Beiträge von Dhyana

    Danke dir Carl Friedrich! Ja, ich habe so einiges diese Monate trocken erlebt, alle Geburtstage, diverse private "Katastrophen", Ferien, Einladungen ...

    Ich habe eine Frage in die Runde:

    Wie seht ihr das mit dem Besuch einer realen Gruppe um die Abstinenz zu unterstützen und zu erhalten? Geht ihr in Gruppen oder seid ihr da gewesen eine Weile lang?

    Ich möchte euch ein herzliches Hallo hinterlassen und kurz berichten, dass ich noch einen Rückfall hatte, :oops: in den Ferien.
    Im FH waren Weinflaschen gelagert, die ich entdeckte und .... trank.... Gefahr lauert überall.

    Seit August bin ich trocken, nüchtern und es geht mir sehr gut. Ich hoffe und glaube, dass ich es endlich kapiert habe. Soweit mein Gefühl.
    Ich schreibe noch in einem anderen Forum mit und bin dabei weiter an mich zu "arbeiten".

    Mein erstes Xmas, Geburtstage (ohne grosse Feier), nochmals Ferien im Herbst, und viele Probleme mit meinen Jugendlichen habe ich ohne Alkohol gemeistert.

    Nun folgt mein erstes Silvester und ich möchte mich bei euch herzlich bedanken und

    euch allen ein gutes, gesundes, leichtes, heiteres und trockenes Jahr 2019 wünschen 

    Ja verstehe, warum du so handelst. Du passt ja letztendlich auf dich selber auf, und hast jemand dabei, der mit dir ist, für den Fall des Falles.

    Ich halte mich zurück, einfach weil ich keine Lust habe auf eine Gesellschaft, wo getrunken wird. Und das ist jetzt im Sommer fast vermehrt zu treffen. Da verbringe ich lieber einen gemütlichen, ruhigen Abend zu Hause.

    gute Nacht, Dhyana

    Ja sicher, da bleibe ich fern... wer weiss wie lange. Lieben Dank für deine Antwort, ist eine sehr gute Einstellung. Werde es mir merken, für die Zukunft.

    Du bist aber schon länger ohne Alkohol unterwegs, seit 5 Jahren und seit einem halben Jahr wieder in gemischter Gesellschaft ? habe ich das richtig verstanden? Hat sich was geändert, wenn du Kontakt hast zum Alkohol, auch von der Ferne, nach so langer Zeit?

    happy day dir !

    Hallo frontifex

    Zitat

    weil ich inzwischen mit Alkohol in meiner Umgebung umgehen kann.

    wann weiss, man dass? ist das die Erfahrung oder ein inneres Gefühl? Die Zeit der Abstinenz?

    Schöne Grüsse nochmals

    Guten Morgen

    Ich war auf Besuch, bei mir zu Hause gibt es kein Alkohol !

    Zitat

    Solange mich Schuldgefühle wegen einer Krankheit quälen solange habe ich ein schlechtes Wissen.

    darüber muss ich noch nachdenken....ich weiss, ich muss mich schützen und habe es auch getan, brauche dann auch kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn der trinkende (T) (erst ist süchtig, hat es mir zuliebe gelassen zu trinken) verzichtet. Er hat auch nichts gesagt sondern der nicht trinkende Partner, hat mich gefragt, wieso der sonst trinkende Partner nicht trinken darf, wenn ich da bin. Ups, etwas verwirrend....

    vielen Dank für die Antworten und einen schönen Tag erstmals...

    Hallo

    Mein sonst trinkender Elternteil, hat bei einem Besuch nicht getrunken, auf meiner Bitte hin. Nun hatte ich ein unangenehmes Gefühl (Schuld) dass er verzichtet, leidet...und ich nicht das Recht habe, es zu verlangen. Obwohl er nichts gesagt hat, es war nur ruhiger und ungewöhnlich ihn ohne Alkoholglas zu sehen. Natürlich auch viel angenehmer, aber doch irgendwie unheimlich, da nicht "normal". Beide Gefühle da....

    Denke dass ist die Co Abhängigkeit die sich da meldet? Oder der verzichtende Teil von mir? Kennt das jemand?

