Beiträge von girasole

    Hallo Marco,

    Du sollst ja auch nicht 1:1 meine Entspannungsmethoden übernehmen :wink:
    Ich wollte anregen, dass Du für Dich herausfindest, was Dich entspannt.
    TV ist es nicht- das ist doch schonmal eine Feststellung.
    Da bleibt dann bei Dir nur noch die Couch- ohne TV auch nicht so das wahre....
    Nur Essen? Oder auch das Kochen/Zubereiten?
    Große Auswahl ist das aber nicht.
    Ich habe wie gesagt eine ganz lange Liste mit Möglichkeiten, sogar für mehr oder weniger starke Erschöpfung/Unzufriedenheit.

    Ohne würde ich mich dann ehrlich gesagt auch unzufrieden fühlen. Und das geht ja dann auch eher nicht einfach so weg. Vielleicht bist Du wirklich gerade an dem Knackpunkt.
    Ich habe immer wieder gelernt, dass es für ein lebenswertes Leben sooo wichig ist, zu entspannen/ sich was gutes zu tun.
    Wofür zum Geier geht man denn arbeiten, spart, putzt, achtet auf die Gesundheit etc pp.... ?!?!
    Ohne kleine schöne /entspannende Sachen im Alltag zum drauf-freuen würde ich gnadenlos in der nächsten Sucht versinken.
    Finde heraus, was das ist für Dich.
    Was Du schon immer gerne gemacht hast, gibt Dir grobe Anhaltspunkte.
    ZB gehe ich gerne in die BAdewanne, daher liegen mir auch Massage, Spa-Besuch, ein Sauna-Besuch usw.

    Autogenes Training kann man als Hörbücher im www bestellen. Die legst Du dann nur noch ein, folgst den Anweisungen.... entspannen!
    PMR ist auch ein Entspannungsverfahren, progressive Muskelentspannung.
    Auch dazu gibt es Hörbücher.

    LG
    Girasole

    Zitat von marcomarco


    Dieses Gefühl kommt mir bekannt vor und langsam schleichen sich Gedanken ein, in denen ich mich nach Entspannung sehne.
    Ich glaube, das liegt daran, dass ich mich körperlich schlapp fühle und ich mich dadurch eingeschränkt fühle.
    Es ist auch weniger das explizite Verlangen nach Alkohol, sondern eher nach einem entspanntem Zustand.

    Hallo Marco,

    ich komme aus dem Co-Bereich, habe selbst aber auch schon sowohl Nikotin- und auch Magersucht sowie einen kritischen Alkoholkonsum hinter mir gelassen.
    Aus Deinen Text habe ich obiges herausgenommen, weil ich dazu eine Frage habe:
    Kennst Du denn andere Methoden zur Entspannung?
    Ich kenne das körperlich-abgekämpfte oder auch seelisch-abgekämpfte Gefühl gut und setzte dann mittlerweile konsequent eine richtige Kette in Gang.
    Angefangen von Methoden wie PMR und Autogenes Training über Badewanne, Sport u.ä. bis dahin, dass ich mich wirklich mal einen Tag oder zwei krankmelde.
    Für mich habe ich erkannt, dass ich das existentiell für ein lebenswertes Leben brauche,- die Entspannung und das Gefühl, es auch jederzeit selbst in der Hand zu haben.
    Es liest sich gerade bei Dir auch so, als wäre das für Dich ein entscheidender Punkt.

    LG
    Girasole

    Zitat von Aurora

    Ich war von meiner Prägung aus dem Elternhaus schon so drauf, dass ich froh war, dass mich überhaupt ein Mann wollte...

    Hallo Aurora,

    auch ich finde mich in diesem Satz wieder...
    Dieser Satz war auch der Schlüssel zum langen Aushalten mit XY.
    Der Schlüssel, überhaupt mit ihm zusammenzukommen.

    Heute schaue ich erstmal, ob ich den Mann will, anstatt froh zu sein- gottseidank, er will mich.
    Trotzdem habe ich immer wieder mit Gefühlen von Wertlosigkeit und Verlustangst zu kämpfen, was wohl auch Zeit meines Lebens so sein wird.

