hallo bruce
der tot ist in unserer gesellschaft ein tabuthema, ob nun durch sucht, durch unfall, durch alter, davor verschließen viele die augen, rennen vor trauernden angehörigen regelrecht davon. sich mit dem tot anderer auseinander zu setzen heißt die eigene endlichkeit zu sehen. da machen viele lieber die augen zu. wie kleinkinder die sich auf die straße stellen und die augen zuhalten. wenn ich die autos nicht seh, sehen die mich auch nicht. ob man hier auch ein wegsehen bei der sucht und ihren folgen direkt herleiten kann... ich weiß es nicht, zumindest ist es ein ähnlicher mechanismuß. nicht hinsehen sonst muß ich mich selbst erkennen, hinterfragen.
ob du im konkreten fall was hättest tun können??? hmm, müßig diese frage zu stellen. du warst frisch trocken, nach nem jahr nen anderen an die hand nehmen? ich halte das für keine gute idee. da ist man doch selbst grade mal über das gröbste weg, braucht alle kraft noch für sich selbst. und selbst wenn du schon 10 jahre trocken gewesen wärst, du kannst keinem helfen der keine hilfe will. wenn dieser mensch wußte das du trocken geworden bist, und er hätte den weg auch gehen wollen, dann hätte er dich gefragt was er tun kann. ich kenne viele die sind schlicht glücklich mit ihrer situation, die saufen sich lieber tot als sich den alltagsproblemen zu stellen. das realisieren sie im suff ja oft auch nicht. sie wollen die realität nicht wahrnehmen. ja dann ist das so. das machen übrigens sehr viele menschen, sie flüchten sich in traumwelten, nicht nur durch alkohol oder andere drogen, da gibts viele möglichkeiten, zb wie oben schon erwähnt, einfach nicht hinsehen. dagegen kannst du nichts tun. du kannst keinen zwingen die augen auf zu machen. akzeptiere einfach das es viele vorziehen blind durch die gegend zu rennen, auch wenn es bedeutet früher oder später vorn bus zu laufen. die reden sich halt alle lieber den "opa" ein als die vielen zu sehen die auf der strecke bleiben.
doro