Beiträge von Sunshine_33

    Hallo Carl-Friedrich,
    ich kann gut Deine Gedanken nachvollziehen.
    Ich muss zugeben, mich langweilten die immer gleichen Geschichten in meiner
    realen Gruppe auch immer mehr.
    Mir war so, als hätte ich alles schon mind. tausendmal gehört und ich kanns mir auch beim ersten Mal merken.
    Ich empfand es am Ende so, das ich dort nur noch meine mir kostbare Zeit verbrenne (damals war ich auch noch in Vollzeit berufstätig),
    aber nichts mehr für mich mitnehmen kann.
    Und auf die gefühlt hundert Freitzeitangebote der Gruppe hatte ich auch keine Lust.
    Mir war das alles zu viel und ich war auch genervt von einigen Leuten, die immer nur redeten, aber nie handelten.
    Ich litt geradezu, wenn ich da wieder in der Gruppe saß und draussen schönes Wetter war und ich so gern meinen Interessen nachgegangen wäre
    anstatt mir zum x-ten Mal die immer gleichen Probleme anzuhören.
    Dann bin ich da ausgestiegen... und ich fühlte eine Riesen-Erleichterung, das ich diese Konsequenz gezogen hatte.
    Ich fühlte mich endlich wieder frei.
    Tja... so war das bei mir mit der realen Gruppe...

    Zitat

    Nach einer 3/4 Stunde zieht es dann die Nikotinsüchtigen vor die Tür, um ihrer Sucht zu frönen,
    während der Rest auf sie warten darf. Was die Nichtraucher, die in der Minderheit sind, von dieser Nummer halten, interessiert die Qualmer überhaupt nicht.
    Der Leiter der SHG fragt nur schelmich: "Zigarettenpause?" Und schon stürmen sie raus.

    Das finde ich derart paradox, das ich das wohl sehr kritisch angesprochen hätte.
    Schelmisch nach einer Zigarettenpause fragen ??? :evil:
    HALLO.... GEHTS NOCH ???
    Rauchen ist auch eine Sucht !!
    Und in einer Selbsthilfegruppe wird Rauchen eher schelmisch getrachtet?? :shock:
    Das ist doch total widersinnig... warum fragt der Gruppenleiter nicht gleich "schelmisch", ob man sich nich ne Pulle Bier aufmachen sollte??

    Also neeee.... ich kann sowas nicht nachvollziehen.
    Liegt wahrscheinlich daran, das ich nun schon lange keinerlei Drogen mehr zu mir nehme einschließlich Nikotin und Koffein.
    Ich wollte ein WIRKLICH drogenfreies Leben und nicht statt Alk nun ner anderen Droge (weiterhin) zu frönen.
    Und Nikotin und Koffein sind nun mal auch Drogen.
    Es war nicht einfach, mit dem Saufen aufzuhören und Nichtraucherin zu werden war für mich eher noch schwieriger.
    Aber wenn ich was will, dann werde ich mein Ziel erreichen, und mein Ziel war wirklich ein drogenfreies Leben.
    Und mir gehts super damit :)

    Ich würde IM LEBTACH nicht einsehen, warum ich auf Leute warten sollte, die erstmal ihrer Sucht frönen müssen, ehe sie weiterreden können.
    Soweit kommts ja grad noch ! :x
    Wenn die weitersüchteln müssen, isses ihr Problem, aber sicher nicht meins.
    Außerdem finde ich es unfair, das ein Großteil der Leute auf ein paar andere Leute warten muss, weil die rauchen müssen.
    Fehlt mir einfach heutzutage das Verständnis für.
    Selbst als ich noch rauchte, hätte ich sowas nicht gewollt und hätte es auch nicht okay gefunden.

    Ich kann also gut verstehen, das Du auf die reale Gruppe kein Bock mehr hast.
    Aber hast Du denn hier genug Austausch bezüglich Deiner Krankheit, Carl-Friedrich?
    Im Erweiterten Bereich bist Du ja nicht mehr und hier gibst Du nur ab und an eine "Erfolgsmeldung" ab.
    Wo gehst Du hin, wenn es Dir mal nicht gut geht?
    Hast Du dann Ansprechpartner, beispielsweise andere trockene Alkoholiker?
    Denn unsere Krankheit bleibt ja... wir können nicht einfach so tun, als wäre sie nicht mehr da.
    Ich habe da halt auch ein bisschen Bedenken, denn soooo lange bist Du ja nun auch noch nicht trocken.
    Ich will keinesfalls Deine bisherige Trockenheit auch nur irgendwie zeitlich abwerten !
    Aber ich sehe schon einen Unterschied, ob jemand 2 oder 3 Jahre trocken ist oder 15 Jahre und mehr.
    Hm.

    Von daher kann ich Dir keinen Rat geben... kann nur gut verstehen, das Du auf die reale Gruppe gerade kein Bock mehr hast.
    Du musst ja im Endeffekt eh selbst entscheiden, was Du machst.
    Irgendwann muss wohl jeder selbst entscheiden, ob er noch weiter zur SHG gehen will oder eher nicht.
    Ich hatte bisher auch ohne SHG nie Probleme bezüglich meiner Krankheit.
    Ich habe allerdings auch außerhalb dieses Forums noch 2-3 Ansprechpartner, die ebenfalls trockene Alkoholiker sind.
    Und ich kann mit Angehörigen und Freunden auch immer offen über alles reden. Habe mir da ein sehr stabiles Netz aufgebaut, denke ich.
    Das alles ist ja auch nicht ganz unwichtig.

    LG Sunshine

    Zitat

    Ich, so habe ich inzwischen festgestellt, musste immer trinken DAMIT ich daran Spaß habe.

    Jetzt wo ich weiß, dass ich Alkoholiker bin und mich intensiv mit mir selbst auseinander gesetzt habe,
    kann ich mir die Freiheit nehmen und mir und den anderen sagen, dass ich keine Lust habe mir die Nächte um die Ohren zu schlagen
    und dass ich das auch früher nur ausgehalten habe mit Alkohol.

    Mit ging es ganz genau so, liebe Slowly.
    Ich bin noch nie ne Partylöwin gewesen... und ich mochte im Grunde weder Clubs noch andere entsprechende Etablissements.
    Ich konnte das ohne Alk nicht ertragen und hatte meist auch schon vorher was getrunken, um das überhaupt auszuhalten.

    Somit kann ich heute wirklich keinerlei Neid auf andere empfinden, denn es gibt nichts, um was ich sie beneiden könnte.
    Um den dicken Kopf am nächsten Tag ganz sicher auch nicht.
    Erst die Tage hörte ich im Radio Tipps, wie man einem Kater vorbeugen kann und wie man am besten damit klar kommt, wenn bereits eingereten wegen zu viel Alk am Abend vorher.
    Die einfachste Möglichkeit, nämlich KEINEN Alkohol zu konsumieren, wurde überhaupt nicht erwähnt. :?
    Das fand ich sehr traurig, denn das spiegelt mir schon wieder, welchen Stellenwert der Alk in unserer Gesellschaft mittlerweile hat.
    Ein starkes Nervengift zu konsumieren scheint völlig normal zu sein, also ich finde das NICHT normal, das so zu sehen.
    Sondern wie "verkehrte Welt".
    Wie auch immer, ich war froh, das ich damit nix mehr am Hut habe, drehte den Sender einfach weiter, weil es mich nichts anging und hörte woanders dann wieder Musik :)

    Ich bin gern in Gesellschaft. Ich lache gern. Ich mache gern was mit anderen Menschen zusammen.
    Aber ich mag ganz sicher nicht mehr in irgendeinen Club rumstehen, wo keiner mit dem anderen spricht, sondern nur in den Grüppchen untereinander Austausch stattfindet.
    Das war noch nie mein Ding und wird es auch nie sein.

