Beiträge von dorothea

    hallo marianee

    kannst du dir erklären was dem voraus gegangen ist? ich meine welche situation gab es die dich so runter gezogen hat das dir der unterschwellige gedanke im suff alles zu vergessen dann doch näher war als deine abstinenz. ich glaube nicht wirklich daran das man es nach so langer zeit aus unüberlegtheit macht, ich glaube eher das da was tief in einem nagt das man nicht ansehen will. ich erwarte nicht das du es hier öffentlich erzählst, es soll nur ein denkanstoß sein.

    doro

    hallo camen

    ich bin eigentlich ein sehr emphatischer mensch, habe mitgefühl und kann mich sehr gut in die menschen reindenken. aber ich habe gelernt, nicht zuletzt an mir selbst, das es manchmal besser ist einen tritt in den allerwertesten zu kriegen um besagten hoch zu bekommen als ständige streicheleinheiten. unsere krankheit ist viel zu ernst als das man lange um den heißen brei rumreden kann. ein paar socken kann ich morgen oder übermorgen stricken, aber wenn es um mein leben geht muß ich jetzt handeln. da bin ich nicht zuletzt gegen mich selbst konsequent.

    doro

    hallo mark

    mal ne andere frage, wieso soll die soße denn so schmecken? hast du nicht bedenken das dich das evtl triggern könnte? ich ess nach fast 19 jahren da nichts in der richtung. mal nur als beispiel, rumaroma is ja auch kein alkohol kann aber doch triggern. denk mal drüber nach und sei einfach vorsichtig.

    soßen kann man auch wunderbar mit wildkräutern würzen, das gibt völlig andere unbekannte aromen. was ganz anderes. so ist zb die nelkenwurz (geum urbanum) mit ihrem leicht herben geschmack ein interessanter akzent. auch die banale brennessel ( im zeitigen frühjahr wenn die ersten blätter noch etwas frost bekommen haben und leicht ins lilane gehen besonder nussig) oder der giersch geben sehr interessante variationen. da gibt es so vieles was man mal ausprobieren kann.

    doro

    hallo

    sue du sprichst die lebensfreude an, die manche glauben nicht zu haben wenn sie ihr leben dahingehend ändern erst mal auf feiern und so zu verzichten. also für mich war es lebensfreude morgens mit klarem kopf aufzuwachen, jeder einzelne tag der nüchtern erlebt war war lebensfreude pur. ich habe die neue freiheit einfach nur genossen. klar gab es auch depressive tage, wäre gelogen zu sagen war alles immer schick, aber die wurden mit jeder weiteren woche weniger. ich bin viel raus in die natur, bin nicht der sportler, ich habe mir mein körbchen geschnappt und bin kräuter sammeln gegangen. und wenn ne party angesagt war habe ich mir vor augen geführt wie es war betrunken zu sein, mit all der scham, den miesen gefühlen, dem dicken kopf am nächsten tag. das hat mir sehr geholfen. anfangs war da schon eine gewisse einsamkeit, meine alten freunde waren ja weg, das war aber nur kurz. im nüchternen kopf habe ich sehr schnell andere menschen kennen gelernt die ihre zeit nicht mit saufen verbrachten und weil ich keinen hehl aus meiner krankheit machte in meiner gegenwart nicht tranken. wenn man trinkt umgibt man sich mit gleichgesinnten und verliert so den blick für menschen die eben nicht saufen. es gibt genug menschen denen freundschaft und rücksicht wichtiger sind als alkohol, die sieht man während der saufzeit aber eben nicht da man ja selbst andere prioritäten hat. sucht euch ganz schnell ein alkfreies hobby und ihr habt schnell neue freunde die ohne zu saufen durch die welt gehen.

    doro

    hallo ihr alle

    ich freu mich das noch so viele von den "alten" da sind und natürlich auch über das willkommen der "neuen". ja bei mir ist es wie verhext, eine katastrophe jaget die nächste. wenn eins überstanden ist dauert es keine 3 wochen bis wieder irgend ein mist passiert. wie gesagt ist das alles nichts für die öffentlichkeit weil vieles auch mit meinen kindern und enkeln zu tun hat was an mir natürlich nicht spurlos vorüber geht. dieser ganze coronawahn nerv mich auch, nicht das ich angst hätte, ich halte das alles für überzogen, nur kann ich halt vieles was ich vorbeugend für meinen kaputten rücken getan habe eben nicht tun und das spüre ich schon heftig. aber nu genug gejammert, es ist natürlich auch viel positives geschehen. hier verrate ich nur mal so viel, meine jüngste wird im juli heiraten. einige von euch haben meine kleine ja persönlich kennen gelernt. so und nu is entschieden, karsten schick mir ne rechnung, bitte erst mal für 3 monate.

