Beiträge von Sunshine_33

    Hallo Leergebrannt,

    kann die Beiträge von der Alkoholikerseite von Hans und Barthell 100% so unterschreiben.

    Ich schätze auch, das Dein nasser Alkie sich wieder meldet.
    Wahrscheinlich bist Du mittlerweile durch den Entzug vom XY auch weich gekocht genug, richtig?
    Oder Du hältst es nicht mehr aus und meldest Dich sogar selbst?
    Und dann beginnt alles von vorn...

    Wie Barthell schon schreibt, dieses ambivalente Verhalten "Anziehen und Zurückstoßen" erzeut Abhängigkeit.
    Das betrifft nicht nur eine Beziehung zwischen einem CO und einem nassen Alkie.
    Beziehungsunfähige Menschen legen dieses Verhalten auch oft an den Tag.

    LG Sunshine

    Zitat

    Manche Beziehungen lassen sich nicht so einfach beenden, Sunshine, auch unabhängig davon, ob Alkoholismus im Spiel ist oder nicht. Wir stehen nicht am Anfang unserer Lebensplanung, sondern am Ende, sind beide 50. Unser Heim ist noch gar nicht fertig..wir renovieren gerade den letzten Raum..auch das geht nur sehr langsam, liegt ja auf der Hand. Der Gedanke etwas hinter mir zu lassen, was ich - zum ersten Mal in meinem Leben - als MEIN zu Hause angesehen habe. Was ich so gestalten konnte, wie ich es wollte. Mit einem eigenen Garten ( ich bin ein besserer Mensch, wenn ich in der Erde wühlen kann) ...nur der Gedanke daran kostet mich endlos Kraft, und Kraft musste ich ihn den letzten 10 Jahren genug lassen. ( Scheidung, Probleme mit den Kindern, Patchwork-Chaos, Mobbender Chef...)

    Hallo Trinkula,
    Lassen sich Beziehungen denn überhaupt einfach beenden, wenn sie länger dauerten?
    Ich denke, das ist dann immer besonders schwer.

    Ich bin 55 Jahre alt, kann das also schon ganz gut nachvollziehen, ich würde auch sehr viel verlieren, wenn ich hier gehen müßte.
    Wir haben auch ein Haus mit Garten und ich wohne sehr gern hier mit meinem Mann zusammen.
    Wir können jeder machen was wir wollen in unserem eigenen Heim und nutzen das auch gern.

    Aber... wäre mein Mann Alkoholiker oder würde es noch werden, dann wüßte ich, was zu tun ist.
    Denn ich habe ja die Krankheit an eigenen Leibe erfahren und ich habe sie ja auch noch, wir können ja unsere Krankheit nur stoppen, heilbar ist sie nicht.
    Ich weiß auch, das man da ohne Hilfe von außen nicht mehr rauskommt.
    Angehörige können da nicht helfen, sie sind zu stark persönlich involviert und es funzt auch einfach nicht.
    Meine Angehörigen hätten machen können, was sie wollen, ich hätte weiter gesoffen.
    Ich hab mich fast tot gesoffen, mich hat der RTW abgeholt und ich landete sofort auf der Intensiv.
    Ich wäre beinahe an meiner Alkoholsucht gestorben.
    Erst da konnte ich meine Krankheit stoppen, leider nicht eher.
    Anderen gelingt das aber mitunter, aber ein Tiefpunkt muss bei jedem wohl erst erreicht sein, wo es so nicht mehr weiter geht.
    Dieser Tiefpunkt kann unterschiedlich sein.

    Ich schreibe das nur, um Dir klar zu machen, das Hoffnungen meist umsonst sind, das der Partner einsichtig wird, nur weil man sich nun abgrenzen möchte.
    Und ist Dir das denn am vergangenen WE überhaupt gelungen?
    Wenn es einigermaßen läuft oder sogar ausnahmsweise entspannend ist, kann man sich denn dann trotzdem noch abgrenzen?

    Trinkula, ich hatte auch Zeiten, wo ich tagelang mal ganz zurückhaltend trinken konnte.
    Da habe ich sogar selbst wieder Hoffnung geschöpft, das ich die Sauferei aus eigener Kraft beenden kann.
    Ich habe später dann auch viel heimlich gesoffen, um die Sucht vor meinem Partner zu vertuschen.
    Der ahnte nicht mal, wie viel ich wirklich gesoffen habe und war schockiert, als er davon erfuhr, wie viel ich gesoffen haben muss und das ich schwerstabhängig bin.
    Das haben ihm die Ärzte gesagt, ich konnte nicht mehr viel sagen, weil ich im KH mit Medikamenten abgeschossen wurde, mir fehlen da einfach einige Tage.
    Später haben wir natürlich viel darüber gesprochen und ich habe ihm alles gessagt, was war.

    Ich will mit dem allen nur sagen, ich weiß nur zu genau, wie die Krankheit ist.
    Wenn Dein Partner auch alkoholkrank ist, bräuchte er auch Hilfe.
    Und zwar nicht Deine, sondern die von Ärzten und einer SHG und gegebenenfalls auch von Psychologen.
    Holt er sich diese Hilfe nicht, sehe ich keine Chance für ihn, die Alkoholkrankheit zu stoppen.

    Und wenn er sie nicht stoppen kann, dann steht DIR auch noch sehr viel Leid bevor.
    Ich wüßte, was ich dann zu tun hätte.... ich würde zusehen, das ich mir mein Leben nicht auch noch selbst zerstöre, indem ich bleibe.
    Denn ich habe auch nicht mehr endlos Lebenszeit zur Verfügung, ich möchte JETZT ein schönes und zufriedenes Leben haben und nicht irgendwann mal vielleicht...
    Und nicht jahrelang leiden, weil ich Haus und Garten nicht verlieren will.
    DAS wäre mir die Sache im Endeffekt nicht wert.
    Da wäre mir persönlich meine Gesundheit wichtiger, denn auch die wird leiden, wenn man so eine Sache endlos weiter macht.
    So schwer es mir auch persönlich fiele... ich kenne andererseits diese Krankheit zu genau.
    Und ich wüßte, das ich mit einem nassen alkoholkranken Partner kein Leben führen kann und auch kein Leben führen möchte.
    Dann würde ich sogar lieber ganz allein leben als so etwas mitmachen zu müssen.

