Beiträge von Sunshine_33

    Hallo Emmaleah,

    möchtest Du was an Deiner Situation ändern oder nicht?
    Wenn ja, wirst Du hier Hilfe bekommen können, wenn nicht, gehts halt weiter wie gehabt.
    Diese Erfahrung hast Du aber bereits ausgiebig gemacht oder?
    Also sei nicht überrascht, wenn sich nichts ändert, wenn DU nichts änderst, es ist wie es ist...

    Zitat

    Ich weiß nicht, ob ich mich für viel gesünder halte... Ich denke, ich habe anscheinend eine selbstzerstörerische Art


    Aus zwei kranken Menschen ist noch wie was "gesundes" hervorgegangen, oder wie sagt man?
    "Zwei Kranke machen keinen Gesunden"
    Allein von daher kann ja nix wirklich Gutes bei Euch rauskommen.
    Da müßte jeder erstmal für sich selbst gesunden, nicht wahr?
    Anders funzt die Sache einfach nicht.

    Zitat

    Ich wollte so gern eine ganz normale Beziehung führen.


    Das ist ganz eindeutig mit einem nassen Alkoholiker nicht möglich!
    Diesen Traum solltest Du mal platzen lassen, auch wenn Dir das nicht gefällt... bzw. ist er das doch längst, nicht wahr?
    Du weißt das bereits aus Deinen eigenen gemachten Erfahrungen, oder?

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    Aber ein Leben ohne Umarmungen, ohne Kuscheln, nur mit S** am Tag, kein gemeinsames zu Bett gehen kann ich nicht führen.


    Das musst Du auch nicht !!
    Es liegt ja allein an Dir, was Du aus Deinem Leben machst.
    Mir wäre das auch zu wenig, nur auf S** reduziert zu werden.

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    Ich denke, durch die vielen Demütigungen und Beleidigungen ist die Liebe auch irgendwie gestorben


    Tja, so ist das wohl. Wenn zu viel negatives passiert ist, dann stirbt auch die Liebe zu diesem Menschen immer ein Stück mehr.
    Bis nichts mehr da ist.
    Aber wir könnten einen anderen Menschen wieder lieben... und denke sogar, genau so stark wie jemand anderen zuvor.
    Liebe nutzt sich nicht ab. Und auch hier ist niemand "unersetzlich". :wink:
    Eine neue Liebe wird vielleicht anders sein, ungewohnter, und hoffentlich schöner als die "alte" in solchen Fällen wie Deinem... was auch immer. aber sie ist möglich, daran glaube ich ganz fest.

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    Wenn ich ihn wirklich noch richtig lieben würde, würde ich vielleicht akzeptieren, dass er trinkt, oder nicht?


    Emmaleah, Liebe und Alkoholmissbrauch passen einfach nicht zusammen.
    Warum solltest Du ein Verhalten akzeptieren, was schädlich für Dich ist?
    Der Begriff "Liebe" hat hier meiner Meinung nach gar nix zu suchen.
    Mal ganz davon abgesehen, das ein alkoholkranker Mensch höchstens nur noch eingeschränkt liebesfähig ist, wenn überhaupt.
    Wir haben als nasse Alkoholiker doch längst eine Liebesbeziehung, und zwar mit unserer Pulle.
    Neben der Sucht ist nur wenig Platz für anderes. Und für Liebe eher gar keiner. Vielleicht mal für ne schnelle Nummer, aber dann wendet
    man sich wieder seiner eigentlichen Liebe zu, dem Alkohol.
    So siehts doch leider mal aus... :(
    Und daran könntest Du mit all Deiner Liebe GAR NICHTS ändern, keine Liebe ist stärker wie die Sucht nach Drogen !

    Zitat


    Ich verstehe halt nicht, wie er dazu kommt, die Familie aufs Spiel zu setzen, um sich nicht ändern zu müssen. Ich habe es damals ja auch für ihn getan... Es müssen immer beide Seiten an einer Ehe arbeiten, aber er will das anscheinend nicht.


    Es ist im Grunde egal, ob Du das verstehst oder nicht.
    Es ändert nichts an dem Sachverhalt.
    Der Alkohol ist stärker als Liebe, der Alkohol ist wichtiger als die Familie.
    Er ist LEBENSINHALT für einen aklkoholkranken Menschen.
    Da IST einfach kein Platz mehr für anderes.
    Ein Arbeiten an der Ehe?? Das ist für nasse Alkoholiker ungefähr so wichtig, als ob in China n Sack Reis umfällt, sorry, aber es ist leider so.
    Hauptsache der CO funzt einigermaßen, alles andere ist eher egal.
    Es geht hier auch gar nicht um ein Arbeiten an der Ehe, darum kann es gar nicht gehen, solange Dein XY säuft.
    Denn dann fehlt sozusagen die Basis, man kann nicht auf einen nassen Alkie bauen, in keinerlei Hinsicht.

    Und nochwas, man sollte auch nicht sein Verhalten ändern, um sich jemand anderen besser anpassen zu können.
    Was Du an Dir für Deinen XY geändert hast, ist Deine Sache, aber erwarte nicht, das es umgedreht genau sein wird.
    Jeder darf so sein, wie er nun mal ist. Und wird auch so geliebt, auch DU !
    Man passt nun mal nicht mit allen Menschen zusammen, aber es gibt genug Menschen auf der Welt, mit denen es passen könnte !
    Aber mit Alkohol im Spiel ist leider jede Beziehung zum Scheitern verurteilt. :(
    Da nützt auch die größte Liebe nichts. Leider ist das so, Emmaleah.

    Ändere was an Deinem Leben ! Du hast es in der Hand !
    Schieb das nicht auf das Verhalten von anderen ab, auch nicht auf einen Alkoholiker.
    Du bist für Dich selbst verantwortlich, mach was draus !

    LG Sunshine

    Zitat

    Ich würde auch gerne mal wissen, ob ihr auch mal den Wunsch hattet, beim Saufen zu sterben, damit das endlich vorbei ist?

    BEIM Saufen vielleicht nicht unbedingt...eher danach.
    Mich hat diese Alkoholbeschaffung und Entsorgung auch sehr gequält und besonders auch die Scham vor mir selbst.
    Ich wünschte mir auch manchmal, das alles einfach vorbei wäre... wie traurig ich das heute finde :(
    Aber es ist vorbei... und mein Leben lebt sich fortan vorwärts und nicht rückwärts...

    LG Sunshine

    Hallo Missnoalk,

    ich bin niemand, der lange um den heißen Brei herumredet, also frage ich mal ganz direkt, säufst Du wieder oder konntest Du trocken bleiben?
    Du hast Dich hier über einen bestimmten Zeitraum recht intensiv ausgetauscht, so war zumindest mein Eindruck.
    Dann der Rückfall... und seitdem hört man nichts mehr von Dir.
    Aus Erfahrungen hier im Forum weiß ich, das dann oft doch nicht der erneute Absprung geschafft wurde und der Rückfall weiter ging.
    Also, wie gehts Dir denn heute so?
    Feiertage gut überstanden?
    Lass doch mal von Dir hören... wir sind hier... und reichen auch jedem erneut die Hand, der ein trockenes Leben möchte.

    LG Sunshine

    Poster schrieb:

    Zitat

    Ich habe ja vor 8 Jahren das Glas weggestellt ohne mein Leben sonstwie zu verändern.

    RiSu schrieb:

    Zitat

    Und ich gehe auch gerade eher meinen Weg ähnlich wie du und es fühlt sich richtig an.

