Beiträge von dorothea

    hallo harry

    da sprichst du eine problematik an die leider oft immer noch übersehen wird. alkoholismus ist eine familienkrankheit und optimal wäre wenn auch die familie mit behandelt werden würde, partner und kinder auf für sie zugeschnittene weise. welche probleme sich ergben lesen wir hier ja nun tag täglich und wir hier wissen auch wie wichtig es ist, aber in der üblichen thera ist das einfach noch nicht angekommen. fakt ist das die beziehung durch aus eine chance hat wenn alle an sich arbeiten und nicht in den bisherigen verhaltensmustern verharren. denn das sich durch die sucht des partners/elternteils auch beim rest der familie krankhafte verhaltensveränderungen einschleichen und manifestiren ist ja nu keine neue erkenntniss. so lange es hier von seiten der thera kein grundlegendes umdenken gibt muß nun mal jeder part für sich selbst hilfe suchen. optimal ist anders, aber vielleicht redest du mal mit den therapeuten in wie weit hier eine gemeinsame oder zumindest paralel laufende begleitung möglich und sinnvoll ist.

    doro

    hallo harry

    ich seh da die unterscheidung wie pittchen und die anderen, gut oder böse ist da schlicht unsinn. aber ein unterschied in der schwere ist schon da, manchen reicht es einige wenige bier oder wein zu trinken, andere müssen notfalls sogar putzmittel oder ähnliches trinken. alkoholiker ist man wenn man trinken muß, punkt. die kontrollverluste sind anfangs noch relativ leicht, aber mit den jahren wird es einfach immer schlimmer, da geht kein weg dran vorbei. je eher man seine krankheit einsieht um so weniger schäden hat man angerichtet, das hat aber nun wirklich nichts mit gut und böse zu tun.

    doro

    hallo ihr

    mal ne andere frage, was ändert es an unserer ist situation wenn wir einen schuldigen ausmachen? absolut nüscht. ich meine, einer allein ist an einem verkorksten leben in den seltensten fällen schuld, da spielen soooo viele faktoren zusammen. ich hab das am anfang auch gemacht, nach schuldigen gesucht, bis mir klar wurde das ich die zeit viel besser dafür nutze das jetzt so zu gestallten das es mir gut geht. ich hab wieder angefangen zu lesen, am liebsten in der wanne bei leiser musik. bin in die natur gegangen und habe die pflanzen und tiere angeschaut. die kümmern sich auch nicht um gestern, die leben im hier und jetzt. die kennen keine sorgen. davon hab ich eine menge gelernt. man kann sich noch sooo viele gedanken um das gestern und morgen machen, aussschlaggebend ist das jetzt, das unter umständen alle planung über den haufen wirft. ich denke das die suche nach schuldigen uns in einer situation verharren läßt, sie hindert uns daran zu leben. gefangen in der vergangenheit. das ist destruktiv.

    doro

    hallo georg

    ja ich geb dir recht, am anfang ist man voll auf damit ausgelastet seinen kopf aufzuräumen, dafür ist die shg ne super gute hilfe. wenn das abgeschlossen ist muß man aber anfangen sein leben aufzuräumen, sonst bleibt es ein kampf abstinent zu leben. ich hab für meine kopf bestimmt ein jahr gebraucht, da war sooo viel durcheinander. hätt ich in der zeit auch noch begonnen mein leben umzustrukturieren, ich glaub das wär nach hinten los gegangen. meine kinder waren relativ klein damals und haben mich entsprechend gefordert, das dann in kombination hätte mich überfordert. also eins nach dem anderen. nach 2 jahren war das dann aber geschafft, und mal ehrlich was sind 2 jahre aufräumen gegen fast 20 jahre saufen und alles zerstören. heute denk ich nur noch mit schrecken an diese zeit zurück, auch wenn heute nicht alles gut ist, besser als damals ist es alle mal.

    doro

    hallo georg

    gut das du das mal so klar ansprichst, es ist so wichtig sein leben zu verändern, ansonsten ist es nur eine existenz und kein leben. ich kann dir mit meinen 9 jahren ja nu nicht das wasser reichen, aber ich habe eine gute therapie gehabt wo mir von anfang an die wichtigkeit der veränderung und einer shg klar gemacht wurde. so konnte ich nach etwa ein bis 2 jahren wirklich wieder weitestgehend normal leben.

