Bin ich tatsächlich aufgrund einer Therapie trocken ?

  • Hallo Olli,

    Kosten Nutzen Faktor bei einer Krankheit ist für mich der falsche Ansatzpunkt. Das bewusste ausnutzen der Krankheit für medizinische Versorgung, lässt sich ja auch schwerlich fest machen .

    Zitat

    Du bist einer der wenigen trockenen Alkoholiker die zu den 5% gehören, irgendetwas muss doch vorhanden sein um dich von den 95% zu unterscheiden.

    Saufe ich heute wieder und dann ? Werde ich Drehtürpatient und dann ? Soll das Gesundheitssystem dann nicht mehr für mich greifen und eine Therapie verwehren ? Es ist und bleibt doch eine Krankheit. Deswegen mein Vergleich mit den Kosten anderer Krankheiten . Ich leide ja auch noch einer anderen chronische Krankheit die mich mehrmals im Jahr "zwingt" ins Krankenhaus zu gehen. Trotz den geringen Erfolgen bin ich froh das ich diese Möglichkeit habe.

    Zitat

    Ich hatte die Vermutung angestellt dass eine Verbindung zu einem hohen körperlichen Verfall und Leidensdruck besteht.

    Ich vermute ja nicht für andere, ich stelle fest das es für mich dazu gehört. Das beste Beispiel am Anfang war mein Gang zum Arzt von mir gekommen . Es musste mich keiner dahin prügeln .

    Für mich stellte sich damals nur die Frage ob das Konzept der Therapie das richtige ist und nicht das es eine Möglichkeit einer Therapie gibt. Für mich war es das nichts.

    Ich musste nichts aufarbeiten, brauchte keine Motivation Verstärkung um Trocken zu bleiben oder musste wieder in eine soziales Gefüge durch Verhalten , Beschäftigung, Sport oder andere Therapiemaßnahmen eingefügt werden . Das Wissen über die Krankheit beschränkte sich auf Selbsthilfe .

    Schönen Sonntag wünsche ich :)

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Zitat von Skyline

    Ich würde eine Stadt gestallten in der alles vorhanden ist wie jetzt auch im normalen Leben aber in dieser Stadt gibt es keinen Alkohol. Ich werde als Alkoholiker nirgendwo mit dem Alkohol konfrontiert, nicht im Geschäft, nicht in der Werbung, eben absolut gar nicht. In dieser Stadt lerne ich wieder normal Leben zu können, ich würde einen Zeitrahmen in etwa von zwei Jahren vorgeben. In dieser Zeit mache ich was ich sonst normaler Weise auch machen würde, arbeiten gehen, sport machen, ins Kino gehen usw.
    Für mich wäre die Grundlage wirklich einfach erst mal wieder ein normales Leben führen zu können ohne einer Versuchung ausgesetzt zu werden.
    Natürlich mit einer entsprechenden Unterstüzung wenn diese erforderlich ist und natürlich mit Gesprächen in Selbsthilfegruppen.

    Wenn ich es dann gelernt habe wieder ein normales Leben führen zu können würde ich vorsichtig zum nächsten Schritt übergehen. Die Erarbeitung der Rückfallprohylaxe, was hat bei mir früher Suchtdruck ausgelöst, welche Risikominimierung muss ich betreiben usw.

    Hallo Oli,

    die Idee an sich klingt ganz interessant. Was mir an ihr jedoch nicht gefällt, ist diese Abschottung, die damit zwangsläufig einhergeht.
    Ich bin zwar Alkoholiker und würde mir wünschen, daß der Alkohol in der Gesellschaft nicht den Stellenwert einnimmt, wie es momentan der Fall ist, aber das sind nunmal die Voraussetzungen, die Fakten, mit denen wir konfrontiert werden. Und die lassen sich nicht dadurch ändern, wenn man sich zwei Jahre in einem Nexus aufhält...möglicherweise wäre der Aufprall bei der Rückkehr in die "normale" Welt nur umso heftiger.

