Beiträge von Sunshine_33

    Ich meinte natürlich: Alle Alkoholiker sind übrigens krank, nur sind die einen nass und die anderen trocken.

    Wenn es für Dich große Vorteile bei der Einkommensteuererklärung hat, dann lohnt es sich bestimmt.

    Ich schrieb auch absichtlich,das es ein Nachteil bei der Jobsuche sein KANN.
    Größere Betriebe müssen meines Wissens nach auch immer einen bestimmten Prozentsatz Schwerbehinderte beschäftigen.
    Dort ist das dann kein Nachteil, sondern die sind dann auch dran interessiert, ihre Quote zu erfüllen
    In eher kleineren Betrieben sieht es natürlich etwas anders aus.
    Und es kommt natürlich auch auf den Job selbst an, inwieweit die Behinderung da überhaupt eine Rolle spielt.

    Lg Sunshine

    Hallo,
    ich habe aucb einen Schwerbehindertenausweis.
    Ich benötigte dazu gewisse ärztliche Atteste, in einem stand das meine Polyneuropathie in den Fussgelenken
    wahrscheinlich durch toxischen Alkoholgenuss zustande kam.
    Im Schwerbehindertenausweis steht aber nichts davon.
    Von einer Heilungsbewährung habe ich noch nie etwas gehört.
    Und ich gehe davon aus das nasse Alkoholiker ebenso einen Schwerbehindertenausweis bekommen
    wie trockene. Wenn eine Schwerbehinderung eingetreten ist dann ist das nun mal Fakt.
    Alle trockenen Alkoholiker sind übrigens krank, nur sind die einen nass und die anderen trocken.

    Ich habe allerdings mit meinen 50% Schwerbehinderung allerdings noch keine Vorteile irgendwo gehabt.
    Dazu braucht es weitaus mehr Prozente.
    Ich kann es bei der Einkommenssteuererklärung angeben, das ist auch schon alles.
    Sollte man sich um einen neuen Arbeitsplatz bemühen müssen muss man übrigens eine
    Schwerbehinderung angeben.
    Von daher sollte man gut drüber nachdenken ob man einen Antrag stellt.
    Das könnte dann nämlich zu Nachteilen führen bei der Jobsuche.
    Ich für meinen Teil würde es mit meinem heutigen Wissen nicht nochmal beantragen.
    Weil es für mich keine bedeutenden Vorteile hatte, eher Nachteile.
    Aber man weiß halt vorher nicht genau was bei rauskommt
    Man muss also schon wirklich richtig dolle eingeschränkt sein um da auf 80% oder mehr zu kommen.
    Und drunter lohnt sich der ganze Zirkus nicht, so meine persönliche Meinung.

    lg sunshine

    dobryy vecher Ernest (was Guten Abend heißt :wink: )

    Zitat

    Dobryy Den' Sunshine (gemäß Google soll dies Guten Tag heissen...)


    Richtig ! :D Sehr gut, kannst schon mal Baikal-See buchen !

    Zitat

    denn lieben nicht die Russen die langen Reden? Aber vermutlich ist dies auch wieder so ein Cliché.

    Also ich würde sagen, kein Klischee, das stimmt nach meinen bisherigen Erfahrungen. :lol:

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    Vor ein paar Jahren hatte ich die Möglichkeit mit der TransSib zu reisen. Lehnte dies aber ab, wohl wissend ich wäre drei Wochen an der Wodkaflasche gehangen. Und wie schon mal erwähnt, war/bin ich noch nicht deppert genug, im Urlaub dasselbe zu tun wie zu Hause. Nämlich trinken. Na, wenn ich den trockenen Weg weiter begehe, kann ich die TransSib in ein paar Jahren immer noch nachholen. Und wenn, dann inkl. Wanderung am Baikalsee. Und mindestens 6 Wochen. Mal gucken.

    Es ist ein Traum von mir, mit der TransSib von Moskau nach Wladiwostok zu reisen.
    Ich hatte mir auch schon ein Buch dazu gekauft, aber dann ist unseren russischen Nachbarn über uns die Waschmaschine ausgelaufen und hat auch unsere Wohnung unter Wasser gesetzt. :?
    Das Buch war auch betroffen.
    Es war eh schon ziemlich dick, weil auf jeden noch so kleinen Bahnhof entlang der Strecke eingegangen wurde, aber nun ist es nochmal aufs doppelte aufgequollen. :roll::lol:
    Wie ich auf den feuchten Seiten las, sei eine Reise mit der TransSib eines der letzten Abenteuer auf dieser Welt, naja... ich würde mal eher sagen, auf Schienen... oder so :wink:
    Ich denke, dann müßte man auch oft Halt machen für einige Tage, um Land und Leute kennenzulernen und sich hemmungslos ins Abenteuer stürzen zu können.

    Der Baikalsee steht natürlich auch auf meiner Wunschliste...ich habe schon so viel darüber gelesen und mir auch erzählen lassen, es muss besonders im Winter ein Traum sein.
    Dann gibt es auf dem See sogar Verkehrsschilder, weil viele dann den See mit den Auto befahren. :shock::lol:
    Naja, und Kamtschatka mit seinen vielen Vulkanen würde ich auch sehr gern bereisen, auch davon schwärmen die Russen sehr.

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    Seit Jahresbeginn besuche ich einen 1 1/2 jährigen Vogelkurs. Feldornithologie nennt sich das hochgestochen. Da ich in der Freizeit sowieso in der Natur herumirre, will ich auch wissen, welche lustigen Geschöpfe mir immer nachpfeifen bzw. mich auslachen (z.B. der Grünspecht).

    Habs gelesen, das Du unter die Hobby-Ornis gegangen bist. Ich glaube, das hattest Du schon irgendwo erwähnt, ich wollte schon damals drauf reagieren.
    Bei mir war es anfangs auch so, das ich nur die üblichen Verdächtigen wie Meisen, Amsel, Star etc. kannte. Aber durch die Vogelfotografie wird man automatisch zum Hobby-Ornithologen, ich betreibe das auch regelmäßig mit anderen zusammen und so konnte ich auch da allerlei Wissen abgreifen.
    Ich habe damals gedacht, ich könnte nie die verschiedenen Rufe der Vögel auseinander halten, aber das war falsch, heute höre ich oft schon, welche gefiederten Geschöpfe in der Nähe unterwegs sind, ohne hinschauen zu müssen.
    Und die verschiedenen Flugbilder kann ich auch schon gut auseinander halten. So wird die Bestimmung dann immer einfacher mit der Zeit.

    Zitat


    Du fotografierst die gefiederten Freunde und ich gucke ihnen nach. Naja, das Nachgucken ist scheints eine männliche Unart. Frauen wollen mehr festhalten. Selbstverständlich rede hier ausschließlich über die Fauna.