    das mit den kindern ein trinken und in die kneipe gehen kenn ich aber auch, für meine familie war es völlig normal das wir kinder bei einem familienessen ein glas wein bekamen auch einen schnaps danach. mein bruder ist seit nun fast 12 jahren tot und ich bin da auch nur dicht dran vorbei. nur gelernt hat meine mutter nichts draus. sie wollte auch meinen kindern als die noch klein waren alk geben, den streit und mein gehen versteht sie bis heute nicht. ihr problem.

    doro

    hallo ihr

    ich meine, das hier eine gesunde mischung sein muß. am anfang risikominimierung um jeden preis, weil-> keine erfahrung. mich triggert senf oder parfüm nicht weil ich das auch vom kopf her nie mit alk in verbindung gebracht habe. wer so stark abhängig war das er das zeug bei entzug sogar gesoffen hat ( putzmittel, spiritus, parfüm), klar das der da nen riesen bogen drum machen muß. auch sind oft gerüche und klänge/geräusche völlig unbewußt im kopf mit alkohol verbunden, und hier wirds gefährlich. darum ist ein gang über den weihnachtsmarkt für viele eben ein risiko. unser hirn stellt oft die seltsamsten verknüpfungen her und plötzlich ist der druck da und man weiß manchmal überhaupt nicht warum. je länger man trocken ist um so besser weiß man um diese verknüpfungen. dem kann man auch im alltag nun mal nicht immer entgehen, das ist utopisch. da muß ich lernen mir gegenmaßnahmen bereit zu halten. das alles braucht aber zeit und daher ist am anfang nun mal die risikominimierung das einzige was man anraten kann. hier zu sagen, ich muß das ja lernen also kann ich doch gleich damit anfangen wäre unter normalen umständen zwar logisch, aber bei unserer krankheit kann das eben auch tötlich enden wenn man in so ne triggerfalle tappt. daher ist es für uns eben notwendig erst mal im kopf trocken zu werden, zu lernen was mach ich im notfall, wie geh ich mit saufdruck um, und dann kann ich genau hinschauen was den denn bei mir auslösen könnte. das ist nicht in paar wochen getan, das kann jahre brauchen, aber es geht um mein leben, da kann ich mal ne weile kürzer treten. all die jahre im suff hab ich ja nu auch nicht wirklich gelebt, da kommts dann auch nicht auf ein oder zwei weitere an.

    doro

    moin georg

    dann möchte ich auch mal herzlich willkommen sagen.

    deine abstinenz kann sich jeder nur zum vorbild nehmen. auch finde ich klasse das du in deinem alter noch mit dem pc anfängst, meine mama ist in deinem alter und die guckt mir zwar oft ganz interessiert zu wenn ich im net was für sie suche, aber selbst in die tasten haun, näää niiiiie nich. das mit dem tippen wird auch mit 2 fingern mit der zeit schneller, vielleicht gibts ja dann doch irgendwann einen lebenslauf. oder such dir im net nen schreibmaschinenkurs, gibts sicher auch, da lernst du welcher finger auf welche taste gehört. ich muß nicht mal mehr hingucken beim tippen, so gut geht das mit der zeit. ist nur ein vorschlag, weil, ich bin ja gaaaaar nicht neugierig. :lol:8)

    doro

    hallo lavendel

    ist das schööööön mal wieder von dir zu lesen. bei dir hat sich ja mächtig viel getan. das hasenrezept scheint ja nachhaltig gewirkt zu haben 8)

    bei mir hat sich auch ne menge verändert, ich hab nu nen shop in net, verkaufe schmuck, räucherkräuter und dekoartikel auf diversen märkten, vor allem mittelalter. das macht echt spaß auch wenn es noch seeeehr schleppend läuft. aber ich komm unter leute und irgendwann bin ich frei von der arge. (deren ideen waren nämlich schrott).

    ich würde mich freuen etwas öfter von dir hier zu lesen, du bist ein prima beispiel dafür das man sein leben befreien kann.

    doro

    hallo thassilo

    ich habe dich mal hier zu den kindern verschoben, hier bist du mit deinem problem besser aufgehoben. für ein kind ist das problem ja doch ein anderes als für einen ehepartner. hier wirst du mehr antworten bekommen.

