Beiträge von dorothea

    hallo susi

    es ist müßig zu spekulieren warum deine mutter so ausblendet was sie euch angetan hat, ob es scham ist oder ob sie wirklich nicht versteht was da alles hinter steht weiß nur sie selbst. es ist schade das sie nicht reden will, ich denke es würde dir eine menge helfen, seis drum. um sie geht es hier aber nicht. hier bist du die hauptperson. hier wollen wir dir helfen die folgen die du dem alk zu verdanken hast aufzuarbeiten. ich hoffe das du dir bewußt bist das du weder an ihrer sauferei noch an den folgen irgend eine schuld trägst. sie ist die erwachsene die die verantwortung zu tragen hat. es ist auch nicht einfach wieder in eine normalität zu kommen wenn nicht geredet wird. wohnst du denn noch zu hause? vielen kindern hilft es ein enormes stück weiter wenn sie sich erst mal ihr eigenes reich schaffen, auch wenn es nur ein zimmer ist das für die anderen uneingeladen tabu ist. wie sieht es mit deinem vater aus, kannst du da evtl etwas reden oder macht der auch dicht? wie sieht es dein bruder? wie schon gesagt, meine jüngste war 2 als ich aufhörte und sie hat erinnerungen an meine saufzeit und ich bin jetzt 20 jahre trocken. evtl kannst du dich mit ihm etwas verbünden und euch gegenseitig etwas stützen. so ganz im leeren raum ist echt käse. vielleicht hilft es dir ja ein wenig los zu lassen wenn er sich dir öffnet und du siehst das es jetzt wo mama trocken ist für ihn alles gut ist. ich kann mir vorstellen das das der fall ist. eine weitere möglichkeit wäre es wenn du deiner mutter einen brief schreibst, ganz in ruhe wo du über deine gefühle und ängste redest. womöglich wird ihr da klar was das alles mit dir gemacht hat. einen versuch ist es wert. ein fruchtbares gespräch mit deiner mutter würde auf jeden fall enorm viel helfen. denk mal in ruhe über alles nach ob du mit etwas davon was anfangen kannst. wenn nicht, auch ok. dann gucken wir weiter.

    doro

    hallo susi

    ich kann dir als alki sagen das es keinen zeitpunkt gibt an dem man einen suchtbeginn irgendwie fest machen kann. das ist schleichend und bei jedem irgendwie anders. irgendwann merkt man einfach das was völlig falsch läuft, aber da ist man dann schon mitten drin. das du dich schwer tust die verantwortung wieder zurück zu geben ist verständlich, vor allem wenn niemand gescheit darüber mit dir redet. hat deine mutter denn keine therapie gemacht in der ihr gesagt wurde wie wichtig es ist auch grade die engste falmilie mit einzubeziehen? ich kommte bei meiner therapie zu einigen gesprächen meinen mann und die kinder mitbringen. ich fand das von anfang an wichtig. ich geh mal davon aus das du versucht hast zu reden und ins leere gelaufen bist. das ist natürlich nicht so toll. ich finde es aber prima das du merkst das da noch was hakt und du daran arbeiten willst.

    doro

    hm, es ist irgendwie auch echt schwer mit den kindern zu reden. ich hab mich ja auch beim saufen total mies gefühlt, mir war ja klar was ich da anrichte und ich wollte es jeden tag aufs neue ändern, der alk war stärker. es ist echt schwer zu erklären, bei mir hat es auch einige zeit gedauert. viele geben sich auch der illusion hin das die kinder schon nichts gemerkt haben wenn man nur abends gesoffen hat. ich weiß das es nicht so ist. meine jüngste war erst 2 als ich aufhörte und sie kann sich an meine eskapaden erinnern, soviel zu, die kriegen es nicht mit. aber es ist auch leider nicht überall klar wie sehr alle angehörigen unter der sucht zu leiden haben und wie wichtig es ist darüber zu reden. da hast du hier dann einige die wissen wie es dir geht und dir zuhören und evtl den ein oder anderen rat geben können wie du mit bestimmten situationen besser umgehen kannst.