    Zitat


    Dieses Schwanken zwischen Wut und Liebe. Ich mache mir eigentlich keine Hoffnung, dass er was ändert, aber auf den ersten Blick sieht es natürlich so aus.


    Ich stelle mir diese ambivalenten Gefühle sehr anstrend vor.
    Und ich sag Dir mal ganz ehrlich, was ich denke:
    Wenn DU nichts an der Situation änderst, ändert sich gar nix.
    Warum sollte sich was ändern, solange Du noch so gut funktionierst?
    ER hat doch kein Problem mit seinem Gesaufe, sondern DU !!!

    Trinkula, man kann andere Menschen nicht ändern, die machen was sie wollen. Und wenn sie saufen wollen, werden sie das tun.
    Egal was Du sagst, egal, was Du tust.
    Und wenn jemand dazu noch abhängig ist, KANN er gar nicht mehr anders.
    Wir saufen nicht aus Bosheit und um andere Menschen zu ärgern, sondern oftmals, weil wir derart abhängig geworden sind und einfach nicht mehr anders können.
    Und dann sind wir völlig unerreichbar für andere Menschen.
    Auch für Partner.

    LG Sunshine

    Alles verstanden, Barthell ! :)
    Kann vieles auch sehr gut nachvollziehen.
    Danke für die Erklärung !

    Zitat

    Bei einem lebenslangen Projekt kann ich mir die Urkunde auf dem Sterbebett vielleicht verleihen wenn ich auf mein Leben zurück schauen kann und sagen kann: "Haste gut gemacht Barthell".

    Sooo lange brauchst Du nu aber auch nich darauf zu warten ! :lol:
    Im Grunde darfst Du Dir für jeden Tag eine Siegerurkunde ausstellen, an dem Du den Alk nicht in Dein Leben gelassen hast !
    Denn für uns Betroffene ist das sehr wohl eine Leistung !!
    Nur erwarte dafür keine Anerkennung von außen.

    Zitat

    Daher ist erstmal mein Ziel "zufrieden" mit dem Tag ins Bett zu gehen zurück schauen zu können und zu sagen "Heute hats im Großen und Ganzen gepasst"


    Das finde cih ein sehr gutes Ziel !

    LG Sunshine

    Hallo Trinkula,

    ich frage mich, warum man sich überhaupt vom Partner abgrenzen "muss"?
    Und das auch noch wider Willen ?? :shock:
    Ist das eine gute Beziehungsgrundlage, wenn ich mich von meinem Partner abgrenzen muss, mich gar vor ihm in Sicherheit bringen muss, wenn er wieder säuft.
    Ich kann ja nur für mich sprechen, aber so eine Beziehung würde ich überhaupt nicht wollen.
    Das hört sich für mich sehr nach "zu zweit einsam" an, wenn jeder nur noch sein Ding macht.

    Falls Du die Hoffnung hast, das Abgrenzung Deinen Mann zur Einsicht bringen könnte... das funzt selten bis gar nicht.
    Weißt Du, wie ich als damals, als noch nasse Alkoholikerin, auf sowas reagiert habe?
    Je nach Stimmungslage habe ich mich sogar noch gefreut, wenn mein Partner sich in ein anderes Zimmer zurückgezogen hat.
    Noch besser hätte mir gefallen, wenn er das Haus für ein paar Stunden verlassen hätte !!
    Auch über Nacht, selbst das wäre mir egal gewesen.
    Prima ! So konnte ich dann in aller Ruhe weiter saufen.
    Oder aber ich bedauerte mich selbst für mein "schweres Schicksal" und das mein Partner sich so böse von mir abgrenzt.
    Die Notwendigkeit habe ich im Suff doch gar nicht gesehen und selbst wenn, das hätte ich schnellstens wieder ausgeblendet.

    Beide Situationen, ob Erleichterung, das mein Partner mich in Ruhe lässt, oder eben das Sebstmitleid, führten zum absolut gleichen Ergebnis:
    Ich habe gesoffen !
    Weil ich saufen wollte, am Ende, weil ich saufen musste wegen schwerer Abhängigkeit.

    Wenn Abgrenzung dazu dienen soll, sich selbst in Sicherheit zu bringen, und mal gründlich über die eigene Situation nachzudenken... sich Klarheit zu verschaffen, halte sich sie durchaus für sinnvoll.
    Soll sie aber beim Partner was bewirken, kannste das knicken wegen funzt nich.

    Und mal im ernst, warum sollte ich mich denn dauerhaft mit einem Zimmerchen irgendwo unterm Dach oder sonstwo begnügen in meinem eigenen Heim ??
    Nur weil mein Partner saufen will oder muss?
    Glaub es hackt...

    Zitat

    Er meinte, er weiß, dass er was ändern muss...das kam schon so oft.


    Ja mei, was nasse Alkoholiker alles so daher schwatzen... OHNE Taten folgen zu lassen. :roll:
    Gibst Du da noch irgendwas drauf?
    Mit solchen Geschwätz hält man sich seine CO`s bei der Stange. Klappt meist auch ganz gut.

    Wenn er was an seinem Leben ändern wollte, wenn er trocken werden wollte, könnte er JETZT SOFORT was dagegen tun!
    Es haben alle Arztpraxen offen !
    Anrufen, Termin machen, hingehen, sich helfen lassen.
    Geht heute gerade nicht?
    Morgen auch nicht... und am WE haben ja die Ärzte zu?
    Nächste Woche isses auch schlecht?
    Weil da ist ja dieses und jenes...
    Am St. Nimmerleinstag wäre allerdings noch ein Termin frei :wink:
    Und überhaupt, das mit dem Suff kriegt man doch auch allein wieder auf Reihe
    (was Blödsinn ist, kenne keine trockenen Alkies, die das allein geschafft haben, der Zug ist bei nassen Alkies längst abgefahren !)

    Fall nicht auf so ein dummes Gewäsch rein, Trinkula
    (Was is das überhaupt fürn nick ? dachte erst, Du bist diejenige, die säuft :wink: )
    Wie gesagt, wenn er was an seinem Leben ändern wollte, könnte er das und wüßte auch, was zu tun ist.
    Jeder nasse Alkie weiß auch, wo es Hilfe gäbe, da brauchst Du ihm auch nicht auf die Sprünge zu helfen.