    Immer wieder erstaunlich, wie sich die bequemen Wege rausgepickt werden. :wink:
    Leider sind diese bequemen Wege, ohne groß was verändern zu wollen, wenig erfolgversprechend und oft beendet der
    nächste Rückfall diese Wege.
    Ich glaube übrigens nicht, das sich Posters Leben ansonsten so gar nicht verändert hat, allein die Denke hat sich doch
    wahrscheinlich gravierend geändert, ansonsten würde er längst wieder saufen.

    Lieber Poster, ich möchte Deine Trockenheit in keinster Weise mindern, und gratuliere auch dazu.
    Aber Deine Posts führen auch dazu, das sich andere die "Rosinen rauspicken" und denken, Trockenwerden sei ein Spaziergang
    ohne weitere nötige Veränderungen.
    Dem ist aber meist nicht so.

    Zitat

    Das ist auch der Grund, dass ich dieses Portal inzwischen so selten besuche.


    Für ne kurze Erfolgsmeldung war es dann aber doch gut genug, nicht wahr? :wink:
    Das schien Dir dann ja doch wichtig zu sein 8)

    Zitat


    Der Gedanke an Alkohol ist quasi weg und damit auch das Bedürfnis sich mit Betroffenen auszutauschen.


    Auch das hat keine Allgemeingültigkeit.
    Es gibt Menschen, die ein Leben lang weiteren Austausch brauchen, um trocken bleiben zu können.
    Andere brauchen das nicht so.
    Ich kenne sone und solche... und jeder muss das für sich herausfinden und entscheiden.

    Ich persönlich war auch immer wieder jahrelang ohne Gruppe und werde es auch bald wieder größtenteils sein.
    Komme damit auch gut klar.
    Auch in meinen Gedanken spielt Alk überhaupt keine Rolle mehr. Es ist wie ein abgeschlossenes Kapitel.
    Kann das aber nicht für Frischlinge so weiter empfehlen, da halte ich regelmäßigen Austausch für SEHR wichtig.
    Denn da ist das keinesfalls nach wenigen Wochen oder Monaten ein abgeschlossenes Kapitel.
    Wie es nach 3, 5 oder 10 Jahren Trockenheit aussieht, ist dann ne andere Sache...
    Eines sollten wir aber nie vergessen:
    Das Suchtgedächtnis ist mitunter heimtückisch und kann auch jederzeit wieder aufwachen bei eintsprechenden Triggern,
    es gibt keine Heilung bei unserer Krankheit.
    Aber ein Stoppen der Krankheit ist möglich und dann kann man ein schönes Leben haben, was sich wenig von anderen Leben unterscheidet.
    Ich "fühle" meine Krankheit auch nicht, sie zeigt auch keine typischen Symptome mehr, aber ich weiß trotzdem, das sie da ist.
    Und für immer bleibt.
    Ich persönlich kann damit aber gut leben, sogar sehr gut. :)
    Es ist wie es ist, und ich habe meine Krankheit auch sehr früh als solche akzeptiert.
    Sie schränkt mich in meinem Leben überhaupt nicht ein, ich wüßte nicht, inwiefern sich mein Leben vom Leben anderer unterscheidet.
    Außer das ich eine chronische Krankheit habe, aber meine Güte, andere haben auch ihre Blessuren im Leben abbekommen,
    haben auch ihre Päckchen zu tragen...

    LG Sunshine

    Hallo kamarasow
    Du schriebst:

    Zitat

    Geht es mir gut? Die Frage stelle ich mir häufig. Wenn die Antwort darauf lautet: Semi. Dann sollte man sich die Frage auch nicht zu oft stellen.
    Manchmal ist man von den äußeren Umständen (wie bspw. aktuell Termindruck im Beruf) gezwungen, sich durch bestimmte Zeiten durchzuquälen.
    Ich versuche, auch wenns es nicht immer leicht fällt, nicht zu viel zu jammern.

    Das sehe ich ganz genau so.
    Dauer-Rumjammerei kann ich ganz schlecht ertragen, erstmal bei mir selbst und ebenso auch bei anderen.
    Maaaal Jammern oder sich über einen bestimmten Zustand beklagenn ist ja noch ganz akzeptabel, aber ich sehe dann immer zu, das
    ich da auch möglichst schnell wieder raus komme.
    Denn Jammern bringt einen so gar nicht praktisch weiter und da ich ein lösungsorientierter Mensch bin, ist bei mir gedanklich auch immer
    schon der zweite Schritt "in Arbeit", nämlich, wie ich eine Situation trotz Widrigkeiten in den Griff bekommen könnte.
    Ich bin auch der festen Meinung, das es bei fast allem immer einen Weg gibt!
    Nur ist der oftmals auch beschwerlich und man wird evtl. auch Federn lassen.
    Und es ist fast immer auch mit Arbeit verbunden, und sei es "nur" an der Arbeit an sich selbst (und das ist vielleichtg sogar die schwerste Arbeit?)

    Und richtig, ich sehe es auch so, das man einfach auch mal Zwängen unterliegt, die von außen kommen und nicht abänderbar sind.
    Wenn ich auf der Arbeit einen Termin habe, dann habe ich den nun mal und kann dann nicht achtsamkeitsmäßig den halben Tag Tee
    trinken und mit ner Wolldecke auf dem Sofa liegen und dem Schnee beim Fallen zusehen.
    Dann habe ich den Termin zu halten, also muss ich mich dann auch mal zusammenreißen können,
    denn an Terminen hängen meist andere noch mit dran und im Endeffekt auch Menschen, die darauf angewiesen sind,
    das ich meinen Termin auch einhalte.
    Und Ja, von nix kommt nun mal auch nix... ich habe mir auch alles in meinem Leben erarbeiteten müssen.
    Auf Glück hätte ich mich da auch nicht verlassen wollen, das ist zu unbeständig.
    Also half eh nur arbeiten :wink:

    Zitat


    Das positive hervorheben half mir schon immer weiter.
    Außerdem kommt Erfolg nicht durch Glück, sondern durch Arbeit. Jeden kleinen cm muss man selbst gehen. Das nimmt einem keiner ab.

    So ist auch meine Erfahrung.
    Nicht immer auf das schauen, was andere haben oder können, sondern ich schaue auch immer da hin, was ich selbst habe und kann.
    Wir leben in einem reichen Land, gemessen an der Restbevölkerung dieses Planeten Erde, das ist nun mal so, und trotzdem kommt
    es mir so vor, als hätten wir nichts besseres zu tun als über alles mögliche zu jammern.
    Das wir in Deutschland alle ein Dach übern Kopf haben, zu essen und zu trinken und ein einigermaßen funktionierendes Sozialsystem, das sehen
    viele wohl gar nicht mehr.
    Dabei ist das etwas sehr positives, und es ist etwas, was viele andere Menschen nicht haben !
    Und unter Berücksichtigung dieser Tatsachen kann ich wirklich nur mit dem Kopf schütteln, wenn dann noch über jeden Mist rumgejammert wird.
    Dann denke ich, ob wir alle schon derart degeneriert sind, das wir selbst dem leichtesten Druck schon nicht mehr standhalten können?
    Sorry, aber ich denke wirklich so "hart" darüber und habe aufgrunddessen für so manche Jammerei auch wirklich kein Veständnis.
    Und das noch umso mehr, wenn derjenige aus eigenen Mitteln sich selbst helfen könnte, es aber nicht tut, weil jammern viel bequemer ist,
    als mal sein Wohlfühleckchen zu verlassen und was zu TUN.

