Beiträge von step-by-step

    Eni,
    8 Wochen sind wirklich nicht lang ... im Vergleich zur Ewigkeit. Das dürfen wir beide nicht vergessen. ;)

    Ist es echter fieser Trinkdruck oder sind es eher Erinnerungen an vergangene Trinkroutinen, wenn Du auf Deiner Ponderosa bist? :roll:
    Es tut mir leid, dass Dein Rückzugort so triggert.

    Kopf hoch, Du wirst es packen, mach einfach weiter, es sind erst 2 Monate um! :)

    Gute Nacht
    step

    Hallöchen Forum,
    heute ist Tag .... momentmal eben in die Exceltabelle schauen ... Tag 59, mehr als 8 Wochen ohne! :)

    Anfangs habe ich noch die Tage gezählt, mittlerweile bin ich froh, wenn ich weiß in welcher Woche ich bin.
    Das Trockensein findet also seinen Platz im Alltag und mir geht es gut damit. :)

    Ich lese hier täglich mit, auch wenn ich in dieser Woche abends häufig erst sehr spät nach Hause gekommen bin und es mir manchmal lästig war den Rechner anzuschalten.

    Eure Beiträge fesseln mich aber dann sofort, ich fühle mich wohl hier im Forum, ohne Euch würde mir was wichtiges fehlen. Hört sich zwar schleimig an :oops: , ist aber so! :)
    Irgendwie kommt es mir vor wie in einem Kleingartenverein, in dem ich mal in die eine und mal in die andere Parzelle reinschaue. Mal ein Pläuschchen halte, mal nur zuhöre. Mal ist in der einen Parzelle richtig Leben in der Bude und der halbe Verein versammelt sich dort, mal sitzt beim nächsten nur am Wochenende einer vor der Hütte.
    Mir gefällt es! :lol:

    So, jetzt geh ich mit meinem Liebsten lecker essen!
    Alles einen entspannten, zufriedenen Abend!
    step

    Hi Eni,
    ich melde mich auch mal wieder. Zur Zeit lese ich nur hier im Forum, aber das mit Freude!
    Deine positive Motivation tut mir gut.

    Ponderosa mit neuer Gesellschaft, das hört sich doch mal nach einer positiven Veränderung an. Hoffentlich klappt das "Umprogrammieren", ich wünsche es Dir.

    Bei mir ist es ja der Keller, den ich mit Trinksituationen verbinde. Anfangs habe ich die Gänge dorthin möglichst vermieden, was nicht einfach ist, das Waschmaschine, Tiefkühler und Schreibtisch dort stehen.
    Mittlerweile geht es, es kommt nur noch selten vor, dass eine Trinkerinnerung mich überkommt.
    Ich hoffe, Dir gelingt dies auf der Ponderosa auch. Hab keine Ahnung, ob man das vergleichen kann.

    Dir einen schönen Restsamstag.
    Mein WE-Programm sieht heute noch einen kleinen kulinarischen Ausflug mit meinem Liebsten vor. :)

    Mach weiter so
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    Hallo Sonja,
    auch ich möchte Dich herzlich Willkommen heißen. :)

    Ich bin selber erst vor ein paar Wochen hier aufgeschlagen und kann Dir schon aus Sicht dieser kurze Zeit berichten, dass es absolut wert ist, dem Alkohol den Rücken zu zudrehen.

    Dein Threadtitel hat mich auch ein wenig irritiert, spiegelt aber gerade Deine innere Verfassung wieder.
    Während des Entzugs und der Entwöhnung benötigte ich sehr viel Zeit für mich. Das Forum, Alk-Literatur und viele Gedanken haben mich sehr eingenommen und meine Familie musste zurück stecken.

    Eine weitere geruhsame Nacht wünscht Dir
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    Hallo Claudia,
    danke für Deine Erfahrungen. Es tut gut zu erfahren, wie es anderen am Anfang ergangen ist.

