Beiträge von Whitewolf

    Meine Erwartungshaltung in Bezug auf die Sensibilität von alten Freunden, welche um die Zeiten wissen, war zu hoch angesetzt. Für jemanden der diese Krankheit nicht hat sind eben viele Sachen nicht nachvollziehbar.

    Auch durch lange Gespräche und Erklärungen nicht.

    Der Umzug war wegen Verkauf/ Eigenbedarfanmeldung nötig, ging nur 10km weiter.

    Das normale Leben, was hald so passiert.

    Eine Dauerschleife ist diese Krankheit sowiso, die Kunst ist ja dabei keine Spirale daraus werden zu lassen.

    Einsam sind wir in uns auch immer, niemand kann hineinschauen, so transparent wir das auch gestalten mögen.

    Ich habe diese Gedankengänge verdrängt, mir keine grossen Gedanken darüber gemacht. Nicht mehr. Das war ein Fehler der mir nicht hätte passieren dürfen.

    Das ist der eigentliche Knackpunkt für mich. Das hat mit der Ex nichts mehr zu tun. Sie wollte nicht das ich rückfällig werde, sie hat es einfach nicht zusammenbekommen. Muss sie auch nicht. Ich muss das aber. Es geht um das was in mir passiert ist und das beschäftigt mich ab und an.

    Lässt mich sensibler werden und leider auch wieder etwas unnahbarer gegenüber Mitmenschen.

    Es ist ja nach aussen hin nix schlimmes passiert. Ich habe die Situation ohne Selbstbetrug analysiert und die Notbremse gezogen. Erledigt. Eigentlich. Sollte man meinen.

    Hier im Forum kann ich mich über sowas austauschen ohne das die Stirn gerunzelt wird. Obwohl es Jammern auf hohem Niveau ist. Hier lese ich wieder von den Haken und Ösen in den Anfängen und kann Sie mir wieder vor Augen führen.

    Es ist eine Demutsfrage und das Wissen darüber, das der Alkohol immer stärker sein wird wenn ich Ihm Raum gebe.

    Zahlreiche Rückfälle, massenhaft Entgiftungen, die zum scheitern verurteilten Versuche des kontrollierten Trinkens, sterbende unbelehrbare Verwandte, etc. , sprechen eine deutliche Sprache wer im Ernstfall der stärkere ist.

    Also liegt meine einzige Chance in der Selbstanalyse und der Prävention. Und da ist irgendwas schief gelaufen, sonst wäre ich nicht in dieser Lokalität gelandet.

    Warum bin ich ( wieder) hier. Die Frage muss ich mir stellen, die aktive Zeit hier im Forum ist für mich schon sehr lange her.

    Ich habe mich hier wieder eingeloggt, weil ich an anderer Stelle dieses Forum empfohlen habe und schauen wollte ob es Euch überhaupt noch gibt. :lol:

    Aber das ist nur die halbe Wahrheit, es ist vor 6 Monaten etwas passiert, was mich tief erschüttert hat und was ich seitdem bohrend im Kopf habe.

    Ich habe vor 1/12 Jahren wieder mal Kontakt aufgenommen zu einer Ex-Freundin von mir , welche mich damals vor 25 Jahren durch eine ganz schlimme , nasse Zeit begleitet hat. Sie hatte das Helfersyndrom, hat mich durch eine Langzeittherapie begleitet, mit Paargesprächen, das volle Programm. Abgehalten hat mich das vom Weitersaufen nicht wirklich. Es war eine schlimme Zeit.

    Sie ist dann gegangen um sich Selbst zu schützen und das war gut so.

    Vor einem 3/4 Jahr haben wir nach vielen Abendfüllenden Gesprächen am Telefon beschlossen uns mal wieder persönlich zu treffen. 600km weg, keine Gefahr für irgendwas. Ich habe bei den Telefonaten schon gemerkt, das Sie vieles nicht mehr so genau wusste was damals alles passiert ist.

    Das Treffen war ok, gesund distanziert, Aufwärmen der alten Zeiten Willen war kein Thema.

    Klingt doch garnicht schlecht bis jetzt.

    Bei mir stand hier in BW ein Umzug an und Sie hat sich angeboten zu helfen. Ich war natürlich dankbar und nahm das Angebot gerne an.