    ihr solltet daruf schauen was ihr tun könnt das es euch besser geht, nicht wie ihr es schafft das es dem vater besser geht. solange er seine krankheit nicht einsieht ist es nämlich ganz einfach ihn glücklich zu machen, mit ner pulle. euch gehts dann aber mies. ein alkoholiker braucht zumindest einen funktionierenden co um seiner sucht zu fröhnen. ihr würdet ihm tatsächlich mehr helfen wenn ihr ihm nicht mehr helft. das ist nicht einfach, der kopf weiß das aber das herz will nicht mit. hier kannst du lernen kopf und herz in einklang zu bringen, für dich, damit es dir gut geht.

    doro

    hallo

    ich hab nur die frage gelesen, nicht alle 6 seiten beiträge, ich möchte auch nur die frage beantworten wie ich den weg aus der sucht für mich persönlich erlebt habe.

    ich habe lange rumgeeiert, trinkpausen gemacht. ich wußte lange das ich abhängig bin. es gab immer gründe warum ich nichts unternehmen konnte. heute weiß ich das die nur in meinem nassen hirn existierten, für mich waren sie aber real.

    als ich dann meinen tiefpunkt hatte ging alles rasent schnell. am nächsten tag kh und dann ein mal die woche in die auffangstelle der suchthilfe bis die thera bewilligt war. es viel mir leicht nicht zu trinken, ich hatte keinen saufdruck. es war was passiert in meinem kopf, irgendwie war ein schalter umgelegt. ich habe nicht mehr nach gründen gesucht sondern wege gefunden. ich weiß nicht was passiert war, ich weiß nur das was passiert ist was meine einstellung zu der sache von jetzt auf gleich auf den kopf gestellt hat. der kampf war von einem moment auf den anderen zu ende, da war nur noch nicht mehr trinken zu wollen. der druck war weg. ich kann es schwer beschreiben was da vorging, ich weiß nur das ich von dem tag an wußte das ich nie wieder ein bier anfassen werde. es ging einfach so.

    doro

    also jetzt muß ich mal ganz klar sagen, stop lena du suchst jetzt alle schuld bei dir und das ist nun mal unsinn. schuld hat man dann wenn man etwas wider besseres wissen tut. und das hast du nun mal nicht. fakt ist, deine tochter hätte etwas anderes gebraucht, nur war das weder dir noch ihr wirklich bewußt. das wird euch erst jetzt klar, jetzt wo es dafür zu spät ist. punkt!

    im hier und jetzt braucht jeder von euch zeit für sich, zeit zu verstehen, zeit herz und hirn in einklang zu bringen. das geht nicht von heute auf morgen, das ist auch nicht mit ner umarmung getan. da hilft auch alle liebe nicht die ihr für einander habt. hier ist die zeit der punkt. gebt sie euch, das ist ganz wichtig. auch meine mutter hat in meiner kindheit viel falsch gemacht, aber dafür verurteile ich sie nicht, sie wußte es eben nicht besser, aber auch ich brauchte zeit um das alles zu erkennen und zu verarbeiten und dann das beste daraus zu machen. das ist das was ich meinte als ich dir sagte das es jahre braucht um da wirklich raus zu kommen. bei deiner tochter und ebenso bei dir. brech da nichts übers knie und nimm es nicht zu persönlich wenn sie dir nicht bei jedem besuch gleich um den hals fällt. sie ist eben sehr mit sich und ihren gefühlen beschäftigt, muß lernen sie richtig einzuordnen, negative gefühle auszuhalten, die dinge richtig zu bewerten. das kann ein nasser alkoholiker nicht.

    ich vergleich das mit auto fahren, wenn man den führerschein neu hat nimmt man jedes schild, jedes hinderniss alles einfach sehr bewußt wahr. es ist sehr anstrengend sich richtig zu verhalten und fordert die ganze konzentration. wenn man paar jahre fährt sieht man die schilder gar nicht mehr bewußt, man reagiert ohne nachzudenken einfach richtig. so ungefähr kannst du dir eure situation eben vorstellen. bei euch beiden. ihr seit eben sehr damit beschäftigt zu schauen was ihr wie machen müßt das für anderes kein raum ist. akzeptiert das einfach so. es wird mit der zeit leichter. irgendwann ist es wie das fahren routine und dann kann man auch andere dinge wahrnehmen als stur auf die straße zu schauen. hab geduld, das braucht seine zeit aber es wird besser.