    Es hört sich vllt lustig an, aber ich übe gerade für mich allein daheim "Ich bin Alkoholikerin" laut auszusprechen. Anfangs ging es mir gar nicht über die Lippen, obwohl mich niemand hören konnte, mittlerweile geht es ein wenig. Diese Worte fühlen sich inhaltlich völlig richtig an, doch das Aussprechen ist schwierig. :roll:
    Schön blöd, aber ich arbeite dran. :)


    Zitat von ClaudiA


    Ich renne nicht durch die Gegend und schrei daß ich Alkoholikerin bin .... Viele Menschen vergessen das lustigerweise oft wieder.


    Diese Vergessen-Erlebnisse hatte ich während meiner 9-Jahre-Nüchternphase auch, sie haben aber damals meinen Alkteufel bestärkt "Siehste, die anderen glauben auch nicht, dass du ein Problem hast."
    Jetzt würde ich es sicherlich auch positiv sehen.

    Ich werde berichten.

    Hallo Forum,
    wollte nur kurz melden:
    - Woche 8 geschafft (naja fast, morgen aber :))
    - 7,5 kg reinen Alkohol aus dem Körper gelassen
    - U80 erreicht, gewichtsmäßig (erstmalig seit 2,5 Jahren) :lol:
    - alle Unwetter überstanden bzw. umschifft

    Mir geht es gut!

    Ich muss jetzt los, treffe mich noch mit ein paar lieben Freunden.
    Euch einen entspannten Abend
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    Och menno, schon wieder jemand, der Geduld anmahnt! ;)

    Danke Claudia!
    Irgendwie glaube ich immer, ich wäre geduldig und dann öffnet mir ein guter Geist die Augen. :D

    Zitat von ClaudiA


    Allerdings weiß er somit auch "schon immer", daß ich trockene Alkoholikerin bin. Es ist ein Teil meines Lebens und für mich immens wichtig, daß die Menschen das wissen. Nun ja - zumindest die, mit denen ich es enger halte ;o)

    Die Erkenntnis ist auch bei mir da, ich kann es nur noch nicht aussprechen. Wie lange hat das bei Dir gebraucht oder konntest Du es sofort?

    Viele liebe Grüße
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    Hi Eni,
    Schoki schon aufgefuttert?

    Meine, eine leckere M...a-Diam, musste ich nach der Hälfte vor mir retten und in den Schrnak sperren. Ist besser für sie. ;)

    Wow, Du warst ja heute superaktiv! Hört sich nach einen guten Antiwochenendlochprogramm an.
    Ich war heute Morgen ne Stunde walken, war bei 28°C eine echte Herausforderung, hat aber das Hirn freigespült!

    Schön, dass Du den Abend genießen kannst. :lol:
    Ich gehöre ja eher zu der Fraktion, die gern in Gesellschaft ist, aber jedes WE brauche ich das auch nicht.
    Einen ruhigen Sofaabend mit gutem Film und Schoki weiß ich durchaus zu schätzen :).

    Zitat von Eniba


    Ich denke oft und immer wieder/noch, dass ich Spaß an solchen und anderen Veranstaltungen haben müsste, haben ja schließlich alle anderen auch. Habe ich aber meist nicht. Mehr als 4 Menschen auf einmal stresst mich, mag ich nicht. Zu wie vielen Festivitäten habe ich mich schon geschleppt, waren auch oft nette Begegnungen, aber selbst dann reicht es mir nach maximal 2 Stunden!


    Warum misst Du Dich an Anderen? Du bist Du!

    Außerdem glaube ich, dass viele so gestrickt sind wie Du.
    Naja, zumindest in diesem Punkt ;).

    Bleib am Ball!
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    Hallo Tina, hallo Eni,
    vielen Dank für Euer Feedback!

    Hallo Forum,
    das Feedback der beiden hat mich schon überrascht, denn so sehe ich mich gar nicht. :shock:

    Zitat von Tina


    Es liest sich für mich wie eine Art Trauer und der Verzicht auf Alkohol wird dann mit anderen Dingen kompensiert. Oder sehe ich das falsch ?