    Und ja, man muss Wege selbst gehen, (und zwar tatsächlich jeden cm) das nimmt einen im Endeffekt keiner ab, das kann auch keiner.
    Aber... ist es nicht auch ein tolles Erfolgserlebnis, schwierige Wege gegangen zu sein und sie trotz Widrigkeiten bewältigt zu haben?
    Also für mich ist es das.
    Ich kann also selbst darin noch das Positive sehen... wenn auch nicht immer gleich :lol:

    Zitat

    Zufriedenheit und Freude holt man sich aus dem Lösen der Probleme sowie aus gemeinsamer Zeit mit der Familie.


    Empfinde ich zu 100% ganz genau so. Aus beidem kann man viel Kraft und Freude ziehen. Und damit dann auch wieder neue Probleme angehen bzw.
    schwierige Situationen durchstehen.

    LG und ich wünsche Dir ein Frohes Weihnachtsfest im Kreise Deiner Familie
    Sunshine

    Hallo Lunki,
    ich habe Dich hier noch gar nicht begrüßt, das möchte ich hiermit noch nachholen:
    Herzlich Willkommen im Forum ! :)

    Gelesen habe ich Deinen Thread bisher noch nicht, aber ich habe Dich schon mehrmals bei anderen gelesen :wink:
    Da habe ich mir mal folgendes herausgepickt:

    Zitat

    ja, ich sauge alles auf wie ein Schwamm im Moment. Höre Hörbücher zum Thema, lese Bücher und im Forum und auch auf anderen Seiten zum Thema Alkohol und Sucht allgemein. War jetzt schon zweimal in einer Buchhandlung in der nächst gelegenen Stadt und muss sagen das Angebot zum Thema Alkohol und Sucht ist dort sehr dürftig. Da gibt es zwar ein riesen Regal zu Gesundheitsthemen, aber über Sucht und Alkohol haben die genau zwei Bücher da, dieses Werk von Edgar Allen Carr (oder wie der heißt, der auch die Bücher zum Rauchen geschrieben hat) Was ich mir noch nicht mal angeschaut hab, denn ich denke das ist nur sinnvoll für ihn selbst, denn es vergrößert sein Bankkonto :lol: und ein Buch von so einer Lifestyle Frau: Nüchtern betrachtet, war das ganze nicht so berauschend) das habe ich vor zwei Wochen gekauft, das haben sie inzwischen nachbestellt, sonst nix! Aber eine riesen Auswahl an vernöstlichen Weisheiten, jede Menge über andere Erkrankungen, egal wie selten und exotisch. Angesichts des riesen Ausmaßes des Problems Alkohol in unserer Gesellschaft, finde ich das Angebot doch sehr dürftig. (Gut, man kann sich anderweitig Literatur besorgen, aber dennoch macht mich das nachdenklich)

    Erstmal: Die Beschäftigung mit unserer Krankheit und dem Thema allgemein ist sicher wichtig, ich würde aber auch immer dazu raten,
    sich nicht rund um die Uhr damit zu beschäftigen, sondern zwischendurch auch ganz einfach mal das Leben zu genießen in Deiner Freizeit. :)

    Und dann: Ich finde, meckern ist immer einfach, aber man kann auch noch was anderes tun, nämlich selbst aktiv werden, um was zu verbessern.
    Wenn Du also noch Kapazitäten frei hast bei der Beschäftigung mit dem Thema Alkoholismus, dann kann man auch mal in der Buchhandlung
    was zu der bestehenden Situation sagen.
    Ich würde das jedenfalls tun, ich würde da hingehen und sagen "Ich besuche sehr gern ihre Buchhandlung, aber ich habe festgestellt, das sie leider zum Thema Alkoholismus nur ein sehr begrenztes literarisches Angebot haben. Ich würde mich freuen, wenn da mehr zur Verfügung stünde"... oder so :wink:
    Ich würde also erstmal irgendwas loben und dann sagen, was mich stört.
    In Buchhandlungen arbeiten normalerweise halbwegs intelligente Leute, meist sogar sehr intelligente.
    Und auf Kundenwünsche sollte besser gehört werden, ansonsten driftet die Kundschaft nämlich ganz schnell zu amaz*n und anderen Online-Buchhandlungen ab.
    Und daran kann keine Buchhandlung interessiert sein.


    Zitat

    Ah so ja, ein Buch hatten Sie da noch zum Thema und zwar stapelweise:
    Warum Abstinenz die Gesundheit gefährdet und S** vor Krebs schützt: Anti-Aging-Geheimnisse für Genussmenschen :roll: öhm, genau das ist doch irgendwie Teil des Problems in unserer Gesellschaft mit dem Umgang einer Droge, die gefährlich ist und abhängig macht und das in größerem Ausmaß, als viele illegale Substanzen. Hat mich schon nachdenklich gemacht.


    Vielleicht wird das Buch über die Gefahren der Abstinenz von Jev*r-Pilsener oder einer Sektfirma gesponsert? :?
    Weiß man`s ?? 8)
    Nicht das noch zu viele Menschen abstinent leben wollen und der Staat und die Brauereien/Kellereien Kohle einbüßen müssen :roll:
    DAS geht ja mal gar nicht !

    Lunki, ich finde Deine kritische Auseinadersetzung mit dem Thema sehr gut !
    Ich habe das auch immer getan und tue es auch heute noch. Und vielleicht hat es mir auch geholfen, trocken zu bleiben.
    Alkohol spielt in unserer Gesellschaft mittlerweile echt schon eine gruselige Rolle.
    Mich erschreckt es auch immer wieder mal.
    Und ich sage dann auch mal was dazu.
    Ich will niemanden missionieren oder sonstwas, aber kritische Bemerkungen können schon den einen oder anderen mal dazu bringen,
    über den eigenen Konsum nachzudenken und ob man diesen kranken Tanz um den Alk mitmachen will...
    Nasse Alkies erreicht man damit allerdings eher nicht, denn da regiert der Alk dann schon viel zu stark und dann will man ja nur noch saufen und nix hören...oder muss auch schon saufen.

    LG Sunshine

    Hallo Missnoalk,

    Jetzt wieder ohne Alk? Oder ist der Rückfall weiter fortgeschritten?
    Wie geht es Dir, wo bist Du? Bitte melde Dich hier, denn das hier ist ja Deine SHG, nicht wahr?

    Zitat

    Ich hatte einen rueckfall.


    Gut, das Du den Sachverhalt klar beim Namen nennst und nicht von einem "Vorfall" sprichst,
    aus dem dann demnächst ein "Vorfällchen" wird...
    Denn ich befürchte, derartige Verharmlosungen führen über kurz oder lang direkt wieder in den Suff.
    Unser Suchtgedächtnis führt mitunter ein Eigenleben, was sehr unerfreulich sein oder werden kann.

    Für mich ist ein Rückfall ganz klar ein Rückfall, denn ich bevorzuge Klartext.
    Das bedeutet jetzt aber nicht, das ich mit Dir schimpfen werde oder Dich runterputze, denn damit ist Dir auch nicht geholfen.
    Bei jemanden, der schon am Boden liegt, tritt man bekanntlich nicht noch nach.

    Aber es bedeutet auch, das irgendwas komplett schief gelaufen ist, und das sollte man schleunigst analysieren und seine
    Schlüsse daraus ziehen und Vorkehrungen treffen, das es einen nicht wieder so erwischen kann.
    Sehr hilfreich ist übrigens ganz besonders am Beginn der Abstinenz die konsequente Umsetzung unserer Grundbausteine hier.
    Und da würde ich auch den dringenden Rat geben, da nix dran aufzuweichen aus Bequemlichkeitsgründen oder weil
    man "nicht anders könnte".
    Man kann nämlich fast alles, wenn man es nur will !
    Trocken werden ist anfangs ganz sicher kein Spaziergang, später wird der Weg aber immer leichter, bei mir war das jedenfalls so.
    Heute merke ich meine Krankheit gar nicht mehr, aber ich weiß zu 100%, das sie da ist und auch immer da sein wird.
    Aber für mich ist es einfach und leicht, damit zu leben, meine Krankheit beinträchtigt mich in keinster Weise und trocken habe
    ich im Grunde ein Leben wie jeder andere NIchtbetroffene auch.