    Wer will, findet Wege, wer nicht will, findet Gründe :wink:

    LG Sunshine (Alkoholikerin)

    Zitat

    Grade weil sich augenscheinlich recht wenig tut kommt eine leichte innere Unruhe auf.
    Vielleicht panik vor der Unsicherheit wie es weitergeht?
    Frust darüber dass es nicht so schnell geht wie ich es gerne hätte?
    Angst davor dass es nicht weiter geht?

    Was wäre denn Dein Ziel, Barthell?
    Es scheint mir, als wolltest Du irgendwas erreichen und das möglichst schnell.
    Gibt es denn auch Tage, wo Du mit dem Ist-Zustand zufrieden bist?
    Ich meine das jetzt nicht nur in Bezug auf Deine Trockenheit :wink:
    Muss es für Dich immer "höher, schneller weiter" gehen?
    Bist Du so ruhelos in Dir drin?
    Frag halt nur so... :wink:

    Klar ist eine stabile Trockenheit das Ziel.
    Und man kann da auch dran arbeiten, man muss aber auch der Zeit ihre Chance geben.
    Niemand wird innerhalb eines halben Jahres stabil trocken, an sowas glaube ich zumindest nicht.
    Wenn eine stabile Trockenheit Dein Ziel ist, verstehe ich das.
    MEHR geht allerdings nicht.
    Das war es dann.
    Der Rest ist ein dann ein lebenslanger Weg, ohne Ziel, ohne besondere Lorbeeren und Siegertreppchen mit Ehrenurkunde.

    Vielleicht ist das trockene Leben auch "langweiliger" und unaufregender, weil die Höhen und Tiefen, die die Sauferei ja auch mit sich brachte, nun fehlen?
    Ich für meinen Teil habe mir allerdings genau das am allermeissten gewünscht.
    Das Ruhe in mein Leben einkehren kann und ich endlich wieder die Sachen machen kann, die ich machen möchte.
    Ich wollte wieder frei sein und ein selbstbestimmtes Leben führen.
    Das habe ich geschafft :)

    LG Sabine

    Zitat

    ich habe weder ein sonderlich stark ausgeprägtes helfersyndrom, noch sehe ich meine bestimmung darin eine zweite mutter theresa zu werden...
    ich muss auch vor niemandem " glänzend dastehen " und auch keinem etwas beweisen.

    Na dann ist doch alles prima :)
    Merkwürdig ist nur, das Du TROTZDEM Du alles so super im Griff hast, ausgerechnet in so einer Situation gelandet bist?
    Und danach dann hier...
    Reiner Zufall?

    Zitat


    es liegt mir einfach nicht einfach so zu tun, als hätte er nie existiert.


    Sagt ja auch niemand, das Du das tun sollst.
    Man kann ja auch ein Kapitel im Guten abschließen...ohne dem anderen nun spinnefeind zu sein.
    Den anderen im guten gehen lassen... "in Liebe loslassen", nennt man sowas auch.
    Wie sieht es denn damit aus?

    LG Sunshine

    Hallo leergebrannt,
    Deine Gedanken und Dein Schreiben hier dreht sich in den letzten Beiträgen ausschließlich um IHN.
    Dabei sollte es hier doch um DICH gehen.

    Warum bist Du überhaupt ans Telefon gegangen?
    Du kennst doch schon die Nummer, die er abzieht.
    Musst Du Dir das denn immer wieder antun?

    Übrigens, genau dieses ambivalente Verhalten, jemanden an sich heranzuziehen und dann wieder wegzustoßen,
    ist ne ganz gefährliche Nummer.
    So macht man Leute abhängig.
    Dazu muss man nicht mal n nasser Alkie sein, es gibt auch andere Menschen, die sich so verhalten.
    Man tut am Ende alles, damit die Nettigkeit überwiegt und begibt sich so durch sein angepasstes Verhalten in eine Abhängigkeitsposition.
    Der andere macht aber immer weiter so und die Abhängigkeit wird immer stärker.
    Nur um wieder "liebgehabt zu werden".

    Ich kann Dir nur raten, nun auf Dich zu schauen und das Ganze als ein abgeschlossenes Kapitel zu betrachten.
    Und vor allem keinen weiteren Kontakt mehr zuzulassen, egal wie groß die Neugier ist, ob ER sich ändert.
    Da wirst Du wohl immer wieder enttäuscht werden.

    Zitat

    aber man weiß ja nicht was in seinem kopf vorgeht.


    Das weiß man auch bei anderen Menschen nicht :wink:
    Menschen lassen sich nicht kontrollieren, auch wenn Du das noch so gern möchtest :wink:

    Zitat


    als es sich letztes jahr von mir getrennt hatte, war er die erste zeit scheinbar oben auf, aber nach einiger zeit merkte man, dass es mit ihm immer mehr bergab ging, obwohl er versucht hatte das zu leugnen.
    ob es jetzt auch wieder so ist vermag ich nicht zu sagen

    Überschätze mal nicht Deine Macht.
    Die Allmächtigkeitsgefühle sind im übrigen auch typisch für CO`s.
    Dieses "helfen wollen" soll ja nicht nur dem nassen Alkie zugute kommen, sondern vor allem auch sich selbst.
    Ist es nicht toll, vor anderen so glänzend dazustehen als die ewig Helfende, beinah wie Mutter Theresa herself ?
    Und fühlt man sich damit nicht auch selbst unheimlich wichtig? :wink:

    leergebrannt, ich sag Dir mal, wie es wirklich läuft:
    Solange Du als CO gut funktionierst und relativ schnell wieder auf Reihe zu bekommen bist, "behält" Dich ein nasser Alkie in der Regel.
    Tust Du das nicht mehr, haben viele ganz schnell nen neuen CO am Start.
    Denn es gibt sie ja überall.
    Bisher hast Du gut funktioniert und hast Dich immer wieder in die vorgesehene Rolle gefügt, nur ein paar liebe Worte reichten schon, oder?

    leergebrannt, Du bestimmst selbst über Dein Leben.
    Nimm es doch mal wieder (oder überhaupt erst) in die eigenen Hände und mach was draus.
    Oder ist der momentane Zustand das, was Du Dir für Dein Leben gewünscht hast?
    Wenn Du nichts änderst, ändert sich auch sonst nix.
    ER wird sich nicht ändern, warum sollte er denn??