    Wir waren zu fünft, alle kennen meine Geschichte mehr oder weniger. Zum Ausklang der Räumereien kam Sie nun noch auf die Idee eine Gaststätte hier in der Stadt zu besuchen, lecker essen, quatschen...wie das hald so ist.

    Ich kenne den Laden....und habe nein gesagt.

    Auf Anfrage habe ich mehrfach nein gesagt.

    zu gefährlich für mich, zu anstrengend, keine weitere Diskussion für mich. Nein heisst Nein.

    Genutzt hat es nix.

    Wie dem auch sei, Sie hat es verstanden uns alle in diesen Laden zu schaffen ( die genauen Umstände sprengen das hier etwas, wir waren mit nur einem Auto unterwegs, haben uns dann zwischendurch in der Stadt für Besorgungen getrennt). Mein Kumpel holt mich an verabredeter Stelle ab und fährt...zu diesem Laden.

    Da warten die anderen. Aha...kurz abholen , ab ins Auto und weg. Weit gefehlt, Tisch war reserviert, Getränke standen schon auf dem Tisch...und ich schäumte innerlich vor Wut.

    Habe direkt kehrtgemacht und mich draussen auf eine Mauer gesetzt, war schönes Wetter.

    Nach ein paar Minuten kam sie rausgerannt und fing an rumzuschimpfen was denn jetzt wäre und ist doch schön hier...blabla. Ich habe gesagt das ich wahnsinnige Kopfschmerzen habe und ins Bett muss. Ich war es leid. Ich wollte auch nix mehr reden, erklären oder irgendwie Stellung nehmen.

    Gelaufen.

    Was war passiert? Ich habe mich mit offenen Augen in eine gefährliche Situation manövriert, ich hätte bessere Vorsorge treffen müssen, ( z.b zweites Auto ) Plötzlich hocke ich in einer Gaststätte in die ich nicht wollte. Unverzeihlich. Einschüssigen Revolver an den Kopf und hoffen das die Kammer leer ist.

    Sie hätte es auch besser wissen müssen, wusste Sie wohl auch.

    Hat das aber einfach ignoriert. Der Ausklang war wichtiger als meine Gesundheit.

    Was heisst das für mich?

    Ich bin so verdammt alleine mit meiner Krankheit, 24 Std. am Tag. Ich kam mir so fürchterlich einsam vor, auch noch lange danach. Dieses Erlebnis zeigt mir wo ich stehe. Es interessiert trotz Vorwissen niemanden wirklich wie es um mich in Bezug auf diese Krankheit steht. Erzählen kann ich diese Story auch niemandem, niemand kann es nachfühlen.

    Bei für den jeweiligen Betrachter übergeordneten Angelegenheiten hat die Gesundheit gefälligst hinten anzustehen.

    Die anderen haben dazu übrigens nix weiter gesagt...warum auch. Geht Sie ja nix an und ausserdem gabs lecker Essen...also alles gut.

    Diese Nummer hat mich getroffen wie eine Keule, ständig auf der Hut sein, diese Erkrankung ist im trockenen Zustand nicht mehr präsent oder wichtig.

    Ich habe den Kontakt beendet.

    Das brauche ich nicht sowas. Das passiert eh wieder, nur eine Zeitfrage.

    Traurig,

    unterm Strich zum verzweifeln.

    Jetzt habe ich nach 6 Monaten mal alles versucht aufzuschreiben um es zu sortieren. Ich bin weiter trocken...aber jetzt leider noch etwas brutaler beim durchsetzen dieses Gesundheitszustandes. Das hätte ich mir gerne erspart.

    Warum bin ich wieder hier? Weil es wohl einfach fällig war.

    Grüssle und danke fürs lesen...Euer Whitwolf

    Glückwunsch zum Start in die Trockenheit mit professioneller Hilfe erstmal.

    Dein Trinkverhalten entspricht ziemlich genau dem Meinigen damals.

    Alter stimmt auch. Im Nachhinein bin ich immernoch verblüfft wieviel Flüssigkeit der Körper so verträgt.

    Bier hat ja weniger Promille als Schnaps und deswegen wird mehr und länger getrunken.

    Evtl. kann ich bei konkreten Fragen helfen.

