Beiträge von Sunshine_33

    Hallo Kalliopi,

    ich denke, Du hast verstanden, was ich meinte, ich fühle mich jedenfalls nicht mißverstanden :wink:
    Sollte es anders sein, muss das aber auch nicht an Dir liegen, es kann ja ebenso gut daran liegen, das ich mich unklar ausgedrückt habe.

    Ja, ich halte diese Vorstellungen von einer Beziehung auch für sehr gesund.
    Ein Idealzustand sozusagen. :wink:
    Sicher wird es nicht an jedem Tag so sein können, es gibt auch in intakten Beziehungen ja durchaus mal Streit, Ärger, Alltagstress etc.
    Und auch Ungleichgewichte, die sich aus Umständen ergeben, die man gar nicht voraussehen konnte.
    Aber wenn es größtenteils so oder so ähnlich läuft, wie Du es beschreibst, würde ich das schon als durchaus geglückte Beziehung beschreiben. :)

    Zitat

    Was meine Partnerschaft trübt, sind alle paar Wochen die Abende, an denen er betrunken schnarchend auf dem Sofa liegt
    und man nicht mehr mit ihm über ein Problem sprechen kann, weil er es für sich gerade in den Hintergrund gesoffen hat.


    Ja.
    Und wahrscheinlich wird es bei den bisher eher wenigen Abenden nicht bleiben.

    Zitat

    Darüber habe ich lange nachgedacht und bin auch noch nicht ganz fertig mit nachdenken... Winken Wann verbiege ich mich?
    Wie verbiege ich mich? Wie würde ich mich eigentlich gerne verhalten? Diese Fragen muss ich noch für mich beantworten.

    Ich denke, es gibt da sehr unterschiedliches Empfinden, ab wann man sich verbiegt.
    Was der eine als einschränkend oder als persönliches Verbiegen empfindet, ist für jemand anderen noch völlig okay.
    Von daher kannst wirklich nur Du allein wissen, ab wann Du dich zu sehr verbiegst.
    Es gibt aber Anzeichen dafür, ab wann Grenzen überschritten werden.
    Wir haben schon viel zu sehr verlernt, auf unseren Körper zu hören.
    Denn der signalisiert schon recht deutlich, ab wann eine Situation für uns grenzüberschreitend ist und somit nicht mehr okay.
    Der "Rest" (Gefühl und Verstand) merkt es erst etwas später.
    Aber auch von dort kommen normalerweise Signale.
    Ab da, wo Du Dich persönlich unwohl fühlst, ab da stimmt dann auch was nicht mehr.
    So würde ich das erstmal ganz pauschal sagen.

    Zitat

    Vielleicht kriege ich das mit der inneren Abgrenzung
    nicht hin, weil innere Abgrenzung doch gleichbedeutend ist mit Trennung? Vielleicht ist aber die innere Abgrenzung auch ein Prozess, dessen Ende eine Trennung sein könnte?
    Ich weiß nicht.

    "Wissen" tue ich das auch nicht :wink:
    Aber ich denke schon, das es oft so ist, wie Du schreibst.

    Ich sage es mal so:
    Viele CO`s versuchen erstmal, über Abgrenzung dem alkoholkranken Partner deutlich zu machen, das die Sauferei nicht okay ist.
    Es soll wie eine Art "Strafe" für "Fehlverhalten" sein 8)
    Nun ist aber die Alkoholkrankheit kein Fehlverhalten, sondern eben eine KRANKHEIT.
    Von daher bringen solche "Erziehungsmaßnahmen" nur selten was.
    Klar, sie können auch in Einzelfällen den alkoholkranken Partner wachrütteln, aber
    in den meisten Fällen wird erstmal weiter gesoffen.
    So nach dem Motto "ach lass die Alte/den Alten ma labern... die/der beruhigt sich auch wieder"
    Sollte das nicht eintreten und der Partner/oder der CO "nervt" weiterhin rum (oder grenze sich eben ab), backt man erstmal ne Weile kleine Brötchen.
    Was aber nicht heißt, man säuft nicht mehr 8) man versucht dann, das heimlich zu tun, bis sich die Wogen wieder geglättet haben.
    Oder aber man bricht n Streit vom Zaun, um wieder einen "Grund" zum Saufen zu haben.
    Sogar die Abgrenzung selbst beispielswiese könnte dann als Grund herangezogen werden, wieder saufen zu müssen.
    Bekloppt, gelle?

    Ja, oder der Partner/oder CO beginnt wirklich, sich abzugrenzen, weil er sich wieder ein eigenes Leben aufbauen will.
    Der Schritt zur völligen Trennung ist evtl. erstmal noch zu groß ?
    Aber die endgültige Trennung ist dann wohl doch das Hauptziel.
    Alles beginnt erstmal mit dem ersten Schritt.
    Und das wäre eben die Abgrenzung.
    Um so auch erstmal wieder zu sich selbst zu finden.
    Denn mit Abstand vom anderen gelingt das mit Sicherheit sehr viel besser.

    Und während dieser Abgrenzung merken viele auch, das sie im Grunde ja schon sehr lange allein waren.
    Weil der Partner längst in einer anderen Welt lebte, eben in seinem kleinen Suchtkarussell.
    Und dazu hat der Partner normalerweise keinen Zugang, es sei denn, er säuft selbst.
    Aber auch dann leben beide doch irgendwie in verschiedenen Saufwelten, glaube ich. Hm. Gruselig.

    Zitat


    Die vielen Erfahrungsberichte im Co-Bereich gehen nicht spurlos an mir vorbei: Da sind so viele Menschen, die in ihrer verfahrenen Situation auch einfach aufstehen und gehen könnten,
    es aber dann doch nicht tun.
    Vielleicht würde ich mich ganz genauso verhalten und - wie Du sagst - den Hintern nicht mehr hochbekommen und lieber still leiden.
    Ich weiß nicht. Auch darüber muss ich noch nachdenken.

    Ja, denke mal darüber nach.
    Warum jemand(oder DU) lieber still leiden würde, anstatt sein Leben wieder in die eigenen Hände zu nehmen und in eine zufriedenere und glücklichere Richtung zu steuern ?
    Du hörst Dich allerdings schon recht gut sortiert an.
    Und hängst evtl. auch noch nicht ganz so tief drin?

    LG Sunshine

    Hallo Kalliopi,

    Herzlich Willkommen hier im Forum.

    Du schriebst:

    Zitat

    Ich möchte mir gerne so eine innere, eine emotionale Grenze setzen, über die ich das Alkoholproblem meines Freundes nicht an mich heranlasse muss. Da bin ich aber etwas planlos, wie habt Ihr das denn gemacht? Wie sieht sowas konkret im Alltag aus?


    und

    Zitat


    Ich möchte mich emotional davon abgrenzen, einfach sein Problem bei ihm lassen und nicht immer darüber nachdenken müssen. Wie das genau gehen soll - keine Ahnung...

    Mir stellt sich da erstmal die Frage, will ich mich denn überhaupt vom Verhalten meines Partner abgrenzen (müssen) ?
    Was ergibt es für einen Sinn, wenn ich in einer Beziehung lebe, in der ich mich von meinem Partner abgrenzen muß ?? :shock:
    Ich lebe in einer Beziehung, um mit meinem Parter ZUSAMMEN zu leben, und nicht, um mich abzugrenzen.
    Dann hätte ich auch Single bleiben können :wink:

    Ich meine das ganz mal abgesehen davon, das ich auch in einer Beziehung immer ich bleibe und mein Partner bleibt auch er selbst.
    Es gibt in meiner Beziehung durchaus gesunde Abgrenzungen vom anderen, wie sind keine Einheit, sondern jeder ist auch trotzdem noch ein eigenständiges Wesen.
    Aber ich möchte mich nicht vom Verhalten meines Partner abgrenzen müssen, weil mir das sonst nicht gut tut.
    Wenn ich merke, ich komme mit dem Verhalten eines anderen nicht zurecht, dann trenne ich mich und versuche nicht,
    da auf Teufel komm raus doch was hinzubiegen, indem ICH mich komplett verbiege.

    Nun ist Alkoholismus eine Krankheit, Ja.
    Und sie wird hier immer wieder mal mit Krebs oder anderen schrecklichen Krankheiten verglichen, und das man dann den anderen doch auch nicht allein lassen würde.
    Das ist ein sehr hinkender Verlgeich, Suchterkrankungen sind so nicht vergleichbar mit anderen Erkranungen.
    Und ganz wichtig:
    Suchterkrankungen können gestoppt werden !
    Und zwar vom Betroffenen selbst.
    Von welcher schweren anderen Krankheit könnte man schon sowas positives berichten?
    Von daher muss niemand das (verletztende) Verhalten des nassen Alkies so hinnehmen, denn er könnte das ändern.
    Indem er den Hintern hochbekommt, sich Hilfe sucht und ein trockenes Leben beginnt.
    Ich weiß, hört sich jetzt so einfach an, ist es aber nicht so ganz.
    Ich bin selbst trockene Alkoholikerin und habe das alles selbst erlebt.
    Aber es GIBT Wege aus der Sucht !
    Nur muss sie der andere auch gehen wollen.
    Halbherzige Versuche führen hier allerdings nicht zum Ziel, das ist richtig.
    Denn nur nicht mehr trinken reicht nicht, wie Du schon erfahren hast. :wink:

    LG Sunshine

    Hallo Hope,
    wenn Deine Mutter wieder trinken will, kann sie niemand auf der Welt davon abhalten.
    Sie ist selbst dafür verantwortlich.
    Du hast damit nichts zu tun.
    Lasse da also bitte los.

