Beiträge von Sunshine_33

    Hallo Günter
    und Willkommen zurück !

    Dieser Satz von Dir hier ist mir besonders ins Auge gestochen:

    Zitat

    Wir sind halt Alkoholoiker da kann es auch mal vorkommen,
    das man stolpert und unachtsamm wird.

    Siehst das tatsächlich so lapidar?
    Ich nicht.
    Das ist mir ne Nummer zu einfach, muss ich sagen.
    So nach dem Motto "ach Mist, nu hab ich wieder gesoffen, aber andererseits isses ja auch nicht so schlimm, kann ja mal passieren".
    Aber das hat sicher damit zu tun, das es bei mir kurz vor 12 war und ich diese "Lockerheit" nicht mehr hatte.
    Denn bei mir wäre ein Rückfall schlicht und ergreifend tödlich ausgegangen.

    Zitat

    Es gab da einige von mir Getroffenen Entscheidungen, für Wege die nicht gut für mich waren.
    Ich bin Alkoholiker das ist Fakt.
    Diesen Fakt habe ich aber des öfteren aus den Augen verloren.
    Ich habe mich vor einiger Zeit(August 2019) wieder für die total Abstinenz entschieden.
    Auf diesem Weg möchte ich bleiben.

    Darf ich fragen, wie es bei Dir immer wieder dazu kam, für Dich gefährliche Wege zu beschreiten, die dann in Rückfällen endeten?
    Hattest Du keinen regelmäßigen Austausch mit anderen Betroffenen?
    Konntest Du die Gefahren nicht erkennen, die Dich rückfällig werden ließen.
    Würde mich echt interessieren !

    Zitat

    Ob das so sein wird kann ich nicht Schwören oder Versprechen.
    Muss und möchte und kann ich auch nicht
    Ich bin Suchtkrank Alkoholiker .

    Schwören oder versprechen kann ich natürlich auch nix, würde ich auch nicht wollen.
    Aber ich sehe Rückfälle auch nicht als Ausrutscher, die immer mal wieder passieren können.
    Ich kann das einfach nicht so leichtfertig sehen, mir ist meine Trockenheit das Wichtigste auf der Welt... alles andere kommt wirklich erst danach.
    Kann erst danach kommen... denn auf mein trockenes Leben baut alles andere geradezu auf.
    Bin damit auch die letzten 18 Jahre sehr gut gefahren, also bleibe ich mal bei meiner Art Umgang mit meiner Alkoholkrankheit.

    LG Sunshine

    Hallo Peter und Willkommen hier im Forum!

    Du schriebst:

    Zitat

    Mein Hausarzt und die Leiterin der Gruppe helfen mir nun die erforderlichen Unterlagen für eine REHA zusammenzustellen. Diese brauche ich nämlich, weil mein Körper sich immer wieder meldet (Wasser im Mund zusammenlaufen) und nach Alkohol ruft. Jetzt meine Frage an die Gemeinschaft - wie komme ich am schnellsten zu einer REHA?

    Als ich das las, erinnerte ich, das es mir auch noch lange Zeit so ging mit dem "Wasser im Mund zusammenlaufen".
    Dabei wollte ich aus tiefster innerer Überzeugung nach meiner Entgiftung nie wieder trinken.
    Was ich übrigens bis heute, ca. 19 Jahre später, nicht getan habe. :wink:
    Ich kann es gar nicht genau erklären, denn ich ekelte mich zu dem Zeitpunkt schon vor Alk, auch vor dem Geruch desselbigen.
    Trotzdem lief mir das Wasser im Mund zusammen, wenn ich nur ne Alk Werbung im Radio hörte.
    Das passierte aber ebenso mal, als ich Glühwein roch an einem Marktstand im Winter, da wurde mir speiübel und auch dann läuft bei mir so das Wasser im Mund zusammen.

    Ich denke, dagegen wird auch keine REHA der Welt helfen :wink: solche Reaktionen scheinen eher tief eingegraben zu sein aufgrund unseres sehr langen Alkoholmissbrauchs.
    Das dauert seine Zeit, bis diese Muster und wahrscheinlich auch Reaktionen überschrieben werden.
    Ich kann Dir nicht genau sagen, wie lange das bei mir so ging mit dem "Wasser im Mund zusammen laufen", aber 2-3 Jahre mit Sicherheit, vielleicht auch länger...

    Ich wünsche Dir trotzdem viel Erfolg für eine REHA, dazu kann ich allerdings persönlich nichts beisteuern, weil ich noch nie eine hatte.

    LG Sunshine

    Hmmm, eine schwierige Situation, Sonnenherz.
    Ich habe ein bisschen das Gefühl das Dein Mann Deine Eltern grundsätzlich nicht bei Euch haben will.
    Bist Du Dir sicher, das er das wirklich noch will, das sie zu Euch ziehen... jetzt wo es ernst wird?

    Ich kann nur aus meinen Erfahrungen sprechen, ich hatte nie eine Therapie und bin seit ca. 18 Jahren trocken.
    Eine Therapie ist auch keinesfalls ein Garant, das jemand trocken bleibt.
    Manche Leute machen eine Entgiftung nach der anderen und haben auch schon mehrere Therapien hinter sich... und saufen trotzdem weiter...
    Es kommt drauf an, was Dein Vater wirklich will, wie ernst es ihm ist und ob er bereit ist, wirkliche Veränderungen in seinem Leben vorzunehmen.

    Du schreibst, das er bereits 10 Wochen ohne Alkohol ist, dann ist er längst entgiftet.
    Wie sich das mit dem alkoholfreien Bier verhält, weiß ich nicht, das kann ich nicht beurteilen.
    Aber darauf verzichtet er ja Deinen Worten nach auch schon seit 14 Tagen.
    Eine Entgiftung wäre demnach ja witzlos, wenn er seit 14 tagen keinen Alkohol mehr zu sich genommen hat.
    Was soll da noch akut entgiftet werden?