    Therapie: Ich kann aus Erfahrung sagen, das die Therapie ein Leitfaden ist, Problemlösungsstrategien werden aufgezeigt. Verinnerlichen musst Du selbst. Konzentriere Dich ausschliesslich auf Dich und Deinen persönlichen Genesungsweg.

    Du bist da um Dir zu helfen, nicht Deinen Leidensgenossen.

    Am Anfang wird gerne der Fehler gemacht, das durch den Austausch unter Alkoholkranken in so einer " Käseglocke" der eigene Weg auf der Strecke bleibt. Wenn Du jemand Anderem versuchst zu helfen, muss das nicht unbedingt hilfreich für Dich sein... vor Allem nicht wenn Du noch nicht lange trocken bist.

    Ich kenne die Gespräche über die Saufgewohnheiten zur Genüge, es gibt genügend Leute welche in der Therapie sind weil sie müssen.... nicht weil sie wollen.

    Diese Gespräche sind nicht hilfreich, es wird immer nach Ausreden gesucht, Beschönigungen über die tolle Zeit damals keine Seltenheit.... distanziere Dich nach Möglichkeit davon.

    Beobachte das mal aus dieser Perspektive in der Therapie.

    Waage bedeutet für mich dauerndes Auspendeln damit sie nicht kippt. Klingt anstrengend. Ist aber sinnbildlich verständlich und als erstes Hilfsmittel evtl. brauchbar.

    Für mich gibt es der Einfachheit halber nur zwei Seiten...ohne Waage und Grautöne dazwischen.

    Suff, Qual und Tod auf der einen Seite, - Leben, Entscheidungsfähigkeit, Trockenheit auf der anderen Seite.

    Ich bin übrigens nicht stolz auf meine Trockenheit. Nur froh das ich nicht mehr trinken muss. Klingt komisch...is aber so :mrgreen:

    für die 10% die leben wollen.

    Dafür lohnt sich jeder Satz hier, sei es auch noch so anstrengend.

    Viele Mitleser springen evtl. über in die 10% und dafür schreibe ich auch gerne Dauerschleifen- Mantras. Toxische Freundschaften sind auch in unserer Trocken - Jahreskategorie durchaus ein Problem.

    Nur ist unser Frühwarnsystem besser ausgeprägt und die Reaktionen darauf rigoroser um das wieder abzustellen.

    Weil wir wissen wie kurz der Rück-Schritt in den nassen Zustand ist. Und wie anstrengend und schmerzhaft die Zeit danach.

    Solche "Freundschaften" sind auch für den härtesten Abstinenzler wie ein sich immer wiederholender Tropfen auf die gleiche Stelle am Kopf. Irgendwann schlägt er durch...wenn wir den Kopf nicht wegnehmen.

    Ja, natürlich bin ich Alkoholiker.

    Ich war (noch) nicht beim Arzt, hab gar keinen.

    Kommt aber auch noch.

    Respekt für Deine kompromisslose Ansage das Du Alkoholiker bist.

    Gute Voraussetzung.

    Hier im Forum kannst Du Dich genauer informieren was diese Aussage, diese Krankheit genau bedeutet. Körperlich und psychisch.

    Es gibt leider keinen anderen Weg für eine dauerhafte Trockenheit als die Krankheitseinsicht.

    Das mit dem Arzt würde ich Dir tatsächlich raten.

    Du bist nur einer von Vielen und im allgemeinen wird diese Krankheit sehr professionell und ernsthaft angegangen.

    Arzte wissen was daraus wird wenn nix getan wird. Triebfeder bist allerdings Du...der Arzt zwingt Dich zu nix.

    Ich persönlich habe ein Netz aus: Neurologe der mich seit mind. 10 Jahren kennt, ein Internist für die körperlichen Angelegenheiten und eine Anlaufstelle in einer Soziotherapiestelle welche ich in unregelmässigen Abständen wahrnehme ( kann bei Bedarf der Neurologe in die Wege leiten ).

    Welcher Arzt am Anfang?

    Allgemeinmediziner Deines Vertrauens reicht normalerweise erstmal.

    Durchecken lassen, auch um Dir Mut zu machen für die Zukunft das es noch gutgegangen ist.

