Beiträge von Thalia1913

    Liebe Toffifee,


    klingt für mich so, als hättest du nicht nur ein „kleines Händchen mit im Spiel“ gehabt, dass der Tag so wurde, wie er wurde. 🙂


    Ich kenne diese Angst vor dem Rausgehen auch noch. Gibt immer noch Tage bei mir, da spüre ich das wie ein leises Echo aus alten Zeiten.

    So wie du schreibst, kannst du dich gerade gut selbst in den Blick nehmen und bist gut in Verbindung mit dir. Schaust auf deine Befindlichkeit und Bedürfnisse. Empfindest du das auch so?

    Ich wünsch dir für morgen eine ebenfalls guten Tag und vielleicht sogar einen weniger anstrengenden Nachmittag.

    Lieben Gruß

    Thalia

    (Hab vorhin auch noch ein paar Reihen gehäkelt. Bzw. ehrlicherweise etwa eine halbe Reihe, denn die Decke ist schon ziemlich groß)

    Hallo Toffifee,


    ich lese bei dir von Anfang an mit und freue mich, dass du jetzt wieder hier bist. Bin auch alleinerziehend trocken geworden und seit etlichen Jahren hier im Forum im Austausch, was für mich total hilfreich war (und ist).

    Abends nochmal ins Forum zu gehen ist für mich eine fast tägliche Routine geworden, und auch gerade diese Regelmäßigkeit finde ich / fand ich auch gerade in den ersten Monaten stabilisierend.

    (Du hattest dir auch im Dezember schon mal vorgenommen, abends zu schreiben, habe ich gerade beim Zurückblättern nochmal gelesen.)

    Aber jetzt legst du den Fokus ja auf Veränderung, hab ich wahrgenommen. Das hier spricht mich an:

    Mir ist klar geworden, dass ich nicht wieder da hin komme, wo ich leistungsmäßig mal war, denn sonst komme ich auch gesundheitlich wieder dort hin und das will ich auf gar keinen Fall.

    Das ist etwas, was ich auch verinnerlichen musste, gerne auch nochmal und nochmal und nochmal, weil die eingefahrenen Bahnen eben ganz schön … eingefahren sind.


    Auch da hilft mir der das Lesen hier, der mir durch Beiträge anderer (zum Beispiel Deiner) öfter mal ein Spiegel vorgehalten wird.

    Insofern wünsch ich auch Dir, das Du das Forum gut für Dich nutzen kannst, um dich weiter gut in deinem trockenen Leben einzurichten.

    Viele Grüße

    Thalia

    Hallo Seppel,


    kannst du vielleicht Dinge, die dich umtreiben, zeitnah lösen?

    Wichtige Entscheidungen stehen an und ich kann es nicht jedem Recht machen.

    Bei mir ist oft ein unangenehmes Gefühl und miese Stimmung, wenn genau so etwas ansteht. Und wenn die Entscheidung dann getroffen ist, lässt der innere Druck nach.

    Drück dir die Daumen, dass du Wege findest, nicht einfach „durchzuhalten“, sondern aktiv zu werden, im Sinne deiner Trockenheit.

    Viele Grüße

    Thalia

    Hallo Perdita,


    zusätzlich zur Frage von Hera hatte ich noch folgenden Gedanken:

    So lange ich bei mir von draußen draufgucken kann, was ich so denke, und hier insbesondere in Bezug auf Alkohol, gehört das zur Trockenarbeit dazu, also für mich jetzt.

    Indem ich die Suchtstimme erkenne und benenne, kann ich sie bannen. (Erinnert mich jetzt an irgendwelche Geschichten über „böse Geister“, aber ein bisschen ist das ja auch so.)

    Klappt es eigentlich bei dir, dass du dir wie geplant „wenig Umstände“ machst für deine Gästin?

    Viele Grüße

    Thalia

    habe ich es noch nicht geschafft, nach dem endgültigen Auslaufen meiner ambulanten Reha hier, in meiner SHG, intensiver an meiner Selbsthilfe zu arbeiten

    Möchtest du das denn ändern?

    Wenn ja, wie könnte das für dich aussehen - wenn du dich intensiver um deine Selbsthilfe kümmern möchtest? Was bedeutet Selbsthilfe für dich, und was ist das Wichtige für dich daran, hier in dieser Online-SHG zu sein?

    Das wären vielleicht Fragen, die ich mir stellen würde.

    Viele Grüße und eine gute Nacht auch dir.

    Thalia

    Hallo Seppel1986,


    danke, dass du von deinem Alkoholtraum erzählt hast. Das ist so ein gutes Beispiel dafür, wie es nach einer realen Begegnung mit Alkohol (auf dem Geburtstag) noch nachwirken kann, auch wenn ich vielleicht denke, das macht nichts mit mir - mein Alkoholikergehirn sieht das anders.

    Es ist gut, sich das bewusst zu machen, dass da unter der bewussten Oberfläche was passiert, was sich auch Tage später als Suchtdruck äußern kann.

    Viele Grüße

    Thalia

    Hallo Angler,

    ich lese bei dir mit und freu mich mit über deinen Start in ein trockenes Leben. Ich schreibe nicht so viel im Offenen, aber manchmal schon, wenn mich was anspricht. Zum Beispiel das:

    Und das tolle: ich hab das entschieden, ich Steuer es. Ich kann es so machen. Total einfach eigentlich, oder?

    Ja! Das finde ich auch so toll. Diese Freiheit. Selbstbestimmtheit. Ich genieße das auch nach Jahren der Abstinenz noch regelmäßig ganz bewusst.


    Und hierzu hab ich auch noch was (hast du geschrieben im Zusammenhang mit dem Gang durch den Supermarkt als möglichem Risikofaktor):

    Unterm Strich ist das ja eine Kopfsachen bzw. Einstellung.

    Bei mir war es das nicht. Ich bin suchtkrank. Für mich ist Trockenwerden und -bleiben mehr als eine Einstellungssache. Auch, aber nicht nur. Stichwort Risikominimierung.

    Das ist eben die Veränderung, die durch die Sucht kommt: Ich kann mich nicht mehr „einfach“ darauf verlassen, was mein Kopf mir sagt, weil da eben auch meine Sucht sitzt. Das ist für mich die Herausforderung, dauerhaft. Zu akzeptieren, dass die Sucht aus meinem Kopf nicht mehr verschwindet. Zum Glück kann ich inzwischen gut, sogar sehr gut damit leben. Auch, weil ich Risiken minimiere.

    Dir weiterhin einen guten und hilfreichen Austausch hier.

    Grüße, Thalia