    Und eine Therapie könnte man zwar als Zeichen des Willens zur Abstinenz einstufen, aber wie gesagt, viele werden trotzdem rückfällig.
    Ich WOLLTE nie wieder trinken, war froh, als ich entgiftet war und bin dann meinen weiteren Weg ohne Thera gegangen.
    Für andere wäre wiederum eine Therapie sinnvoll, das kann man nicht so pauschal sagen. Hier im Forum sind auch einige ohne spezielle Therapie trocken geworden und sind es auch noch.
    Es gibt auch in dem Sinne keinen "richtigen Weg" in die Trockenheit, dem einem hilft dieses, dem anderen jenes.
    Ich halte unsere Grundbausteine für die Trockenheit als ausgesprochen guten Wegweiser, leider habe ich momentan keinen link dahin, vielleicht hilft mal ein Mod aus?
    Aber sonst muss jeder auch seinen eigenen Weg finden.

    Nochmal speziell zu Deiner/Eurer Situation:
    Dein Vater hat ja aufgehört zu saufen, hat er sich denn mal geäußert, warum und wie er sich sein weiteres Leben vorstellt?
    Ich könnte mir vorstellen, das so ein Umzug auch eine Art Hype sein kann und dann fällt man doch in alte Verhaltensweisen zurück...
    Oder aber, man hat geschnallt, was wirklich mit einem los ist, nämlich das man alkoholkrank ist und gemerkt, das man so nicht weiter leben möchte.
    Wir kennen ja Deinen Vater nicht, können das also überhaupt nicht einschätzen.

    Ich für meinen Teil habe auch Menschen in einer realen SHG kennengelernt, die durchaus schon älter waren, als sie trocken wurden, nämlich in den Siebzigern.
    Sie wollten so nicht mehr weiterleben mit dem Suff, haben sich Hilfe gesucht und auch in dem Alter noch einen Weg in ein trockenes Leben gefunden.
    Es kommt also immer drauf an, wie es innendrin in einem aussieht und was man möchte...
    Es ist nie zu spät, trocken zu werden, das habe ich in meiner ehemaligen realen SHG auf jeden Fall gelernt.
    Von daher sehe ich durchaus gute Chancen auch für ältere Menschen, die wirklich aus dem Suff aussteigen wollen.
    Wie es in Deinem Dad innendrin so aussieht, weiß ich allerdings nicht.

    Vielleicht sollte man den Umzug auf einen späteren Zeitpunkt verschieben?
    Aber irgendwie habe ich das Bauchgefühl, das Dein Mann seine damalige Meinung geändert hat und das gar nicht mehr möchte.
    Kann das sein oder irre ich mich da komplett?
    Und welche Bedingungen wird er noch stellen? Vielleicht fällt ihm nach einer Thera noch was Neues ein und er will so den Umzug einfach immer weiter rausschieben, bis die Sache erledigt ist, keine Ahnung.
    Ich finde es jedenfalls irgendwie merkwürdig, das er bestimmte Bedingungen an Deinen Vater stellt, ich finde das beinahe übergriffig.
    Hätte jemand sowas bei mir versucht, hätte ich wohl einfach "Du kannst mich mal... dann halt nicht" gesagt :wink:
    Und damit wäre das Ding dann auch durch gewesen.
    Ich hätte mir keine Bedingungen stellen lassen für auch nur irgendwas.
    Mag sich jetzt etwas komisch anhören, aber ich habe eine Krankheit und werde deshalb nicht in Sack und Asche gehen und tun, was andere Leute gern möchten.
    Zumal ich davon ausgehen würde, das die Begründung nicht echt ist und es um was ganz anderes geht.
    Denn dann würden wahrscheinlich immer neue Auflagen und Bedingungen aufgetischt und dazu hätte ich echt kein Bock.
    Aber so bin ICH halt, Dein Vater ist nicht ich und ich bin nicht Dein Vater :wink:

    LG Sunshine

    Zitat

    Er meinte damals aber, es wäre ihm egal, ob ich was trinke und ich müsse mich nicht wegen ihm einschränken.
    Ein Zeichen, dass er es nicht wirklich Ernst gemeint hat? Oder totale Überheblichkeit? Oder eine Mischung aus beidem?

    Hm, also ich würde nicht sagen, das man es grundsätzlich nicht ernst meint, wenn man sowas sagt.
    Viele unterliegen ja dieser Selbstüberschätzung, das es ihnen nix ausmache, wenn jemand in ihrer Gegenwart Alkohol trinkt.
    Und man möchte das auch nicht zugeben, denn es ist doch "das eigene Problem und nicht "das der anderen".
    Ich glaube, wer so denkt, hat sich mit dem Wesen der Alkoholkrankheit noch nicht eingehend befasst und auch nicht mit der eigenen Erkrankung genügend auseinander gesetzt.
    Oder will es auch gar nicht.
    Es kann also Unwissenheit gepaart mit Selbstüberschätzung sein oder auch das Nicht-Wahrhabenwollen, das "nur nicht trinken" nicht ausreichend sein wird.
    Viele kommen mit der Zeit selbst drauf, oft auch mit Unterstützung einer SHG oder dem Arzt, das es so nicht funktionieren wird.
    Und betreiben dann doch lieber Risikominimierung, zu der wir hier ja auch raten.
    Andere werden halt rückfällig... wahrscheinlich sogar der größte Teil, denn die Rückfallquote ist ja immens hoch bei unserer Erkrankung.
    Und ein kleiner Teil hockt vielleicht tatsächlich weiterhin trocken in der Kneipe und demonstriert so Stärke, was gar keine ist, sondern eher pure Dummheit.