    Überweisung zum Facharzt ( Neurologie/ Psychiatrie z. B. ) nach Bedarf . Es ist ein Stück Sicherheit auf dem weiteren Weg.

    Täusch Dich nicht, der Weg zum Arzt ist ,ohne akute Notsituation, nicht einfach. Es ist eine Sache sich selbst mit der Krankheit zu identifizieren , einem anderen Menschen das Auge in Auge mitzuteilen ist eine ganz andere. Aber es hilft ungemein wenn es klar ausgesagt wird. Und es ist ein ganz wichtiger Schritt für den Kopf.

    Von mir alles Gute und pack immer die nächsten 24 Stunden an, dann werden die Jahre von Selbst voll und Du stehst nicht so unter Druck.

    Ich habe mir nie ein Datum oder gar das Jahr gemerkt, lese grad hier im Forum in meinen alten Beiträgen wie lange das her ist.

    Schon verblüffend wie die Zeit vergeht.

    Es gibt mittlerweile auch niemanden mehr in meinem Umfeld mit dem ich mich darüber noch austausche.

    Ich finde es erschütternd was der Alkohol immernoch für eine Präsenz in unserer Gesellschaft bekleidet, das man sich immernoch schämen muss dafür, das es nach wie vor dieselben Reaktionen hervorruft wenn das Thema angeschnitten wird.

    Wenn Du Dich outest warten alle nur noch auf Deinen Rückfall, Krankmeldung heisst " der säuft bestimmt wieder", genauso wie längeres Nichtmelden bei Leuten die wissend sind.

    Man muss sich vor Augen führen, das man mit dieser Erkrankung wenig akzeptiert wird. Ich informiere niemanden mehr darüber, ich trinke kein Alkohol und basta. Die Frage nach dem Warum wird nicht beantwortet und verläuft im Sande. Meine Strategie funktioniert bis dato, ich darf nur einen Fehler nicht machen: Irgendwas vergessen.

    Hallöchen zusammen.

    Ich bin seit 2006 in diesem Forum, seit 2005 trocken. Ich habe hier längere Zeit als Moderator versucht vielen Menschen zu helfen und lese ab und zu nochmal hier im Forum.

    Die Krankheit ist manchmal täglich, meistens wöchentlich, präsent und das hört nie auf.

    Die Erinnerungen an die Schmerzen und die jahrelangen Qualen sind immernoch eingespeichert und es vergeht keine Woche in der ich mich nicht freue nicht mehr zu trinken.

    Der nächste Schluck macht die abstinenten Jahre gegenstandslos, Zeit ist bei dieser Erkrankung unwichtig. Immer die nächsten 24 Stunden packen...dann klappts auch. Gruss an Alle

    Hallo Oliver,
    ich denke einfach mal , das Du den Entzug jetzt so durchziehst, die Benzos mit Hilfe Deines Arztes wieder loswirst und dann...

    ... ja, jetzt kommt die Arbeit.

    "Es wird mir eine Lehre sein und ich ohrfeige mich für den Rückfall" ist bei weitem nicht genug um für Dich , Deinen Kopf,eine eigene Sicherheit aufzubauen.

    Ich kenne diese Situationen zu genüge und mir hat es geholfen genau zu hinterfragen was der Alk eigentlich mit mir macht.
    Der Kick, das Belohnungsprinzip, hat zum Schluss nicht mal mehr eine Stunde gereicht, danach kamen viele Schmerzen.

    Diese Erkenntnis und die Erinnerungen daran helfen mir bis heute... weil ich einfach weiss das es nicht mehr geht. Auch nach so vielen Jahren passiert exakt das Selbe wieder und diese Angst hilft ungemein beim Trockensein.

    Ferner habe ich einen Neurologen der mich jedes Quartal sieht, mit dem ich einfach über Gott und die Welt quatsche und der mir ein leichtes Anti-Depressivum verschreibt das nicht abhängig macht und von mir dosiert wird.
    Es entspannt und hilft gegen die schwarzen Löcher.

