Beiträge von dorothea

    hallo melanie

    ich vermute jetzt einfach mal das du innerlich immer noch eine große angst hast wieder in den teufelskreis rein zu rutschen. aus dieser panik heraus entstehen sehr oft dann solche gefühlswallungen. du mußt hier sicherer werden, dir klar machen, das der geruch dir zb überhaupt nichts anhaben kann wenn du nicht wieder ja zu dem ganzen theater sagst. das ist wirklich nicht einfach, aber mit der zeit wird das immer besser. du mußt an deinem selbstvertrauen arbeiten. logo darf man nicht unvorsichtig oder leichtsinnig werden, aber man kann selbstsicher werden. da muß man einfach täglich dran bleiben und immer ganz bewußt solche situationen anschauen. nicht einfach in panik flüchten, sondern hinsehen. was, wie, warum. es ist ein stück harte arbeit, aber das lohnt weil diese trigger dann wirklich täglich weniger schlimm werden. irgendwann sind sehr viele dann ganz verschwunden.

    doro

    hallo melanie

    hm, das ist ja käse. hab nicht kapiert das du direkt nebenan das haus hast. nö wegziehen ist da keine wirkliche option. ein haus aufgeben und ne mietwohnung nehmen wegen der saufenden mutter, nö sicher nicht. zumal du dir und den kindern damit einen großen haufen freiheiten weg nimmst die ein haus nun mal bietet. und mit 3 kindern ne gescheite wohnung finden ist ja heut zu tage auch nicht einfach. vermieter nehmen da eher 3 hunde als 3 kinder. das kann ich nachvollziehen, das wäre auch für mich gar kein nachdenken wert. für mich hätte das was mit flucht zu tun, mit nachgeben vor der mutter. klares nein. das du die räume getauscht hast ist schon mal gut. jetzt mußt du wirklich noch lernen den anblick nicht mehr an dich ran zu lassen.

    hast du schon mal meditation und entspannungsübungen versucht. mir hat das sehr geholfen mit solchen situationen umzugehen. ich habe dabei gelernt, wie ich den schalter wieder umlegen kann wenn mich so eine situation aus heiterem himmel trifft und alles auf rot schaltet. vor sowas ist man ja nie wirklich sicher. auch wenn es bei mir als alkoholikerin andere dinge sind. das nennt sich gedankenkontrolle, du lernst deine eigenen gedanken zu kontrollieren und die weg zu schicken die dich fertig machen und nur die zuzulassen die positiv sind in der situation. braucht ne weile bis man das kann, ist aber wirklich gold wert.

    doro

    hallo melanie

    gibt es denn einen triftigen grund aus dem du dir das ansehen mußt? so wie ich das verstanden habe doch wohl eher nicht. tu dir das dann nicht an, es tut dir unnötig weh. ich gehe auch nicht an orte wo meine gefühle karussel fahren, das ist selbstschutz. wenn es nen richtigen grund gibt, zb das dein weg zur arbeit da vorbei führt, ok dann müßtest du dir was einfallen lassen, aber wenn´s sowas nicht gibt dann geh da nicht hin. das nein sagen hast du mehr oder weniger gut drauf, dann schaffst du das auch noch. klar sind da viele erinnerungen und es tut einem in der seele weh, aber du kannst es nicht ändern ohne dich da wieder in den teufelskreis zu begeben. versuch es abzuhaken, alles andere frißt dich sonst auf.

    doro

    hallo melanie

    du hast auch keinen grund dich schuldig zu fühlen, du kippst ihr den alkohol ja nicht in den hals. das tut sie ganz allein. außerdem säuft sie nicht seit gestern, sie hatte lange zeit, als sie noch viel jünger war, damit aufzuhören. außerdem kann man das auch noch wenn man schon älter ist, siehe spanjoggel, sie war auch nicht mehr die jüngste und ist nun schon seit jahren hier bei uns trocken und klar im kopf. das alter vorzuschieben ist nur ne weitere ausrede. wie man sich bettet so liegt man, ganz einfach. du bist nicht die leibeigene deiner eltern, wenn sie ne saubere hütte wollen dann sollen sie sich drum kümmern. tut scheinbar noch nicht genug weh, sonst würden sie was ändern, das ist aber nun mal nicht dein problem.

