Beiträge von Zwergin

    Hallo ihr Lieben,

    habe mich in meiner neuen Wohnung schon sehr gut eingelebt und mir gefällt es hier super. Nur psychisch geht es mir nicht so gut. Habe oft Schwächeanfälle und starken Schwindel. Ich denke das wird von heute auf morgen nicht verschwinden, sondern wird seine Zeit brauchen.

    Mein xy ist seit fünf Tagen in der Klinik beim Entzug. Habe ihn dort hingefahren und habe ihn gestern zusammen mit unserem Sohn besucht.
    Seit ich ihm vor vier Wochen gesagt habe, das ich ausziehen werde weint er jeden Tag und er bemüht sich sehr um mich weil er mich zurück haben möchte. Er hat seitdem tagsüber nichts getrunken (nur Abends). Er sagt mir jeden Tag wie leid es ihm tut was er mir mit seiner Sauferei angetan hat. Habe endlich mal wieder gemerkt wie schön es ist miteinander zu reden ohne das man "angelallt" wird.
    Ich liebe ihn immer noch, aber ich arbeite mit meinem Verstand und werde auf jeden Fall vorerst hier in meinen eigenen vier Wänden wohnen bleiben. Xy muss erst mal beweisen, das er es ohne "Stoff" aushält. Niemand kann sagen ob er es schafft. Wenn ich wieder bei ihm wohne und er wird Rückfällig geht das ganze Theater von vorne los. Man kann ja auch eine Beziehung in getrennten Wohnungen führen.


    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
    Zwergin

    Hallo,

    bin gerade voll beschäftigt mit dem Renovieren meiner neuen Wohnung. Bin jetzt fast fertig und freue mich auf den Einzug in vier Tagen. Andererseits tut es mir schon irgendwie weh nach so langer Zeit das Alles hinter mir zu lassen.
    Mein xy hat mir gestern einige Gemeinheiten an den Kopf geschmissen. Ich war total fertig. Er hat sich danach wieder entschuldigt und möchte kommende Woche in die Klinik zu Entzug gehen, in der Hoffnung das ich wieder zurück komme. Mal schauen ob er es wirklich macht. Ich habe gesagt, das ich ihm nicht versprechen kann das ich irgendwann mal wieder bei Ihm einziehe wenn er es schafft. Ich brauche erst mal Ruhe und Abstand in meinen eigenen vier Wänden.

    Habe am Wochenende vielleicht keinen Internetzugang, da in meiner Wohnung wahrscheinlich erst an Montag der Zugang freigeschaltet wird.


    Liebe Grüße
    Zwergin

    Hallo Ihr Lieben,

    vielen Dank für Eure Antworten.

    Als ich meinem xy eröffnet habe, das ich ausziehe war er geschockt.
    Seine Reaktion war anders als ich dachte. Er hat mich angefleht, ich soll mir das doch nochmal überlegen. Er war nüchtern, was in letzter Zeit sehr selten vor kommt.
    Ich dachte er wird sich jetzt voll laufen lassen, aber da habe ich mich getäuscht. Er tat mir total leid. Ich habe gesagt, das ich meine Entscheidung nicht rückgängig machen werde, weil ich weiß das es dann trotzdem nicht anders laufen wird wie jetzt.
    Er versteht nicht, das mich das krank macht. Ich habe ihm gesagt, das ich einfach Abstand brauche,das meine Kraft am Ende ist und das ich hoffe, das er irgendwann den Absprung schafft. Er hat mir Alles versprochen, aber leider hat es bei Ihm eben noch nicht "klick" gemacht.

    Irgendwie bin ich gerade selber am Boden zerstört und heule hier herum. Obwohl ich weiß, das ich das Richtige tue fällt es mir jetzt immer schwerer je näher der Tag meines Auszuges heranrückt.
    Ich stelle mir vor wie ich Alleine dasitze...........ich habe dann zwar meinen Sohn bei mir, aber ich bin gerade völlig durcheinander.

    Mein xy hat gemeint, warum ich ihn jetzt gerade in dieser Situation hängen lasse. Ich habe gesagt, er soll mir bitte keine Vorwürfe machen und mir keine Schuld einreden- ich bin nicht Schuldig! Er macht es mir verdammt schwer mit seinen Worten.

    Nein, ich werde nicht einknicken! Ich ziehe es durch!
    Ich weiß, wenn ich hier bleibe wird sich auch nichts ändern und ich werde mit Ihm untergehen.