    doro

    hallo in die runde,

    leute, unterschätzt nicht was solche sachen mit euch machen, es ist der stete tropfen der den stein aushöhlt. ich kann nur jedem raten am anfang einen großen bogen um alles zu machen was ans trinken erinnert. das es nicht für ewig geht ist mir völlig klar, nur kann ich aus meiner erfahrung nur raten sich so etwa 1 jahr zeit zu nehmen um sich seiner trigger, und ausweichstrategien klar zu werden. man muß lernen sich anders zu verhalten, zb in stresssituationen, als sich schlicht zuzuschütten. das geht eben nicht von jetzt auf gleich, hat man doch viele jahre eben mit trinken reagiert.

    doro

    moin lilly , moin sue

    klar weiß ich noch wer ihr seit. auch wenn ich bischen überlegen muss. äh, lilly du hast meinen lebensgefährten kennen gelernt, der ist nach wie vor an meiner seite. mein ehemann ist gestorben, der hatte ja fröhlich weiter gebechert und ist so nur 64 geworden. wegen der kinder hatte ich ja trotz allem einen guten kontakt und wir, die kinder und ich, haben ihn auf seinem letzten weg begleitet. alles etwas kompliziert.

    doro

    schon wieder 4 jahre um. das leben beutelt mich, einfach ist anders. mein mann ist gestorben und vor 3 wochen nu auch meine mama. ich bin immer noch trocken. die zahl der enkel ist auf 6 angewachsen. mein krankes hühnchen ist so weit gesund und geht zur schule, so sie denn stattfindet. die ganzen probleme die mich irgendwie schon zwanghaft begleiten sind nichts für die öffentlichkeit. is halt wie es ist, es nervt, mal mehr mal weniger, nur was solls, is nicht zu ändern und muß durchlebt werden. meinen fernseher hab ich vor geraumer zeit durch ein aquarium ersetzt besser für herz und nerven. ansonsten plätschert es so vor sich hin. ich überlege mich hier wieder aktiv einzubringen, bin mir aber noch nicht ganz schlüssig ob ich das schaffe, nicht nur zeittechnisch auch mental. ich bin damals verschwunden weil ich einfach mit allem überfordert war, ich hatte es nicht erkannt und das war für beide seiten nicht toll. ich will mir nicht wieder was vor machen und überlege es in ruhe.

    doro

    hallo dry,

    das forum ist eine vollwertige shg, meine shg. ich bin beruflich im sommer jede woche in einer anderen stadt, da ist es gar nicht möglich an einer realen teil zu nehmen. hier kann ich von überall herkommen, egal ob ich in plau peitz oder würzburg bin, und egal um welche zeit die veranstalltungen zu ende sind.

    doro

    hallo loya

    der körper bildet bei der verdauung ganz normal ein gewisses maß an fuselalkoholen, in der regel hat jeder mensch auch einen minimalen blutalkoholwert. das ist völlig normal und damit leben wir. wir müssen lernen zwischen wichtigem und wichtigtuerei zu unterscheiden. gar nicht einfach am anfang. wovon du die finger lassen solltest sind überreife bananen, die können schon deutlich spürbare mengen alk enthalten. bei überreifem obst bin ich generell vorsichtig, da geht schnell mal ne gährung los. wenn du dir bei was unsicher bist verzichte einfach und informiere dich, entweder im net oder frage hier, auf keinen fall solltest du dich all zu sehr verängstigen lassen, das macht unzufrieden und ist nicht zielführend.

    doro

    hallo dry

    nu ja nicht mehr, hmm, ich kann sunshine nur recht geben. du gibst die 8 jahre als referenz an, nur, die hast du grade in die tonne gekloppt, die sind futsch, du stehst wieder am anfang. so wirklich alles richtig gemacht hast du dann ja doch nicht, sonst hättest du nicht getrunken. irgend was muß doch passiert sein. ich gehöre nicht zu denen die riesen bögen um alk machen, geht schon beruflich nicht, werde immer mal wieder konfrontiert. nur würde es mir im traum nicht einfallen zuzugreifen. auch nicht wenn, wie bei mir zur zeit, eine katastrophe die nächste jagt. weil ich weiß das ich dann völlig am ende bin, denn unser krankheit ist und bleibt tötlich wenn wir nicht aufhören. und nicht ein bischen und nicht schnell, sondern fies und qualvoll, kein schöner anblick. ich habe als krankenschwester einige jämmerlich verrecken sehen. schön ist anders.

