Beiträge von Thalia1913

    Hallo Schmidtty,


    ich würde es auch mit deinem Therapeuten ansprechen - es kann ja auch sein, dass es eine suchtspezifische TherapieGruppe dort gibt.

    Zudem könnte ich mir vorstellen, das auch einige Mitpatienten zusätzlich eine Suchtproblematik haben.

    Was macht dir Sorgen, wenn du es ansprechen würdest?

    Viele Grüße

    Thalia

    Hallo Scarlett,


    das mit dem Spaziergang klingt gut. Mir tut es auch immer gut, draußen zu sein. Irgendwie verschieben sich dadurch (durch die Bewegung? die Wahrnehmung der Natur um mich herum? keine Ahnung) oft die Perspektiven, und hinterher geht es mir psychisch besser.

    Einfach immer weitermachen mit dem Trockenwerden, Tag für Tag, so hat’s ja auch bei mir angefangen, das Aufhören, und irgendwann hab ich gemerkt, dass es auch meinem Gemüt viel viel besser geht, und ich wieder Freude am Leben empfinden kann.


    Schönen Sonntag dir weiterhin!

    Viele Grüße

    Thalia

    Hallo Scarlett,

    herzlich willkommen. Bin auch Alkoholikerin und zum Glück seit einigen Jahren trocken und hier im Forum unterwegs. Das Schreiben hier und auch das Lesen bei anderen trockenen Alkoholiker:innen hat mir unglaublich geholfen. Du hast das ja letzte Nacht auch schon genutzt, einfach hier zu schreiben, wenn du nicht schlafen kannst zum Beispiel. Hat das geholfen?

    Dein Nick hat mich übrigens auch angesprochen; ich habe das Buch als junges Mädchen quasi auswendig gekonnt … und später dann auch den Film.

    Was hast du heute vor?

    Hier in meiner Gegend ist Herbststurm, aber raus muss ich nachher trotzdem mit dem Hund. Danach ist der Lesesessel umso gemütlicher.

    Viele Grüße und einen guten Austausch hier im Forum!

    Thalia

    Das Ganze war gelassen und entspannt, weil ein unsichtbarer Rahmen gespannt war, an dem sich die Gruppe orientieren konnte.
    Für diesen Rahmen hat Dante gesorgt, im Vorfeld und auch vor Ort, völlig unscheinbar und gelassen, wie ein Schäfer mit seiner Herde.

    Das hast du super auf den bildlichen Punkt gebracht für mich, Nayouk!

    Danke Dante! 💐
    Und danke an euch alle, die ich kennenlernen durfte. <3

    Hallo Maraike,


    herzlich willkommen hier im Forum. Ich habe hier in den vergangenen Jahren sehr viel für meine Nüchternheit und vor allem meine zufriedene Nüchternheit lernen können.

    Du brauchst hier auch gar nicht bei anderen zu schreiben, im Gegenteil, gerade am Anfang (aber eigentlich auch generell) bist da ganz allein für dich selber hier und kannst alle Gedanken und Gefühle hier aufschreiben und reflektieren und sortieren. Und vor allem hier viel lesen. Ich finde die gesammelten Erfahrungen anderer Alkoholiker_innen, die von ihrem Weg in die Trockenheit hier in vielen Jahren berichtet haben, total hilfreich.

    Für akuten Suchtdruck gibts hier auch schon gesammelte Vorschläge.

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40


    Ich wünsch dir alles Gute!

    Viele Grüße

    Thalia, trockene Alkoholikerin

    Hallo Seiltänzerin,

    Hast Du Strategien die Dir helfen?

    Da fragst Du was … ! … nicht wirklich, bzw. immer nur phasenweise. Vermutlich die beste Strategie für mich persönlich ist das Aufschreiben. Also raus aus dem Kopf und nach außen. Und kleine Häppchen und dann einfach anfangen, also im Grunde die Standardstrategien.

    Und ansonsten auch einfach akzeptieren, wenn ich merke, dass es mir zu viel wird und mich lähmt, und dann auch wirklich Dinge weglassen.

    Das war sowieso nach dem Trockenwerden wichtig bei mir: vieles auf den Prüfstand stellen und mich fragen, „muss das sein oder kann das weg“. Auch auf Pflichten bezogen.

    Wie lief es bei dir heute?


    Viele Grüße

    Thalia

    Hallo Seiltänzerin,


    von mir noch verspätet Gratulation zu den ersten vier Wochen.

    In deiner Beschreibung deines zunächst „nicht guten Tages“ kann ich mich wiederfinden, das kenne ich von mir auch … Dinge nicht zu erledigen und dadurch belastet zu sein und sie trotzdem vor mir her zu schieben.


    Dass der Tag als richtig guter Tag zu Ende ging, indem der Anruf von der Psychologin kam, und natürlich mit deinem Belohnungsessen, freut mich für dich.


    Eine gute Nacht und morgen mehr Erfolg mit den Anrufen!

    Viele Grüße

    Thalia

    Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Lebensmut, und auch gleich noch einen extra Glückwunsch zum Start in dein trockenes Leben.