    Bei nassen Alkoholikern helfen keine guten Worte und auch keine bösen.
    Und inkonsequentes Verhalten schonmal gleich gar nicht.
    Es ist im Grunde völlig egal, was Du tust, solange ER trinken will.
    Alle Versuche, jemanden trocken zu legen, sind verbrannte Energie.
    Nur der Alkoholiker selbst entscheidet, wann und ob er aufhört.
    Und viele entscheiden sich auch einfach für das Saufen, evtl. sogar für ihr restliches Leben.
    Denn er Weg in ein trockenes Leben ist ja auch kein Spaziergang und das wissen wohl auch die meissten nassen Alkoholiker, schätze ich mal.
    Weniger aufwändig ist das Weitersaufen.

    Und selbst, wenn er trocken werden würde... die Chancen für ein Fortbestehen der Beziehung zwischen einen trockenen Alkoholier und einem "nassen" CO stehen äußerst schlecht.
    Eher wird ein trocken werdender Alkoholiker den CO abschütteln wollen, weil er wieder sein Leben selbst in die Hände nehmen will und auch wird.
    Und dabei kann man keinen CO gebrauchen, so siehts halt mal aus.

    LG Sunshine

    Hallo Amanda,
    Herzlich Willkommen im Forum, schön das Du hergefunden hast.

    Du bist dann ja bald 2 Monate ohne Alkohol, Glückwunsch erstmal dazu !
    Weißt Du schon, was Du sonst noch in Deinem Leben ändern musst, um ein trockenes Leben führen zu können ?
    Denn wie wir hier so oft schreiben:
    Nur nicht mehr trinkt reicht nicht

    In Deiner Geschichte erkenne ich mich teilweise gut wieder.
    Das Trinken in der Clique, diese aufregende Zeit kenne ich auch.
    Wir haben uns nichts weiter dabei gedacht.
    Die Eltern machten es uns ja auch vor.
    Muss allerdings dazu sagen, das meine Eltern nie übermäßig tranken, es gab allerdings zu Feierlichkeiten Alkohol in Form von Bier und Sekt.
    Das war irgendwie "normal".
    Ansonsten tranken meine Eltern nicht.

    Ich bin in die Sauferei ziemlich reingerutscht und irgendwann war ich abhängig.
    Ich erinnere auch noch Zeiten, wo die Sauferei lustig war, Spaß machte und wir die unmöglichsten Sachen im Suff anstellten.
    Aber das war laaange bevor ich abhängig soff.
    Ab dann war gar nix mehr lustig.
    Im Gegenteil, es war eine Qual, saufen zu müssen, das nicht mehr unter Kontrolle zu haben, am Ende wollte ich nicht mal mehr leben.

    Heute bin ich sehr froh, das dieses ganze Drama vorbei ist.

    Ich wünsche Dir einen regen Austausch hier im Forum.
    Für intensiveren und auch privateren Austausch würde ich allerdings den Erweiterten Bereich empfehlen.
    Dort können nur die dort angemeldeten Forenmitglieder mitlesen und nicht das gesamte www.
    Bedenke bitte, das hier im offenen Bereich wirklich jeder mitlesen kann.
    Und das internet vergißt auch nichts.
    Darum achte bitte in Deinem eigenen Interesse darauf, nicht zu viel persönliches über Dich oder gar Dritte preiszugeben.
    Das nur so als kleinen Tipp :wink:

    LG Sunshine

    Hallo Rosa,

    Herzlich Willkommen zurück.
    Warum hast Du Dich denn nicht eher wieder gemeldet?

    Du schreibst, das Du morgen einen neuen Anlauf starten willst.
    Bedeutet das, das Du morgen Deinen Arzt aufsuchen wirst?
    Du brauchst ja eine neue Entgiftung... und zwar eine unter ärztlicher Begleitung, alles andere ist zu gefährlich.
    Also morgen früh gleich Arztbesuch, ja?

    Das mit den Panikattacken kenne ich leider nur zu gut. :(
    Von daher kenne ich Deine Probleme damit ,denn die sind ja sehr belastend und ich hatte schon immer Panik vor der nächsten Panikattacke.
    So lebte ich auch eine lange Zeit mit sehr viel Angst.
    Bei mir war es allerdings so, das sie promt aufhörten, als ich mit dem Saufen aufhörte.
    Bei mir hatte es anscheinend damit zu tun, ebenso verschwanden meine Depressionen mit meiner Abstinenz.

    Bei Dir ist das ja nicht so gewesen, wie ich heraus lese, die Angst und die Panikattacken blieben, ja?

    Von daher brauchst Du wohl nicht nur eine neue Entgiftung, sondern auch in dieser Sache evtl. therapeutische Hilfe?
    Denn wenn Du das nicht irgendwie in den Griff bekommen kannst, besteht ja immer wieder die Gefahr eines Rückfalles, oder?
    Magst Du das nochmal angehen?

    Rosa, um rauszugehen und was zu unternehmen, braucht es doch kein Geld.
    Und mit einem Hund annner Leine bekommt man doch üblicherweise sehr schnell Kontakt zu anderen Menschen, oder?
    Ich kenne das so, weil ich über ein Jahr die junge Hündin meiner Tochter tagsüber ausführte.
    Da kannte ich bald alle Hundebesitzer der Gegend :lol: und es ergaben sich viele kurze oder auch längere Gespräche.
    Hilfe ja auch viel gegen das Gefühl des Alleinseins.

    Was gäbe es noch, was Du tun könntest?
    Ich kenne Dich ja nicht und von daher auch nicht Deine Vorlieben und Interessen.
    Und es gibt ja auch kein Allgemeinrezept, was für jeden gleich gut wirkt.
    Aber gegen das Alleinsein hilft halt, sich unter Menschen zu begeben, Freundschaften zu schließen und sie auch zu pflegen.

