Beiträge von Slowly

    Hallo Neuweg,

    viele deiner Ausführungen treffen auch auf mich zu.

    Erst mit den Jahren und viel Hilfe von Freunden, Psychologen, Selbsthilfe, Literatur und nicht zuletzt der Liebe :) wurde mir bewusst, dass meine Eltern wirklich grobe Fehler begangen haben.

    Diese Verstöße gegen meine Seele ( körperlich musste ich von ihnen keine Schmerzen erleiden ) waren jedoch gesellschaftlich "anerkannt" und daher konnte ich es lange nicht sehen, wie wenig sie eigentlich zu einer positiven und zur Selbstliebe führenden Entwicklung beigetragen haben.

    Sie vermittelten mir, dass das was sie tun ok ist und ich es eben nicht bin.
    Um es ganz einfach auszudrücken.

    Aber das war für mich als Kind so schwer zu durchschauen, dass ihr Gift unbemerkt für mich und andere wirken konnte.

    Und hätte es jemand bemerkt, hätte es sie/ihn so sehr interessiert, um mir zu helfen, daran etwas zu verändern ?

    Wohl eher nicht :( .

    Ebenso wie du, flüchtete ich in sehr jungen Jahren in eine selbstzerstörerische Ehe.

    Von der Eheschließung erfuhren meine Eltern dann nur aus der Zeitung ;), was ja schon einiges über das Vertrauensverhältnis, das wir (nicht) hatten, aussagt.

    Auch ich habe/hatte eine große Palette an Verhaltensstörungen/Süchten aufzuweisen, die ich seit langem und langsam abbaute und mit denen die noch übrig sind, versuche ich mich zu arrangieren.

    Ich bin dabei einen wohlwollenden Blick auf mich und andere zu erlernen, das ist das, was meine Eltern nie hatten und umso dankbarer bin ich, dass es mir nun ( einigermaßen ) möglich scheint.

    Die Krater die meine Eltern hinterlassen haben werde ich selbst wohl nie ganz auffüllen können und hin und wieder ( in besonderen Situationen ), wird mit das auch schmerzlich bewusst, ich halte mich aber nicht mehr so sehr damit auf.

    Dazu ist mir der Rest meines Lebens zu wertvoll, denn ich habe jetzt die Chance relativ unabhängig, das Beste daraus zu machen.

    (Akut wünsche ich mir zu diversen anderen Tierchen die bei mir zuhause sind, noch ein Pärchen Laufenten und einen kleinen Teich dazu. )

    Dass das Beste manchmal "ganz wenig" ist ;)......das zu akzeptieren gehört mit dazu, zu meiner Trockenheitsarbeit.


    Du schreibst, dass das Alkoholproblem zum Zeitpunkt des Todes deiner Eltern, kein Problem mehr für dich war.

    Wie war es denn zuvor ?

    Meine Eltern haben auch immer mal wieder ziemlich viel getrunken, ich hatte das aber nie als Alkoholismus erkannt.

    Erst dann.....als ich mich selbst auf den Weg zur Trockenheit machte.

    Ich bin gespannt, was du über dich heraus finden wirst und ich freue mich, dass du darüber im offenen Bereich berichten möchtest.


    Grüße von slowly ( trockene Alkoholikerin )

    Hallo Teresa,

    Danke für deine Einträge.

    Ich bin nicht mehr so viel hier, weil mein Leben zur Zeit ziemlich abwechslungsreich ist und ich dadurch die virtuelle Beschäftigung eher hinten anstelle.

    "Das mit dem Zucker" hat bei mir leider nicht ganz so gut geklappt wie bei Bruce.

    Die ersten drei Wochen liefen ja auch bei mir recht gut, bis auf zwei oder drei "Ausrutscher" alles schön.

    Inzwischen esse ich wieder Süßes.
    Allerdings weniger und seltener.

    Es kommt kein Zucker mehr in den Tee oder den Kaffee, in die Quarkspeise oder in´s Joghurt auch nicht.