    Liebe Grüße
    Zwergin

    Hallo,

    habe vorher ein paar Sachen (Klamotten,Decken, Handtücher) ins Auto gepackt, die werde ich nachher in meine Wohnung bringen. Dann werde ich Farbe kaufen gehen und vielleicht schon mal anfangen meine neue Wohnung zu streichen.
    Ich denke irgendwann am Nachmittag werde ich meinem xy dann telefonisch mitteilen, das ich ausziehe. Im Fall das er ausrastet bin ich und mein Sohn dann weit genug von ihm entfernt.
    Terror wird es sicher geben wenn ich dann nach Hause komme, aber ich hoffe seine erste Wut ist dann vielleicht schon überstanden. Dann hat er wieder einen Grund sich vollaufen zu lassen. Er muss sich aber erst mal "Stoff" für heute besorgen, denn seine 12 Flaschen Bier die gestern noch im Kasten waren sind nämlich schon wieder leer. Ja, ich zähle immer noch wie viel er trinkt, aber nur um mir vor Augen zu halten, das ich das Richtige mache und das er sich vom saufen nicht abhalten lässt.
    Nach Hause muss ich ja, da ich auch noch ein paar Tiere zu versorgen habe.
    Wenn xy großen Terror veranstaltet werde ich dann meine Tiere und Zubehör so schnell wie möglich in die neue Wohnung bringen, das ich die Zeit bis zu meinem Auszug so wenig wie möglich bei xy im Haus verbringen muss.


    Liebe Grüße
    Zwergin

    Hallo,

    jetzt wird`bald ernst...........
    Heute Abend bekomme ich die Wohnungsschlüssel :D

    Meine Gefühle spielen verrückt. Einerseits freue ich mich ,das ich hier draußen bin und andererseits habe ich panische Angst wie mein xy das aufnehmen wird wenn ich am Wochenende damit rausrücke das ich in meine eigene Wohnung ziehe.
    Jetzt bekomme ich wieder etwas Mitleid mit ihm, weil ein so schlechter Mensch ist er doch gar nicht (wenn er nicht so viel getrunken hat). Vielleicht hätte ich auch noch etwas länger warten sollen? Nein!!! Es hätte alles nur rausgezögert und geändert hätte das auch nichts, weil xy uneinsichtig ist. Ich werde das durchziehen, weil ich merke, das es mir immer schlechter geht.
    Nächste Woche Samstag wird dann mein Umzug sein, außer er schmeißt mich gleich aus dem Haus raus :x

    Liebe Grüße
    Zwergin

    Hallo ihr Lieben,

    nun schreibe ich schon wieder........weil es mir irgendwie gut tut.

    Morgen werde ich meinem Vermieter anrufen und wegen dem Wohnungsschlüssel fragen. Übernächstes Wochenende wird dann vorraussichtlich mein Auszug sein :D Ganz liebe Freunde werden an diesem Tag meinen Sohn zu sich nehmen. Sie stehen voll hinter mir und haben gesagt, das sie unter solchen Umständen schon lange ausgezogen wären und wie ich das so lange ausgehalten habe.

    Mein xy macht sich schon Gedanken, wie er die nächste Krankmeldung von seinem "neuen" Arzt bekommt bzw. was er ihm nächstes mal erzählen soll was er für eine Krankheit hat :x Er ist jetzt schon fast zwei Monate zu Hause. Ich glaube so langsam kommt er auf den Geschmack hier herumzugammeln. Aber das ist zum Glück nicht mehr mein Problem. Er hat vor ein paar Tagen ja auch zu mir gemeint, was mich eigentlich sein Leben angeht. :o

    .....einen schönen Sonntag Euch Allen


    Liebe Grüße
    Zwergin

    Hallo ihr Lieben,

    vielen Dank für Eure Worte. Ihr macht mir Mut, den ich jetzt sehr gut gebrauchen kann.
    Heute ist mir wieder der Kragen geplatzt: Mein xy ist seit über 20 Jahren schon bei seinem Hausarzt. Gestern ist er zu einem anderen Arzt gegangen und hat dem etwas vorgejammert, damit er nochmal krank geschrieben wird. Er meinte dieser Arzt hat ihm gesagt wenn er in die Entzugsklinik geht schicken sie ihn wieder nach Hause und machen gar nichts und er kann mit dem Saufen auch alleine zu Hause ohne Hilfe aufhören :shock: Boah, da war ich auf 180 :twisted: Meint er eigentlich ich bin doof??? Er lügt mir eiskalt ins Gesicht. Ich habe meinem xy gesagt , das ein Arzt so etwas nie sagen würde, außer er ist ein Quaksalber. Und das man einen kalten Entzug nicht machen darf, weil das tödlich enden kann. Mir ist auch klar, warum er den Arzt gewechselt hat, weil sein alter Hausarzt ihn garantiert gefragt hätte, warum er nicht schon längst in der Klinik ist.

