Beiträge von dorothea

    nun, das sehe ich etwas anders, wenn ich eine grippe mit hohem fieber habe erwarte ich von den mitgleidern meiner familie das sie darauf verzichten alle fenster sperr angel weit aufzureißen weil es mir schadet. wenn ich diabetiker bin erwarte ich das sie darauf verzichten die gemeinsamen speisen mit zucker herzurichten. und als alkoholiker erwarte ich das sie in meinem umfeld auf alk verzichten. anderenfalls muß ich davon ausgehen das sie a. selbst abhängig sind und es nicht können oder b. ich ihnen scheiß egal bin. in beiden fällen wäre dann über weitere schritte nachzudenken. natürlich bin ich für meine gesundheit verantwortlich und niemand anders, aber wenn es gemeinsame punkte gibt hat halt jeder darauf zu achten den anderen nicht in gefahr zu bringen. das hat was mit respekt achtung und wertschätzung zu tun.

    und wenn ich das nicht einfordere bin ich mir selbst nichts wert. wie gesagt, ich kenne das aus eigener erfahrung. ich habe lange gebraucht um das zu kapieren. aber als ich das kapiert hatte und es auch umsetzen konnte war meine therapie erfolgreich beendet.

    wieso bist du dir eigentlich so wenig wert? du stellst immer und immer deine bedürfnisse hinter die der anderen an. warum? fühlst du dich als mensch 2. klasse? woher kommt es das für dich das befinden der anderen noch vor deinem kommt? ich mag auch keinen krach, ganz klar, ich vermeide streit wo es geht. aber wenn ich das gefühl habe entwertet zu werden kann ich aber auch sehr anders. woher kommt bei dir diese, ja ich möchte es unterwürfigkeit nenne, die ich aus deinen zeilen rauslese?

    bist du so erzogen worden das du die klappe zu halten hast wenn andere reden? war bei mir so. und das zu ändern war für mich ein wichtiger schritt um aus der sucht zu kommen. vielleicht fällt es mir daher bei dir so besonders ins auge. ist nicht böse gemeint. denk mal darüber nach welchen stellenwert du dir selbst gibst. ich denke das da ein großes problem liegt.

    wie ist unser verhalten in der nassen zeit. da ist verheimlichen doch unser 2. vorname. das ist ein tief sitzendes verhalten das sich immer mal wieder bahn brechen will oder es auch tut. im bezug auf unsere krankheit müssen wir damit schluß machen, du sagtest du schämst dich vor deiner frau sie zu bitten mit dir das zeug wegzukippen, aus scham willst du also dieses verlangen verheimlichen. mehr habe ich nicht gemeint. und wie gesagt, bitte sie ruhig darum, es untermauert deinen entschluß auch für sie sichtbar.

    du bist nun mal in der beweispflicht. versprechen gab es bisher sicher auch mehr als genug. das kenn ich ja nun von mir selbst. wie oft habe ich mir vorgenommen heute nicht, um dann abends doch wieder zuzuschlagen. es hat gedauert bis meine kinder mir dann geglaubt haben das es diesmal tatsächlich anders ist. das gemeinsame wegkippen der restbestände hat dabei sehr geholfen.

    moin topfmann, wäre dann doch ein zeichen, eines das auch deine frau sehen kann, kippt den mist gemeinsam weg. seht es als eine art ritual. für dich ist es auch ein raus aus der heimlichkeit. das ist wichtig, zumindest deinen engsten vertrauten gegenüber. schluck mal die scham runter, die ist nämlich ein lieber verbündeter der sucht um einen in ihr zu fesseln.

    liebe wieweiter

    nun hat sich alles auf eine art und weise aufgelöst die du dir am aller wenigsten gewüscht hast. ich hab meinem mann in den letzten stunden die hand gehalten obwohl wir lange getrennt waren. er war der vater meiner kinder ich habe ihn schließlich mal geleibt. trotzdem ging es nicht mehr zusammen zu leben . ich habe mich damals gefragt ob ich nicht hätte etwas anders machen können, aber im selben augenblick war mir klar, nein hätte ich nicht. zu meine "glück" bin ich ja selbst alkoholikerin und weiß daher sehr genau das es absolut nichts gibt was ich hätte tun können.