    doro

    hallo honey

    nu mal klartext. du eierst seit jahren rum, wo das endet hast du nu bei deiner mama gesehen, das du fertig bist ist nur all zu verständlich. wir wissen hier auch wie schlimm es für die kinder ist wenn die eltern saufen. wir wissen wie schwer es ist aus dem teufelskreis auszusteigen, aber du mußt anfangen. und mal ganz ehrlich, ein psychologe der mir was von kontrolliertem trinken erzählt hätte mich das letzte mal gesehen. wenn ich kein problem habe brauche ich nichts kontrollieren und wenn ich eins habe das änder ich das und kontrollier es nicht.

    wenn du nicht sicher bist wer dir richtig helfen kann (artz/psychologe) dann ruf bei der suchtberatung in deiner nähe an, die wissen wo die richtigen anlaufstellen sind. mach nägel mit köpfen.

    doro

    hallo mond

    beim einen ist es aggression beim nächsten angst und beim übernächsten wieder was ganz anderes. du mußt dir das so vorstellen. der körper hat eine gewisse anzahl sensoren die überlebenswichtig sind. damit registriert er zb wenns anfängt zu regnen, wenns nach rauch riecht und so weiter und so fort. diese werden durch den alkohol ja betäubt. da es aber nun mal lebenswichtig ist was zu merken, bildet der körper bei menschen die regelmäßig saufen zusätzliche rezeptoren aus. daher verträgt man auch immer mehr alkohol. die werden mit größeren mengen betäubt, der körper baut noch paar mehr, will ja überleben, und immer so weiter.

    wenn man dann aufhört zu saufen hat man eine vielzahl mehr rezeptoren als für das leben nötig ist. es kommt dann immer wieder zur reizüberflutung. der körper baut die zwar wieder ab, aber das dauert eben ne weile. in der zeit erlebt man dann diese extremen gefühle. hier mußt du einfach durch, wenns zu schlimm wird frag deinen arzt ob er dir da helfen kann, auf keinen fall da eigenmächtig irgend etwas einwerfen. das verzögert unter umständen den rückbau und zieht nur alles unnötig in die länge.

    als ich wußte woher das kommt und das das aufhört konnte ich damit gut leben, dauert ja auch nicht ewig.


    doro

    hallo

    ich habe die ersten zeit, so ca 2 jahre, alle orte konsequent gemieden wo auch nur der hauch einer chance bestand das ich dort mit alkohol konfrontiert werde. danach war ich einigermaßen stabiel, will sagen ich konnte recht gut einschätzen wann mir was zu viel wurde und ich mich zurückgezogen habe. heute nach fast 10 jahren kann ich damit sehr gut umgehen, aber ich meide immer noch alles was ausschließlich dem trinken dient. ich bin selbstständig und habe einen stand auf mittelaltermärkten, für mich gehört es zur anmeldung dazu das ich sage das ich auf keinen fall in der nähe eines alkoholstands eingeplant werden möchte. natürlich kommen auch immer mal wieder menschen mit alkohol in der hand in mein zelt, das kann ich nicht verhindern und das macht mir in der regel auch nichts aus. aber eben nicht direkt neben dem met-stand, da wären wahrscheinlich 2 von 3 mit ner fahne unterwegs. ich kann den alkohol nicht aus dieser welt verbannen, aber ich kann für mich zusehen die konfrontation damit zu minimieren, denn völlig ausschließen geht nicht, da müßte man sich zu hause einigeln. denn vom prinziep her kann einem ja schon morgens um 7 der nachbar mit ner fahne übern weg rennen. wichtig ist eben sich selbst richtig einzuschätzen, sich nicht als held aufspielen und lieber mal auf was verzichten wenn man nicht so gut drauf ist.

    das ist was man ganz klar lernen muß, was triggert mich, wie komm ich da wieder runter, wie geh ich dem aus dem weg. auch das ist ja nun mal bei jedem verschieden, das kann bei manchen leuten einfach ein lied sein das sie beim trinken immer gehört haben, beim nächsten ein parfüm das die bedienung in der kneipe immer getragen hat. das hirn bildet da seine ganz eigenen verknüpfungen und da muß jeder für sich rausfinden wo sie bei ihm sind und dann eben einen bogen drum machen. mir macht der geruch von glühwein absolut nichts aus, ich fand das zeug schon widerlich als ich noch gesoffen habe, somit löst der bei mir keinen saufdruck aus, mit nem kühlen bier bei ner grillparty kriege ich da schon eher probleme, auch heute noch. ergo geh ich nicht auf grillpatys wo getrunken wird und bei mir bekommt keiner alkohol wenn wir grillen.