    Ich fand es besonders hilfreich, hier (und anderswo) auf andere trockene Alkoholikerinnen zu treffen. Mir hat das ein gutes Gefühl gegeben zu erfahren, dass es andere wie mich gibt (natürlich), und es hat mir geholfen, mich aus diesem „Stigma-Denken“ nach und nach zu befreien.

    Viele Grüße,

    Thalia, trockene Alkoholikerin

    Hallo Mattie,


    herzlich willkommen von mir, weiblich und noch ohne Enkelkinder, aber auch der sechzig näher als der fünfzig, und dein Beitrag hat mich bewogen, dir zu schreiben.

    Ich hatte meinen Job auch (noch) nicht verloren.

    Was ich wirklich schrecklich fand und finde ist das Gefühl der Unfreiheit. Ich habe eben nicht einfach mal so ein Glas (oder eine Flasche) getrunken, sondern ich hab’s ohne nicht mehr ausgehalten, und das alleine ist für mich schon Grund genug, mein Suchtmittel nie mehr in mein Leben zu lassen.
    Das dann nach außen zu vertuschen und die damit einhergehende Scham und das kaum noch vorhandene Selbstwertgefühl .. das kam dann noch dazu.

    Es kommt ja nicht drauf an, wie‘s nach außen wirkt, dein (mein) Trinkverhalten, sondern wie es sich innen drin anfühlt. Mir ist klar, dass ich so nicht mehr leben will, und das zu meiner höchsten Priorität mache. Damit ist meine Chance, trocken zu bleiben, genauso groß wie die einer jeden, die es sich ebenfalls zur obersten Priorität gemacht hat.


    Ich wünsch dir weiterhin ein gutes Ankommen hier im Forum.

    Viele Grüße

    Thalia

    Moin Maeron,


    ich kann nachvollziehen, warum bei dir ein „Vorwurf“ ankommt, weil ich, glaube ich, ähnlich ticke - wenn mir etwas zurückgemeldet wird, was ich gar nicht (mehr) auf mich zutrifft oder von dem ich nicht möchte, dass es auf mich zutrifft, gerate ich (auch?) schnell mal in einen Rechtfertigungsmodus.

    Aber es ist ja so, dass genau die Wahrnehmungen von anderen über die Art, wie ich hier schreibe, eine Hilfe sein können, mich selbst zu überprüfen.

    Du hattest geschrieben

    Stilles einfach mal probieren ist nicht möglich. Das ist ein Schutz. Doch es beschränkt meine Freiheit. Und mein Freiheitsbedürfnis ist stark.

    Vor allem darauf beziehe ich meine Rückmeldung an dich, dass sich das für mich nicht trocken liest.

    Meine hier beschriebenen Gedanken sind Suchtgedanken. Dass ist doch klar. Aber ich darf trotzdem Verzichtsgedanken haben.

    Als ich das obere gelesen habe, las sich das für mich nicht so, dass dir das klar war, dass die Verzichtsgedanken und das Gefühl der eingeschränkten Freiheit eben genau Suchtgedanken sind.

    Nur darauf wollte ich hinweisen, dass das für mich nasses Denken ist, und für mich persönlich ist klar, dass nasses Denken mich dem Rückfall näher bringt.

    Ich fand/finde es (auch?) nicht immer einfach, die Rückmeldungen, die ich hier bekomme, als wichtige, hilfreiche Anstöße zu sehen (und nicht alle sind es, ehrlich gesagt). Aber wenn ich Rückmeldungen an mich ran lasse und nicht abwehre, dann kann es mir manchmal helfen, aus einer unguten Gedankenspirale rauszukommen und den Abstand zu meinen eigenen Gedanken (wieder) herzustellen.

    Ich denke der Ausrutscher- Rückfall hat mich auch nach hinten geworfen.

    Das kann gut sein, und wie gut, dass du dich hier mitteilst und austauscht.

    Herzliche Grüße

    Thalia

    Ja, natürlich

    Mein Gedächtnis gehört zu mir. Ich könnte sagen, das hat nichts mit mir zu tun, es ist das Suchtgedächtnis. Es ist ja ein Teil von mir und das was ich denke und an was ich mich erinnern und Verlange. Klar,ich bin nicht meine Gedanken. So gesehen, es ist eine Seite von mlr,die so denkt.

    Hallo Maeron,


    der Unterschied ist, glaube ich, dass du dich, indem du sagst „mein Freiheitsbedürfnis ist stark“ etc. mit deinem Suchtgedächtnis identifizierst.

    Bei mir war das so, als ich nass war. Ich dachte, ich brauche den Alkohol, dachte, es ist eine Einschränkung meiner Selbstbestimmung, wenn ich nicht mehr trinke(n darf).

    Da war ich mit meiner Sucht eins.

    Jetzt, trocken, identifiziere ich mich nicht mehr mit dem, was mir das Suchtgedächtnis (immer noch, wenn auch selten) suggerieren möchte.


    Du schreibst

    Hier zeigt sich wieder, dass ich teilweise noch nicht für mich trocken bin.


    Ist das nicht sogar noch eine Beschönigung?

    Ich lese dich nicht als trocken.

    Mir hat die regelmäßige Auseinandersetzung mit meinem Alkoholismus hier im Forum auf jeden Fall geholfen, trocken zu werden. Das wünsche ich dir auch!

    Viele Grüße

    Thalia