    ich würde mich freuen wenn du hier bleibst und weiterhin alles etwas sortierst. es wird dir gut tun die dinge mit der zeit ins rechte licht zu rücken. auch wenn es dir jetzt noch schwer fällt vieles anzunehmen, zu akzeptieren. aber es ist für dein seelenheil wichtig. selbstvorwürfe können auch das leben zerstören. und du hast nach all dem auch deinen frieden verdient.

    erstmal hast du gar nichts angerichtet, du schreibst wie es dir grade geht. das chaos ist im grunde nicht sehr anders als bei den meisten die frisch abstinent sind.

    deine ehe hat natürlich unter deinem trinken gelitten, auch das ist normal. deine frau braucht auch ihre zeit um zu sehen das du es mit dem aufhören ernst meinst. wie oft hast du es ihr versprochen und nicht gehalten? ob es für euch noch einen gemeinsamen weg gibt oder aber zu viel an vertrauen zerstört ist wird sich zeigen.

    für dich wäre es allerdings im augenblick besser wenn du irgendwie wo anders unter kommen würdest um aus diesen konflikten raus zu kommen. es gibt dir zeit an deiner abstinenz zu arbeiten und auch deine frau bekommt raum um alles zu überdenken. frag doch mal in deiner realen shg ob da jemand ne idee hat. soll ja nicht für ewig sein. paar wochen, so wie ne kur. einfach damit man etwas abstand zum ganzen stress hat und die sache mit etwas distanz klarer beurteilen kann.

    oh man, über mangel an baustellen kannst du dich ja grade nicht beklagen. wie das chaos sortieren ist nu ne gute frage.

    deine abstinenz sollte trotz allem oberste priorität haben. denn nur dann wirst du wege finden dieses kuddelmuddel zu entwirren.

    mein mann hat damals auch fröhlich weiter gesoffen als ich zur thera bin. ich hab dann noch 2 jahre versucht ihn auch zu überzeugen seine sucht in angriff zu nehmen. dann gab es leider keinen anderen weg als ihn gerichtlich aus dem haus zu klagen. und vor nun fast 9 jahren hab ich ihn beerdigt mit knapp 64. er war ja nicht süchtig, mußte also auch nichts tun.

    also was kuddelmuddel angeht, was emotionales chaos angeht können hier die meisten ein lied von singen. es ist nicht einfach alles zu sortieren, aber vieles klärt sich mit der dauer der abstinez alleine und wie gesagt, du wirst auch wege finden die dinge zu regeln. wichtig ist das du nicht trinkst. sonst ändert sich gar nichts.

    guck fürs erste das du dich gut fühlst. wie wäre es mit sport, einem kurs in der volkshochschule, sowas in der art. einfach um mit anderen menschen in kontakt zu kommen und wieder ins leben ohne alk zu kommen und nicht allein zu hause sitzen zu müssen.

    ich will dich in keinster weise angreifen, ich will dir nur aufzeigen das du dich im kreis drehst. im wahrsten sinne des wortes. deine gedanken kreisen nur um die probleme deines partners. es sind nicht deine und daher kannst du sie auch nicht lösen. so einfach so schwer das auch ist. du suchst nach entschuldigungen rechtfertigungen für sein saufen. aber die sucht ist nicht so einfach zu erklären, ich kenne viele die damals mit mir zusammen gesoffen haben, teilweise mehr als ich, die sind nicht süchtig geworden und konnten irgendwann mit dem zeug umgehen. ich nicht. warum weiß kein mensch. das ist es was du verstehen und akzeptieren mußt. er muß die schritte machen um seine probleme anzugehen und du solltest die schritte machen um deine anzugehen. und das meine ich nicht böse, was hätte ich denn davon? schau was du tun kannst damit es dir besser geht, ist nun mal leider so das jeder nur für seien eigenen müll zuständig ist.

    ja und? wir haben alle irgend welche traumata erlebt, sonst hätten wir nicht angefangen zu saufen. der punkt ist, er muß da raus wollen, und wenn er nicht will kannst du dich auf den kopf stellen. er muß erst was gegen den alk tun und dann alles andere. da kannst du jetzt noch 50 mal erklären das es ihm in der kindheit schlecht ging. ändert an den fakten nichts. und du kannst schon mal gar nicht für ihn trocken werden. das mußt du jetzt mal verstehen, denn dafür bist du doch hier oder?