    :lol:

    Naja, ich bin eine der wenigen Frauen in meiner Umgebung, die Wildlife-Fotografie betreiben, insbesondere die Vogelfotografie. Es ist immer noch ne Männerdomäne, von daher kann ich das nicht wirklich beurteilen, ob es so ist. Aber wir rücken langsam auf und mir ist es immer ne Freude, wenn auch mal ne Frau dabei ist.

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    Nach meiner post-post-post-etc-spätpubertären Weihnachtskrise bin ich wieder wohlauf. Alkgedanken sind wieder mal im Nirgendwo und lauern vermutlich dort in alle Ruhe auf einen unverhofften Anschlag.

    Muss man mit rechnen, das die sich immer mal wieder melden, das ist kein Grund zum Schämen. Wir haben ja nicht nur 3 Wochen lang gesoffen, sondern Jahre bis Jahrzehnte, alles braucht seine Zeit.
    Mit der Zeit kommen die Alkgedanken immer seltener, so war es zumindest bei mir.
    Mittlerweile lassen sie mich schon seit Jahren weitestgehend in Ruhe.
    So darf es auch bleiben.

    Ich sende Dir viele liebe Grüße und freue mich, mal wieder von Dir gehört zu haben, lieber Ernest !
    Sunshine

    Zitat

    Auch die Wortwahl ist gewöhnungsbedürftig: "Wenn Sie erst einmal erwacht sind" und "neu entdeckte innere Göttlichkeit".

    Ach Du meene Jüte :shock::lol::lol:

    Bei bestimmten Online-Anbietern wie beispielsweise Amaz*n kann man übrigens Bücher auch zurücksenden, auch wenn sie geöffnet wurden :wink:
    Ich hatte mal ein Bastelbuch für Kinder bestellt, was extrem minimalistisch und unübersichtlich war, hätte ich es im Laden gesehen,
    hätte ich es niemals gekauft.
    Habe mich richtig drüber geärgert und dann festgestellt, das ich es zurück senden kann. Habe ich dann auch gemacht, allerdings wurde mir nicht
    der gesamte Neupreis zurück erstattet.
    Egal, hab es trotzdem zurück gesendet, das Buch wäre sonst im Regal vergammelt.

    Ich hatte übrigens auch mal einige Lebensratgeber, weiß nicht, ob man die so nennt?
    Mir hat keines der Bücher jemals auch nur irgendwie weiter geholfen, habe sie dann alle auf einen Rutsch entsorgt und war froh,
    das ich sie los war :lol:
    Heute würde ich sowas überhaupt nicht mehr kaufen, zumal man viele Infos auch so übers net bekommt, wenn man sie denn unbedingt benötigt.

    Was die CO-Abhängigkeit mit all ihren Facetten und Entstehungsgeschichten angeht, da denke ich, daß das Lesen der Geschichten der Betroffenen hier im Forum auch enorm hilfreich sein kann.
    Hier schreibseln nicht irgendwelche Psychologen, die gar nicht selbst betroffen sind, sondern Menschen, die das selbst alles erlebt haben und einige haben sogar Wege hinaus gefunden.
    Was mich persönlich betrifft, ich tausche mich immer am lohnendsten mit Selbst-Betroffenen aus, denn die wissen wirklich, wovon sie reden (oder auch schreiben).
    Alles andere ist mir zu theoretisch und auch zu unauthentisch.
    Ich kenne doch die Autoren gar nicht, wer weiß, was das für Freaks sind, siehe oben :wink:
    Okay, die Leute hier kenne ich auch kaum persönlich, aber die kann ich wesentlich besser einschätzen als ein mir unbekannter Autor, dessen Qualifikation ich nicht mal kenne.

    LG Sunshine, die so gar keinen Zugang zur Esoterik hat, wie man wohl erkennen kann :lol:

    Hallo Wiesenmeer,

    solange Du Dich so verhälst wie Du es tust, unterstützt Du die Suchterkrankung Deines XY !!

    Er wird genau so weiter machen wie bisher, wenn DU nichts an DEINEM Leben änderst.
    An seinem kannste eh nichs ändern!

    Im übrigen sehe ich viele CO-Abhängige nicht nur als arme Opfer, sondern auch auf eine Art als Täter.
    Du willst auf Teufel komm raus DEINEM Lebenstraum durchziehen und andere haben dabei gefälligst zu parieren.
    Alles soll so sein, wie Du es haben willst.
    Aber so läuft die Nummer nun mal nicht.
    Übrigens nicht nur in Zusammenhang mit einem nassen Alkie, das funzt auch nicht mit einen selbstbewußten, gesunden Menschen,
    der gar nix mit irgendwelchen Drogen am Hut hat.
    CO-Abhängige haben schon sehr feste Auffassungen, wie etwas zu sein hat und sie sind oft ebenso manipulativ wie der Alkoholiker selbst.
    Sorry, aber bei mir funzt die Nummer vom armen CO-Hascherl nicht.

    Bei Dir merke ich beispielsweise ganz stark, das Du auf keinen Fall verpassen willst, wenn Dein XY seinen Tiefpunkt erreicht.
    Damit Du dann als Retterin auftreten kannst, die ihm aus der ganzen Sache nun endlich raus hilft, wo er nun auch will ?
    Und ihn dann so auf immer an Dich binden?
    Mit Liebe hat sowas aber rein gar nix zu tun, denn die Liebe ist immer noch ein Kind der Freiheit.
    Hier geht es um Abhängigkeiten, die keiner loslassen will.

    Ich lese auch bei Dir heraus, das es Dir nicht wirklich recht wäre, wenn er in eine Therapie ginge, weil sie ihm da evtl. zu einer Trennung von Dir raten würden.
    DU willst ihn am liebsten selbst therapieren, und zwar in der Art, Dich keinesfalls zu verlassen, nicht wahr?
    Tatsächlich ist es wirklich wahrscheinlich, das ein trocken werdender Alkie seinen CO verlässt, weil CO-Verhalten dann nur noch nervt und bei der eigenen weiteren Entwicklung/Entfaltung hinderlich ist.
    Eine Therapie beschleunigt das vielleicht, aber der Weg führt auch sonst in diese Richtung, dann eben etwas langsamer.
    Der einzige Weg, der zusammen gangbar ist, ist der, das sich BEIDE ändern. Ansonsten geht die Sache eh den Bach runter.
    Wenn der CO nicht sein CO-Verhalten stoppen kann, ist er nur noch eine Last und die trägt kein trockener Alkie auf Dauer mit sich rum.

    Zitat

    Ich würde gerne unterscheiden können, ob seine Nachrichten dringlich und echt sind oder ob er mich nur hinhält...manipuliert..

    Zitat

    Was sagen die trockenen Alkoholiker dazu....würdet ihr sagen...wenn er trocken werden will meldet er sich auch......da er alleine lebt kann er auch mal im Haus liegen...das würde keiner merken....deshalb ist für mich die Kontaktsperre grenz wertig....Er sagt, dass er nur mich hat...seine Familie wohnt direkt neben ihm und keiner schaut bei ihm rein....Versteht ihr meine Sorge?