    Ich möchte das nur mal so erwähnen, um unserer Krankheit den Schrecken zu nehmen, in der Form, das man nun lebenslang einen
    extrem steinigen Weg zu gehen hätte.
    Am Anfang ist der mitunter steinig, aber er wird mit der Zeit immer schöner und einfacher zu gehen.
    Und sehr oft wächst man auch an diesem Weg und kann Entwicklungen machen, die man vorher nicht für möglich hielt.
    So viel mal aus meiner Erfahrung dazu. :wink:

    Also Missnoalk, komm zurück, schreibe was vorgefallen ist (hört sich ja bisher eher mysteriös an) und analysiere mit uns zusammen,
    was schief gelaufen ist, wie es zu diesem Rückfall kommen konnte.
    Ein Rückfall ist nicht das Ende des Weges und auch nicht der Untergang der Welt.
    Aber er sollte auch keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden.

    LG Sunshine

    Ein interessantes Thema, womit ich mich auch in meiner ehemaligen realen Gruppe intensiv mit auseinander gesetzt habe, auch in der Form von vielen Gesprächen mit betroffenen Senioren.
    Dadurch, das meine reale Gruppe etwas "überaltert" :wink: war, gab es somit auch viele Alkoholiker im fortgeschrittenen Alter.

    Feldmaus fragte:

    Zitat

    Ist denn die Mehrheit dieser Menschen erst im Alter zum Alkoholiker geworden wegen Einsamkeit etc...? Oder handelt es sich um alt gewordene Alkoholiker...?

    Da gibt es keine allgemeingültige Antwort. Einige sind tatsächlich durch Einsamkeit (Tod des Partners beispielsweise oder auch andere Schicksalsschläge) über den Alkoholmissbrauch in die Sucht gerutscht.
    Andere waren "alt gewordene Alkoholiker", die sich aber das oftmals erst sehr spät eingestanden haben.
    Meist erst, als es deutliche körperliche Beschwerden gab, die auf den jahrzehntelangen Suff zurückzuführen waren.
    Dabei handelte es sich aber kaum um Menschen, die ewig besoffen und dadurch komatös inner Ecke lagen, sondern um jahrzehntelang gut funktionierende Alkoholiker.
    Da wurde oft gesellig getrunken (Kegelverein, Skatabend, Kaffeekränzchen, Schützenverein etc.), keine Feier war ohne Alk, das war undenkbar. Auch zuhause wurde oft täglich Wein zum Essen getrunken, nachmittags dann wieder irgendwas und abends Schlummertrünke etc.
    Es war einfach "normal", jeden Tag Alkohol zu konsumieren, dadurch ist man doch kein Alkoholiker!
    Die bittere Erkenntnis kam dann aber doch irgendwann, meist angestoßen von außen (Arzt, Partner, Kinder).

    Ernest fragte

    Zitat


    Was ist schlimm, wenn Senioren alle Tage Alkohol trinken bzw. Alkoholiker sind? Sie trinken ihr Quantum und dösen in den Tag hinein oder hocken am Stammtisch/Kaffeekränzchen. Die Arbeitswelt ist für sie abgeschlossen, der Rubel rollt in Form von Rente/Ersparten und sie trinken sich selten ins "Komma". Lasst sie doch, wenn sie diese Lethargie oder eine Alkoholgesellschaft wünschen.

    Naja, was heißt "schlimm", sie tun ja nix verbotenes.
    Bei den Menschen, die ich kenne und die im Seniorenalter doch noch aus der Sauferei ausstiegen, wurden in fast allen Fällen jäh aus der Lethargie gerissen, oft vom Arzt aus oder auch durch eine KH-Einlieferung, wo die Sucht nicht lange vorborgen blieb durch Entzugssymptome.
    Oder auch von den eigenen Kindern, indem sie die Enkelkinder entzogen, weil es nun mal unzumutbar ist, der besoffenen Oma (oder Opa) die Enkelkinder anzuvertrauen.
    Sowas tut dann schon richtig weh und ruft nicht bei jedem nur Empörung hervor, sondern der ein oder andere kommt da auch mal ins Nachdenken.
    Und dann werden mitunter auch Entscheidungen getroffen und endlich eine SHG aufgesucht, um sich helfen zu lassen.
    Das habe ich persönlich so miterlebt oder habe es mir von Betroffenen schildern lassen, die schon länger in der SHG waren.

    Zitat


    Anderseits ist es nicht die Aufgabe der Gesellschaft/Familie in irgendeiner Form diese Menschen aufzurütteln? Wie können sie erreicht und motiviert werden, sich wieder aktiv am Leben zu beteiligen?

    Die "Aufgabe"? Hm, weiß nicht.
    Ich denke, bei Senioren kann die Familie am meissten aufrütteln. Evtl. auch der Arzt ihres Vertrauens.
    Wer ist denn hier mit "die Gesellschaft" gemeint, die Gesellschaft sind wir ja alle.
    Oft wird ja gern nach der Gesellschaft und ihren Aufgaben gekräht, wobei aber gern ausgeblendet wird, das man selbst auch "die Gesellschaft" ist. :wink:
    Wieder aktiv am Leben teilnehmen?
    Hmmm, das müßte man ja erstmal selbst wollen. Das ist aber nicht bei allen Senioren der Fall.
    Manche haben ihr Leben lang hart gearbeitet und mögen einfach nicht mehr so aktiv am Leben teilnehmen.
    Gesundheitliche Beeinträchtigungen erschweren das oft noch zusätzlich.
    Alles nicht so einfach... im Alter ist nicht mehr immer ein Weg, wo ein Wille ist. :(
    Ich merke das auch selbst schon immer mehr mit meinen 57 Jahren.
    Es gibt Tage, wo es mir gesundheitlich so schlecht geht, das ich mich nur noch zurückziehen möchte und meine Ruhe haben will.
    Und ich bin noch nicht mal im Rentenalter. :?
    Mein Verständnis für die älteren Herrschaften wird immer größer, je älter ich selbst werde.

    Es gibt aber auch Senioren, die wirklich noch aktiv am Leben teilnehmen wollen, ist ja auch klar und auch davon kennt jeder bestimmt welche.
    Man kann das also nicht pauschal beantworten, sondern das ist sehr individuell.

    Ich würde mal eher sagen, das Ziel sollte bei Senioren vielleicht eher ein lebenswertes Leben sein, nicht unbedingt die Mega-Aktivität an allem.
    Und ein Leben im Halbsuff ist in meinen Augen kein wirklich lebenswertes Leben, es ist eher ein Vegetieren, und da bei älteren Menschen noch extremer,
    vielleicht sogar schon ein Warten auf den Tod, denn der Alk macht so vieles in einem kaputt und bei Senioren hatte er oft schon Jahrzehnte Zeit, sein zerstörerisches Werk zu vollbringen.


    Hartmut schrieb:

    Zitat

    Nun mag es Gründe geben, die veranlassen den Alkohol dazu missbrauchen, jedoch wird ja keiner freiwillig Alkoholiker mit der Prämisse sich zu Tode zu saufen.