    Trotzdem war es ein großer Schritt, diesen Satz für mich zu erkennen.

    LG
    Girasole

    Hallo Neuweg,

    gratuliere zur Durchsetzung!
    Ich kann mich noch gut an das erste Mal erinnern, als ich mich bei XY durchsetzte. Mann, war ich aufgeregt.
    Heute kann ich im RÜckblick nur den Kopf schütteln, wielange ich so gelebt habe - das Leben anderer, anstatt mein eigenes.

    Hast Du für Dich schonmal darüber nachgedacht, warum Du einen Mann brauchst, um Dich gut und sicher zu fühlen? (so ähnlich hatte ich schonmal eine Frage forumliert- Du schriebst daraufhin, die Antwort läge auf der Hand-... das habe ich nicht verstanden... hast Du eine Antwort für Dich gefunden? und wieso liegt sie auf der Hand? Wenn es so wäre, hättest Du wohl weniger Schwierigkeiten und Zweifel- denke ich)

    LG
    Girasole

    Zitat von Neuweg


    Und dann noch, wenn er doch jetzt Therapie macht

    Hallo Neuweg,

    wirklich, er macht schon die Therapie?? Wie hat er so schell einen Platz gefunden?
    Oder meintest Du, wenn er doch jetzt Therapie machen will?

    Hat er denn schon einen Antrag gestellt o.ä., sich bewegt, irgendwas getan diesbzgl?

    Außer es als Psychokram abzustempeln, woraus Du schon ganz deutlich ableiten kannst, wie ernst es ihm ist!?

    Übrigens: Auch mein XY hat jahrelang Therapie gemacht.... mit null Ergebnis, weil er es nur getan hat, weil ich es wollte- damit ich ruhig bin und bei ihm bleibe.
    Hat er hinterher selbst zugegeben.

    LG
    Girasole

    Hallo Neuweg,

    wieso ist Sicherheit und Harmonie für Dich verbunden mit einem (trinkenden) Ehemann?
    Diese Frage meine ich ganz ernst, Du brauchst sie hier nicht zu beschreiben, aber es scheint mit ein wesentlicher Punkt zu sein.
    Jeder sehnt sich irgendwo danach, das ist klar.
    Aber wieso ist das nur mit einem Mann möglich. Und wieso wird dafür quasi alles in Kauf genommen?
    Ich meine das nicht bewertend- mir ging es ja genauso.
    Ich bin mit der Beantwortung dieser Fragen für mich ein großes Stück weiter gekommen.

    LG
    Girasole

    Zitat von Bitter_Tea

    Hallo Girasole,

    vielen Dank für deine Antwort. Das klingt echt krass. Wenn ich sowas höre, kommen mir meine Probleme immer so klein vor.

    Vielleicht übertreibe ich auch. Es gibt ja noch keine eindeutigen Anzeichen dafür, dass es bald soweit ist. Noch ist sie ja 'nur' dauerbetrunken.

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    Es ist jedenfalls für mich wieder so schlimm, dass ich ständig weinen muss. Ich weine mich in den Schlaf, ich weine morgens. Kann mich kaum auf mein Studium konzentrieren. Möchte am liebsten auch mit meinem Freund Schluss machen. Alles an Ballast los werden. Alles, was Aufmerksamkeit von mir verlangt.

    Mir ist nicht klar, wie Du die beiden Teile zusammenpackst?
    Auf der einen Seite meinst Du, bei anderen wäre es viel schlimmer und Du übertreibst ev.
    Auf der anderen Seite steht, wie sehr Du leidest.
    Ich möchte Dich einladen, auch Deinen Schmerz und Dein Leid zu sehen und anzuerkennen.
    Nicht nur bei anderen ist es krass.
    Auch bei Dir und für Dich!
    Es ist eine krasse, schlimme Situation. Ob Deine Mutter nun krampft oder nicht, sie ist dauerbetrunken. Man weiß nicht, ob sie die Kurve nochmal bekommt.
    Dein Körper und Deine Seele zeigen Dir eindeutig, dass es für Dich kaum schlimmer sein könnte.