    doro

    hallo susi

    herzlich willkommen. leider habe ich meinen kinder das gleiche zugemutet. ich finde es gut das du das thema mit anderen besprechen willst, das ist wirklich wichtig um die vergangenheit zu verarbeiten, habe ich meinen kindern auch angeraten. 2 haben es gemacht, 2 nicht. aber sie kommen klar. ich wünsch dir hier einen guten austausch mit den anderen ak wie bei uns die kinder von uns alkis genannt werden. und ich wünsche dir das du sehr bald frei über das thema reden kannst ohne das es dich irgendwie abwürgt.

    doro

    moin mindela

    erst mal herzlich willkommen. oh man, vieles was du schreibst kommt mir echt bekannt vor. nur hab ich statt mich selbstständig zu machen auch angefangen zu saufen und erst nach 20 jahren die trennung geschafft. schnee von gestern. ich bin trocken und gut. was mir auffällt ist das deine tochter seit 15 jahren in therapie ist und der einzige erfolg ist eine suchtverlagerung? wie wäre es mit einem therapeuten der weiß was er tut? vielleicht redest du mal mit ihr darüber. ich finde das sehr befremdlich das nach so langer zeit so absolut nichts in bewegung geraten ist. oder erzählt dir deine tochter auch da schon einen vom pferd um dich zu beruhigen? nun, du weißt das deinem vater niemand helfen konnte, du warst bei deinem mann machtlos und du bist es leider auch bei deiner tochter. das einzige was hier hilft ist, sei egoistisch und guck das es dir gut geht. du kannst für sie da sein wenn sie wirklich anfängt etwas positiv zu verändern, alles andere bringt nur dich an deine grenzen und womöglich drüber raus. das ist nicht gut. lese dich hier in ruhe ein und schreib dir von der seele was dich drückt.

    doro

    gratuliere, 30 tage ist schon mal was. deine träume zeigen das dein kopf auch im tiefschlaf klar am thema ist. das in deinem kopf so zu sagen entrümpelt wird. das auch dein unterbewußtes überprüft welche automatismen noch mit deinem entschluß vereinbar sind und welche nicht. das hilft wirklich gut. lass dich aber nicht von träumen runter ziehen wo du dann doch das glas nimmst. so einen sch....önen mist träum ich selbst nach 20 jahren ab und an. klar das es albträume sind die nichts mit der realität zu tun haben aber bis ich dann klar wach bin hab ich manchmal echt panik. und vielleicht bringste deine frau ja mal paar blümchen fürs da bleiben, geld dürfte ja nu über sein. immer schön am ball bleiben.

    doro

    hallo adele.

    ich sag es dir mal aus der sicht eines aki, ich habe auch funktioniert. habe meine sachen erledigt, es ging verdammt lange gut. ist ja nicht so das du in dem moment wo du abhängig bist nichts mehr gebacken kriegst, das geht schleichend. menschen die schon rein äußerlich als alkoholiker wahr genommen werden saufen schon jahrzehnte. davon kannst du getrost ausgehen. es gibt aber keinen maßstab an dem man das messen kann. das weiß wirklich nur der trinker ob es zwanghaft trinkt oder nicht. und sich das wirklich eingestehen ist noch mal was anderes als es zu bemerken, letztres passiert oft lange bevor man sich hilfe sucht. der selbstbetrug es allein zu schaffen geht oft über jahre wenn nicht jahrzehnte. da spielen viele dinge eine rolle. es ist eine krankheit die ernst genommen und sinnvoll behandelt gehört. aber zu aller erst muß der betroffene dazu bereit sein. wenn deine partnerin nicht wirklich will gehst du mit den bach runter. ich kann also auch als trockene alkoholikerin nicht beurteilen ob deine partnerin abhängig ist, allerdings sprechen da einige sachen dafür, zb das heimlich trinken, ihr ist bewußt das es unpassend ist, der druck ist aber so groß das sie es doch tut und zu vertuschen versucht. es ist ein hinweis. ich überlass dich jetzt wieder deinen "leidensgenossen" und verkrümel mich wieder in meine alkiecke. ich wünsch dir einen guten austausch und das du einen weg findest der dich zufrieden macht.

