Beiträge von Sunshine_33

    Liebe Calida, ich werde Dir jetzt was schreiben, was Dir nicht gefallen wird.
    Es ist auch nur meine persönliche Meinung, andere mögen das anders sehen, Du selbst wohl auch.

    Ich halte es für arg verharmlosend, von einem "Vorfall" zu sprechen, wenn man eindeutig eine RÜCKfall gebaut hat.
    Für mich ein Zeichen, seine Krankheit immer noch nicht entsprechend ernst zu nehmen.
    Fakt ist: Du hast wieder gesoffen.
    Dabei ist es völlig unerheblich, ob es ein Glas Wein war oder ne halbe Kiste Bier.

    Aus der Erfahrung hier im Forum weiß ich, das Rückfälle in den allermeissten Fällen nicht von jetzt auf gleich passieren.
    Sondern das sie sich schon Tage bis Wochen vorher ankündigen.
    Es fehlt dann tatsächlich nur noch die passende Gelegenheit, und man hat das Glas wieder in der Hand.
    Ganz einfach, weil man wieder saufen WOLLTE !
    Es gibt auch plötzliche Blackouts, aber der größte Teil der Rückfälle läuft eher wie oben beschrieben ab.

    Ich selbst bin bisher nicht alkoholrückfällig geworden, aber nach Jahren rauchrückfällig.
    Und ich WOLLTE es auch so.
    Wochen vorher gingen schon Gedanken in meinem Kopf rum, das rauchen ja auch irgendwie schön war.
    Das ich es gern mochte. Und das ich auch gern wieder rauchen würde.
    Als ich dann auf einer Abteilungsfeier war und sich mein Sitznachbar eine anzündete, wollte ich auch eine haben.
    Am nächsten Tag habe ich mir wieder ne Schachtel geholt und spätenstens 3 Tage später war ich wieder voll drauf.
    Ich bin nun wieder seit 4 Jahren rauchfrei.
    Aber mich hat das eines gelehrt:
    Nicht die Feier war "schuld", das ich wieder mit rauchen anfing.
    Nööö, das begann schon Wochen vorher... und zwar in MEINEM KOPF.

    Zitat


    dass ich das Recht habe, mich auch ein bisschen selbst zu bedauern, dass ich diese Krankheit habe.


    Hm, ich glaube, ich habe mich noch nie selbst bedauert für meine Alkohol-Krankheit.
    Und später erkannte ich, das meine Krankheit auch eine Chance ist.
    Sie hat mir ermöglicht, mein Leben nochmal völlig zu ändern...
    Sie hat mir ermöglicht, viele Dinge anders zu sehen...
    Sie hat mir ermöglicht, viele neue Leute kennenzulernen...
    Und vieles mehr...
    Gut, aber das konnte ich anfangs auch noch nicht so sehen.
    Aber eines habe ich von Anfang an versucht, als ich trocken werden durfte:
    Das ich gut mit meiner Krankheit leben kann, nicht damit hadere und mir ein möglichst zufriedenes Leben ohne Alkohol aufbauen kann.
    Und das ist mir bisher recht gut gelungen.

    Zitat

    Und bei vielen anderen Krankheiten besteht die Chance auf Heilung - bei dieser nicht!


    Erzähle das mal Menschen, die an Krebs oder anderen schweren chronischen Krankheiten etc. leiden !
    Die sind mitunter auch unheilbar erkrankt, haben aber nicht mal die Chance, ihre Krankheit zu stoppen !!
    DU aber schon !
    Sieh es mal lieber so, das Du zwar eine unheibare Krankheit hast, aber Du sie am Ausbruch hindern kannst.
    Das halt ICH für außerordentlich privilegiert.

    Es geht nicht um Schuldgefühle haben müssen etc. pp.
    Auch nicht aufgrund des Rückfalls.
    Selbstmitleid halte ich allerdings für ebenso unangebracht.

    Du bist rückfällig geworden, hast es hier geschrieben, das finde ich gut.
    Aber ich denke, damit ist die Sache noch lange nicht erledigt.
    Sondern damit beginnt erst die Aufarbeitung.
    Nämlich nachzusehen, was ist denn WIRKLICH passiert?
    Warum habe ich diesen Rückfall gebaut, was läuft da noch nicht gut?

    Einen Tipp kann ich Dir schonmal geben:
    Offenheit im Kreise der Leute, die wissen sollten, das ich erkrankt bin, kann ein sehr guter Schutz sein, erst gar nicht in so eine Situation zu kommen, in der Du wieder gesoffen hast.
    Aber sowas hören hier bestimmte Leute nicht so gern.
    Weil sie sich für ihre Krankheit schämen, Angst vorm Anderssein haben und all dieser Müll.
    Und dann kommt meist noch (von den gleichen Leuten !!) das Rumgeflenne, das unsere Krankheit stigmatisiert wird.
    Dann könnte ich echt ko*tzen!
    Und man könne ja nicht ehrlich damit umgehen, weil man in der Öffentlichkeit stehe und all dieses blablabla...
    Mir persönlich sind einfach Menschen lieber, die Klartext reden und auch mal nen Hintern in der Hose haben, um zu sich selbst zu stehen als all dieses Gewäsch.
    Sorry, musste grad mal so raus.
    Außerdem verhindern sind (Selbst)-Lügen auch "inneres Wachstum", las ich erst neulich und das glaube ich auch 100%.
    Am allermeisten schadet man sich also selbst damit.
    Geschweige denn, das sich Menschen mit nem Gewissen auch irgendwann nicht mehr in eignen Spiegel ertragen können.