    Aber in meinem Bekanntenkreis geht es sowieso immer mehr in "meine" Richtung.
    Auch bei Menschen, die früher noch ab und zu was tranken (aber nicht in meiner Gegenwart), hat sich einiges geändert.
    Man sieht sich nicht mehr sooo oft aus familiären Gründen, dem Beruf oder anderen Sachen... und wenn man
    dann zusammen ist, möchte man das Zusammensein auch mit klarer Birne genießen.
    Wir sind ALLE älter geworden, und auch das ändert persönliche Einstellungen und Ziele.
    Wir sind UNS heute wichtig geworden und freuen uns über jedes Treffen, wo wir noch alle einigermaßen gesund zusammen sitzen können.
    Denn einige sind schon nicht mehr dabei... :cry:
    Es mag sein, das mal beim Grillen oder so ein oder zwei alkoholische Getränke konsumiert werden, aber das wars auch schon.
    Wir möchten ja auch was von unseren Treffen "mitnehmen".... sozusagen... und zwar, eine schöne Zeit zusammen gehabt zu haben.
    Und dazu braucht es weiß Gott keinen Alkohol.

    Zu Deinen 5 trockenen Jahren möchte ich Dir ganz herzlich gratulieren.
    Haste jut jemacht ! :)

    LG Sunshine

    Hmmmm... ich frag mal so, kamarasow
    Wärest Du denn bereit, auf andere Menschen Rücksicht zu nehmen?
    Insofern, als das Du Dein Verhalten anpasst, wenn sie an einer lebensgefährlichen Krankheit erkrankt sind?
    Oder würdest Du sagen, mir doch egal... is doch ihr Ding.

    Falls Du bereit wärest, Rücksicht zu nehmen, warum kannst du dann anders herum nicht annehmen, das Menschen auf Dich Rücksicht nehmen würden?
    Darf man das als Mann nicht?
    Verletzt sowas das männliche Ego?
    Oder bist Du Dir selbst so wenig wert, das Du meinst, Du darfst sowas nicht erwarten?
    Da würde ich mal hinterschauen... warum Du das Angebot des Bekannten nicht angenommen hast, OBWOHL er es von sich aus angeboten hat.

    "Der andere soll meinetwegen auf nichts verzichten müssen".... hmmm... da steckt vielleicht noch anderes dahinter 8)
    Mal davon abgesehen, das es eben gar kein Verzicht ist für nicht alkoholabhängige Menschen.

    Ansonsten kann ich mich nur Penta und Karsten anschließen.
    Man stolpert tatsächlich eher über Hügel, und nicht unbedingt über Berge.
    Nur bestimmst nicht DU, was die Hügel sind und was die Berge, sondern die Krankheit.

    LG Sunshine

    Naja, der offene Bereich sollte eigentlich schon aktiver sein... ist es aber leider momentan nicht so wirklich.
    Im Erweiterten Bereich ist der Austausch wesentlich intensiver.
    Da wird viel mehr geschrieben.
    War nur so ne Idee für Dich... vielleicht magst Du einfach mal für 3 Monate reinschnuppern und schauen, ob es was für Dich ist.
    Ich persönlich halte den offenen Bereich als alleinige Unterstützung am Beginn der Abstinenz für zu wenig.
    Oder sagen wir mal so, mir hätte es nicht gereicht. :wink:

    LG Sunshine

    Hallo kamarasow,

    Du schreibst:

    Zitat

    Ich bin der Meinung, dass sich das Verhältnis zu Trinkkumpels ohnehin schnell auflöst (aufgelöst hat).
    Bei den normalen Menschen (man hat ja nicht nur Trinkkumpels) wird sich zeigen, ob sich das Verhältnis untereinander verändert.
    Einer fragte mich z.B., ob es Ok sei, wenn er in meiner Gegenwart eine Flasche Bier aufmacht.
    Das bejahte ich. Warum soll er darauf verzichten, nur weil ich ein Alkoholiker bin?

    Da frage ich mal ganz schlicht:
    Und was wäre, wenn Du gesagt hättest, das es für Dich nicht okay ist, wenn er sich gerade jetzt in Deiner Anwesenheit ein Bier aufmacht?
    Meinst Du nicht, das er Dir zuliebe drauf verzichtet hätte?

    Meinst Du vielleicht, das Du ihn damit einschränkst?
    Und könnte es sein, das man sein eigenes Denken aus der nassen Zeit auf jemand anderen projeziert?
    Für uns wäre es doch undenkbar gewesen, wenn wir wegen jemand anderen aufs Saufen hätten verzichten sollen.
    Da hätten wir doch gleich lautstark protestiert und rumgetönt, das der andere doch n Problem mit Alk hat... und was habe ich damit zu tun ??

    So, nun schreibst Du aber, Dein Gegenüber hat eher einen unproblematischen Umgang mit Alk. So lese ich das zumindest heraus.
    Dann ist seine Denke aber auch ganz anders und er wird das wahrscheinlich gar nicht als Verzicht sehen ! :idea:
    Ich finde es grundsätzlich geradezu unfair, jemand anderen einfach meine eigene Denke überzustülpen (wenn auch nur insgeheim),
    anstatt einfach mal nachzufragen, wie er das denn sieht.
    Du hättest doch auch einfach mal fragen können, wie das für ihn wäre, wenn Du sagst, DAS es Dich stört.
    Vielleicht hätte Dich seine Antwort überrascht 8):wink:
    Manchmal trauen wir anderen einfach zu wenig zu.

    Ich finde, das meine Familie und meine Freunde sehr wohl auf mich Rücksicht nehmen können.
    Ich wäre im Gegenzug doch ganz selbstverständlich auch dazu bereit.
    Ich biete ja auch nicht n Kranken etwas an, was ihn gefährdet oder verhalte mich gefährdend.
    Und wir sind nun mal ALKOHOLKRANK.

    Zitat

    Ich benötige die Treffen aber um sozial nicht völlig zu veröden.


    Es wäre geradezu menschenverachtend, jemanden Treffen zu untersagen.
    Isolation ist sogar eine Foltermethode.
    Wir Menschen sind soziale Wesen und brauchen Kontakte zu anderen Menschen.
    Und ich bin die letzte, die was dagegen hat.
    Ich bin auch gern unter Leuten, mache gern was zusammen mit anderen und lache auch gern und habe Spaß mit anderen zusammen.
    Ich sag Dir mal was:
    Als ich noch gesoffen habe, war ich einsam. Ich habe mich selbst isoliert.
    Um in Ruhe saufen zu können.
    Aus Scham.
    Habe Treffen abgesagt, weil ich zu besoffen war, um Auto zu fahren.
    Und ich habe darunter gelitten.
    Nun kann ich wieder alles machen, was ich möchte... und ich freue mich immer noch darüber und nutze das auch.
    Aber mein Freundeskreis ist ein anderer geworden.
    Einsam hat mich das aber nicht gemacht, sondern nur ungemein bereichert.

    LG Sunshine

    Hallo Eule,

    Zitat


    Ich möchte aber auch in den Urlaub oder mir einfach mal etwas gönnen. Das wiederum geht nicht OHNE meinen Partner bzw. sein Gehalt.

