Servus zusammen. Ich befinde mich gerade auf einer Reha ,lustigerweise aufgrund von Problemen in der Halswirbelsäule und nicht wegen dem saufen. Ich bin 39j alt und habe heute beschlossen mit dem trinken aufzuhören. Ich habe eine Freundin und zusammen mit ihr einen 3 jährigen Sohn. Ein großer Grund warum ich gerade auf Reha bin ist dass ich ständig platt und ausgelaugt bin...meine Blutwerte haben einen sehr hohen Cholesterinwert und auch einen hohen Bilirubinwert ergeben. Dieser ist wohl erhöht wenn die Leber nicht so arbeitet wie sie sollte. Dann wurde mir einiges klar...die ganze Abgeschlagenheit , Schlafprobleme Stimmungsschwankungen,schwitzen etc kommt Safe alles von der sauferei. Mein Trinkverhalten würde ich als eine Art *Quartalssäufer bezeichnen. Ich kann nicht einfach mal gemütlich ein Bier trinken sondern das werden dann jedes wochenende schon locker 20. Wenn ich Freitags getrunken habe geht's mir Samstag morgens meistens nicht so prickelnd und dann überlege ich schon ,wann ich denn jetzt anfangen könnte zu "kontern" ohne dass meine Freundin sauer wird. Dieses kontern endet dann meistens abends im Vollrausch. Erst letztes Wochenende hab ich alleine in 2 Tage einen Kasten Bier getrunken und wenn ich noch etwas gehabt hätte,wäre es Sonntag bestimmt weiter gegangen. Ich sehe es ein dass ich Alkoholiker bin. Seit 8 Tage bin ich jetzt trocken. Ich trinke jetzt schon seit ca 25 Jahre meistens am Wochenende. Dann aber Vollgas. Wenn ich zb weiß am Samstag geh ich mit Freunden irgendwo Frühschoppen,kann ich schon vor Vorfreude nicht schlafen und zu essen bekomme ich dann komischerweise auch nichts rein...da zählt nur der Suff.Montags muss ich mich öffter krank melden weil ich noch kaputt vom Wochenende bin.Ich will so nichtmehr leben und die 2. Hälfte meines Lebens nüchtern mit meiner kleinen Familie genießen können.Ich will aufhören zuliebe meiner Frau meinen Kind und mir.ich hoffe ich bin hier richtig.
Kanzler1985 - Servus
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moin kanzler
einsicht ist der erste schritt zur besserung. willkommen bei uns.
was du grade machst ist echt gefährlich, wobei ich mir bei dir da noch nicht mal so ganz sicher bin wenn du dir nur am wochenende die lichter ausgeschossen hast. fakt ist, wer den alk einfach so weg läßt macht einen kalten entzug und der kann lebensgefährlich werden. es kann zu krampfanfällen und atemlähmung kommen. das ist nicht lustig. du bist auf reha also mehr oder weniger von ärzten umzingelt.
dein nächster schritt sollte es jetzt sein dir einen von denen zu schnappen und die karten auf den tisch zu legen. es wird zum einen wahrscheinlich deine behandlung ändern, obwohl ich sicher bin das sie ahnen was los ist, zum anderen ist es psychologisch ein wichtiger schritt. die abhängigkeit als krankheit annehmen. dann kannst du auch sinnvoll dagegen angehen.
und was fast das wichtigste ist, werde für dich trocken, sei du es dir wert. weil, nur wenn man sich selbst was wert ist kann man auch den nächsten lieben wie sich selbst.
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Ich hab morgen Visite dann spreche ich es an. Außerdem sind auch Psychologen im Haus und vll lass ich mir da einmal einen Termin geben. Ich denke die Entgiftung ist schon mehr oder weniger überstanden jetzt nach 9 Tage. Ja ich schwitze noch aber Blutdruck und Puls ist eigtl wieder im Normalbereich. Das war letzten Montag nicht der fall. Jetzt muss ich erstmal Mut fassen das anzusprechen bei der Ärztin...
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Servus Kanzler, auch von mir ein herzliches Willkommen.
Wir hatten ja schon per PN Kontakt, und da schrieb ich, dass dies ein Forum ist, in dem sich bekennende Alkoholiker austauschen, die eine lebenslange Abstinenz anstreben.
Bist du Alkoholiker und umschiffst dieses schreckliche Wort, oder hast du nur ein Problem mit dem Alkohol? Ich lese das nun nicht ganz raus.
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Ich hab bei der Vorstellung schon geschrieben dass ich einsehe dass ich Alkoholiker bin. Und ich strebe eine lebenslange Abstinenz an ja. Oder ist das ganz normal am Wochenende einen Kasten Bier zu trinken und ein paar kurze...ich bin bisschen verwirrt weil Dorothea auch schon meinte sie ist sich bei mir nicht sicher weil ich mir ja "nur am Wochenende" die Kante gebe. Fakt ist ich hab beeinträchtigungen durch den Alkohol. Psychische und körperliche sowie Familiäre.
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Ich hab bei der Vorstellung schon geschrieben dass ich einsehe dass ich Alkoholiker bin
Uiiii, habe ich überlesen.
Alles gut, du hast 8 Tage nichts getrunken?
Also befindest du dich noch im kalten Entzug, jedoch ist da meist nach dieser Zeit das Gröbste überstanden. Aber was ist schon normal? Zu deiner Sicherheit, sprich es morgen einfach an und sag uns Bescheid, was er dazu gesagt hat.
Hier hast du einen Link, bei dem du kurz um Freischaltung bitten kannst.
Der nächste freie Moderator übernimmt das und verschiebt dich an die richtige Stelle im Forum für den weiteren Austausch.
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Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet.
Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)
Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.
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hallo kanzler
da hab ich wieder paar gedankensprünge nicht mitgeschrieben. mir geht es bei diesem satz allein um die entgiftung und die gefahr eines karmpfanfalls. sorry wenn ich dich verwirrt habe, war spät. ich meine die gefahr bei quartalssäufern dürfte schon rein aus der trinksituation her nicht in dem maße gegeben sein wie bei jemandem der täglich trinkt. das waren rein physiologische überlegungen. ich würde mir nie anmaßen zu beurteilen wer abhängig ist und wer nicht. das kann letzendlich nur der betroffene selbst wissen.
nur ist halt diese einsicht eben basis um überhaupt einen ausweg zu finden. nimm jetzt deinen ganzen mut zusammen und mach auch vor den ärzten und psychologen reinen tisch, nur so können sie dir angemessen helfen.
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