    Entschuldigung, aber ich musste das jetzt los werden.

    Liebe Grüße
    Zwergin

    Hallo ihr Lieben,

    sitze hier immer noch auf glühenden Kohlen und warte auf meinen Schlüssel. Irgendwie hab ich immer noch total Angst vor dem Moment wo ich meinem XY sage das ich gehe, aber ich habe mir schon Pfefferspray besorgt.

    Heute gab es wieder eine Auseinandersetzung die ich hier nicht so ganz genau wiedergeben möchte um nicht erkannt zu werden:
    Da ich mich immer mehr zurückziehe gab es die üblichen Vorwürfe und Ausreden das er keinen Entzug macht. Ich habe Ihm gesagt, das es mir schlecht geht und das ich bei der Arbeit oft nahe dran bin das ich zusammenbreche und das ich vielleicht eine Therapie mache. Er begreift das nicht und hat wieder auf Mitleidstour gemacht wie schlecht es ihm eigentlich geht. Ich habe gesagt, das ich ihm wegen seiner Trinkerei keine Vorwürfe mache, aber ich kann mir einfach nicht mehr ansehen wie er sich kaputt macht. XY hat dann gesagt, das er gar nicht damit aufhören möchte. Ich finde das war wieder sehr deutlich und hat mir gezeigt, das ich das Richtige mache wenn ich hier ausziehe.

    Liebe Grüße
    Zwergin

    Lindi :
    Sobald ich den Wohnungsschlüssel habe deponiere ich mir in der Wohnung schon mal Decken und Luftmatratze im Fall das ich Flüchten muss.
    Mein xy geht meistens sehr spät ins Bett. Er "trinkt" am Wochenende oft die ganze Nacht durch. Wenn ich bei einem Streit einen Spaziergang machen würde, bekäme ich noch mehr Vorwürfe wie: ich würde wegrennen und könnte nicht reden usw. Er provoziert mich manchmal regelrecht, so das ich wütend werde. Dazu braucht es nicht viel, denn meine Nerven liegen blank. Das ist dann wieder ein gefundenes Fressen für Ihn, das ich doch diejenige bin die aggressiv ist. Kurze Zeit später entschuldigt er sich dann manchmal bei mir. Ich kapier das echt nicht. Erst der Teufel in Person und dann plötzlich wie ein Lamm. Er ist ein anderer Mensch geworden und ich auch.
    Beim Einkaufen pöbelt er dann Leute und Verkäuferinnen an- wie peinlich :?
    Zum Glück mache ich meistens Alleine den Einkauf.

    @Agostea:
    Werde mir diese Woche noch Pfefferspray besorgen, denn wie Du sagst bin ich auf Alles gefasst.
    Bin heute die ganze Nacht wach gelegen und hatte Angst, weil ich Horrorvorstellungen hatte, wie es wohl wird wenn er weiß das ich gehe.

    Danke für Eure Antworte Matthias und Sarawen.

    Das ich mich manchmal Mitschuldig fühle liegt wohl daran, das ich die Äußerungen bzw. Vorwürfe von xy zu stark an mich heranlasse.
    Ich weiß das das nicht gut ist, aber es ist echt schwer auf "Durchzug" zu schalten wenn er mir so gemeine Sachen an den Kopf knallt.

    Er hat ja schon ein paar mal gesagt, das er es verstehen würde wenn ich ihn wegen dem Saufen verlasse. Und dann wieder sein Selbstmitleid und das er sich ins Auto setzt und gegen einen Baum fährt. Ich habe mich eingeschlossen und er sagte, wenn ich nicht aufmache bricht er die Tür auf, was er aber letztendlich nicht getan hat. Als ich auf seine Selbstmorddrohung nicht reagiert habe hat er mich dann über das Haustelefon und Handy drei Stunden lang terrorisiert. Diskutieren möchte er nur im betrunkenen Zustand.
    Dann gibt es Tage an denen er sich zusammenreißt, nicht so viel trinkt, nett zu mir ist und so macht als wenn nichts gewesen ist. Ich denke, das ist alles Taktik. Aber es ist nicht einfach für mich das in meinen Kopf zu bekommen.

    Hallo Zimttee,

    mein Freund hat seit einigen Wochen keine Arbeit mehr. Er ist im Moment krank geschrieben (nicht wegen Alk). Bis jetzt hat er immer wieder relativ schnell eine Arbeit gefunden und ist der auch regelmäßig nachgegangen und hat währenddessen auch nichts getrunken. Wenn er dann Feierabend hatte wurden schnell mal innerhalb einer Stunde 3 Bierchen runtergekippt.
    Auch zu Hause ums Haus herum erledigt er viele Dinge, auch wenn er sturzbetrunken ist und rumschwankt. Weil er ja noch "funktioniert" findet er es nicht schlimm das er trinkt.