    Ich für mich fühle mich total befreit durch die Abstinenz und trauere dem Alk nicht hinterher, zumindest kommt es mir so vor. Hoffentlich mache ich mir da nicht nur was vor. Nochmal in mich horchen, neee es fühlt sich gut an nicht mehr zu trinken.
    Was ich als Einschränkung empfinde, ist der Verzicht auf Geburtstagsparties oder ´nen netten Kneipenabend mit Freunden o.ä.. Von solchen Veranstaltungen halte ich mich derzeit fern, auch wenn ich früher dort selten was getrunken hatte. Ich war eher der heimliche Kellertrinker.
    Ich trauere nicht der Trinkmöglichkeit hinterher, sondern dem sozialen Miteinander. Wenn ich jetzt Freunde treffen möchte, dann möchte ich das nur in alkoholfreier, sicherer Umgebung und das ist ersteinmal hier daheim. Aber immer alle hierhin einladen ist auch keine Dauerlösung.

    Aber ich beklage mich nicht (Bei wem auch ;)?), denn ich sehe diesen Weg als sehr wichtig und richtig an.

    Zitat von Tina


    Was mich aber am meisten interessiert: Führst Du Dein Trinktagebuch eigentlich weiterhin ? Abstinent + Befindlichkeiten meine ich ? Wenn ja, kannst Du da irgendwelche Zusammenhänge mit guter /schlechter Stimmung bzw. Belastbarkeit erkennen ?


    Oh ja, da bin ich hartnäckig. Was ich einmal anfange, gebe ich es nicht so schnell wieder dran. :)
    Der Zusammenhang zwischen Druck auf der Arbeit oder Stress in der Beziehung und meinen Tiefpunkten ist nicht zu übersehen.
    Diese Situationen sind ja eigentlich nicht neu, früher habe ich mich dann allerdings zugenebelt. Jetzt muss ich so dadurch, bzw. andere Strategien entwickeln.
    Im Job klappt das schon recht gut: rechtzeitig Stop! sagen, mehr Feedbacks nach oben geben etc.. Manchmal bin ich dann aber doch gefrustet, ich spüre aber eine Verbesserung.

    Beim Punkt Stress in der Beziehung sieht das anders aus, da fehlen mir noch Alternativstrategien. Dieslang muss es ein Stimmungstief tun, wenn ich nicht weiß, wie ich mit Schweigen oder Sichmissverstandenfühlen umgehen soll. Immerhin verspüre ich kein Verlangen nach Alk, wenn wir mitten in einer Eiszeit oder Sturmflut stecken. Das finde ich schon mal viel wert.
    Ohje, Eiszeit, Sturmflut, das liest sich irgendwie schlimmer als es real ist. Ja kommt vor, aber nicht häufig.

    Zitat von Eniba


    Was macht die Sturmflut bei Euch aus? "Lediglich" Deine Stimmungsschwankungen? Ich hoffe, Deine Familie gibt Dir auch Halt!"Alleine durchziehen"....alles hat seine zwei Seiten!!!?!!!


    Meine Familie steht zu mir! :) Hier gibt es keinen Alk im Haus und auch keine Diskussion seitens der Family darüber. Selbst die Kids haben sämtliche Piccolöchen, Schnäpschen o.ä., die man in jungen Jahren noch gern repräsentativ in der Vitrine stehen hat, entfernt.