    doro

    hallo lena

    es ist nicht einfach allen kindern wirklich gerecht zu werden, das weiß ich selbst sehr genau, ich habe 4. grade wenn eines schwierig ist und die anderen sehr "pflegeleicht" erscheinen kommt man ja gar nicht auf die idee das da was falsch laufen könnte. ich denke auch das alkoholiker sehr empfindsame menschen sind die ihren frust und kummer im alk ersäufen weil sie mit den gefühlen nicht klar kommen und keinen damit belasten wollen. genau das muß deine tochter lernen, hilfe annehmen wenn man selbst kein land mehr sieht. über gefühle und probleme reden statt sie zu ersäufen. auch du mußt da einiges lernen, es wird für euch beide nicht einfach sein. aber lass die selbstvorwürfe, die bringen einen kein stück weiter. die vergangenheit läßt sich nicht ändern. vor allem hast du ja nichts mit vorsatz falsch gemacht, ergo ist da auch keine schuld. es ist wie es ist, daraus müßt ihr jetzt einen weg finden. für euch beide, das ihr jeder für sich ohne schuldgefühle in den spiegel schauen kann. du hast schon vieles gelernt, wenn du das dann auch umsetzen kannst wird es euch beiden mit der zeit immer besser gehen.

    doro

    hallo poster

    ich bin nun seit über 9 jahren trocken, meine freunde feiern mit mir partys bis zum morgen ohne alkohol, mein lebensgefährte trinkt so gut wie überhaupt keinen alkohol, wenn ihm mal danach ist fragt er wie es mir an dem tag damit gehen würde. und er trinkt wenn dann mal ein bier beim grillen. er betrinkt sich nicht. ich habe ihn noch nie betrunken gesehen. er braucht das zeug nicht so wie wir es gebraucht haben, für ihn und auch meine freunde ist das überhaupt kein thema hier nicht zu trinken. sie sind nicht süchtig und es ist vollkommen wurscht ob alkohol da ist oder nicht. ein mensch der nicht süchtig ist stellt gar nicht die frage ob alk da ist. dir ist ja auch wurscht ob es auf einer party coks gibt oder nicht wenn du damit nichts zu tun hast. du siehst das eben noch aus dem blickwinkel des alkoholikers und da ist nun mal die erste frage die nach dem stoff. meine partys sind trocken aber nicht dröge, so wie meine freunde. ich geh auch mal aus, auch kein thema, aber das habe ich erst wieder gemacht nachdem ich etwa 1-2 jahre abstinent war und meine grenzen und suchtpunkte gut kannte. ich habe auch keine probleme damit mich von einer party zu verabschieden wenn ich feststelle das es mir zu stressig wird. meine freunde wissen das und akzeptieren das auch. bei den meisten gibt es mittlerweile auch keinen alkohol mehr weil sie einfach gemerkt haben das es ohne das zeug viel entspannter ist und man am nächsten tag auch deutlich weniger putzen muß :wink:

    wie gesagt, du siehst das alles noch aus dem blickwinkel des alkoholikers, andere sehen das völlig anders. hier ist einfach ehrlichkeit und reden wichtig. sagen wie es einem geht, wie man sich fühlt, was situationen mit einem machen. über diese dinge denken nicht süchtige überhaupt nicht nach weil es nicht ihr thema ist, aber wenn sie deine freunde sind werden sie es dir zu liebe tun. es geht schließlich um dein leben.

    doro

    hallo ette

    da ich wein in soßen noch nie mochte hab ich da auch nie welchen rein gekippt. hat sich auch nie jemand beschwert. schmeck sie halt anders ab. nimm frische kräuter, evtl ein bischen o-saft, etwas johannisbeersaft. damit hast du auch süße, säure und fruchtigkeit. gib etwas geschälten boskopfapfel dazu, der zerkocht auch und macht alles etwas sämiger. experimentier doch beim kochen einfach ein bischen. ich hab für sowas so 2 gaaaaanz kleine töpfe, wenn ich mir mit was nicht sicher bin kommt zb von der soße da 2 löffel rein und ich geb dann mein testgewürz dazu. wenns in die hose geht kipp ich nur die 2 löffel soße weg.