    Das alles ist jetzt meine persönliche Einschätzung, aufgrund meiner eigenen Erfahrungen, auch die hier gesammelten und in einer realten SHG.
    Andere mögen das anders sehen, Melina.

    LG Sunshine

    Liebe Melina, Du schriebst:

    Zitat

    Neulich hat er aber ganz offiziell sein Hefeweizen getrunken und ist trotzdem noch parallel an den Wein gegangen

    Hartmut antwortete Dir darauf:

    Zitat

    Er hatte sein „Level" noch nicht erreicht was er als Süchtiger für sich braucht. . Da geht es auch nicht um Wein, Bier oder Schnaps. In Wein ist mehr Alkohol wie in Bier. Da geht es eben schneller. Zudem man als Alkoholiker immer unter Druck steht und nicht weiß wie man wieder an den Stoff kommt und haut dann alles schnell weg.

    Es ist genau so, wie es Hartmut beschreibt !
    Es ist ja unbestritten eins der eindeutigsten Symptome unserer Krankheit, den Alkoholkonsum nicht unter Kontrolle zu haben.
    Sobald man was getrunken hat, schreit der Körper nach MEHR !
    Und der Kontrollverlust nimmt seinen Lauf... denn es ist nie genug.
    Und Ja, dazu kommt, das man sich eintrichtert, was man bekommen kann, und je schneller es ballert, umso besser.
    Man ist immer darauf bedacht, irgendwie seinen Pegel zu halten, um nicht auf Entzug zu kommen.
    Und dazu ist auch im Grunde jedes Mittel recht.

    Dein Partner trinkt ja wieder, ist also rückfällig geworden.
    Und er will es auch so, er WILL ja wieder trinken und nichts auf der Welt wird ihn davon abhalten können.
    Ich habe im Laufe der Jahre mit einigen Rückfälligen gesprochen...selbst hatte ich noch keinen Rückfall und ich hoffe, das bleibt auch so.
    Bei mir ist es allerdings so, das ich trocken wirklich zufrieden und manchmal auch glücklich bin in meinen Leben, der Alk spielt keine Rolle mehr.
    Ich stehe also zu 100% hinter meiner Trockenheit, weil ich dieses Leben liebe und es mir so sehr gewünscht habe.
    Aber zurück zu den Rückfälligen... da war anfangs oft noch die Hoffnung, kontrolliert trinken zu können.
    Ich kenne aber echt keinen einzigen, wo das funktioniert hat.
    Der eine ist schneller wieder drauf, sozusagen von jetzt auf gleich und säuft dann auch noch mehr als je zuvor, wegen dem Gefühl, seit Wochen, Monaten oder Jahren auf etwas verzichtet zu haben.
    Bei anderen ging es nicht ganz so schnell, sondern zog sich über einige Wochen hin, bis sie wieder auf dem alten Level oder auch schlimmer drauf waren.
    So sieht es leider mal aus, Melina. :?

    LG an Dich,
    Sunshine

    Hartmut is grad nich da... dürfen auch andere Alkoholiker antworten? :wink:

    Zitat

    Belügt sich ein Alkoholiker auch selbst oder gezielt nur die Angehörigen um in Ruhe weiter trinken zu können. Also ist es mehr Manipulation oder glaubt er selbst, was er sagt?


    Beides, würde ich sagen.
    Man belügt sich schon selbst, weil man die Wahrheit nicht sehen will.
    Und Ja, man belügt auch die Angehörigen, um seine Ruhe vor denen zu haben.
    Man verspricht auch das Blaue vom Himmel, wenn nötig.

    Ich persönlich habe oft versprochen, weniger zu trinken, aber nie, gar nix mehr zu trinken.
    Das ist mir übrigens erst neulich so ein/aufgefallen, das es so war. Obwohl ich schon viele Jahre trocken bin.
    So habe ich mir natürlich auch immer Hintertürchen offen gehalten.
    Wenn dann die Wogen wieder geglättet waren, habe ich wieder mehr gesoffen.

    Zu den Manipulationen:
    Erstmal: Jedermann manipuliert im Grunde jeden Tag, auch ohne das groß zu merken :wink:
    Gezielte Manipulationen sind für mich dann nochmal ne andere Sache.
    Natürlich habe ich auch manipuliert, auch wegen meiner Sauferei, ganz klar. Ich wollte aber niemanden damit gezielt schaden, habe es aber sicher trotzdem getan.

    Und Ja, ich habe auch oft selbst geglaubt, was ich sage. Auch meinen Versprechungen, das ich weniger trinke.
    Insgeheim wollte ich auch aufhören, aber ich habe es nicht geschafft. Die Sucht war immer stärker, und wenn man richtig auf Entzug ist, dann hat das auch wirklich angsteinflössende Symptome, und man trinkt oft auch allein deshalb wieder.
    Obwohl man es nicht wollte.
    Ich konnte erst aufhören, als ich professionelle Hilfe bekam. Aber dann wollte ich es auch wirklich und auch nie wieder in den Suff zurück.

    Melina, ich kann mir ja denken, warum Du diese Fragen stellst :wink:
    Dein Partner säuft ja wieder, weil er sich nicht vorstellen kann, sein restliches Leben abstintent zu leben.
    Er hat sich so entschieden, und dann kannst Du auch nix machen, dann ist das so, er darf sich ja so entscheiden.
    Du darfst aber auch Deine eigenen Entscheidungen treffen.
    Bedenke, das es bei der Sucht immer nur bergab geht, wenn man das Suchtmittel (wieder) konsumiert.
    Musst Du wissen, ob Du dabei sein möchtest... oder eher aussteigst.