    Liebe Calida, ich denke, auf Deinem weiteren trockenen Weg gibt es noch einiges zu "überarbeiten".
    Damit solltest Du zeitnah beginnen... ansonsten haste bald wieder die Pulle am Hals.

    LG Sunshine

    Ach weißt Du Syrinx, ich hätte mit solchen Vermutungen lieber unrecht.
    Aber ich kenne eben auch die Alkoholkrankheit und ihre typischen Symptome, habe ja alles selbst erlebt.
    Ich bin einfach jedes Mal wieder ein bisschen traurig, wenn jemand sein Leben dem Alk opfert.
    Aber das kann niemand ändern.
    Das blöde dabei ist ja, das es einen Ausweg gibt, wenn man es wirklich will.
    Und es gibt auch viele Hilfsangebote.
    Aber wenn jemand lieber weitersaufen will, dann wird er das tun.

    Zitat


    Er hat schon VOR dem Umzug wieder mit Bier angefangen, d.h. er kam hierher, hat sich in meine Wohnung gehockt und dachte/ hoffte er kommt damit durch


    Naja, was er gedacht hat, weiß nur er allein :wink:
    Es ist ja selten so, das ein nasser Alkoholiker mit Absicht andere Menschen verletzt, weil ihm das so einen Spaß macht.
    Es mag ja sein, das er auch auf einen neuen Anfang gehofft hat bezüglich seiner Alkoholsucht (bzw. sie stoppen zu können), als er bei Dir einzog.
    Aber da muss eben noch viel mehr passieren, erstmal innendrin und dann auch in Bezug auf "wirklich Hilfe annehmen".
    Und nicht nur davon zu reden.

    Es ist nun so wie es ist. Daran kannst Du nix mehr ändern.
    Aber Du kannst die Sache für DICH beenden, was Du ja nun auch getan hast.
    Den Schlüssel hast Du auch, GUT.
    Schau jetzt bitte auf Dich, damit es Dir wieder ganz gut gehen kann.

    Zitat


    Leider habe ich keine Rechtschutzversicherung, weshalb ich einen richtigen Anwalt meide. Aber ein sehr guter Freund von mir studiert Jura und ich habe mal mit ihm gequatscht. Er hat mir schon ganz gute Tipps gegeben und ich habe gerade die schriftliche fristlose Kündigung geschrieben.


    Gut wenn Du da Beratung hast, und wenn das so ausreicht, ist es ja klasse.
    Sollte es aber weitere Streitigkeiten geben wegen der Wohnung oder was weiß ich, und Du benötigst doch einen Anwalt wegen Aufsetzen von Schriftstücken etc. dann nimm Dir lieber einen.
    Manchmal ist es besser, einige 100 Euro zu verlieren, aber den Ganzen auch offiziell ein Ende zu bereiten.
    Dein XY steht ja momentan nicht gerade gut da, ohne Bude und evtl. ohne Geld.
    Ich kann mir durchaus vorstellen, das er da noch versuchen wird, irgendwas aus Dir rauszupressen.
    Denn er hat ja nix mehr zu verlieren, also wäre es einen Versuch wert.
    Wenn Du ihm was gibst, dann wirst Du meiner Erfahrung nach keinen cent zurück bekommen, das nur mal so am Rande.
    Ich kenne Menschen, die haben Tausende von Euro durch trinkenden Angehörige verloren, so nach dem Motto:
    "Wir versaufen der Oma ihr klein Häusschen".
    Daran ist leider nix witzig, sondern für nasse Alkoholiker etwas, wovor man im tiefsten Stadium der Sucht auch nicht mehr zurück schreckt.

    Also Ohren steif halten und konsequent bleiben, es sei denn, Du hast Kohle zum aussem Fenster schmeissen.

    LG Sunshine

    Hallo Syrinx,

    Ja, so nimmt die Alkoholkrankheit seinen traurigen Lauf...
    Trotz allem gibt es wohl Menschen, die selbst bei so krassen Vorfällen immer noch keine Krankheitseinsicht haben und sich immer noch keine Hilfe suchen.
    Die können selbst im KRANKENhaus liegen und quatschen noch son dummes Zeug daher wie Dein XY.

    Zitat

    Als ich am Mittwoch bei ihm war, teilte ich ihm mit, dass ich nicht möchte, dass er wieder zu mir in die Wohnung zurück kommt.
    Ich habe ihm eine Adresse von jemandem gegeben, der möblierte Zimmer vermietet. Rechtlich gesehen darf ich das natürlich nicht...
    ich hoffe nun SEHR, dass er so viel Anstand besitzt und darauf eingeht.

    Ich hoffe, Du kannst da konsequent bleiben.
    Und warum darfst Du das rechtlich gesehen nicht?
    Nach allem, was passiert ist?? :shock:
    Da würde ich mich aber nochmal ganz genau informieren, ob das tatsächlich nicht rechtens ist, wenn man sich selbst schützen muss.

    Auf seine Einsicht hoffen?
    Syrinx, nu sach mal ganz im ernst, war er JEAMALS einsichtig??
    Du kannst zwar darauf hoffen, aber damit kannst Du auch prima auf die Nase fallen.
    Ich würde mir in diesem Fall als allererstes einen Anwalt nehmen und mich rechtlich beraten lassen.
    So steht man außerdem nicht so allein da, das kann einem auch nochmal mehr Sicherheit vermitteln.

