War das sich dann so bzw kann man auch dann davon ausgehen, wenn die Zeit vor dem wieder einlenken eine Trennung ist? Oder hat er es dann evtl “verstanden“? Und was ist damit, dass er wirklich derzeit weniger arbeitet, mehr Sport macht, insgesamt besser auf dich achtet? Alles nur augenwischerei??
Beiträge von Maggy09
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Ja, so denke ich ja eigentlich auch. Nur, ich frage ja nicht, ob sich durch die Änderungen jetzt ein anderes trinkverhalten oder sogar kein alkohol mehr wirklich eingestellt hat. Und er wirkt schon sehr anders, nüchterner... Deshalb werde ich unsicher. Aber vielleicht ist das zuviel Spekulation?
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Hab mir in den letzten Tagen nochmal viele Gedanken gemacht.
Zunächst zu RenateO: Klar, erstmal muss ich wissen, was mir vorschwebt. Aber ist das nicht auch zum Teil von seinem Tun abhängig? Mal ganz abstrakt formuliert: Wenn er gar nicht tränke, wäre ich nicht hier ... insofern, ich entscheide und überlege ja nicht im luftleeren Raum?!
Und noch eine Frage: Wie ich oben schonmal erwähnt hab, haben wir im Moment auf meinen Wunsch hin keinen Kontakt. Er möchte mich zurück und bemüht sich sehr (auch wenn das zwangsläufig nur per textnachricht ist gerade - die überfliege ich, aber reagiere sonst nicht darauf). Aber in einer ruhigen Minute mache ich mir natürlich schon mal so meine Gedanken dazu.
Auch wenn das jetzt etwas pauschal ist, meint ihr, sehe ich es richtig, dass ich vom aktuellen Bemühen eigentlich kei Stück darauf schließen kann, wie eine Beziehung mit ihm langfristig wieder sein würde (sondern vielleciht nur am Anfang, wenn er sich noch Mühe gibt)? Sondern, dass er mich jetzt "bloß" umwirbt, und eh wieder nach aller Wahrscheinlichkeit in alte Muster zurückfallen wird? Er schreibt zwar, ihm sei einiges klar geworden und (nach etwas Veränderung im Leben) sei er gerade so glücklich wie schon lange nicht mehr (nur ich fehle ihm). Und er will sich zusammen nehmen und ändern, aber er sagt oder unternimmt nichts in Richtung sich Hilfe von außen zu holen. Und, auch wenn er wohl noch nicht Alkoholiker ist, glaube ich einfach, dass sich ungute Gewohnheiten schon eingeschliffen haben und dass es sagen wir mal mindestens sehr schwer sein wird, das allein anzupacken. Und ich will nicht sehenden Auges in eine Idylle auf Zeit aber Katastrophe auf Lange danach laufen ...
Sehe ich das klar oder entgeht mir was? Bin ich auf der anderen Seite vielleicht zu kritisch?
Danke und liebe Grüße!
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Naja, mal ganz konkret, weil es mir schwer fällt, sonst die vielen Grauzonen zwischen einfach abzustellender Gewohnheit und gar gar nicht einfach zu bekämpfender Sucht, nachvollziehbar zu beschreiben:
Er sagte, dass er sich seit langem übernommen hat (sowohl beruflich als auch im Privaten, was ihm alles über den Kopf gewachsen ist, auch da er keinen Ausgleich hat(te) und dass er das vergessen/noch gefühlt ein wenig weiter leistungsfähig sein wollte und nicht darüber nachdenken wollte und deshalb zuletzt ca. alle 2 Tage abends zu Wein gegriffen hat, bis man es ihm deutlich anmerkte. Jetzt habe er gründlich nachgedacht, wolle die Arbeit zurückstellen (also auf ein normaleres Maß) abends für Ausgleich sorgen (wie auch immer??) und gar nicht erst in die Versuchung kommen, zu trinken, indem er nichts mehr im Haus hat.
Auch wenn das sich in meinen Augen noch ein Stück von süchtigem Verhalten weg anhört, zweifle ich ob der Machbarkeit?! Oder rede ich mir von vornherein alles zu harmlos??
Danke!
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Hallo,
vielen Dank für die weiteren Denkanstöße!
Ja, du hast recht, Zimttee, ob es auch um mich geht, kann ich gerade einfach nicht sagen, aber definitiv geht es um ihn!
