Liebe Katha,
Danke für deine Antwort, ich freue mich darüber.
... "dass ich in mein Leben passe bzw. mein Leben zu mir", soll eigentlich heißen, dass ich mir jetzt das Leben bastele, oder aus mir entstehen lasse, in dem ich mich wie Ich fühle und frei atmen kann. Mich für etwas Vorgefertigtes passend machen habe ich lange versucht, vergeblich. Und deine Frage danach, wer die Messlatte hin hängt oder wer da was vorfertigt, ist eine zentrale, die ich wohl im besten Fall jeden Tag erneut für mich beantworten, oder zumindest mir stellen, muss/kann/darf.
Ich bin froh über deinen vorletzten Satz " da liegt es an mir, die Voraussetzung wieder zu schaffen, und ich werde das auch tun."
Denn das klingt alles ganz schön heftig, was du erlebt hast dieses Jahr. War der Alkoholismus deines Mitbewohners eine Überraschung für dich? Und du schreibst fast so in einem Nebensatz, dass du rückfällig geworden bist, du den Rückfall aber gleich wieder stoppen konntest (wenn ich dich richtig verstehe).
Hängt für dich "neue Wohnung" mit "neuem Job" eng zusammen? Oder kannst du zu deiner eigenen ... ich sag mal Sicherheit, nicht schon vorher umziehen?
Oh, noch was. Dies hier:
Zitat
aber ich überlege immer: Hat es sich gelohnt, hat es dir gut getan, fühlst du dich wohl damit? Meistens ist die Antwort nein und dann lass ich es einfach.
Andere Dinge oder Situationen stressen mich zwar, aber sie tun mir gut oder bringen mich weiter. Dann gehe ich da wieder rein und erweitere damit meinen Komfortkreis, denn ich weiß doch, dass es irgendwann selbstverständlich wird und keine Angst mehr macht.
Das ist gut und klingt wenn schon nicht einfach, so doch machbar, aber mir ist irgendwo unterwegs - schon vor langer Zeit - das natürliche Gefühl dafür abhanden gekommen, was das eine ist und was das andere. Und daher rate ich oft, und oft auch "falsch" (was in diesem Fall heißt: zu meinem Nachteil, oder sogar zum Nachteil mir nahestehender Personen. - manchmal auch zu deren Vorteil.)
Damit hadere ich zum Beispiel. Und ich hadere damit, dass ich hadere. Aber, (da ich jetzt viel mehr Voraussetzungen dafür geschaffen habe, dass ich glücklich sein kann,) hör ich auch manchmal einfach auf und lass es gut sein.
Ich wünsche dir eine erfolgreiche Behandlung am Wochenende. Und für die Jobsuche drücke ich dir die Daumen.
Einen herzlichen Gruß!
Thalia