Moin Maeron,
ich kann nachvollziehen, warum bei dir ein „Vorwurf“ ankommt, weil ich, glaube ich, ähnlich ticke - wenn mir etwas zurückgemeldet wird, was ich gar nicht (mehr) auf mich zutrifft oder von dem ich nicht möchte, dass es auf mich zutrifft, gerate ich (auch?) schnell mal in einen Rechtfertigungsmodus.
Aber es ist ja so, dass genau die Wahrnehmungen von anderen über die Art, wie ich hier schreibe, eine Hilfe sein können, mich selbst zu überprüfen.
Du hattest geschrieben
Stilles einfach mal probieren ist nicht möglich. Das ist ein Schutz. Doch es beschränkt meine Freiheit. Und mein Freiheitsbedürfnis ist stark.
Vor allem darauf beziehe ich meine Rückmeldung an dich, dass sich das für mich nicht trocken liest.
Meine hier beschriebenen Gedanken sind Suchtgedanken. Dass ist doch klar. Aber ich darf trotzdem Verzichtsgedanken haben.
Als ich das obere gelesen habe, las sich das für mich nicht so, dass dir das klar war, dass die Verzichtsgedanken und das Gefühl der eingeschränkten Freiheit eben genau Suchtgedanken sind.
Nur darauf wollte ich hinweisen, dass das für mich nasses Denken ist, und für mich persönlich ist klar, dass nasses Denken mich dem Rückfall näher bringt.
Ich fand/finde es (auch?) nicht immer einfach, die Rückmeldungen, die ich hier bekomme, als wichtige, hilfreiche Anstöße zu sehen (und nicht alle sind es, ehrlich gesagt). Aber wenn ich Rückmeldungen an mich ran lasse und nicht abwehre, dann kann es mir manchmal helfen, aus einer unguten Gedankenspirale rauszukommen und den Abstand zu meinen eigenen Gedanken (wieder) herzustellen.
Ich denke der Ausrutscher- Rückfall hat mich auch nach hinten geworfen.
Das kann gut sein, und wie gut, dass du dich hier mitteilst und austauscht.
Herzliche Grüße
Thalia