Beiträge von dorothea

    gratuliere, 30 tage ist schon mal was. deine träume zeigen das dein kopf auch im tiefschlaf klar am thema ist. das in deinem kopf so zu sagen entrümpelt wird. das auch dein unterbewußtes überprüft welche automatismen noch mit deinem entschluß vereinbar sind und welche nicht. das hilft wirklich gut. lass dich aber nicht von träumen runter ziehen wo du dann doch das glas nimmst. so einen sch....önen mist träum ich selbst nach 20 jahren ab und an. klar das es albträume sind die nichts mit der realität zu tun haben aber bis ich dann klar wach bin hab ich manchmal echt panik. und vielleicht bringste deine frau ja mal paar blümchen fürs da bleiben, geld dürfte ja nu über sein. immer schön am ball bleiben.

    doro

    hallo adele.

    ich sag es dir mal aus der sicht eines aki, ich habe auch funktioniert. habe meine sachen erledigt, es ging verdammt lange gut. ist ja nicht so das du in dem moment wo du abhängig bist nichts mehr gebacken kriegst, das geht schleichend. menschen die schon rein äußerlich als alkoholiker wahr genommen werden saufen schon jahrzehnte. davon kannst du getrost ausgehen. es gibt aber keinen maßstab an dem man das messen kann. das weiß wirklich nur der trinker ob es zwanghaft trinkt oder nicht. und sich das wirklich eingestehen ist noch mal was anderes als es zu bemerken, letztres passiert oft lange bevor man sich hilfe sucht. der selbstbetrug es allein zu schaffen geht oft über jahre wenn nicht jahrzehnte. da spielen viele dinge eine rolle. es ist eine krankheit die ernst genommen und sinnvoll behandelt gehört. aber zu aller erst muß der betroffene dazu bereit sein. wenn deine partnerin nicht wirklich will gehst du mit den bach runter. ich kann also auch als trockene alkoholikerin nicht beurteilen ob deine partnerin abhängig ist, allerdings sprechen da einige sachen dafür, zb das heimlich trinken, ihr ist bewußt das es unpassend ist, der druck ist aber so groß das sie es doch tut und zu vertuschen versucht. es ist ein hinweis. ich überlass dich jetzt wieder deinen "leidensgenossen" und verkrümel mich wieder in meine alkiecke. ich wünsch dir einen guten austausch und das du einen weg findest der dich zufrieden macht.

    doro

    moin mexico

    hm, also ich möchte dir ja nicht zu nahe treten, aber fakt ist doch das ein alkoholiker schon recht früh weiß das er abhängig ist. die aktionen mit dem kontrollierten trinken sind doch im grunde nur ausflüchte um nicht konsequent handeln zu müssen. wer es mit kontrolliertem trinken versucht ist noch nicht so weit. das ist eine von vielen selbstbetrügereien und ich finde es schlicht unmöglich wenn sowas von stellen propagiert wird die den süchtigen helfen sollen aus der sucht zu kommen. aber hier ist nicht der ort das ganze auszudiskutieren das ist adeles thread und hier geht es um sie.

    doro

    moin adele,

    herzlich willkommen

    also wenn ich das lese geht mir das messer in der tasche auf. diese studierten spinner experimentiern mit menschenleben dabei ist es längst erwiesen das ein alkoholiker nicht kontrolliert trinken kann. gut, das ist nicht deine baustelle. wenn deine partnerin einen start in ein leben ohne alkohol macht könntet ihr eine zukunft haben. mit der kontrolliererei wirst du in eine co abhängigkeit gezogen die nicht weniger schlimm ist und die auch kein mensch braucht. wie sieht es denn bei dir aus damit? für sie lügen, vertuschen, beschönigen? geht es bei dir schon in diese richtung oder möchtet du einfach nur so von uns wissen ob es hoffnung gibt oder ob du dich besser einfach zurück ziehst und das ganze beendest?

    doro

    hallo liane

    ich bin hier zwar als alki, aber da mein ex sich totgesoffen hat kann ich auch hier so bischen was dazu sagen. meine vorredner haben ja schon das wichtigste geschrieben. aber ich finde es immer schwer rauszufinden was man will, ich fand es einfacher rauszufinden was ich nicht mehr wollte und habe auf diesem weg dann zu dem gefunden was ich wollte. trennung ist immer schwer. die angest vor dem was kommt, wie man zurecht kommt, alle verantwortung allein tragen. tja, ich stand mit 4 kindern da, und erst nach der trennung ist mir bewußt geworden das ich ja eh schon alles allein gemacht hatte, nur war da zusätzlich noch die ganze "co-arbeit" die dann wegfiel. es tut weh zu erkennen das der mensch den man mal geliebt hat nicht gerettet werden will. nur wollte ich mich retten, für mich und meine kinder.