    Wenn Abstinenz zum Kampf wird, hast Du gegen den Alk keine Chance auf lange Sicht.
    Und so soll und muss das ja auch nicht sein.
    Was dagegen tun musst Du aber selbst, hier kann Dich ja auch niemand ans Händchen nehmen.
    Das ist auch nicht der Sinn einer SHG.
    Hier können Dir aber Hände gereicht werden zur Selbsthilfe !

    LG Sunshine

    Hallo Tautropfen,

    Alkohol verändert das Wesen, das ist unbestritten.
    Aber... er verändert nicht völlig einen Menschen. So viel Macht hat nicht mal der Alkohol.
    Ich würde eher sagen, er lässt alle negativen Seiten eines Menschen zum Vorschein kommen, aber die müssen schon irgendwie da sein.
    Und negative Seiten haben alle Menschen, wo Licht ist, ist auch immer Schatten.

    Oder ich sag es mal noch viel krasser, stammt aber nicht von mir, sondern von einem anderen trockenen Alkoholiker :wink: :
    Wer nass n A...loch war, bleibt auch trocken ein A...loch.
    So könnte man es wohl auch sagen :wink:

    Von daher... sei mal lieber froh, das es offiziell zu Ende ist.

    Zitat

    Ich glaubte die ganze Zeit, er ist nicht mehr in der Lage sein Leben zu regeln.
    Doch als er eine Möglichkeit sah mich auf den Boden zu zwingen, entwickelte er Energie, war gerissen und hinterhältig,eiskalt. Unvorstellbar,unbegreiflich

    Hm, ist schon so, irgendwie kann man sich noch recht lange auf welche Art auch immer durchschlagen. Gern auch mit Hilfe eines neuen CO.
    Auch da wird man relativ rasch fündig, denke ich mal.

    Hast Du denn "Deinen XY" überhaupt jemals richtig gekannt?
    Oder nur nass ?
    Manchmal täuscht man sich auch in Menschen, manchmal auch, weil man sich auch täuschen lassen WOLLTE.
    Weil man einen bestimmten Traum leben wollte, seine Ziele nicht aufgeben wollte etc.
    Man will dann im anderen etwas sehen, was er gar nicht ist, nie war und auch nie sein wird.
    Ist mir auch schon so passiert.

    Lenke bitte Deine Konzentration am besten wieder so gut wie möglich auf Dich selbst.
    Und geh seinen Gehässigkeiten aus dem Weg. Alles andere ist verbrannte Energie, die Dir niemand zurück gibt.
    Ein völliges Kontaktverbot hat schon seinen Sinn :wink:
    Auch, um nachtragenen Bosheiten aus dem Weg zu gehen.
    Denn im Grunde ist es egal, ob er nett zu Dir ist oder bösartig.
    Das Ergebnis ist das gleiche, Du bist in Gedanken wieder bei ihm und nicht bei Dir selbst.

    LG Sunshine

    Ob ich jetzt etwas beim Thema daneben liege, ist mir gerade komplett egal...
    Ich lese hier von Scham bei einem Rückfall, von Versagensgefühlen, die man wahrscheinlich empfinden wird etc.
    Und auch vom Gedanken, es hier zu verheimlichen.

    Dazu mal meine Meinung:
    Wenn hier (und anderswo) das so abläuft, stimmt was mit der Gruppe nicht!
    Und ebenso stimmt dann auch was in einem selbst nicht bezüglich der Akzeptanz unserer Erkrankung!
    Und sollte dementsprechend innerlich nachgebessert werden.

    Ich möchte es noch einmal ganz ausdrücklich betonen:
    Wir haben eine KRANKHEIT, keine Willensschwäche !!

    Und wir dürfen und müssen auch nicht die Augen zumachen vor der enorm hohen Rückfallquote.
    Die ist einfach da und hat auch mit der Heimtücke unserer Krankheit zu tun und mit anderem, ich will das hier nicht groß aufschlüsseln.
    Ein Rückfall kann also dazugehören, muss aber nicht zwangsläufig.

    Ich will hier Rückfälle nicht verharmlosen und jeder, der mich kennt, weiß das auch.
    Aber es sollte auch nicht so sein, das man sich dafür schämen muss, wenn es passiert ist.
    Ich möchte hier mal die Erfahrungen der Rückfälligen aus meiner ehemaligen realen SHG weitergeben:
    Dort sagte man, das es das wichtigste gewesen sei, so schnell wie möglich in die Gruppe zurückzukehren.
    Ich denke, hier gilt das gleiche.
    Und Vorwürfe oder jegliche Art von Nachtreten bringt niemanden weiter, schon gar nicht dem Rückfälligen.
    Dann muss aufgeholfen werden, das derjenige wieder weiter gehen kann.
    Und analysiert werden, was passiert ist, wie es dazu kommen konnte.
    Alles andere is verbrannte Zeit.
    Das auch mal wieder an meine eigene Adresse :wink: denn mich verärgert auch manchmal ein Rückfall, der nicht hätte sein müssen :wink: und ich regaiere entsprechend :oops:

    LG Sunshine

    Zitat

    vielleicht liegt noch ein weiter weg vor mir und wahrscheinlich werden auf diesem weg noch ganze felsen vor mir stehen, aber da muss ich mich halt durchkämpfen, so oder so...

    Nur mal ne Frage zum Verständnis, leergebrannt:
    Mit Deinem nassen Alkoholiker oder ohne?
    Wie ist das zu verstehen?

    LG Sunshine

    Zitat

    Denn meine Kinder haben ein Recht auf eine fröhliche, ausgeglichene Mutter und nicht auf ein weinendes Nervenbündel.

    Naaajaaa... das kann auch die beste Mama nicht immer sein :wink:
    Wir sind ja auch nur Menschen. :)

    Was ich aber grundsätzlich für wichtig halte, das ist, die Kinder vor einem nassen Alkoholiker in Sicherheit zu bringen.
    Besonders wenn die Kinder noch kleiner sind, haben sie ja keine Wahl und müssen das aushalten, was die Eltern ihnen zumuten.
    Und Kinder werden Schaden nehmen, wenn sie mit einem suchterkrankten Elternteil aufwachsen/leben müssen !
    Das geht nicht spurlos an ihnen vorbei und es hat oft auch noch gravierende Spätschäden.
    Und ich sehe es so, das dann der nichterkankte Elternteil zusehen muss, das die Kinder sowas nicht erleben müssen.
    Weil der suchterkrankte Teil das eben nicht mehr kann.
    Und dann muss man auch mal einen Hintern n der Hose haben und konsequent handeln.
    So wie Du es auch getan hast.
    Nicht nur für sich selbst, auch für die Kinder, wenn vorhanden.