    Mir gefällt diese bunte Welt mit all den Gefahren, die sie beinhaltet. Ich würde gerne einiges ändern, hätte viele Ansätze, wie man gewisse Dinge besser gestalten könnte. Aber ich bin pragmatisch genug, um zu erkennen, daß man Idealvorstellungen zwar haben darf und auch haben sollte, aber diese Ideale nicht auf die Gesellschaft übertragen darf. Die Gesellschaft wird sich wegen mir nicht ändern, aber ich kann mich ändern, unabhängig von der Gesellschaft.

    Nichtsdestotrotz find ich es prima, daß Du nach Lösungen, Alternativen, Antworten suchst. Viele Menschen belassen es oft bei einem "ist doch eh alles scheiße". Alternativen allerdings haben auch sie nicht zu bieten.

    Und jeder neue Gedankenansatz, jede neue Alternative, möge sie noch so abenteuerlich klingen, ist besser als gar keine.

    Menschen, die Dinge wesentlich verändert haben, wurden von ihren Zeitgenossen oft als Utopisten bezeichnet. Die Auszeichnung für ihr Lebenswerk gab es oft erst post mortem.

    Also strick ruhig weiter an Deiner Idee...ich find das gut :)

    Schönen Gruß

    Andreas

  • Hallo Harmut,

    ich habe ja angeführt dass ich auf keinen Fall möchte das Jemanden etwas verweht wird, das ist nicht mein Anliegen.

    Ich persönlich kenne aber Einrichtungen die mit einem geringen Aufwand nur dafür erschaffen wurden einen größt möglichen Profit zu erwirtschaften. Das Therapieziel dort ist mehr als nur sekundär und sogar das Trinken von Alkohol wird dort nicht wirklich unterbunden.
    Diese Einrichtungen gehören zu einem sehr großen Gesundheitsunternehmen in Berlin die jedes Jahr dadurch sehr viel Geld einnehmen.
    Das ist eine Tatsache die mich einfach sehr stört, wie man mit der Erkrankung von Menschen einfach nur viel Geld verdienen möchte.

    Wenn du heute wieder trinken würdest fällst du leider in die 95% zurück, ich persönlich freu mich aber darüber dass du zu den 5% gehörst :)


    Hallo Carpenter,

    ich hatte es eigentlich grad nicht als eine Abschottung angesehen, da alles andere so wie auch in einem normalen Leben vorhanden ist. Nur eben kein Alkohol und was damit verbunden ist. Man nimmt sozusagen eine ganz normale Stadt und entfernt aus ihr den Alkohol und alles Dazugehörige.
    Wie ich schon erwähnte erachte ich es als sehr wichtig für einen Alkoholiker erst mal eine grundlegende Stabilität zu entwickel ohne eben über eine Gefahr zu stolpern die alles wieder zunichte machen könnte. Manche Menschen müssen auch nach den vielen Jahren in der Alkoholabhängigkeit erst mal lernen überhaupt wieder ein normales Leben zu führen.

    Damit diese Menschen eben nicht wieder in der harten Realität aufschlagen habe ich den zweiten Schritt vorgeschlagen. Ohne der Konfrontation mit dem Alkohol in ruhe zu analysieren wo früher die Schwachpunkte lagen und diese dann in der Rückfallprohylaxe verankern. Wenn das alles erarbeitet ist würde ich in kleinen Schritten unter Anleitung an die Umsetzung gehen. Ich weiß das wäre sicherlich recht schwierig, da jeder Mensch anders auf Konfrontationen mit dem Alkohol reagiert. Dem Einen stört es gar nicht wenn Jemand am Imbiß ein Bier trinkt ein Anderer bekommt davon massiv Saufdruck. Diese Vorgehensweise müsste wirklich sehr einfühlsam und individuell erfolgen.

    Ich bin ganz deiner Meinung dass man seine Ideale nicht auf die Gesellschaft übertragen kann, ich glaube das wäre ein Kampf gegen Windmühlen.


    Glaub mir wenn ich die finanzielle Mittel hätte würde ich wahrscheinlich auch versuchen dieses Projekt in die Realität umzusetzen.