    Er wird es auf jeden Fall mitbekommen, das ich ausziehe. Habe ein paar Leute die mir beim Umzug helfen werden, denn ich habe ja auch einige Möbel und das würde ich nicht alleine schaffen.
    Mir schießen tausend Gedanken durch den Kopf und manchmal denke ich sogar, das ich eine gewisse Mitschuld habe.
    Werde mir vielleicht noch ein Pfefferspray holen im Fall das er handgreiflich wird.
    Vielleicht bin ich auch zu ängstlich, weil es in meinem Leben eine Vorgeschichte gibt in der Gewalt auch eine Rolle spielte. Vor vielen Jahren war ich deswegen mal in Psychotherapie wegen Panikattacken, welche ich bis jetzt zum Glück im Griff habe.

    Lese schon seit über einem Jahr hier im Forum mit. Mir hat es sehr geholfen und ich bin nun einen großen Schritt weiter.
    Ganz kurz geschildert:
    Das ich eine "Co" bin habe ich hier erfahren und habe schon Einiges dafür getan das ich da heraus komme. Das mein Freund ein Alkoholproblem hat, habe ich vor etwa 3 Jahren bemerkt.
    Mein größter Schritt bisher: Ich habe eine Wohnung für mich und meinen Sohn gefunden. Mietvertrag ist auch schon unterschrieben. Jetzt warte ich noch auf die Schlüsselübergabe. Mein xy weiß noch nicht, das ich ausziehen werde. Habe totale Angst wie er reagieren wird, wenn ich es ihm sage.......habe irgendwie ein schlechtes Gewissen, weil er sich seit über einer Woche zusammenreißt und nicht so viel trinkt. Ich habe schon etwas Mitleid mit ihm. Aber das wird wieder mal so eine Masche sein um mich zu beruhigen. Vielleicht ahnt oder weiß er ja etwas von meiner neuen Wohnung? Nach 10 Jahren Beziehung ist das nicht so einfach. Aber für mich ist klar: Es gibt kein zurück und ich werde hier ausziehen.
    Mir ist ein bisschen mulmig wie das Alles wird. Ich denke immer, das viele Tausende vor mir das auch geschafft haben, dann werde ich es auch packen.

    Wie ihr das ja von Euch selber kennt habe ich schon viele Vorwürfe hinter mir: Ich würde unseren Sohn gegen ihn aufhetzen, ich bin gleich wie alle anderen Frauen und wenn ich ein bisschen liebevoller zu ihm wäre dann müsste er nicht so viel saufen, mir würde alles am A.... vorbeigehen........das übliche blabla eben.
    Klar ist mir seit längerer Zeit irgendwie Alles egal und ich habe zu nichts Lust, weil ich das ganze Theater nicht mehr aushalte. Mir geht`s oft nicht gut (Schwindel, Schmerzen) und ich schleppe mich so jeden Tag zur Arbeit.
    Ich habe meinem Freund schon oft gesagt er kann Hilfe in Anspruch nehmen und er hat auch schon eine Überweisung für die Klinik. An dem Tag als ich ihn hinfahren wollte hat er geagt: "Morgen vielleicht". Am nächsten Tag kam wieder eine andere Ausrede und ich hab es dann aufgegeben, weil ich weiß das er es nicht will. Bekannte haben ihm auch schon gesagt, das er mit seinem Problem alles kaputt macht- aber bisher ohne Erfolg. Auch habe ich ihm schon gesagt, das ich das nicht bis an mein Lebensende mitmache. Seine Antwort war: Er weiß nicht warum mich das so belastet, das er säuft ist doch sein eigenes Problem.
    Er meint auch er trinkt ja "nur" Bier und keinen Schnaps. Aber 10 bis 15 Bier am Tag ist nicht gerade wenig.
    Ich besorge ihm seit einem Jahr keinen Alk mehr, den muss er sich selber holen.

    Sobald ich den Schlüssel von meiner Wohnung bekomme werde ich ihm sagen das ich ausziehe. So lange werde ich schweigen, denn ich weiß absolut nicht wie er reagiert. So habe ich wenigstens einen Zufluchtsort falls er mich gleich raus schmeißt oder terrorisiert. Er hat schon oft gesagt er würde mir niemals etwas böses antun, aber ich bin auf Alles gefasst. Wenn er viel getrunken hat ist er total agressiv und hat einen Hass gegen alle Leute. Ich habe so Angst vor diesem Tag. Dann hat xy wieder einen Grund das er sich vollaufen lässt.