    Was ist Dir wichtiger? Finanzielle Sicherheit und Urlaub oder Deine Gesundheit??
    Denn letztendlich bleibst Du ja auch nicht unversehrt von der ganzen ungesunden Beziehung, nicht wahr?
    Psychosomatische Erkrankungen sind die übliche Folge von CO-Abhängigkeit.

    Zitat

    Im Moment fällt es mir schwer eine Entscheidung zu treffen, denn ich weiß, dass er, wenn ich gehe schon bald wieder auf der Matte steht. Ich müsste den Hintern hochbekommen, um meine Sachen zusammen zu packen. Aber ich schaffe ja nicht mal mehr den Haushalt. Ich gehe arbeiten und mehr auch nicht.


    Dann bleibt alles wie es ist.
    Warum holst Du Dir nicht mehr Hilfe, wenn Du es nicht allein schaffst.
    Niemand sagt, das Du das allein schaffen musst.
    Bist Du eigentlich schonmal auf die Idee gekommen, das Dir Dein Säufer Deine Energien und Resscourcen derart abzieht,
    und Du Dich dann auch entsprechend fühlst?
    Das alles durchzuhalten kostet noch enorme Energien.
    Die solltest Du besser für Dich selbst benutzen.
    Denn IHM nützt es im Endeffekt eh nix. Du kannst IHN nicht ändern, egal was Du tust !!
    Und Dir nützt es ebenso wenig, Deine Energien so zu verschleudern.

    Zitat

    Ich bin hin- und hergerissen zwischen "Ich möchte endlich allein sein und diese Last nicht mehr tragen müssen"
    und "Ich habe Angst vor dem Alleinsein und vor der Veränderung".

    Ich denke, die Angst vorm Alleinsein hält viele CO-Abhängige davon ab, endlich zu handeln.
    Die Angst kann ich Dir auch nicht nehmen. Aber ist Dein momentanes Leben denn das Leben, was Du Dir gewünscht hast?
    Kann es denn noch viel schlimmer kommen ? :(

    Zitat

    An alle, die mir auf meine Beiträge geantwortet haben: Vielen, vielen Dank! Ich weiß nicht wie ich das durchhalten würde, wenn ich nicht "reden" könnte!


    Ich wünsche Dir von Herzen, das Du endlich ins Handeln kommst und es nicht nur beim "reden" bleibt.
    Denn Reden (oder in diesem Fall schreiben) ist letztendlich nur Reden und noch keine Tat !
    Du musst da auch nichts mehr "durchhalten" !
    Wie kommst Du nur auf so eine Idee??
    Das einzig sinnvolle wäre, den ganzen Drama endlich ein Ende zu setzen.
    Und dann daran zu arbeiten, das Du nie wieder in so eine Abhängigkeitsbeziehung zu geraten.
    Denn in Beziehungen wie Deiner ist nicht nur der Alkie krank, sondern der CO ebenso.

    LG Sunshine

    Zitat

    Ob ich Menschen kenne, die Alkoholverweigerer sind? Nun, zuerst wäre meine Frau zu nennen. Der ich dafür sehr dankbar bin.
    Dann noch ein guter Nachbar und ein Kumpel aus dem Verein. Der Rest der Leute hat einen normalen bzw. grenzwertigen Umgang mit Alkohol.
    Kurzum: Die Anzahl derer, die gar keinen Alkohol trinken ist stark in der Unterzahl. Vielleicht wird sich das jetzt im Laufe der Zeit ändern.

    Hallo kamarasow,
    in meinem Bekanntenkreis sieht das anders aus.
    Was die Nachbarn machen, kann ich ja nicht beeinflussen und das will ich auch gar nicht.
    Aber ich kann MEIN PERSÖNLICHES UMFELD ganz gezielt beeinflussen.
    Und das habe ich auch getan.
    So sind in meinem Bekanntenkreis keine grenzwertig trinkenden Menschen, die nicht mal ein paar Stunden ohne Stoff auskommen können.

    Ich denke, man macht(e) es sich auch zu einfach, wenn man sagt, das "ja alle Alkohol trinken".
    Oftmals wollte man doch in nassen Zeiten genau diese Menschen sehen, die trinken/saufen, als Rechtfertigung für den eigenen Alkoholgenuß.
    Am besten machte es sich sogar noch, wenn man ein paar Leute hatte, die noch "erheblich mehr" soffen. :roll:
    Das relativerte ja das eigene Gesaufe, war also "nützlich".

    Es gibt viele Menschen, die kein Alkoholproblem haben, nur ganz selten mal was trinken oder auch gar nichts.
    Man muss nur mal etwas aufmerksam in die Gegend schauen, dann sieht/erkennt man sie auch.
    Früher habe ich diese Menschen in meiner kaputten Säufernbirne auch noch ganz frech als "Langweiler" verunglimpft . :oops:
    So ein Schwachsinn.

    Wenn man einen konsequent trockenen Weg einschlägt, wird sich auch der eigene Bekannten-und Freundeskreis verändern, kamarasow.
    Wahrscheinlich nicht gleich heute oder morgen... denn neue Bekannte und Freunde regnen ja auch nicht vom Himmel.
    Dazu gehört schon Eigeninitiative und das aufeinander-zugehen und suchen und finden :wink:
    Man kann sich ein trockenes Leben aufbauen, ebenso wie einen trockenen Bekanntenkreis.
    Man muss es aber auch WOLLEN und dazu etwas aktiv werden.
    Bequemer wäre es natürlich, zu sagen "ach, es saufen ja sowieso alle... also lasse ich alles beim alten und treffe mich halt weiter mit den alten Kumpels".
    Ist allerdings kein guter bzw. wenig erfolgsversprechender, weil brandgefährlicher Weg.

    LG Sunshine

    Ach so... noch ergänzend:
    Meine Erfahrungen beziehen sich NUR auf meine damalige reale SHG.
    Das war/ist eine organisatorisch ungebundene SHG, die finanzielle Unterstützung von der Stadt aufgrund ihrer guten Erfolge bekommt und auch Mitgliedsbeiträge bezieht.
    Die Räumlichkeiten wurden von einer anderen Hilfsorganisation gestellt.
    So hielt sich der Mitgliedsbeitrag in sehr engen Grenzen.

    Andere SHG können anders aufgebaut sein und auch das Procedere kann dort anders sein.
    Ich war mal gleich nach meiner Entgiftung in einer, da wurde von höheren Mächten gefaselt, an die wir auch unserer Krankheit abgeben können
    (wie niedlich, dann muss ich ja wieder keine Verantwortung übernehmen, is ja fast wie zu Saufzeiten, oder was?) und weiterem blabla...
    Da bin ich nur bis zur Pause geblieben und habe die erste Chance zur Flucht genutzt :lol:
    Für andere mag das alles ja auch was sein, für mich war es definitiv "das Grauen" schlechthin.

    Ein paar Jahre später fand ich dann hier her.