    Deine Hauptsorge ist, das Du verpassen könntest, wenn er seinen Tiefpuntk erreicht und Du dann nicht als rettender Engel dastehen kannst.
    Der Rest is doch nur Makulatur...
    Ich für meinen Teil werde dazu jedenfalls keine Auskünfte geben, denn ich lasse mich nicht gern als Werkzeug von einem CO benutzen.

    Wiesenmeer, ich denke, Du bist ebenso krank wie Dein Säufer und Du brauchst vor allem erstmal dringend psychologische Hilfe !
    Da sind viele Baustellen in Dir selbst, die zu bearbeiten wären.
    Aber einfacher ist es, auf andere Baustellen zu schauen, nicht wahr?
    Und dabei ja nix zu verpassen. :roll:

    LG Sunshine

    Hallo Hartmut,
    das hier widerspricht sich für mich:

    Zitat

    Je länger ich mich mit den Symptomen einer Krankheit auseinandersetze oder darin verweile umso mehr rufe ich sie herbei oder halte die Krankheit am Leben.

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    Ich muss akzeptieren das es eben auch unheilbare Krankheiten gibt.

    Wenn ich eine unheilbare Krankheit habe, werde ich mich wahrscheinlich lebenslang damit auseinander setzen müssen.
    So wie bei vielen anderen chronischen Krankheiten auch.
    Sie geht ja nun mal nicht mehr weg, es gibt keine Heilung.
    Von daher werden wohl auch Symptome immer mal wieder auftreten.

    Zitat

    Warum soll ich dann Suchtgedanken zu Ende denken, wenn es mich darin nur festhält?

    Ob man das sollte oder lieber nicht sollte, weiß ich nicht.
    Ich kann Dir aber sagen, das das Zuende denken von Suchtgedanken unabdingbar zu MEINER Trockenheitsarbeit dazu gehörte.
    Dieses Zuende-Denken hat bei mir sicher ganz viel dazu beigetragen, nicht wieder zu trinken und ich scheute diese Gedanken auch nicht.
    Hierbei ist von mir aus aber WIRKLICHES Zuende-Denken gemeint !
    Und dabei kam nie was Gutes bei raus, denn zu diesen Gedanken gehörte dann auch, das es bei mir NICHT bei 1-2 Gläsern bleiben würde !
    Das ich weiter saufen würde, die ganze Nacht und vielleicht auch noch am nächsten Tag.
    So wie es früher eben war. Dazu die ganzen anderen schlimmen Begleiterscheinungen vom Suff.
    Dazu wäre nun aber noch gekommen, das ich ja dann rückfällig geworden wäre, und alles bisher erreichte wäre den Bach runter.
    So sahen meine Zudende-Denken-Gedanken aus und besonders oft tat ich das in den ca. ersten beiden Jahren meiner Trockenheit.
    Aber ich behielt es auch noch lange bei "innerlichen Checks" bei, heute tue ich es allerdings kaum noch, ich brauche es nicht mehr.

    Festgehalten fühlte ich mich auch nie in meiner Krankheit, trotz intensiver Beschäftigung damit.
    Ich denke nicht, das ich trocken geblieben wäre, wenn ich mich nicht intensiv mit meiner Krankheit auseinander gesetzt hätte.
    Ich wollte einfach verstehen, wie es dazu kommen konnte, und die Erklärung: "Ich habe zu viel gesoffen und nun bin ich alkoholkrank"
    wäre mir doch etwas zu schlicht gewesen, da steckte schon mehr dahinter.

    Ich für meinen Teil konnte die Trockenheit gleich von Anfang an genießen, was mich aber nicht daran hinderte, mich mit meiner Krankheit
    auseinander zu setzen. :wink:
    Ich habe das übrigens auch nie als Belastung empfunden, mich mit meiner Krankheit zu beschäftigen, es hatte eher was von einer spannenden
    Entdeckungsreise zu mir selbst.

    Ich habe bei gewissen Aussagen eher das Gefühl, das Angst vor diesen Entdeckungen dahinter steckt, und so lässt man es lieber und geht nicht in die Tiefe. Ist ja auch bequemer so.
    Und wer weiß, was dabei raus kommt :shock:
    Von daher finde ich es eher mutig, sich mit seiner Krankheit auseinander zu setzen, anstatt alles zu verdrängen und es bei der schlichten Aussage zu belassen "ich hab halt zu viel gesoffen, und dadurch bin ich Alkoholiker geworden".
    Denn so "einfach" war es wohl eher kaum, oder sagen wir es mal so, ich würde es so niemanden abkaufen 8)

    Mir soll es letztendlich egal sein, wie jemand trocken bleibt.
    Aber die Beschäftigung mit unserer Krankheit führt nicht unabdingbar in den Rückfall, sondern eher davon weg.
    Und es hat auch nix mit nassem Gedankengut zu tun.

    Hartmut, mir fällt bei Dir auf, das Du anderen sehr schnell nasse Gedanken unterstellst, da wird wohl ziemlich in Kategorien gedacht bei Dir?
    Ich schau mir lieber erstmal den Gedanken selbst an, woher kommt der, und wie gehe ich damit um?
    Außerdem ist es völlig normal, in den ersten Jahren der Trockenheit auch noch nasse Gedanken mit sich rumzuschleppen.
    Darf man das hier denn nicht mal zugeben?
    Dann würde diese ganze SHG keinen Sinn machen, oder sind hier nur noch vorbildlich Trockene erwünscht, die ne Gehirnwäsche in Sachen nasses Gedankengut hinter sich haben?
    Um nasse Gedanken abzulegen braucht es einfach auch seine Zeit.
    Und ich bin sogar der Meinung, die Beschäftigung mit unserer Krankheit und auch ihren Symptomen lässt uns schneller nasse Gedanken hinter uns lassen...weil wir beginnen zu verstehen.

    Und nicht zuletzt kann durch das Verstehen der Krankheit auch das Suchtgedächtnis im Zaum gehalten werden.
    Bei mir meldete es sich ja auch immer mal wieder, wenn auch nicht besonders heftig.
    Weil ich das aber schon kannte, sagte ich dann irgendwann nur noch zum dummen Suchtgedächtnis: Ach Du mal wieder...da schau her... :roll:
    Du nervt mich nur noch... also ZIEH LEINE !
    Ich habe akzeptiert, das es da ist, aber das ist auch schon alles, ansonsten kann es mich mal gern haben.
    Ich lasse gar nicht erst zu das es mich noch irgendwie triezen kann.
    Diese Macht hat es schon lange nicht mehr.

