Beiträge von dorothea

    Moin meine Liebe, sag mal, kann es sein dass du dir irgendwie die Schuld gibst für seinen Tod.? Das du glaubst nicht genug getan zu haben? Ich meine Cos einrede das sie Schuld haben ist ja nu Usus bei Alkis.

    Wie ist das bei dir? Siehst du eine Schuld bei dir? Das wäre dann der Punkt an dem du ansetzen solltest, denn du hast keine Schuld.

    Nein zum Einkaufen muss man nach Tangerhütte. Aber da können wir uns auch zusammen tun. In mein Auto passen 7 Leute rein.

    Der nächste Bahnhof ist in Mahlwinkel das sind 3-4 km von hier. Kaste nicht verfehlen. Musst du zwangsläufig durch wenn du her kommst.

    Hm, wie wäre es mit Grenzen setzen. Und zwar klar und deutlich. Solange du dir diese Respektlosigkeit bieten lässt und dich verstecken willst statt dich Grade zu machen und zur Abwechslung auch mal zu brüllen werden dich alle wie gewohnt weiter behandeln. Du bist am Zug, du hast viel verändert, mach nu den nächsten Schritt und fordere den dir gebührenden Respekt. Die Sucht in Griff kriegen ist eine echte Leistung die die wenigsten schaffen. Das solltest du dir klar machen, und der nächste Schritt, Respekt verschaffen.

    Wir sind auch beim essen dabei. Die Wanderung machen wir ganz spontan, wenn alle da sind und sich von der Fahrt erholt haben. Ich brauche keinen Vorlauf, mich kann man auf jeder Wiese aussetzen 😉

    Ich bin ja nu schon da. Und wegen Platz zum Grillen macht euch mal keine Gedanken, wenn kein Platz im Pavilion mehr ist setzen wir uns bei mir hin. Da sind Hase und ich ganz schmerzfrei so paar Leute kriegen wir schon unter.

    moin sam

    mein schwager hat es mal treffend formuliert. "säuft der schwiegervater weil die schwiegermutter so ist oder ist die schwiegermutter so weil der schwiegervater säuft.?" ich denke das trifft des pudels kern. schuldzuweisungen in die eine oder andere richtung von außen halte ich für problematisch. man sieht ja immer nur eine seite der medallie. und vorausgesetzt der alk war nicht vor dem partner da können da durchaus dynamiken eine rolle spielen die sich gegenseitig negativ beeinflußt haben.

    das jetzt aufzudröseln halte ich eben für müßig, du solltest eben schauen das du trocken bleibst und schauen ob deine ehe zu retten ist. dabei solltest du aber auch versuchen realistisch zu sein und wenn es eben nicht mehr klappt auch das akzeptieren. damit hast du eben genug zu tun. alles andere kann man später bearbeiten so man es dann überhaupt noch für nötig hält.

    moin sam

    versuche dich abzulenken. ich kann nachvollziehen wie es dir geht, das gegrübel hatte schließlich jeder. der punkt ist, woher soll partner kinder eltern kollegen und wer da alles sonst noch mit im boot sitzt wissen das es diesmal ernst ist, das es diesmal anders läuft?

    meine kinder haben es auch eine ganze weile nicht geglaubt, mein mann hat weiter gesoffen und mich eher als bedrohung angesehen. meine mutter war natürlich auch seeeehr skeptisch. logisch, woher sollte sie es denn wissen, es ist doch nur in unseren köpfen geschehen, diese klick, dieses ich muß jetzt was ändern. wieviele halbherzige versuche gab es, bei jedem von uns, paar tage, wochen, monate. und dann doch wieder zurück ins alte muster. woher sollen sie wissen das es diesmal wirklich anders ist.

    das werden sie merken wenn wir wirklich sichtbar was ändern und das auch über eine ordentliche zeit durchziehen. so sehr mich meine kinder auch lieben, aber auch sie brauchten zeit um wirklich zu glauben, merken, realisieren das es nun wirklich ernst ist und ich trocken werde. ich habe gemerkt das sich der emotionale scherbenhaufen mit dem physikalischen zusammen aufräumt. also indem ich anfing mein äußerliches leben aufzuräumen, wohnung, garten, usw. habe ich ganz automatisch auch die anderen schäden beseitigt. das vertrauen, die liebe, alles fand wieder seinen raum. was noch zu retten war habe ich gerettet, was zu sehr zerstört war habe ich gehen lassen.