    Lieben Gruß Olli

  • Hallo Karsten,

    ja so ist es, da sind wir bei dem Thema die Therapie hinterher geworfen zu bekommen. Das ist es ja was ich meine, wenn ich von der Entgiftung sozusagen in die Therapie rüber getragen werde bleibt die Motivation und Eigeninitiative völlig auf der Strecke.

    Da sieht es bei der ambulanten Langzeitherapie nämlich ganz anders aus, da muss ich erst mal die Sitzungen vorab alle schaffen. Ich weiß nicht mehr genau es waren 10 oder 12 Gruppensitzungen glaube ich.

    So motiviert wie ich damals war kam ich gar nicht erst bis zur Therapie, weil ich natürlich ausversehnen die die Sitzungen verpasst habe oder ich mal wieder einen Rückfall frönte.
    Diese Kosten haben sie sich gespart bei mir was auch gut so war, es hätte eh nichts gebracht.

    Die Eigeninitiative sollte ein Mindesmaß an Vorraussetzung für eine Langzeittherapie sein, so ist es aber leider nicht. Da liegt ja der Hase im Pfeffer.

    Wenn bei mir in der Entgiftung Jemand ohne entsprechende Therapie oder einen anderen Maßname entlassen werden sollte war der ganz böse.
    Es wurde entsprechend Druck auf die Leute ausgeübt etwas zu machen, weil sie sonst ja eventuell beim nächsten Mal nicht mehr in der Entgiftung aufgenommen werden.

    Gut es gab auch Fälle wo sie aufgegeben haben so wie bei mir, so vielen Therapien konnten sie ja nicht vergeben wie ich dort war. Mir hatten sie allerdings auch nicht mehr viel Zeit gegeben.


    Lieben Gruß Olli

  • glück auf olli und glück auf alle

    bekanntlich bin ich ohne entgiftung trocken geworden, ohne LZT trocken geblieben und bis jetzt auch rückfallfrei - und ich bin mit meinem trockenen lebe glücklich und zufrieden.
    um s gleich vorwegzunehmen, ich war körperlich gesund (bis auf die unterarmamputation), hatte ne relativ gut bezahlte arbeit (arbeitsnormer = "wissenschaftlicher mitarbeiter für arbeitsorganisation"), war gesellschaftlich aktiv (hab beim DRK gesundheitshelfer ausgebildet und grundkurse für fahrschüler gegeben), hatte n motorad hatte meine fahrerlaubnis für alles was räder hat (und für sportboote), ich war geschieden (ob ich allerdings in dieser ehe jemals trocken geworden wär???).
    mein tiefpunkt war ganz einfach "?ekel?", ekel vor mir, wenn ich morgens eingenässt und eingekotet aufwachte.
    aber das steht ja alles in meinem thrad.

    Zitat von Skyline

    Bevor ich nun im dritten Jahr 95% von meinem Geld aus dem Fenster werfe mache ich mir doch Gedanken woran es liegt.

    hier hinkt das beispiel gewaltig: s sind ja die "pflanzen" die dafür bezahln, dass du sie nimmst - von der ökonomischen seite aus müsstest du drann interessiert sein, das möglichst viele eingehn.

    ich "schwör" auf die selbsthilfe < da sind die 5% die gärtner.

    schöne zeit

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Hallo Zusammen

    Dies ist alles sehr interessant für mich. Dachte wirklich nur mit einer Langzeittherapie kann man trocken werden.

    Ich bin Angehörige, und finde Eure Kommentar sehr hilfreich.

    Vielen Dank dafür

  • Hallo Olli,

    „wollen“ ist für mich einer der Hauptgründe, warum Menschen rückfällig werden. Denk mal an die, die in Gedanken „ich will nicht“ auf der Zunge haben und das Glas zum Mund führen. Der Ansatz, dass „wollen“ oder „Willensstärke“ etwas bewirken passt nicht.