    also, jetzt hör mal auf dich hier zu verteidigen und alles zu entschuldigen und zu verharmlosen. schau hin was passiert ist, such den fehler damit du ihn in zukunft vermeiden kannst. klar tut es weh das alles erleben zu müssen, diese miesen gefühle die man doch längst überwunden glaubte, nur hilft jetzt selbstmitleid, kopf in sand oder ähnliches kein stück weiter. hingucken, hinfühlen, grade da wo es weh tut, und dann gucken warum es weh tut. nur so kommst du auf den weg zurück.

    doro

    mal wieder staub wischen hier. ich spar mir mal hier alle kleinen katastrophen wie kaputte heizanlage mit kellerübeschwemmung und so aufzulisten, das glück jagt mich aber ich bin schneller. keine ahnung warum bei uns ein mist den nächsten jagt. na ja. positives.... gibts ja auch, also im september hatte meine mittlere tochter geheiratet und da ist nr 2 unterwegs. war dann auch erst mal die frage im raum, wird das kind gesund sein, hatte sich mittlerweile nämlich ergeben das meine älteste das kaputte gen hat und es an ihren sohn weiter gegeben hat. aber dadurch ging der test bei der mittleren extrem schnell, hatte sich der prof in der mhh selbst hinter geklemmt. die mittlere hat es nicht, ergo wird ihr kind gesund sein auch wenn es wieder ein sohn werden sollte. mein sohn wird auch zum 2 mal vater und sie haben sich nun entschlossen doch zu heiraten bevor ihr sohn geboren wird. seine tochter hat sich prima entwickelt, die is so wissbegierig was natürlich dazu führt das man ständig hinter ihr her sein muß, irgend etwas findet sie immer was sie untersuchen muß. momentan findet sie es toll aufs töpfchen zu gehen, klappt nicht immer, aber sie ist ja erst 1 1/2 da muß das ja noch nicht. und das mama ein baby im bauch hat findet sie total toll. erzählt sie auch jedem.

    mein kranker enkel ist die letzten schläuche im januar los geworden, einerseits klasse weil wir so mal schwimmen gehen können, was er natürlich einfach nur genial findet und wenns nach ihm ginge ziehen wir ins hallenbad. nicht so schön ist, das er dadurch einmal im monat gespritzt werden muß. ich hoffe sehr das diese ganzen medis die so eine langzeitwirkung auf seinen körper haben bald raus sind das das dann auch nicht mehr sein muß. meine tochter und er waren mit mir auf dem mittelalter weihnachtsmarkt in fuld, ich brauchte da hilfe weil mein rücken mittlerweile völlig hin ist und ich den großen stand nicht alleine aufgebaut kriege. er ging da völlig auf, am tag in seinem gewand und mit holzschwert übern markt gedüst und mit den kindern gespielt, wenns dunkel wurde war er viel am feuer, fand er klasse da auf der bank zu sitzen und den flammen zuzusehen. wir hatten ihm unterm verkaufstresen ein bett aus fellen gebaut wo er mittags bischen pennen konnte. er wollte nach den 4 wochen nicht nach hause. er hatte sich mit den kollegen angefreunde und fand es einfach nur toll. einen klops muß ich euch berichten. als er das erste mal die feuershow gesehen hatte ging er zur feuerschluckerin und sagte, kein feuer essen, ess doch bonbons, dann ist er zum süßigkeitenstand gerannt, hat da wie immer einen bonbon erbettelt und ihr der künstlerin gebracht. der zwerg hat sich in alle herzen da geschlichen. aber meine tochter hat auch blut geleckt, ostern ist sie in blankenburg dabei....

    so das solls erst mal gewesen sein.

    doro

    hallo doktore

    ich schriebe mal hier bei carl friedrich, sorry dafür carl, also. ich seh das mit dem kneipenbesuch etwas skeptisch. jedenfalls nach so kurzer zeit. alte umgebung, altes benehmen. lass es bleiben. ich bin die ersten jahre in keine kneipe gegangen. ich glaube ich habe mich erst nach 4 jahren wieder in ein lokal begeben, aber hauptsächlich zum essen. ich war dann nach gut 11 jahren trockenheit in einem lokal in dem ich früher getrunken hatte, meine kinder haben da die taufe meines enkels gefeiert, und ich sage dir, ich habe mich furchtbar unwohl gefühlt, nach so vielen jahren. natürlich habe ich nicht getrunken, aber mir gings da nicht gut. da kamen viele alte geister zurück und ich hatte etliche überwunden geglaubte gefühle. mich würden da einfach so auch heute nach 14 jahren keine 10 pferde mehr rein kriegen. und du bist erst am anfang, dir fehlen noch viele schritte zu einer stabilen trockenheit die dich stolperfallen erkennen lassen. ich weiß das am anfang die einsamkeit ein riesen problem ist, aber kneipe ist da wirklich die schlechteste wahl.