    Grüsse
    Dana

    Ich habe nicht vor weg zu gehen :) Meine Erfahrung mit einer AA SHG war nicht so meines und die Zeit spielt auch eine Rolle. Hier kann ich immer lesen, schreiben, lernen wann ich Zeit habe, zu jeder Stunde oder wenn ich ein Problem habe, es aufschreiben und mich austauschen. Das hat viele Vorteile. :D

    liebe Grüsse
    dhyana

    Hallo
    da ich keine reale SHG habe, bin ich hier und sehe das auch als eine SHG. Ist sie auch. Vielleicht brauche ich auch keine reale.

    Mir geht es sehr gut. Was mich nicht mal mehr überrascht. Das nicht mehr trinken wollen, müssen festigt sich von Tag zu Tag, immer mehr. Gedanken dass ich was möchte, hatte ich schon eine Weile nicht mehr.

    Ich wünsche euch einen schönen Samstag !

    Ich wurde gefragt, ob ich in einer realen SHG gehen würde, das habe ich damit gemeint, eine reale SHG. Kommt das falsch rüber? Entschuldige, dann korrigiere ich es.... oder wieso fragst du?
    schönen Gruss
    dhyana

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    Aber wie könnte es auch bei jemanden was bringen, der im Grunde seinen Alkoholmissbrauch immer noch runter spielt
    bzw. nur zu gern weiter saufen wollte?

    Ja genau so war das damals, ich habe es noch nicht einsehen können. Aber gelernt habe ich trotzdem, von allem was mitgenommen.

    Ich habe in den letzen 3 Jahren auch sehr intensiv Yoga/ Yogatherapie gemacht, meditiert und mich mehr und mehr kennengelernt. Es war gar nicht so rosig, wie ich es damals schrieb. Wenn ich heute meine Zeilen von 2015 lese," mir geht es gut, alles ist wunderbar usw., wenn nur das trinken nicht wäre..." dann sehe ich da eine Diskrepanz, ich war nicht glücklich, nicht zufrieden innerlich, habe mir was vorgemacht. Das ist heute auch anders.

    Abendrituale habe ich ich, Schlaftee u.a. Kekse, Schokolade auch manchmal, begleiten den Abend ... ich erlaube mir heute alles, ausser Alkohol, auch mal erst um 2 Uhr schlafen, wenn ich was spannendes mache. Ich bin zwar nachmittags oft müde und schlafe am Tag, bin dann abends nicht mehr so müde. Denke auch das werde ich mit der Zeit regeln.

    Zitat

    Alles, was du beschreibst, hat nicht nur unbedingt was mit dir zu tun. Es sind auch Entscheidungen, die dein Mann und dein Sohn für sich getroffen haben, da hast du sie ja nicht rein getrieben! Ich war selbst lange genug coabhängig und weiß, dass es meine eigene Entscheidung war, so zu leben! Ich hätte jederzeit diese Ehe beenden können. Und auch dein Sohn hat sich für etwas entschieden...
    Und wenn die Ehe nicht so läuft, liegt das ja nicht nur an dir.

    Ja, ich weiss, das ich nicht für alles verantwortlich bin. Es gibt Momente, da stürzt es auf mich ein, dann fühle ich so, als ob ich allein verantwortlich wäre. Beim näheren betrachten ist es aber genau so wie du es beschreibst. Mein Mann und ich lernen, wie kleine Kinder neu mit dem Leben klar zu kommen. Momentan jeder für sich. Wir waren jung, die Elternzeit hat uns damals überrollt, noch bevor wir wussten, ob wir zusammenleben wollen, zusammenpassen.... ich habe mir damals nicht viele Gedanken gemacht. Habe ja zum Baby und ja zu ihm gesagt, Sicherheit dass es funktioniert gibt es nicht. Und so verkehrt war es auch nicht, ich bereue es nicht.