    Ich denke, es ist als Mütter/Eltern unsere Aufgabe, unsere Kinder liebevoll, aufmerksam, und möglichst ohne schlimme Blessuren zu selbstbewußten Menschen heranwachsen zu lassen.
    Dabei müssen und können wir auch nicht immer perfekt sein, alle Eltern machen auch Fehler.
    Aber die Richtung sollte zumindest stimmen.
    Dann haben sie auch das Rüstzeug für die späteren Blessuren, die uns alle auf die ein oder andere Art im Leben widerfahren werden.

    Müssen Kinder aber in Familien aufwachsen, wo ein Elternteil alkoholkrank (oder anderweitig suchterkrankt) ist, nehmen wir ihnen schon sehr viel.
    Was alles, kann man sehr gut hier im EKA-Bereich nachlesen.

    Falls Du also mal wieder schwankend wirst (was ich auch für normal halte in der jetzigen Situation !), dann kannst Du da ja mal reinlesen.
    Und dann weißt Du auch wieder, das Du alles richtig gemacht hast. :wink:
    Nicht nur für Dich, sondern auch für die Kinder.

    LG Sunshine

    Ich mache es mal kurz, "leergebrannt"

    DU kannst GAR NICHTS gegen die Sauferei Deines XY machen !
    Und das musst Du auch nicht !
    Du trägst keinerlei Verantwortung für das Tun Deines XY.
    ER ist erwachsen, und er weiss auch, WO es Hilfsmöglichkeiten gibt.
    Das weiß im Grunde JEDER Alkoholiker, denn so weltfremd sind wir nicht mal mit Alk im Blut :wink:

    Ich finde es auch ganz schön krass, Dich derart in das Leben Deines XY einzumischen und sogar die Mutti anzurufen, nur damit DU DEIN DING durchziehen kannst. :shock:
    Denn darum scheint es mir hauptsächlich zu gehen:
    Du hast Dir einen Traum zusammengebastelt und der soll gefälligst erfüllt werden und Du willst auch noch bestimmen, mit wem!
    Nämlich mit Deinem nassen Alkie.
    (Ich empfinde das übrigens nicht als Schimpfwort oder abwertend, aber das empfinden andere Alkoholiker evtl. anders, weiß ich nich).
    Die Nummer klappt doch so nie und nimmer, leerbegrannt.
    Und ich finde es außerdem verwerflich, auch noch andere Leute vor den eigenen Karren spannen zu wollen (die Mutter, Freunde etc.)

    Außerdem tut Dein XY nix verbotenes, er säuft, und das ist nun mal erlaubt. Und auch SEINE SACHE ! Damit hast Du nix zu tun.
    Und Du kannst auch nichts dagegen tun !!
    Wer saufen will, wird das tun.
    So oder so !
    Heimlich oder offen. Scheis*egal, Hautpsache Saufen.
    So läuft das nun mal.

    Du kannst nun weitere Energien verschwenden beim trockenlegen, Du kannst noch weitere Verbündete suchen im Kampf gegen die Alkoholsucht Deines XY...
    und kannst Dich auch gerne auf den Kopf stellen, weinen, schreien, drohen, bitteln, auf Knien bettteln, schmeicheln, Dich verständnisvoll verhalten und pipapo...
    Kannst Du alles tun.
    Nur.... es ändert NICHTS.
    Denn nochmals: Wer saufen will, wird das tun !
    Egal was andere sagen, machen oder androhen.

    Rüntgenblick schrieb:

    Zitat

    Aber solange Hoffnung besteht heiligt der Zweck noch jedes Mittel,
    am besten wenn es im Mäntelchen der Hilfsbereitschaft daher kommt.


    Genau so sieht das aus !
    Gerne wird dann auch noch die "große Seelenverwandtschaft" bemüht.
    Und das man doch keinen Menschen in so einer Situation allein lassen kann.
    Und bliblablubb...
    Dabei geht es nur um Kontrolle und den eigenen Traum verwirklichen zu wollen.

    Ich weiß, meine Worte sind sicher nicht nett... aber die sind auch eher zum wachwerden gedacht.
    So wie n nasser Waschlappen ins Gesicht... könnte helfen... muss aber nicht. :wink:

    Und mir tut es auch einfach leid, wenn jemand auch noch sein eigenes Leben verschwendet, es reicht, wenn das der Alkoholiker tut !
    Da müssen nicht immer gleich 2 bei drauf gehen.

    Upps, doch ein bisschen länger geworden :oops:

    LG Sunshine (Alkoholikerin)

    Hallo Neuland,

    Herzlich Willkommen hier im Forum.

    Es tut mir sehr leid für Dich, das es am Ende so ausgegangen ist.
    Aber Deine Geschichte zeigt auch mal wieder, das CO-Abhängigkeit am Ende auch körperlich/psychisch krank macht.
    Du schreibst ja, das Du psychosomatische Beschwerden bekommen hast.
    Ich denke, das ist eine typische CO-Abhängigkeits-Erkrankung.

    Ja und schau mal, was ist das denn für ein Leben/eine Ehe mit einem Mann, was gar kein gemeinsames Leben mehr beinhaltet?
    Hast Du Dir so Dein Leben vorgestellt?
    Da ist doch ein Ende mit Schrecken dann doch besser, meine ich.

    Den Mann, den Du mal kanntest... den gibt es doch schon lange nicht mehr.
    Der Alkohol verändert ja auch das Wesen.
    Und Du wirst ihn auch nie wieder so zurückbekommen, wie er früher mal war. Selbst dann nicht, wenn er trocken würde.

    Das Du nun traurig bist, ist ja völlig verständlich !
    Auch nach Trennungen werden bestimmte Phasen durchlaufen, im Grunde die gleichen wie nach dem Tod eines geliebten Menschen.
    Dabei ist es völlig normal, auch traurig zu sein über den Verlust.
    Das ist eine ganz normale Reaktion auf eine Trennung.