    sich in ne kneipe setzen um sich was zu beweisen finde ich persönlich ziehmlich dämlich.

    doro

    hallo flower

    du willst ja eigentlich bleiben, und uneigentlich willst du deinen partner ändern. der hat aber nur ein interesse und das ist der alkohol. er hat absolut kein interesse etwas zu ändern. du hast nun 2 möglichkeiten, entweder du nimmst den stress auf dich dein leben selbst in die hand zu nehmen, oder du nimmst den stress auf dich weiterhin sein leben zu leben. du hast die freie wahl. so einfach und so schwer ist das. er will nicht und punkt, je schneller du das begreifst je schneller kannst du dich frei machen. du kannst hier noch 100 fragen stellen, an seinem verhalten wird es nichts änder, ist hart aber nun mal die realität. es liegt in deiner hand wie du dein leben gestalltest. seins gestalltet er.

    doro

    hallo bluecloud

    ich kenn diese gefühl auch zur genüge. es dauert auch ne weile bis man mit sowas zurecht kommt. mich hat das auch lange beschäftigt und ich habe erkannt, das es in den aller meisten fällen so ist, das der abwerter selbst kein großes selbstwertgefühl hat. denn durch das abwerten eines anderen werte ich mich ja im gegenzug selbst auf. wenn ich mich selbst gut finde, wenn ich meinen platz gefunden habe, wenn ich zufrieden bin, dann habe ich es gar nicht nötig andere abzuwerten. diese sichtweise hat mir sehr geholfen mit meinen gefühlen bei solchen aktionen klar zu kommen. wer andere klein macht um selbst was sehen zu können, der kann nicht sonderlich groß sein. wer wirkliche größe hat, der akzeptiert andere wie sie sind. ich muß nicht jeden menschen mögen, aber ich muß nicht die die ich nicht mag schlecht machen.

    menschen die dich erniedrigen sind es in der regel nicht wert das du über sie nachdenkst. solche menschen ziehen einen eher runter, und das braucht man, grade am anfang, nun wirklich nicht auch noch. der einzige mensch dem du alles recht machen mußt bist einzig und allein du selbst.

    doro

    hallo frank

    mir ist der gleiche satz aufgestoßen wie hartmut. ich weiß nicht warum manche alkoholiker meinen sich mit ihrem konsum brüsten zu müssen und menschen die deutlich weniger trinken und vielleicht auch noch nicht alles verloren haben, nicht als alkoholiker akzeptieren. mir ist das echt zu hoch. alkoholiker bin ich wenn ich trinken muß, und dabei ist es egal ob ich "nur" 3 bier oder ne flasche schnaps brauche, es ist egal ob ich noch gesellschaftlich etabliert bin oder auf der parkbank wohne. ausschlaggebend ist allein der unkontrollierbare zwang trinken zu müssen. quartalssäufer sind auch alkoholabhängig.

    geh du deinen weg, du hast für dich entschieden das da was falsch läuft und das du das ändern willst. und genau das mach auch. ich wünsch dir ne schöne erfolgreiche therapie.

    doro

    hallo berliner

    ich meine das es auch hier eine gradwanderung ist. mein exmann ist auch alkoholiker, so wie ich, im gegensatz zu mir säuft er noch und deswegen ist er auch mein ex. da wir aber 4 kinder haben besteht eben auch noch zu seiner familie kontakt. die schweigen sein saufen konsequent tot, seine mutter verharmlost alles und stellt mich als die böse hin. ich habe es aufgegeben hier noch was zu sagen, auch wenn es wirklich gut gemeint ist wird es verdreht und als bösartiger angriff hingestellt. wenn die in ihrer erdbeerwelt glücklich sind dann sollen sie sich weiter was vormachen. von mir kriegen die nur noch klare ansagen wenn es mich betrifft.

    es muß jeder für sich selbst sehen das was nicht stimmt und erkennen was genau es ist. und, es muß dann auch die bereitschaft da sein was zu ändern. du mußt für dich was ändern, das was dich fertig macht. und da du die anderen nicht ändern kannst wirst du eben auch die nötigen lösungsansätze nur in dir selbst finden. ihr verhalten muß dir egal werden, dann bist du frei.