    Und später dann in die o.g. Gruppe. In der war ich dann ca. 2 Jahre.
    Deren Grundsätze waren übrigens beinahe deckungsgleich mit unseren sog. "Grundbausteinen".
    Damit kann ich mich besser indentifizieren, weil ich da auch 100% hinter stehen kann.
    Das mit den höheren Mächten überlasse ich mal anderen... ich bin schon groß und kann selbst die Verantwortung für mich übernehmen. :wink:

    LG Sunshine

    Hallo Hull,

    ich bin ja nun schon über 15 Jahre trocken und da ist natürlich einiges anders als bei frisch Abstinent Lebenden.
    Ich versuche aber trotzdem, mich zurückzuerinnern :wink:

    Bei mir war es mit neuen Bekanntschaften so, das ich sie überwiegend bei meinem Hobby fand.
    Mein Hobby ist die Fotografie, seit über 40 Jahren.
    Leider ist dieses Hobby in den letzten Jahren meines nassen Lebens total verkümmert.
    Und auch in den ersten Jahren der Trockenheit hatte ich viel anderes zu tun.
    Dann aber kam die Lust auf das Hobby zurück und ich stieg in die Digitalfotografie ein, insbesonders in die Wildlife-Fotografie.
    Dazu besuchte ich auch öfters eine Beobachtungshütte und dort bildeten sich auch Bekanntschaften, weil man sich dort regelmäßg traf.
    Und nach einiger Zeit wurden aus einigen Bekannschaften auch Freundschaften.
    Dabei gab es auch noch eine andere positive Erfahrung, nämlich, das Wildlife-Fotografen eher kein Alk-Problem haben,
    das ist jedenfalls meine Erfahrung mit "meinen Leuten".
    Wir sind schon oft vor bzw. beim Sonnenaufgang auf Pirsch und das verträgt sich nicht auf Dauer mit durchzechten Nächten. :wink:

    Andere Hobbyfotografen lernte ich durch ein Fotoforum kennen, wo es auch zu persönlichen Treffen kam.
    Und wenns passte, wurden auch da gute Bekanntschaften oder sogar Freundschaften draus.

    So habe ich also hauptsächlich durch mein Hobby neue Bekanntschaften und auch Freundschaften gefunden.
    Angst vor Vermischung von Hobby-Themen und privaten Themen hatte/habe ich dabei übrigens nicht.
    Das ist halt wie es ist... ich versuche da nicht krampfhaft, etwas zu trennen.

    Zitat

    worum geht es denn in einer SHG meistens? In mir drängt sich dabei immer der Gedanke auf, dass dort zu viel über das Alkoholproblem diskutiert wird
    und sich alles im Kreis dreht.
    Natürlich könnte das aber auch ein Vorurteil sein, das man mit einem Besuch ausräumen könnte, aber gerne wüsste ich dennoch vorab,
    worum es dort hauptsächlich geht.

    Hast Du Angst vor Überraschungen und ein Problem mit spontanen Erleben? :lol:
    Einfach mal hingehen... dann weißt Du, wie es da ist. :P

    Meine Erfahrung mit einer realen Gruppe:
    Ja, in den Gruppengesprächen ging es schon oft um unsere Krankheit.
    Aber auch um viele andere Themen.
    Um ganz normale Sachen, beispielsweise, wie die letzte Woche lief, wer was erlebt hat, ob es etwas besonderes gab etc.pp.
    Da kam dann schon immer viel zusammen, sodas man nicht immer dazu kam, selbst zu berichten.
    Gab es ein Problem mit unserer Krankheit, hatte das allerdings IMMER Vorrang und das fand ich auch gut so.

    Zusätzlich gab es in dieser Gruppe viele Freizeitangebote.
    Sportliche Aktivitäten, Ausflüge, Hobbytreffen unter Gleichgesinnten, Skatabende, Weihnachtsfeiern, Weihnachtsbasteln, Extra-Frauengruppe
    und mehr.
    Ich war davon überfordert und aufgrund meiner damaligen Berustätigkeit konnte und wollte ich nicht an allem pipapo teilnehmen.
    Da ich aber immer wieder gedrängt wurde, war ich das bald so leid, das ich da ausstieg.
    Meine Meinung war und ist immer gewesen: Es gibt auch noch ein Leben außerhalb meiner Krankheit.
    Ich bin nicht nur "Sunshine, die trockene Alkoholikerin".
    Sondern ich habe noch weitaus mehr Facetten :wink:
    Ich hatte und habe auch noch Freunde, die garnix mit meiner Krankheit zu tun haben und die wollte ich auch mal treffen.
    Kurzum, mein Ziel war es nie, mich nur noch im Dunstkreis des Alkohols aufzuhalten und das wäre für mich so gewesen,
    wenn ich meine Freizeit nun ausschließlich in SHG und ihren Aktivitäten verbracht hätte.

    Ich bin gern bereit, meiner Krankheit den nötigen Raum zu geben und die notwendige Aufmerksamkeit.
    Aber ich habe auch ein Leben neben meiner Krankheit ! Und das möchte ich ebenfalls leben und das habe ich auch immer getan.

    Ich würde bei frisch abstinent lebenden Menschen IMMER zur Teilnahme an einer SHG raten.
    Dieses hier ist übrigens auch eine !! :wink:
    Du nutzt sie nur nicht entsprechend :P
    Der intensivere Austausch erfolgt allerdings hauptsächlich im Erweiterten Bereich.
    Vielleicht wäre es eine Option für Dich, da mal für 3 Monate reinzuschnuppern?
    Denn ich sehe leider nicht, das Du Dich hier viel austauscht.
    Und das irritiert mich auch etwas, denn normalerweise hat man gerade am Beginn des trockenen Lebens viele Fragen.
    Mit wem sprichst Du denn darüber?
    Hast Du noch anderweitige professionelle Unterstützung ?

    Ob man allerdings jahrelang in einer SHG bleiben muss oder sollte, das sehe ich vielleicht etwas anders als andere hier.
    Ich war auch immer mal wieder jahrelang ohne SHG und bin trotzdem trocken geblieben und hatte da auch nie ein Problem mit.
    Und ich lasse mir auch nicht damit drohen, das ich rückfällig werde, wenn ich keine mehr besuche.
    Die Nummer zieht bei mir persönlich kein Stück und ich bin auch der Meinung, das in SHG sowas auch gern aus "Gruppen-Eigeninteresse" behauptet wird 8)
    Denn Mitgliederschwund hat auch immer negative Auswirkungen auf die Gruppe, teilweise auch finanzieller Natur.
    Ich möchte da lieber Ehrlichkeit, damit kann ich besser umgehen als mit Drohungen.
    Wenn mir n Gruppenleiter sagen würde, bleib bitte, weil wir auch Deine Kohle bzw. Deinen Mitgliedsbeitrag brauche, dann würde das bei mir mehr wirken,
    als die nicht mal unterschwellige Drohung "Ohne SHG wird man schneller (oder gar unweigerlich :shock: ) rückfällig".
    Warum nicht einfach das Kind beim Namen nennen, frage ich mich?

    Jeder muss am Ende selbst wissen, ob er eine SHG braucht.
    Der eine braucht sie lebenslang, auch das ist ja völlig okay so.
    Ein anderer aber nicht unbedingt.
    SHG sind auch nicht DAS Allheilmittel, und schonmal gar keine Rückfallversicherung, aber ganz sicher sinnvoll.

    SO, nun aber genuch den Hull vollgetextet... nimm Dir raus, was Du gebrauchen kannst. :wink:

    LG Sunshine

    Liebe Grethe,
    ich würde mich freuen, weiterhin ab und an was von Dir zu lesen, egal in welchen Bereich des Forums :wink:
    Denn die CO-Abhängigkeit ist ja nicht automatisch vorbei, auch wenn man sich vom (alkohol) kranken Partner trennt.
    Die ist ja weiterhin da und bekommt sie wieder "Futter" inform eines neuen hilfsbedürftigen Menschen, wird sie wieder aktiv.
    Das ist also auch weiterhin Deine Baustelle, oder?