    Trotzdem vermisse etwas, was sich schwer fassen/formulieren lässt.
    Vielleicht so:
    Ich wünsche mir, dass meine Abstinenz nicht nur akzeptiert wird, sondern dass meine Lieben versuchen die Krankheit zu verstehen, sich darüber informieren.
    Das ist wahrscheinlich zuviel erwartet, besonders von den Kids, und außerdem egoistisch. Aber schön wäre es trotzdem. :roll:

    Zitat von Tina


    Walken hat ja aber auch was mit Entspannung zu tun. Vor allem ohne Musik im Wald. Oder auch mit Musik, aber dann achte bitte auf die Läufer


    Bin noch nie mit Stöpseln gelaufen, die würden mich ablenken. Walken bedeutet für mich den Kopf frei zubekommen. Ich gehe immer die gleiche 6-km-Strecke und lasse dort allen Gedanken freien Lauf. Wenn ich wieder daheim bin, fühle ich mich wie durch die mentale Waschstraße gelaufen. Leider hält dieser wunderbare gereinigte Zustand nicht allzulange an. ;)

    Puh, heute fluppen die Worte nicht wirklich, hat lange gedauert und aus kurz und knackig ist auch nichts geworden.

    Eine guten Resttag Euch allen!
    step

    Danke der lieben Nachfrage Enib,

    mir geht es gut, naja zumindest ist meine Abstinenz stabil.
    So stabil, dass sie die innerfamiliären Wogen oder soll ich sagen Sturmflut, die hier gerade herrscht, gut verpackt.

    Darauf bin ich echt stolz *mich selbst mal auf die Schulter klopf*, früher haben ähnliche Situationen zu tagelangen Abstürzen geführt.

    Zur Zeit wäre ich glücklich, wenn ich die stimmungsschwenkende Entwöhnungsphase alleine durchziehen könnte, ohne ständig Rücksicht auf andere nehmen zu müssen.

    Aber das Leben ist kein Wunschkonzert, also durch und weiter!

    Einen schönen Abend noch
    step

    Nabend Andreas,
    wollt nur mal kurz "Hallo!" sagen. :)

    Zitat von Carpenter


    Bei mir zuhause stehen bei meiner Familie einige Veränderungen an, die auch einiges an Aufmerksamkeit erfordern werden...v.a. beruflicher Natur. Es wird also wohl eher nicht ruhiger, sondern eher etwas turbulenter werden in den nächsten Wochen und Monaten. Ich spüre bereits, wie sich Veränderungen ankündigen, empfinde allerdings kein Unbehagen darüber. Meine Abstinenz hat mir inzwischen eine gewisse Festigkeit verschafft, Dinge so zu nehmen, wie sie eben kommen. Es gibt kein Wegducken mehr, kein Wegsehen, kein Verleugnen. Die Dinge werden angegangen wie sie kommen.
    Daß dabei eigene, notwendige Veränderungen nicht sofort angegangen werden können, versteht sich von selbst. Aber ich sehe keine Eile darin. Wer sein halbes Leben versoffen hat, dem sollte es auf einen Tag hin oder her dann wohl auch nicht ankommen, oder ?

    Ja, Veränderungen in der Familie sind auch bei mir gerade ein zentrales Thema. Ich bin froh diesen Veränderungen mit klarem Kopf entgegen sehen zu können.
    Deine wundervoll formulierten Gedanken bestärken mich.
    Besonders der letzte Absatz mit der Geduld hat mir gefallen. In dem Punkt habe ich irgendwie einen chronischen Mißstand. ;)

    Gute Nacht
    step

    Danke Correns,

    ich hol das Zitat mal kurz rüber.

    Dieser Gedanke war für mich neu und hat mich sofort berührt. Selbst wenn man aus einer gefährlichen Situation heil heraus kommt, verführt es zu weiteren Leichtsinnigkeiten.
    Und wer weiß, in welcher Bestform mein Einflüsterer genau in einer solchen Situation sein würde. ;)

    Danke auch an alle anderen, die sich so teilnahmsvoll um Eni und mich kümmern. Mir tut das richtig gut und unterstützt mich unbeschreiblich.