    Das sehe ich ebenso. Auch die älteren Herrschaften, die ich diesbezüglich kennengelernt habe, hatten nicht diesen Plan, sich totzusaufen.
    Ich denke, sehr viele Menschen rutschen da einfach immer tiefer rein, ohne sich darüber überhaupt bewußt zu sein.
    Und es gibt sicher auch nicht wenige, die sich ihr Leben lang nicht eingestehen, ein Alkoholproblem zu haben, obwohl es überdeutlich sichtbar ist.
    Das ist eben so.

    LG Sunshine

    Zitat

    Lieber Karsten, danke für das was du hier geleistet hast - - trotzdem muß ich dir sagen: suche und finde eine andre Möglichkeit deinen Lebensunterhalt zu verdienen (wenn das nicht klappt: es gibt Ämter, Millionen kommen damit auch zurecht). Du hättest schon lange dieses Forum in andere, in mehr Hände legen müssen. Du bist doch schon lang damit überfordert.

    Auch ich finde es klasse, was Karsten hier geleistet hat ! Und das möchte ich auch überhaupt nicht irgendwie in Abrede stellen.
    Nur kann es auch nicht sein, sich bis zur Selbstaufopferung an die Selbstständigkeit zu klammern, sprich, es klappt nicht, mit diesem
    Internetforum seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.
    Dieser Plan ist gescheitert, und Holzwege muss man doch auch mal irgendwann wieder verlassen, anstatt zu versuchen, aus dem sowieso
    schon schlecht laufenenden Forum noch mehr Kohle rauspressen zu wollen durch fragwürdige Entscheidungen.
    Die zuletzt getroffene Entscheidung ist doch nun wirklich der Todeskuss für dieses Forum.
    Und für mich aus mehrerlei Gründen auch nicht nachvollziehbar.
    Kurzum, es hätten schon lange Entscheidungen gefällt werden müssen in bestimmte Richtungen, aber eher nicht in diese, wenn das Forum irgendwie weiter existieren soll.
    Meine Güte, Karsten ist doch nicht der Erste, der mit der Selbstständigkeit gescheitert ist, dann muss man eben auch mal Hilfe vom Amt annehmen
    anstatt zu versuchen, immer noch so weiter zu machen und sich dabei immer weiter selbst zu schädigen, gesundheitlich wie auch psychisch.
    DAS kanns ja wohl nicht sein und sowas fordert auch niemand hier in unserem Land.
    Und eigentlich sollten gerade wir mit unserer Krankheit auch gelernt haben, Hilfe anzunehmen.
    Man kann zwar viel von Hilfe annehmen schreiben oder daherquatschen, aber wenn man selbst welche braucht, sieht es plötzlich ganz anders aus, nicht wahr?
    Man sollte es aber trotzdem tun, denn es können auch im trockenen Leben Situationen auftauchen, wo man einfach Hilfe braucht.

    Zitat

    Ich werde jedenfalls nicht in den sog. "geschützten" Bereich zurück gehen. Ich war da mal 1 Jahr und war schwer enttäuscht. Um Sucht geht es da kaum. Tagebücher, Strickkreis, eben was so ist wenn Leute beieinanderhocken die ewig clean sind. Gibt's auch in realen SHG. Das ist ja auch ganz heimelig, aber Menschen die aufhören wollen erreicht man so nicht.

    Damit hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen, garcia.
    Denn wenn ich es mir so überlege, habe ich mich fast nur mit Menschen aus dem Offenen Bereich über unsere Krankheit ausgetauscht,
    der Interne ist tatsächlich so geworden, wie Du es beschreibst.
    Das war aber nicht immer so... früher war das dort auch mal anders.
    Für einige ist dieses Heimelige dort ja auch was, aber ich habe leider feststellen müssen, das mir der Interne Bereich auch kaum noch was gibt,
    außer eben dieses Heimelige Gefühl, und Ja, man kennt sich dort ja oft schon auch lange.

    Durch Deinen Beitrag hier ist mir auch nochmal ganz klar geworden, was ich persönlich möchte und was nicht, er hat mich echt nochmal wach gerüttelt, auch was meine eigene Beteiligung hier im Forum betrifft.
    Danke Dir dafür.

    Und falls es bei der Entscheidung bleibt, möchte ich mich auch bei Dir schonmal vorsichtshalber verabschieden, lieber garcia.
    Ich habe Dich immer sehr gern gelesen, und empfand Dich immer als große Bereicherung dieses Forums mit Deinen Gedanken und Schreiben.
    Und ich bedauere es sehr, bestimmte Leute nicht mehr lesen zu können, aber ich kann auch verstehen, das die Leute bei den Machenschaften hier nicht mehr mitmachen möchten.
    Irgendwann is das Fass auch mal voll.
    Für mich ist es das übrigens auch, das hier ist auch nicht mehr "mein Forum".

    LG Sunshine

    Ich hatte folgendes versehentlich im falschen Thread geschrieben, aber es gehört eher hier in Deinen, lieber C.F.

    Zitat

    Ich glaube kaum, dass man die Nachfrage nach einem Produkt, das eh schon eher mau läuft, steigern kann, indem man an der Kostenschraube dreht. Das besagen die einfachen logischen Spielregeln der Betriebswirtschaft, die vorliegend außer Betracht gelassen worden sind. Und ein Alleinstellungsmerkmal hat dieses Forum nicht. Seine Maßnahme führt m.E. nur zu einer Verdrängung von Usern zu anderen Anbietern.

    Das sehe ich exakt genau so, C.F.
    Schade für dieses Forum, wirklich... :(

    Falls wir uns demnächst hier nicht mehr lesen, lieber C.F., möchte ich mich schon mal auf diesem Wege für Deine
    Wegbegleitung bedanken.
    Ich habe Dich immer gern gelesen, und ich wünsche Dir weiterhin ein schönes, trockenes Leben.
    Bisher hast Du das ja sehr gut hinbekommen, mach einfach weiter so ! :)

    LG Sunshine

    Zitat

    Ich glaube kaum, dass man die Nachfrage nach einem Produkt, das eh schon eher mau läuft, steigern kann, indem man an der Kostenschraube dreht. Das besagen die einfachen logischen Spielregeln der Betriebswirtschaft, die vorliegend außer Betracht gelassen worden sind. Und ein Alleinstellungsmerkmal hat dieses Forum nicht. Seine Maßnahme führt m.E. nur zu einer Verdrängung von Usern zu anderen Anbietern.

    Das sehe ich exakt genau so, C.F.
    Schade für dieses Forum, wirklich... :(

    Falls wir uns demnächst hier nicht mehr lesen, lieber C.F., möchte ich mich schon mal auf diesem Wege für Deine
    Wegbegleitung bedanken.
    Ich habe Dich immer gern gelesen, und ich wünsche Dir weiterhin ein schönes, trockenes Leben.
    Bisher hast Du das ja sehr gut hinbekommen, mach einfach weiter so ! :)

    LG Sunshine

    Zitat

    Auch glaube ich nicht an ein magisches Karma, das mich wegen fehlender Demut irgendwann heimsuchen müsste.

    An sowas glaube ich auch nicht. :lol:
    Das Wort Demut wurde hier auch schon öfters beanstandet, weil es vielleicht einen negativen Beigeschmack für einige hat?
    Für mich bedeutet es lediglich, nicht auf den Gedanken zu kommen, geheilt zu sein und/oder mich für schlauer oder
    besser zu halten, nur weil ich nun schon lange Zeit trocken bin.
    Nicht überheblich zu werden, sondern auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben. Und die sind nun mal, das ich alkoholkrank bin
    und das auch bleibe.
    Ich habe auch keine Angst vor einem Rückfall, aber sehr wohl Respekt vor unserer Erkrankung und ich weiß, das sie auch unter Umständen wieder ausbrechen kann, auch bei mir.