    Ich würde sagen, durch den Versuch des völligen Verzichts, bin ich jetzt so weit gekommen, meinen Konsum um etwa 50 % zu reduzieren und bewusster mit Zucker umzugehen.

    Das ist nicht das was ich wollte aber es ist ein Fortschritt und es macht mich zufrieden.

    Ich spüre eine Steigerung meiner Energie und meines Wohlbefindens.

    Der Griff zu Zucker in Stresssituationen hat sich tatsächlich gelegt.
    Dadurch dass ich nun allgemein besser auf meine Ernährung achte, bin ich auch nicht mehr so oft hungrig und wenn ich nicht hungrig bin, dann ist der Zucker viel weiter weg.

    Dir wünsche ich eine gute, erholsame Kur und den für dich richtigen Umgang mit Zucker zu erreichen.

    Ich finde es lohnt sich.
    ( Doch auch bei mir ist noch nicht das letzte Wörtchen gesprochen....vielleicht geht ja doch noch weniger ;) )

    Liebe Grüße

    Slowly

    Hallo nys,

    ich bin die ganze Zeit schon am erinnern und nachdenken.

    Über die Beziehung zu meiner Mutter und auch über das was du schreibst

    Ich fragte mich wo mir die Liebe zu ihr verloren ging.
    Bzw. ob es sie überhaupt je gab ?
    Was das für mich bedeutet hat.
    Und vor allem, wie ich dann doch noch zu wahrer Liebe fand.

    Ich war damals quasi ein Ersatzkind, musste zwei andere Kinder gegensätzlichen Geschlechts ersetzen.

    Diese Lücke die damals entstand, konnte ich gar nicht auffüllen.
    Egal, was ich auch immer getan hätte.

    Diese Sätze hat mir meine Psychologin hingeschmissen......dazu darüber zu reden, kamen wir nicht mehr.

    Ich weiß wirklich nicht ob ich meine Eltern jemals geliebt habe, ich befürchte nein.
    Aber ich hatte ein anderes Familienmitglied das ich ( und es mich ) sehr liebte.
    Wahrscheinlich hat mich das gerettet.

    Oft hatte ich bis in´s weit fortgeschrittene Erwachsenenalter ( ich hatte längst schon selbst Kinder ) ein wahres Übelkeitsgefühl, wenn ich an meine Mutter dachte.

    Es war gut für mich, mich weit weit weg von ihr niederzulassen.

    Wenn ich sie besuchte, gab es anfangs auch noch intime Gespräche, die jedoch immer mit Alkohol verbunden waren.
    Auf beiden Seiten.

    Nur so kamen wir in Kontakt.

    Ansonsten ließ meine Mutter mich von Kindheit an wissen, dass ich so wie ich bin, eben nicht ok bin.

    Mit offenen aber auch ganz versteckten Gemeinheiten, lernte sie mir das und suggerierte mir gleichzeitig wie überlegen und unersetzlich sie doch für mich und andere Menschen ist.


    Doch dann lernte ich jemanden kennen dem es ähnlich ging wie mir und ich spürte, dass ich nicht nur an einem seelischen Mangel litt, sondern auch an einem körperlichen.

    Und über die Monate und Jahre, entwickelte sich diese Freundschaft zu meiner (zweiten) Rettung.
    Ich wurde von diesem Mensch angenommen und geliebt, so wie ich war.
    Es war als ob wir beide jeweils im anderen, wieder zurück in die Gebährmutter gekommen wären...... :)

    Bonding.

    Endlich wieder eins sein mit allem.......
    ( Dieses Gefühl entstand dann mit der Zeit daraus ).
    Und eben mit diesem Mensch.

    Das führte dazu, dass ich den Alkohol endgültig nicht mehr brauchte.
    Und auch viel mehr Nähe zu anderen Menschen bekam, indem ich meine Angst vor ihnen verlor.

    So wie es ja in diesem Buch, das ich dir nannte, auch geschrieben wird.