    Nur kurz zum Thema "feuchtfröhliche Touren":
    Meine Hoffnung bzgl der Fahrt am Ende des Jahres liegt aktuell darin, dass es eine alkfreie Tour für alle werden könnte.
    Ich bin mir aber nicht sicher, ob das reicht, oder ob die Erinnerungen an die vergangenen 2 Jahre mich schwächen würden :roll: .
    Die 9 Jahre/Fahrten davor habe ich eh nichts getrunken, da war ich schon mal abstinent (wenn auch nicht trocken, wie ich jetzt weiß).

    Ach, ich werde mich jetzt nicht weiter mit diesem Thema beschäftigen, es belastet mich zu sehr, außerdem gehen mir noch viele andere Dinge durch den Kopf.
    Es ist ja noch etwas Zeit und ich werde bis dahin sicherlich noch besser wissen, was für mich gut ist und was nicht.
    Meine Neigung zu Leichtsinn war gottlob eh schon immer unterentwickelt.

    Jetzt falle ich gleich totmüde ins Bett.
    Mein Anti-Wochenendloch-Programm sah heute neben der normalen Hausarbeit eine Stunde stöckeln (Nein Andreas, ich hatte Turnschuhe an! ;)) und gaaanz viel Gartenarbeit vor (die letzten Sturmschäden beseitigen).
    Bis jetzt hat sich kein Loch aufgetan, bestenfalls ein Löchlein. Und das habe ich mit Unkraut gefüllt, welches ich heute säckeweise aus den Beeten geholt habe. :)

    Morgen fahren wir zu einem Schlossfest mit Gartenmarkt. Da ist der Tag dann auch schön ausgefüllt, die Betonung liegt auf schön :)!

    Allen Lesenden und Helfenden eine geruhsame Nacht!
    step

    Guten Abend,
    bin heute spät dran, habe aber das Bedürfnis dir noch ein paar Zeilen zu schreiben.

    Zitat von Eniba

    Was den Sommer auch ausmacht? Feste, Lagerfeuer, meine PondeRosa… Trigger-Gefahr! Die Wandertour mit meinen Mädels… in kürze, mehrere Tage und mit etlichen feuchtfröhlichen Abenden. Bin hin und her gerissen, will dabei sei, schaffe ich das?

    Ich verstehe Deine Zerrissenheit nur zu gut.
    Das Pendant zu Deiner Wandertour steht bei mir in einem halben Jahr an, viele Freunde und Familie, mehrere Tage, feuchtfröhliche Abende, wenn auch keine Besäufnisse. Ich grüble heute schon darüber nach, was ich tun soll. :cry:
    Wäre ich heute in der Situation würde ich definitiv daheim bleiben.

    Mhhh, ich überlege gerade: Es sei denn, die Tour fänd fröhlich-alkoholfrei statt, für alle natürlich, dann könnte man teilnehmen.
    Was meinen die "Erfahrenen" zu meiner These :?:
    Bin unsicher, irgendwo habe ich doch sicherlich einen Haken übersehen.

    Lieben Gruß
    step

    Guten Abend Forum,
    mein Stimmungsbarometer hat heute Trübsinn für mich vorgesehen.
    Nicht schön, so dünnhäutig zu sein und für jeden Mist weinen zu müssen :(.

    Naja, nach dem Gesetz der Abwechslung muss der morgige Tag dann ja richtig gut werden. Ich freu mich drauf!

    Heute spielte mir mein Suchtgedächtnis wieder einmal einen kleinen Streich.
    Beim Kochen dachte ich so darüber nach, was ich morgen noch alles für die Mahlzeiten am Wochenende einschaffen muss. Ganz routiniert blitzte unterbewusst der Gedanke auf "Und genug Alk musste auch noch besorgen ... ähm, ach nee, musste ja gar nicht!" Erst war ich verwirrt und dann erleichert.
    Was war das denn?

    Zitat von Eniba

    Kauf die schnell ein Paar neue, flotte Stöcke! Du wirst Dich drüber freuen!