    Denn Du musst Dich jetzt ganz dolle um Dich selbst kümmern.
    Man weiß doch heute, das die Babys auch schon im Mutterleib so viel mitbekommen.
    Wenn die werdende Mama traurig oder gestresst ist, beispielsweise.
    Das tut dem Ungeborenen nicht gut.
    Also sieht bitte zu, das DIR gut tut.
    Was kannst Du heute und morgen tun, was Dich entspannt, was Dir Spaß macht, woran Du Freude hast?
    Du tust das nicht nur für Dich, sondern auch für das Baby.
    Denn wenn es Dir gut geht, geht es auch dem Baby gut.

    Und schau mal, Deine Mutter wüßte ja, wo sie erneut Hilfe bekommen kann.
    Es ist übrigens nicht so, das Rückfälle immer zum Trocken-werden gehören.
    Ich hatte bisher keinen und bin seit über 12 Jahren trocken.
    Rückfälle können dazugehören, müssen aber nicht :wink:

    Zitat

    Sie gibt sich wohl lieber ihrem Schicksal hin. Enttäuschend, aber gut, damit musste ich wohl rechnen.

    Die Alkoholkrankheit ist kein Schicksal, liebe Hope.
    Denn man kann ja ganz gezielt etwas dagegen tun, man kann ja die Krankheit stoppen.
    Nasse Alkoholiker baden sehr gern im Selbstmitleid und so mag es anderen manchmal so erscheinen, als hätten sie ein ganz schweres Schicksal.
    Dabei ist es nur eine typische Begleiterscheinung der Krankheit.

    Du bist enttäuscht ?
    Warum?
    Weil Deine Mutter nicht das tut, was Du für sie für richtig hältst?
    Dann gebe ich Dir den Rat, daran zu arbeiten, denn es wird Dir immer wieder passieren, das Menschen nicht das tun, was Du für gut für sie hältst. :wink:
    Jeder bestimmt sein Leben selbst.

    Liebe Hope, Du sprichst das Organisationstalent und die Unterstützung durch Deine Mutter an, auf die Du nun leider verzichten musst.
    Das ist echt blöd.
    Und natürlich brauchen Hochschwangere auch Unterstützung.
    Die ersten Wochen mit dem Neugeborenen werden ebenfalls sehr anstrengend.
    Meine Tochter sagte oft zu mir, sie wüßte nicht, wie sie es ohne mich hätten schaffen sollen.
    Ihr Mann hat auch geholfen und getan, was er konnte, trotzdem tat ihr meine Hilfe und Unterstützung gut.
    Im Notfall allerdings hätten sie es auch ohne mich geschafft :wink: weil sie gemusst hätten.
    Ich habe aber meine Tochter gern unterstützt bei ihren Kindern (mittlerweile sind es 2 :) ) und wie schön ist es, ein Baby um sich zu haben?
    Es war ja auch eine große Freude für mich selbst. :)
    Deine Mutter nimmt sich gerade selbst das alles.

    Einen kleinen Tipp habe ich noch für Dich... kann aber auch sein, das er gar nix bringt.
    Wenn Du mal wieder mit Deiner Mutter sprichst, dann kannst Du das ja mal ganz deutlich ansprechen.
    Das Du ihre Hilfe sehr gebrauchen könntest und Du kannst sie auch ganz deutlich darauf aufmerksam machen,
    das Du ihr das Kind ja nicht mal für ne Stunde überlassen kannst, weil sie wieder säuft.
    Und das Du nicht möchtest, das die ersten Erinnerungen des Babys an seine Oma sind, wie sehr die nach Alk stinkt.
    Du solltest dabei ganz klare Worte verwenden, aber nicht vorwurfsvoll.
    Kein nettes Drumherumreden, sondern Klartext.

    Ich kenne einen Fall, wo so ein konsequentes Handeln und klare Worte von seiten der Tochte ihre Mutter dazu brachte, was gegen ihre Alkoholkrankheit zu tun.
    Denn der Gedanke, das sie ihr Enkelkind nicht mal bei sich haben dürfte, weil ihre Tochter Angst hat, das dem Kleinem was passiert, hat sie dann doch nochmal extrem wachgerüttelt.
    Es ging hier nicht um Erpressung in Form von "hörst Du nicht mit der Sauferei auf, siehtst Du Dein Enkelkind nicht!" und so war es auch nie gemeint.
    Sie durfte ihr Enkelkind durchaus sehen, aber eben nicht allein bei sich haben.
    Sie hat dann gesehen, was die Scheis*-Sauferei anrichtet und die Konsequenzen auch zu spüren bekommen.
    Und sich wohl überlegt, ob es das wirklich wert ist ?
    Die Antwort war Nein und sie ging zur nächsten SHG, obwohl sie sich entsetztlich schämte, und holte sich dort Hilfe.

    Das ist also etwas, was Du noch versuchen könntest.
    Ob es erfolgreich sein wird, weiß ich allerdings nicht.
    So einige nasse Alkies sind aber schon aufgewacht, weil ihr Handeln echte Konsequenzen hatte.
    Es geht hier nicht darum, sich einem Druck von aussen zu beugen und sozusagen für andere trocken zu werden, sondern darum,
    einfach wirlich zu sehen, was die Sauferei anrichtet und was sie alles gnadenlos zerstört.
    Und dann kann man sich ja überlegen, ob man diesen Mist weiterhin so mitmachen möchte?
    Oder ob man vielleicht doch lieber ein trockenes, wieder schönes, zufriedenes und buntes Leben möchte?

    Wenn es sich also so ergibt, kannst Du das ja nochmal ansprechen.
    Aber knie Dich bitte nicht zu sehr rein, es gibt für Dich jetzt wirklich wichtigeres.
    Du bist in Kürze selbst für ein anderes Leben verantwortlich und darauf musst Du nun Deine ganze Kraft konzentrieren.

    Liebe Grüße
    Sunshine

    Liebe Power,

    ich glaube, Du verstehtst einfach nicht wirklich, das Du keinen anderen Menschen nach Deinen Vorstellungen ändern kannst.
    Auch durch "Warnen" nicht.
    Ebensowenig durch Bitten, Weinen, Schreien, Drohen, nicht-sprechen, auf-den-anderen-einreden, beleidigt sein etc.
    Das gilt im übrigen nicht nur für nasse Alkies, sondern für alle Menschen.
    Jeder kann sich nur ändern, wenn er es selbst wirklich will.
    Und auch dann ist es unendlich schwer, Verhaltensänderungen durchzuführen, das ist einfach so.

    Und ich möchte es auch nochmal betonen:
    DU hast NICHTS mit seiner Alkoholkrankheit zu tun (so er denn Alkoholiker ist).
    Er trinkt nicht wegen Dir, aber er trinkt auch nicht WENIGER wegen Dir !
    Er will Dich damit nicht ärgern, es hat einfach gar nix mit Dir zu tun.

    Ich wollte auch niemanden verletzen, ärgern, oder sonstwas mit meiner Sauferei.
    Es war auch niemand dran schuld oder so, ich habe allerdings auch nie jemand anderen dafür die Schuld in die Schuhe geschoben.
    Weil mir klar war, das niemand anderes was damit zu tun hat.
    Ich war ganz schlicht und ergreifend ABHÄNGIG geworden.
    Ohne das ich mir das so gewünscht hätte.
    Es ist einfach so passiert.
    Erst habe ich Alkmissbrauch betrieben und irgendwann war ich abhängig.
    Und dann habe ich mich wie alle anderen nassen Alkies benommen, ich habe gelogen für meine Droge, sie hat mich aggressiv gemacht oder ich habe in Selbstmitleid gebadet, je nach Verfassung.

    Ich weiss nicht, wie ich es besser erklären kann, vielleicht verstehst Du es ja.
    Und weil DU nichts mit einer Alkoholkrankheit eines anderen zu tun hast, kannst Du auch nix dran ändern.
    Du hast darauf einfach keinen Einfluss.
    So lange Du Dich weigerst, das einzusehen und 100% zu verinnerlichen, solange wirst Du weiter versuchen, da dran rumzudrehen.
    Und Du wirst immer wieder auf Granit beissen. :?

