Hallo jeb
Ablenkung ist wirklich das a und o. ich war 38 als ich aufgehört habe und hatte einen saufenden Mann und 4 Kinder. Also Stress und Streit waren vorprogrammiert. Ich war ein paar Tage im KH zur Entgiftung und habe mich danach mehr oder weniger eingeigelt um den Kontakt zu Alk und trinkenden Menschen so gering wie möglich zu halten. Warum der Druck mal mehr mal weniger ist ist wohl so verschieden wie wir Menschen es sind. Ich finde es wichtig dass man für sich rausfindet was einen triggert um es in Zukunft zu vermeiden. Allerdings wird es trotzdem immer mal solche Situationen geben. Mir ist es vor einiger Zeit auch passiert das eine familiäre Problematik bei mir saufdruck ausgelöst hat, nach fast 25 Jahren hätte ich das nicht für möglich gehalten und doch ist es passiert.
Bei mir hat sich das sofort abgeschwächt als ich es als saufdruck identifizieren konnte, der innere Druck war da, aber nicht mehr die Verbindung zum Alk, was mich dann Tage lang verrückt gemacht hat bis ich dann klar gesehen habe was es ist.
Ich male, gehe Kräuter sammeln, gehe in Garten, alles mögliche Hauptsache der Alk ist außer Reichweite und der Kopf ist mit was anderem beschäftigt. Evtl auch noch zusätzlich ein Hörbuch mit einem für dich spannend Thema.
Und deinen Eltern solltest du klipp und klar sagen wenn sie deine Anordnung im Bezug auf deine Tochter ignorieren wirst du sie ihnen nicht mehr anvertrauen können denn sie zerstören das Vertrauen. Meine haben mir und meinem Bruder auch schon im Kleinkindalter Alk gegben Bierschaum und mal ein Schluck Wein. Mein Bruder ist vom Alk zu Drogen und nur 34 geworden. Ich habe die Kurve gerade so bekommen. Für meine Kinder.
Guck wie du es am besten hin bekommst deine Gedanken an etwas anderes zu binden, vielleicht ist es ja ein Spiel auf dem Handy, oder ein Spaziergang im Park mit der Kleinen. Enten füttern. Irgend etwas banales, völlig wurscht. Probier alles aus was dir Spaß macht, und schau ganz bewusst drauf was das mit dem Druck macht.
Mir hat auch geholfen mir Ziele zu setzen. Dazu habe ich mir ein oktafheft gekauft und es in 2 Abschnitte geteilt. Vorne was ich in Zukunft will und hinten was ich nicht mehr will. Hinten würde es schnell voll, vorne stand kaum was. Aber es dauerte gar nicht so lange bis es vorm immer mehr wurde. Das sortiert auch die wirren Gedanken und baut Druck ab der auch durch die Veränderung und evtl Zukunftsangst ausgelöst wird.
Und das aller wichtigste, täglich die Gedanken hier lassen. Wir lesen dich und du siehst mit der Zeit deine Fortschritte.