    doro

    dann liebes pellebär kann ich dir ja heute zu deinem 13. geburtstag gratulieren. stimmt, wenn man so ganz am anfang steht sind 7 jahre ne hausnummer, für viele die hier neu sind oder nur lesen sicher ein grund zum wundern und zu sagen, das schaff ich nie. stimmt, heute schafft niemand auf einmal 7, 13 oder 20 jahre, aber erstmal heute kann jeder schaffen. und morgen, und übermorgen. es geht, aus tagen werden wochen, aus wochen monate und aus monaten jahre. so wie bei uns, einfach in die polonaise einreihen und den alten hasen hinterher.

    doro

    heute vor 20 jahren als es mir so richtig mies ging, als alle rings rum mit dem finger auf mich gezeigt haben und sich das maul zerrissen hat meine nachbarin mich in ihr auto gepackt und mich erst zum arzt, dann zur suchtberatung und im anschluß zur entgiftung ins krankenhaus gefahren. die ersten tage liegen noch schwer im nebel, die medis zur entgiftung, die krausen gedanken, das selbstmitleid, die vorwürfe von meinem mann und der schwiegermutter. mein mann hatte am 21. seinen 50igsten geburtstag und ich hab ihm das versaut, weil ich endlich mein leben zurück wollte. so kann man es auch sehen. mein mann hat sich tot gesoffen, soviel zu ich habs ihm versaut. wenn ich so zurück denke, was hatte ich für kämpfe, mein mann wollte mich so brav im suff behalten, abhängig vom alk und ihm. ich habe den kampf aufgenommen, und das leben war manchmal richtig abgrundtief mies. aber ich wollte nicht mehr trinken, damals nicht und heute erst recht nicht. ich habe mich vom duckmäuser zur selbstständigen geschäftsfrau entwickelt, hab meine höhen und tiefen, hab geheult und gelacht. das ich all das erlebe hab ich letztendlich marianne zu verdanken, sie war da als nichts mehr ging. meine kinder haben an mich geglaubt und standen mir zur seite, als ich meinen mann dann verlassen habe kam mein neuer mann, bis heute an meiner seite und meine stütze, er gibt mir kraft und halt wenn ich mal wieder nur heulen könnte, er bremst wenn ich mir geschäftlich zu viel auflade, und er schiebt mich wenn ich mein licht mal wieder untern scheffel stellen will. das leben ist kein ponyhof, aber nüchtern kriegt man es in griff. an alle da draußen die jetzt denken, oh mein gott, 20 jahre, das schaff ich nie. genau das hab ich auch gedacht, unser co therapeut war 18 jahre trocken als ich anfing. ich hab heute 20 voll. das ganze geheimniss zum trocken werden heißt "ich will".

    doro

    meine güte die zeit rast, mir geht es gut. mir geht es komischer weise sogar richtig gut. ich bin zwar einerseites traurig, mamas 1. todestag war vor 3 tagen, aber im grunde meines herzens gehts mir gut. ich habe für mich beschlossen den ganzen medienrummel auszublenden, ich will von dem ganzen quatsch nichts mehr hören und sehen. ich mach mein ding und ende. mir geht es gut. wenn ich wieder mit zu viel außenwelt genervt werde mach ich yoga nidra, da muß man sich nicht verrenken da legt man sich einfach nur entspannt hin, das hilft mir wahnsinnig gut loszulassen. hätte ich das schon eher kennen gelernt wäre vieles einfacher gewesen. na ja egal, ich kenn es jetzt. einen schönen tag allen.

    doro

    hallo karsten

    als erstes möchte ich mich bei dir für die jahrelange zusammenarbeit und hilfe bedanken die ich durch dieses forum und deine arbeit erhalten habe. dadurch das ich mich hier immer wieder auskotzen konnte kann ich im oktober meinen 20 trockengebrutstag feiern. dafür einfach nur danke, denn etwas finden was auch nur annähernd angemessen wäre ist nicht möglich, mit was will man denn das leben aufwiegen. ich wünsche dir von herzen das du jetzt deinen "ruhestand" genießen kannst und uns hier trotzdem erhalten bleibst.

    hallo alex

    bei dir möchte ich mich bedanken das du diese aufgabe übernimmst. es ist ein haufen arbeit wie ich aus meiner zeit als mod noch sehr genau weiß. alles gute dazu und immer ein gutes team.


    doro

    hallo gabi

    ich seh dich grade online, wie geht es dir? gibt es einen grund das du nicht schreibst? hast du nen rückfall gehabt und schämst dich jetzt? da wärst du nicht die erste wenn es so wäre. daher eben auch kein grund sich zu schämen. vielleicht magst du dich ja doch mal wieder äußern, denn dazu sind wir ja alle hier.

    doro

    moin

    so, ich auch noch. im grunde ist es durchaus legitim auch bei einem langzeittrockenen nachzuhaken wenn sich da plötzlich veränderungen aufzeigen. vor nem rückfall ist schließlich niemand gefeit, auch nach fast 20 jahren nicht und ich wäre da ganz sicher nicht die erste. und wie linde sagt, die die sich hier länger kennen hören dann doch das gras wachsen, manchmal liegt man daneben aber in den meisten fälle klemmts halt doch irgendwo und da ist ein rechtzeitiges anfragen einfach oft richtig um schlimmeres zu verhindern. ich bin daher niemandem böse, vor allem nicht wenn er diesbezüglich schlechte erfahrungen gemacht hat. is ja nicht aus boshaftigkeit sondern aus sorge bzw erfahrung.