    Und noch ein Tipp:
    Dein XY merkt wahrscheinlich, das Du diesmal evtl. wirklich abspringst und er zieht nun einfach alle Register, seinen CO zu halten.
    Dabei droht man dann oder drückt selbstmitleidbadend auf die Tränendrüse des CO, oder was auch immer am besten zieht.
    Und was am besten zieht, das weiss ein nasser Alkie einfach.
    Denn so doof sind wir selbst in der nassen Birne nicht, das wir nicht wissen, wie man seinen CO am besten wieder zur "Raison" bringt.
    Und oft klappt es auch.
    Das ist purer Egoismus und hat auch mit Liebe nix zu tun.
    Aber wir tun dann halt so und reden von Liebe und hoffen, der andere glaubt es.
    Ich bin mir unsicher, ob ein nasser Alkie überhaupt noch lieben kann.
    Ich tendiere eher dazu, das es nicht mehr möglich ist ab einem gewissen Grad der Abhängigkeit.

    LG Sunshine

    Hm Power, eine Trennung sehe ich hier immer noch nicht.
    Eher, das Du versuchst, Deinen XY mit allen möglichen Mitteln dahinzubekommen, wie Du ihn haben willst.
    Und da wird dann halt auch immer wieder mit Trennung gedroht (bzw. sie auch scheinbar vollzogen).
    Dein XY merkt das natürlich und nimmt das schon lange nicht mehr ernst.
    Er denkt sich eher, ach lass die mal wieder runlabern, die beruhigt sich auch wieder.
    Und wenn nicht, werden halt "Friedensangebote" gemacht, dann geht man halt auch mal "auf Wunsch" (oder mit Trennungsandrohung, wie auch immer man es nennen will) zur Beratungsstelle.
    Das heißt aber noch lange nicht, das derjenige dann auch trocken werden will.
    Denn solange das nicht vom Betroffenen selbst kommt, passiert da einfach GAR NICHTS.
    Wie Du ja auch immer wieder feststellen kannst, bei jeder neuen Runde, die ihr miteinander dreht.

    Ja und wenn es dann wieder nicht hinhaut, wenn wieder der XY nicht tut, was Du willst, bist Du stocksauer.
    Und "trennst" Dich mal wieder.

    Liebe Power, wenn Du eine Trennung wirklich ernst meinen würdest, könnte Dich Dein XY gar nicht mehr erreichen.
    Du hättest ihn längst aus dem Handy gelöscht.
    Du würdest das e-mail für ihn sperren.
    Du würdest keinen Kontakt mehr zulassen.
    Das geht, wenn man das wirklich will.
    Das ist aber nicht das, was DU willst.
    Denn so würdest Du ja komplett die Kontrolle über den XY verlieren und das geht ja schonmal gar nicht für nen aktiven CO :wink:
    Nicht das der saufende Partner evtl. doch noch trocken wird und eine andere "genießt dann die Früchte", auch das darf nicht sein.
    Von daher "muss" man ja zwangsweise schon Kontakt halten, damit einem ja nix entgeht.

    Würdest Du wirklich einen Schlusstrich ziehen wollen, würdest Du weitergehen und Dich nicht mehr umdrehen, egal was er tut und macht.
    Und Du würdest dafür sorgen, das Du davon überhaupt nix mehr mitbekommst.
    Auch das ginge. Ihr wohnt schließlich nicht zusammen und habt keine gemeinsamen Kinder.
    Aber nichts davon geschieht.
    Sondern mal wieder das komplette Gegenteil.
    Alles dreht sich hier weiterhin um IHN, IHN und nochmals IHN !
    Er wird von Dir ohne Ende beobachtet, analysiert, Dein ganzes Denken dreht sich ja nur noch darum, was er tu und was er vor allem nicht tut.
    Von Power dagegen wissen wir kaum was.
    Sie scheint komplett unwichtig zu sein, sogar für sich selbst :cry:

    Kannst Du auch weiterhin so machen.
    Aber dann ändert sich auch nix.
    Und vor allem hört ein Säufer nicht auf zu saufen, weil das irgendjemand anderes so will !!
    Sondern erst, wenn ein gewisser Leidensdruck da ist, man so nicht mehr weiter machen kann und will.
    Erst DANN passiert was.
    Und darauf hast Du Null Einfluss, liebe Power, auch wenn Dich das ohne Ende ärgert.
    Dabei bist Du echt komplett unwichtig und auch völlig machtlos, egal was Du tust oder machst.
    Du kannst mit Tennung drohen oder weitere "Erziehungsmaßnahmen" an ihm ausprobieren.
    Deine Sache.
    Aber Du verschwendest damit nur Deine Zeit und Energien.
    Wann endlich beginnst Du, Deine Zeit und Energien für Dich einzusetzen??
    Denn darum geht es hier.
    Und nicht, was Dein XY wieder macht, gemacht hat oder machen wird.
    Uninteressant !
    Er macht genau das, was er machen will.
    Fertig.
    Mit Dir und auch ohne Dich.

    LG Sunshine

    Ja Pearl, mein Enkelsohn hatte auch mal so einen Hustensaft, er ist 3 Jahre alt :shock:
    Meine Tochter hatte das Kleingedruckte nicht gelesen und ist automatisch davon ausgegangen, das der alkoholfrei ist.
    War er aber nicht.
    Ich schaue bei sowas immer sofort drauf, ob da Alk drin ist, so auch bei dem Hustensaft fürs Enkelchen, das geschieht schon beinah automatisch.
    Meine Tochter hat das Zeug dann kurzerhand gleich weggeschmissen und einen alkoholfreien Hustensaft besorgt, den sie jetzt bei Husten verwenden.

    Dir kann ich nur das Gleiche raten:
    Schmeiss das Zeug weg und besorge einen neuen, und verlange dann bitte ausdrücklich einen alkohlfreien. Auch da gibt es genug Auswahl.

    Was die Pharmaindustrie sich dabei denkt, ist mir auch rätselhaft, aber ich muss nicht alles verstehen, und ich bin auch nicht die Retterin der Welt :wink:
    Wichtig ist für mich nur, das ich so ein Zeug nicht nehme.
    Und andere Menschen kann ich darauf aufmerksam machen, das sie sowas halt nicht kaufen.

    Ich würde Dir sowieso dringend raten, auf jede Zutatenliste zu schauen, besonders bei Fertigprodukten.
    In vielen Süßigkeiten ist beispielsweise auch Alkohol enthalten.
    Und ich meine damit nicht Weinbrandbohnen und die bekannten Herzkirschen in Schnaps.
    Also immer drauf schauen.

    Liebe Grüße
    Sunshine

    Hallo Hanni,

    ich lese bei den CO`s oft, das der saufende XY ja sooo toll ist und den CO auf Händen trägt, wenn er grade mal nicht säuft.
    Okay, von mir aus, ich habe den Eindruck, das CO`s ihre Beziehungen oftmals sehr romantisch verklären und dann gar nicht mehr sehen, was wirklich abgeht.
    Ich für meinen Teil möchte gar niemanden, der mich "auf Händen trägt", sondern einen verlässlichen Partner, der nicht heute so und morgen so ist.
    Den einen Tag trägt er mich auf Händen und den nächsten beschimpft er mich im tiefsten Gossen-Jargon?
    Wie soll ich da wissen, woran ich wirklich bin?
    Ich würde in diesem Fall sogar davon ausgehen, das er so schlecht über mich denkt, wie es im Suff herausbricht und die andere Zeit nur lieb und nett ist, damit ich nicht mit fliehenden Fahnen wegrenne.
    Mit Liebe hat das alles doch aber rein gar nix zu tun.
    Weder das auf Händen tragen noch die schlimmen, sehr verletzenden Beleidigungen.

    Hanni, es ist auch nicht so, das jeder Alkie sich derart schlimm benimmt.
    Der Alk bringt nur eher die schlimmsten inneren Eigenschaften verstärkt zum Vorschein.
    Das bedeutet, das ein aggressiver Alkoholiker kaum zum Schäfchen wird, nur weil er nicht mehr säuft.
    Bei mir war es so, das ich schon unter Alk sehr viel aggressiver war, aber es gab auch noch Grenzen.
    Ich konnte dann mit Worten auch verletzend werden, aber ich glaube, wirklich schlimme Schimpfworte habe ich nie benutzt.
    Ich bin auch nicht körperlich aggressiv geworden.
    Denn das alles liegt gar nicht in meiner Natur, ich hasse Gewalt und Machtspiele.