    Der beste aller Göttergatten hat mir aus den Resten meiner kaputten Stöcke und ein paar Billigstöcken, die noch im Keller standen, wunderbare Ersatzstöcke gebastelt :).
    Die tun´s erstmal, bis ich ein Paar perfekte neue gefunden habe.

    Zitat von Eniba

    Oh wie gut kann ich mich erinnern, wie das war, wenn ich total ausgepowert von der Arbeit kam! Völlig fertig und gleichzeitig überdreht. Die Entspannung musste dann schnell ran, das Runterkommen. ...


    Diese Gefühle kenne ich nur zu gut, total ausgepowert sein, mehr neue Baustellen als alte abgeschlossen werden, etc.
    Der Alkoholteufel spielte mir immer vor, dass der Job so mies sei, so dass es durchaus legitim wäre zum Runterkommen ordentlich zu trinken.

    Erstaunlicherweise erfüllt mich mein Job, den ich in den letzten 2,5 Jahren innerlich schon 1000 mal gekündigt hatte, seitdem ich nicht mehr trinke immer mehr.
    Stressig ist der Job immer noch, Lob gibts dafür immer noch nicht, aber ich mache die Arbeit jetzt gern und dadurch sicherlich auch gut. So zufrieden habe ich mich jobmäßig schon lange nicht gefühlt.

    Na, siehste, übers Schreiben ist mein Trübsal fast verflogen :)!

    In diesem Sinne eine gute Nacht

    Moin Andreas,

    Du bist mir ja einer! :)

    Zitat von Carpenter


    Weniger nachvollziehen kann ich Dein Stöckelproblem...mir persönlich ist das noch nie passiert :)

    Mit der gleichen Einstellung begegnet draußen die Jogger-Fraktion uns Stockenten. ;) :)
    Danke für die Aufmunterung am Morgen.

    An Aufforstung haben wir auch schon gedacht, mal mit den Nachbarn reden. Leider gehört das Grundstück einer Wohnungseigentümergemeinschaft, alle im Ruhestand. ;)

    Bin spät dran,
    muss an ´ne Schüppe!
    LG
    step

    Hallo grübelnde Eniba,

    ich bin froh, dass Du Deine Abstinenz trotz Sommerblues aufrecht erhälst.
    Mach weiter, es ist der einzig vernünftige Weg. Ja, er ist hart und steinig, aber er ist wichtig!

    Zitat von Eniba

    Ich bin traurig, dass ich den Sommer kaum in seiner Schönheit wahrnehme und von allem ausgeschlossen bin, was so einen Sommer auch ausmacht.


    Was wäre das denn?

    Halte den Kopf oben!

    Aufmunternde Grüße
    step

    Danke Correns, danke Matthias,
    es tut gut von den Erfahrungen anderer zu hören/lesen.

    Hallo Forum,
    "Loch" ist wohl richtig, genauso fühle ich mich auch gerade.

    Und dieser Tag war nicht gerade hilfreich aus Demselben wieder raus zu gucken. Eigentlich war es ein richtiger Sch...tag.

    Beim Stöckeln ist mir ein Stock abgebrochen, weil irgendein gedankenloser Bauarbeiter auf dem Behelfsfußweg einen Gullydeckel mit dünner Schotterschicht unsichtbar gemacht hat. Und wer trifft mit seinem Lieblingsstock genau drauf, bleibt hängen und bricht sich den Stock? :evil:

    Das waren meine Lieblingsstöcke, die passten perfekt ! :(

    Auf der Arbeit war die Hölle los, die halbe Mannschaft im Urlaub, die ganze Arbeit aber noch da! (Da hatte ich zwischendurch eine Art Erinnerungsblitz "Oh ja, gleich ein leckeres Belohnungssektchen!" Den Gedanken haben ich sofort energisch weggewischt und durch die Vorfreude auf ein Eis auf der heimischen Terrasse ersetzt. Das klappte gut. Immerhin was positives heute :))

    Leider gab es heute auf nach der Heimkehr keinen Grund zur Freude mehr. Die Baumschubser waren gerade dabei die riesige Trauerbirke in Nachbars Garten abzuholzen. So ein prächtiger, stolzer, vitaler Baum, der nebenher auch noch alle Blicke der anliegenden Wohnbebauung auf unsere bis dato uneinsehbaren Terrasse abhielt, einfach abgeholzt. :cry:

    Ich kann es gar nicht fassen :(. Wie oft habe ich gemütlich da gesessen und geschaut, wie sich die langen Zweige im Wind wiegten, dieser Anblick hat mich immer beruhigt, besonders in den letzten Wochen.