    Was mein Sohn angeht, da habe ich schon schlechtes Gewissen, da er mich abends trinken gesehen hat, betrunken gesehen hat.... ein gutes Beispiel war ich nicht. Ändern kann ich die Vergangenheit jetzt nicht mehr. Aber ihm zeigen, dass ein Leben ohne Alkohol und Drogen möglich ist, viel schöner ist. Ich bin sehr offen mit ihm, habe ihm viel erzählt von mir und der Suchtentstehung, der Sucht in unserer Familie, in der meines Mannes. Mein langes "kämpfen" gegen den Alkohol, trinken müssen, nicht wollen. Er glaubt mir nicht alles, ich merke er denkt noch so, wie ich früher: solange ich meinen Pflichten und Arbeit usw. nachgehe und nicht morgens schon statt Kaffee einen Wein trinke, ist es nicht Sucht. Ihm zum verstehen zu helfen, da glaube ich wäre eine SHG sehr hilfreich. Aber er ist nicht so weit, dass er glaubt, er hat ein Problem mit dem kiffen. Vielleicht hat er auch noch keines, aber mir gefällt das "kiffen" nicht, sich wegbeamen. Er meint noch, es ist besser wie Alkohol trinken. Will jetzt nicht schreiben gesünder, aber das glaubt er.

    Mein Arzt weiss Bescheid, ich bin soweit sehr gesund. Ich werde mich nach einer SHG umschauen. Solange schreibe ich und lese hier viele Erfahrungsberichte, lerne jeden Tag dazu. Habe einen Notfallplan, meine Familie ist informiert, enge Freunde auch. Partys und Feste interessieren mich nicht. Ich möchte nicht zurückfallen. Meine innere Einsicht ist da, der Groschen ist gefallen, wie man so sagt.

    Danke fürs mitlesen und eure Gedanken, sie sind mir eine grosse Hilfe im achtsam sein.

    Schönen Abend
    dhyana

    Liebe Aurora, liebe Sunshine und Karsten

    Es hat sich einiges geändert, bei mir und in meinem Leben. Einerseits habe ich kapituliert was den Alkohol angeht, habe mein Tiefpunkt erreicht, da wo ich stand, war mir klar, so will ich nicht weiter leben. Ich habe erkannt, das ich von vielen "Problemen" weggerannt bin, aus verschiedenen Gründen: Angst oder mich nicht trauen, zu sagen was ich fühle, Angst vor Ausseinandersetzung, für andere dasein, aber eigene Bedürfnisse ignorieren, weil ich niemand verletzen wollte, zu viel Verantwortung angenommen. Diese nehme ich nicht mehr so an, wie früher. Ich bin und das ist so befreiend, in erster Linie für mein Wohl da, sage wenn es mich drückt, mache nicht alles mit. Lerne mit meinen Gefühlen zu leben. Auch wenn das heisst, ich bleibe zu Hause, allein. Ist mir lieber. Zu viele Menschen, zu viel Gerede überfordern mich zur Zeit.

    Ich nehme die Grundbausteine sehr wichtig, vermeide trinkende Gesellschaft, bin mehr nach innen gekehrt und es geht mir sehr gut dabei. Arbeite an mir, lese viel über alles mögliche, Heilung des inneren Kindes, Familienkrankheit Sucht usw... und analysiere mich, mein verhalten.Reale SHG habe ich noch nicht, bin am schauen, ob ich dass noch einbauen kann. Ich arbeite unregelmässig morgens und abends.

    Mein Mann hat immer "nur" zugesehen und war im Hintergrund da. Hat mir nie die Pistole an die Brust gesetzt. Habe mich oft gefragt, ob er mich denn nicht liebt oder nur Angst hat, ohne mich zu sein. Jetzt weiss ich, dass er Co abhängig ist, und auch Mühe hat, Grenzen zu setzten, und wie er sagt, so schlimm war es ja nicht mit mir, habe ja "alles " hinbekommen, nach aussen.

    Später mehr, habe Besuch bekommen!

    Was mir noch Sorgen macht, ist mein Schlafrhytmus. ich war und bin ein Nachtmensch, habe auch bis sehr spät nachts getrunken. Früher schlafen können, wäre mein Wunsch, aber ich kann nicht einschlafen. Also lese ich. Ich schlafe zwischen 5-6 Stunden im Durchschnitt in letzter Zeit, da ich einfach wach werde am morgen. Manchmal mache ich ein Mittagsschlaf von 1-2 h, wenn möglich und nötig. Zur Zeit ist mein Blutdruck auch oft tief, bei 85/ 50. Ob ich das ändern kann? Welche Erfahrungen habt ihr damit?