    LG an Dich
    Sunshine

    Meinst Du also, wenn Dein Mann weniger trinkt, baut er mehr Mist? Ist das so zu verstehen?
    (Mit Entzug ist übrigens gemeint, komplett die Droge zu weg zu lassen, also völlig abstinent zu leben.
    Das was er macht, ist schlicht und ergeifend "runtertrinken", also nicht mal ne Trinkpause, und es ist meilenweit von einer Abstinenz entfernt)

    Was möchtest Du denn, Jscky?
    Das er besser durchgehend trinkt, weil er dann leichter für Dich händelbar ist?
    Und den Job aufgeben, weil Du dann nicht tagsüber allein sein müsstest?

    Und jetzt mal ganz im ernst, es reicht doch niemand eine Scheidung ein, weil ein Polizist einem das nahe legt !
    Sorry, aber das ist ja geradezu lächerlich, sowas macht doch keiner.
    Das hört sich für mich für ne ganz billige Ausrede an, weil er keinen Hintern inner Hose hat, selbst die Verantwortung dafür zu übernehmen.

    Zitat

    Aber jedes mal hat mich seine Gleichgültigkeit dabei so getroffen.


    Hast Du schon mal drüber nachgedacht, das Du ihm gleichgültig BIST und er sich deshalb so verhält?
    Vielleicht IST es einfach so? Dann kannst Du nichts dagegen tun, dann sind das einfach Tatsachen.
    Denen man sich dann auch besser stellt und seine Konsequenzen zieht.

    Jscky, ich weiß, das ich Dich reize mit meinen Worten und Du das alles nicht hören willst.
    Du denkst, was will die blöde Kuh von mir, die soll mir nicht schreiben, was ich nicht lesen will!
    Weißt Du, was ich an diesem Forum so besonders schätze?
    Das es hier eben nicht so oberflächlich zugeht und nicht unbedingt das geschrieben wird, was ein anderer gern lesen möchte.
    Hier wird außerdem aus eigenen Erfahrungen berichtet, es gibt hier so einen reichhaltigen Erfahrungsschatz, aus dem man unendlich schöpfen kann... wenn man es denn will.

    Du schreibst, was Du alles unternimmst, und ich nehme das durchaus zur Kenntnis und finde das auch richtig klasse!
    Das ist der richtige Weg und ich wünsche Dir von Herzen die Kraft und den Mut, Dein Elendstal da verlassen zu können.
    Und einen guten Job und eine eigene Bude !
    Denn es geht Dir ja nicht gut mit diesem Mann, nicht wahr?
    Und ihm wohl auch nicht mit Dir, auch das ist wahrscheinlich eine bittere Wahrheit.
    Kannst Du Dir vorstellen, eine räumliche Trennung einzuleiten? Kämst Du damit klar?

    Weißt Du, was mit auch auffällt. Du schreibst sehr viel über ihn, ihn und nochmals ihn.
    Du kannst Dir aber hier nur Hilfe für Dich selbst suchen und finden.
    Für uns sind seine Rachenentzündung, Magenprobleme, der Tablettenmissbrauch und all seine anderen Malaisen eher uninteressant.
    Denn Du bist ja hergekommen, um nach Hilfe zu suchen, nicht er.
    Mir ist auch durchaus klar, das man sich erstmal alles von der Seele schreiben möchte, das ist ja auch verständlich.
    Aber irgendwann sollte es damit dann auch mal gut sein und man sollte seine Aufmerksamkeit sich selbst zuwenden.
    Denn ihn kannst Du nicht ändern, egal was Du auch versuchst.
    Aber DEINE Situation kannst Du beeinflussen und verbessern.

    Also denke bitte nicht, das ich Dir etwas böses will, aber ich werde mir auch nicht verbieten lassen, das zu schreiben, was ich denke.
    Und dazu verwende ich eine sehr direkte Art, das ist sicher richtig.
    Dem einen hilft es, dem anderen nicht. Kommt halt immer drauf an.
    Schaden will ich aber sicher niemanden hier, auch Dir nicht, eher im Gegenteil.
    Und gut, das Du nicht gleich wieder weggelaufen bist, denn wie gesagt, gibt es hier einen sehr großen Erfahrungsschatz, aus dem vielleicht auch Du positives für Dich schöpfen kannst.

    Sunshine

    Hallo Jscky,

    Ich komme mit diesem "im Entzug sein" nicht klar, was meinst Du denn genau damit, das er "im Entzug ist" ?
    Lebt er dann abstinent, trinkt dann aber wieder, oder wie ist das zu verstehen?
    Ein Entzug ist ja körperlich zeitlich begrenzt, also wird er regelmäßig rückfällig und beginnt immer neue Entzüge?
    Blicke da echt nicht durch, was Du damit meinst...

    Aber es soll hier ja nicht um ihn gehen, sondern um Dich. Ist nur mal so interessehalber, weil ich es einfach nicht kapiere.

    Gruß Sunshine

    Hallo Jscky,
    Du bist voller Selbstmitleid und Vorwürfe gegen Deinen Ex.
    Hat er es tatsächlich gewagt, eine Entscheidung zur Trennung zu fällen, OHNE DICH UM ERLAUBNIS ZU BITTEN???
    Das ist ja ungeheuerlich ! :shock:
    Du versinkst ja völlig im IAS-Syndrom (IchArmeSau), ich habe selbst hier selten so eine selbstmitleidige, unreflektierte Tour erlebt. :?
    Und manchmal kann ich gut nachvollziehen, warum sich ein Partner trennt, ohne das ich auch nur ein Wort von der "Gegenseite" gehört habe.

    Jscky, er DARF sich trennen und Du hättest es auch gedurft.
    Er ist nicht Dein Eigentum und Du nicht seins, wir leben hier in Deutschland !... hier gibt es keine Leibeigenschaft mehr !