    Ich nahm mir den Alkohol und ersetze ihn mit Liebe.

    Das bedeutete für die Beziehung zu meiner Mutter eine Umwandlung.

    Was der Alkohol vorher zusammen geführt hatte und wenn es auch nur scheinbar war, das trennte er nun.

    Weil meine Mutter ( im Gegensatz zu vielen anderen Leuten ) nicht Willens war und immer noch nicht ist, in meiner Gegenwart nichts zu trinken und auch weil das Bindemittel, der Schmierstoff, (auf meiner Seite) ja nun weg ist.

    Damals spürte ich es glaube ich endgültig, dass es mit ihrer Liebe zu mir ( die sie ja behauptet zu haben, die ich aber nie fühlte ! ) nicht so weit her sein kann.

    Und ich brach den inneren Kontakt dann wirklich ab und schaffte es auch langsam immer besser, mir kein schlechtes Gewissen mehr zu machen.

    Das vor allem darum, weil ich es durch die weite Entfernung prima steuern konnte, so wie es dein Therapeut ja auch empfohlen hat, eben nur oberflächlich zu kommunizieren.

    Telefonieren mochte und mag ich gar nicht gerne mit ihr und darum nahm/nehme ich mir ab und zu Zeit und schreibe ihr einen Brief mit Alltäglichem.
    Sie rebelliert zwar manchmal dagegen aber ich bleibe dabei. :)

    Das gibt mir das gute Gefühl, ihr nicht allzu sehr weh tun zu müssen.

    Da mir ihre Vergangenheit bekannt ist kann ich es gut verstehen, warum sie so geworden ist wie sie eben ist.

    Ich möchte meine Mutter nicht verletzen, ebenso wie ich keinen anderen Menschen jemals verletzen will.

    Dieses Gefühl liegt auch mir fern.

    Nun sind wir auf diesem Level der Verbindung ( mit seltenen, kurzen, unangenehmen Besuchen wegen der Kinder dazwischen ) schon fast zwei Jahre und es geht mir wirklich gut damit.

    Vielleicht wäre diese Art von Kontakt ja auch etwas für dich ?

    Und käme ein Brief von ihr mit "klassischem" Inhalt, wäre er doch schnell nach Überfliegen in "die Schublade" gesteckt.

    ( Ich habe ein bißchen weit ausgeholt, merke ich gerade :shock: )


    Liebe Grüße

    Slowly

    Für mich bedeutet Heilung nicht Härte, sondern Akzeptanz.

    Und ich glaube, wenn ich niemanden gefunden hätte mit dem ich auch über den Körper heilen kann, hätte ich es wohl nicht geschafft.

    Slowly

    Hallo Peter,

    wie war dein Wochenende ?

    Hast du wieder schöne Momente sammeln können ? :)

    Was macht die neue Wohnung, bzw. wie hast du dich entschieden ?
    Warum möchtest du überhaupt umziehen ?

    Liebe Grüße

    Slowly

    Hallo nys,

    ich möchte es nur verstehen können, weil ich nämlich bis vor einiger Zeit darunter litt, meine Eltern nicht zu lieben.

    Die Frage sollte dich oder deine Handlungen nicht bewerten, solltest auch du das so aufgefasst haben.

    Grüße

    Slowy

    Hallo nys,

    ich will es nicht zu kompliziert machen ( bzw. die Fragen formulieren ).
    ( Wegen bedingungsloser Liebe und so.....)

    Ich möchte es nur gerne verstehen können.

    Warum ( für was ) liebst du deine Mutter ?
    Was glaubst ( fühlst ) du kann sie dir geben, das du dir selbst (und andere Menschen) dir nicht geben können ?

    Grüße

    Slowly

    Guten Morgen,

    nachdem ich von meinem Vater über Jahrzehnte seelische Gewalt erleben musste, es jedoch schaffte mich vor vielen Jahren durch eine große räumliche Distanz besser abzugrenzen und nach meinem Alk Stop dies auch innerlich schaffte, ging es dann bei einem letzten Besuch ( vor Monaten ) mit meinen Kindern weiter........