    LG Sunshine

    Lieber Ernest,
    erst einmal möchte ich fragen, wie es Dir denn so in der letzten Zeit ergangen ist?
    Hast Du Januar soweit trocken überstanden?
    Ich hoffe es sehr, denn Weihnachten war ja nicht so einfach für Dich. Aber das geht leider vielen so.
    Überall wird Gesöff angepriesen und als unabdingbarer Genuß für die Feiertage vorgegaukelt.
    Weihnachtsmärkte etc. und irgendwann fühlt man sich wie n Alien, weil man nicht mehr trinkt.
    (und das Suchtgedächtnis meldet sich natürlich genau in solchen schwachen Momenten zu Wort :roll: , auch klar )
    Ist aber nicht so, die anderen sind nicht "normal", weil sie Saufen müssen und nicht umgedreht !
    Nur ist ihr Hirn schon so verkleistert, das sie das gar nicht mehr merken.
    Soll aber nich unser Problem sein... :wink:

    Zitat


    Hallo Sunshine - ach Gottchen, schön was von Dir zu lesen... Wie gehts so? Du wandelndes Alk-Lexikon :).
    Freue mich auf die Auseinandersetzungen :).... und natürlich auf Deine Inputs.
    Ganz lieber Gruß
    Ernest

    Ich bin ein wandelndes Alk-Lexikon? :shock::lol:
    Neeee... wohl eher ein wandelndes Erfahrungs-Lexikon :wink: , natürlich auch, weil ich hier schon so lange dabei bin und somit viele Tausend Beiträge gelesen habe.
    Glücklicherweise muss man aber nicht jede dumme Erfahrung selbst machen, aber man könnte :roll:

    Wie es mir so geht?
    Och da gäbe es viel zu erzählen :lol: aber die für mich größte Veränderung in den letzten 3 Jahren war wohl die Überwindung meiner Flugangst :D
    Seitdem bin ich zur "Wanderin zwischen den Welten" geworden und lebe nun schon das dritte Jahr halb in Russland und halb hier in D. :D
    Mein Mann war schon viele Jahre beruflich dort und durch die Überwindung meiner Flugangst konnte ich endlich mit und nun ist mir Russland garadezu zur zweiten Heimat geworden.
    DAMIT hätte ich allerdings nie gerechnet ! :shock:
    Dabei war es schon immer mein größter Wunsch, mal für längere Zeit im Ausland leben zu können, aber Russland stand dabei so gar nicht auf meiner Liste.
    Leider auch durch die Vorurteile geschürt, die hier durch gezielte Meinungsmache entstehen (sollen) gegenüber den "bösen Russen".
    Komisch, dann bin ich wohl in einem anderen Russland gelandet, denn kennenlernen durfte ich äußerst herzliche Menschen, die hilfsbereit ohne Ende sind und für Freunde wohl ihr letztes Hemd geben würden.
    Wo Familie das allerwichtigste ist und weit vor Jobs und anderem steht und wo Freundschaft noch wirklich was gilt.
    Und ich habe eine Art von Zusammenhalt erleben dürfen, wie ich sie hier in D kaum noch finde.
    Leider ist die Spache eine Barriere, aber bisher konnte ich mich irgendwie mit meinen mageren Russisch-Kenntnissen und in Moskau auch gut mit Englisch durchschlagen.
    Moskau ist übrigens mit Sicherheit eine der schönsten Städte der Welt und ich war nun schon mehrmals dort und Moskau hat dabei noch kein bisschen von seinem Reiz verloren.
    Ansonsten war ich viel in unserem Wohnort in Russland unterwegs und habe zu allen Jahreszeiten nach Herzenslust stundenlang die Natur durchstreift, um meinem Hobby, der Naturfotografie, nachzugehen.
    Dabei habe ich lange Sommer erleben dürfen, die mich mitunter in meine eigenen Kindheit zurück versetzten, wenn ich in den russischen Dörfern unterwegs war
    und dort eine kleine, heile Welt vorfand, wo alles mal ein bisschen langsamer vonstatten geht als in unserer hektischen Gesellschaft hier in D.
    Und ich habe mal wieder richtige Winter erleben dürfen mit klirrender Kälte, wo ich stundenlang Singvögel ablichtete, die ich vorher anfgefüttert hatte und dabei mitunter das Gefühl hatte, mir gefriert gerade das Gesicht. :lol:
    Ein Lächeln dauert dann schon etwas länger :lol:
    Und ich habe oft die russischen Kinder beobachtet, wie sie die langen Sommer badend im Fluss verbrachten oder im Winter mit ihren dicken Reifen die Berge runter sausen.
    Oder halt mit Ski oder Snowboard, in Russland gibt es das ja alles auch. Wir führen dort ein schönes Leben, und sind zufrieden und glücklich, und sind froh, wenn wir da sein können.
    Mein großer Wunsch ist es, Russland noch ein bisschen bereisen zu dürfen, denn das Land ist so unvorstellbar riesig und vielfältig.
    Es gibt noch so viel zu entdecken... und auch wenn es sich merkwürdig anhört, ich habe mich bisher in keinem Land so frei gefühlt wie dort.

    Ansonsten war das letzte Jahr überschattet von traurigen familiären Ereignissen, die mir sehr zugesetzt haben.
    So ist auch Russland in dieser Zeit zu einer Art Rückzugsort geworden, wo ich wenigstens ein bisschen relaxen konnte und auch darum war es so wichtig für mich, dort sein zu können.

    Das alles wäre für mich nicht möglich gewesen, wenn ich noch Saufen würde !
    (Mal ganz davon abgesehen, das ich mich wahrscheinlich längst totgesoffen hätte)
    Noch saufend hätte ich niemals meine Flugangst überwinden können.
    Und so hätte ich auch Russland nie kennengelernt und auch die anderen wunderschönen Urlaubsorte, die wir seitdem besuchten, wie Madeira beispielsweise, was längst zu unserer Lieblingsinsel geworden ist.
    Das letzte Jahr hätte ich auch nicht saufend bewältigen wollen, es hätte alles nur noch viel schlimmer gemacht und Alkohol wäre sicher in keiner Minute eine Erleichterung gewesen.
    So aber konnte ich oft meine 3 Enkelkinder in der schwierigen Zeit betreuen, auch in Notfällen, die von jetzt auf gleich eintraten.
    Und zwar ohne überlegen zu müssen ob ich noch fahren darf.
    Und ich hätte ihnen auch eine saufende Oma niemals zumuten wollen, aber ich bin ja nun seit ca. 17 Jahren trocken und sie haben sowas nie erleben müssen. Zum Glück.

    Ich könnte noch viel mehr erzählen, belasse es aber mal hiermit. Es ist ja Dein Thread und nicht meiner... aber Du hast gefragt :P:lol:

    Lass mal bitte was von Dir hören, lieber Ernest, ich lese Dich sehr gern !

    VIele liebe Grüße
    Sunshine

    Zitat

    was, wenn er zu dem Termin geht und dir dann erzählt, sie hätten ihm gesagt, er ist kein Alkoholiker? :shock:
    Das ist meine Erfahrung. Ich war bei dem Gespräch auch nicht dabei, hab es ihm aber geglaubt und wieder meine Wahrnehmung bezweifelt.

