Hallo Martina,
Danke für deine Nachfrage! 
Zitat
"Gestaltet Du Dein Leben jetzt,heute,so, das es Deiner Trockenheit dient"
Das ist für mich eine der zentralen Fragen, die ich mir auch heute noch manchmal bewusst stelle.
Ich weiß nicht, wie es bei dir ist/war, aber ich neige dazu, allem Möglichen in meinem Leben Priorität zu geben, nur nicht meiner eigenen Zufriedenheit und Ausgeglichenheit, die ich aber als sehr wichtig für meine stabile Trockenheit ansehe. Insofern ist es für mich, seit ich trocken leben will, wichtig, immer mal wieder zu gucken: wie setze ich gerade meine Prioritäten?
Das ist das eine. Das andere ist die Risikominimierung.
https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…echternheit.php
Da geht meine Frage dahin: gestaltest du dir dein Leben möglichst so, dass du
- offen mit deinem familiären und engen Umfeld über deine Krankheit redest,
- hast du ein alkoholfreies Zuhause und soweit wie möglich ein alkoholfreies Umfeld
- hast du deinen Alltag verändert, seit du nüchtern lebst? D.h. hilfst du dir selbst dabei, trocken zu bleiben, indem du deinen Alltag (alkoholfrei) umgestaltest, auch zum Beispiel deine Freizeitbeschäftigungen
Bei mir ist es oft so, dass ich das Gefühl habe, funktionieren zu müssen, irgendeiner Aufgabe oder Anforderung gerecht werden zu müssen. Seit ich erkannt habe, das sich alkoholkrank bin, versuche ich immer wieder zu sagen: Halt, wenn ich das und jenes jetzt tue, was bedeutet das für meine Trockenheit.
Ich finde das gar nicht einfach, meine Trockenheit und damit mich selbst wichtig genug zu nehmen, besonders wenn ich im Alltag auf Widerstand oder Unverständnis stoße.
Ich hoffe, ich konnte meine Frage etwas konkretisieren. Frag mich sonst gerne wieder.
Einen guten Start ins Wochenende wünsche ich dir. Was liegt an?
Thalia