    Wegen der Gruppe: Ich bin sicher, dass Du Fragen stellen darfst!!
    Aber wenn es DIch beruhigt, frage ruhig nach.

    Wäre ev. noch eine Beratung oder Therapie was für Dich?
    Bist Du in Behandlung wegen Depressionen? ODer ist das eine "Eigen-Diagnose"?

    LG
    Girasole

    Zitat von Slowly


    Das ist es nämlich, auch wenn man Hilfe sucht und vielleicht das Glück hat ( beim Jugendamt ) eine wohlwollende Person ( die auf Seiten des Kindes steht ! ) zu finden, dann ist dieser durch die momentan bestehenden Gesetze, die Hände gebunden und es kann durchaus sein, dass das Kind/Jugendlicher bis zu seinem 18 Lebensjahr in den Klauen gestörter Eltern völlig kaputt gemacht werden darf.....im Namen des deutschen Volkes.

    Das erlebe ich im Rahmen meiner Arbeit immer und immer wieder.
    1. Wird weggeschaut bis zum Gehtnichtmehr!
    2. Wenn jemand, auch aus beruflichen Gründen- wie ich- "aufsteht", hat er /bzw das Kind meist schlechte Chancen.
    Je nach politischer Ausgangslage des zuständigen Jugendamtes wird nämlich auf Biegen und Brechen u.U. alles versucht, dass die Kinder in der Familie bleiben.
    Oft wird noch nicht mal die gewünschte (!) ambulante Hilfe gegeben.
    Ich versuche sogar schon mittlerweile, das JA soweit wie es nur geht, herauszuhalten.
    OFt verschlimmern die nämlich noch die Lage des Kindes.

    Die Gesetzeslage stellt nämlich die Elternrechte über alles.
    Diese stehen im Grundgesetz. Kinderrechte dagegen stehen dort nicht.
    Aus diesen Gründen entscheiden Gerichte auch immer wieder entsprechend. Die JÄ wissen das, und scheuen sich oft, immer wieder Prozesse zu verlieren. Also lassen sie es lieber gleich :evil:

    Ich muss dies nun schon seit über 10 Jahren anschauen und überlege echt, mal eine "Enthüllungs"- Aktion zu starten über die Medien.
    Ich könnte Sachen erzählen!
    Da ich ja auch einem Dienstgeheimnis unterliege, ist das aber halt schon ein großer Schritt, den ich auf jeden Fall anonym gehen müsste.....

    LG
    Girasole

    Hallo Bitter Tea,

    Du Arme!
    Ich weiß, wie Du Dich fühlst.
    Als ich meinen Ex verlassen habe, sah es ganz so aus, als würde er sich zu Tode trinken plus Benzodiazepine (also Schlafmittel usw).
    Unter der Kombi hatte er vor meiner Zeit schon mal einen Suizdversuch unternommen, einen ernst gemeinten, den er nur ganz knapp überlebt hat.
    Außerdem hatte er unter der Kombi immer wieder Krampfanfälle, bei denen er wie tot umkippte (100kg Lebendgewicht...) und meist irgendwo mit dem Kopf gegenschlug.... und nun war ich ja nicht mehr da, um ihn zu "retten"....
    Es sah ganz so aus, als würden die Zeiten sich wiederholen.
    Sogar mein Therapeut, der die Suchtkarriere vom Ex über Jahre hinweg verfolgt hat, meinte, ich solle mit dessen baldigem Ableben rechnen.
    Ich habe versucht, mich darauf vorzubereiten, - aber wie soll man das machen? Wie soll sowas gehen, gerade auch noch bei der Mutter?
    Ich habe es schon bei meinem Ex nicht hinbekommen.
    DIe Vorstellung, an seinem Grab zu stehen, war so absurd, dass ich sie einfach nicht akzeptieren konnte. Auch wenn ich ihn nicht mehr liebte!
    Ein Gedanke hat mir irgendwann geholfen:
    Ich habe mir sein Leben im RÜckblick angeschaut und festgestellt, dass er eig. schon immer gegen die Sucht gekämpft und unter ihr gelitten hat. Erst die seiner ELtern, dann seine eigenen Süchte.
    Er ist eigentlich so ein lieber Kerl, aber er schien mir so rettungslos verloren in diesem Kampf....
    Irgendwie erschien mir der Tod da wie ein Stück Gnade.
    Das klingt krass, aber ich weiß, dass er eigentlich nie glücklich war.