    doro

    hallo lena

    ich würde die worte der ärztin nicht unbedingt sooo negativ werten. deine tochter ist sehr krank, aber jetzt ist sie auf dem richtigen weg, sie ist in den händen von ärzten die ihr helfen können und wenn sie hier mitzieht wird sie auch wieder auf die füße kommen. die ärztin wollte dir wahrscheinlich nur sagen das es noch ein weiter weg ist, das das ganze nicht mit dem aufenthalt in der klinik abgeschlossen ist, sondern sich wirklich über jahre hinzieht. aber das weißt du doch schon. mach dich jetzt nicht verrückt. atme durch und genieß jetzt mal die zeit für dich in der sie im kh ist. jetzt kann nichts passieren. sie hat den anfang gemacht. sie wird sich ein leben lang mit der krankheit auseinander setzen müssen, aber damit kann man leben. ich lebe damit nun seit 9 jahren und mir geht es prima. sie wird auf vieles achten und auf einiges verzichten müssen, aber das ist alles halb so wild. sie wird es lernen. lass du jetzt mal los, du kannst es jetzt. genieß weihnachten.

    doro

    hallo fatima

    hm, was soll man da sagen, möglich sind trinkpausen genau so wie die möglichkeit das du einen quartalssäufer vor dir hast. da ist das verheimlichen und vertuschen noch recht gut möglich, und selbst wenn das nicht mehr der fall ist, die wenigsten schauen hin. meine schwiegermutter meinte neulich mein ex säuft nicht, der trinkt ab und zu mal ein bier. als wir uns trennten war er bei 12 halben täglich, das ist so viel wie ne falsche schnaps. und auch der rest der familie hüllt sich in betretenes schweigen wenn das thema angesprochen wird. selbstbetrug, verleugnung, schönreden. ich hab für mich die konsequenzen daraus gezogen, die drüfen sich auch weiterhin selbst verscheißern, aber ohne mich. abstand halten und die eigene tür zu machen ist da einfach der einzige weg. jeder alkoholiker muß ganz allein für sich erkennen das er krank ist und hilfe braucht.

    doro

    hallo bambi

    hm, klar ist er krank, nur mal ne frage, was machst du wenn du krank bist? zum arzt gehen oder? ich bin trockene alkoholikerin, ich mußte erst richtig auf die schnautze fallen bis ich kapiert habe das ich was ändern muß. und genau das muß dein vater auch. ist vielleicht sogar noch zu viel das dein bruder sich kümmert. was wäre denn wenn er tot wäre? mal ganz bösartig ausgedrückt, ihr hättet endlich euren frieden, und er auch. versuch deinen kopf und dein herz in einklang zu kriegen, hol die zur not hilfe bei nem therapeuten, die suchthilfe in deiner gegend kann dir da bestimmt nen tipp geben. ich weiß wie mies du dich fühlst, ich weiß das es dir regelrecht den hals zuschnürt wenn du daran denkst, aber wo bleibst du dabei? sieh doch mal wie egoistisch er eben ist, er denkt nur an sich und seine sucht, wie mies es euch damit geht sieht er nicht. alle sind schuld alle sind böse und er ist das arme unverstandene opfer. diese verdrehte welt hatte ich in nassen zeiten auch im kopf. bei allem verständniss für die krankheit, man kann sich darauf aber auch ausruhen. es ist nicht einfach da raus zu kommen, keine frage, aber man sollte zumindest mal seinen hintern bewegen und einen anfang machen. hilfen hat er von euch da doch sicher eine menge bekommen. vielleicht hilft es dir ein bischen abstand zu kreigen wenn du mal wütend bist auf ihn. auf die art wie er sich erlaubt dein leben zu bestimmen.

    doro

    hallo abafazi

    das verdrängen und nicht wahr haben wollen ist eine völlig normale reaktion und gehört dazu. es ist auch sehr schwer sich mit dem gedanken abzufinden. ich würde nicht anders reagieren. wichtig ist sich damit langsam vertraut zu machen und auch wenn das sterben eine tatsache ist muß es nicht automatisch das hauptthema sein. da gibts noch so vieles anderes was man sagen und tun kann. genießt die gemeinsame weihnachtszeit soweit es seine krankheit zu läßt.

    doro

    moin kaleu

    ich habe nie glühwein getrunken, nur mal probiert, so habe ich im letzten jahr dann mal den kinderpunsch von meiner kurzen gekostet. es erinnert sehr an glühwein, ich würds nicht noch mal tun. aber man kann sich ja auch selbst was mischen wenn man der sache auf dem markt nicht traut. holundersaft, o-saft, apfelsaft johannisbeersaft mit zimt und anis aufkochen evtl zitrone dazu. kann man auch mit tee mischen. ich mach das ab und an weils einfach schmeckt und ich wie gesagt keinen bezug zu glühwein habe. da ist die kopfsache eben seeeehr!!! wichtig.


    doro