    doro

    hallo metallus

    kurz nach der wende waren wir im "osten" ein schloß besichtigen, ich bin mehr tot als lebendig mit lalülala im kh gelandet, der grund ist hier mal sekundär. der technische stand dort war eben dem westlichen 40 jahre hinterher. aber das war mir latte. die schwestern waren nett und man hat mir dort das leben gerettet. da hats nicht interessiert ob die wanne ne olle blechwanne war und die fliesen hundert jahre alt. das kh is toll weil ich noch lebe. so einfach is das.

    doro

    hallo loreia

    es ist eine normale reaktion der seele schmerzhafte erinnerungen auszublenden wenn man daran kaputt gehen würde. wenn du an dir arbeitest kann es gut sein das da vieles wieder hoch kommt. wichtig ist, das du dir als erstes erst mal wirklich bewußt machst das du keine schuld am trinken deines vaters hast. das ist wirklich der aller erste schritt. wenn dir das nicht nur oberflächlich klar ist, sondern wenn das wirklich in deinem tiefsten bewußtsein angekommen ist, dann kannst du auch die andernen dinge bearbeiten die dir das leben schwer machen. dann kannst du auch die kontrolle los lassen. vielleicht ist dazu auch professionelle hilfe nötig, das mußt du für dich heraus finden. mancher kanns ohne, kommt mit gesprächen die hier geführt werden da raus, mancher braucht ne therapie. sei ehrlich mit dir selbst, steh zu deinen gefühlen, dann wirst du wissen was du brauchst.

    doro

    hallo alle

    aus gegebenem anlass möchte ich hier mal ein paar dinge darlegen, denkanstöße geben, die vielleicht ein paar zeitraubende endlosdiskusionen verhindern werden.

    es gibt themen die hier im forum tabu sind. zb medikamente beim namen zu nennen oder diverse therapieformen genau zu besprechen.

    das sind keines wegs einsame entscheidungen von karsten um den leuten hier nen maulkorb zu verpassen, das resultiert aus erfahrungswerten und ist mit etlichen langzeittrockenen hier erarbeitet worden.

    fakt ist, das viele abhängige nach wegen suchen sich still und heimlich aus der sucht zu schleichen, das geht bei 99,9 % der leute schief und treibt sie nur noch schlimmer in die sucht. die menschen suchen gezielt in foren wie unserem nach hinweisen wie es denn gehen kann. da werden dann eben medikamente und auch therapien abgeschaut und im selbstversuch ausprobiert. hier brauchts keinen dr. titel um zu verstehen das das ganz böse nach hinten los gehen kann. medikamente und therapien sind nun mal vom arzt oder therapeuten zu überwachen, sie sind individuell und nicht einfach übertragbar. deteilierte beschreibungen haben somit hier einfach nichts zu suchen. hier kann nun mal jeder lesen und wir würden damit streng genommen anleitungen zum selbstversuch mit unter umständen tötlichem ausgang geben.

    das das nicht gehen kann, muß doch jeder verstehen. wir haben hier schließlich eine verantwortung. wir kennen die sucht, wir kennen die nasse denkweise und den selbstbetrug. das außer acht zu lassen wäre sträflicher leichtsinn. alle therapien, ob nun medikamentös oder psychologisch sind nun mal von fachleuten zu begleiten. detalierte angeben dazu haben daher hier nichts zu suchen.

    doro

    moin mami

    wenn dir der austausch hier zu wenig ist, du angst hast immer wieder in alte muster zu rutschen, vielleicht wäre dann eine ambulante therapie eine zusätzliche hilfe. du kannst dich doch mal unverbindlich bei der suchtberatungsstelle in deiner stadt informieren. die wissen ja nun ganz genau welche angebote in deiner stadt bestehen. aufräumen ist schon mal nicht schlecht, aber nicht nur die wohnung, sondern eben auch deine gefühlswelt. da ist dann hilfe von außen manchmal ganz sinnvoll, oft sieht man ja den wald vor lauter bäumen nicht.