    Zitat


    Wir hatten seit einem Monat keinen Kontakt mehr, aber gerade gestern hat er sich gemeldet und um ein Gespräch gebeten. Ich fühlte mich hin und hergerissen, aber letztlich habe ich abgelehnt.


    Grete, ich glaube Dir, das die Trennung schwer ist.
    Aber sind Trennungen denn jemals einfach? :(
    Der Schmerz wird aber mit der Zeit weniger und irgendwann ist er auch ganz weg.
    Das sind jedenfalls meine Erfahrungen mit Trennungen.

    Und geredet habt ihr doch sicher oft genug. Und nicht nur das, oder?
    Es wurde sicher auch gedroht und es sind Tränen geflossen?
    Hat es irgendwas genützt?
    Wenn Dein XY irgendwas ändern wollte, bräuchte er dazu kein Gespräch mit Dir.
    Sondern eher mit Fachleuten, mit der Suchtberatung etc.
    Wenn er ein trockenes Leben beginnen wollte, wird er auch die richtigen Adressen kennen. Und sie aufsuchen.
    Er will aber "ein Gespräch"... also Dich wieder bequasseln.
    Das alles besser wird... das er weniger oder gar nicht mehr trinken wird... das er das allein schafft... und das er Dich liebt und braucht und bliblablubb.
    Du weißt aber auch, das nichts davon geschehen wird, Gespräche bringen hier nicht weiter.

    Er hätte auch in der Zeit der Trennung raffen können, was passiert ist, was mit ihm los ist und er hätte entsprechende Hilfe suchen können.
    Er hätte Dich auch mal in einem halben oder einem Jahr kontakten können mit den Worten " ich bin seit einem halben Jahr/einem Jahr trocken, und möchte Dich um ein Gespräch bitten".
    Das wären doch ganz andere Voraussetzungen und bis dahin hätte jeder auch Abstand gehabt, die Beziehung nochmals zu überdenken.
    Und man hätte vielleicht sogar wieder zusammen gefunden, weil die Liebe zueinander noch da ist oder wieder neu entflammt.
    Alles wäre möglich... wenn er was unternommen hätte !!
    Aber so?
    Du weißt es selbst, so habt ihr beide miteinander keine Chance auf eine Zweierbeziehung, sondern nur auf ne Dreierbeziehung.
    Und die Favoritin darin wird immer die Pulle bleiben.

    Ich drücke Dir die Daumen, das Du weiterhin stark bleiben kannst. Denn letztendlich geht es hier um DEIN LEBEN !
    Mach was draus... Du kannst das !

    LG Sunshine

    Hallo Camomilla,
    ich bin nicht hier, um anderen Leuten nach den Mund zu schreiben.
    Auch Dir nicht.
    Ich schreibe das, was ich denke und das bleibt auch so.
    Und ich lasse mich dabei auch nicht von Dir oder anderen manipulieren.

    Ich kann Dir aber insoweit entgegenkommen, das ich hier in Deinem Thread nichts mehr schreibe.
    Das ist für mich kein Problem. Dann musst Du nichts mehr lesen, was Dir nicht passt.
    Und wenn Du es geschickt anstellst, bekommst Du andere vielleicht auch dazu, das zu schreiben, was Du gern lesen möchtest :wink:
    Denn nasse Alkoholiker und CO`s können sehr geschickt andere Menschen manipulieren und tun es auch,
    solange sie noch in ihren alten Mustern stecken.

    Zitat

    Gab auch einen kleinen Rückfall. Konnte mich danach wieder aufrappeln, aber naja


    Ein kleiner Rückfall? Wie niedlich...
    Ein Rückfall ist für mich ein Rückfall und kein Rückfällchen.

    LG Sunshine und nicht "SunnyXX"
    Bitte mir mir Klartext schreiben, ich kann das ertragen :wink:

    Zitat

    Eigentlich hätten wir keinen Grund zum Klagen- wir haben ein Dach über dem Kopf, einen Job, tolle Freunde und Familie, ein gesundes Kind!!!! -was will man mehr?

    Tja, Dein Mann ist aber AUCH alkoholkrank geworden.
    Was man alles noch hat, ist uninteresssant, wenn man abhängig säuft.
    Ich hatte auch noch alles, was Du so beschreibst und mehr.
    Du kannst hier nicht mit vernünftigen Argumenten kommen, die ziehen NULL in der Abhängigkeit.
    Die Alkoholkrankheit ist wie es der Name schon sagt, eine KRANKHEIT.
    CO-Abhängige sehen das mitunter gern anders, da ist der Alkie an allem schuld und der CO ist der reinste Engel.
    Nur ist es nicht so !
    Der Alkie trinkt, weil er trinken MUSS. Und der CO co`t rum, weil er auch nicht anders kann.
    Und so kommt es zu unheilvollen Beziehungen, die mit Liebe wenig zu tun haben, sondern mit gegenseitiger Abhängigkeit.

    Schau erstmal, am besten aus der Ferne, wie er weiter seinen Weg gehen wird.
    Ihr wohnt ja momentan nicht zusammen, oder?
    Und schau, wie Dein weiterer Weg sein kann.
    Es gibt keinerlei Garantien, das alles wieder gut wird. Aber die Chance darauf gibt es schon.

    Wenn Dein Mann allerdings alles nur wegen Dir/Euch gemacht hat, dann wird das eher nicht auf eine Trockenheit hinauslaufen.
    Sondern höchstens auf eine abstinente Phase.
    Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, das aus dem Zwang heraus, handeln zu müssen, der Wunsch nach wirklich lebenslanger Trockenheit entstehen kann.
    Du kannst hier nur abwarten... aber nicht derart, das Dein eigenes Leben derweil still steht.
    Lebe Du Dein Leben, so wie Du es Dir vorstellst und was mit ihm ist, wirst Du ja sehen.
    Dazu wirst Du Geduld brauchen. Oder auch nicht, weil er wieder säuft und auch saufen will.
    Was sein wird, kann niemand voraussagen.

    Hast Du eigentlich auch mal daran gedacht, Dir selbst psychische Unterstützung in Form von einer Therapie zu holen?

    LG Sunshine

    Hallo Grethe,
    Du hast seit fast einem Monat nicht mehr geschrieben.
    Meist passiert sowas, wenn der CO wieder beim Alkie rumhängt und hier davon nix schreiben mag.
    Darum falle ich einfach mal mit der Tür ind Haus und frage Dich, bist Du wieder mit Deinem Säufer zusammen?
    Oder hast Du es diesmal geschafft, Dich nicht wieder belabern zu lassen und hast Dein Leben selbst in die Hände genommen?
    Ich hoffe sehr auf letzeres :wink:
    Lass doch mal von Dir hören...

    Und Du erwähntest mal, das Du auch für den Erweiterten Bereich frei geschaltet bist.
    Magst Du da nicht auch mal einen Pieps von Dir geben?
    Ich finde es nämlich immer so ein bisschen unfair, irgendwo mitzulesen, aber selbst nichts preiszugeben.
    Es geht ja im internen Bereich mitunter sehr ans Eingemachte, und da möchte ich schon ganz gern wissen, wer da mitliest etc.
    Aber vielleicht geht es damit ja auch nur mir so, das weiß ich nicht. :wink:

    LG Sunshine

    Hallo Minna,

    Willkommen hier im Forum :)

    Du fragst:

    Zitat

    Gibt es überhaupt Leute die erfolgreich ihr Leben neu gestartet haben? Die ein normales Familieneben führen?