    Aber wenn Du jetzt wieder einknicken würdest, würde alles wieder beim alten sein.
    Und das wolltest Du ja nicht mehr. Also konntest Du doch nur so handeln, wie Du es getan hast.

    Und Neuland... so eine Trennung kann auch eine Chance für Deinen Mann sein !
    Er hockt nun auch allein da und vielleicht macht er sich ja doch mal Gedanken, warum alles so gekommen ist?
    Ich denke, so eine Trennung ist schon ein Tiefpunkt im Leben eines Alkoholikers.
    Vielleicht reicht es aus, um mal wach zu werden?
    Vielleicht aber auch nicht, und er säuft jetzt noch heftiger als zuvor.
    Das ist dann aber SEINE Sache, nicht DEINE.
    Du hast versucht zu helfen, mehr kann man nicht tun.

    Was könntest Du versuchen, damit es Dir etwas besser geht?
    Hast Du Hobbys?
    Hast Du Menschen / Freundinnen, mit denen Du Dich treffen kannst.
    Raus gehen, unter Menschen gehen hilft oft, mal an was anderes zu denken und so auch mal wieder eine neue Sicht auf die Dinge zu bekommen.
    Was könntest Du diesbezüglich für Dich tun?
    Hast Du Ideen?

    LG Sunshine (Alkoholikerin)

    Mal als Tipp, Rosengeranie... weil uns das sicher hier schon fast allen so passiert ist.
    Schreibe Deinen Text mal in einem Editior vor (in Word beispielsweise oder ähnliches) und kopiere ihn dann einfach in das Antwortfeld.

    Ich denke, die Texte verschwinden einfach nach einer gewissen Zeitspanne, wenn man sie nicht abschickt, sondern immer noch tippselt.
    Ich kenne das auch so aus einem anderen Forum, das ist schon alles nach ca. 5 Minuten weg, ärgerlich.

    Um dem Ärger aus dem Wege zu gehen, bitte wie oben verfahren.

    LG Sunshine

    Hallo Irene,

    Zitat

    Der Erfolg meiner heutigen Recherchen ist, daß ich nun eine Selbsthilfegruppe gefunden habe und auch einen Beratungstermin für Montag Nachmittag.
    Ich hoffe nun, daß er sich mit meinem Dienstplan vereinbaren lässt

    Das ist doch schon mal richtig super !
    Besonders, das Du nun wirklich aktiv wirst und was für DICH tust.
    Denn auch eine reale SHG ist nicht dafür da, Dich beim Umgang mit nem nassen Alkie zu beraten. :wink:
    Tipps kannst Du von daher auch nur für Dich selbst bekommen, ob hier oder dort.

    Eine reale SHG hat auf jeden Fall alle von Dir genannten Vorteile.
    Und so kommst Du auch wirklich raus und unter andere Menschen.
    Das halte ich für sehr wichtig !

    Wir hier sehen uns allerdings auch als vollwertige SHG, nur eben online.
    Was auch widerum Vorteile hat, Aurora hat sie schon genannt.

    Vielleicht ist es das Beste, es erstmal parallel zu versuchen?
    Ich denke, es wird sich dann herauskristallisieren, was am besten zu Dir passt, zeitlich gesehen und auch Austauschmäßig.

    Der wirkliche Austausch findet allerdings hier eher im Erweiterten Bereich statt.
    Dort kann man sich alles von der Seele schreiben, weil nur die Forenmitglieder mitlesen können, die dort ebenfalls angemeldet sind.
    Und nicht das gesamte www.
    Und der allgemeine Austausch ist dort auch weitaus intensiver als hier im offenen Bereich, das ist einfach so :wink:

    Zitat

    Sollten meine Hoffnungen sich erfüllen und wir wieder zusammen kommen wenn er wirklich trocken ist,
    möchte ich nicht das sie ihn schief anschauen.
    Im schlimmsten Fall würden sie ihn dann ablehnen und das würde nur wieder mehr Probleme in mein Leben bringen.

    Wie meinst Du das?
    Deine Kinder würden Deinen XY schief ansehen/ablehnen, weil er (trockener) Alkoholiker ist?
    Denn das bleibt er... lebenslang !
    Unsere Sucht ist NICHT HEILBAR, man kann sie nur stoppen.
    Und ich denke auch nicht, das man im stillen Kämmerchen trocken werden kann.
    Warum auch? Tut ja gar nicht not.
    Er bräuchte doch danach auch noch evtl. eine Therapie, oder zumindest eine SHG, zu der er regelmäßig ginge.
    Ich kenne kaum jemanden, der das trocken werden allein schaffte.

    Wenn wir trocken werden wollen, bringt das in den meissten Fällen große Veränderungen mit sich.
    Es ist ja nicht so, das man einfach nichts mehr trinkt und das ist das Ende der Geschichte.
    Bei weitem nicht !
    Unserer Erkrankung wird uns lebenslang begleiten. Und wir werden auch immer wieder an uns arbeiten müssen, uns neu abchecken, im Alltag auf vieles achten.
    Das Leben als trockener Alkoholiker ist im Grunde ein komplett anderes, als man vorher führte.
    So kenne ich das jedenfalls auch von anderen Alkoholikern, mich eingeschlossen.
    Was nun nicht heißen soll, ein trockenes Leben wäre eines voller Mühsal und Verzicht und mache keinen Spaß mehr.
    Bei mir ist jedenfalls das komplette Gegenteil der Fall.
    Aber es ist halt komplett anders als mein früheres Leben, wo ich noch gesoffen habe.

    Die Kinder bekommen das doch also so oder so mit?
    Oder habe ich das einfach missverstanden mit der evtl. Ablehnung der Kinder?
    Und Du meintest das ganz anders?

    Aber nu ja, es ist eh müßig darüber zu schreiben, solange Dein XY nichts in die Wege leitet.
    Von daher auch uninteressant und verbrannte Zeit.
    Und darum soll es auch nicht gehen, hier geht es um DICH.

    Also, wie geht es Dir heute?
    Was hast Du schönes am WE vor, gibt es schon Pläne?

    LG Sunshine

    Zitat

    Ich frage mich nur, ob es sich lohnt auf meinen xy zu warten, wenn es möglich wäre, daß die ganze Beziehung vllt. von seiner Seite ein Irrtum war, weil er ja schon abhängig war als wir zusammen gekommen sind.