    Ich kann Dir nur dringend raten, ihn nicht wieder in die Bude zu lassen.
    Hast eh schon genug Ärger mit dem Putzen und evtl. auch renovieren.
    Und der Schock sitzt Dir vermutlich ja auch noch in den Gliedern, auch der muss erstmal verarbeitet werden.
    Aber ich kann Dir sagen, sowas ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange !
    Ich habe gerade die Tage eine schreckliche Geschichte gehört von einem Bekannten, der nasser Alkoholiker ist und einige Entzüge hatte und bis heute nicht einsichtig ist.
    Da ist n versifftes Zimmer aber noch Honigschlecken gegen... das geht noch SEHR viel schlimmer, auch wenn Du Dir das in Deiner Situation gerade überhaupt nicht vorstellen kannst.
    Ich habe ja schon viele gruselige Geschichten gelesen und leider auch im Bekanntenkreis miterleben müssen... aber das hat selbst mich zutiefst ersckreckt, was der Alk mit einem machen kann :(

    Und breche auch gleich mal lieber mit der Schwester den Kontakt ab.
    Du KANNST hier nicht helfen. Und Du musst das ganze auch nicht weiter erleiden.
    Steig besser jetzt endlich komplett aus, mit ALLEN Konsequenzen, auch der, mit der Schwester die Kommunikation einzustellen.
    Außerdem bekommst Du so auch immer wieder mit, was er tut und macht.
    Und kommst nie aus dem Gedankenkarussell wieder raus, wenn da dauernd neue Münzen eingeschmissen werden.
    Dann dreht es sich nämlich immer munter weiter...

    Ich weiß, das meine Worte sehr hart sind.
    Aber ist nicht ein Ende mit Schrecken besser als alles andere?
    Ich schrieb es gerade an anderer Stelle:
    Jeder kann sich zu Tode saufen in diesem Land, das kann einem ja niemand verbieten.
    Aber Angehörige und Partner müssen dabei nicht mitmachen und sich das nicht mit anschauen.
    Denn es hätte auch einen anderen Weg gegeben !
    Und den gibt es ja auch noch...
    Ob er ihn gehen wird, steht allerdings in den Sternen.

    Also, bring Dich in Sicherheit, mit allen Konsequenzen... um Deiner Selbst willen.
    So mein Rat.

    LG Sunshine

    Hallo LeMa.
    Du schreibst:

    Zitat

    Meine Befürchtungen bezüglich der Nachbarn sind wohl nicht ganz unbegründet, eine uns ansonsten völlig unbekannte Verwandte der Nachbarin will heute "mal mit mir reden"

    Na, das ist doch ne gute Gelegenheit, das Schweigen zu brechen.
    Falls Du das Verhalten Deiner Mutter bisher gedeckt hat, ich weiß ja nicht?
    Oftmals tun das jedenfalls die Angehörigen, muss aber nicht zwangsweise so sein.

    Du kannst doch dann ganz offen und ehrlich sagen, das Deine Mutter schwer alkoholkrank ist und somit auch die Symptome dieser Krankheit zeigt.
    Und das sind nun mal Lügen, Baden in Selbstmitleid, andere für das eigene Elend verantwortlich machen, in vielen Fällen kommt auch verbale und manchmal auch körperliche Gewalt dazu... und mehr.

    Und was heißt "damit rumschlagen"?
    Vielleicht wissen oder ahnen die Nachbarn und deren Verwandte längst, das Deine Mutter säuft?
    Vielleicht läuft das Gerspräch völlig anders ab, als wie Du denkst?
    Weiß man ja nich... :wink:

    Eines sollte aber klar sein und auch bleiben !
    Die Sauferei Deiner Mutter ist IHR DING !
    Niemand zwingt sie dazu, zu saufen (außer die Sucht natürlich).
    Du bist da für nichts verantwortlich.
    Und wirst vermutlich auch nicht helfen können, selbst wenn Du wolltest.
    Das funzt einfach nicht.
    Man sagt ja immer, das die einzige Hilfe für nasse Alkoholiker die NICHT-Hilfe ist.
    Und das stimmt sehr wahrscheinlich auch so.
    Nur so wird ein nasser Alkokoliker eventuell noch mal wach, wenn er nämlich irgendwann vor dem großen "Schutthaufen" steht, der er angerichtet hat.

    Nicht für die Mutter lügen, sich nicht die Verantwortung zuschieben lassen für irgendwas (auch nicht von Außenstehenden !!),
    keine Erledigungen für die Mutter machen, die sie aufgrund ihrer Sauferei nicht mehr macht oder machen kann... all dieses ist die NICHT-Hilfe, die evtl. nochmal wachrütteln könnte.
    Verstehst Du, wie ich das meine ?

    Und vor allem musst Du auch auf Dich schauen, das es Dir gut geht !
    Deine Mutter ist nämlich erwachsen und kann und darf sich selbst entscheiden.
    Und wenn sie sich für die Sauferei entscheidet, ist das auch ihr Ding.
    Kann ihr niemand in diesem Land verbieten.
    Nur DU musst da nicht mitmachen !
    Es reicht, wenn der Alk sich eine Person holt... und nicht noch deren Partner oder Angehörigen.

    LG Sunshine

    Hallo liebe LeMa,

    und Herzlich Willkommen hier im Forum.