    Was wir im Bewusstsein empfinden, mit unseren Gedanken denken, ist ja nur ein ganz kleiner Teil unserer Abläufe und Informationen, die im Hirn verarbeitet werden. Ich bin z. B. nicht in der Lage meinen Zellen zu befehlen, was ja „wollen“ ist, teilt euch normal und hört auf euch unkontrolliert zu teilen. Das wäre ja dann so was, Krebs ade. Zellen sind von der Natur aus nicht krank programmiert, das machen wir selbst. Der Einfluss, hier bei uns das saufen wollen oder am Partner festhalten, kommt also immer durch die Lebensumstände, also durch das was ich anstelle bzw. durch das was von außen auf mich einwirkt.

    Eine Therapie ist immer eine begleitende Maßnahme zur Beschleunigung des Heilungsprozesses, z. B. durch Fachleute, hier durch das Forum, durch Gruppen, durch Freunde, Telefonate, Austausch und zu Verhaltensänderung führt, also etwas, was zusätzlich den kleinen Bewusstseinsbereich erweitert.

    Was passiert denn wenn ich am Tiefpunkt angelangt bin, entscheide da raus zu wollen und gegen meinen Organismus ankämpfe, nicht mehr trinken will? Ein hoher Prozentsatz wird rückfällig.

    In meinem Freundeskreis heißt es abgeben an eine höhere Macht oder einfach nachzumachen was andere erfolgreich vorleben oder einem Therapeuten zu vertrauen, sich also abzugeben in Unbekanntes, loszulassen und zu ändern. Es fällt mir heute immer noch schwer zu akzeptieren, dass meine Zellen nicht krank geboren wurden und nicht dafür da sind krank zu werden, sondern einfach nur natürlich gesund funktionieren wollen und dass ich der Einzige bin, der da Unordnung rein gebracht hat. Ich komme gelegentlich nur klar, wenn ich mich instinktiv präpariere oder therapiere und in meinem Hirn rum fummele.

    Vielleicht wäre da auch frühzeitiger etwas mit wegsperren, fixieren, Gewalt, mit Medikamenten, die einige gerne hätten, Hirnamputation, Dauerbehandlung und Therapie von außen möglich gewesen, wenn es den Heilungsprozess von innen, aus meinem Organismus heraus, aus mir selbst gefördert hätte.

    Für mich ist heute alles gut und eine Therapie eine sinnvolle Ergänzung auf die ich nicht verzichten möchte. Mich haben aber auch andere Schritte weiter gebracht, als die paar Gedanken, die ich aus den Vormittagen, die für den Therapeutenbesuch drauf gingen, mitnahm. Da waren aus zwei Stunden SHG ein, zwei Sätze an denen ich oft Wochen gearbeitet habe oder Themen hier im Forum, die in meinem Kopf waren oder nur ein Satz, der mir beim Morgenlauf noch in der Birne war, wenn ich am Frühstückstisch saß. Praktisch, also so auf Knopfdruck, hier und jetzt ist davon wenig abrufbar. Wenn ich die Lebenszeit in Finanzen umrechne, dann ist für das was durch mein Hirn irgendwo geflossen ist, wo es gut angelegt ist, wo ich aber selten spontan bewusst drauf zugreifen kann, eine Menge Knete drauf gegangen. Das ist mir heute viel wert, also quasi was Sinnvolles was nicht da ist.

    LG Karl

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo Matthias,

    Zitat

    ich "schwör" auf die selbsthilfe < da sind die 5% die gärtner.

    Dem kann ich mich anschließen :)


    Hallo Karl,

    du hast deine Sichtweise so schön ausgeführt dass ich diese einfach so unkommentiert stehen lassen will :)


    Lieben Gruß Olli

  • Hallo Karl,

    Zitat

    oder nur ein Satz, der mir beim Morgenlauf noch in der Birne war

    Bei mir waren es ganz besonders einige DEINER Sätze, die bei mir das Finale der "Aufarbeitung" einläuteten. ( Aber das schrieb ich ja bereits .)

    Und das alles für lau ! ;)

    Dankeschön.

    Slowly

  • Hallo Olli,

    wird da nicht alles in eine Boot geschmissen ? Therapie zum Trocken werden , Therapie als Kostenträger , Therapie zur Aufarbeitung ? Ich bin nicht der Ansicht, das eine Therapie immer zur Beschleunigung des Heilungsprozess beiträgt.