    doro

    moin mexico

    hm, also ich möchte dir ja nicht zu nahe treten, aber fakt ist doch das ein alkoholiker schon recht früh weiß das er abhängig ist. die aktionen mit dem kontrollierten trinken sind doch im grunde nur ausflüchte um nicht konsequent handeln zu müssen. wer es mit kontrolliertem trinken versucht ist noch nicht so weit. das ist eine von vielen selbstbetrügereien und ich finde es schlicht unmöglich wenn sowas von stellen propagiert wird die den süchtigen helfen sollen aus der sucht zu kommen. aber hier ist nicht der ort das ganze auszudiskutieren das ist adeles thread und hier geht es um sie.

    doro

    moin adele,

    herzlich willkommen

    also wenn ich das lese geht mir das messer in der tasche auf. diese studierten spinner experimentiern mit menschenleben dabei ist es längst erwiesen das ein alkoholiker nicht kontrolliert trinken kann. gut, das ist nicht deine baustelle. wenn deine partnerin einen start in ein leben ohne alkohol macht könntet ihr eine zukunft haben. mit der kontrolliererei wirst du in eine co abhängigkeit gezogen die nicht weniger schlimm ist und die auch kein mensch braucht. wie sieht es denn bei dir aus damit? für sie lügen, vertuschen, beschönigen? geht es bei dir schon in diese richtung oder möchtet du einfach nur so von uns wissen ob es hoffnung gibt oder ob du dich besser einfach zurück ziehst und das ganze beendest?

    doro

    hallo liane

    ich bin hier zwar als alki, aber da mein ex sich totgesoffen hat kann ich auch hier so bischen was dazu sagen. meine vorredner haben ja schon das wichtigste geschrieben. aber ich finde es immer schwer rauszufinden was man will, ich fand es einfacher rauszufinden was ich nicht mehr wollte und habe auf diesem weg dann zu dem gefunden was ich wollte. trennung ist immer schwer. die angest vor dem was kommt, wie man zurecht kommt, alle verantwortung allein tragen. tja, ich stand mit 4 kindern da, und erst nach der trennung ist mir bewußt geworden das ich ja eh schon alles allein gemacht hatte, nur war da zusätzlich noch die ganze "co-arbeit" die dann wegfiel. es tut weh zu erkennen das der mensch den man mal geliebt hat nicht gerettet werden will. nur wollte ich mich retten, für mich und meine kinder.

    doro

    dann liebes pellebär kann ich dir ja heute zu deinem 13. geburtstag gratulieren. stimmt, wenn man so ganz am anfang steht sind 7 jahre ne hausnummer, für viele die hier neu sind oder nur lesen sicher ein grund zum wundern und zu sagen, das schaff ich nie. stimmt, heute schafft niemand auf einmal 7, 13 oder 20 jahre, aber erstmal heute kann jeder schaffen. und morgen, und übermorgen. es geht, aus tagen werden wochen, aus wochen monate und aus monaten jahre. so wie bei uns, einfach in die polonaise einreihen und den alten hasen hinterher.

    doro

    heute vor 20 jahren als es mir so richtig mies ging, als alle rings rum mit dem finger auf mich gezeigt haben und sich das maul zerrissen hat meine nachbarin mich in ihr auto gepackt und mich erst zum arzt, dann zur suchtberatung und im anschluß zur entgiftung ins krankenhaus gefahren. die ersten tage liegen noch schwer im nebel, die medis zur entgiftung, die krausen gedanken, das selbstmitleid, die vorwürfe von meinem mann und der schwiegermutter. mein mann hatte am 21. seinen 50igsten geburtstag und ich hab ihm das versaut, weil ich endlich mein leben zurück wollte. so kann man es auch sehen. mein mann hat sich tot gesoffen, soviel zu ich habs ihm versaut. wenn ich so zurück denke, was hatte ich für kämpfe, mein mann wollte mich so brav im suff behalten, abhängig vom alk und ihm. ich habe den kampf aufgenommen, und das leben war manchmal richtig abgrundtief mies. aber ich wollte nicht mehr trinken, damals nicht und heute erst recht nicht. ich habe mich vom duckmäuser zur selbstständigen geschäftsfrau entwickelt, hab meine höhen und tiefen, hab geheult und gelacht. das ich all das erlebe hab ich letztendlich marianne zu verdanken, sie war da als nichts mehr ging. meine kinder haben an mich geglaubt und standen mir zur seite, als ich meinen mann dann verlassen habe kam mein neuer mann, bis heute an meiner seite und meine stütze, er gibt mir kraft und halt wenn ich mal wieder nur heulen könnte, er bremst wenn ich mir geschäftlich zu viel auflade, und er schiebt mich wenn ich mein licht mal wieder untern scheffel stellen will. das leben ist kein ponyhof, aber nüchtern kriegt man es in griff. an alle da draußen die jetzt denken, oh mein gott, 20 jahre, das schaff ich nie. genau das hab ich auch gedacht, unser co therapeut war 18 jahre trocken als ich anfing. ich hab heute 20 voll. das ganze geheimniss zum trocken werden heißt "ich will".