    Bei mir klappt diese Strategie hervorragend seit .... keiner Ahnung mehr... über 10 Jahre auf jeden Fall schon ( ich habe mir keine genauen Daten gemerkt weil ein Schluck diese Rechnerrei gegenstandslos macht, jeder Tag ist ein neuer Tag trocken.... und stolz bin ich auf eine Überlebensnotwendigkeit auch nicht. Das ist meine Rechnung)

    Evtl. ist das ja ein Weg den Du nach der heissen Phase zumindest mal überdenken solltest.

    Viele Grüsse
    , jeder noch so lange Weg beginnt mit dem ersten Schritt und die Sache bekommt dann eine gesunde Eigendynamik.


    WW

    ...Leute ihr verwechselt da was ganz generelles:

    Rückfälle und Saufpausen.
    Eine unterbrochene Saufpause ist nicht als klassischer Rückfall zu werten ;)

    Es gibt viele Gründe für Saufpausen... Hallus gehören ganz klar dazu.

    Das "nicht trinken" ist nur ein Bestandteil der Trockenheit. Im Kopf muss der Mensch auch trocken werden. Dazu gehört einiges.

    Schmerz ist ein lohnender/ einprägsamer Auslöser aber nicht der Weg.

    Hallo KLm,
    ich sag einfach mal Hallo :)

    Es gäbe viel zu fragen, zu hinterfragen und zu analysieren, zu ordnen und zu beachten wenn ich mir das so durchlese.

    Erstmal ein aufmunterndes Zunicken zu der grundsätzlichen Entscheidung das eigene Ich anzupacken.

    Aber bevor es unter die Oberfläche geht hätte ich erstmal eine generelle Frage:

    Auf welchem Stand bist Du jetzt im Moment ?

    ( Ich kann den Vorstellungsbereich nicht lesen, evtl. hast Du da schon etwas geschrieben )

    Viele Grüße erstmal

    WW

    Hallo Fera,
    ich stolpere hier so als Urzeitgestein mal in Deinen Thread ;)

    Es ist schön zu lesen wie das Leben seinen Weg findet, daraus neue Perspektiven und Aufgaben, Lebensziele entstehen.

    Es ist leider so das der Teufel in der Flasche, bzw. der Teufel im Hinterkopf sämtliche Hürden zu umschiffen weiss ,wenn er eine Chance bekommt.

    Es ist wichtig das Du Deine Krankheit als solche unheilbare azeptierst und Ihr die nötige Aufmerksamkeit zukommen lässt.

    D.h. Du solltest Dir für die Zeit nach der Schwangerschaft ein Netz aufbauen.

    Der Schluck aus der Flasche ( oder dem Glas ) ist der letzte Schritt eines verlorenen Kampfes... nicht der Erste.

    Prävention ist sehr wichtig. Nicht vergessen und verdrängen der Tatsache, das da was lauert.

    Von mir natürlich auch alles Gute und die besten Wünsche :)

    WW

    Überweisung ist nicht mehr nötig.

    Es ist wichtig den richtigen "Komplizen ;) " zu finden.

    Evtl. wäre bei Dir auch eine Neurologin die richtige Wahl. Es geht um Verstehen und Vertrauen, da kann es nötig sein mehrere anzulaufen.
    Es sollte allerdings nur ein Facharzt der gleichen Richtung pro Quartal angelaufen werden. Daher würde ich bald anfangen.

    Es wäre gut wenn Du Dir ein Netz baust.

    Suchtberatung hast Du ja schon geplant wenn ich das richtig in Erinnerung habe.

    Du brauchst 2 Ärzte an die Du Dich wenden kannst.
    1. Allgemeinmediziner
    2. Neurologe

    Diese beiden Bereiche decken das Krankheitsbild gut ab

    ( Alkoholkrankheit fällt u. a. in den Bereich Neurologie / Psychatrie, das hat nix mit "bekloppt" zu tun )

    Selbstverständlich sagst Du rückhaltlos worum es geht und wie es Dir geht.

    Wenn es eng wird, wird geholfen. Schnell, gezielt.

    "AUAAAA" :shock::shock:

    Welchen Stellenwert hat der Alkohol für Deinen Mann ?

    Welchen Stellenwert hat der Alkohol für Euer Zusammenleben?

    Wie wichtig ist es, das er seinen Alkohol auch in Deiner Gegenwart weiter konsumiert, konsumieren darf , will... ?