    guck das du ein hobby findest. ich weiß nicht was dir liegen würde aber es gibt so vieles was man tun kann. wenn dir so gar nichts einfällt schau mal in katalog von der volkshochschule oder so. da wird von sprachen und computer über fotografie bis stricken und töpfern alles. damit tust du nicht nur was dafür das deine grauen zellen wieder in die gänge kommen sondern lernst auch gleich noch andere menschen kennen die wahrscheinlich eher weniger saufen. und natürlich wird so auch das gegrübel weniger, du läßt dir und deiner partnerin luft und zeigst gleichzeitig noch mal das du wirklich was ändern willst. aber vor allem ist es für dich wichtig, rumsitzen und grübeln ist auf dauer eine echte rückfall falle. ab und zu ist es ok aber eben nicht auf dauer.

    ich denke auch das es völlig normal ist, du hast ihn ja trotz allem geliebt. da kann man doch gar nicht in so kurzer zeit wieder auf normal schalten. in früherer zeit war das "witwenjahr" das kam ja nicht von ungefähr- in der zeit hatte es niemand zu wagen einer witwe einen heiratsantrag zu machen. weil es einfach die regel ist das die trauer so lange anhält. natürlich gibt es ausnahmen, in beide richtungen, aber so ein jahr ist wohl die zeit die die meisten brauchen um so einen verlust zu verarbeiten.

    hast du denn niemanden mit dem du mal reden kannst? wo du dir mal all deinen frust und die trauer, die ganzen probleme die du hast allein zurecht zu kommen, von der seele reden kannst. jemandem mit dem du auch intime dinge besprechen kannst ohne das es die ganze welt zu hören bzw lesen bekommmt. fühl dich mal gedrückt-

    das was undee schreibt kenn ich auch, bei mir ist allerdings der nerv bei einer kiefer-op beschädigt worden und hat umgehungen gebildet die nu kaum zu erwischen sind. noch mal, es hat nichts mit der menge des betäubungsmittels oder der tiefe der betäubung zu tun sonderen lediglich mit der länge die sie andauert. wenn eine betäubung gar nicht wirkt gibt es ein anderes problem.

    ich glaube nicht das es all zu viel mit der dosierung zu tun hat, ich glaube das die einfach den gashahn nicht so früh zudrehen wie bei menschen die keine sucht haben. da kann ja schon eher aus gemacht werden, zum nähen zb, die pennen ja in der regel noch 2 std nach der op. ich war wie gesagt schon auf dem weg aus dem op zum aufwachraum hell wach.

    es ist schon wie carl es sagt, nicht süchtige können nicht nachvollziehen wie schwer es ist aus einer sucht raus zu kommen. manchmal hilft es im gespärch wenn das gegenüber raucht. mein spruch, ja dann rauch doch einfach nicht. da kommt für viele der aha effekt. janee, das geht ja auch nicht so einfach, da ist so mancher schon mitten in der nacht 10 km zur tanke gefahren um noch kippen zu kriegen. da kriegen manche dann doch ne idee das es mit einfach nicht trinken eben auch nicht getan ist. seis drum, es geht hier ja nicht darum anderen den ausstieg zu erklären. dir geht es eben gut und das ist wichtig.

    moin rno

    die menge ist hier tatsächlich uninteressant weil da tatsächlich jeder mensch anders reagiert. sie muß während der narkose bestimmte werte im auge behalten und darauf reagieren, das geht im vorfeld nicht pauschal. stell dir mal vor was dein blutdruck und puls machen wird wenn du mitten in einer op zu bewußtsein kommst, nur mal als beispiel. was da nu genaue anzeichen sind weiß ich nicht, bin ja kein anästhesist. aber das der puls durch die decke geht ist für mich logisch.

    moin bergdohle

    alkoholismus ist erst seit dem 18.juni 1968, nebenbei mein 5. geburtstag :/. als krankheit anerkannt in deutschland. die co abhängigkeit ist es bis dato nicht. daher wird es logischer weise auch nicht gelehrt. somit kann dein doc da nichts wissen wenn er noch nie das private vergnügen damit hatte. klär du ihn auf. wird auch ihm weiter helfen.