    Daraufhin hatte ich den Kontakt abgebrochen.

    Er hatte nun diese Zeit zum nachdenken und hat gestern, das erste Mal in meinem Leben, mir mitgeteilt, dass es ihm leid tut.

    Diese Tatsache löst keine Freude oder Erleichterung und auch keine Wut oder Trauer in mir aus, da es keine offenen Gefühle mehr für ihn gibt.

    Mit allem was einmal war zwischen uns habe ich abgeschlossen aber ich freue mich für ihn, dass er diesen Schritt geschafft hat und ich werde mir überlegen wie es für mich und meine Kinder richtige ist, mit dieser "Entschuldigung" umzugehen.

    Liebe Grüße

    Slowly

    Hey Trickster,

    bei mir war es so, dass ich mit Alkohol noch ein "ganz normales Leben" weiterführen konnte, meine Mitmenschen nicht übermäßig damit auf den Keks ging und mir halt über die vielen vielen Jahre kontinuierlichen aber eher gemäßigten Saufens ( auch nicht immer :( ), die Grundlage nahm ein wirklich gutes Leben zu leben.

    Eins das den Namen auch wert ist.

    So eins mit Ehrlichkeit ( vor allem sich selbst gegenüber ), mit wahrer Liebe ( vor allem mir selbst.....), mit Freude und Lachen ( einfach aus dem hohlen Bauch heraus ).......

    Bei mir war es so, dass ich schon während des nassen Alki Daseins, die Grundlage schaffte trocken zu leben.

    Das ist wohl eher untypisch.

    Ich versuchte bewusst und auch unbewusst an mir "zu arbeiten" mit Hilfe anderer aber auch einfach, mit mir selbst in´s´Popöchen treten, ab und zu.

    Und Voila !, vor zwei Jahren war es dann soweit.

    Es hat mir gelangt.
    Genug kapiert um zu verstehen, dass ich mit Alkohol niemals ein wirklich glückliches Leben führen werde.

    Zum schön Saufen taugte er auch nicht mehr.

    Ich konnte ihn nicht mehr sehen, geschweige denn trinken.

    Ich hatte einfach genug und das ist bis heute ( ohne Suchtdruck oder den Wunsch noch einmal etwas zu trinken ) so geblieben.

    Toi toi toi, dass es so bleibt.

    Mir wurde auch mal ein Rad geklaut, seither hatte ich nur noch Drahtesel ;).


    Slowly

    Guten Morgen,

    nach einem anstrengenden aber wirklich schönen und sehr ruhigen Wandertag, wollte meine Freundin noch ein Eis essen gehen.

    Ich hatte sie bis dahin nicht informiert über mein "Zuckerexperiment", da wir andere Themen haben zur Zeit.

    Kurz überlegte ich und dann stimmte ich zu.
    Ich stimmte deshalb zu weil ich kein "süchtiges" Gefühl hatte.
    Der Tag war toll, ich hatte keinen Streß der Lust auf Süßes ausgelöst hätte zuvor, ob ich das Eis esse oder nicht war mir im Grunde egal.

    Während ich das Eis aß ( es schmeckte nicht besonders gut, viel zu süß ;) ) hatte ich jedoch kurz den Gedanken: "Schnell nach dem Aufessen noch eins kaufen.

    Dieses Gefühl ging aber rasch wieder vorbei und auch als mich die Realität wieder einholte, mit dem Erhalt eines "Notfall-Anrufs" einer kleinen Freundin, war für mich klar, dass ich diese Anspannung die daraus erfolgte, nicht mit dem Konsum von Süßem auffangen werde.

    Ich glaube der Wunsch nach süchtigem Zuckerkonsum liegt daran, wenn ich zu sehr im "Außen" bin, dort wo ich zwar gebraucht werde und auch helfen oder erfreuen kann, ich im Grunde aber nicht zuhause bin.

