorry, das sehe ich aus meiner eigenen Erfahrung heraus nicht nach 11 Tagen.

    Und Du musst Dir drüber im klaren sein, wenn Du scheiterst, gehen hier alle Anderen weiter entspannt ihren Weg. Nur Du müsstest Deinen Fehler ausbaden dann schon wieder aufräumen. Von daher, überleg Dir gründlich, was Du machst. Von aussen, vielleicht schaffst Du es, vielleicht nicht. Ich habe aber schon öfter erlebt, dass es auch bei 150%igen plötzlich kippt, daher heisst das für mich tatsächlich erst mal nichts. Und für mich ist es auch nicht wichtig, ob Du das schaffst. Wenn das für jemanden wichtig ist, dann für Dich.

    Was ich aber klar lese, ist, dass Du noch keine Erfahrung mir längerem alkoholfreien Phasen hast. Von Trockenheit will ich da sowieso nicht reden. Es ist auf jeden Fall Neuland für Dich und Du weisst überhaupt noch nicht, was auf Dich zukommt.

    LG LK

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Du bekommst hier ordentlich Erfahrungen und Meinungen mitgeteilt und du stellst dich ihnen auf deine Art, die dir im Moment möglich ist. Andere stellen sich gar nicht.
    So kannst du herausfinden, ob dein Weg der richtige ist, oder ob du vlt. ein paar Schritte zurück gehst und die andere Abzweigung nimmst.
    Bleib dran und lass es nicht abreißen.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Weil du Alkoholiker bist und nie wieder Alkohol trinken wirst. Wenn er damit nicht zurecht kommt, dann ist es kein richtiger Freund.
    Besser gleich klären. Hab ich auch so gemacht.

    Du willst ja nicht dein ganzes Leben lang lügen

    Dann wirst du mal sehen, was übrig bleibt.

    Bei mir sind von meinen geschätzten Freunden von zehn einer übrig geblieben.
    Aber das ist ein richtiger Freund.

    Mein bester Kumpel war die erste Anlauf Adresse und der hat auch so gut wie aufgehört mit dem Trinken, und hat mich auch ehrlich und direkt den Kopf gewaschen.

    Bei diesem bin ich heute Abend auch, um Ihm einmal zu helfen beim Tier, und dann reden wir auch nochmal zusammen. Er hat da auch eine ganze direkt Art. Und sagt mir auch alles ungeschönt ins Gesicht. Weil schön reden gibt es nicht mehr.

    Einmal editiert, zuletzt von Sam7474 (1. April 2025 um 11:33)

  • Mein bester Kumpel war die erste Anlauf Adresse und der hat auch so gut wie aufgehört mit dem Trinken, und hat mich auch ehrlich und direkt den Kopf gewaschen.

    Ist er selbst bekennender Alkoholiker und wenn ja, wie lange ist er trocken?

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Ist er selbst bekennender Alkoholiker und wenn ja, wie lange ist er trocken?

    Nein, ganz im Gegenteil. Trinkt nur ganz ganz selten was, und hat es mir auch so direkt gesagt, dass sich endlich was ändern muss. Ist seit der Jugend mein bester Freund. Und wir konnten uns immer aufeinander verlassen.

  • Nein, ganz im Gegenteil.

    Dann ist es der falsche Ansprechpartner in Sachen Sucht.

    Denn ohne eigene Erfahrung ist das nicht hilfreich, besonders wenn er selbst noch trinkt, unabhängig von der Menge.

    Jemand, der keine eigene Suchtproblematik hat, kann die Gedanken- und Gefühlswelt eines Betroffenen nicht nachvollziehen, unter anderem, was es heißt, Verzicht zu spüren, Suchtdruck und vieles mehr, oder genau wissen, was wirklich hilft. Er handelt aus einem gesunden Denken heraus, nicht aus der Sicht eines Alkoholikers.

    Ein Blick in den CO-Bereich reicht um zu sehen das das sinnlos ist

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • moin sam

    ich habe nur eine einzige frage an dich. warum bist du dir nichts wert?

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

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