    Sieh mal zu, das Du den Hintern hoch bekommst und die Verantwortung für Dich selbst und Dein Leben übernimmst, Du bist erwachsen.
    Und ich denke, wir alle mussten schon Trennungserfahrungen machen, die weh taten, mich eingeschlossen.
    Noch schlimmer ist es, wenn man "abserviert" wurde, auch das ist mir schon passiert.
    Ich weiß also auch, wie man sich dann fühlt...und Wut kenne ich ebenfalls sehr gut.
    ABER... man hat den anderen doch auch mal geliebt, und ich kann nicht verstehen, das man das völlig vergißt.
    Ich für meinen Teil bin immer fair geblieben, auch wenn ich abserviert wurde und wirklich wütend war.
    Der andere ist ja auch immer noch ein Mensch!
    Und auch geliebte Menschen muss man manchmal wieder gehen lassen...loslassen, ihren eigenen Weg gehen lassen.
    Das gehört einfach auch zum Leben dazu!
    Kein Leben ist ein Ponyhof, wo alles immer toll läuft und so wie man es gern hätte oder vorgestellt hatte...
    Auch Erfahrungen, die weh tun, gehören zum Leben und dem eigenen Erfahrungsschatz, das ist einfach so.

    Sieh mal zu, das Du Deine Wut in Griff bekommst und sie möglichst in Energie für Dich selbst umsetzt.
    Wenn Du das allein nicht schaffst, dann suche dazu bitte auch professionelle Hilfe.
    Es gibt Psychologen, die auf sowas spazialisiert sind, die können weiter helfen, indem sie Wege aufzeigen.
    Wird jetzt Zeit, Deinen eigenen Weg weiter zu gehen, Dein Ex hat seine Entscheidung ja schon getroffen.
    Aber wenn Du lieber weiterhin auf ihn starren willst und für alles die Schuld geben möchtest, dann ist das auch Deine Sache.
    Bringt Dich persönlich allerdings keinen Millimeter weiter.
    Und nochwas... bei Trennungen lief fast immer von beiden Seiten was schief...ich glaube nicht an Trennungen, an der ausschließlich einer allein Schuld trägt.
    Allein das Wort Schuld finde ich schon unangebracht, sag ich mal lieber, jeder trägt einen Teil zur Trennung bei, die geschehen selten aus heiterem Himmel.
    Und dem Alkohol an allem die Schuld zu geben ist auch zu einfach...

    LG Sunshine

    Zitat

    Es ist keine "richtige" Einsamkeit, sondern eher ein immer mal wieder plötzlich auftauchendes "komisches" Gefühl (innere Leere, Herzrasen, Panikattacken, usw). Ich spüre dann, wie mich die Angst beschleicht.

    Weißt Du, was ich denke, Lilli?
    Alles, was neu und ungewohnt ist, verursacht erstmal ein Gefühl des "Nicht-Richtig"-Seins.
    Zumindest geht das mir so und ich habe es auch von anderen schon öfters so gehört oder auch hier gelesen.

    Beispiel:
    Als ich aufhörte zu arbeiten, war das für mich die richtige Entscheidung und sie war auch wohl überlegt.
    Ich hatte aber zu dem Zeitpunkt fast 33 Jahre Berufsleben hinter mir und war es also gewohnt, arbeiten zu gehen.
    Ich fiel auch in kein großes Loch oder so, aber lange Zeit fühlte sich meine Entscheidung trotzdem falsch an.
    Nicht die ganze Zeit, es war mehr so ein Aufblitzen von Gefühlen und das fühlte sich dann immer unbehaglich an.
    Sogar heute noch, fast 9 Jahre später, gibt es, wenn auch selten, noch dieses aufblitzende Gefühl.
    Mit meiner Entscheidung habe ich allerdings nie gehadert, trotzdem war und ist es so.

    Dann, vor 4 Jahren erlebte ich ähnliches...
    Mein Mann war viele Jahre in Russland beruflich tätig und kam nur alle 14 Tage über WE nach Hause.
    Nach der Überwindung meiner Flugangst konnte ich ihm vor 4 Jahren dann nach Russland folgen, wir lebten von da an halb hier in D und halb in Russland.
    Ich reiste das erste mal voller Vorurteile mit, die ich schon nach ein bis zwei Tagen komplett über Bord werfen konnte :lol: es stimmte rein garnix davon.
    Im Grunde liebte ich Russland von der ersten Minute an, und in den letzten 4 Jahren ist es mir wie eine zweite Heimat geworden.
    Ich liebe es dort zu sein, freue mich immer drauf, wenn wir wieder rüber fliegen und alles ist gut. :)
    Und TROTZDEM: Manchmal liege ich dort abends im Bett und denke, ach Du meine Güte, ich bin so weit weg von Zuhause, ich gehöre doch gar nicht hier her, es ist falsch, hier zu sein und es fühlt sich in dem Moment auch falsch an.
    Weil es immer noch manchmal ein bisschen ungewohnt ist.
    Wenn ich dann aufstehe, und aus dem Fenster schaue und daran denke, was ich am nächsten Tag unternehmen werde, wo ich hinfahren könnte, wo vielleicht tolle Fotomotive sind oder so, dann ist das Gefühl auch ruck-zuck wieder weg und alles ist wieder gut.

    Verstehst Du, wie ich es meine?
    Manche Entscheidungen SIND richtig, und auch wohlüberlegt und alles... und trotzdem können sie sich erstmal oder auch für längere Zeit falsch anfühlen.
    Dieses Gefühl kommt... geht aber auch wieder :wink:
    So zumindest meine eigene Erfahrung. :)