    Oh ja, selbst das kriegen wir als nasse Alkies fertig :roll:
    Oder man geht erst gar nicht hin zur Suchtberatung, tut aber so, als wäre man dagewesen.
    Lügen gehört ja eh schon zu unserem Alltag, also was macht schon noch ne weitere Lüge ?
    Also glaube mal besser keinem nassen Alkie, denn wir lügen das Blaue vom Himmel runter, wenn wir es für nötig halten.

    Ich habe es sogar noch krasser bei einem ehemaligen Freund miterlebt:
    Vom mir auf das Thema angesprochen, sagte er, das es ja gar nicht sicher sei, das er Alkoholiker sei.
    Sein Psychologe hätte ihm das so gesagt. Aha.
    (Zu dem Zeitpunkt hatter er wohl so und die 8-10 Entgiftungen hinter sich und mehrere Psychatrie-Aufenthalte)
    Sag ich zu ihm, nun ja, selbst ein Psychologe könne das ja nicht 100% diagnostizieren, man wisse es im Grunde
    nur selbst, ob man abhängig säuft.
    Er hat es aber so ausgelegt, das er kein Alkoholiker wäre, weil der Psychologe ihm das nicht diagnostiziert hat.
    Und trank natürlich weiter...
    Irgendwann hatte er sich schizophren gesoffen, die Psychiatrie wurde beinahe zum Dauerwohnsitz.
    Und noch ein paar Jahre später fand man ihn tot Zuhause in seinem Bett, mit reichlich Promille im Blut.
    Er hatte sich schlicht und ergreifend tot gesoffen :cry:
    So kann das traurige Ende aussehen, wenn jemand seine Krankheit Alkoholismus nicht wahrhaben will.
    Er und ich waren gleichaltrig... und er ist schon vor einigen Jahren gestorben...so ist die häßliche Seite des Alkoholismus.
    Es liegt an uns selbst, ob wir das stoppen wollen oder eben den anderen Weg wählen mit Weiterlügen, Weitersaufen und all den anderen Begleitsymptomen unserer Krankheit.

    Ich möchte mich auch noch allen anderen Worten von lütte anschließen !

    LG Sunshine

    Hallo destiny90,

    Zitat

    Nach einem Totalausfall ist er meistens gesprächsbereit und einsichtig und auch gewillt, etwas zu ändern. Stunden später aber möchte er bereits nicht mehr darüber sprechen, es ist ihm unangenehm und von dem absoluten Änderungs-Willen merkt man dann leider auch nicht mehr viel.

    Das ist total typisch für nasse Alkoholiker, bei mir war es ebenso.
    Und in diesen Momenten wußte ich auch wirklich, das was passieren müsste.
    ABER... ich habe NICHT gehandelt, sondern noch viele Jahre weiter gesoffen !
    Habe mir immer wieder vorgemacht, das ich das allein schaffe. Allein schaffen muss!
    Das ich wirklich KRANK bin, habe ich gar nicht realisiert, Alkoholiker sind schließlich immer nur die anderen.
    Und das ich meine Krankheit nicht allein stoppen kann, sondern dringend Hilfe brauche, war mir auch nicht klar.
    Ich musste erst einen viel krasseren Tiefpunkt erreichen, bis ich endlich Hilfe bekam und vor allem auch annehmen konnte.

    Ich habe wenig Hoffnung, das Dein XY Freitag in die Suchtberatung geht.
    Es werden oftmals nur die Wogen wieder geglättet, selbstverständlich auch durch Zusagen, nun was gegen den Suff zu unternehmen.
    Meist bleibt es aber bei diesen Worten, und die Sauferei geht weiter.
    Unter Umständen noch Jahre und Jahrzehnte, falls der Körper nicht vorher schlapp macht und man einfach in der Kiste landet.
    Und man macht auch nicht nur anderen was vor, man macht auch sich selbst noch sehr lange was vor.
    Bei mir war es jedenfalls so, ich wollte die Wahrheit gar nicht sehen. Also habe ich alles getan, das sie vor mir selbst auch
    verschleiert bleibt. Mit viel Alk selbstverständlich.

    Zitat

    Vielleicht muss ich mich trennen, vielleicht kommt auch alles ganz anders.
    Erst einmal warte ich noch ab, ob er tatsächlich zu seinem Termin geht. Das ist für mich ein ganz wichtiger Punkt.


    Ich denke, er wird nicht hingehen.
    Er hat seinen Tiefpunkt noch nicht erreicht.
    Du kannst auch jetzt schonmal Pläne machen, was Du tun wirst, wenn er weiter säuft.
    Ich kann Dir nur ganz dringend raten, da die Biege zu machen, und zwar so schnell wie möglich.
    Seine Ex hat schon das richtige gemacht, aber auch sie scheint ja noch in einer Art Helferrolle zu stecken.
    Ihr könnt aber beide nicht helfen, solange er nicht will, aber das habt ihr ja schon erkannt.
    Und auch dann wären die Mittel sehr begrenzt, ein nasser Alkoholiker kann seinen Weg in ein trockenes Leben nicht auf andere Menschen
    aufbauen!
    Das muss er allein bewerkstelligen und dafür ist er auch ganz allein verantwortlich !
    Angehörige können aber eine große Stütze sein, das möchte ich nicht bestreiten.
    Mein Mann war es mir auch, und auch meine Tochter. Sie glaubten an mich und das hat mir auch viel Kraft gegeben.
    Aber konkret helfen konnten sie mir nicht auf meinem Weg. Einfach Dasein ist aber auch schon viel, finde ich.

    Zitat

    Heute früh hat er mir geschrieben, dass er wieder Alpträume hatte und das bedeutet für mich -> heute wird er wieder trinken.


    Ebenso beliebt bei nassen Alkies wäre:
    In China ist ein Sack Reis umgefallen.
    In China ist kein Sack Reis umgefallen.
    Draussen scheint die Sonne.
    Draussen scheint nicht die Sonne.

    Auch wenn es sich böse anhören mag, so läuft die Nummer !
    Je dramatischer der Grund, um so ein besseres Alibi zum Saufen !
    Dazu kommt auch noch die Schlechtigkeit der Welt und überhaupt und so...

    So, nun ging es im Grunde auch nur um Deinen Säufer in meinem Beitrag, so sollte das aber nicht sein bei CO-Abhängigen.
    Deine Welt sollte sich mal langsam wieder um Dich selbst drehen, nicht wahr?
    CO-Abhängige haben schließlich meist genug eigene Baustellen, um die sie sich mal kümmern sollten.
    Also, fang an damit, anstatt weiterhin wie das Karnickel auf die Schlage zu starren... denn das bringt DICH persönlich überhaupt nicht weiter.
    Mache nicht Dein Leben und am besten nicht mal einen Tag vom Verhalten eines anderen Menschen abhängig!
    Sondern KÜMMERE Dich bitte um DICH selbst und DEIN Wohlergehen.
    Denn auf anderes hast Du eh keinen Einfluss.
    Alle anderen Gedanken wie zum Beispiel der "der nötigen Hilfeleistung" wäre nur der "typische Größenwahn von CO-Abhängigen".
    Du kannst momentan nichts helfen... und vielleicht auch nie.

