hallo susi
es ist müßig zu spekulieren warum deine mutter so ausblendet was sie euch angetan hat, ob es scham ist oder ob sie wirklich nicht versteht was da alles hinter steht weiß nur sie selbst. es ist schade das sie nicht reden will, ich denke es würde dir eine menge helfen, seis drum. um sie geht es hier aber nicht. hier bist du die hauptperson. hier wollen wir dir helfen die folgen die du dem alk zu verdanken hast aufzuarbeiten. ich hoffe das du dir bewußt bist das du weder an ihrer sauferei noch an den folgen irgend eine schuld trägst. sie ist die erwachsene die die verantwortung zu tragen hat. es ist auch nicht einfach wieder in eine normalität zu kommen wenn nicht geredet wird. wohnst du denn noch zu hause? vielen kindern hilft es ein enormes stück weiter wenn sie sich erst mal ihr eigenes reich schaffen, auch wenn es nur ein zimmer ist das für die anderen uneingeladen tabu ist. wie sieht es mit deinem vater aus, kannst du da evtl etwas reden oder macht der auch dicht? wie sieht es dein bruder? wie schon gesagt, meine jüngste war 2 als ich aufhörte und sie hat erinnerungen an meine saufzeit und ich bin jetzt 20 jahre trocken. evtl kannst du dich mit ihm etwas verbünden und euch gegenseitig etwas stützen. so ganz im leeren raum ist echt käse. vielleicht hilft es dir ja ein wenig los zu lassen wenn er sich dir öffnet und du siehst das es jetzt wo mama trocken ist für ihn alles gut ist. ich kann mir vorstellen das das der fall ist. eine weitere möglichkeit wäre es wenn du deiner mutter einen brief schreibst, ganz in ruhe wo du über deine gefühle und ängste redest. womöglich wird ihr da klar was das alles mit dir gemacht hat. einen versuch ist es wert. ein fruchtbares gespräch mit deiner mutter würde auf jeden fall enorm viel helfen. denk mal in ruhe über alles nach ob du mit etwas davon was anfangen kannst. wenn nicht, auch ok. dann gucken wir weiter.
doro