    doro

    hallo calida

    mir geht es genau wie karsten. jetzt nach vielen jahren stört es mich nur noch selten wenn jemand in meiner gegenwart trinkt. man kann dem ja nicht immer und überall aus dem weg gehen. nichts des do trotz, bei mir wird nicht getrunken, punkt. kommt ja auch keiner meiner freunde zu mir und piekt mich mal bischen mit nem messer, saufen ist bei mir damit gleich zu setzen. ich habe eine lebensbedrohliche krankheit und ich erwarte von echten freunden das sie darauf rücksicht nehmen. man raucht auch nicht nebem einem asthmatiker. ich bin doch nicht kranker 2. klasse. und das ist auch kein egoismus sondern selbstschutz. wer nicht verzichten kann hat offenbar auch ein problem über das er mal nachdenken sollte. aber das wiederum ist nicht meins. mein enger freundeskreis war zeitweise extrem übersichtlich, es hatte einige zeit gebraucht zu sortieren. mittlerweile habe ich wieder ne menge freunde für die das völlig ok ist das wir mit saft, kaffee und tee feiern. und eher nach hause geht deswegen niemand, ganz im gegenteil, nüchtern den sonnenaufgang erleben macht spaß.

    einige meiner familie hatte am anfang auch nicht kapiert das ich nicht mehr mit trinkenden menschen an einem tisch sitzen will, da bin ich konsequent gegangen wenn die flaschen auf den tisch kamen. bei manchem hats klick gemacht zu anderen gehe ich heute noch nicht wieder, na und, ich lebe und das ist wichtig. wenn diesen menschen mein leben wurscht ist, dann sind die mir schon erst recht wurscht, so einfach ist das heute für mich.

    doro

    hallo calida

    du hast mich jetzt mit thalia in einen topf geschmissen, sie ist es die auf 1 1/2 jahre stolz sein kann. klar das hört sich für dich jetzt viel an, ich glaube das geht jedem am anfang so. mein gott soooo lange.... und nachher... schwups is die zeit um. na ja aber bis dahin mal schritt für schritt.

    selbsthass: ich denke mit der eigenliebe ist es bei sehr vielen suchtkranken nicht sehr weit her, sonst würde man sich besser behandeln. wenn es dir sinnvoll erscheint zu wissen wieso das so ist, wer dir das mal eingeimpft hat, dann solltest du da mal graben, evtl mit hilfe eines therapeuten, mir hat es damals geholfen vieles zu verstehen. andere sagen, och nö, is vergangenheit, ich will nach forn sehen, rückschau bringt mir nichts. auch das ist ok. wichtig ist es eben nur diesen selbsthass, die mindere selbstachtung den niedrigen selbstwert los zu lassen und das selbstwertgefühl aufzubauen.

    ich denke, grade als berufstätige frau solltest du davon abstand nehmen alles perfekt haben zu wollen. wie in der werbung, perfekter job, perfekter haushalt, perfekte familie. das ist absoluter schwachsinn und von einem menschen gar nicht zu leisten, (selbst die werbefuzis die uns den mist suggerieren brauchen für ihre albernen filmchen zig leute). hallo wie soll das gehen, der tag hat nur 24 std. und wenn man müde ist dann ist das so, und dann bleibt eben mal was liegen. wems nicht gefällt der hat 2 optionen. wegmachen oder gehen. eigentlich doch ganz einfach, nur da muß man erst mal hinkommen. für sich sortieren, was ist immens wichtig, was ist schon noch wichtig und was ist eigentlich völlig wursch. nur mal als beispiel, das kannst du auf viele lebensbereiche übertragen. das universum ist nicht perfekt, wieso bitte soll ich das sein, und wer nimmt sich das recht herraus mir hier richtlinien vorgeben zu wollen?? mach dich davon schritt für schritt frei.