    Und nochmals zu Deinem XY:
    Noch ist alles Gelaber bzw. Geschreibsel... er hat definitiv noch nichts in eine sichtbare und überprüfbare TAT umgesetzt, oder?
    Ich könnte auch lustig links verschicken und mir was ausdenken, wann ich dort zur Entgiftung gehe und bliblablubb...
    Alkoholiker sind da sehr erfinderisch...um ihren CO so schnell wie möglich wieder auf die Rolle zu bekommen.
    Und manchmal meint man es auch tatsächlich so.
    Leider verfliegen derartige Versprechungen aber auch oftmals sehr schnell wieder.
    Weil man auf einmal wieder der Meinung ist, es doch allein schaffen zu können, weil man mal ein paar Tage alkfrei sein konnte.
    Man beginnt, sich wieder alles schön zu reden, davon rumzulabern, das man doch kontrolliert trinken könnte, weil man die Pulle doch wieder am Hals hatte...und alles beginnt zeitnah von vorn.
    Alles selbst so erlebt und auch praktiziert.
    Dein Ex darf erstmal Nägel mit Köpfen machen, und er muss Dich ja auch nicht von jedem Schritt unterrichten, er ist doch kein Kind mehr, sondern schon groß, nicht wahr?
    Es ist so auch nicht gut und auch in meinen Augen nicht okay, seinen Partner oder andere nahestehende Personen da so mit reinzuziehen in die ganze Sache.
    In Deinem Fall sehe ich es sogar so, das er Dich da fest mit einbinden will, um Dich sozusagen damit auch festhalten zu können.
    Lasse Dir bitte nicht solche neuen Verantwortungs-Fesseln anlegen, wo Dich Dich gerade erst mühevoll frei gestrampelt hast !
    Er ist selbst für sein Leben verantwortlich, auch dafür, die Entgiftung einzuleiten und dann weitere Schritte zu gehen.
    Lass ihn da erstmal machen...und zwar ALLEIN. Du bist nicht seine Mama und er ist kein Kind mehr.

    LG Sunshine

    LG an Dich

    Hallo Lilli,
    ich möchte Dir auch mal meinen Respekt aussprechen, wie gut Du bisher alles geschafft hast.
    Denn einfach ist das ganz sicher nicht !
    Und trotzdem notwendig, wenn Dir Dein eigenes Leben noch was wert ist.
    Sie froh, das Du da nun erstmal raus bist, alles weitere wird sich finden...

    Zitat


    Ich hatte gestern Abend wieder dieses Gefühl der Einsamkeit. Bin zwar irgendwie stolz auf das Erreichte und froh, nun Zeit für mich zu haben. Trotzdem überkommt mich immer wieder dieses flaue Gefühl im Magen. Ich fühle mich allein und habe (vorübergehend) Angst, das alles nicht zu schaffen. Ich habe bisher viel erlebt und bin nach dem Hinfallen auch immer wieder aufgestanden. Aber trotzdem gibt es diese Momente im Leben, in denen mir alles zuviel wird.

    Hach... und ich liebe das Alleinsein sooo sehr ! :D
    Seit mein Mann in Rente ist, hat sich einiges geändert, unter anderem auch die Möglichkeit, viel allein zu sein.
    Davor war ich oft allein und habe das auch auf eine gewisse Art genossen :wink:
    Keiner, der mir reinquatschte, Freizeit, die ich gestalten konnte wie ich wollte, dazu das Abenteuer, ein fremdes Land kennenlernen zu können, ich trauere diesen Zeiten direkt etwas nach :oops:
    Ich liebe auch mitunter die Einsamkeit, suche sie auch immer wieder und brauche das auch !

    Gegen Einsamkeit kann man aber auch was tun, wenn man anfängt, darunter zu leiden.
    Dann geh unter Leute, suche Dir neue Freunde, baue Dir einen eigenen Bekanntenkreis auf oder erweitere den vorhandenen!
    Manchmal hilft schon ein Stadtbummel, ein Besuch in nächsten Freibad oder ein Spaziergang im Park, wo auch andere Menschen sind.
    Und oftmals ergibt sich so auch das ein oder andere Gespräch...und mitunter auch mehr.

    Hast Du ein bestimmtes Hobby? Dann bilde Dich darin weiter, gerne auch mit anderen zusammen.
    Ich habe mir beispielsweise durch die Wiederbelebung meines Hobbys Fotografie einen ganz neuen Freundeskreis aufgebaut, der nun schon seit fast 10 Jahren besteht.
    Ich musste da allerdings selbst hingehen und aktiv werden (und auch bleiben)... denn sie hätten sicher nicht an meiner Tür geklingelt und gefragt, ob ich Bock zum Mitmachen habe... :wink:
    Baue Du Dir doch auch neue Kontakte auf, oder spricht was dagegen?
    Hilft auf jeden Fall gegen die Einsamkeit.

    Deinem Ex hast Du ne eindeutige Ansage gemacht, die völlig okay so ist, er kann nun handeln oder es auch sein lassen.
    Du hast ihm seine Eigenverantwortlichkeit zurück gegeben oder darauf aufmerksam gemacht (weiß nicht, wie weit Du Dich da schon involviert hattest?)
    Ob es bei Worten bleibt oder Taten folgen, steht in den Sternen.
    Ich habe auch mehrmals versprochen, weniger zu trinken und bliblablubb... allerdings nie, ganz aufzuhören.
    Ich tat das allerdings hauptsächlich, um die Wogen zu glätten und weiter machen zu können wie bisher.
    Es gab auch diverse Versuche, aufzuhören... aber mir war zu dem Zeitpunkt gar nicht klar, das ich allein gar keine Chance gegen die Krankheit hatte.
    Ich konnte erst aufhören, als ich professionelle Hilfe bekam, und keinen Tag eher.