    Andere Menschen, ihre Freuden, Kümmernisse und alles was mich davon berührt, führen mich ein Stück von meiner inneren Balance weg.

    Diese so schnell wie möglich wieder herzustellen, wenn es wackelt, das wird wohl die Lösung sein um meinen Zuckerkonsum zu regulieren.

    Ich möchte verlernen Zucker als Beruhigungsmittel einzusetzen, sondern als Genussmittel in Situationen die "gut" sind für mich (und darum nicht zu süchtigem Verhalten führen..... so hoffe ich ) behalten.

    Ich werde ja sehen, ob das möglich ist.

    Im Gegensatz zum Alkohol, ist das "Experimentieren" und "Rumgeeiere" ;) nicht ganz so riskant.


    LG Slowly

    Morgen,

    die Wanderschuhe sind geschnürt, der Rucksack für Probezwecke ( ca 15 kg, das sei mehr als genug :) ) zuckerfrei gepackt, auch die Freundin sitzt in den Startlöchern und will nur noch abgeholt werden.

    Dem erstem 6 Stunden Marsch im deutschen Mittelgebirge steht nichts mehr im Weg.

    Endlich mal wieder frische Luft und Bewegung pur !
    Ich freue mich.

    Allen einen schönen Samstag.

    Slowly

    Hallo Bruce,

    ich freue mich, dass du nun mit uns im zuckerfreien Boot sitzt. :)

    Zusammen rudert es sich bestimmt leichter.

    Mir hilft die Öffentlichkeit enorm.
    Anders als beim Alkohol vor zwei Jahren, hatte ich ja in diesen drei Wochen
    schon Suchtdruck und auch einen "Rückfall".

    Dieser wäre bestimmt ohne mein Schreiben hier früher passiert , außerdem weiß ich nicht einmal genau, ob es mir ( ohne den "Rückhalt" des Forums ), gelungen wäre zu verzichten.

    Deine Magenschmerzen kann ich mir nicht erklären, vielleicht isst oder trinkst auch du nun auch zu viel Gesundes ;) .

    Das muss der Magen erst mal aushalten. ;)

    Bestimmt wird es bald wieder besser.


    Hallo Maday,

    von Natur aus bin ich, vor allem seit meiner Trockenheit, mit einem sonnigen Naturell ausgestattet.

    Da hat der Zucker ( oder auch nicht ) keine Auswirkung d´rauf.

    Trotzdem war es gestern wieder kritisch.

    Im Freundeskreis kam es gestern Abend noch zu einer größeren Krise, in die ich zur "Regulierung" dazu gerufen wurde.

    Das hat mich etwas belastet.

    Leider hatte ich zuvor nichts gegessen, war also hungrig.
    Ein Risikofaktor für einen "Rückfall".

    Und prompt kamen mir wieder Toffi*** und Co. in den Kopf.
    Dachte auch einen Moment daran, mir etwas zu kaufen.

    Stattdessen kaufte ich mir schnell zwei Körnerbrötchen und etwas Käse.

    Als ich die gegessen hatte, war die Pralinenschachtel wieder aus meinen Gedanken verschwunden.

    Also halte ich fest:

    Im Notfallkoffer liegen:

    Das Forum
    Zuckersüchtige Laborratten
    Vollkornkäsebrötchen.


    To be continued

    Slowly

    Hallo Peter,

    alles Gute zum runden Geburtstag.

    Als ich so alt war, war noch nicht daran zu denke,
    trocken zu werden !

    Du hast dir echt ein Riesengeschenk gemacht.

    Wie groß wird dir die Zukunft erst zeigen.

    Daumen drück auch für den Job.

    Slowly

    Hallo Peter,

    bei mir und meinen Eltern ist es so, dass ich sie verantwortlich mache für viele meiner Probleme, die ich erst im Laufe meines Lebens, mühevoll und mit viel Kummer verbunden, ganz für mich alleine lösen konnte.