    doro

    hallo mami

    hier meldet sich ne mama, wenn auch nicht mehr ganz tau frisch 8) aber als ich aufgehör habe zu saufen war meine jüngste von 4 auch grade erst 2. das ganze ist nun mittlerweile fast 10 jahre her, aber wie es in dir aussieht weiß ich genau. das kopfkino ist einfach immer da. das argument das man sich, als man besoffen in der ecke lag ja auch nicht kümmern konnte zieht nicht. man ist nüchtern und dann kommt nun mal als aller erstes das kind und sonst nüscht. ich kann dich da völlig verstehen. auch mein mann hat gesoffen und ich hatte nur meine mutter. aber es gibt hilfen, für alles mögliche. wichtig ist aber trotz allem, du mußt jetzt einfach eine gewisse zeit für dich in anspruch nehmen. auch wenn dich dein kind sehr braucht, du mußt dir diese zeit nehmen sonst kommst du nicht aus dem loch und dein kind hat dann gar nichts von dir, nicht nur mal paar stunden sondern evtl für immer.

    meine kleine hat schon mit ihren 2 jahren kapiert das mir die thera gut tut. ich habe ne ambulante gemacht. logo hat sie nichts von therapie und so verstanden, sie wußte das ich immer für paar stunden weg gehe um zu lernen keine stinkebrause (ihr name für bier) mehr zu trinken. sie hat schnell gemerkt das ich besser für sie sorgen konnte je öfter ich da hin ging und damit war das für sie auch richtig so. kinder sind nicht bescheuert, die kapiern meistens mehr als man glaubt.

    wichtig ist nun für dich einige freiräume zu schaffen in denen du an dir arbeiten kannst. auch wenn du am anfang ne weile brauchst um abzuschalten und nicht ständig an dein kind zu denke. du bringst dein leben in die reihe, denn dann hat auch dein kind was davon. wie tina sagt, wenn es dir gut geht dann auch deinem kind.

    doro

    hallo susi

    du überforderst deinen partner mit deinem wunsch nach zuspruch momentan vollkommen. er kann nicht auf dich eingehen, selbst wenn er wollte. trocken werden ist eine mental äußerst anstrengende und kräft zehrende sache. es ist nicht mit einfach nicht mehr trinken getan. er ist eben dabei sein komplettes bisheriges leben zu hinterfragen, fehlverhalten auszusortieren und neue wege zu suchen. damit hat man sooo viel zu tun das absolut kein raum ist um sich um andere dinge zu kümmern. das hat nichts mit lieblosigkeit oder gleichgültigkeit zu tun, es sind einfach keine kapazitäten frei. gib ihm die zeit die er braucht um mit sich und seinen gefühlen klar zu kommen, dann wird er auch wieder raum für deine befindlichkeiten habe. aber das dauert eben seine zeit. trocken werden ist auch für den partner eine anstrengende zeit, das ist nicht zu unterschätzen. du mußt jetzt einfach mal eine zeit lang mit dir selbst klar kommen, wenn du ihn ständig überforderst bringt ihm das eher rückschritte. lass ihn um eurer beziehung willen momentan einfach in ruhe, es wird sich wieder ändern, da bin ich sicher. es ist sehr schwer zu erklären was in der ersten zeit in einem vorgeht, gefühle kann man eben schlecht beschreiben, vor allem wenn der andere sie nicht kennt und es auch keinen vergleich gibt. nimm es einfach nicht persönlich, denn es hat einfach nichts mit deiner person zu tun, es ist sein kopfkino. vielleicht kannst du deine probleme eine weile mit einer guten freundin besprechen oder mit jemandem aus der familie, dein partner kann dir momentan nicht beistehen. such dir für eine weile einen ersatzzuhörer. diese phase dauert ja auch nicht ewig und wenn er da durch ist hast du wieder einen partner der immer ansprechbar ist und das ist es doch wert.

    doro

    hallo höckertier

    ich fürchte das du mit dem "die würdens nicht glauben" völlig richtig liegst, grade weil du ihnen den spiegel vor hälst. das ist wirklich nicht so einfach. einerseits hast du keinen bock auf solche diskusionen andererseits ist auch klar das sie, wenn auch auf andere art und weise, weiter gehen wenn du dich outest. grade auf nem dorf ist es schwierig sich da raus zu ziehen. sollten deine nachbarn auch abhängig sein, steht auch für sie der alkohol an erster stelle, verständniss wird es da nicht wirklich geben. nur wirst du in den sauren apfel beißen müssen und hier klare grenzen setzen. auch in nem dorf sind ja nicht alle abhängig und du wirst kontakte zu anderen knüpfen die bisher nen bogen um dich machten weil du eben gesoffen hast. das braucht alles bischen zeit, sowas ändert sich nicht von heute auf morgen. schau wo sich leute ohne alk treffen und gesell dich dazu, das wird schon.

    doro