    Worte sind bei einem nassen Alkoholiker oftmals nur Schall und Rauch und verfolgen einen ganz gewissen Zweck.
    Weit seltener folgen allerdings Taten... aber die sind das EINZIGE, was ZÄHLT !
    Denke da bitte immer dran.
    Oder wie Hartmut immer schreibt: Tun kommt von tun!
    (Und nicht vom Rumlabern, so mal als Ergänzung von mir persönlich :wink: )

    LG an Dich, und halte die Ohren steif und tu bitte was gegen Deine Einsamkeit, um da nicht noch weiter reinzugleiten und am Ende dadurch CO-rückfällig zu werden.
    Sunshine

    Hallo Lilli,

    Freitag Abend, WE... hoch die Tassen !!
    Normales Alkie Verhalten, das alles hat mit Dir rein gar nix zu tun !
    Wahrscheinlich gehts heute dann auch weiter, mind. bis Sonntag.
    Bedeutet für Dich, weitere Nachrichten von ihm, die immer verwirrter und ätzender werden... schwankt halt je nach Pegel.
    So denk ich mir das mal... :wink:

    Lilli, bitte schütze Dich selbst vor weiteren Nachrichten! Tu Dir das nicht an, es bringt außerdem NIEMANDEN was, kostet Dich nur endlos Nerven.
    Und es ändert die Situation kein Stück, mache Dir mal da keine Hoffnungen.
    Sei Dir bitte selbst mal was wert und stoppe diesen Mist !
    Du bist doch nicht sein seelischer Abfalleimer oder sonstiger Huisnblasi :roll:

    Wenn Du weiterhin zur Ruhe kommen und vor allem Abstand bekommen willst, dann lasse keine weiteren Nachrichten mehr zu!
    Oder willst Du lesen, wie schlecht es ihm geht und wie sehr er Dich vermisst??
    (Verschafft Dir das eine innere Genugtuung oder sogar das Gefühl von Macht, was Du behalten willst?)
    Kannst Du auch machen und immer weiter den Schmarrn lesen, was ein Angesoffener so abseiert.,
    Ist aber auch nur ein Drücken von Knöpfen von ihm bei Dir, was er da abzieht und mit Liebe hat so ein unter Druck setzen auch rein gar nix zu tun.
    Aber dann kommst Du aus dieser Nummer in Bälde nicht raus, wenn Du immer weiter für ihn erreichbar bist.

    Wenn er FÜR SICH aufhören will mit Saufen, steht ihm Nichts und Niemand dabei im Wege !
    In Deutschland gibt es Hilfsangebote, danach würden sich Betroffene in anderen, nicht so wohlstands-strotzenden Ländern SEHNEN !
    Dazu gehört erstmal ne professionelle Entgiftung, evtl. eine folgende LZT oder zumindest die regelmäßige Teilnahme in einer SHG.
    Aber selbst das musst Du ihm nicht sagen, diese Informationen kann er an vielerlei Stellen beziehen !
    Und wenn er das durch hat, kann er sich doch mal wieder bei Dir melden, also wo ist das Problem??

    Kurzum Lilli, wenn Du nicht loslässt, wird sich auch nix ändern. Komm in die Handlung, oder eher in die NICHT-Handlung bezüglich dieser erbärmlichen Nachrichten.
    Mach Dich nicht zum Sklaven deines Handys und seiner Launen aufgrund seiner Sauferei.

    LG an Dich, und schau, Du bist nun schon so weit gekommen, es wird nun auch Zeit für den nächsten Schritt, nämlich den Kontaktabbruch zu Deinem Selbstschutz.
    Sunshine

    Hallo Lori,
    das hört sich doch alles supi an, wie Dein/Euer Leben läuft.
    Ihr habt Euch bestens mit Euren Abhängigkeiten miteinander arrangiert, klasse.
    So muss niemand leiden und allen geht es gut.

    Ob Dein Verhalten richtig ist?
    Wer will sowas schon beurteilen, ist doch Euer Leben und darin könnt ihr tun und lassen, was ihr wollt.
    Ihr seid beides erwachsene Menschen und könnt selbst entscheiden, wie ihr leben wollt.

    Meine Frage ist, was führt Dich denn in dieses Forum, wenn doch alles so supi bei Euch läuft?
    Oder ist es doch nicht ganz so?
    Wir sind nicht dafür da, um Urteile zu fällen, was richtig und was falsch ist oder in Ordnung oder nicht in Ordnung.

    Es gäbe ja auch für Dich ein anderes Leben, aber wie ich das lese, möchtest Du das gar nicht.
    Tja...da kann man dann nix machen.
    Ich wünsche Dir alles gute auf Euren weiteren gemeinsamen Lebensweg.

    LG Sunshine

    Also ich kenne das auch :wink:
    Vielleicht ist das auch ein ganz normaler Schutzmechanismus?
    Hilft aber nur kurz, denn irgendwann wird man ja doch wieder die Augen vor der Realität öffnen müssen.

    Was macht Dir denn Angst?
    Das Du die Sauferei Deiner Bekannten falsch einschätzt?
    Glaube ich nicht...das wird schon in fast allen Fällen richtig ein geschätzt.

    Oder hast Du Angst, das sie große Probleme mit dem Vorgesetzten bekommt?
    Ich sag Dir mal was...Vorgesetzte haben mit Alkoholismus der Mitarbeiter öfters was zu als man denkt.
    Manchmal kennen sie das Problem auch aus der eigenen Familie.
    Alkoholismus ist schließlich eine sehr verbreitete Krankeit.

    Ich denke Du machst keinen Fehler wenn Du den Alk-Missbrauch Deiner Bekannten meldest, denn hier werden Kinder in Mitleidenschaft gezogen und die können sich noch nicht selbst vor sowas schützen.
    Es kann sogar unter Umständen gefährlich für sie werden.

    Hast Du Hintergedanken, die Beziehung komplett zu Schritten wenn Du es meldest?

    Lg Sunshine

    Liebe Lilli, ich kann mich Morgenrots Worten nur komplett anschließen. Auch Caddas und den Leuten, die die Sache durchschauen und Abstand haben.
    Wir alle sehen, was da gerade abgeht.