    Ich glaube also nicht daran, das Dein Mann durch alleinigen Verzicht auf seine Droge wieder "lieb" wird, das war er evtl. nie.
    Mir sagte mal ein trockener Alkie, ein wirkliches Arsc*loch bleibt auch trocken ein Arsc*loch. Öööhm ja, ich muss sagen, ich muss da die gleiche Feststellung treffen :?
    Leider traf es auf denjenigen auch selbst zu...hm... :wink:
    Egal, is ne andere Geschichte :wink:

    Hanni, Du kannst Deinem evtl. alkoholkranken Mann so viele Chancen geben, wie Du willst.
    Es ist ja Dein Leben.
    Andererseits.... nicht nur.... denn die Kinder können diesbezüglich keine Entscheidungen treffen.
    Sie sind völlig von Dir abhängig, auf Dich angewiesen.
    Wenn Du mal im EKA-Bereich lesen würdest, würdest Du aber sehr schnell Threads finden, wo die erwachsenen Kinder von Alkoholikern
    davon schreiben, wie sehr sie sich als Kinder wünschten, das der andere Elternteil sich endlich trennt.
    Dann hätten sie in Ruhe aufwachsen können und vielleicht könnten dann sogar noch einige Wunden, die bereits entstanden sind, noch heilen.
    Setzt man sie aber immer weiter einem alkoholkranken Menschen aus,
    dann entstehen wirklich bleibende Schäden, die die Kinder lebenslang mit sich rumschleppen müssen.
    Und Du lebst ihnen auch CO-Abhängigkeit vor!
    Die Eltern sind Kindern IMMER das erste Vorbild, weil sie noch gar keine anderen haben.
    So lernen sie, das man unerträgliche Situationen aushalten muss!
    Das man in gewissen Situationen hilflos ist (obwohl man das eben NICHT ist!)
    Das Mama den Mund hält, still hält, obwohl was komplett schief läuft!
    Denn DAS WAS schief läuft, das merken Kinder so sicher wie das Amen in der Kirche !

    Und schau mal, die Nummer mit "habt ihr den Papa lieb?" ist auch so ein völlig verqueres Ding.
    Man fragt sowas Kinder einfach nicht, weil man sie nicht in so eine Situation bringen sollte, wo sie evtl. auch noch sagen sollen, wen sie lieber haben.
    Es versteht sich von selbst, sowas zu unterlassen. Weiß im Grunde auch jedes Elternteil.
    Oder das hier:

    Zitat

    Am 24. versuchte er die Kinder gegen mich aufzubringen, indem er zu ihnen sagte:"der Papa ist weg, mich seht ihr nie wieder, die Mama ist schuld!" Woraufhin der grosse natürlich zu weinen begann.


    Das ist ein ganz böses Ding, derart mit den Verlassensängsten eines Kindes zu spielen !
    Denn die haben Kinder nun mal.
    Sowas darf man niemals tun, denn Kinder behalten davon Schäden.
    Werden Verlassensängte so geschürt, können sie nie überwunden werden.
    Das später erwachsene Kind wird so evtl. nie wirkliches Vertrauen zu einer anderen Person fassen können, was aber die Voraussetzung für eine eigene glückliche Beziehung wäre.

    Und schau Hanni, es sind noch viel schlimmere Dinge bei Euch passiert!
    Woraus die Kinder noch viel schwerere Schäden davon tragen werden.
    Kannst Du wirklich verantworten, so weiter zu machen??
    Und es ist auch so, die betroffenen Kinder werden, wenn sie noch Restkraft haben, sich aus diesen kranken Verstrickungen lösen wollen.
    Einfach, um selbst irgendwie zu überleben.
    Es kann dann gut sein, das sie sich auch von Dir komplett lossagen, weil Du sie nicht geschützt hast.
    Dann erstreckt sich ihre Wut, Trauer und ihr Zorn über die zugefügten Verletzungen auch auf Dich.

    Zitat

    Und diese eine, letzte Chance, mit Therapie, möchte ich ihm noch geben. Wie gesagt, seit 24. trinkt er wirklich keinen Tropfen. Das lasst mich zumindest ein bisschen auf Besserung hoffen.


    Weißt Du, wann es einen winzigen Hoffnungsschimmer gegeben hätte?
    Wenn er spätestens SOFORT im neuen Jahr VON SICH AUS !!!! zu einem Arzt gegangen wäre.
    Wenn er dort um Hilfe (sprich, erstmal ne professionelle Entgiftung mit evtl. anschließender Thera) gebeten hätte und sie auch angenommen hätte.
    Dann könnte er heute evtl. schon in Entgiftung sein.
    Denn er kommt allein nicht aus der Suchspirale raus.
    Ich glaube an sowas nicht, denn ich kenne mittlerweile wirklich viele trockene Alkoholiker und keiner von denen hat das allein geschafft.
    Die Alkoholkrankheit zu stoppen muss dann zur absoluten Prio 1 werden !
    Das ist kein Spaziergang und erfordert Mut, Kraft und vor allem auch Hilfe von Außenstehenden.
    Diejenigen, die am wenigsten helfen können, sind im Grunde die Angehörigen, auch wenn ein CO es hasst, sowas zu lesen.
    Denn der ist bei sowas eher störend als hilfreich, is einfach so.
    Schau also, was er VON SICH AUS tut, alles andere taugt nix.
    Ihr braucht nicht für ihn zum Arzut zu rennen und Termine machen und irgendwas abklären wollen.
    Dafür ist er GANZ ALLEIN verantwortlich, seinen Hintern da hinzuschleppen.
    Wird er da nicht von sich aus jetzt aktiv, dann sind alle Worte nur Schall und Rauch.
    Labern kann man viel, wenn der Tag lang ist.
    Glaub mir, auch damit habe ich Erfahrung und ich habe auch meinen Mann damit in Schach gehalten. Klappte beinah immer und der war nicht mal CO.

    Unternimmt er also nix in Sachen "Hilfe-suchen", liebe Hanni, dann gehe mal davon aus, das ihr in naher Zukunft wieder vor dem gleichen Mist steht.
    Er brüllt Dich mit schlimmsten Worten, die man nicht mal denkt, an !
    Und die Kinder bekommen weiterhin sowas mit.
    Er spielt sich als Macho auf mit weiteren Bevormundungen.... Alter... wenn ein Mann jemals sowas mit mir machen würde...ich würde echt abticken.
    Ginge mit mir gar nicht, ich würde dem SOFORT die Koffer vor die Tür stellen, der wüßte nicht mal, wie ihm geschieht, so schnell geht sowas.
    Du bist KEIN KIND und er hat Dich auch nicht als solches zu behandeln!!
    Hat er Angst vor einer erwachsenen Partnerin, oder was??
    Das bei so einem Gebaren auch sonst nix mehr zwischen Euch läuft, ist ja wohl kein Wunder, gelle?

    Also Hanni, mein Tipp:
    Setz Dir nicht selbst wieder die rosa Brille auf, nur weil das Da-durch-schauen bequemer für Dich ist.
    Schau lieber auf das, was wirklich abläuft.
    Und so wie ich das lese, ist das eine ganz schmutzig-graue Realität.
    Und der Rest ist nur noch Makulatur, damit andere nix merken.
    Aber verlass Dich drauf, die wissen eh schon lange, was wirklich los ist
    :wink:
    Sie trauen sich nur oftmals nix zu sagen, weil sie mit dem allen nix zu tun haben wollen.
    Dann ist Wegschauen einfacher, aber wissen tun sie es doch längst.

    Liebe Grüße und viel Kraft wünsche ich Dir !
    Sunshine

    Hallo Hanni,
    mir erging es wie Linde, ich mußte auch die ganze Zeit an Eure Kinder denken.
    Sowas geht niemals an Kindern vorbei. Hoffentlich sind sie nicht schon sehr traumatisiert.
    Kinder bekommen fast alles mit, da muß gar nicht laut geschrien werden und mit Sesseln und Gläsern geworfen werden.
    Das macht sie Sache nur noch tausendmal schlimmer.

    Hanni, Ihr tut ihnen mit dem, was da abgeht, das schlimmste an, was Eltern ihren Kindern antun können. :cry:
    Ich spreche Dich da auch mit an, denn Du hättest die Möglichkeiten, die Kinder da rauszuholen und dann vielleicht vieles wieder gutzumachen.
    Bitte handele und mache da nicht weiter mit.
    Nicht "nur" um der Kinder wegen, auch deinetwegen.
    Du/ihr geht da komplett dran kaputt.
    Dein versoffener Mann kann kein verantwortungsvoller Vater/Partner mehr sein aufgrund seiner Sauferei.
    Die gesamte Verantwortung für die Kinder trägst Du nun leider allein, egal wie Du es drehst und wendest.

    Ich sag Dir mal was:
    Euer "großes Leben" ist ein "große Privathölle" ! Mehr nicht.
    Ich leide bereits sehr beim alleinigen Mitlesen mit Dir/Euch, wie geht es dann erst Euch, die ihr tatsächlich in dieser Misere seid ?
    Was ist denn alles materielle wert, wenn dabei 3 Menschen drauf gehen??
    Ihr werdet doch alle krank, wenn ihr da bleibt. :cry:
    Da erledigt sich nix mehr von allein.

    Wie viel der Alk bei Deinem saufenden Mann schon angerichtet hat und was da grundsätzlich kranke Persönlichkeit ist, weiß ich nicht.
    Das weiß nicht mal ein Arzt, dazu müßte Dein saufender Mann erstmal das Saufen aufhören und Monate oder Jahre trocken sein.
    Aber selbst das macht aus einer kranken Persönlichkeit nicht automatisch einen psychisch gesunden Menschen.
    Persönlichkeitsstörungen entstehen doch zumeist in der frühen Kindheit. Da hilft dann auch kein Trockenwerden mehr, wenn das so tiefsitzend ist.
    Da helfen nur gezielte Therapien und dazu müßte dann Dein saufender Mann auch bereit sein... das ganz wirklich zutiefst wollen.
    Und selbst dann ist das unglaublich schwer.
    Man kann nicht alles mehr heilen, was in der Kindheit geschah.