    doro

    hallo hansjürgen

    was ist los? nicht falsch verstehen, aber mit den jahren lernt man hier zwischen den zeilen zu lesen und ich habe wirklich den eindruck das du ein problem mit dir rumschleppst, das es dir ganz und gar nicht gut geht. evtl können wir dir da ja irgendwie helfen. vielleicht wäre ja der geschützte bereich eine überlegung wert wo man dann ohne öffentlichkeit sich was von der seele reden kann.

    doro

    moin hansjürgen

    ich seh dich immer wieder online aber du schreibst nicht mehr, was los? das du mit deinem tipp bei mir daneben gelegen hast is kein grund. kann vorkommen, hat ja jeder seine erfahrungen und kommt halt vor das man mal daneben liegt. alles gut. dreht dir hier keiner nen strick draus. fände es nur echt schade wenn du dich wegen so nem blödsinn jetzt hier wieder zurückziehen würdest. aber womöglich lieg ich ja jetzt falsch und du liest dich erst mal ein.

    doro

    ja nun, ich hatte 4 gute gründe die mich jeden morgen mit großen augen angesehen haben, das hat ne menge geholfen. ich wollte aus dem sumpf raus, ich wollte leben, für meine kinder und nicht zuletzt natürlich für mich selbst. theresa war 2 jahre alt, die brauchte mich noch in jeder beziehung, aber auch die großen, ich wollte sie nicht noch mal enttäuschen und ihnen endlich eine mutter sein wie sie sie verdient haben. gelitten hatten sie genug.

    doro

    hallo carmen

    du hast genug damit zu tun dich selbst aus dem sumpf zu befreien, ich sag immer ein ertrinkender kann keinen anderen ertrinkenden retten, dann ersaufen beide. guck das du an land kommst, erst dann, und vor allem, erst wenn dein vater es überhaupt will, kannst du ihm behilflich sein, aber nur dann. wenn er weiter trinken will dann mach dein ding. ich hatte am anfang als ich aufhörte zu trinken ja auch die idee meinen mann retten zu können, nach 2 jahren bin ich gegangen denn er wollte nicht. wir hatten bis zum schluß kontakt wegen der kinder, mehr aber nicht. vor 4 jahren saß ich dann an seinem sterbebett, es war seine entscheidung.

    doro

    hallo hansjürgen

    :D:D:D glaub mir, ich stehe ganz sicher nicht kurz vor einem rückfall. ich habe mir in über 18 jahren abstinenz schlicht mein leben so eingerichtet das mir der alk nicht ständig im weg rumsteht und ich mich damit befassen muß. mein leben hat mehr zu bieten als ständig um das zeug zu kreisen, das mach ich nur wenn es not tut. und da ich not nicht so toll finde hab ich eben alles entfernt was mich in diese bringen könnte, soweit es in meiner macht liegt.

    hier zu schreiben hat für mich aber nichts mit meiner not zu tun, sondern ist mein dank das ich hier viel gelernt habe um ins leben zurück zu finden und das möchte ich weiter geben. auch das ist nur meine persönliche einstellung zum thema, andere dürfen gern andere haben, solange sie damit trocken bleiben.

    doro

    hallo carmen

    als ich meinen partner kennen lernte hat seine mutter auch noch getrunken, ich war damals schon hier im forum aktiv und wußte daher vom lesen hier doch recht gut wie es den kindern geht und wie man sich am besten aus dem mist raus kämpft. na ja, zwei hilfestellungen in den entzug bei schwiemu hab ich mitgemacht, als sie erneut rückfällig wurde und mein hase völlig verzweifelt war hab ich ihm einen einzigen satz gesagt der ihm half los zu lassen. du verdankst deiner mutter dein leben, aber du schuldest es ihr nicht.

    das reichte damit er den kontakt abbrach. es hat einige zeit gedauert bis sie dann wieder in die klinik und anschließen in eine therapie und sogar eine wohngruppe ging um trocken zu werden, bis dahin hatte sie aber so gut wie alles verloren, auch fast ihr leben. dadurch haben wir dann wieder kontakt aufgenommen, denn es mußten ja angelegenheiten geregelt werden denn sie war anfangs zu nichts in der lage, sie war wirklich mehr tot als lebendig. nur mußte sie so weit runter um aufstehen zu können.

    heute ist sie auch schon 7 jahre trocken und nach anfangs zögerlichem kontakt ist heute alles prima, wir fahren zusammen in urlaub und sie kommt regelmäßig zu besuch. hätte sie weiter gesoffen wäre sie heute sicher nicht mehr am leben, aber das wäre dann ihre entscheidung gewesen, besoffen gab es aber keinen kontakt.

    doro