    Das was da bei Euch passiert, das muss sich kein Mensch gefallen lassen !
    Das mal gleich vorweg.
    Von daher KANN mein Rat ja nur sein, das irgendwie zu beenden.
    Denn ansonsten nimmst Du ja immer weiteren Schaden.
    Ich denke auch nicht, das man sich gegen sowas abgrenzen kann auf Dauer.
    Das hier sagt ja nicht irgendwer zu Dir/Euch, sondern Deine/Eure eigene Mutter!
    Wie soll man sich denn da richtig abgrenzen?

    Und dieses ganze Theater macht doch auch was mit einem, oder?
    Da bleiben doch Sachen hängen... :(

    Du schreibst, die Wohnsituation wäre zeitlich begrenzt.
    Bist Du Dir da ganz sicher?
    Manchmal sagen das nasse Alkies auch nur, tun aber nix entsprechendes.
    Ich kann nur für Dich hoffen, das Deine Mutter echt auszieht.
    So hammerhart sich das auch anhören mag.

    Und bis dahin bleib konsequent und grenze Dich so gut ab wie möglich.
    Du musst nicht dieses fadenscheinige Spiel mitspielen, das auch nur irgendwas am nächsten Tag wieder gut wäre.

    Und Ja, Deine Mutter wird versuchen, Euch alles in die Schuhe zu schieben, was schief läuft, auch ihre Ausraster.
    Dss ist völlig typisch für nasse Alkoholiker.
    Da sind IMMER alle anderen schuld an allem und vor allem auch an der eigenen Misere.
    Ist aber nicht so.
    Jeder in unserem Land hat die Chance auf ein trockenes Leben und bekommt dabei auch Hilfe.
    Deine Mutter hat diese Chance auch.
    Von daher lasse Dir bitte nichts in die Schuhe schieben, was gar nix mit Dir zu tun hat.

    LG Sunshine
    (Alkoholikerin)

    Hallo Pancho, Du schriebst:

    Zitat

    Tiefgreifende negative Erfahrungen sind sicher eine gute Motivation, trocken zu bleiben,
    aber wenn trotz dieser Negativerfahrungen das Umfeld noch intakt ist, dann sehe ich das eher als zusätzliche Stütze.

    Genau so war das bei mir ! :wink:
    Ich war ja nun wirklich körperlich ganz unten, als in in der Intensiv im KH ankam, mehr tot als lebendig... sozusagen.
    Trotzdem habe ich es wohl irgendwie geschafft, nach außen hin meinen hohen Konsum noch einigermaßen zu verbergen, ich war eine recht gut funktionierende Alkoholikerin.
    Auch wenn sich das mit dem "ganz unten sein" irgendwie "beißt", aber es war trotzdem so.
    Ich habe ja meist heimlich getrunken.
    Selbst mein Mann kannte meinen hohen Konsum nicht wirklich, wie sich später herausstellte.

    Somit war also mein Umfeld noch einigermaßen intakt, ich hatte noch meine Familie und auch noch meinen Job und meinen Führerschein.
    Und ich denke, das ist für weibliche Alkoholikerinnen auch gar nicht mal so untypisch, wie ich hier auch immer wieder lese.

    Als ich trocken werden konnte, war mir meine Familie auf jeden Fall eine ganz große Unterstützung.
    Ich wäre nicht für sie trocken geworden und sowas funzt ja auch im Grunde gar nicht.
    Aber als ich es wollte, da war ich verdammt froh, sie noch zu haben.

    So, nun Dir aber auch noch einen Guten Rutsch ins neue Jahr !
    Du bist Deinen Weg bisher so gut und konsequent gegangen, da hoffe ich einfach, das Du auch so positiv weitermachen wirst in 2016 :)

    Zitat

    Ich habe vorhin wieder einen wundervollen Spaziergang durch den Wald bei herrlichem Winterwetter gemacht und dabei ist mir bewusst geworden, dass ich noch vor zwei Monaten zuhause gesessen und absolut keinen Ausweg gesehen habe.
    Und jetzt dieses Gefühl: So viel ist möglich!
    Natürlich können einem Steine in den Weg gelegt werden, aber das bin dann nicht ich!
    Ich hindere mich nicht mehr selbst daran, mein Leben zu gestalten.
    Das ist, sorry, geil. :)

    Kann ich 100% nachvollziehen. :D
    Und dieses Gefühl hat sich bei mir auch nicht nur über die ersten Wochen und Monate der Trockenheit erstreckt, sondern das ist auch bis heute geblieben :)
    Nicht mehr rumzujammern über die Schlechtigkeit der Welt und wie schlecht es insbesondere einem persönlich doch geht.
    Sondern das Leben mit beiden Händen anpacken und das Beste draus machen !
    Und das IST MÖGLICH !

    LG Sunshine

    Hallo Slowly,

    ich habe in den letzten Wochen auch einige Flüchtlinge kennenlernen dürfen in der hiesigen Flüchtlingsunterkunft und auch ihre Geschichten gehört.
    Die meissten haben mich zu Tränen gerührt.
    Meine Einstellung hat sich seitdem grundlegend geändert.
    Wir sehen im TV so oft die Flüchtlingsströme... diese vielen Menschen... und sicher kommen dann Gedanken auf, wo sollen sie bloss alle hin ?... etc.pp.
    Trotzdem darf man einfach nicht vergessen, das hinter jedem Menschen auch ein Einzelschicksal steht!
    Vielleicht sollte man das auch mal mehr in den Vordergrund stellen in den Medien und nicht die für viele furchteinflößenden Flüchtlingsströme mit Menschen "ohne Gesicht" ?