    Aber Du hast es nicht verdient, das alles ausbaden zu müssen.
    Das geht so nicht.
    Du schreibst, Du bist am Ende Deiner Kräfte, das glaube ich.
    Was sonst?
    Sowas übersteht niemand, ohne komplett alle Akkus zu entleeren.
    Und nicht nur das, sowas übersteht man auch nicht und bleibt dabei gesund.
    Das alles hinterlässt doch bleibende Schäden, bitte betreibe nun endlich Schadensbegrenzung.
    Schei** auf das Haus, Möbel, all diese materiellen Werte, die ÜBERHAUPT NICHTS WERT sind, wenn darin keine glücklichen Menschen wohnen können.
    Ihr seid allemale besser dran, wenn Deine Kinder eine Mama haben, die sie schützt.
    Denn sie können es doch noch nicht.
    Sie haben nur noch Dich, auf die sie sich verlassen können !

    Und Du lasse Dich bitte nicht weiter so schlimm beschimpfen, das hinterlässt furchbar gruselige Stellen an Deiner Seele.
    Bring Dich bitte auch endlich selbst in Sicherheit !
    Und lasse Dir bloß nicht einreden, das DU an allem schuld bist.
    Denn das ist nicht so.

    Bitte werde nun aktiv, suche Dir Hilfe und nimm sie vor allem auch an !

    Und was mit Deinem saufenden Mann ist, das steht auf einem ganz anderen Blatt.
    Wenn er irgendwas ernst meint von seinen Versprechungen, dann kann er das ja beweisen.
    Er kann auch ohne Dich trocken werden, Du hättest da eh keinen Einfluss drauf.
    Ein Angehöriger kann niemals einen nassen Alkoholkranken vom Saufen abhalten oder ihn gar heilen.
    Mal davon abgesehen, das Alkoholismus ja eh nicht heilbar ist.
    Wenn er trocken werden will, dann kann er das doch werden !
    Damit hast Du aber nix zu tun.
    Dafür ist ER ganz allein verantwortlich.

    Weißt Du Hanni, nach so einem furchtbaren Weihnachtsfest verspricht ein nasser Alkie viel.
    Weil er selbst weiß, was er angerichtet hat.
    Alles kann man nicht komplett ausblenden, denke ich.
    Von daher macht man dann erstmal Versprechungen, damit der Partner die Füße still hält.
    Und bei nächster Gelegenheit wird doch weiter gesoffen und das ganze kranke Drama beginnt von vorn...
    Und solange DU nichts dagegen tust, ändert sich auch nix.
    Ich habe mir sooo oft vorgenommen, nix mehr zu saufen, habe das aber nicht einhalten können.
    Weil ich längst abhängig war.
    Ich brauchte dringend Hilfe, niemals wäre ich da allein wieder raus gekommen.
    Und ich kenne auch niemanden, der das allein schaffte.
    Außerdem kann ein kalter Entzug tödlich enden.
    Hier muss professionelle Hilfe ran und sonst gar nix.
    Und wahrscheinlich auch nicht nur den Alk betreffend, gelle?

    Das alles kann er angehen, wenn er es denn wirklich ernst meinst.
    Mein Bauchgefühl sagt mir aber, das er im Moment nur ein schlechtes Gewissen hat und weitersaufen wird.
    Denn er hat bisher keinerlei wirklich negative Konsequenzen zu spüren bekommen.
    Du hast doch immer prima funktioniert.
    Warum also was ändern wollen?
    Als nasser Alkie denkt man eher "ach, der/die CO beruhigt sich schon wieder...bis dahin back ich kleine Brötchen...und dann schaun wir mal.
    Ja klar, dann schauen wir mal, wo und wann man endlich wieder saufen kann, weil man doch nun soooo lange brav war. :roll:
    Und alles beginnt von vorn....

    Willst Du wirklich Dein Leben derart wegschmeissen?? :cry:

    LG Sunshine
    (Alkoholikerin)

    Hm, also Renates Worten kann ich mich gerade nicht so ganz anschließen.
    Die Familie kann eine große Unterstützung sein, jedenfalls habe ich persönlich das so erfahren.
    Das Auszehrende ist doch das andauernde Rumzerren am Alkoholkranken, denke ich.
    Hasenöhrchens Mutter ist aber in dieser Situation mit der Entgiftung doch das erste Mal, wenn ich richtig gelesen habe?
    Oder habe ich was überlesen?
    Dann darf man doch als Tochter auch Hilfe anbieten, oder nicht?
    Die absolute Hilfeverweigerung von Angehörigen finde ich irgendwie auch nicht richtig, sorry.
    Denn ein nasser Alkoholiker braucht nun mal Hilfe !
    Es darf nur nicht dazu führen, das man dabei selbst komplett ausbrennt.
    Das ist doch das Problem.
    Und das sich eben auch Fachleute um den Betroffenen kümmern, das ist natürlich auch sehr wichtig.

    Ich denke, die Feststellung, das die Mutter alkoholkrank ist, ist schon erstmal ein Schock.
    Und vieles ist damit anders.
    Damit muss man ja auch erstmal klar kommen.
    Und auch mit der Hilflosigkeit, das man evtl. gar nix tun kann.

    Es ist auch so, das es wirklich solche Fälle gibt, wo weder dem Betroffenen noch den Angehörigen wirklich klar ist, das eine Alkoholkrankheit vorliegt.
    Besonders Frauen sind ja wahre Künstlerinnen im "heimlich saufen".
    Da wurde dann "schon immer" Schnaps in die Brause gekippt, wenn Besuch da war. Und auch sonst allein immer öfters.
    Es ist zu einer Gewohnheit geworden, man hat sich langsam in die Abhängigkeit reingesoffen.... sicher leidet der Körper schon, aber es kommt noch nicht zum kompletten Systemausfall.
    Und plötzlich findet sich die betroffene Person in der Notaufnahme im KH wieder, weil halbangesoffen gestürzt oder ähnliches und plötzlich liegen dann auch die anderen unangenehmen Karten da offen auf dem Tisch.
    Und dann ist auch noch von einer Thera die Rede oder von einer SHG etc.
    Also der normale Tageszustand ist sowas wohl eher nicht.

    Also mein Rat wäre wirklich, nochmal in Ruhe mit der Mutter zu reden, einen begleitenden Besuch bei besagter Ärztin anbieten, damit ist man ja nu nich gleich zutiefst CO, oder wat?
    Außerdem ist nun wirklich nicht jeder Angehörige gleich CO.
    Das bitte ich auch mal zu bedenken.

    LG Sunshine

    Ja, versuche das doch bitte, Hasenöhrchen.
    Ich hatte nach meiner Entgiftung auch eine tolle Hausärztin, die zugleich auch Internistin ist.
    Sie ist auch immer noch meine Hausärztin.
    Sie spricht auch sehr offen kein medizinisches Kauderwelsch, man weiß also genau, was sie meint.
    Sie ist auch mit Suchterkrankungen sehr vertraut, ist ja auch nicht erstaunlich bei einer Internistin.
    Denn dort landen ja oftmals alkoholkranke Menschen, weil die Organe nicht mehr das tun, was sie sollen aufgrund der Krankheit.

    Ich persönlich halte es für sehr wichtig, einen guten Arzt an seiner Seite zu haben.
    Für mich war das sicher sogar überlebenswichtig.
    Und auch die Offenheit meiner Ärztin tat mir gut.
    Denn bei so einer lebensgefährlichen Krankheit wie der unseren halte ich klare Worte für sehr wichtig.
    Da nützt meiner Meinung nach kein Rumgesäusel mehr oder Bauchpinseleien, sondern Fakten und klare Worte.
    Das alles aber ohne Vorwürfe, denn auch die bringen nix, sondern können nur wieder ins alte Desaster führen.
    Sachlichkeit, Ehrlichkeit aber auch Freundlichkeit und vor allem Menschlichkteit halte ich für wichtig.
    Ist aber nur meine bescheidene Meinung :wink:

    Liebe Grüße
    Sunshine

    Hallo Tautröpfchen und Herzlich Willkommen hier im Forum.
    Habe mal bei Dir quer gelesen und mir sträuben sich dabei leicht die Nackenhaare, is einfach so.

    Ich habe mal einige Passagen herausgepicktt, auf die ich mich mal konzentrieren möchte:

    Zitat


    Kann man sie tragen?...Wie viel davon kann man tragen?...Mit wieviel kann man umgehen? Oder mit vieviel kann man lernen umzugehen?...

    Solltest Du Dich nicht besser fragen, WARUM Du denn so eine Last tragen willst??
    Dann kommst Du wahrscheinlich eher auf die Knackpunkte, und die liegen dann in Dir und nicht bei einem anderen Menschen.
    Ist natürlich nicht so lustig, da mal hinzuschauen, könnte unangenehm werden. :wink:

    Zitat

    Es ist bei mir tatsächlich so, dass ich mit der Gesamten Situation, wie ich selbst MEIN Leben leben kann( innerhalb einer Beziehung)....soweit zufrieden bin, dass ich sagen kann ...soviel Freiraum hatte ich noch nie.mich selbst zu verwirklichen.Mein zu Hause ist mein "Traumschloss"..mit dem dazugehörigen....Schnickschnack.