    LG Sunshine

    Ich frage nochmals, kannst Du nicht mit den Kindern für die restlichen Tage woanders unterkommen, Bianca?

    LG Sunshine
    die sich erst an die knappen Ein-Satz-Beiträge hier gewöhnen muss. :wink:
    Magst Du nicht mal ein bisschen mehr von Dir erzählen, liebe Bianca?

    Zitat

    Das mit der Manipulation habe ich mir auch schon mal überlegt, sozusagen die Manipulation als Ablenkmanöver. Und dann werde ich eben "kompliziert" genannt, wenn ich nicht einfach funktioniere, sondern ungeschmeidig bin.


    Genau so läuft das !
    Und man schlägt damit auch gleich 2 Fliegen mit einer Klappe.
    Der CO hält erstmal den Mund und man hat gleich auch noch einen Schuldigen, warum man nun schon wieder saufen muss.
    Ich habe es übrigens ähnlich gemacht, erst n Streit vom Zaun gebrochen und dann meine Sauferei darauf geschoben.
    Es sind IMMER andere schuld, nur der Säufer nie. :roll:

    Zitat

    Es war immer mein ganzer Stolz, wenn ich mal "schaffte", dass er sich freut.
    Dafür habe ich mich angestrengt. Für´s herzliche Freuen.


    Das ist echt traurig :(
    Und so sollte es auch nicht laufen in einer Beziehung, oder?
    Klar zieht man auch mal den anderen mit raus aus ner schlechten Stimmung wenn es geht, aber grundsätzlich ist jeder für sein Wohlbefinden
    selbst verantwortlich.
    Du bist nicht für die Stimmung Deines Partners zuständig !

    Zitat

    Und dabei vergisst man leicht, das wenig zurückkommt.


    Biene, da kann einfach nichts mehr zurück kommen bei einem abhängig saufenden Menschen !
    Die Sucht hat einen viel zu fest im Griff, da interessieren einen anderen Menschen nicht mehr wirklich.
    Eigentlich gar nicht, es sei denn, sie könnten einem von Nutzen sein.
    Man hat bereits alles, was man braucht, nämlich die PULLE. Und gegen die hast Du einfach Null Chance.
    Außerdem muss man seine ganze Energie für die Beschaffung, die Sauferei selbst und später der Pullenentsorgung verwenden.
    Als nasser Alkie hast Du gar keine Zeit mehr für was anderes, und alle Gedanken drehen sich auch nur noch darum, wenn man ehrlich ist.
    Was sollte da denn noch zurück kommen?

    LG Sunshine

    Bianca, hast Du denn niemanden, wo ihr für ein paar Tage hinkönnt?
    Er schlägt Dich weiterhin, habe ich das richtig verstanden?
    Ich mache mir wirklich starke Sorgen um Dich, habe das hier alles mitverfolgt.
    Dieser Mann ist GEWALTTÄTIG und ich habe Angst, das er Dir oder den Kindern was antut.
    Denn hier droht jemand nicht nur, weil ihm die Felle wegschwimmen, hier IST bereits ein Säufer mehrmals gewalttätig geworden !!

    Es muss doch eine Möglichkeit geben, Dich in Sicherheit zu bringen, was wäre mit einem Frauenhaus bis zu seinem Auszug??
    Zieht er denn nun am 01.02. aus ?
    Er ist doch nun schon oft genug gewalttätig geworden, oder nicht?
    Du hast auch ein Recht auf Schutz und Unversehrtheit, bitte hole Dir so schnell wie möglich Hilfe von außen !
    Bei seiner Familie brauchst Du die nicht zu suchen, und das bringt auch nix, denke ich.
    Sieh lieber zu, das ihr Euch endlich in Sicherheit vor diesen Gewalttäter bringt, ehe es so schlimm eskaliert und noch jemand zu Tode kommt.
    Wer soll sich um die Kinder Kindern, wenn er Dich bei einem Ausraster totschlägt??
    Bitte unternimm endlich was und sieh zu, das Du nie wieder allein mit ihm zusammen triffst !

    LG Sunshine

    Zitat

    Ich bin "schuld" an den Launen, weil ich sensibel bin oder eben irgendwann nicht mehr "easy" und locker.

    Ach Unsinn, das ist ganz typisches Säufergelaber !
    Man sucht sich Schwachstellen, um den anderen runter zu machen, dann ist der nämlich gefügiger und funzt wieder geschmeidiger.
    Das ist reine Manipulation.
    Fall nicht auf sowas herein !

    Zitat

    Zusammengefasst: Wäre ich anders, hätte man mich nicht so behandelt.


    Hmmmm... das Problem ist, das CO-Abhängige schlecht Grenzen ziehen können und dann entsprechend von gewissen Leuten ausgenutzt werden.
    Wärest Du anders, hätte man Dich wohl gar nicht erst so behandeln können, nicht wahr?
    Aber ist es denn anders herum fair, einen Menschen auszunutzen, der schlecht Grenzen setzen kann?
    Ich kann sowas nicht, wenn ich merke, da ist mir jemand nicht gewachsen, hacke ich nicht weiter auf ihm rum, weil das unfair ist.
    Ein nasser Alkoholiker wird das aber anders machen, der entscheidet sich lieber für die Manipulation, weil sie der eigenen Sucht dienlich ist.

    Zitat

    Oder auch anders erklärt: Ich hätte die schlechte Laune beheben können, wenn ich anders wäre.


    Nö, hättest Du nicht !
    Ich muss direkt etwas darüber schmunzeln, denn es ist schlichtweg unmöglich, es einem nassen Alkoholiker recht zu machen.
    Da könntest Du biegsam wie ein Grashalm sein, er würde trotzdem was an Dir finden, um seinen eigenen Frust auszulassen.
    Oder wie hörte ich es erst gestern in einem alten "Columbo"?
    "Nichts ist schlimmer als ein nüchterner Trinker".
    Damit wurde es auch kurz und knapp auf den Punkt gebracht. Denn so ist es nun mal.
    Mal davon abgesehen, das ein Trinker kaum mal wirklich nüchtern ist, jedenfalls sicher nicht am Tag darauf. Aber das ist n anderes Thema.

    Nein Biene, Du hättest seine schlechte Laune nicht beheben können, egal was Du getan hättest.
    Nur wird das ein nasser Alkie kaum zugeben, dann passt ja seine kleine Säuferwelt nicht mehr zusammen.

    LG Sunshine

    Hallo Biene,
    ohne jetzt die vorhergehenden Antworten gelesen zu haben...