    LG Sunshine

    Will auch nochmal erinnern... heute und morgen ist auch wieder Chat für ALLE !! :D
    Ich freue mich schon drauf und hoffe auch auf weitere Bereicherung aus dem offenen Bereich zum besseren kennenlernen, reden" , Spaß haben
    oder auch einfach nur um zusammen zu sein :)

    LG Sunshine

    HalliHallo,

    Slowly schrieb:

    Zitat

    Ich denke nicht, wie ich hier an anderer Stelle las, dass es ( nach Aussagen eines Therpeuten ) für Menschen mit intaktem Familien- und Lebensumfeld schwieriger ist, auf Dauer trocken zu bleiben.

    Also das ist ja wirklich hanebüchener Quatsch, was manche Therapeuten da so strohdumm daherquasseln... muss ich jetzt echt mal so krass formulieren.
    Und genau so ein Schwachmaten-Gelaber ist auch der Grund, das mich keiner von den Herren und Damen jemals zu Gesicht bekommen wird, solange das nicht die letzte Alternative ist :P

    Ich BIN in ein intaktes Familien-und Lebensumfeld zurückgekehrt und ich war SEHR FROH und DANKBAR darüber, das es überhaupt noch da war!
    Denn mir war sehr wohl bewußt, das nicht alle dieses Glück haben.
    Und ich bin nun bald 15 Jahre trocken.
    Sooo sehr kann mir also mein intaktes Umfeld nicht geschadet haben :roll: und auch sonst muss ich einiges richtig gemacht haben :wink:
    Für mich war es außerdem auch nicht sooo schwer, trocken zu bleiben, ich muss ganz ehrlich sagen, das Rauchen aufzugeben fiel mir schwerer.
    Denn das musste ich allein vom Kopf her steuern.
    Beim Saufen war ich am Ende der Fahnenstange angelangt.
    So "einfach" war das bei mir.
    Tja.

    LG an Dich, Pancho.. und ich hoffe, das wir uns heute und morgen wieder im Chat treffen :)
    Sunshine

    Schade, das sich so wenige aus dem offenen Bereich im Chat blicken lassen :cry:
    Was is n da los?
    Habt ihr Angst, das wir ausser Geschlossenen alle schwer einen anner Waffel haben oder was? :lol:

    Ich hoffe, das ändert sich noch Silvester und Neujahr.
    Der Chat ist nämlich ne klasse Möglichkeit, sich auch nochmal etwas persönlicher auf eine etwas andere Art kennenzulernen.
    Und wir haben es auch oftmals sehr lustig dort :wink:

    LG Sunshine

    Liebe helen,
    auch von mir mein aufrichtiges Beileid zum Tod Deiner Mutter.

    Mache Dir bitte keine Vorwürfe, Du kannst am vergangenen sowieso nichts mehr ändern.
    Und Du hast doch damals so gut gehandelt, wie Du konntest.
    Das tun wir doch im Grunde Alle immer.
    Das man es später evtl. anders gemacht hätte, das ist einfach so.
    Darum war die alte Entscheidung zum dem damaligen Zeitpunkt aber trotzdem nicht falsch.

    Ich weiß, wie es ist, wenn man plötzlich erfährt, das die verbleibende Zeit nur noch kurz sein wird.
    Bei meiner Mutter war es ebenso, ihre Erkrankung hatte allerdings mit Alkohol nichts zu tun.
    Wir bekamen auch mitgeteilt, das meine Mutter austherapiert ist und die Ärzte nichts mehr tun können.
    Das war wie ein Hammerschlag und andererseits fühlte es sich so unwirklich an.
    Ich erinnere die letzten Tage und Stunden, die im Grunde schrecklich für mich waren, so bedrückend und traurig und belastend.
    Ich habe mir nichts davon anmerken lassen gegenüber meiner Mutter, nur die Traurigkeit.
    Sie verstarb dann auch noch im KH, das war vor fast genau 4 Jahren.

    Ich merke jetzt mit der Zeit, wie diese Erinnerungen und Bilder der letzten Tage so langsam verblassen und die schönen Erinnerungen immer mehr überwiegen.
    Und ich habe mir auch für einiges Vorwürfe gemacht. Auch für Dinge, die ich nicht mal hätte ändern können.
    Auch das verblasst so langsam.
    Die Zeit richtet und heilt da einfach einiges... wenn man es zulässt.

    Ihr hattet noch die letzten Wochen, wo ihr Euch wieder annähern konntet und mehr.
    Das ist doch SEHR viel.
    Und das wirst Du auch in einiger Zeit noch mehr wertschätzen können.
    Schau lieber auf diese Zeit, alles andere kannst Du nicht mehr ändern und musst Du auch nicht.
    Ich würde es auch letztendlich als "Happy End" bezeichnen, trotz dem andererseits traurigen Ende.

    Tipps, wie es Dir besser gehen könnte?
    Ich glaube, nach einem Todesfall braucht es erstmal Zeit um überhaupt zu begreifen.
    Und Zeit zum Trauern. Das wird alles noch dauern.
    Mir hat es ansonsten geholfen, wieder am ganz normalen Leben teilzunehmen. Auch wenn es erst schwer fiel.
    Ich habe versucht, nicht zu grübeln und auch nicht, Dinge nochmals auseinanderzudröseln, weil das viel zu schmerzhaft war.
    Dafür war erstmal nicht die Zeit, viel zu früh.
    Das konnte warten, da läuft ja nix weg.
    Und später stellte ich fest, das es gar keinen Sinn mehr macht, weil die Situation eh unabänderlich ist und nichts mehr rückgängig gemacht werden kann.
    Und wie gesagt, die schlimmen Erinnerungen an die letzten Tage heilten mit der Zeit auch immer mehr.