    Zitat

    Nun ist aber der Zeitpunkt gekommen, dies hinter mir zu lassen.
    Ich habe diesen Gedanken mit dem Thema vom 24.08.2018 "Was bringt es, im Forum zu schreiben?" schon einmal abstrakt in den Raum geworfen.


    Nun, ich bin keine Verfechterin davon, lebenslang in einer SHG bleiben zu müssen, um ein trockenes Leben führen zu können.
    Ich kenne auch einige Trockene, die nie in einer SHG waren, sondern "nur" ne Entgiftung im KH hatten oder sich nach einer Therapie
    für ausreichend gerüstet hielten.
    Darunter sind auch Langzeittrockene.
    Wenn Dir das Forum nix mehr bringt, ist es doch Deine Entscheidung, zu gehen, da kann und wird Dich niemand dran hindern.

    Ich selbst war auch immer mal wieder jahrelang ohne SHG und hatte keine Probleme, trotzdem trocken zu bleiben.
    War auch mal ca. 2 Jahre in einer Realen Gruppe, aber dann konnte ich mir da auch nix mehr wirklich mitnehmen, weil ich
    alles schon dutzendfach gehört hatte und sämtliche Geschichten der Teilnehmer kannte.
    Es hatte dann schon sowas "gebetsmühlenhaftes", und ich habe oft gedacht, was ich stattdessen Schönes machen könnte,
    als die Zeit dort abzusitzen, denn so empfand ich das mittlerweile.
    Ich verließ daraufhin die reale Gruppe, weil die einen auch freizeittechnisch gern komplett einatmen wollten, und sowas
    ist schon mal gar nix für mich.
    Ich habe nämlich auch einen relativ großen Freundeskreis von Menschen, die nicht betroffen sind von der Alkoholkrankheit und
    mit denen ich auch gern meine Zeit verbringe.
    Kurzum, ich wollte mich nicht den ganzen Tag rund um die Uhr mit meiner Krankheit beschäftigen, denn ich habe auch noch ein Leben
    neben meiner Krankheit, was ich leben möchte.
    Von daher bin ich eh nicht der Typ, der da sagt, Du musst immer in eine SHG gehen, sonst wirst Du 100% rückfällig.

    Bei Dir bereitet es mir nur Sorge, das Du erst relativ kurz trocken bist und darum evtl. noch nicht gefestigt genug.
    Als ich in die Reale ging, war ich beispielsweise schon ca. 6 Jahre trocken, und ca. 8 Jahre trocken, als ich sie wieder verließ.
    Davor war ich ca. 2-3 Jahre hier im Forum, ich kann das leider alles nicht mehr so genau datieren, weil es für mich auch nicht so wichtig ist.
    Das nur mal so als kleines Beispiel, in welchem Zeitrahmen sich einiges bei mir so abspielte.
    Wenn mir dann also jemand erzählt, er sei jetzt 1 oder 2 Jahre trocken und völlig stabil, dann bin ich geneigt, dem nicht so ganz zu glauben.
    Denn die allgemeinen Erfahrungen sprechen ne andere Sprache...

    Ich kann aber nachvollziehen, das der Austausch hier in diesem Forum Dir momentan wenig bringt, weil nur noch ein paar Leutchen regelmäßig schreiben.
    Wie soll man sich da im Offenen Bereich noch sinnvoll und gewinnbringend austauschen?
    Hast Du schon mal daran gedacht, mal zu einer Realen Gruppe zu gehen?
    Ich glaube, ich hatte Dir das schonmal geschrieben...bin aber nicht sicher.
    Es ist nämlich nochmal ne andere Sache, sich von Angesicht von Angesicht mit anderen Betroffenen austzutauschen, auch um
    zu verstehen, wie unsere Krankheit in all ihren Facetten sein kann.
    Mir haben die 2 Jahre Reale Gruppe schon viel gebracht, unsere Krankheit einfach noch besser zu verstehen,
    auch wenn ich die Gruppe dann wieder verließ. Ich möchte von daher die Reale sicher nicht schlecht reden, und es waren auch sehr nette Menschen dort.
    Aber wie gesagt, mein Leben findet nich nur in SHG statt, sondern im Realen Leben, mit meiner Familie, Freunden und meinen Hobbys.

    LG Sunshine

    Hallo Hull,

    Dein Plan, DIch hier nur noch mit Nicht-Rückfälligen auszutauschen scheitert evtl. schon daran, das Dir hier einfach auch andere schreiben, und zwar ohne Dich um Deine Erlaubis zu bitten :P:lol:

    Mal im ernst, das macht für mich auch keinen wirklichen Sinn.
    Ich kann Dir nur für meinen Teil dazu sagen, das ich aus den Rückfällen anderer für mich selbst am meissten lernen konnte.
    Auch wenn sich das etwas makaber anhören mag, war es so. Denn ich habe ja so auch aus dem Leid anderer gelernt.
    Und glücklicherweise musste ich auch das Rad nie neu erfinden, und konnte somit die Erfahrungen anderer für mich annehmen und
    somit sicher auch die ein oder andere Klippe elegant umschiffen.
    Für mich war der Austausch mit Rückfälligen immer ebenso wichtig wie der Austausch mit LZT.
    Und ich habe auch bis heute nicht die Demut vor meiner Krankheit verloren.
    Das bedeutet aber keinesfalls, das ich nun in Büßerkutte rumlaufe, mich auf meine Krankheit reduzieren lassen oder sonstwas in dieser Richtung.
    Ich schäme mich auch nicht für meine Krankheit, ich habe sie nun mal, kann damit aber trocken hevorrragend leben und fertig.

    garcia schrieb:

    Zitat

    Das wird nur gern ausgeblendet. Die Aussage "ich habe am x. x. 20xx aufgehört und hatte keinen Rückfall" klingt cool, stark und souverän. Aber fast immer gab es vorher eine Phase, die durch verzweifelte Versuche (Trinkpausen) gekennzeichnet war.

    Bei mir war es so wie von garcia beschrieben.
    Ich habe wirklich viele verzweifelte Abstinenzversuche hinter mir gehabt und bin damit immer wieder gescheitert.
    Ich habe meine Sauferei nicht als das begriffen, was es war, nämlich eine Krankheit, die sich Alkoholabhängigkeit nennt.
    Erst als ich professionelle Hilfe bekam und meine Krankheit als solche anerkennen konnte, konnte ich ein abstinentes Leben beginnen.
    Und da war auch erstmal gar nix cool, stark oder souverän.
    Ich bin in ganz kleinen Schritten voran gegangen, hatt keine Siebenmeilen-Stiefel, so wie Du scheinbar :P

    Hull, ich wünsche Dir von ganzen Herzen, das Du trocken bleiben kannst, wirklich !
    Ich lese Dich auch gern hier... und vieles kann ich gut nachvollziehen, was Du schreibst in Deiner nüchternen und logischen Art.
    Aber ob Dir das nu passt oder nicht... es ist nicht alles mit Logik und Vernunft erklärbar.
    Und schon gar nicht unserer Krankheit. DAS hast DU noch nicht so ganz begriffen. :P
    Aber bei Deiner Intelligenz kann das nicht mehr allzu lange dauern... 8):P:lol:

    LG Sunshine

    Hallo Cadda,

    Zitat

    Gestern hab ich einen riesigen Topf Rotkohl vorgekocht. Hatte Kerzen an, dann der Geruch von diesem weihnachtlichen Essen (verbinde ich damit), Wochenendgefühl... früher hab ich bei solchen größeren Kochaktionen immer „gemütlich“ Wein gesoffen. Es dauerte gestern etwas, bis ich diese Gedanken los war, das nervt mich, dass es in diesen Situationen öfter ist.