    Nach Aussagen von zwei meiner trockenen Bekannten brauchten sie auch keine Aufarbeitung ihrer Vergangenheit. . Es ist zwar einer dabei, der eine Langzeittheraoie gemacht hatte aber mehr oder weniger dazu genötigt wurde. Zum Friedenswillen der Angehörige und Ärzte. Es muss ja oft eine Begründung für jemand her, der die Sucht nicht versteht.

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Hartmut,

    ich stehe ein bisschen auf dem Schlauch, worauf beziehst du das, das alles in ein Boot geworfen wird ?

    Da gebe ich dir vollkommen recht, dass nicht immer eine Therapie greift.
    Das entsteht schon allein aus der individualität der Menschen oder wie es in meinem Fall war, dass ich eigentlich gar keine Lust auf Therapie hatte.


    Lieben Gruß Olli

  • Hallo Olli

    ich hatte den Eindruck das dieser Thread für Erfolg oder Nichterfolg eine Therapie entstanden ist und die Kosten dazu gerechtfertigt sind. Das Gesamtkonzept Therapie sollte nach meiner Ansicht mit dem Patienten abgesprochen werden und nicht nach Schema F

    Ich habe ja durch meine andere Krankheit über 30 stationäre Aufenthalte in Reha oder Therapiezentren seit 1995 verbracht. Die habe dort ein Konzept (für REHA) das von den Kostenträger vorgeben ist und dieses auch einhalten.

    Du bekommst zwar Vorschläge was du machen kannst musst aber 3 dieser Vorschläge annehmen damit die Abrechnung stimmt. Bin ja nicht nur Patient in dessen Augen sondern Kunde . Deswegen bin ich auch sehr kritisch geworden .

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Hartmut,

    jetzt verstehe ich es, es musste mir ein bisschen auf die Sprünge geholfen werden :)

    Insgesamt bin ich ja der Meinung ob nicht das ganze Konzept der klinischen Langzeittherapie mal überdacht werden sollte.

    Auch dabei gebe ich dir recht, eine Therapie sollte nicht nach Schema F erfolgen, das halte ich persönlich auch nicht für sehr sinnvoll.

    Wenn man das so ausdrücken kann wird Schema F dort angewendet bei der man eine breite Masse abdecken möchte und es in kauf nimmt, dass eine gewisse Anzahl hinter über fällt.
    In Anbetracht der Zahlen ist es bei der LZT eigentlich genau andersrum.


    Lieben Gruß Olli

  • glück auf olli, glück auf hartmut und glück auf alle

    Zitat von Hartmut

    Ich bin nicht der Ansicht, das eine Therapie immer zur Beschleunigung des Heilungsprozess beiträgt.

    ja - s kann das gegenteil bewirken.
    ich wünsch mir n gesundheitswesen, das unabhängig von der wirtschaft arbeiten kann (z.b. wie in Kuba).
    naja - n weihnachtsmann gibts wohl in wirklichkeit auch nich.

    schöne zeit

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Hallo Matthias,

    das wäre ein sehr erstrebenswertes Ziel wenn das Gesundheitswesen nicht mehr gewinnorientiert arbeiten würde.

    Ich komme ja unter anderem auch aus dem Bereich der Altenpflege und wenn man dort sieht wie bei den alten Menschen im Grunde mit Leid und Elend das Geld verdient wird da kann einem schlecht werden.


    Lieben Gruß Olli

  • Hallo,

    ich halte die heutigen "Eingangshürden" für eine Therapie für zu gering.
    Dadurch kommen viel zu viele Kandidaten in den Genuss, die letztlich nicht ausreichend "Eigenmotivation" zum Aufhören haben.
    Ist aber letztlich nicht mein Problem, mir hat die Therapie etwas gebracht, weil ich auch etwas wollte.
    Ob sich die Krankenkassen oder die Rentenkassen die entsprechenden Ausgaben leisten können, sollen die bitte entscheiden.
    Die lassen auch sogenannte DSM-Studien erheben bzgl. der Rückfallwahrscheinlichkeiten / - quoten.

    Gruß Jürgen

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