    Mein Tipp wäre also, langsam wieder ins normale Leben zurückzukommen. Und die Zeit ihr Werk tun lassen. Und sich selbst vielleicht was Gutes zu tun? Fiele Dir irgendwas dazu ein?

    LG Sunshine

    Hallo marielou,

    Zitat

    mein Mann hat sich doch tatsächlich einen Termin bei einer Beratungsstelle gemacht und mich gefragt ob ich ihn dorthin begleite .... bin überrascht.

    Es gibt ja solche Fälle, das ein nasser Alkie wirklich wach wird, wenn die Ehe/Beziehung zu scheitern droht am Gesaufe.
    Denn auch ein Trinker merkt recht genau, wann ein Partner ernst macht und wann er nur droht.

    Ich weiß nicht, ob ich da mit zur Beratungsstelle gehen würde.
    Es ist im Grunde SEIN Ding, wenn er trocken werden will und er hat sich dann auch selbst drum zu kümmern.
    Nicht, das er Dich in das Ganze zu sehr mit reinziehen will und Dir am Ende Verantwortung für seine Trockenheit zuschustern will.
    Ich sag mal so, ich würde zum ersten Gespräch mitgehen, wenn er sich nicht allein traut.
    Und ihn dann allein weiter machen lassen.

    Du schreibst, das so viel kaputt gegangen ist.
    Ob das zu reparieren wäre, keine Ahnung... vieles kann man wieder reparieren, aber nur wenn das Beide wirklich wollen.
    Bei meinem Mann und mir ist ja auch einiges zu Bruch gegangen, aber es war reparabel.
    Und es ist auch so, das sich vieles ändert, wenn ein Alkoholiker trocken wird.
    Vielleicht lernst Du dadurch auch einen Mann kennen, den Du so noch gar nicht kanntest?
    Und ob Du den dann liebst... wer weiß ?

    Aber erstmal ist ja noch nix passiert.
    Ich würde mir die Sache erstmal weiterhin ansehen, ob er zur Beratung geht und dann vor allem auch was unternimmt in Richtung Trockenheit.
    Zuallererst stünde dann ein Arztbesuch an und sehr wahrscheinlich auch eine Entgiftung.
    Wenn er da dann schon rumzickt in Sachen "brauche ich alles nicht", dann kannste die ganze Sache eigentlich schon vergessen,

    Manchmal macht man solche Zugeständnisse auch, um die Wogen zu glätten und den Partner zu halten.
    Und sobald der sich wieder beruhigt hat, wird weiter gesoffen.
    Ich habe beispielsweise meinem Mann oft versprochen, weniger zu saufen (beonders nach unangenehmen Vorfällen) konnte das aber nie einhalten
    und habe meisst schon am nächsten Tag wieder gebechert.

    Magst Du ihm denn noch die Chance geben?
    Noch ein paar Wochen abzuwarten, um zu schauen, ob er sich wirklich bewegt in Richtung Trockenheit?
    Gibst DU denn Eurer Ehe noch ein Chance?
    Oder bist Du innerlich schon "weg"?

    LG Sunshine

    Zitat

    Wenn ich das richtig mitbekommen habe, halten ja auch fast alle langjährig Trockenen hier im Forum nichts davon.
    Und das ist auch schon mal ein gutes Argument.

    Nicht nur hier im Forum nicht, sondern ich machte die gleiche Erfahrung auch in einer realen SHG.
    Unsere "Grundbausteine" unterschieden sich eigentlich gar nicht von ihren, sie nannten es nur nicht so :lol:

    Pancho, wir werden dem Alk nicht immer und überall 100% aus dem Weg gehen können.
    Wir müssen ja auch mal wieder einkaufen, tanken und andere normale Dinge verrichten.
    Allein da werden wir ja unsere Droge schon wieder antreffen.
    Aber man muss dem Alk ja auch nicht noch entgegengehen.
    Das ist jedenfalls auch meine Meinung.
    Ich bin die letzten 14 Jahre damit jedenfalls ganz gut gefahren.
    Und die wenigen Gefahr-Situationen, die ich echt nicht vorhersehen konnte, die habe ich auch trocken überstanden.

    LG Sunshine

    Zitat

    aber ich glaube damit ihr mich versteht muss ich etwas weiter ausholen.

    eigentlich hab ich mit Alkohol trinken früh angefangen, es war in alle taten es, ich auch, ....aber das war noch nicht täglich sondern eben ab und zu.....bei beiden Schwangerschaften kein Problem von einen auf den anderen tag nichts zu trinken.

    Mh.
    Ich werde das Gefühl nicht los, das Du denkst, wir sind alle als Hordcore-Säufer zur Welt gekommen.
    Dein Werdegang ist ganz typisch... ich sag nur "Mothers little helper"...
    Du scheinst aber zu denken, bei Dir wäre alles ganz anders.
    Das ist es aber nicht, glaub mir.
    Ich habe hier schon so viele Geschichten gelesen, die Deiner beinahe 1:1 glichen.

    Du musst auch hier vor uns auch nix verharmlosen und runterspielen.
    Wir WISSEN, wie unsere Krankheit ist... auch in dem Stadium, in dem DU Dich befindest. :wink:
    Du bist damit keine Seltenheit.
    Und es ist auch völlig schnuppe, WAS Du säufst.
    Oder meinst Du, Deine Leber unterscheidet zwischen Klaren, Rotwein, Weinbrand, Bier Wein oder was auch immer?