    Es hätte mich eher gewundert, wenn sich dabei das olle Suchtgedächtnis nicht gemeldet hätte :wink:
    Denn es schläft nur und der Rotkohl-Geruch samt Kerzen-Ambiente hat es aufgeweckt und dann braucht es ne Zeit, um wieder einzuschlummern.
    Ich persönlich springe übrigens auf Gerüche stärker an als auf alles andere.
    EIn bestimmter Geruch kann mich schlagartig wieder in meine Kindheit katapultieren, und ebenso in Saufzeiten.
    Bestimmte Musik wirkt ähnlich.
    Ich denke, dann müssen Veränderungen her, und oft kann man auch was verändern für sich selbst.
    Ich kann beispielsweise sofort den Radiosender wechseln oder kann bestimmte Orte verlassen, die mich triggern.
    Am besten geht man dort erst gar nicht hin, aber man weiß auch andererseits oftmals nicht, ob und was einen triggern könnte.
    Klar kann man bekannten Risikosituationen von vorn herein aus dem Weg gehen, aber mitunter erkennt man sie nicht vorher als solche.

    Speziell beim Kochen jetzt würde ich die Gesamtsituation verändern.
    Und vielleicht würde ich auch nie mehr Rotkohl kochen, zumal er eh nicht mein Gemüsefavorit ist. :lol:
    Spaß beiseite, ich koche bestimmte Sachen wirklich nicht mehr, weil sie mich triggern.
    Aber meine Güte, es gibt Milliarden von Rezepten, da halte ich doch nicht an einem zwanghaft fest.
    Die Kerzen hätte ich gleich weg geschafft nach dem Triggererlebnis.
    Und hätte überlegt, was ich sonst noch ändern könnte, damit sowas nicht wieder vorkommt.
    Und Ja, ich hätte mir auch was ausgedacht, womit ich mich beim oder nach dem Essen kochen hätte belohnen können.
    Bei mir wäre es so, das ich mir wohl einen leckeren Ostfriesen-Tee dazu gekocht hätte.
    Damit hätte ich gleich 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen, ich hätte für Flüssigkeitszufuhr gesorgt und hätte etwas für mich gehabt, was
    ich sehr gern mag.

    Bionade mag ich allerdings auch sehr gern. :)
    Einige warnen ja vor der Flaschenform der Bionade, weil sie Bierpullen so ähnelt und wenn dann die Pulle noch beschlagen ist von der Kühlschrankkälte... dann ähnelt es noch mehr ner Bierflasche.
    Mich persönlich triggert das nicht, aber solche Sachen muss wohl jeder für sich selbst herausfinden.
    Triggert es, oder befürchtet man, das es triggern könnte, lässt man es eben besser sein.
    Es gibt für fast alles einen guten Ersatz, der dann genau so zufrieden machen kann.

    LG Sunshine

    Hallo Grete,

    Du stehst ja noch am Anfang Deiner Abstinenz, ich möchte aber mit dieser Aussage keinesfalls den Erfolg von 20 Tagen ohne Alkohol schmälern.
    Also bitte nicht missverstehen. :wink:
    Zu den ersten Wochen meiner Abstinenz kann ich rückblickend nur sagen, das sie sehr schwer waren, nicht wegen Suchtdruck oder so, sondern rein körperlich.
    Da gab es also keinerlei Anfangseuphorie, ich verbrachte die ersten Wochen auf der Intensiv und dann auf der normalen KH-Station.
    Aber ich kann mich gut erinnern, wie schwankend meine Gemütslage dann auch zuhause noch war.
    Das ging über viele Wochen, vielleicht sogar 2-3 Monate, ich kann es nicht mehr so genau datieren.
    Das ging mitunter von Himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt.

    Ich denke, das der Körper sich auch erstmal umstellen muss und das dauert einfach seine Zeit.
    WIr haben doch auch jahrelang, mitunter sogar jahrzehntelang gesoffen, und da ist nicht gleich alles wieder okay.
    Das hat Schäden hinterlassen, und ich bin mir sicher, nicht nur unser Körper, sondern auch unsere Psyche hat in dieser Zeit Schaden genommen.
    Und die müssen erstmal wieder heilen.

    Von daher, habe Geduld mit Deinem Körper, Du hast ja eh kaum ne andere Wahl :wink:
    Ich kenne auch Schlafstörungen, auch heute noch, wenn ich zu viel um die Ohren habe oder anderweitig zu sehr belastet bin.
    Ich habe mir da was homöopathisches aus der Apotheke geholt, aber ich denke, das hilft nur, wenn man fest dran glaubt :lol:
    Soll mir aber egal sein, solange es wirkt :wink:

    Desweiteren könnte ich noch Rituale empfehlen, die man für sich selbst entwickelt.
    Dabei hilft alles, was einem langsam runterfahren lässt.
    Vielleicht ein einschlaffördernder Tee, abends eingekuschelt mit einer Decke und einem schönen Buch genossen?
    Oder ein Bad mit beruhigenden Zusatz ?
    Ich weiß ja nicht, was Du gerne magst...
    TV Ist abends eher zu meiden, weil einen das zu sehr aufwühlen könnte.
    PC-Bestrahlung soll auch nicht so doll sein, hat vielleicht irgendwas mit dem Flimmerlicht zu tun, frag mich nicht... ich weiß nur, das bei Einschlafstörungen davor gewarnt wird.
    Ich würde also eher zu einer ruhigen Beschäftigung raten.
    Ein abendlicher Spaziergang kann auch Wunder wirken.

    Hast Du noch Ideen, was bei Dir helfen könnte?

    Zitat

    ich bin sehr klar geworden - vom aussehen her, frisch. aber orallem geitig sehr klar. ich habe nun ecken und kanten. bin nicht mehr konturlos. und merke jetzt nach und nach was ich mir alles bieten ließ von meinem umfeld! ich hab offensichtlich meine neg. empfindungen derartig ersoffen, dass ich das gar nicht gemerkt.

    Ich denke, diese Erkenntnisse sind geradezu typisch für Frauen, die ein trockenes Leben beginnen.
    Der Alk hat einen "geschmeidiger" gemacht, negative Empfindungen ließen sich damit auch gut unterdrücken.
    Vielleicht war man (oder eher frau) sogar mit Alk im Blut leistungsfähiger, auf jeden Fall funktionierte man vermeintlich besser.
    "Mothers little helper"... nenne ich das immer, der Begriff dürfte aber auch bekannt sein.
    Und nun fällt die "Entspannungsdroge" weg und man ist plötzlich anders.
    Oft auch für andere nicht mehr so leicht händelbar, weil man sich nicht mehr alles bieten lassen will, was man mit Alk
    im Blut wohl noch runter geschluckt hätte.
    Man wird so allerdings auch für andere unbequemer :wink: auch diese Erfahrung mußten wohl viele machen.
    Dann ist das eben so !
    Ist auf jeden Fall immer noch besser als wie n halbangesoffener Zombie ohne Empfindungen durch die Gegend zu wanken.

    Zitat

    fast ein erweckungs-erlebnis grade


    Dann wünsche ich viel Vergnügen beim weiteren "Aufwachen", aber ebenso einen guten und tiefen Schlaf :lol:

    LG Sunshine

    Hallo Moony,

    auch von mir noch Herzlich Willkommen hier im Forum !
    Gut, das Du hergefunden hast.