    So konnte ich dann ein bisschen Akzeptanz finden.
    Es ist halt unendlich schwer zu akzeptieren, dass der andere tatsächlich das Recht hat, sich totzusaufen.

    Hach, ich weiß auch nicht, ob das jetzt geholfen hat.

    Schicke Dir jedenfalls eine Umarmung!

    Girasole

    Hallo Firebird,

    ich kenne das Gefühl ein Verräter zu sein, so gut. Es hat mich nach dem Auszug förmlich überrollt. Ich war da noch nicht hier im Forum und wusste überhaupt nicht, was mit mir los war.
    In meiner Verzweiflung habe ich rumgegoogelt und bin hier gelandet. Hier habe ich verstanden, dass das Gefühl "schuldig" zu sein und ein "Verräter" dazugehört.
    Nachdem ich die ersten Abende in der neuen Wohnung nur geheult hatte, half mir diese Erkenntnis sehr. Es ging mir nicht schlagartig besser, aber ich wusste zumindest, warum und habe dann angefangen, mich darauf "einzustellen". Jeden Abend habe ich mir etwas Schönes vorgenommen zb.
    Und eines Tages habe ich beschlossen, dass es nun reicht mit der Weinerei, und ich das einfach nicht mehr jeden Abend tun will.
    Danach habe ich noch ein paar Mal sporadisch abends die Schuldgefühle und die Weinerei bekommen, aber irgendwann war es weg!

    Die gute Nachricht für Dich ist ja, dass Du schon vorher weisst, was auf Dich zukommt.
    Wappne Dich.
    Und denke daran, es geht vorbei.
    Glückwunsch zur Wohnung!


    Zurück zur Gegenwart:
    Ein Kandidat entpuppt sich als sehr vielversprechend.... Schmetterlinge im Bauch.... :D
    Ich hatte schon vor längerem eine Liste gemacht, was der neue Partner mitbringen sollte bzw worauf ich achten will.
    Er scheint alles zu erfüllen :shock:
    Und als mir das klar wurde, kam die Angst.
    Das alte Gefühl, nichts wert zu sein. Das alte Gefühl, ich werde verlassen werden.
    Mich kann "mann" nicht wollen.
    Ich bin sie einfach nicht losgeworden, die Angst. Sie sitzt mir im Nacken und hat sich da festgebissen.
    Prompt habe ich wieder anfangen, "ihn" zu manipulieren.

    Da ich aber täglich achtsam mit mir und meinen Gefühlen umgehe, habe ich es wenigstens schnell gemerkt.
    Die Lösung war ganz einfach: Ich habe irgendwann einfach akzeptiert, dass sie da ist.
    Bis zum nächsten Thera-Termin kann ich so sehr gut damit leben!
    Durch die Akzeptanz, dass diese Verlustangst gerade da ist, hat sich ihre Belastung sowieso minimiert - ja, sie scheint fast weg zu sein...

    LG
    Girasole

    Hallo Lynielle,

    außerhalb Deines Kreises gibt es ein solches Verhalten nicht, glaube mir.
    Die Menschen hier haben Recht, dass sie Dich darauf aufmerksam machen.
    Aber Du kannst eben nicht alles auf einen Schlag einsehen, verstehen und ändern. Du bist ja nicht Superwoman :wink:
    Als erstes ist nun der Alk dran. So ist auch der prof. Ablauf: zuerst wird die Sucht "angegangen", danach kommen die anderen psychischen Probleme/ Krankheiten (zb auch dieAlbträume u.a.)
    Deshalb ist es wichtig, dass Du nach und nach alles angehst und Dir dafür auch prof. Hilfe holst.
    Irgendwann wenn Du gelernt hast, Dich zu lieben und zu achten, wirst Du verstehen, was hier geschrieben wurde.