    Ja, mir/uns ist das gelungen. :)
    Mein Mann und ich führen mittlerweile eine ganz normale und auch glückliche Ehe mit dazugeh. Familienleben.
    Das passierte aber nicht von allein, nur weil ich aufgehört habe zu saufen.
    Es gab sogar eine Trennung für 2 Jahre zwischendurch.
    Heute sind wie wieder glücklich miteinander. Mit den normalen Höhen und Tiefen einer Ehe.
    Mittlerweile sind wir auch Großeltern von 3 Enkelkindern und wir freuen uns oft daran, das wir immer noch (oder auch wieder :wink: ) zusammen sind.

    Zitat


    Ich finds prima das er das macht. Aber bin realistisch,
    1. Er hat grad erst angefangen und 2. Lese ich überall von Rückfällen und wie schwer es auch nach Therapien ist.

    Irgendwann ist für uns alle der "erste Tag". Ist ja noch keiner trocken vom Himmel gefallen von uns :wink:

    Ich hatte bisher keinen Rückfall und bin 15 Jahre trocken.
    Alkohol ist keine Option mehr für mich, und das war er auch in schwierigen Situationen bisher nicht.
    Ich hatte übrigens keine LZT.

    Auch wenn man es so oft anders liest... und ich kann ja auch nur für mich sprechen:
    Ich finde es überhaupt nicht schwer, ein trockenes Leben zu führen.
    Mein nasses, versoffenes Leben war mir unerträglich geworden.
    Ich wäre oft lieber tot gewesen als dieses Drama noch länger mitzumachen.
    Dann bekam ich aber doch noch eine Chance, dieses Elend zu verlassen.
    Ich benötigte dazu ärztliche Hilfe und die Unterstützung meiner Angehörigen.
    Und ich hatte auch Ansprechpartner aus der Suchtberatung.
    Außerdem musste ich natürlich so einiges in meinem Leben ändern, um es trocken meistern zu können.
    Wenn ich jetzt sagen würde, das war alles ganz einfach, wäre es echt gelogen.
    Denn so war es nicht.

    Aber mein Weg hat sich gelohnt.
    Ich habe wieder ein schönes Leben, in dem ich echt zufrieden trocken bin.
    Selbst wenn ich heute kontrolliert trinken könnte (was selbstverständlich Unsinn ist, das kann KEIN Alkoholiker, egal wie lange er/sie trocken ist),
    ich würde es nicht mehr wollen.
    Ich genieße heute meine nüchternen Tage, alles andere will ich nie wieder haben.

    So, nun habe ich nur von mir und unserer Krankheit geschrieben.
    Was ist mit Dir?
    Wie geht es DIR in dieser Situation?
    Denn darum sollte es hier gehen, und nicht um "ihn".
    Wie stellst Du Dir denn Dein weiteres Leben vor?

    Und es könnte auch sein, das sich Dein Partner trocken sehr verändert.
    Wie kannst Du damit umgehen?
    Bist Du selbst auch bereit, was in Deinem Leben zu ändern?
    Du schreibst im CO-Abhängigen-Bereich, siehst Du Dich selbst auch als CO-abhängig?
    Sollte das der Fall sein, kann ich Dir schon mal verraten, das die wenigsten trocken werdenden Alkoholiker weiterhin einen CO an ihrer Seite wollen.
    Auch daran könnte eine Beziehung zerbrechen.
    Falls Du Dich also als CO-abhängig siehst, wie kannst Du denn DEINE Abhängigkeit stoppen?
    Ich persönlich halte übrigens CO-Abhängigkeit auch für eine recht zerstörerische Kraft.

    Kurzum, wenn ein Partner trocken wird, ist allein damit selten eine Beziehung gerettet, wenn der andere zugleich n CO ist.
    Dann würden beide daran sehr arbeiten müssen, BEIDE Abhängigkeiten zu stoppen, wenn eine weitere Beziehung erwünscht ist.
    Da musst Du mal sehen, ob diese Bereitschaft von Euren Beiden Seiten überhaupt da ist?

    Ganz allgemein möchte ich auch an dieser Stelle mal anmerken, das es mir sehr geholfen hat, das meine Angehörigen an mich geglaubt haben.
    Vielleicht war es auch ganz gut, das sie nicht die knallharten Fakten und Zahlen über die hohe Rückfäligkeit bei unserer Krankheit kannten.
    Denn dann hätten sie evtl. nicht so an mich glauben können?
    Alles zu wissen ist also nicht immer vorteilhaft.
    Ich bin jedenfalls sehr dankbar, das meine Angehörigen und auch Freunde von Anfang an zu mir hielten und an mich glaubten.
    Es ging auch nicht darum, das ich sie mit einem Rückfall nicht enttäuschen wollte oder sowas.
    Sondern darum, das mir das Mut machte, es wirklich schaffen zu können.

    LG Sunshine

    Hallo Camomille,
    Willkommen hier im Forum.

    Zitat

    Aber irgendwann braucht man einfach Hilfe, Unterstützung und manchmal auch Kontrolle.


    Ja, das braucht man alles... ausser Kontrolle.
    Kontrollieren nützt rein gar nix.
    Wer wieder saufen will, wird das auch wieder tun. Ob mit oder ohne Kontrolle, das ist völlig belanglos.
    Ich persönlich halte nichts davon, das Angehörige oder Freunde "helfen" sollen, das taugt nichts, sie sind viel zu involviert.
    Die Hilfe sollte besser von professioneller Seite kommen.
    Hierzu zähle ich übrigens auch SHG.
    Unterstützung hingegen habe ich auch gern von meinen Angehörigen und Freunden angenommen.
    Mehr sollte man sie aber nicht ins Boot ziehen... das ist meiner Meinung

    Zitat

    Ich verstehe diese Auffassung "Wir müssen bei uns selbst bleiben", aber wenn keiner mehr dem anderen die Hand reicht, dann sehen wir uns nur noch in den Kliniken wieder. Schwer zugedröhnt, verhalten und reserviert.

    Ich halte es für wichtig, wieder komplett die Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen.
    Am Anfang benötigen wir dabei evtl. Hilfe und dann sollte man die auch annehmen.
    Es gibt ja genug Möglichkeiten, wo einem Hände gereicht werden.
    Das tun wir hier ja auch gern.
    Aber ich würde darum keinen Freund bitten wollen, weil der sich dann evtl. verantwortlich für irgendwas fühlen würde.
    Und das möchte ich nicht.
    Ich habe meinem Partner während meiner aktiven Saufzeit genug Verantwortung aufgedrückt.
    Als ich trocken wurde, wollte ich ihn da keinesfalls wieder irgendwie mit reinziehen. Er hat genug Mist mit mir erlebt.
    Das ist mein Ding, MEINE VERANTWORTUNG und nicht seine oder sonstwems.

    Zitat

    Ich habe ihm auch aus seinen Süchten geholfen. Und, es hat geklappt.


    Aha.
    Wenn ich sowas lese, sträuben sich bei mir sofort die Nackenhaare.
    Wenn jemand tatsächlich meint, er hätte jemand anderen "aus der Sucht herausgeholfen".
    Hast Du noch mehr solche Allmachtsphantasien?
    Oder "nur" n Helfersyndrom, was Du an ihm ausgelebt hast?