    moin wieweiter

    als ich noch fröhlich vor mich hin gesoffen habe waren alle anderen an meinem leid schuld, ich hab mich in meiner depression und meine überdimensionierten selbstmitleid so richtig gesuhlt. suizidgedanken waren mehr als einmal da. rumgehäule über die ach so bösen menschen um mich rum an der tagesordnung.

    als ich dann endlich geraff habe das es am alk liegt wie ich die dinge sehe und ein mächtiges alkoholproblem habe konnte ich auch mit der therapie beginnen, ich habe erstmal ein gutes jahr eine ambulante alkoholtherapie gemacht danach bin ich noch ein weiters jahr zu einer anderen psychologin gegangen die dann den rest von dem scherbenhaufen den ich aus meinem leben gemacht hatte zusammenkehren half.

    hier greift eines ins andere. und der anfang muß der alkohol sein denn der verändert das denken in eine richtung die keine anderen angriffspunkt mehr frei läßt.er verändert die psyche auch in richtung depression, sehr oft sind diese alkoholbedingt. all das kann man aber erst sehen wenn der weg ist. was dann noch übrig ist, wenn überhaupt noch was übrig ist, kann man dann erst gescheit angehen.

    wenn man es andersrum versucht ist das als wenn du ein haus löschen willst unter dem fröhlich eine bezinquelle sprudelt. das funktioniert einfach nicht.

    hallo kanzler

    da hab ich wieder paar gedankensprünge nicht mitgeschrieben. mir geht es bei diesem satz allein um die entgiftung und die gefahr eines karmpfanfalls. sorry wenn ich dich verwirrt habe, war spät. ich meine die gefahr bei quartalssäufern dürfte schon rein aus der trinksituation her nicht in dem maße gegeben sein wie bei jemandem der täglich trinkt. das waren rein physiologische überlegungen. ich würde mir nie anmaßen zu beurteilen wer abhängig ist und wer nicht. das kann letzendlich nur der betroffene selbst wissen.

    nur ist halt diese einsicht eben basis um überhaupt einen ausweg zu finden. nimm jetzt deinen ganzen mut zusammen und mach auch vor den ärzten und psychologen reinen tisch, nur so können sie dir angemessen helfen.

    moin kanzler

    einsicht ist der erste schritt zur besserung. willkommen bei uns.

    was du grade machst ist echt gefährlich, wobei ich mir bei dir da noch nicht mal so ganz sicher bin wenn du dir nur am wochenende die lichter ausgeschossen hast. fakt ist, wer den alk einfach so weg läßt macht einen kalten entzug und der kann lebensgefährlich werden. es kann zu krampfanfällen und atemlähmung kommen. das ist nicht lustig. du bist auf reha also mehr oder weniger von ärzten umzingelt.

    dein nächster schritt sollte es jetzt sein dir einen von denen zu schnappen und die karten auf den tisch zu legen. es wird zum einen wahrscheinlich deine behandlung ändern, obwohl ich sicher bin das sie ahnen was los ist, zum anderen ist es psychologisch ein wichtiger schritt. die abhängigkeit als krankheit annehmen. dann kannst du auch sinnvoll dagegen angehen.

    und was fast das wichtigste ist, werde für dich trocken, sei du es dir wert. weil, nur wenn man sich selbst was wert ist kann man auch den nächsten lieben wie sich selbst.

    nur mal kurz, ich bin krankenschwester und bin trotzdem alkoholikerin geworden obwohl ich in allen fassetten von er krankheit wußte. wie morgenrot sagt, betriebsblind.

    zum 2. im suff waren alle an meiner situation schuld nur nicht ich selbst. bequem denn so mußte ich ja nichts ändern. das ist der selbstschutz der krankheit, die macht einen gaga und man glaubt seine eigenen lügen. alkohol ist ein nervengift das das hirn total verdreht. ist einfach so.

    hier hast du nun einen platz wo es einzig um dich geht damit du wieder klar sehen kannst. (meine oma pflegte zu sagen, wenn die liebe im kopf ist, ist der verstand im ar..., das macht blind)

    hallo flora

    herzlich willkommen bei uns.