    Ich wünsche Dir aus ganzem Herzen die Kraft, das jetzt durchzustehen!
    Du wirst Dir später mal selbst sehr dankbar sein, wenn der Schmerz und die Trauer nachlässt!
    Er wird nicht aufhören zu saufen weil er nicht mal ansatzweise erkennt, was wirklich los ist.
    Wie viel der Alk zerstört will er längst nicht wahr haben.
    Er will nur das Du bleibst und wird auch weiterhin versuchen Dich dazubehalten.
    Und wie oft kann man hier lesen, wie schnell ein CO ersetzt wurde durch einen anderen CO, wenn der alte CO nicht mehr gut funkte.
    Das allein sagt schon aus, das die ganze Chose rein gar nix mit Liebe zu tun hat.

    LG an Dich und ich denke an Dich.
    Sei stark und zieh es weiter so durch. FÜR DICH!!!
    Sunshine

    Ja nu, Lilli, Alkoholiker saufen nun mal, Gründe findet man immer.
    Muss er den Termin wegen dem Kaufvertrag für die Bude verschieben, ist es ein Grund zum Saufen.
    Hätte er ihn heute abgeschlossen, wäre es ebenso ein Grund zum Saufen gewesen.
    Draussen scheint die Sonne, Oh, wieder ein Grund zum Saufen...
    Scheint sie nicht, erst recht !
    Und in China soll n Sack Reis umgekippt sein, also wenn das kein Grund zum Saufen ist !
    Verstehst Du, was ich meine?
    ALLES ist im Grunde ein Grund zum Saufen, es ist völlig egal, man dreht es sich schon so hin... ich kenne das nur zu gut,
    bin selbst trockene Alkoholikerin.

    Ach lass die Möbel mal Möbel sein, schaff das wichtigste rechtzeitig in Sicherheit. Du weißt noch gar nicht, ob Du wirklich auf sie verzichten musst.
    Ansonsten sind es nur Möbel und ersetzbar, klammere Dich nicht an sowas materielles.
    Vielen ist schon die Hütte abgebrannt und die hatten dann gar nix mehr...Hauptsache, man kommt nicht selbst zu Schaden.

    LG an Dich und halte an DEINEM Plan fest.
    Sunshine

    Hallo Lilli,
    Erwachsene Menschen müssen damit klar kommen das nicht alles im Leben so läuft wie man es plant oder sich wünscht.
    Und können das normalerweise auch...das können teilweise ja schon Kinder.
    Man darf sich auch trennen wenn es für einen nicht mehr passt.
    Es ist auch egal ob er Dir die Schuld an allem gibt, ordne das mal als typisches Alkoholiker-Verhalten ein, mehr ist es nicht.
    Dann gibt er Dir halt die Schuld...soll er machen...
    Hauptsache Du bist da weg und raus aus der Sache!
    Ja klar machen nasse Alkies auch später noch Faxen, weil sie ihren CO zurück haben wollen.
    Mit Liebe hat das allerdings nix zu tun, also bitte nicht verwechseln.

    Ich würde ihm aus Fairness-Gründen mitteilen wie Deine eigenen Pläne sind und das die sich mit seinen nicht mehr decken.
    Es sei denn er neigt zur Gewalt und ist auch schon mal gewalttätig geworden.
    Er ist alkoholkrank und darum sicher nicht mehr fair, ich weiß.
    Aber deshalb muss man nicht genau so handeln.
    Ich persönlich halte nix von Auge um Auge und Zahn um Zahn.
    Weil ein anderer Mensch unfair ist muss ich ja nicht auch so sein.

    Sieh zu das Du da raus kommst...dann wird sich auch nach und nach das Chaos im Kopf lichten.

    LG Sunshine

    Zitat

    Was sind nasse Kreise? In meinem Bekannten und Familienkreis wird bei Feiern immer Alkohol gereicht. Hat jemand in der Firma Geburtstag, wird mit einem Glas Sekt angestoßen. Ich will nicht glauben, dass das alles Alkoholiker sind.

    Nö, das müssen doch nicht unbedingt deshalb Alkoholiker sein.
    Ich nenne das auch nicht "Nasse Kreise", sondern "nasses Umfeld" :wink: , aber das wäre jetzt Wortklauberei, Du weisst was ich meine.
    Wir LZT hier im Forum raten übrigens fast alle, das frisch Abstinente sich von nassem Umfeld fernhalten sollten.
    Und ja, das bedeutet auch, mal 1 Jahr lang oder auch länger sich von all dem fernzuhalten, sprich, Feiern, Partys, Schützenfeste und Arbeitsjubiläen etc.pp. nicht zu besuchen, wenn da Alk konsumiert wird.
    Um sich in dieser Zeit eine stabile Trockenheit aufbauen zu können, das ist der Hintergrund.
    Meist möchte man allerdings danach auch gar nicht mehr an sowas teilnehmen, weil man sich selbst geändert und ein anderes Leben aufgebaut hat mit einem weitestgehend trockenen Umfeld.
    Oder zumindest mit Menschen, die nicht in unserer Gegenwart trinken müssen.
    So zumindest die allgemeinen Erfahrungen hier, Ausnahmen bestätigen wohl wie immer die Regel.

    Weiter möchte ich das jetzt weder ausführen noch diskutieren, denn es wurde gerade wieder bis zum Abwinken diskutiert (wie so oft schon), auch im offenen Bereich des Forums.
    Ich muss hier niemanden missionieren, entweder glaubt man mal den LZT und denkt mal vorbehaltlos drüber nach und nimmt vielleicht auch den Rat von Menschen an, die schon den Weg in ein trockenes Leben kennen, im Gegensatz zu frisch Abstinenten!
    Oder man lässt es halt...mir ist das persönlich latte.
    Ich helfe gern, aber nur denjenigen, die auch wirklich Hilfe annehmen wollen, und ich merke recht schnell, wo das der Fall ist. :wink:
    Alles andere ist nur vergebliche Liebesmüh und verbrannte Zeit und ich habe auch nicht endlos davon.

    LG Sunshine