    die müdigkeit kommt auch daher das dein körper damit zu tun hat langsam auf normalbetrieb zurück zu bauen. dann denkst du auch über sehr viel mehr nach als im suff und deine gefühlswelt ist nüchtern ja auch anders, all das verbraucht ressourcen und du bist müder als üblich. auch ein völlig normales phänomen. das ist aber in der regel nach 2 bis 3 wochen durch.

    hast du dir schon mal gedanken gemacht womit du deine bisherige saufzeit sinnvoll füllen kannst. ein gescheites hobby kann da sehr helfen. etliche fangen an mit laufen oder anderem sport, ich male und handarbeite, andere haben die fotografie entdeckt. oder mal einen kurs in der volkshochschule oder den familienbildungsstätten der kirchen, es füllt die zeit, lenkt ab und fördert das wohlbefinden sowie den bekanntenkreis.

    moin r/no

    is doch alles glatt gegangen, du hast gesagt das du alki bist, damit weiß sie worauf sie bei der narkose achten muß und gut. das ist ihr täglich brot. für dich war es etwas besonderes da du es noch nicht oft gesagt hast, sie hört es sicher alle paar tage mal. prima das du alles gut überstanden hast. erhol dich gut.

    moin meine liebe

    also meine leberwerte waren immer top und glaub mir, ich bin alkoholikerin. ich glaube ehrlich gesagt kaum das ein arzt so eine aussage getätigt hat weil der im grunde weiß das man das allein an den leberwerten nicht festmachen kann, da müssen andere werte erhoben werden. dein mann wird es schon so gedreht haben mit "ab und zu mal ein bierchen zum essen" und der doc sagt dann, ihre leberwerte sind ok, spricht nichts gegen das bier zum essen. ein uneinsichtiger alki versteht da, ich bin nicht süchtig und kann weiter saufen. bin ziemlich sicher das da so ein schuh draus wird.

    lass dich nicht verunsichern in dem was du wahr nimmst. nemm es für wahr, denn das ist es auch.

    moin sam

    das sortieren der gefühle stellt für viele eine enorme hürde da. im suff versinkt man ja gern in selbstmitleid bis hin zur depression, was allerdings alkoholbedingt ist und sich ohne alk dann auch reguliert. rauszufinden was ich wollte fiel mir extrem schwer, es war sehr viel leichter erst mal abzustecken was ich nicht mehr will. ich hab mir da ein ganz kleines büchlein für angeschafft das hab ich "geteilt" forn hab ich reingeschrieben was ich will, in die hintere hälfte was ich nicht mehr will. hinten wurde es recht zügig beschrieben. forne hat es gedauert. wie konnte ich was wollen, ich hatte doch mann und kinder und überhaupt wer bin ich denn. aber das hat sich auch geändert. so nach nem halben jahr füllte es sich dann auch forne. und nach einem jahr habe ich dann begriffen das ich die gleichen rechte habe wie alle anderen auch. ich habe deswegen nicht angefangen andere zu überfahren, allerdings lasse ich mich auch von niemandem mehr überfahren.

    das ändern der gewohnheiten vergleiche ich gerne mit den tiefen fahrrinnen auf alten burgen, wo die wagen cm tiefe spuren in den stein gegraben haben. die wirken wie schienen. je tiefer die sind um so schwerer ist es da raus zu kommen und es ist sehr schwer auf dem glatten stein zwischen den rinnen halt zu finden. hier müssen neue spuren eingefahren werden die uns halt geben und verhindern in die alten spuren zu rutschen. das dauert und erfordert höchste achtsamkeit. und alk in reichweite wirkt wie schmierseife auf der glatten fläche.

    es steckt niemand in deinen schuhen, den weg gehen mußt du alleine, aber wir stehen neben dir und sagen wo es rutschig ist und du besser nicht hintrittst. ich kann heute durchaus in ein gasthaus gehen ohne das mich der alk anspringt, ich kann auch bei freunden sitzen die was trinken. aber alle wissen das ich trocken bin und kommentarlos gehe wenn es mir zuviel wird. und da lass ich mir auch nichts einreden von wegen noch bißchen weil grad so lustig ist. nein, ich gehe wenn es anfängt für mich anstrengend zu werden. das mußte ich aber auch erst lernen meine gefühle zu achten, zu deuten, einzusortieren. war doch vom alk ewig alles zugeschüttet. in der regel hat man sich nach nem jahr so einigermaßen sortiert und es wird einfacher aber am anfang ist halt aller höchste wachsamkeit geboten.