    Aber dass Du in Deinen jungen Jahren, wie gesagt, dranbleibst und DIch auch reinhängst für BS-Termine, Hausarzt und jetzt Therapie- Respekt.
    Das schafft bei weitem nicht jeder in Deiner Lage (ich komme beruflich aus der Richtung Beratung)

    LG
    Girasole

    Hallo Lynielle,

    ich finde es toll, dass Du dranbleibst und Dir auch die Kritik hier reinziehst, auch wenn Du sie wohl nicht immer ganz verstehst.
    Toll, dass Du nicht gesagt hast: "So ne BS ist ja voll scheiße, da gehe ich nicht mehr hin!", sondern dass Du fix bei ner anderen aufgeschlagen bist!
    Du siehst ja selbst, ohne Hilfe geht es nicht.
    Mit der BS plus Therapie bist Du dann schon richtig gut aufgestellt!

    Die Kritik, die hier ankommt ist gut und berechtigt, -es ist wichtig, dass Du mitbekommst, dass nicht unbedingt die Möbel entscheidend sind in einer BS und dass Du gespiegelt bekommst, wie Dein Umfeld und Dein Verhalten bzgl. "Körper hergeben" bei anderen Menschen ankommt.

    Ich bitte nur ab und zu auch zu bedenken, dass Lynielle eben erst 19 Jahre ist, gerade einen großen Schritt getan hat (weg vom Alk) und solche massiven Verhaltensänderungen und Umbrüche nicht mal eben so nebenbei erledigt werden können.
    Es wird ein paar Jahre Therapie plus Beratung brauchen, bis diese Baustellen alle abgearbeitet sind.

    Der erste- wichtigste - Schritt auf dem Weg ist getan, und ich muss sagen, Du bist erstaunlich ausdauernd und zäh, Lynielle. Ganz ehrlich hätte nicht gedacht, dass Du solange hier bleibst und durchhältst.
    Ich finde, Du kannst stolz auf Dich sein!

    LG
    Girasole

    Hallo Foris,

    und dankeschön, Renate!

    So fühle ich mich auch- sortiert und gut. Herrlich frei, um genau zu sein.
    Je länger die Trennung vorbei ist und je mehr ich für mich tue, um so mehr wächst meine Kraft und mein Wohlbefinden :D
    Seit ich aus der Kur zurück bin schlafe ich so gut, wie in meinem ganzen Leben noch nie.
    Schon viele Jahre lang habe ich nicht mehr so viele WOchen am Stück gearbeitet wie zurzeit, immer wieder kamen depressive Episoden dazwischen.
    Und immer wenn ich Blaulicht/Martinshorn sehe/höre, fühle ich mich noch freier - denn die wollen nicht zu mir... bzw zu XY....

    Ich kann wirklich jedem nur raten, sich aus der Co-Abhängigkeit zu befreien!!
    Ja, es kommt eine schwierige Zeit, und XY stürzt unter Umständen total ab, und es ist auch nicht damit getan, "nur" zu gehen. Ich mache Therapie (schon seit vielen Jahren), bin in psychiatrischer Behandlung und war zur Kur. Ich mache versch. Entspannungstechniken, lebe sehr achtsam mit mir und meinen Gefühlen.
    ABer es lohnt sich sowas von absolut.

    Das Leben ist so wunderbar, so schön, trotz Rückschritten- die sind normal und gehören dazu.
    Ja, ich habe viel weniger Geld als vorher, kann viell. dieses Jahr nicht in den Urlaub- so what?? Das kratzt mich überhaupt nicht.
    Ja, ich bin wieder Single- aber ich sehe es positiv. Es macht so viel Spaß, zu flirten, begehrt zu werden, sich die Männerwelt und ihre Kandidaten anzuschauen.
    es gibt so viele andere Männer, die sooo liebenswert sind!! Rücksichtsvolll, verständnisvoll, geduldig, lieb, fürsorglich......!!
    So das war jetzt mein Plädoyer, u.a. auch deshlab so ausführlich, weil zurzeit ja ein paar hier tierisch festhängen und Schleifen drehen.....
    ...
    traut euch! Es lohnt sich!