    Zitat


    was bringt es mir wenn ich zum doc gehe und ihn sage ich glaube ich bin alkohlikern ich denke aber das ich nicht körperlich drauf bin denn ich trinke gerade nichts und fühle mich gut, ich denke es ist eine rein seelische abhänigkeit......ich würde es sogar als Gewohnheit bezeichnen, so wie man sich Inder früh die zähne putzt hab ich mir am abend 3 schnaps und ein Bier reingezogen, dann ging ich zur tagesordung über.


    Dann würde gar nix passieren, wenn Du es auch bei Deinem Arzt so verharmlosend erzählst.
    Dann wird er wahrscheinlich sagen "Trinken sie mal weniger oder gar nix" und kann gibts noch n Klaps auffen Hintern und Tschüss.
    Was soll er denn sonst machen?
    Es sei denn, Deine Leberwerte sprechen ne deutliche Spache, was bei dem hohen Konsum ja durchaus möglich ist.
    Aber selbst dann kann er Dir nur helfen, wenn Du auch Hilfe annehmen willst.
    Das weiß doch auch jeder Arzt, kein Arzt der Welt kann einen Menschen trockenlegen, das ist ja nu kein Geheinmis.

    Zitat

    will ich es nicht hilft auch ein Blutbefund der mir sagt in 5 MOnaten bist du tot nichts, garnichts.


    Richtig !
    Mir wurde übrigens nichtmal mehr 5 Monate gegeben, wenn ich weiter gesoffen hätte.
    Ich habe mich im KH FÜR das Leben entschieden.
    Und zwar für ein trockenes.

    Ich habe selbst so viele Jahre alles beschwichtigt, runtergespielt, gelogen und sonstwas... ich wollte es ja selbst nicht wahrhaben, das ich alkoholabhängig geworden bin.
    Bis zu meinem Zusammenbruch im Jahre 2001.
    Wo dann gar nix mehr ging.

    Ich wünsche Dir, das Du vorher aussteigen kannst.

    Ich habe übrigens selbst 2 kleine Enkelkinder, die ich von ganzen Herzen liebe und die ich auch sehr gern aufwachsen sehen möchte.
    Und zwar nüchtern. Die sollen keine versoffene Oma haben, die ihre Sucht auch noch runterspielt etc.
    Das schadet auch Kindern, weil sie dadurch ihren eigenen Empfinden nicht mehr trauen, was dann wieder andere schlimme Folgen hat.
    Tu das Deinem Enkelkind bitte auch nicht an!
    Ich genieße die Zeit mit meinen Enkelkindern sehr und bin unendlich dankbar, das ich nicht mehr saufen muss und das alles nüchtern erleben darf.

    LG Sunshine

    Hallo Oliver,
    ich habe gestern auch noch über Deinen Entzug nachgedacht und kam auf den gleichen Vorschlag wie Linde.
    Wieso nicht ein paar Tage stationär im KH, ehe Du Dich weiter so rumquälst?
    Das ist doch auch nix und das muss ja auch nicht so sein.
    Eine ambulante Entgiftung mag ja gehen in bestimmten Fällen, aber wenn es zu hart wird, sollte man sich auch nicht scheuen, in ein KH zu gehen.

    Weißt Du, bei mir war es so, das sich dort ganz lieb um mich gekümmert wurde von Seiten der Schwestern und Pfleger.
    Ich hatte zwar erst ne hammerharte Entgiftung auf der Intensiv mit den besagten Benzos, aber davon weiß ich kaum noch was.
    Durch dieses Nichtwissen, ob man nun träumt oder gerade wach ist.
    Bei mir hat das auch noch eine ganze Zeit lang ein regelrechtes Trauma hinterlassen.

    Aber danach kam ich auf eine ganz normale Station, bei uns im Stadt-KH gibt es keine gesonderte Entgiftungsstation oder so.
    Ich war dort also als "ganz normaler Patient" und wurde sehr lieb umsorgt, das kann ich einfach nicht anders sagen.
    Am Ende nahm mich sogar noch eine der Schwestern in den Arm und sagte mir: "Wir haben für sie getan, was wir konnten. Machen sie bitte was draus".

    Und diese Angstgefühle/innere Unruhe etc. sind auch nicht so selten.
    Meine Tante hat jahrelang auf einer Entgiftungsstation gearbeitet und hat oft davon erzählt.
    Beispielsweise, das es dort üblich war, das man nachts mit den Patienten im Schwesternzimmer Karten spielte oder sie kamen zum Reden und/oder hatten auch Ängste.
    Das ist also nix ungewöhnliches in dieser Situation.

    Und für mich war der KH-Aufenthalt auch wichtig in Bezug auf "Hilfe annehmen". Dort machte ich nämlich sozusagen die ersten Schritte diebezüglich.

    Wie Du später mit Deiner Angststörung umgehen kannst, wird sich zeigen.
    Meine Erfahrung ist die, das ich auch viele Ängste hatte, als ich noch gesoffen habe.
    Die hatten also eindeutig mit der Sauferei zu tun, denn sie verschwanden alle, als ich trocken werden konnte.
    Dieses Glück haben sicher nicht alle, aber ich denke, das man auch mit Ängsten nüchtern besser umgehen kann.
    Ich denke, der Alk macht da nämlich gar nix besser, sondern nur immer schlimmer.
    Auch wenn man denkt, er hilft und beruhigt...und anfangs funzt das evtl. ja auch.
    Aber irgendwann nicht mehr und das Ganze verdreht sich komplett ins Gegenteil.