    Zitat

    Wird man automatisch unsicher, tastend, zaghaft, wenn man mit dieser Unberechenbarkeit konfrontiert wird?


    Ja natürlich, was denn sonst? Stärken wird es einen wohl eher nicht, oder? :wink:

    Zitat

    Ist man automatisch gestresst, weil man in hab-acht-Stellung ist?


    Also ich wäre es mit Sicherheit.

    Zitat

    Ist das nur bei Co-Abhängigen so oder ist auch ein gesunder Mensch so anfällig für wechselhafte Launen?


    Ich bin nicht CO-abhängig, aber trotzdem anfällig für die Launen anderer.
    Ich bin ein sehr empathischer Mensch und fange so auch oft Stimmungen auf und kann so auch oft vorhersagen, wie der andere
    in Kürze handeln wird (wenn ich ihn gut kenne).
    Das ist einerseits eine Gabe, andererseits aber auch ein "Fluch" :wink:
    Ich musste lernen, mich abzugrenzen. Was auch bedeutet, einfach mal Situationen zu verlassen, Gespräche zu beenden,
    innerliche Grenzen zu ziehen etc.
    Meist klappt das auch ganz gut, aber nicht immer.
    Und da sehe ich ein Problem bei CO-Abhängigen Menschen, sie lassen oft ihre Grenzen überrollen, suchen sogar immer noch nach Anerkennung,
    selbst wenn der andere noch so schlecht drauf ist oder sie sogar schlecht behandelt.
    Und werden dabei auch immer mehr zum "Fähnchen im Wind".
    Es fehlt an Abgrenzung, an NEIN-Sagen-Können, an Selbstbewußtsein etc.
    Bitte nicht als Vorwurf sehen, so ist es nicht gemeint, auch ein CO hat ja seine Vorgeschichte, auf die er teilweise keinen oder kaum Einfluss hatte, beispielsweise, wenn die Abhängigkeit zu anderen schon in der Kindheit angelegt wurde.

    Zitat

    Bin ich selbst "schuld", weil ich verunsichert war?
    Ist der damalige Vorwurf, ich sei (nicht mehr) locker und entspannt berechtigt oder eine angemessene Folge dieser Komm-her-geh-weg-Wechsel?
    Es würde mir wirklich helfen zu verstehen, ob ich zu sensibel bin oder ob meine Sensibilität eine logische Folge war.


    Das kann ich nicht beurteilen.

    Zitat

    Und: Wird die Co-Abhängigkeit durch dieses Wechselspiel noch gefüttert / verstärkt?


    Das ist auf jeden Fall so.
    Es ist bekannt, das ambivalentes Verhalten Abhängigkeit fördert oder sogar entstehen lässt.
    (Kannst Du an auch diversen Stellen im net ergoogeln).
    Und das kann auch "gesunden" Personen so passieren, das das ambivalente Verhalten des Partners in eine psychische Abhängigkeit führt.
    Nur lassen die sich das nicht ewig bieten, sondern ziehen daraus wohl eher die Konsequenzen?

    LG Sunshine

    Liebe Bianca,

    es wären ja nun nur noch wenige Tage bis zum angeblichen Auszugstermin.
    Meine Fragen wären:
    Hat er schon ein paar Sachen zusammen gepackt oder sich anderweitig auf den Auszug vorbereitet?
    Hat er irgendwelche konkreten Schritte unternommen?

    Weißt Du, für mich wäre das hier ein ganz seltener Fall, wo ein Säufer seinen gut funktionierenden CO "einfach so" aufgibt.
    Meist läuft es anders und es werden alle Register gezogen, um doch bleiben zu können.
    Versprechungen, Reuebekenntnisse und die ganze verlogene Nummer...
    Von daher kommt es mir etwas komisch vor, wenn wirklich alles so glatt laufen würde und er ohne Anstalten ausziehen würde.
    Ich hoffe natürlich trotzdem, das es so sein wird... aber ich habe aus den Erfahrungen hier aus dem Forum eben auch berechtigte Zweifel.

    Bianca, habe bitte keine Angst, es nicht allein zu schaffen.
    CO`s von Hardcore-Säufern übernehmen meist von sich aus schon alle möglichen Verantworten, sei es die Kindererziehung,
    Haushalts-Management, Papierkram und gehen oft auch noch "nebenbei" arbeiten.
    Sie schaffen es schon längst allein...auch wenn sie das manchmal lieber nicht so wahrhaben wollen.
    Von daher ist es eher so, das man einen unglaublichen Ballast anwirft, wenn man sich von nassen Trinker trennt.
    Erst mag es noch ungewohnt sein, und da ist auch Traurigkeit, weil man sich alles anders vorgestellt hatte... ganz klar.
    Aber es ist nun mal wie es ist... und man muss das beste aus der Situation machen.

    Deine Situation ist so, das Dein Mann ein nasser Alkoholiker (und wahrscheinlich ohne Einsicht) ist.
    Das ist schon schlimm genug, aber es ist noch viel schlimmer, er misshandelt Dich außerdem seit geraumer Zeit.
    Und ich möchte mal eines klarstellen, nicht jeder nasse Alkoholiker wird auch gewalttätig !!
    Ich bin beispielsweise nie handgreiflich geworden, aber eines muss ich zugeben, ich bin mit Worten aggressiv geworden. :oops:
    Aber es gab auch für mich endeutige Grenzen, und ich hätte nie einen anderen Menschen körperlich angegriffen, geschlagen oder gar misshandelt.
    Es tut mir leid, aber diese Art von Gewalttätigkeit steckt in einem Menschen drin, und der Alkohol kann das nur verstärken oder zu Tage befördern.
    Der Alkohol macht das nicht, diese Kraft hatnicht mal Alk, das Potential muss schon in dem betreffenden Menschen drin sein.
    Verstehst Du, wie ich das meine?
    Darum hast Du sowieso nur diese eine Chance, nämlich die Beziehung zu beenden.
    Du schaffst das auch allein, mit Deinen Kindern !

    Und allein musst Du das nicht mal schaffen, es gibt Hilfsangebote. Habe keine Scheu, Dich auch ans Jugendamt zu wenden, die kennen Angebote
    und werden normalerweise auch tätig.
    Ich schreibe das auch nicht nur so dahin, ich habe persönliche Erfahrungen in vergangenen Jahr dahingehend sammeln dürfen.
    Und auch Dir steht Hilfe zu.
    Beispielsweise in Erziehungsfragen, Kinderbetreuung und vielen anderen Belangen.
    Scheue Dich bitte nicht, um Hilfe zu bitten.