    Grüsse allerseits, die hier lesen

    Heute hatte ich so ein tiefes Tief,wegen meinem Sohn war, den ich kiffend angetroffen habe, mir war zum heulen zumute, am liebsten wäre ich fortgelaufen, vor Schuldgefühlen und Versagensgefühle mich versteckt, verkrochen, aber ohne Gedanken ans trinken! Mein Mann Co abhängig, die Ehe nicht wie ich es mir vorgestellt habe, mein Sohn neigt zur Sucht, zwar eine andere, aber Sucht ist Sucht. Was habe ich nur angestellt? Die Zeit wird es zeigen. Hauptsache ich habe nicht trinken müssen, darüber freue ich mich richtig. Finde es ist ein grosser Schritt voraus, solche Tiefs ohne das Bedürfnis zu trinken, zu überstehen.

    Oh ja guter Punkt... dann doch lieber ein Ferienhaus mieten. Danke sehr !

    Momentan geht es mir sehr gut, habe kein Druck und freue mich auf Ferien, einfach mal irgendwo sein, wo es ruhig ist, in der Natur, am liebsten Berge oder im Schwarzwald. Wandern, lesen, Zeit für sich und nichts müssen ausser sein. Da alles hier in geregelten Bahnen läuft, und ich keinen Kontakt zu trinkenden habe, zu Hause hat sich das Tee /keks-ritual am Abend auch eingependelt, ich schlafe gut, nur das einschlafen dauert manchmal länger aber ich das Gefühl über den "Berg" zu sein, fast zu einfach...

    Gibt es ein gutes Buch/ Infos zum Suchtgedächtniss speziell?

    Gute Nacht wünsche ich

    Liebe Fusselchen, lass dich mal fest drücken.. ich hoffe dir geht es inzwischen besser.... tränen waschen auch den Schmerz ein wenig weg.

    Jemand der sowas nie erlebt hat, kann es sich nicht vorstellen, es ist wie einem blinden die Farben erklären...

    Hast du eine Traumatherapie gemacht oder dich mit der Heilung des inneren Kinds beschäftigt? Mir hat es geholfen, vor allem das Buch von Stahl, dazu gibt es auch ein Arbeitsheft. Ich habe bemerkt, dass es nicht nur die eine Therapie gibt, die heilt, sondern von mehreren verschiedenen Gesichtspunkten, rangehen hilft. ÜBER ERKENNTNIS, VERSTEHEN, HEILEN. Nicht nur über den Kopf sondern vor allem vom Herz, Gefühle.

    Hast du noch Fragen? lass alles raus, was du magst,
    gute Nacht dir !

    Lieber Carl

    Danke für deine Antwort.

    Zitat

    Ich rate jedem Neuling, im ersten Jahr große Vorsicht walten zu lassen und nach Möglichkeit einen großen Bogen um das Suchtmittel zu machen

    Das habe ich gemacht/ mache ich, ich gehe nicht weg, vermeide alles wo Alk konsumiert wird. Die einzige Ausnahme sind und bleiben meine Eltern. ich werde es ansprechen. Ich trinke schon seit vielen Jahren nichts mit ihnen, auch nicht an Geburtstagen. Das Thema Alkohol wird soweit offen behandelt, als das wir wissen, dass er süchtig ist, das seine Krankheiten daher kommen. Er kann erstaunlicherweise verzichten, wenn man ihm darum bittet. Habe ich früher gemacht, als meine Kinder noch klein waren.

    Bzgl. Urlaub, ok. verstehe was du meinst... all inclusive ist eh gar nicht mein Ding, wenn dann Ferienwohnung oder Camping.