    woran genau glaubst du denn schuld zu sein? an seiner krankheit? sicher nicht, oder hast du ihm das zeug ins hals geschüttet.

    an meiner sucht bin ich ganz allein schuld, mein handeln hat mich dahin gebracht wo ich damals war und wo ich heute bin. ich bestimme meinen lebensweg in dieser hinsicht. von unfällen mal abgesehen bestimmt das jeder für sich.

    ich gehe aber davon aus das du das tief in dir drin auch weißt. ich hoffe das wir dir hier helfen können diese gedanken zu den akten zu packen

    hallo al

    noch mal in einfach, du kannst dich hier durchaus melden, aber bitte schreib nichts weiter zu deinem, leider lebensgefährlichen experiment. denn alles was hier geschrieben wird nimmst du nach der freischaltung ja mit in öffentlichen bereich.

    wir haben ein echtes problem mit kaltem entzug weil er eben durchaus mal zu einem tötlich endenden krampf führt.

    ich erkläre es mal so. unser körper hat ja eine menge reizrezeptoren um im notfall aus dem schlaf zu erwachen und zu fliehen wenn gefahr droht. mit dem alk schütten wir die zu, der körper baut noch paar dazu die wir wieder zuschütten. usw usw. daher brauchen wir auch immer mehr alk. so nu kommt da kein alk mehr, nu liegen all diese vielen überflüssigen rezeptoren blank. da reicht ein kleiner auslöser und die schlagen los und du bist im krampf. der körper braucht halt etwa 10 bis 14 tage um das alles wieder zurück zu bauen. daher wird man bei der entgiftung mit medis eingestellt die alles etwas dämpfen und auch schnell wieder ausgeschlichen. aber die krampfwahrscheinlichkeit wird so richtung null gestellt.

    ich kann deine angst und scham verstehen, das ging uns allen so, du bist da wirklich keine ausnahme. ein arzt kennt das aber genau so gut und weiß das du krank bist. für eine grippe würdest du dich doch auch nicht schämen. trau dich. nur so kommst du schnell weiter.

    ich habe ein jahr lang eine ambulante therapie, mit wöchentlichen gruppentreffen, etlichen einzelgesprächen und der option in stationär zu wandeln wenn nötig, gemacht. wichtig ist das du zu dir ehrlich bist, niemand fühlt schließlich was du fühlst. wenn ambulant reicht is es ok, wenn du merkst du brauchst doch mehr aufsicht ist das genau so ok. einzig und allein du weißt wie es in dir aussieht und wenn du wirklich ernsthaft raus willst aus der sucht wirst du auch das richtige tun ohne dir irgendwie was schön zu reden wenn es grad bequemer wäre. vieles macht angst, vieles ist schambehaftet, das war vor 20 jahren so und das ist heute noch so. nur wenn du leben willst schiebst du alle bedenken bei seite und hörst ehrlich auf das was in dir drin wirklich los ist.

    hallo cat

    mach dich bitte von dem gedanken frei das du deiner mutter egal bist. ich habe jahre lang gesoffen und die traurigen augen meiner kinder haben mir fast das herz zerrissen aber ich konnte nicht anders als zu trinken. das ist sucht. die hat weder was mit verstand noch mit gefühl zu tun. du siehst ja an dir selbst wie schwer es ist verhaltensweisen zu ändern, bei sucht kommt noch ne schippe drauf. sucht zerstört, nicht nur den süchtigen sondern auch das gesamte umfeld. da ist hilfe von außen sehr wichtig. ich hoffe sehr das wir dir hier helfen können einen ausweg zu finden.

    hallo ......

    die ersten schritte in die richtige richtung sind getan, nu müssen die nächsten folgen. ein artzbesuch ist wirklich sehr wichtig, denn du bist schwer krank. sucht ist keine willensschwäche sondern eine tötliche krankheit. ein kompetenter arzt wird die nötigen untersuchungen vornehmen und mit dir die möglichkeiten der therapie besprechen. das ist einfach wichtig. stern hat dir ja den link dazu schon geschickt. mach einen termin. du wirst sehen der schiss davor ist unbegründet.