    Und denke bitte auch an die Kinder !
    Auch wenn sie die Trennung jetzt noch nicht verstehen, ist sie dennoch richtig.
    Kinder beurteilen Dinge anders, eben kindlich, sie haben noch nicht den größeren Überblick.
    Tue ihnen bitte nicht weiter einen Trinker an, sie werden schlimmen Schaden davontragen, vielleicht sogar für ihr restliches Leben.
    Und denke nicht, das sie nicht bereits Schaden genommen haben.
    Kinder haben feine Antennen, sie wissen genau, wenn was nicht so ist wie es sein sollte.
    Du hast die Verantwortung für sie, weil sie der Vater nicht mehr tragen kann, konnte er es eigentlich überhaupt mal?

    LG Sunshine, die sich übrigens sehr über einen längeren Beitrag von Dir freuen würde :wink:

    Na dann wird ja bestimmt alles wieder gut, nicht wahr Bianca?
    Im Namen der "LIebe"...
    Bisschen lieb sein und abwarten, bis sich die Wogen wieder geglättet haben.
    Und dann gehts meist weiter wie gehabt...

    Gibt es einen konkreten Auszugstermin ?
    Welche Schritte hat der XY schon eingeleitet?
    Keine weiteren ausser ein bisschen Laberei von einem angeblichen Auszug ?
    Alles klar... weitermachen.

    LG Sunshine

    Lieber Caruso,

    auch wenn ein persönlich sehr schwieriges Jahr hinter mir liegt, meinen Humor habe ich immer noch nicht ganz verloren :lol:
    Und Du Deinen sicher auch nicht :wink:

    Zitat


    warst Du doch eine derjenigen, die mir am Anfang mal ordentlich in den A.... gertreten haben, ohne es böse zu meinen.
    Das habe ich auch relativ schnell erkannt unjd Du bist sicher nicht ganz unschuldig, dass ich heute noch trocken bin.

    och najaaaa.... das macht mich jetzt doch etwas verlegen :oops:
    Aber ich freue mich natürlich auch, wenn es so war. :D
    Ich finde immer, man lernt ja voneinander... der eine lernt das eine vom anderen, dafür kann der dann wieder irgendwas anderes gut.
    So gleicht es sich ja oft wieder aus.

    Jetzt bist Du einer von den "alten Hasen" :P in Richtung Trockenheit... und kannst andere von Deinen Erfahrungen profitieren lassen :)

    LG S.

    Hallo Caruso,

    Ich kenne Dich auch noch, zumal wir uns ja auch über längere Zeit begleiteten.
    "Sunshine_33" wird Dir wohl eher wenig sagen, aber vielleicht "Lilly .." :wink:

    Du wirst lachen, aber es ist erst kurze Zeit her, als ich an Dich dachte und wie es Dir wohl gehen mag...
    Ich war mir allerdings ziemlich sicher, das Du weiterhin trocken geblieben bist.
    Aber man weiß es ja nie, also ist es schön zu lesen, das es tatsächlich so ist.
    Ich wollte Dich auch eigentlich immer mal anmailen,hatte aber keine aktuelle mailadresse mehr.
    So ist es dann doch verblieben...

    Ich wünsche Dir hier wieder einen guten Austausch, von LZT kann man ja immer profitieren.
    Und Du vielleicht anders herum ja auch, wer weiß...

    LG und alles Gute weiterhin,
    S.

    Zitat

    Ich sitze hier und weine um etwas, was schon längst hätte zu Ende sein müssen. Ich muss einsehen, dass ich nix bewirken konnte und auch unsere Kinder ihn nicht halten können bzw. zur Vernunft bringen.

    Emmaleah, wenn Du das wirklich begriffen hast und es auch wirklich innerlich angekommen ist, dann hast Du schon einen großen Schritt bewältigt!
    Denn viele hoffen immer weiter, obwohl es gar keinen Anlass gibt, zu denken, das "von allein" was passiert.
    Und das tut es auch meist nicht.
    Der nasse Alkie kann erst dann etwas ändern an seinem Leben, wenn es von ihm selbst kommt.
    Wenn es so nicht mehr weiter geht, und wenn er bereit ist, Hilfe anzunehmen.
    Eher nicht !
    Und solange ein CO bleibt, hofft und still hält, begünstigt er das kranke Verhalten des Süchtigen auch zusätzlich mit.
    Das soll keinerlei Schuldzuweisung sein ! Also bitte nicht falsch verstehen, das ist ne rein sachliche Feststellung.
    Mehr nicht.

    Zitat

    Ich brauche jetzt erstmal einfach Ruhe... Ob ich überhaupt noch einmal jemanden in mein Leben und Herz lassen kann, darüber mag ich gar nicht nachdenken...


    Ja, Ruhe ist immer gut, auch zum nachdenken, wie es weiter gehen kann.

    Ich wollte auch nicht sagen, das man nun sofort den alten Partner durch einen neuen austauschen sollte, denn solche überstützt
    eingegangenen neuen Beziehungen steht nachweislich unter einem schlechten Stern.
    Erstmal sollte man besser mit einer Sache auch innerlich so weit wie möglich abschließen, ehe man was Neues beginnt.
    Alles andere wäre ja auch einem neuen Partner gegenüber unfair.
    Ich will damit sagen, das das eigene Leben nicht vorbei ist und es auch nicht den Untergang der Welt bedeutet, wenn eine Beziehung/Ehe
    scheitert.
    Das kann nun mal passieren und wenn Drogenmissbrauch noch dazu kommt, gibt es eh wenig Chancen.
    Dann kannst Du nur noch Deine eigene Haut retten und die der Kinder, bitte setze auch sie nicht weiterhin diesem Drama aus.
    Sie werden darunter Schaden nehmen und haben es vielleicht auch schon.
    Ich habe leider persönlich gerade mit so einer Situation zu tun, die zwar nichts speziell mit Alkoholabhängigkeit zu tun hat, aber nicht minder belastend ist.
    Ich weiß von daher, wie es Kindern in so einer oder ähnlichen Situation geht und wie schwer das alles für sie ist.
    Da sind ganz empfindliche Seelen, die Schutz benötigen und vielleicht auch psychologische Hilfe.
    Jedes weitere Aussetzen dieser Situation wird schlimme Folgen für sie nach sich ziehen, bitte glaube mir das und nimm das bitte sehr ernst.
    Die Kinder können sich noch nicht selbst wehren, Du hast also die Verantwortung für sie.
    Denn Dein kranker XY kann sie nicht mehr übernehmen.
    Das mag frustrierend sein und auch wütend machen, aber so sind leider die Tatsachen.

    Und irgendwann... wenn alles vorbei ist und überstanden, dann ist vielleicht auch wieder Platz für einen neuen Partner in Deinem Leben?
    SO meinte ich das eher :wink:
    Das Leben ist nicht vorbei, wenn eine Beziehung scheitert ! Ansonsten wäre meines schon längst ein paar Mal vorbei gewesen. :wink:
    Es fühlt sich aber erstmal so an, ich weiß.
    Aber diese Gefühlen gehen auch wieder... und zwar am besten, wenn man es anpackt und weitergeht. Auf einem besseren Weg...

    LG Sunshine