    LG Sunshine

    Guten Morgen, Eule

    Zitat

    Ich wollte damit auch niemandem auf den Schlips treten. :(
    Aber so fühlt es sich manchmal als Angehöriger an. Nach dem Motto: Ist der Alkohol wirklich wichtiger als ich? Warum setzt er alles aufs Spiel für die Sauferei? Dabei ist die Antwort eigentlich ganz einfach: Weil er nicht anders kann. Habe ich recht? :(

    Ja, so ist es.
    Sucht hat leider nichts mit Logik und Verstand zu tun. Es ist eine Krankheit, die ganz eigene Regeln/Symptome hat.
    Und wenn sie einen fest im Griff hat, lebt man eben nach diesen Regeln.

    Ich kann mir gut vorstellen, wie schwer das für Angehörige ist, so zurückstehen zu müssen hinter dem Alkohol.
    Das ist ja sehr kränkend.
    Und natürlich stellt man sich diese Fragen, warum macht da einer alles kaputt?
    Ist denn alles unwichtig geworden, sogar der Partner?
    Leider ist das so... alles andere wird immer unwichtiger, am Ende ist nur nach wichtig:
    Wann kann ich wieder saufen?
    Wo krieg ich den nächsten Stoff her?
    Falls ein Partner vorhanden ist, evtl. noch:
    Wie kann ich am besten heimlich trinken?
    Wie entsorge ich das Leergut und wo verstecke ich am besten den neuen Alk?
    DAS sind die Sachen, die uns irgendwann nur noch interessieren.

    Und Eule, leider ist der Alkohol einem auch irgendwann wirklich wichtiger als der Partner.
    Du muss selbst entscheiden, ob Du so eine "Dreierbeziehung" möchtest, wobei Du IMMER erst hinter der Pulle, seiner Hauptgeliebten, kommst?

    Zitat

    Denn soooo lange geht das ja noch nicht. Aktuell zumindest. Aber es ist ja immer wieder so. Mal mehr mal weniger.


    Ja, ich verstehe das.
    Man will es einfach noch nicht wahrhaben.
    Verdrängt es immer wieder... aber innendrin weiß man schon lange, was los ist.
    Manchmal traut man auch schon der eigenen Wahrnehmung nicht mehr, möchte es vielleicht auch gar nicht, weil man dann die bittere Wahrheit sehen muss.
    Ja, und dann kommt noch dieses schwankende dazu. Nicht jeder Alkoholiker muss jeden Tag trinken.
    Manchmal kann man das noch recht lange aufrecht erhalten, nicht jeden Tag zu saufen.
    Für den Angehörigen wird das dann auch wieder schwieriger, denn der schöpft ja so auch immer wieder Hoffnung.
    So ist das immer wieder ein Auf-und Ab der Gefühle... und das ist sehr zermürbend.
    Du verlierst ja dadurch auch viel Kraft, oder?
    Und dann ist da diese Unzuverlässigkeit, Du wirst Dich ja kaum noch auf ihn verlassen können, oder?
    Da ist doch immer diese Angst im Nacken, wann kommt der wieder besoffen nach Hause, oder?
    Ich halte dieses Ausharren in so einer Sitzuation durchaus für selbstzerstörend.
    Und ich denke nicht, das es ohne Folgen bleibt.

    Zitat

    Mit dem erweiterten Zugang ist eine super Idee. Ich werde mich direkt darum kümmern. Eigentlich geht das ja niemanden da draußen was an.


    Ich möchte Dir keinesfalls dazu raten, mit Deinen Sorgen allein zu bleiben und mit niemanden darüber zu sprechen.
    Aber ich halte das www für keine gute Adresse, sehr persönliche Dinge preiszugeben.
    Und ich sehe auch noch einen Unterschied zwischen Alkoholikern und CO-Abhängigen, die hier schreiben.
    Die Alkoholiker schreiben hauptsächlich über sich selbst, wobei bei CO`s auch (logischerweise) fast immer der Partner mit einbezogen wird.
    Man schreibt dann also auch über einen anderen Menschen (oft sehr detailliert)... und das sollte besser nicht im www tun.

    Ich freue mich, Dich auch im Erweiterten Bereich begrüßen zu dürfen :)
    LG Sunshine

    Liebe Eule,
    Du bist hier richtig im Forum, gut das Du hergefunden hast.
    Ich schreibe Dir mal zu einigen Punkten was, auch wenn im Grunde bereits alles gesagt ist in Sachen Alkoholabhängigkeit.
    Ich kann mich nur 100% den Worten von Hans anschließen. Und auch den Ausführungen der anderen Schreiberinnen.

    Du schreibst:

    Zitat

    Für mich ist es schwer zu akzeptieren, dass man nicht klar sagen kann, ab wann genau man abhängig ist.

    Ja, das kann man auch nicht so einfach diagnostizieren, weil es ja nicht DEN TAG gibt, an dem man alkoholabhängig wurde.
    Die Grenze zwischen Alkoholmißbrauch und Abhängigkeit ist fließend.
    Selbst wir Akoholiker können keinen Zeitpunkt nennen, ab wann wir definitiv abhängig tranken, denke ich.
    Ich kann Dir nur sagen, das ich über einen Jahrzehnt, vielleicht sogar an die 15 Jahre abhängig gesoffen habe,
    aber ich könnte Dir auch keinen genauen Zeitpunkt nennen, ab dem aus meinem Mißbrauch Abhängigkeit wurde.

    Hans schrieb Dir:

    Zitat

    Ich bin trockener Alkoholiker und würde aus deiner Schilderung des Trinkverhaltens deines Partners schlußfolgern, dass er mindestens im Bereich des riskanten Konsums lebt.
    Aus dieser Phase entwickelt sich mit nahezu 100% Wahrscheinlichkeit die ausgewachsene Alkoholkrankheit.

    Ich schließe mich dieser Einschätzung der Lage an.
    Denn wie gesagt, wir können auch keine 100 Prozentige Diagnosen stellen, das kann im Grunde nur der Betroffene selbst.
    Funzt aber auch lange nicht wirklich, denn man will ja die Sucht lange gar nicht wahrhaben.
    Die Alkies... das sind immer die anderen... war bei mir auch nicht anders...dabei war ich es längst selbst.
    Ich bin allerdings der Meinung, das wir trockenen Alkoholiker eine vorliegende Abhängigkeit ganz gut einschätzen können,
    vielleicht sogar besser als jeder Arzt... denn wir haben es ja am eigenen Leib erlebt.

    Zitat

    Das Thema Alkohol habe ich schon zig mal angesprochen. Es bringt einfach nichts. Ich bekomme dann zu hören, ich würde übertreiben, das wär doch ganz normal, seine Kumpels machen das doch auch so (machen sie zum Teil tatsächlich), er habe alles im Griff.

    Nein das bringt auch nichts, solange der andere weiter saufen will. Und das will Dein Partner offensichtlich.
    Und ja, das ist typisch, zu behaupten, das andere es doch genau so machen oder noch mehr saufen.
    Das sind reine Schutzbehauptungen, um von sich selbst abzulenken.
    Als nasse Alkoholiker kriegen wir es sogar hin, selbst daran fest zu glauben. Dabei stimmt das nicht.
    Es gibt sehr viele Menschen, die überhaupt keinen Alkohol konsumieren!
    Aber die sehen wir nicht mehr, weil wir sie nicht SEHEN WOLLEN !
    Damit hielte man uns ja einen unangenehmen Spiegel vor, wie schön das Leben ohne Alk sein könnte... und da wollen wir als nasse Alkies partout nicht hineinsehen.
    Weil wir dann ja handeln müssten, um auch so sein zu können?
    Och nö, weitersaufen ist ja erstmal noch viel einfacher, als sein Leben zu ändern, nicht wahr?