    Literatur habe ich sehr viel gelesen in den letzten Jahren, werde aber sicher das eine und andere Buch wieder lesen. Oft war ich nicht ganz nüchtern dabei. :x

    Suchtberatung aktuell nicht mehr, war ich aber früher, HA informiert (alle Werte i.O.), bei den AA Meetings auch schon gewesen, eine ambulante Therapie habe ich gemacht, Psychotherapie wegen meiner Kindheit usw. Das war vor Jahren, wo ich GEMERKT HABE, dass ich immer mehr trinke, aber noch nicht überzeugt war, ein Problem zu haben :shock: Dieses warnende Gefühl in einem, da ich ja vorbelastet bin und sensibel bin, was Alkoholkonsum angeht. Einen trinkenden Partner würde ich sofort verlassen. Mich selber geht ja schlecht... zu verlassen.
    Aber jetzt habe ich den trinkenden Teil von mir verlassen, zumindest füttere ich ihn nicht mehr. Soll er doch aushungern!

    Wünsche dir eine gute Nacht!

    Liebe Steinchen

    Ich kann mich in deiner Beschreibung auch sehr wiederfinden. Ich bin zwar schon 20 Jahre älter und immer noch verstrickt im Drama. Wenn auch mit mehr Abstand. Ich bin EKA, Co und war dann selben vom Alkoholmissbrauch getroffen. Pass bitte gut auf dich auf! Ich kann dir sehr empfehlen, deine Kindheit aufzuarbeiten, eine Therapie zu machen und auch Bücher zu lesen und zu bearbeiten wie zb."Das Kind in dir muss Heimat finden" von S. Stahl.

    Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben, heute, in jeden Augenblick und für immer. Im Sinne von auf dich aufpassen, was will ich, was fühle ich, nein sagen lernen, dich nicht für alle und alles verantwortlich zu füllen. Du bist Erwachsen und die anderen auch. Für andere da sein, ja sicher, aber nur wenn, du dir dabei nicht weh tust, seelisch. Als Kind warst du in der Rolle des Vermittlers und Beschützers, warst ausgeliefert, deine Gefühle wurden nicht widerspiegelt, wahrgenommen... das war nicht kindesgerecht.... aber jetzt ist das soweit vorbei. In dir wird dieses innere Kind immer helfen wollen, wenn du es aber erkennst, kannst du dagegen steuern.

    Ich musste lernen und bin immer noch dabei meine "wohlfühlzone" wahrzunehmen, meine Grenzen spüren, wann ist es mir zu viel, will ich, die Erwachsene, das wirklich...? Überhaupt meine Gefühle zu spüren, Nähe zuzulassen, nicht nach dem verlieben, wieder dicht zu machen oder an den "falschen" hilfsbedürftigen zu geraten, der mein Helfersyndrom anspricht. Und auch den Mund aufzumachen und zu sagen, was ich will und was nicht. Oft habe ich das nicht, aus Angst zu verletzen, aus Verantwortung dem anderen gegenüber ... eine Trennung fällt mir bis heute schwer, weil man sich ja nicht trennt, andere in Stich lässt... wie sollen die denn klarkommen ohne mich ( inneres Kind denken).

    So bin ich auch der Sucht "verfallen", und habe mich dem Gefühl "ich bin nicht genug, ich bin machtlos, ausgeliefert" insoweit wahr gemacht, auch als Erwachsene, indem ich mich dem Alkohol ausgeliefert habe. Obwohl ich es ja besser wissen sollte. Dachte ich, war aber nicht so. Ich habe zwar keine solchen Dramen veranstaltet, mein Leben lief von aussen betrachtet, erfolgreich und normal, Beruf, Familie, Kinder alles soweit ok. Viel Verantwortung, wie das so ist, der Mann geht 100% arbeiten, ich hatte immer Teilzeitjobs, und den Haushalt, die Kinder, die Arztbesuche, die sonstigen Kinder Veranstaltungen, usw.... abends habe ich den Rückzug gesucht und mich mit Alkohol betäubt. Erst im "normalen", da ich sehr achtsam war, aber es ist stetig mehr geworden. Und nun bin ich erneut am verarbeiten, trinke nicht mehr und der Kontakt zu meinen Eltern (ca 1x im Monat) triggert mich jedesmal, tut weh. Ich war so Co.abhängig, dass ich mir in etwa deinem Alter vorgestellt habe, ich tue so als ob ich abhängig wäre, um meinen Vater dann zu überreden, gemeinsam einen Entzug zu machen. Mir zu Liebe, habe ich gehofft. Hat nicht funktioniert. Aber abhängig bin ich erst viele Jahre später geworden. Damals hatte ich noch keine Ahnung, was das heisst "trinken müssen".... was Sucht bedeutet.