    Na dann... ist doch alles Super. Wo is das Problem??
    Bis auf die mickrigen 20%, die nicht "so gut laufen".
    Ach schau, das kann man doch noch untern Teppich kehren, jeder Mensch hat Probleme und Schwächen und blabla.... so kann man sich das immer noch schön reden. :roll:
    Und darin scheinst Du eine Meisterin zu sein, so scheints mir zumindest, sorry.
    Mal ganz abgesehen davon, das die Alkoholkrankheit eine Krankheit ist und keine Willensschwäche oder dergleichen.
    Sie ist ungestoppt unglaublich zerstörerisch und zerstört eben auch die Angehörigen oft gleich mit.
    Es sei denn, sie kriegen den Hintern hoch und handeln für sich selbst, um sich da raus zu retten.
    Das ist aber unbequem, macht Angst (auch vorm Alleinsein?) also vermeidet man das ostmals so lange man noch irgendwie kann.
    Bis es eben nicht mehr geht.
    Bis alle Akkus leer sind, die ersten körperlichen oder psychischen Ausfälle daherkommen, je nachdem.
    Denn unbeschadet geht sowas auf keinen Fall an einem vorbei.

    Du relativierst hier ein Verhalten, was unangemessen, verletztend und auch aggressiv Dir gegenüber war.
    Typisch CO.... sach ich nur, sorry.
    Du deckst ihn, Du entschuldigst ihn, Du sprichst für ihn... also die ganze Co-Nummer und danach kommt dann wieder, ach er ist doch so ein guter und lieber Mensch, und vielleicht war ich auch selbst schuld und das ganze blabla...
    All das habe ich hier schon viele hundert Mal gelesen, es ist im Grunde immer das Gleiche.

    Zitat

    Ich habe tatsächlich auch darüber gelesen, dass es Menschen gibt, die Situationen, wie meine meistern.

    Und zu welchem Preis??
    Ich kenne auch solche Frauen.
    Und wenn ich genau hinsehe, sehe ich dann verhärmte, vorzeitig aus Kummer gealterte Frauen (und das ist nur das "äußere", was ich sehe, innendrin sieht es ja noch viel gruseliger aus :( ), die nur nicht den Arsch in der Hose hatten, dem ganzen Trauerspiel ein Ende zu setzten.
    Aus Angst vor allem möglichen.
    Ich sehe da ganz deutlich eine ältere mir bekannte Dame vor Augen, die sich nicht von ihren saufenden Partner trennte.
    Die sah mit 55 aus wie Anfang 70. Klasse, gell?
    Klar gibt es auch sowas, aber zu welchen Preis, frage ich dann!
    Das sind doch weggeschmissene Leben. :(
    Dabei hätte man auch ein schönes ohne nen versoffenen Alkie an seiner Seite haben können.

    Zitat

    Mein Partner weiß ja sogar, wie schwer ich es habe, und dass ich dass nicht " für immer" so " halten" kann.

    Ja na und?
    Meinst Du, das interessiert einen wirklich, wenn man anner Pulle hängt?
    Dann interessiert einen erstmal die NÄCHSTE PULLE und sonst gar nix. Und danach, wie man über die Tage kommt, und dabei ist die wichtigste Sorge, das genug Alk da ist.
    Der Rest ist erstmal komplett uninteressant.
    Somit auch Du, auch wenn Du das nicht gern hören magst.
    Ein Partner interessiert da wenig und man verhält sich auch nicht mehr partnerschaftlich, denn das gibt die Krankheit Alkoholismus einfach nicht her.
    Einen CO kann man aber ganz gut gebrauchen, den lässt man nicht so gern gehen.
    Wird es aber nötig, weil er zu aufsässig wird, dann wir auch ein CO schneller abgeschossen, als er gucken kann.
    Denn Du findest an jeder Strassenecke nen neuen Co, glaubs mir.
    Da brauchst Du nicht mal lange nach zu suchen, denn ein waschechter CO drückt ja schon von sich auf die vermeintlich wervolle Hilfe auf, da muss man also nur noch zugreifen und gut is.

    Wie auch immer Tautröpfchen... wenn ich Dich lese, dann denke ich, das Du noch lange in dieser Situation aushalten wirst.
    Das geht allerdings nicht spurlos an Dir vorbei, das verspreche ich Dir schon mal.
    Aber ist Dein Leben, das kannst Du so leben, wie Du gern möchtest.
    Wenn Du es gern weiter so rosarot bepinseln willst, um damit all den Dreck zu übertünchen,
    dann schieb gern weiter Deine Argumente vor, damit Du nicht handeln musst.

    Das hier ist übrigens eine SHG, was bedeutet, das man hier lernen kann, sich selbst zu helfen.
    Das hier ist keine Unterhaltungsplattform, was der versoffene XY nun schon wieder angestellt hat usw.
    Und es interessiert auch niemanden wirklich hier.
    Du hast Dich hier schließlich angemeldet und um Hilfe gebeten und nicht Dein versoffener XY.
    Hilfe kannst Du hier sicher finden, um DEINEN Weg zu finden.
    Und es wird auch Antworten geben, die weh tun und an denen die rosa Fassade zu bröckeln beginnt.
    Aber handeln kannst nur Du allein, Tautröpfchen.
    Um Dir damit selbst zu helfen. Das kann niemand anderes für Dich tun.
    Du kannst aber auch noch Jahre ausharren, die Rechnung dafür kommt aber so sicher wie das Amen in der Kirche.
    Deine Entscheidung.

    Ich würde abschließend noch gerne wissen, was für Hilfe Du Dir hier erhoffst?
    Und inwiefern Du bereit bist, für Dich selbst zu handeln?
    Ohne dauernd auf den XY zu starren.
    Oder möchtest Du nur Schutt abladen, um dann erstmal wieder so weiter machen zu können?

    Liebe Grüße und alles Gute
    Sunshine
    (Alkoholikerin)

    Hallo Hasenöhrchen
    und Willkommen hier im Forum.

    Hm, bist Du sicher, das die Ärzte Deine Mutter "einfach so" entlassen haben, ohne mit ihr über das Alkoholproblem zu sprechen?
    Warst Du dabei?
    Ich frag das jetzt einfach mal so, denn es könnte auch sein, das sie sehr wohl darauf angesprochen wurde, aber grundsätzlich nichts ändern will, sprich, gar nicht trocken werden will.
    Dann sagt man natürlich auch gern, das einem keine Möglichkeiten zum Trockenwerden genannt wurden.

    Bei mir war es so, das ich mich tatsächlich beinah "kaputtgesoffen" hätte, bei mir mußte es also tatsächlich erst soweit kommen.
    Aber das ist nicht immer so, manch einer erkennt auch vorher, was los ist und handelt.
    Ja, und auch ich wurde nach einer hammerharten Entgiftung entlassen, ohne das ich in eine weiterführende Maßnahme gleich im Anschluß kam. (Therapie, SHG).
    Das lag aber an mir.
    Denn mit mir wurde sehr wohl ganz offen über meinen Zustand gesprochen und auch, wo ich gleich im Anschluß eine Thera machen könnte.
    Ich wollte da aber keinesfalls hin, ich wollte einfach erstmal nach Hause und neue Kraft schöpfen, ich mußte nach der Entgiftung auch erstmal neu laufen und Essen lernen.
    Ich wußte allerdings damals nicht um die hohe Rückfallquote, ansonsten wäre meine Entscheidung evtl. anders ausgefallen.

    Von daher bin ich immer etwas unsicher, wenn jemand hier schreibt, das keine weitere Hilfe angeboten wurde, denn manchmal stimmt das einfach nicht 8)
    Es wurde nur manchmal nicht so den Angehörigen kommuniziert, um selbst nix ändern zu müssen... in der Hoffnung, allein wieder aus der Nummer raus zu kommen.
    Ich will aber auch nix unterstellen. Es soll nur ein Hinweis sein.

    Kannst Du denn Deine Mutter nochmal ruhig darauf ansprechen, ob sie gern weitere Hilfe möchte?
    Trocken legen kannst Du sie nicht, das weist Du ja schon.
    Und gegen ihren Willen wird das auch niemand anderen gelingen.
    Wenn sie aber Hilfe möchte, dann darfst Du sie auch gern anfangs dabei unterstützen, entsprechend Deinen persönlichen Kräften.
    Ich hatte jedenfalls ganz starke Unterstützung von meiner Familie her und mir hat das sehr geholfen.
    Aber ich wollte auch nichts mehr, als NIE WIEDER trinken zu müssen.
    Die größte Initiative dazu ging von daher von mir selbst aus.
    Aber auch die familiäre Unterstützung tat mir sehr gut.