    Du hast ja schon viele gute Antworten bekommen, denen ich mich grundsätzlich nur anschließen kann.
    Ich selbst bin kein CO, sondern trockene Alkoholikerin, kann also eher nur von dieser Seite aus schreiben.
    Leider habe ich aber CO-Erfahrungen durch mein unmittelbares Umfeld, wenn auch nicht in Zusammenhang mit der Alkoholkrankheit.
    Aber das macht keinen großen Unterschied, die Auswirkungen sind im Grunde die gleichen.
    Du gehst langsam aber sicher daran kaputt.

    Ich kann Dir nur dringend raten, so schnell wie möglich auszusteigen aus dieser Beziehung.
    Denn das wird nicht besser, solange er weiter säuft, eher schlimmer !
    Und selbst wenn er trocken werden würde (wozu er allerdings keine ernsthaften Ambitionen zu haben scheint), wäre das noch lange kein Garant für ein Gelingen der Beziehung.
    Denn gewisse Verhaltensweisen können nicht nur auf den Alk geschoben werden.
    Der Alk verstärkt sicher unangenehme bis schlimme Verhaltensweisen, aber er "erschafft" sie nicht, da mus schon vorher das "Potential" für da sein.

    Zitat


    In meinem ganzen Leben hab ich mich noch nie einer Person so nah und vertraut gefühlt, es war innerhalb kürzester Zeit so als wären wir schon immer eins gewesen.


    Das habe ich hier wohl schon hundert mal so oder ähnlich im CO-Bereich gelesen...
    Könnte es wohl auch eine Art Wunschtraum sein, das es so war, was man dann als Ausrede benutzt, um nichts ändern zu müssen am eigenen Leben?
    Übrigens habe ich diese Art Verbundenheit auch schon erlebt, die Beziehung scheiterte trotzdem.
    Ich brauche so etwas nicht, mal davon abgesehen, das man sowas auch zu anderen Menschen im Leben immer mal wieder empfinden kann.
    Es ist kein "Exklusiv-Gefühl", was man nur mit diesen einen Menschen teilen kann.
    Aber "kaufen" kann ich mir letztendlich auch nix dafür :wink:
    Ich brauche nicht tägliche Liebeserklärungen und Schwüre, wie toll ich bin.
    Mir ist ein Partner, der diese Dinge einfach lebt, ohne da dauernd groß drüber zu lamentieren, viel lieber.
    Mir sind andere Dinge in einer Beziehung wichtiger, als da wäre: Zuverlässigkeit, Fairness, Freundschaft, Zusammenhalt, Gemeinsankeit, gemeinsame Ziele und sowas halt.
    Denn das ist das, was für mich letztendlich wirklich zählt und womit es mir dann auch partnerschaftlich gut gehen kann.

    Moony, Du hast noch ne eigenen Wohnung, ihr habt glücklicherweise keine gemeinsamen Kinder, Du könntest also die Beziehung beenden und würdest dann keinen weiteren Schaden mehr nehmen müssen.
    In so einer glücklichen Lage ist leider nicht jeder hier, auch wenn sich "glücklich" in diesem Zusammenhang etwas sarkastisch anhören mag.
    Mach was draus... Du bist auch Deines eigenen Glückes Schmied.
    Raus aus der vemeintlichen Komfortzone (die ja überhaupt keine ist, nachdem was alles schon passiert ist!)
    Nehme Dein Leben wieder in die eigenen Hände, Du schaffst das !

    Ich wünsche Dir viel Kraft dafür !
    LG Sunshine

    Hallo Emmaleah, wir kennen uns ja schon etwas aus dem Vorstellungsbereich.

    Auch hier im Offenen Bereich liest sich Deine Geschichte weiterhin erschütternd.
    Ich für meinen Teil halte ich nur noch eines für wichtig:
    Das Du da SCHNELLSTMÖGLICH rauskommst !
    Was hält Dich denn noch, wenn ich fragen darf?

    Zitat

    Ich solle endlich anfangen was zu retten(S**, meint er)... Oder meine Sachen packen und verschwinden


    Ist das denn nicht deutlich genug??
    Mir bräuchte jemand auch OHNE ALKOHOLPROBLEM sowas nur genau 1x zu sagen, und ich wäre schon an packen.
    Von Liebe kann doch schon lange keine Rede mehr sein, oder?
    Mal davon abgesehen, das ein alkoholkranker Mensch höchstens nur noch sehr eingeschränkt liebesfähig und NULL beziehungsfähig ist.

    Ich würde mal die Fragen, wer hier was bekommt, ganz außen vor lassen.
    Und sowas kümmern sich Anwälte und letztendlich auch Gerichte.
    Das ist ihr Job, dazu sind sie da und auch fähig.
    Eine anwaltliche Beratung kannst Du kurzfristig vereinbaren, und danach wirst Du Dich auch viel besser fühlen, weil sicherer.
    Außerdem hast Du dann auch jemanden an Deiner Seite, was außerdem zusätzlichen Mut machen kann.
    Sieh am besten zu, das Du irgendwo unterkommst, evtl. ne Wohnung mietest.
    Denn bis die Sachen da geklärt sind, kann sich das noch ne ganze Weile hinziehen.
    Werden diese Sachen nicht sogar erst nach dem Trennungsjahr geklärt?
    Ich weiß es nicht genau, Du brauchst da einfach fachlichen Rat.

    Eins kann ich Dir aber voraussagen:
    Je länger Du in dieser unerträglichen Situation bleibst, um so mehr Schaden werdet ihr alle nehmen.
    NUR DU ALLEIN kannst das jetzt ändern.
    Und da sind auch noch die Kinder, die da ganz dringend raus müssen !
    Auch dafür hast Du allein die Verantwortung, denn so ein kranker Mensch wie Dein Mann kann die wohl kaum noch tragen.
    Und ER wird dem ganzen Drama auch kein Ende bereiten.

    Liebe Emmaleah, unterschätze bitte nicht, was er Euch antut. Auch bei den Kindern ist das nicht zu unterschätzen.
    Ich erlebe ähnliches gerade selbst im engen Familienkreis mit, wenn auch in unserem Fall nicht mit einer Alkoholproblematik.
    Die Kinder leiden immer am meissten... das ist nicht nur ein Spruch, das ist die ganz bittere Wahrheit, ich kann das leider nur
    zu 100% bestätigen.
    Die Kinder haben nur Dich, die sie da rausholen kann.
    Bitte handele, das Du Dir selbst keine Vorwürfe machen musst, noch die später von Deinen Kindern serviert bekommst.
    Wenn Du Dich traust, lese mal in EKA-Bereich, dort schreiben erwachsene Kinder von Alkoholikern.
    Es ist oft erschütternd, dort zu lesen... aber leider Realität.
    Also tu was... warte nicht noch, eh es noch schlimmer wird.
    Dein Mann scheint ja schon regelrecht besessen von der Se*x-Sache, mir schwant da echt nix Gutes....

    Kurzum, bringt Euch bitte so schnell wie möglich in Sicherheit, raus aus seiner Schusslinie... alles andere kann später geklärt werden !

    LG Sunshine

    Liebe Pearl,

    bin etwas erschrocken, magst Du erzählen, was passiert ist?
    Melde Dich bitte... geht es Dir nicht gut?
    Bist Du rückfällig geworden?
    Auch dann bist Du hier an der richtigen Adresse !!
    Du bist doch auch noch im Erweiterten Bereich, oder?
    Wenn Du hier nicht persönlicher schreiben magst, dann vielleicht dort?

    LG Sunshine