    doro

    hallo calida

    ein wichtiger punkt ist auch, herauszufinden was genau saufdruck auslöst, außer rumstehende flaschen, da gibts ja wirklich vieles. absolute ehrlichkeit, deinem mann und den kindern gegenüber halte ich auch für sehr wichtig. erkläre ihnen was du fühlst, wie sich druck in dir aufbaut. nicht abhängige können das nur sehr schwer nachvollziehen, ohne gespräche meistens überhaupt nicht. beobachte dich genau. du spürst ja wenns anfängt sich hochzuschaukeln und versuche es dann so schnell wie möglich abzustellen. wenn die kinder nerven kann sich ja mal dein mann mit deren problemen auseinander setzen damit du luft holen kannst. das ist fürs erste nur als puffer gedacht. auf lange sicht muß du lernen frust und wut über ein anderes ventil los zu werden. manche treiben sport, andere machen yoga, ich hab mir mein körbchen geschnappt und bin in wald kräuter sammeln. wie und was dich wieder entspannt ist dabei vom prinziep her wurscht, wichtig ist nur das ergebnis. und rede mit deiner familie, sie müssen verstehen können wie es in dir aus sieht, nur so können sie dich auch unterstützen. kinder sind nicht doof, die kriegen mehr mit als man glaubt und die haben auch ganz feine antennen dafür wenns dir besser geht. wovon sie ja auch profitieren. sei jetzt einfach offen und ehrlich, das finde ich extrem wichtig, denn wie gesagt, ein nicht abhängiger kann es kaum nachfühlen wie es in uns zeitweise aussieht.

    doro

    sodele, also, der ulm aufenthalt zog sich dann doch bis in den september rein. der kleine hat keine komplikation ausgelassen. und bis letzte woche mußte meine tochter auch alle 4 wochen für 3 tage nach ulm in die klinik mit dem kleinen, dazu dann noch wöchentliche besuche in der mhhannover. gestern nu die tolle nachricht, er darf jetzt ohne mundschutz unter leute, sein immunssysthem ist jetzt stabiel und kann mit keimen konfrontiert werden. es ist einfach wahnsinn wenn man den kleinen jetzt so sieht, als wäre nichts gewesen, nur die vielen narben und noch 2 schläuche im körper zeugen von dem was er alles durch hat. wir waren dann gestern erst mal einen laden erkunden, kennt er ja alles nicht, war nur ein kleiner discounter und hat ne gute std. gedauert. für nen großen werden wir uns nen nachmittag frei halten. er ist im zickzack durch die regale gelaufen und hat alles untersucht und gestaunt was es alles gibt.

    auch meine enkeltochter hab ich euch bisher unterschlagen, die kleine ist im september geboren, hat schon einen zahn und übt sich eben im rumkrähen und krabbeln. mein anderer enkelsohn is fitt wie ein turnschuh und macht den mist den man mit 2 1/2 so macht.

    meine jüngste ist auch mal wieder krank und es wird nicht besser, sie liegt seit 14 tagen mit fieber flach, man gönnt sich ja sonst nichts....

    doro

    hallo bruce

    der tot ist in unserer gesellschaft ein tabuthema, ob nun durch sucht, durch unfall, durch alter, davor verschließen viele die augen, rennen vor trauernden angehörigen regelrecht davon. sich mit dem tot anderer auseinander zu setzen heißt die eigene endlichkeit zu sehen. da machen viele lieber die augen zu. wie kleinkinder die sich auf die straße stellen und die augen zuhalten. wenn ich die autos nicht seh, sehen die mich auch nicht. ob man hier auch ein wegsehen bei der sucht und ihren folgen direkt herleiten kann... ich weiß es nicht, zumindest ist es ein ähnlicher mechanismuß. nicht hinsehen sonst muß ich mich selbst erkennen, hinterfragen.

    ob du im konkreten fall was hättest tun können??? hmm, müßig diese frage zu stellen. du warst frisch trocken, nach nem jahr nen anderen an die hand nehmen? ich halte das für keine gute idee. da ist man doch selbst grade mal über das gröbste weg, braucht alle kraft noch für sich selbst. und selbst wenn du schon 10 jahre trocken gewesen wärst, du kannst keinem helfen der keine hilfe will. wenn dieser mensch wußte das du trocken geworden bist, und er hätte den weg auch gehen wollen, dann hätte er dich gefragt was er tun kann. ich kenne viele die sind schlicht glücklich mit ihrer situation, die saufen sich lieber tot als sich den alltagsproblemen zu stellen. das realisieren sie im suff ja oft auch nicht. sie wollen die realität nicht wahrnehmen. ja dann ist das so. das machen übrigens sehr viele menschen, sie flüchten sich in traumwelten, nicht nur durch alkohol oder andere drogen, da gibts viele möglichkeiten, zb wie oben schon erwähnt, einfach nicht hinsehen. dagegen kannst du nichts tun. du kannst keinen zwingen die augen auf zu machen. akzeptiere einfach das es viele vorziehen blind durch die gegend zu rennen, auch wenn es bedeutet früher oder später vorn bus zu laufen. die reden sich halt alle lieber den "opa" ein als die vielen zu sehen die auf der strecke bleiben.

    doro