    Wie weitere Wege aussehen können, wurde Dir hier schon genannt.
    Das brauche ich von daher nicht zu wiederholen.
    Magst Du darauf Deine Mum in den nächsten Tagen mal ansprechen?
    Denn ich kenne niemanden, der allein aus der Alkoholsucht wieder aussteigen konnte.
    Ich hatte zwar keine Thera und die ersten Jahre auch keine SHG, aber ich hatte Hilfe von meiner Ärztin und meiner Familie.
    Für mich reichte das irgendwie, ich bin mittlerweile über 12 Jahre trocken, aber das ist von Fall zu Fall ganz unterschiedlich.
    Darum möchte ich meinen Weg nicht als Beispiel nennen, es ist nur 1 Weg, den ICH so ging.
    Für andere kann das aber der völlig falsche Weg sein.
    Es gibt aber auch nicht 100 Wege aus der Sucht, darüber muss man sich auch klar sein.

    Ich wünsche Dir und Deiner Mum alles Gute.
    Und noch ganz wichtig... auch wenn Deine Mum schon über 70 ist, es ist NIE zu spät, ein trockenes Leben zu beginnen.
    Sie ist auch damit nicht die Einzige, ich kenne Leute, die auch erst so spät trocken werden konnten. Und die dafür sehr dankbar waren, das noch erleben zu können.

    LG Sunshine

    Und mich freut, das hier gerade keiner beleidigt von dannen gezogen ist und es auch nicht eskaliert ist. :)
    Sondern das ihr Euch gegenseitig aufmerksam gelesen und unklares erklärt habt.

    Ich lese Euch beide sehr gern, Katha und Time is a Healer. :)
    Und kann mir von Dir, liebe Katha, immer sehr viel mitnehmen.
    Ich denke, auch Time geht es so, weil ich sie mittlerweile als SEHR reflektiert empfinde.

    Ich wünsche Euch auch noch einen schönen 3.ten Advent :)

    LG Sunshine

    panem, Du schriebst:

    Zitat

    Und ich bin ganz ehrlich: Bis jetzt habe ich noch nicht die Entscheidung gefällt, dass ich ab sofort trocken bleibe. Klingt blöd und ist bestimmt wieder ne Ausrede. Ich weiß es einfach nicht...Ich weiß ganz genau, dass es mir ohne Alk viel besser geht und gehen wird. Aber ich habe trotzdem Verlustängste. Angst etwas entbehren zu müssen, obwohl ich weiß, dass das Quatsch ist. Ein Leben ohne Suchtdruck wäre so befreiend.

    Ich machs kurz... wenn man die Trockenheit nicht zur Prio 1 macht, wenn man sich unsicher ist, ob man es wirklich will... dann wird es kaum etwas mit einer Trockenheit.
    Dann macht man meist nur ne kurze Trinkpause, um sich danach wieder die Kante zu geben.
    Und denkt sich, ach komm, da geht doch noch was... und bin ich denn wirklich Alkoholikerin?... und wenn ich jetzt nur mal 1 Glas trinke, is doch nich so schlimm... und das ganze nasse Blabla...

    Meine Erfahrung mit dem "Verlust" der Droge:
    Erst danach war ich wieder frei, es ist kein Verlust, sich von einer tödlich wirkenden Droge zu verabschieden.
    Ich habe nie wieder so ein Gefühl von Freiheit verspürt, wie es mir die anfänfliche Trockenheit bescherte.
    Ich konnte/kann wieder alles tun, was ich wollte/will, und zwar zu jeder Tageszeit.
    Wo bitte soll denn da ein Verlust sein?
    Ich bin vielleicht nun nicht mehr so gesellschaftskonform, das mag sein, aber drauf geschis*en...
    Dafür habe ich ein schönes, buntes Leben zurück bekommen, und zwar in FREIHEIT.
    Und genau das habe ich mir so sehnlichst gewünscht, ich hatte schon nicht mehr dran geglaubt.

    LG Sunshine

    Hallo Tedewi,

    Du schriebst:

    Zitat

    Morgen möchte ich ja zum ersten Mal zu einem Treffen gehen, mein Mann fragte mich ob er mitkönnte jetzt kommst: UM MICH ZU UNTERSTÜTZEN! Ich glaub es hackt. Ne, ne der kann schön zu Hause bleiben! Seht ihr doch genau so, oder?

    Hm, also ich kenne es aus meiner ehemaligen realen Gruppe, das dort durchaus auch Paare waren.
    Auch in den einzelnen Gruppen gab es Paare.
    (Es gab bei den Treffen abends immer erst die "große Gruppe" und danach Einzelgruppen)
    Es gab auch Paare die zusammen trocken wurden. Sowas gibt es ja auch :wink:
    Oder eben auch CO`s und Alkoholkranke.
    Von daher ist das nicht komplett unüblich.

    Ich persönlich fand das allerdings nicht so günstig mit den Paaren.
    Denn ich hatte schon anfangs oft das Gefühl, das sie so nicht wirklich ganz offen sprechen können.
    Hätte sich die Gemeinsamkeit nur auf die "große Gruppe" beschränkt, wäre das sicher noch einfacher gewesen.
    So aber waren die Partner auch noch zusammen in den Einzelgruppen, und es kam vor, das sich dann auch vor allen gezofft wurde.
    Ich persönlich fand das sehr unangenehm.
    Und es war dann auch tatsächlich so, das es in der "Frauengruppe" (die auch noch 1x monatllich gesondert statt fand) die Frauen, die sonst mit Partner kamen, dort viel offener sprachen.
    Wenn eben die Männer nicht mit dabei waren.
    Hm... also komisch fand ich das schon :?
    Dem ganzen hätte man von vorn herein ja aus dem Wege gehen können, indem man wenigstens nicht in die gleichen Einzelgruppen geht.
    Ach so, es handelte sich bei dieser SHG übrigens nicht um die AA, sondern um eine von anderen Organisationen unabhängige SHG.

    Nun will Dein Mann da mitkommen?
    Aha. Zur Unterstützung.
    Das ist jetzt irgendwie merkwürdig, wie will er Dich denn überhaupt unterstützen, wenn er selbst weiter säuft?
    Oder könnte es sein, das er selbst auch Hilfe sucht und aufhören möchte?
    Will er aber nur mit, um mal abzuchecken, wo Du da hingehst, um Dich so zu kontrollieren oder so... dann ist das ja keine Unterstüzung für Dich, sondern nix Gutes.

    Du kennst Deinen Mann besser als wir.
    Was könnte denn DEINER MEINUNG nach dahinter stecken?
    Und was möchtest Du persönlich?
    Möchtest Du Unterstützung von seiner Seite ?
    (Mal davon abgesehen, das ich halt nicht weiß, wie das funzen soll bei einem aktiven Alkie).
    Oder möchtest Du das alles lieber allein machen?

    Könnte es denn sein, das Dein Mann auch mit dem Saufen aufhören will, hat er sowas mal geäußert die letzte Zeit?
    Denn er bemerkt ja auch, das sich was bei Dir verändert und zwar zum Positiven.
    Das kann schon dazu führen, das er sich sagt "ach schau... das hätte ich aber auch gern."

    Von daher... Tadewi... können wir Dir ja keine Antwort geben, was da "richtig" und was "falsch" ist.
    Du musst das tun, was DU für richtig hältst.
    Wenn Du ihn nicht dabei haben willst, weil sich das für Dich nicht gut anfühlt, dann sage ihm das auch so und handele entsprechend.
    Dann muss er sich woanders nach Hilfe für sich umschauen, FALLS er denn selbst welche sucht für sich.

    In meiner realen Gruppe gab es übrigens auch regelmäßig einen "Tag der offenen Tür".
    Vielleicht gibt es auch ähnliches bei den AA?
    Dann könnte er ja da mal mit, wenn er sich "nur mal so" interessiert :wink:

    LG Sunshine

    Hallo Tadewi,
    und Herzlich Willkommen hier im Forum.

    Zitat


    Gestern war ich den ganzen Tag bis Abends super drauf ein Hoch an Gefühlen, bis mein Mann nach Hause kam, da war ich schlagartig "angepisst". Ich bin ihm aus dem Weg gegangen, wir hatten keinen Streit nix er war freundlich, aber ich kann ihn im Moment nicht um mich herum ertragen, ergo halte ich mich von ihm fern, so gut es geht. Ich darf meine Kinder das nicht zu sehr spüren lassen, meine Tochter leidet sehr unter dem Gefühl es wird sich was ändern, mit Veränderungen kann sie sehr schlecht umgehen, ich rede viel mit ihr, versuche sie zu stärken, ihr die Angst zu nehmen.
    Am Samstag gehe ich zu einem AA Treffen, davor hat sie sehr viel Angst: "Mama, was machen die denn da mit Dir?" "Raten die dir Papa zu verlassen?" "Sind da nur Alkoholiker?" "Ich stelle mir immer vor die sind alle asozial und ich will nicht das meine Mutter da mitmacht!"

