Hallo Raoul,
das liest sich doch gut. Erfreulich.
Das Leben geht allerdings normal weiter und nimmt keine Rücksicht auf Deine Erkrankung.
Es gilt nach wie vor Höhen und Tiefen zu meistern, allerdings diesmal ohne den Helfer aus der Flasche.
Darauf solltest Du Dich so früh wie es geht vorbereiten.
Schaffe Dir ein Netz um Deine persönlichen Brennpunkte abzusichern, das können sowohl negative als auch positive Erlebnisse sein, die Dich ganz plötzlich zum trudeln bringen.
Nur Du alleine weisst wo es für Dich gefährlich wird und lass es langsam angehen. Schritt für Schritt ins neue Leben.
Die lange Zeit des Trinkens lässt sich nicht innerhalb kürzester Zeit wieder relativieren, also nicht ungeduldig werden. Das braucht alles seine Zeit.
Wie Doro schon geschrieben hat wird Dich die Krankheit ein Leben lang begleiten und darauf musst Du Dich einstellen wenn Du eine zufriedene Trockenheit anstrebst.
Überlege nicht ob und wie Du in 5 Jahren trocken bist sondern konzentriere Dich immer nur auf die nächsten 24 Std. die es gilt trockenzubleiben.
Das ist ein überschaubarer Zeitrahmen in dem trotzdem viel passieren kann.
Ich wünsche Dir das Du das schaffst und viel Kraft dafür.
Viele Grüsse
White