    Ich habe ihnen verziehen, sie konnten wahrscheinlich nicht anders und haben irgendwie schon ihr Bestes gegeben.

    Mit meiner Mutter habe ich weiterhin etwas Kontakt, sie hat reflektiert und um Entschuldigung gebeten.

    Die Schuld von ihr nehmen kann ich nicht, da ich eh an so etwas wie "Schuld" nicht glaube.
    Aber ich kann versuchen, sie so gut wie möglich zu respektieren.

    Beim meinem Vater ist irgendwie nichts angekommen.
    Weder hat er Einsicht, noch ändert er sich, gar nicht daran zu denken mal "Sorry" zu sagen oder so.

    Für ihn war/bin und bleibe immer ich die "Schuldige".

    Darum besteht nun kein Kontakt mehr.

    Unsere inneren "Erlebniswelten" gehen einfach zu weit aneinander vorbei.

    So lebt jeder sein Leben und ich wünsche ihm, dass er glücklich und zufrieden ist. :) ......so wie ich.

    Liebe Grüße

    Slowly

    .........

    PS: Und Danke für die guten Wünsche Quantensprung. Hat mich gefreut !

    Ist ja oft hier zu lesen, dass nach dem Alk Stop die Schokolade und die Tüte Gummibärchen d´ran glauben dürfen.

    Ist bei mir nicht weiter aufgefallen, da ich schon immer viel Süßes esse.

    Komischerweise habe ich wiederum, seit ich versuche darauf zu verzichten, eher 1-2 Kilo zugenommen.

    Wahrscheinlich werde ich jetzt süchtig nach Joghurt, Erdbeeren und Vollkornbrot ;), was mir das Plus auf der Waage beschert.

    Wie sagte mein Opa ( ein bedingungsloser Optimist ) im Spass manchmal:

    "Wie´s isch isch´s nix ! " :lol:

    Liebe Grüße und guten Appetit :)

    Slowly

    Hallo Quantensprung, hallo kaltblut, hallo Forum,

    ich habe mir den Film angesehen.
    Hat sich für mich gelohnt.

    Allerdings finde ich die Frage ob Zucker zu Sucht führen kann eher befremdlich.

    Erstens spüre ich es an mir selbst und zweitens denke ich mir, was kann es anders sein als Sucht, dass weltweit Menschen einem völlig sinnfreien ( für den Erhalt des funktionierenden Körpers ) Stoff so verfallen sind ?

    Bzw. nicht nur sinnfrei, sondern sogar schädlich.
    ( Zur Info: 50 Gramm pro Tag gelten als gerade noch unbedenklich ).

    Ich werde ab jetzt an diese süchtig gemachten Ratten im Labor denken, wenn mir mal wieder eine süße Verlockung die Sinne vernebelt.

    Und dass das von was ich süchtig gemacht wurde, nicht mehr notwendig ist für mein Leben.

    Dass ich frei entscheiden kann wie ich umgehe mit meinen Kümmernissen, meinem Stress oder auch meinem Hunger.

    Ich muss da jetzt ein Köfferchen packen. :)

    Habe was Leckeres entdeckt.

    Äpfelchen klein schneiden, Naturjoghurt drüber, Erdbeeren ( vorzugsweise nat. Bio evtl. Tiefkühlkost ) fein pürieren und über das Joghurt geben.

    Das schmeckt sowas von lecker und befriedigt auch das Belohnungszentrum :) .....

    Aber nicht vergessen, dass auch Fructose nur begrenzt gegessen werden sollte.

    LG Slowly

    Huch :shock: !!

    Jemand schreibt mir :lol: !

    Spässle.

    Liebe Mayday,

    das kann ich dir, auch ohne das Buch schon gelesen zu haben, sagen.

    Zucker kann zu ....

