Hallo September,
schön, das Du Dich wieder meldest. 
Du schreibst:
Zitat
Wobei ich schon bei Pkt. 1 bin. Ich bemerke an mir, wie ich es mehr
& mehr aufgebe an einem sog. "normalen Leben" teilzunehmen.
Ich hatte vor dem Zusammenbruch schon das Gefühl, dass ich "nicht
mithalten" kann. Um permanenten Vergleichen aus dem Weg zu
gehen, bleibe ich halt lieber allein. Dass das nicht förderlich ist,
weiß ich auch. Nur, gehe ich mal "unter die Leute", kommen ganz
schnell die Gedanken, dass ich niemandem von "denen" vertrauen
würde ... und weg bin ich.
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Was meinst Du mit "nicht mithalten können"?
Ist das beruflich gemeint ? Oder wobei sollte man sonst nicht mithalten können?
Du bleibst "lieber" allein? Oder ist Dir das doch nicht so "lieb"?
Niemanden vertrauen können... das liegt aber meisst nicht an den anderen, das die so unvertrauenswürdig sind, sondern in einem selbst
. Es gibt ja auch krankhaftes Mißtrauen, was gar nicht gerechtfertigt ist.
Bei mir ist es so, das ich eher mit einem Urvertrauen gesegnet bin. Ich kenne das von daher nicht mit übergroßen Mißtrauen.
Ich vertraue erstmal anderen Menschen.
Das kann aber auch zu Pleiten und Enttäuschungen führen. Nehme ich aber in Kauf, ein grundsätzliches Mißtrauen halte ich persönlich für belastender. Ist halt so meine Meinung. 
Zitat
Ich bin 47, unvermögend, solo, keine Kinder und
ohne Freundes- und/oder Bekanntenkreis. Meine Eltern leben
noch, aber irgendwann ... . Zu meinen Geschwistern habe ich
Null Kontakt. Ob ich beruflich einen Neustart schaffe, wage ich
stark zu bezweifeln. - Warum um alles in der Welt sollte ich so
ein "Ausharren", denn Leben kann ich diesen Zustand nicht nennen,
noch jahrelang mitmachen?
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Die Frage ist, möchtest Du denn was an diesem jetzigen Zustand ändern?
Es kommt halt darauf an, wie es Dir damit geht, so allein zu sein?
Menschen sind nun mal auch soziale Wesen und meist tut ihnen längere Isolation nicht wirklich gut.
Aber es ist auch unterschiedlich, wie viele soziale Kontakte der Einzelne braucht. Der eine wünscht sich einen Riesen-Bekanntenkreis, während einem anderen die Familie und 1-2 gute Freunde reichen.
Ausharren musst Du ja nicht. Das erwartet niemand von Dir. Aber Du darfst auch nicht erwarten, das Menschen bei Dir an der Tür klopfen. Du mußt selbst aktiv werden, wenn Du an Deinen jetzigen Zustand was ändern willst. Auf die böse Welt, auf böse andere Menschen zu schimpfen, ist mir persönlich zu einfach.
Den Kontakt zu den Geschwistern könnte man beispielsweise wieder aufnehmen. Dazu muß man aber dann den ersten Schritt machen, wenn man das möchte. Einen Freundeskreis kann man sich aufbauen, aber auch dazu muß man selbst aktiv werden und auf andere Menschen zugehen.
Beruflich nochmal einen Neustart zu wagen ist auch mit 47 noch drin.
Ich habe mit 46 einen Neustart gewagt und habe einen tollen Job und sehr nette Kollegen gefunden und sogar Freunde in dieser Firma. Oftmals hat man mit langjähriger Berufserfahrung etwas zu bieten, was man selbst unterschätzt. Und wird somit auch oft jungen Kollegen vorgezogen. Ich habs zumindest so erlebt.
Die Frage ist nur, willst Du einen beruflichen Neustart?
Kurzum, willst Du etwas an Deinem Zustand ändern, mußt Du selbst aktiv werden, es läuft immer wieder darauf hinaus. 
Du schriebst auf Seite 2
Zitat
Mir machen Dinge zu schaffen wie, dass mich kein einzige dieser
( nicht trinkenden) "Freunde" im Krankenhaus oder danach besucht hat.
Mein Vertrauen zu anderen total futsch ist. Ich Menschen nur noch bis
zu dem Punkt an mich ran lasse, von dem ich sie konsequentzenlos
wieder "in die Wüste" schicken könnte.
Ist Dein Vertrauen in Menschen tatsächlich erst seit diesem Zeitpunkt kaputt oder war das schon vorher so?
Dieses Verhalten, Menschen nur bis zu einem Punkt heranlassen und dann wieder wegschubsen, ist übrigens sehr verletzend und wird immer wieder dazu führen, das Menschen wieder gehen.
Sie schützen sich dann nur selbst und das ist sehr gesund und völlig okay so.
Ich habe auch Erfahrungen mit solchen Menschen und meide sie mittlerweile komplett, wenn ich feststelle, das sie dieses Verhalten an den Tag legen. Ich hatte Partner, die sich so verhielten und ich habe in solchen Beziehungen nur gelitten und sie deshalb auch beendet.
Ebenso gilt das für "Freundschaften", auch da kann sowas passieren.
Solche "Freundschaften" beende ich dann schnell, denn ich hab keine Lust, mir neue Schrammen zu holen.
Bei diesen "abwechselnd ran-zieh-und wegschubs-Typen" bekommt man nämlich schnell das Gefühl, dauernd für etwas "bestraft" zu werden, obwohl man absolut nix "verbrochen" hat. Und sowas muß sich nun mal niemand freiwillig antun.
Mir ist übrigens klar, das hinter so einem Verhalten Gründe stecken und oft mit negativen Lebenserfahrungen in frühester Kindheit zu tun haben, für die die Betroffenen gar nix können.
Aber... ich bin auch nicht dazu da, um mich hin-und herschubsen zu lassen.
Dann muß der Betroffene sich Hilfe suchen, wenn er beginnt, selbst unter seinem Verhalten zu leiden. Weil eben immer wieder Menschen aus dem eigenen Leben verschwinden, die man evtl. sogar sehr lieb hatte, sie aber trotzdem immer wieder verletzte.
LG Sunshine