    Zitat

    Für mich sind das alles nur Ausreden.

    Liebe Eule, Alkoholabhängigkeit ist ein unheilbare KRANKHEIT. Keine Willensschwäche.
    Wir können nicht mehr anders, wenn wir abhängig geworden sind.
    Selbst wenn wir wollten, nicht.... wir brauchen dann Hilfe von Außen, um diesen Teufelskreis wieder verlassen zu können.
    Das können Angehörige nicht leisten, da muss professionelle ärztliche Hilfe her und oft auch therapeutische.

    Zitat

    Dabei würde ich sehr gerne wieder mit ihm reden, mit ihm lachen, mir seinen Rat holen. Es gibt so viele Dinge, Charaktereigenschaften, die ich an ihm schätze und die ich liebe. Die ich aber momentan auch sehr vermisse. Die kommen so selten durch, dass ich manchmal fast vergesse wie es mit ihm war bevor vor 2 Monaten das Trinken wieder los ging.

    Ja, das verstehe ich gut. Es IST traurig... da gibt es ja gar kein Drumherumreden! :cry:
    Aber besser wird das nicht mehr einfach so... leider.
    Sondern es wird immer schlimmer.
    Du wirst auch auf längere Sicht daran Schaden nehmen, glaub mir das bitte.
    Psychischen Schaden und am Ende auch körperlichen, Stichwort "psychosomatische Erkrankungen".
    Bitte sei Dir selbst soviel wert, das Du das nicht zulässt.

    Zitat

    Wie geht man mit so einer Situation um? Trennung? Das würde so einen Rattenschwanz hinter sich her ziehen. Da weiß ich nicht, ob ich dafür bereit bin.
    Aushalten? Und dann? Dann ist ja alles so, wie er es sich wünscht. Er kann trinken und ich halte die Klappe.
    Mit ihm reden? Das bringt leider nicht viel.
    Mit seiner Familie reden? Wozu? Die können ja auch nicht helfen.

    Schau Eule, Du beantwortest Dir die Frage im Grunde schon selbst, was man tun kann :wink:
    Wenn Du Dich nicht trennst, weißt Du, wie es weiter geht.
    Nämlich genau so, wie Du es auch beschreibst.
    Nichts hilft ! Du kannst reden, drohen, weinen, betteln, und mehr... aber wenn jemand saufen will, wird er das auch weiterhin tun.
    Darauf hast Du genau NULL EINFLUSS.

    Zitat


    Ich weiß im Moment nicht weiter. Am liebsten würde ich mich im Bett verkriechen, die Decke über den Kopf ziehen und abwarten bis alles vorbei ist.
    Vorausgesetzt es geht dieses Mal einfach vorbei.

    Ja, kann ich auch gut verstehen.
    Nur geht das leider nicht einfach von allein wieder vorbei.
    Du kannst nur an DEINEM LEBEN was ändern, nicht an seinem.
    Und er DARF auch saufen, er tut ja nichts verbotenes.
    Alkohol ist eine vollkommen legale Droge, die er konsumieren will und auch darf.
    Wenn DU nicht so weiter leben willst, musst DU was dagegen unternehmen.
    Er wirds nicht tun.

    Grete schreibt, das es manchmal noch helfen kann, jemanden die Pistole auf die Brust zu sezten.
    Ja, es gibt tatsächlich Fälle, wo dann ein nasser Alkoholiker doch noch wach wird.
    Wenn er/sie merkt, das der Partner tatsächlich abspringt, und nicht mehr nur redet, sondern handelt.
    Allerding klappt das nicht in allzu vielen Fällen, schätze ich mal.
    Denn einen neuen CO zu finden ist auch nicht besonders schwer und man müßte erstmal weiterhin nix an seinem Säuferleben ändern.
    Und wir haben da eine sehr feine Nase für, wer sich als CO eignet, also findet man recht schnell was Neues, wen man möchte.

    Zitat

    Ich habe keine Lust mehr auf Urlaubsplanung, Zukunftsplanung, Kinderplanung. Er möchte gerne Kinder haben mit mir. Aber ehrlich gesagt, kann ich mir das so, wie es jetzt ist, überhaupt nicht vorstellen. Momentan würde ich ihn nicht einmal heiraten.

    Gut, das Du wenigstens so vernünftig bist, diesem ganzen Drama nicht auch noch Kinder auszusetzen.
    Denn sie würden schweren Schaden daran nehmen. Und das haben so unschuldige kleine Wesen ganz sicher nicht verdient!
    Und Du ?
    Bist Du Dir denn so wenig wert, das Du Dich selbst weiterhin so einem Leid aussetzen möchtest?

    Zitat


    Jetzt bin ich auch finanziell vorerst an ihn gebunden. Alle Pläne und Wünsche haben wir auf die Gemeinsamkeit und seine finanzielle Unabhängigkeit aufgebaut. Ich möchte so gerne noch studieren, das schaffe ich alleine gar nicht. Ich brauche ein neues Auto, auch das schaffe ich alleine nicht. Den Kredit abbezahlen, alleine auch möglich, aber nur mit ganz argen Einschränkungen.

    Es gibt IMMER Wege !! Daran glaube ich ganz fest.
    Es wird auch Wege für Dich geben, um aus dem Schlamassel wieder rauszukomnmen !
    Vielleicht nicht von heute auf morgen, aber nichts unabänderlich in unserem Leben.
    Niemand muss lebensland in so einem Elend mit ausharren, was ein nasser Alkoholiker verursacht.
    Ins Handeln kommen musst Du aber selbst. Das kann Dir niemand abnehmen.
    Wir können Dir dabei aber beistehen ! :)
    Nimm wieder Dein Leben in Deine eigenen Hände und mache das beste draus... das wünsche ich Dir am allermeissten und von ganzen Herzen.

    Ich möchte auch an dieser Stelle auf den Erweiterten Bereich hinweisen, denn hier im "offenen Bereich" kann das gesamte www mnitlesen,
    bedenke das bitte.
    Im Erweiterten Bereich können nur Forenmitglieder lesen und schreiben, die dort auch selbst angemeldet sind.
    So ist man dort besser geschützt vor unliebsamen Mitlesern.
    Desweiteren ist dort der Austausch sehr viel intensiver.
    Und ich denke, das brauchst Du auch dringend.
    Der Erweiterte Bereich kostet zwar etwas Geld, bietet aber dafür auch was. Wir können dort auch chatten, haben Freizeitbereiche etc.pp.
    Vielleicht bekommst Du ja noch ein bisse Kohle zusammen, vielleicht erstmal für ein Vierteljahr?
    Um Dich wenigstens erstmal intensiver und geschützter austauschen zu können...

    LG Sunshine

    Lieber Carl-Friedrich,

    Alles Gute zu 2 Jahren Trockenheit !
    Denn ich denke, Du bist mittlerweile in Deinem wirklich trockenen Leben angekommen.
    Ich finde, Du bist bisher Deinen Weg gut gegangen.
    Bist immer am Ball geblieben, um nicht wieder trinken zu müssen.
    Und nun sind schon 2 Jahre draus geworden, wie schön :)
    Ich freue mich mit Dir.

    LG Sunshine