    Also, bitte nimm weitere Hilfe an. Quäl Dich bitte nicht weiter so rum.

    LG Sunshine

    Hallo ambrosia,
    Willkommen hier im Forum.

    Nur mal eben so rausgepickt bei Dir... ich habe noch nicht alles gelesen.

    Zitat

    Nur ich kann mich mit niemanden identifizieren, ich habe immer gearbeitet, den haushalt gemacht, meine mutter betreut, fahre auf Urlaub . ich habe mit meinen Mitmenschen keine Probleme, betreue mein Enkelkind...........GESOFFEN WIRD NACHHER.

    Och, da irrst Du Dich aber ganz gewaltig.
    Hier sind einige Alkoholiker, ganz besonders auch Frauen, die noch nicht äußerlich auffällig geworden sind.
    "Funktionierende Alkoholiker" nennt man sowas auch.
    Nimm mal beispielsweise mich:
    Ich hatte einen sehr guten Job, dem ich regelmäßig nachging.
    Keine längeren Ausfallzeiten oder überdurchschnittlich hohe Krankheitstage.
    (bin allerdings morgens in der Gleitzeit immer erst auf den letzten Drücker erschienen).
    Ich war immer sorgfältig gekleidet und geschminkt.
    Ich habe eine Tochter, um die ich mich kümmerte. Ich habe sie nie vernachlässigt, sondern im Gegenteil (das würde sie Dir auch selbst bestätigen, wir haben da schon oft drüber gesprochen)
    Ich hatte außerdem einen Partner, der mich liebt, Haus mit Garten, ein eigenes Auto und alles was das Herz begehrt.
    UND: ICH bin Alkoholikerin und hätte mich beinah totgesoffen.
    Heimlich.
    Zuhause.
    Immer größere Menschen.
    Am Ende am Tag ne Flasche Schnaps.
    Bis kurz vor dem Leberversagen.

    Ich werde jetzt hier das erste Mal etwas schreiben, was ich noch nie jemanden geschrieben habe:
    Sauf doch einfach weiter !

    So wie Du es beschreibst, hast Du doch alles SOOO SUPER im Griff.
    Alles ist klasse, nur die Leber zwickt manchmal ein bisschen.
    Ach komm... da kann man dann doch ein paar klare Schnäpse draufkippen, dann merkt man es nicht so und vergisst es auch wieder.
    (Die Leber vergißt Dir allerdings nix, das nur mal am Rande)

    Also mal los, auf zum Weihnachtsmarkt, rote Mütze auf und hoch die (Tee)Tassen... und naja.. ein GlühWEINCHEN könnte man doch mal, oder?
    Das KANN doch nix schaden.
    Oder halt Schnaps.
    Klaren.
    Weil klar ist ja gut.

    Ich sag es ganz ehrlich, so wird dat nix.
    Es geht Dir noch viel zu gut.
    Und dann hört man nicht auf zu saufen. Fertig.

    LG Sunshine

    Hallo Pancho,
    ich habe es mir gar nicht getraut zu schreiben, weil ich eh von einigen Therapien eh nix halte.
    Das gilt aber sicher nicht für alle Therapien, das möchte ich auch nochmal ganz klar sagen.

    Und ich gehe auch in den meissten Fällen davon aus, das Therapien zumindest nicht schaden.
    Wenn ich dann aber von dieser beabsichtigten Konfrontation mit dem Alk lese, dann stellen sich mir doch die Nackenhaare auf, echt ma jetzt. :roll:
    Ich frage mich, wozu das gut sein soll?
    Kannst Du ja mal erläutern, wenn Du es erfährst.
    Ich sehe darin so gut wie gar keinen Sinn.
    Sollen wir da etwa wieder "gesellschaftstauglich" gemacht werden, oder was soll der Mist?
    Damit wir in der alkoholverseuchten Gesellschaft nicht auffallen?
    Weil wir lernen müssen, auszuhalten, wenn andere in unserer unmittelbaren Nähe Alk saufen oder was soll da Sinn der Sache sein?
    Oder einfach nur mal n Test, ob wir danach Saufdruck schieben, so rein aus Interesse?
    Denn das kann ja durchaus passieren.

    Naja, Du siehst ja schon, ich kenne die Hintergründe nicht für diese Konfrontations-Situation.
    Ich kann Dir aber sagen, das diese Nummer mit mir NICHT gelaufen wäre, das is ma klar.
    Erstmal hätte ich wissen wollen, warum und wieso?
    Denn das hätte mich dann doch mal interessiert.
    Daran teilgenommen hätte ich allerdings auf keinen Fall.
    Ich bin kein Vesuchskarnickel für irgendwelche (für mich fragwürdigen) Therapeuten.
    Hätte das für mich Nachteile bedeutet, oder gar einen Abbruch der Therapiemaßnahme (was ich allerdings nicht denke, ansonsten würde ich echt die Welt nicht mehr verstehen)
    dann wäre mir das auch egal gewesen.
    Ich mache nicht jeden Mist mit, den sich irgendwelche Therapeuten ausdenken, die meine/unsere Krankheit evtl. nur theoretisch aus schlauen Büchern kennen.
    Das ist jedenfalls meine Einstellung und Meinung und die ändert sich auch nicht mehr, schätze ich mal. :wink:

    LG Sunshine