    Auch dazu noch was aus miener Erfahrung... "Lütte" wird sicher auch selbst noch antworten und ich höre dann auch erstmal auf, rumzunerven :wink:

    Ich bin Alkoholikerin und als ich trocken werden konnte (vor 14 Jahren) wollte ich mein Leben wieder selbst in die Hand nehmen.
    Man hat oftmals dem Partner (falls vorhanden) Verantwortungen/Erledigungen etc. aufgedrückt, für die er gar nicht zuständig war.
    Ist natürlich nicht okay gewesen.
    Trocken aber kann man wieder Verantwortung für sein eigenes Leben übernehmen und wird das auch in den allermeisten Fällen tun.
    Das sind zumindest meine Erfahrungen aus meiner ehemaligen realen Gruppe und auch aus meiner langen Forenzugehörigkeit hier.
    Kann und will nun ein CO nicht wieder loslassen, aus Angst vor Kontrollverlust oder warum auch immer, wird ein trockener Alkoholiker das merken und darüber nicht gerade amused sein.
    Von daher nützt es nix, wenn nur der nasse Alkie trocken wird, der CO aber nichts an seinem Verhalten ändern will/wird.
    Dann steht die Beziehung sicher auch wieder unter einem unguten Stern.
    Wenn hier nicht BEIDE ernsthaft an sich arbeiten wollen, sehe ich keine großen Chancen auf ein weiteres Fortbestehen der Beziehung.

    Und richtig, es kann sogar vorkommen, das einem trocken werdenden Alkoholiker klar wird, das er eine Beziehung nicht fortsetzen will.
    Weil er feststellt, das die Bez. nur mit Alk funktionierte, ohne aber nicht mehr.
    Wenn jemand trocken wird, passieren meist so viele Veränderungen im trockenen Leben, die einem selbst beängstigen können.
    Und im Zuge dieser Veränderungen kann es auch sein, das man feststellt, das der bisherige Partner einfach nicht mehr passt.

    Kurzum, es kann durchaus passieren, das ein trockener Alkie den alten Partner nicht mehr will.

    Ich sehe, das Du abwägen willst, ob es sich lohnt zu warten.
    Warten bedeutet für mich aber auch immer Passivität und sich mit dem abzufinden, was sich dann ergibt.
    Warum denn nicht selbst aktiv werden und das eigene Leben gestalten, ohne zu "warten"?
    Sagt man nicht, wer nicht handelt, der wird behandelt?
    Also ich glaube, das stimmt :wink:

    So, nu bin ich ma wieder wech... :wink:

    LG und Alles Gute
    Sunshine

    Warum holst Du Dir dann keine Unterstützung, Irene?

    Einen Schritt hast Du ja schon getan, Du hast Dich hier angemeldet und Du kannst (und wirst !) hier auch Unterstützung finden. :)

    Eine weitere Möglichkeit wäre therapeutsiche Hilfe in Anspruch zu nehmen mit Schwerpunkt CO-Abhängigkeit.

    Es gibt außerdem reale Gruppen für Angehörige, auch dort findest Du Unterstützung.
    In meiner ehemaligen SHG gab es nicht nur Hilfe für Angehörige,
    sondern es wurden beispielsweise auch spezielle WE-Seminare in Sachen CO-Abhängigkeit angeboten.
    Das alles sind tolle Angebote und die helfen ganz sicher auch weiter !
    Aber wie bei Alkoholikern gilt das gleiche für CO-Abhängige/Angebörige von Alkoholikern... wenn man nicht selbst aktiv wird, ändert sich nichts !

    Erwarte also bitte nicht von Deinem nassen XY, das er sich ändert, das lässt Dich nur in einer Warteschleife hängen, die auch locker mal endlos werden kann.
    Werde bitte selbst AKTIV !
    Es ist DEIN Leben und Du bist darin für DICH SELBST verantwortlich.
    Du kannst es so gestalten, wie Du es gern haben möchtest !
    Aber das musst Du im Endeffekt (mit Unterstützung) selbst in die Hand nehmen, das kann kein anderer für Dich tun.
    Auch wir nicht und kein Therapeut und keine SHG dieser Welt :wink:

    LG Sunshine

    Liebe Lütte,
    nichts für ungut... aber ich denke, ihr Beide seid eine der wenigen Ausnahmen, die meissten Beziehungen scheitern an der Alkoholkrankheit.
    Es gibt diese Ausnahmen, Ja... und ich gönne Dir/Euch von ganzen Herzen, das es wieder gut geworden ist.
    Aber ich möchte auch davor warnen, aus Einzelfällen Hoffnungen für sich selbst zu schöpfen.
    Und so in der Abhängigkeit gefangen zu bleiben. Vielleicht noch über Jahre...

    Hier im Forum sind genug Geschichten von CO`s nachzulesen, wo es im Endeffekt doch zur Trennung kam... kommen mußte... um selbst gesund bleiben zu können.

    Darum mein Rat, wie auch Deiner:
    Sich erstmal um sich selbst kümmern... zusehen, das es einem wieder gut geht... auch lernen, konsequent zu sein... lernen, die CO-Abhängigkeit zu stoppen,
    seinen eigenen Weg weiter zu gehen und sich sein Leben wieder schön zu machen.
    Das geht !
    Sollte es später nochmal zu einer erneuten Beziehung kommen, weil der XY tatsächlich trocken wird, und die Liebe noch da ist, dann steht dem ja überhaupt nix im Wege.
    Oftmals erkennt man aber auch, das es keine Liebe war sondern viel eher Abhängigkeit...

    Du weisst es ja auch, "nur" weil der Partner trocken wird, sind die grundsätzlichen Schwierigkeiten noch nicht gelöst.
    Hier müßten BEIDE Partner dran arbeiten... und selbst dann scheitern oft noch die Beziehungen.
    Alles nicht so einfach :?

    Hier geht es allerdings um einen momentan triefnassen Alkie, der noch nicht mal Anstalten gemacht hat,
    irgendwas gegen seine Sucht zu tun außer n bisschen Rumgelaber, um den bisher gut funktionierenden CO wieder auf Spur zu bekommen.
    Mehr nicht.

    LG Sunshine