    Körperlich:

    Karies
    Übergewicht
    Unreine Haut
    Akne
    Schnelleres Altern der Haut
    Schädigung der Darmflora und des Immunsystems
    Herzerkrankungen
    Diabetes 2
    Schlaflosigkeit


    Seelisch:

    Nervosität/ Hibbbeligkeit
    Angstzustände
    Depressive Verstimmungen/ Depressionen


    ....führen.

    Um nur einige mögliche Gefahren zu nennen.
    Ich habe zwar bis jetzt noch kaum eine der oben genannten Auswirkungen,
    jedoch glaube ich, dass der Zucker auf meinen Schlaf Auswirkung hat, auf die Haut ( kein einziges Hübbelchen mehr, seit ich auf ihn zu verzichten versuche ) und auf die allgemeine Leistungsfähigkeit.

    Außerdem, wer weniger Zucker isst, hat mehr Platz für gesunde Lebensmittel !
    Zudem übersäuert der Körper nicht.

    Das macht fit.

    Körperlich und geistig.

    Zudem bin ich stinkelig.
    Dass ich davon abhängig bin ( gemacht wurde ).

    Es passt nicht zu meinem Lebensgefühl, von etwas anderem "bestimmt" zu werden, nicht wenn ich es nicht möchte.

    Und beim Zucker ist es so.

    Ich habe nicht die Freiheit zu sagen, "Nein danke".
    Oft klappt es aber eben nicht immer und das ärgert mich sehr.

    Darum bleibe ich weiter d´ran.

    Aber es ist nicht leicht.

    Grüße vom Rande eines zuckerfreien Kaffees.

    Slowly

    Hey Peter,

    hmmmm, für´s kritisieren sind andere zuständig ;),
    kann ich zwar auch, hört sich bei mir aber immer noch nett an,
    ich kann nicht anders, denn so will ich auch behandelt werden
    und momentan fällt mir bei dir echt keine Kritik ein.

    Was lustig ist, als ich gestern ein wenig über dich nachdachte, kam mir in den Sinn, dass du einer von den Menschen sein könntest den "alle" mögen.

    (Ich bin mit so einem verheiratet ;) . )

    Scheint so zu sein, bei dir.

    Sollte man nur aufpassen, dass man nicht deshalb auf andere so sympatisch wirkt, weil man ihnen zu sehr gerecht zu werden versucht.

    Muss aber nicht so sein, es gibt ja auch einfach so "Herzchen" unter den Menschen.

    Was mir beim nachdenken dann noch so einfiel war, ( wird ja immer auch mal wieder hier geschrieben ) dass man nicht zu viel verändern soll am Anfang, sondern sich im Gegensatz Zeit lassen kann, für seine Schritte.

    Doch das sprichst du ja bereits an.

    Ich denke so gut ist dein Gefühl für dich selbst, (du beschreibst das ja auch ), dass du wenn nötig/möglich ein wenig vom Gas gehst.

    Die Karre ist ja eh schon so schön am Rollen....... :)

    Und noch ein Thema, was auch mich betrifft:

    Das Vererben oder auch einfach das Weitertragen von schlechten Mustern in die nächste Generation.

    Es ist bei mir genau so, wie du es anstrebst.
    Bei mir war der cut.

    Dabei geht es mir hauptsächlich nicht nur um Alkoholkonsum, sondern ganz elementar um das Umgehen miteinander, Akzeptanz, Respekt, Verständnis, Liebe und alles was das glückliche Miteinander einer Familie und auch Freundschaften ausmacht.

    Ich habe das Ruder herum gerissen, schwimme jetzt zwar manchmal gegen den Strom aber ich habe starke Arme und einen eisernen Willen. :)

    Damit lässt sich vieles erreichen.

    Und eine glückliche Familie ist eines der schönsten Dinge die es gibt auf der Welt ( finde ich ).

    Mit meinen Eltern allerdings musste ich den Kontakt weitgehend einstellen,
    doch das ist halt der Preis für meine Freiheit, Selbstständigkeit und meinen Frieden !

    Alles Gute weiterhin.

    Slowly