    LG
    Girasole

    Weitere Beobachtung auf meinem Weg zu einer Partnerschaft ohne (Co-)Abhängigkeit:
    Es fällt mir nach wie vor sehr schwer, bei mir zu bleiben.
    Und sobald etwas Nähe da ist, habe ich Angst, ich selbst zu sein. Bedürfnisse kann ich mittlerweile ganz gut anmelden! :D
    Danach ist dann aber oft noch Angst da, aufgrund dessen verlassen zu werden, nicht mehr gewollt zu sein.
    Dennoch übe ich mich darin fleissig, reflektiere viel und ziehe mich als Konsequenz immer wieder mal zurück, um dann wieder zu mir selbst zu finden. Oder bremse das Tempo runter, ganz im Gegensatz zu früher.
    Um mich selbst zu schützen.
    Ich habe mich echt sehr verändert... fühlt sich sehr gut an!

    LG
    Girasole

    Hallo Foristen,

    mal eine interessante Erfahrung, wie andere Menschen mit Alkohol umgehen:
    Ich sprach mit einem der "Kandidaten" über das Thema, die Erfahrung mit XY, aber auch meinen eigenen kritischen Konsum, und dass ich nie mehr trinken möchte/werde.
    Er fragte dann, was ich denn von nahestehenden Menschen erwarten würde bzgl. Alkoholkonsum - "damit ich mich darauf einstellen kann".
    Er ist ohne wenn und aber bereit, seinen Konsum so anzupassen, dass es mir damit gutgeht.

    LG
    Girasole

    Jaja, da ist sie wieder, die Co-Abhängigkeit... wie schon geschrieben wurde: Morgen, morgen.
    Ich kann mich den Vorschreiberinnen nur anschließen - warum bis Montag warten?
    Wenn Du ehrlich bist, weißt Du, dass es keinen Grund gibt.
    Deine Kinder sind sowas von zu bedauern.
    Wenn Du nicht handelst, riskierst Du übrigens wirklich, dass die Kinder wegkommen,- nicht zu Deinem Mann, aber auch nicht zu Dir!
    Wenn das Jugendamt von Nachbarn, Schule o.ö. informiert wird, sieht es die Sache nämlich so: Die mutter kann die Kinder nicht schützen vor dem Alkoholiker und die müssen aber geschützt werden. Also tut es dann das JA.
    Ich weiß es, weil ich beruflich aus der Ecke komme!
    Mensch Neueweg, wach auf, bevor alles zu spät ist!!!!

    Liebe Neuweg,

    willkommen hier :D
    Du wirst erleben, wie gut der Austausch tut!

    Ja, das ist wohl die Co-Abhängigkeit. stellenweise ging es mir ähnlich und ich merkte irgendwann "Naja, es ist ja auch eine Abhängigkeit, eine Art Sucht. " Und d.h. ja, selbst der gute Wille reicht nicht, wie ja auch beim Alkoholabhängigen.
    Mir hat es sehr geholfen, mir Hilfe aller Art an Land zu ziehen. Ich habe einen Therapeuten, habe auch mit meiner Psychiaterin gesprochen, am Schluß mit dem Hausarzt (der auch seiner war) und schließlich hat das Forum hier die noch fehlende Lücke ergänzt.

    Vielleicht kannst Du Kraft für Deinen Schritt daraus ziehen, das Du es für Deine kinder tust.
    Ich bin beruflich in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen tätig und erlebe leider hautnah seit vielen Jahren mit, wie kinder darunter leiden.
    Und wie oft sitzen irgendwann mal die Eltern bei mir und behaupten eisern "die Kinder bekommen nichts mit, denen gehts toll!"
    Niemals!!! Ich habe noch nie, noch nie in den ganzen vielen Jahren der Berufstätigkeit ein Kind kennengelernt, das ohne gravierende Schäden davongekommen wäre.

    Es kann schon sein, dass das durch Deine Erfahrungen mit Deinen Eltern kommt. Es ist sinnvoll, nach der Trennung (oder auch jetzt schon, um Dir Unterstützung für die Trennung zu holen) eine Therapie zu machen, um das alles zu beleuchten und zu bearbeiten.
    Viele geraten ansonsten nämlich beim 2. Anlauf wieder in eine ähnliche Beziehung.

    Liebe Grüße
    Girasole