    Pass bitte sehr sehr gut auf dich auf, denn wenn es dir schlecht geht, hat niemand mehr was von dir und du auch nicht. Es gibt sehr viel zu verarbeiten, aber es ist möglich, nicht einfach, aber machbar.

    Alles Liebe dir!

    Hallo miteinander

    So nun bin ich wieder da. Wie ihr euch denken könnt, habe ich weiter "experimentiert" mit dem Alk und es wurde immer schlimmer. Anfang des Jahres habe ich es nicht mehr geschafft, an den selbsterlegten alfreien Abenden, weil ich am morgen früh aufstehen musste und arbeiten, nicht zu trinken und so bin ich des öfteren kaputt und verkatert zur Arbeit geradelt... ich war nur noch müde, habe irgendwie funktioniert, um mir dann abends die "Entspannung" zu gönnen. Bis zum 21.03. da wollte ich erstmals einen Monat alkfrei leben. War im Urlaub in der Zeit, hat alles gut funktioniert. Nachdem der Monat um war, habe ich mich irgendwie verloren gefühlt...so was jetzt? Habe gleichzeitig viel im Forum gelesen, auch Bücher über Alk. Inzwischen war es Mai und als ich mal wieder Stress hatte, habe ich mir bewusst einen Wein gekauft. Zum probieren, ob es noch schmeckt und ob ich viel trinken werde.... na ja mehr als die halbe Fl.0,75 war leer und geschmeckt hat es auch nicht.
    So ging es weiter im Mai, meistens alkfrei, mit Ausnahmen getrunken, aber immer zu viel, wie oben oder mehr bis ich wieder anfing vor meinen eigentlichen no Alk Abend zu trinken.

    Und dann hat es mir gelangt. Das war Ende Mai, am 30.05. Seitdem bin ich trocken. Und möchte es auch bleiben. ich habe schon einige schwere Augenblicke durchlebt und ohne Alk überstanden. Am schwierigsten fand ich den Besuch bei meinem Eltern, weil mein Vater ja Bier trinkt und es steht auch sonst Alkohol rum... danach hat es mich heftigst getriggert. Auch weil es mir weh tut, ihn angetrunken zu sehen ( er hält sich etwas zurück, versteckt sein Glas irgendwo, aber man riecht und sieht es) Er kennt mein Problem, bittet mir auch so gut wie nie was an (ausnahme jemand hat Geburtstag ... wollen wir anstossen?...aber da heisst es nein, danke.) Er selber möchte nichts mehr ändern, ist bald 80 und am erblinden. Meine Mutter hat es auch so akzeptiert, sie lebt in ihrem Garten und hat genug zu tun, auch mit ihm, da er ja Hilfe braucht.

    Ich bin da bzgl Umgang mit der Familie, sehr unsicher, wie damit umgehen, weil sie ausser mir, niemanden haben, der in der Nähe ist. Es ging ja, aber es war anstrengend.

    Und dann habe ich gelesen, dass man wegen "im Urlaub fahren" aufpassen soll. Klar ist, ich werde nicht an einem gleichen Ort hinfahren, wo ich früher getrunken habe. Aber was meint ihr damit?

    ich bin am Anfang und meine es sehr ernst, darum will ich alles tun, um Rückfälle zu vermeiden oder mich Stress aussetzten. Arbeite auch an mir, meine Abstinenz ist mir das Wichtigste. Die anderen Baustellen die sich gerade jetzt, durch die Nüchternheit, zeigen werden noch warten müssen.

    Danke fürs lesen erstmals !

    Schöne Grüsse

    Lieber Hartmut

    Danke für deine Zeilen, und ja sorry habe sie gelesen, mehrmals sogar.
    Und JA ich glaube das ich Alkoholiker bin und strebe eine lebenslange Abstinenz an. Das ist meine Antwort.

    LG
    Dana