    Darüber werde ich so leicht nicht weg kommen.

    Allen eine geruhsame Nacht wünscht
    eine traurige step

    Psst, hatte mich gestern vertan, es war schon Tag 41, heute als Tag 42 ;)

    Guten Abend Ihr Lieben,
    Tag 40 ist geschafft ... und ich auch!

    Derzeit fühle ich mich ausgelaugt und schlapp. :(
    Nicht nur, weil ich ein Grippchen ausbrüte (einen herzlichen Dank an die schneuzenden Kollegen :evil: ), sondern auch irgendwie mental.

    Vor einem guten halben Jahr begann ich ein Trinktagebuch zu führen. Alle Trinkphasen wurden mit Menge, Ort, Uhrzeit, Grund und Befinden pingelig notiert, die Trinkpausen die zwischen 4 und 8 Tagen schwankten auch.
    Nach und nach wurde setzte sich der Gedanke durch, dass ich den zwangfreien Umgang mit Alkohol leider nicht beherrsche und somit ein kontrolliertes Trinken für mich nicht realisierbar ist. Angestrengt hatte ich mich genug, aber der Suchtteufel war immer schlauer.

    Vor 40 Tagen habe ich es mir erstmalig eingestanden Alkoholikerin zu sein. Von dem Moment an wollte ich nichts mehr trinken und habe das bis heute umgesetzt.

    In diesen 40 Tagen ging es mit meinen Gefühlen auf und ab, Glück, Zweifel, Unruhe, Euphorie, Verzweiflung, Freude u.v.m. gaben und geben sich die Klinke in die Hand.

    Mittlerweile kann ich auch besser mit Trinkerinnerungen umgehen, die gern mal durch bekannte Situationen, Geräusche oder Anblicke hervorgerufen werden. Ich nehme sie wahr, aber sie erschrecken mich nicht mehr. Einmal erlebt, finden sie eine Ablage in meiner Trigger-Tabelle.
    Vielleicht kann ich später daraus ein Muster erkennen und mich noch besser schützen.

    Am letzten Wochenende habe ich endlich den Mut gefunden meinen Kindern (alle schon erwachsen) und meinen besten Freunden meine Abhängigkeit zu beichten.
    Es ist mir richtig schwer gefallen, außerhalb dieser schützenden Mauern des Forums bekennende Worte auszusprechen (in meinem Fall zu schreiben).
    Hier bei Euch kann ich ganz frei von meinen früheren Abstürzen schreiben/reden, doch in der realen Welt setzt eine Zungenlähmung ein. Wird das besser?
    Bei GöGa, dem ich nach 10 Tagen alles erzählt hatte, gibt es keine Erzähl-Probleme.

    Nach all diesen Ereignissen/Taten fühle ich mich nun ausgelaugt.
    Diese mentale Schlappheit kann ich nicht genau beschreiben. Es ist, als hätte mein Kopf keine Lust mehr sich mit dem Thema Alkoholismus zu beschäftigen, wenig Lust hier zu schreiben (ja, ich weiß, fällt heute nicht auf ;))und hier zu lesen, die Alk-Literatur liegt seit Tagen unberührt auf dem Nachtisch, etc.

    Mhm, mal schauen, wie lange nun dieser Zustand anhält.

    Irgendwie musste ich das jetzt alles loswerden.

    Einen schönen Restabend wünscht
    step