    Hört sich nicht gut an.
    Denn es werden viele Veränderungen auf Euch zukommen.
    Wenn Du wirklich trocken leben willst.
    Nur allein nicht mehr trinken ist noch nicht der Weg, da kommt noch einiges andere nach.
    Das will ich keinesfalls verschweigen.
    Es kommt viel Neues und Schönes dazu, aber auch Schwierigkeiten.
    Denn wir bleiben ja auch troclen nicht vor den Alltagsproblemen verschont.
    Aber wir lernen, damit umzugehen, und zwar trocken.

    Was macht Deiner Tochter denn so Angst vor Veränderungen?
    Weißt Du das?
    Wie alt ist sie denn, wenn ich fragen darf?

    Ich lese in Deinem anderen Thread, das Dein Mann aktuell weiter säuft.
    Im Keller, während Du versuchst, Dich oben trocken zu halten.
    Hast Du mal in unseren Grundbausteinen gelesen, das wir dringend davon abraten, Alk im Haus zu haben?
    Das erhöht einfach das Rückfallrisiko.
    Wie soll das da weiter mit Euch laufen?

    Ich frag mal weiter einfach so drauflos:
    Liebst Du Deinen saufenden Mann noch?
    Wie stellst Du Dir denn ein weiteres TROCKENES Leben vor mit einem nassen Alkie an Deiner Seite?
    Ist es das, was Du Dir für Dein Leben gewünscht hast?
    Und was lebt er damit denn Deinen Kindern vor?
    Auch wenn "nur" ein Elternteil säuft, nehmen sie ja Schaden fürs Leben!!
    Kannst und wilslt Du sowas zulassen, verantworten?

    Ich überlege auch gerade, ob Deine Tochter evtl. schon Schaden genommen hat, der sich in übermäßiger Angst vor Veränderungen zeigt?
    Das wäre ja schon CO-Verhalten, diese große Angst vor Veränderungen.
    Vielleicht überträgt sich das auch so auf Kinder, wenn die Mutter CO ist, legen die Kinder auch irgendwann dieses Verhalten an den Tag?
    Weil Du es Ihnen vorlebst...
    Sind grade mal so meine Gedankengänge.

    Ich sage mal frei heraus, was ich denke, Tadewi... das tue ich im übrigen immer und ich glaube, dafür mögen mich hier einige gar nicht.
    Kann ich aber mit leben :wink:
    Ich sehe keine guten Chancen für die Fortsetzuung einer Beziehung mit einem saufenden Mann.
    Das ist ja schon im Grunde nicht möglich, nicht umsonst trennen sich CO`s von ihren saufenden Partnern, wenn sie endlich ihren Tiefpunkt erreicht haben.
    Die Sauferei macht einfach krank. Den Angehörigen ebenso wie den Saufenden.
    Und bei Dir kommt noch hinzu, das Du selbst Alkoholikerin bist, die gerade frisch abstinent lebt.
    Dein Mann ist eine Gefahr für Dich, allein schon deshalb, das wegen ihm Alk im Haus sein "muss".
    Eine Gefahr für Deine Trockenheit, eine Gefahr für Deine psychische Gesundheit.
    Ist Dir das bewußt?

    Ich frag jetzt mal einfach:
    Wie stellt Du Dir Dein weiteres Leben vor?
    An der Seite einen saufenden Mannes?
    Dabei wohlwissend in Kauf nehmend, das die Kinder daran ebenfalls schwerden Schaden nehmen?

    LG Sunshine
    (Alkoholikerin)

    Na, dann hat sich ja doch einiges innerlich bei Dir getan, liebe Miriel.
    Das ist ja n Lichtblick !!
    Da freue ich mich erstmal für Dich mit.

    Zitat

    Und deine harten Worte - sie tun gut. Sie tun alles mögliche. Provozieren, Klären, machen wütend, lassen mich schmunzeln, lassen mich nachdenken, machen aggressiv und gleichzeitig handzahm Winken ... ich habe deine Worte schon immer sehr geschätzt.


    Nu ja, meine Liebe, wir kennen uns ja nicht erst seit gestern :lol:
    Und Du weisst auch, das ich es nicht böse meine.
    Und Ja, meine Worte SOLLEN auch provozieren, auch mal wütend machen... wenn das helfen könnte, wachzuwerden.
    Ich meine das nicht böse, es soll dann eher die inneren Kräfte des anderen mobilisieren, denn die haben wir alle in uns.
    Daran glaube ich ganz fest !
    Und wenn wütend werden dabei helfen kann, bitte. :wink:

    Ich finde es übrigens gut, das Du wieder hier bist.
    Das Du einen neuen Anlauf nehmen willst, so verstehe ich Dich zumindest.
    Denn aufgeben ist ja auch keine Option.

    Zitat

    Was will ich also dieses mal ANDERS machen?

    Ich will NUR FÜR MICH arbeiten. Nicht mehr für ihn.


    Sehr gut !
    Dann wünsche ich Dir alles Gute dabei !

    Und schön, das Du Deine Erfahrungen auch bei Power geschildert hast.
    Ich lese an dem Text, das Du alles verstanden hast.
    Und auch Dich selbst so selbstkritisch unter die Lupe genommen hast.
    Du weisst im Grunde alles, Miriel.
    Du weisst, wie es nicht geht und Du weisst auch, wie es geht.
    Du musst es "nur noch" anwenden :wink:

    LG Sunshine
    die im übrigen oft an Dich gedacht hat. Ich wußte irgendwie, das Du wieder kommst 8):D

    Tja, Miriel, es ist ja hier oft so, das Forenmitglieder sich nicht mehr melden, weil sie rückfällig wurden.
    Das ist bei Alkoholikern ja nicht anders.
    Es ist eben so, das dann dejenige noch ein bisschen weitersüchteln will oder sich komplett fürs weitersaufen entschieden hat.
    Du hast dich für Weiter-CO`n entschieden.
    Dann ist das eben so.
    Deine Entscheidung, und durch das hier-nicht-weiterschreiben fiel es auch leichter, ja?
    Dann quatscht einem wenigstens keiner mehr rein 8)

    Schaffst Du es nicht, den Kontakt komplett und für immer abzubrechen, kommst Du aus der Nummer ebenso lange nicht raus.
    Du hast doch alles schon versucht....
    Weniger Kontakt...kein Kontakt (bis zum nächsten) Verhaltens-Rückfall Deinerseits.
    Das ist also NICHT der Weg, es ist nun mal kein kontrolliertes Süchteln möglich.

    Wie auch immer, Miriel, Du schmeisst ja Dein Leben weg... nicht unseres.
    Was erhoffst Du Dir denn davon, nun hier wieder zu schreiben?
    Was kannst, willst Du denn diesmal anders machen?
    Hast Du einen Plan?
    Kannst Du Dir noch weitere Hilfe hinzuziehen?

    Du schreibst, Du hattest früher immer mindestens eine Freundin, die Dir zuhörte...
    Wo sind nun die Freundinnen?
    Sind die evtl. weg, weil sie sich das Drama nicht mehr mit ansehen/anhören können/wollen?
    Wenn man nämlich immer wieder mit dem gleichen Thema anrückt (und NUR mit dem leidigen Thema!!... und sonst nix zu erzählen hat, beispielsweise von sich selbst)
    Ja dann... ist auch irgendwann die hartgesottenste Freundin weg. :(
    Weil es dann einfach zu viel wird und sich da jemand selbst in Sicherheit bringt.

    Wie auch immer, wie soll denn nun Dein weiterer Weg aussehen, Miriel?
    Du fängst wieder an zu zählen, wie ein trocken werdender Alkie.
    Ist ja auch völlig okay.
    Aber was willst Du diesmal ANDERS machen?
    Das wäre meine Frage an Dich :wink:

    LG Sunshine

    Hallo kummerstier,

    also ich finde, Du bist hier schon erheblich weiter auf Deinem Weg als so manch anderer CO.
    Du hast längst erkannt, das Du/ihr so vor die Hunde geh(s)t und bist auch bereit, nun zu handeln.
    Zu Deinem Wohle und zum Wohle Deiner Kinder.
    Das finde ich sehr verantwortungsvoll.
    Du bist auch bereit, Dich zu trennen, weil Du siehst, das es sonst immer so weiter geht für Euch.
    Und das tut es, verlass Dich drauf.

    Du bist bei einer Psychologin in Behandlung, um Dir weitere Unterstützung zu holen, das finde ich klasse.

    Zitat

    Diese will mich demnächst mit einer EKA und einer anderen Co. zusammenführen zum Austausch. Gerade die EKA kann mir ja auch nochmal berichten, dass Kinder wirklich viel mehr mitbekommen als nach außen hin immer behauptet wird zum Selbstschutz...

    Auch das ist sicher eine gute Idee.

    Nur eins ist jetzt noch wichtig, nämlich das Du nun weiter unbeirrt Deinen Weg gehst.
    Lasse Dich durch nichts einschüchtern, denn eine einfache Trennung wird es wahrscheinlich nicht.
    Dein saufender XY verliert nicht nur seine Frau, sondern auch einen gut funktionierenden CO.
    Und sowas verliert man als nasser Alkoholiker ungern.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Gute für Deinen weiteren Weg.
    LG Sunshine