    Es ist klar das Du mit Deiner achso doooven Krankheit ja niemanden einschränken willst, die lässt sich fix mal nebenbei wegkurieren.
    Nicht das Deine Krankheit jetzt auch noch lästig wird...

    3 Wochen Forum und alles ist wieder im Lot ?


    Zitat

    er selbst sagte: ich möchte alles tun, was es dir leichter macht, nicht zu trinken, aber verlange bitte nicht von mir, auch nichts mehr zu trinken.

    Widersprüchlicher gehts garnicht mehr , überhauptgarnicht.


    Sorry, das stimmt alles genausowenig , wie das ein Alkoholiker nach einer Therapie wieder gesund ist ....
    wie es dann ja überall heisst .

    Alkoholfreies Umfeld hat vor Allem am Anfang und eigentlich immer absolute Priorität.

    Punktum, da wird hier auch nicht drüber diskutiert. :!:

    Hallo gehtdoch,

    ich weiss nicht inwieweit Du Dich hier im Forum schon umgeschaut hast.

    Im Portal findest Du auf der linken Seite einen "Test"

    Evtl. sorgt das für mehr Klarheit, bzw. hilft beim sortieren.
    Bitte lies Dir aber genauestens durch was darüber steht und inwieweit das zutreffend ist / sein könnte.

    Beim beschäftigen mit der Krankheit , dem Verhalten dadurch und der Sucht,
    fängt man automatisch an zu begreifen,
    das es viel mehr ist als "nur" diese Flüssigkeit die man weglassen muss.

    Der Prozess ist umfassender, weitreichender und zeitintensiv und was dafür nötig ist weisst Du in Deinem Herzen alleine am Besten.
    Wenn Du ehrlich zu Dir selbst bist, hast Du schon das halbe Rüstzeug.

    Die Angst vor den anstehenden nötigen Veränderungen ist also völlig normal.

    Wir helfen beim sortieren , zumindest am Anfang.
    Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden ist ein Teil des Gelassenheitsspruches,
    auf den Du dann auch automatisch immer wieder stösst.
    Gruß WW

    Hallo gehtdoch,

    Es ist weniger wichtig wie andere Deinen Zustand und Deinen Alkoholkonsum "sehen" oder bezeichnen.

    Wichtig ist nur wie Du das siehst.

    Es ist nunmal eine Krankheit, welche eine unbedingte Krankheitseinsicht erfordet um die richtigen Maßnahmen an sich selbst vorzunehmen.

    Es gibt Menschen die sich schon nach einem Jahr regelmässigem Trinken als absolut krank bezeichnen und entsprechend handeln.

    Die wichtigen Stationen finden in Dir statt, Entgiftung, Therapie muss nicht nötig sein wenn es im Kopf *klick* gemacht hat. Dort werden auch nur Wege bezeichnet , gezeigt und evtl. beim Entzug geholfen.

    Gehen muss man die Wege selber.

    Es gibt keine Elitealkoholiker, die sich Therapieorden und Entgiftungszertifikate an die Wand hängen und damit besser oder gar kränker sind.

    Am Besten mal anfangen zu sortieren was Dir zu schaffen macht, warum der Alk so wichtig ist und war.

    Die Frage des Alkoholgens ist so alt wie es die definierte Alkoholkrankheit gibt.
    Es besteht wohl kein Zweifel über eine gewisse Veranlagung, allerdings gehören noch ein paar mehr Faktoren dazu um die Alkoholkrankheit ausbrechen zu lassen.
    Nu stell sich mal einer vor,ein Professor würde das "Alkoholgen" genau finden und auch den Weg es zu eliminieren.
    Heureka... wir können uns ohne Angst vor Sucht den ganzen Tag mit einem tödlichen Nervengift zuballern... ohne Angst vor...hm.. ja vor was ?

    Was soll uns da noch passieren...

    ...ausser evtl. dem zerstören von Zellen, Verzerrung der Wahrnehmung und die erhebliche Persönlichkeitsveränderung dadurch, massive Nervenschädigungen, Idenditätsverlust, generelle Schwächung des gesammten Immunsystems... ?
    ...
    Sackgasse...

    Evtl. sollten wir weniger nach den Gründen für innere Schutzsysteme und deren Aktivierung suchen, sondern sie eher als nützlich erachten.