Hallo Esteban,
willkommen hier im Forum. 
In deinem ersten Text hast du geschrieben:
Ich fürchte mich vor Überreizungen wie Angst,Wut,Glücksgefühle, emotionale Hochgefühle die mich wieder zur Flasche greifen lassen.
und dann jetzt dies:
Kennt Ihr das auch ?
An einem Tag wie Heute hab ich echt ne dünne Haut. War grad mit meiner Frau einkaufen und mich störte einfach alles. Die Menschen, Die Angebote , Die Preise. Vor allem aber die Menschen. Ich merke das Unruhe... Agressivität in mich aufstieg. Ich summte in Gedanken einfach ein Lied und es half etwas. Ja und mit Wut hat mein Suchtgedächtnis immer mit Alk reagiert. Gott sei Dank war meine Frau dabei und ich doch den Willen habe das Gift nicht mehr zu kaufen. Es war nicht sehr akut aber eben mit emotionalem Ungleichgewicht um zu gehen muss ich halt noch mehr lernen und trainieren.
Ich hab nicht im Kopf, wie lange du jetzt abstinent bist.
Bei mir war es so, dass ich, als ich schon länger nüchtern war, merkte, dass mich manche Dinge weiterhin anstrengen und ich überreizt werde, z.B. von vielen Menschen beim einkaufen. Für mich war daher wichtig, nicht nur „den Willen“ zu haben, nicht mehr zu trinken (wie du schreibst), sondern auch langfristig mich anders zu verhalten. Ich muss mich manchen Situationen ja einfach nicht mehr aussetzen, wenn ich merke, dass ich damit nicht gut klar komme. Inzwischen bin ich ziemlich lange trocken und ich habe in einem vollen Einkaufsladen keine Angst mehr in Bezug auf meine Abstinenz, aber ich bin halt einfach sehr empfänglich für Reize und filtere nicht genug aus, und das tut mir nicht gut.
Als ich nüchtern wurde, konnte ich nach und nach entdecken, wie ich so ticke, und wo ich vielleicht durch Veränderungen nicht nur meine Trockenheit absichern, sondern generell meine Lebensqualität verbessern kann.
Viele Grüße und einen gute Austausch dir weiterhin.
Thalia