    doro

    meine güte die zeit rast, mir geht es gut. mir geht es komischer weise sogar richtig gut. ich bin zwar einerseites traurig, mamas 1. todestag war vor 3 tagen, aber im grunde meines herzens gehts mir gut. ich habe für mich beschlossen den ganzen medienrummel auszublenden, ich will von dem ganzen quatsch nichts mehr hören und sehen. ich mach mein ding und ende. mir geht es gut. wenn ich wieder mit zu viel außenwelt genervt werde mach ich yoga nidra, da muß man sich nicht verrenken da legt man sich einfach nur entspannt hin, das hilft mir wahnsinnig gut loszulassen. hätte ich das schon eher kennen gelernt wäre vieles einfacher gewesen. na ja egal, ich kenn es jetzt. einen schönen tag allen.

    doro

    hallo karsten

    als erstes möchte ich mich bei dir für die jahrelange zusammenarbeit und hilfe bedanken die ich durch dieses forum und deine arbeit erhalten habe. dadurch das ich mich hier immer wieder auskotzen konnte kann ich im oktober meinen 20 trockengebrutstag feiern. dafür einfach nur danke, denn etwas finden was auch nur annähernd angemessen wäre ist nicht möglich, mit was will man denn das leben aufwiegen. ich wünsche dir von herzen das du jetzt deinen "ruhestand" genießen kannst und uns hier trotzdem erhalten bleibst.

    hallo alex

    bei dir möchte ich mich bedanken das du diese aufgabe übernimmst. es ist ein haufen arbeit wie ich aus meiner zeit als mod noch sehr genau weiß. alles gute dazu und immer ein gutes team.


    doro

    hallo gabi

    ich seh dich grade online, wie geht es dir? gibt es einen grund das du nicht schreibst? hast du nen rückfall gehabt und schämst dich jetzt? da wärst du nicht die erste wenn es so wäre. daher eben auch kein grund sich zu schämen. vielleicht magst du dich ja doch mal wieder äußern, denn dazu sind wir ja alle hier.

    doro

    moin

    so, ich auch noch. im grunde ist es durchaus legitim auch bei einem langzeittrockenen nachzuhaken wenn sich da plötzlich veränderungen aufzeigen. vor nem rückfall ist schließlich niemand gefeit, auch nach fast 20 jahren nicht und ich wäre da ganz sicher nicht die erste. und wie linde sagt, die die sich hier länger kennen hören dann doch das gras wachsen, manchmal liegt man daneben aber in den meisten fälle klemmts halt doch irgendwo und da ist ein rechtzeitiges anfragen einfach oft richtig um schlimmeres zu verhindern. ich bin daher niemandem böse, vor allem nicht wenn er diesbezüglich schlechte erfahrungen gemacht hat. is ja nicht aus boshaftigkeit sondern aus sorge bzw erfahrung.

    doro

    hallo hansjürgen

    was ist los? nicht falsch verstehen, aber mit den jahren lernt man hier zwischen den zeilen zu lesen und ich habe wirklich den eindruck das du ein problem mit dir rumschleppst, das es dir ganz und gar nicht gut geht. evtl können wir dir da ja irgendwie helfen. vielleicht wäre ja der geschützte bereich eine überlegung wert wo man dann ohne öffentlichkeit sich was von der seele reden kann.

    doro