Was ich machen kann, um den Fokus von ihm zu entfernen? Naja, heute hab ich einen langen Spaziergang und ein ebenfalls langes Telefonat geplant. Darauf freue ich mich sehr. Aber auch abgesehen davon denke ich nicht ununterbrochen über ihn nach. Nur dachte ich, dass jemand, der um eine zweite chance bittet, wohl auch "verdient" hat, dass ich daran ein paar Gedanken verschwende und mir überlege, ob ich mir das überhaupt vorstellen könnte. Aber, nicht nur, weil da so viele Fragezeihen sind, hab ich eben meine Zweifel und vieleicht kann man das jetzt, ohne dass sich was geändert hat, auch einfach gar nicht beantworten? Aber dann kommen wieder irgendwelche doch noch vorhandenen Gefühle durch, was vielleicht erklärt, warum ich mir überhaupt noch Gedanken mache, wo ihr mit dem nötigen Abstand so klar raten könnt

Außerdem ist ein Grund wohl, dass ich neben dem gravierenden Alkohol-Punkt "gerne" im Sinne von es wäre für mich einfacher auch noch einen weiteren Punkt hätte, von dem ich sage, damit moöchte ich mich nicht abgeben, das will ich so nicht. Und eigentlich war der Sonntag und die Art und Weise, wie wir unsere Sachen ausgetauscht haben, so ein Punkt. Dass ich gesagt hab, wenn er sich so verhalten kann (egal wie nachvollziehbar das aufgrund der Verletzung durch die Trennung war), dann muss ich mich fragen, ob all das Positive nur Fassade war??!
Das frage ich mich sowieso, war er in der Vergangenheit nur dann so nett, zugewandt, zärtlich usw. wenn ihm alles gepasst hat - weil, warum war er es sonst seit dem ersten Gespräch (freundlich geführt!) über Alkohol nicht mehr? Kann man wirklich so wenig kritikfähig sein?
Achso, zu deinen Fragen, Katharsis, nein, es ist nicht meine erste Beziehung, aber eine bei der ich eine lange Perspektive gesehen hab. Und ja, es macht mich verrückt, über seine Beweggründe nachzudenken, aber wenn ich sein Verhalten befremdlich finde und es nicht verstehen könnte, würde ich mich eh schwer damit tun, mit ihm wieder Kontakt zu haben, insofern fände ich das hilfreich zu wissen - neben allem anderen.
Und mich daran zurück zu erinnern, wie schlecht es mir in der Beziehung ging ... ja, ich fühlte mich nicht mehr wohl und meine Energie fing an, mit Grübeln drauf zu gehen, aber richtig schlecht ging es mir ja nicht, da ich meiner Meinung nach früh genug die Trennung aussprach ... insofern muss ich da wohl eher meine Phantasie bemühen?
Hab aber, nach einem Telefonat gestern, um das er gebeten hat, um seine Vorschläge, wie er sich eine gemeinsame Zukunft vorstellt sagen zu können, jetzt gesagt, dass ich in diesem Monat keinen Kontakt mehr will um mit Abstant mir klar zu werden. Und danach, mal sehen, ich hab jedenfalls nichts versprochen und ich sehe nicht, dass es mit der gemeinsamen Zukunft was wird ...
Neben den charakterlichen Sachen oben bewegt mich dazu auch, dass er bloß aufpassen, keinen Alkohol im Haus haben und sein Leben besser ausbalacieren will, weniger arbeiten etc, um eben nicht mehr trinken zu "müssen" (wobei ich nicht glaube, dass er Alkoholiker ist, aber es zur Gewohnheit geworden ist). Halte das für nahezu unmöglich ...
Liebe Grüße
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Hallo,
erstmal vielen Dank, besonders euch beiden!
In Vielem finde ich meine Ansichten in euren Ausführungen wieder, wenn auch vielleicht noch nicht ganz so definitiv, aber das könnte sich ja mit der Zeit und mit Lesen hier noch geben ;).
Worüber ich nur viel nachgedacht hab: Von euch beiden hab ich jetzt gelesen, dass sich meine Zeile nicht unbedingt nach Liebe seinerseits anhören, sondern mehr nach Manipulation. Nun aber meine Frage: mal angenommen, jemand liebt einen anderen, handelt man dann nicht auch so ähnlich? Möchte man dann nicht auch so bald wie möglich wieder Kontakt und bittet um einen Neustart? Also alles Sachen, wie er sie auch macht? Sehe da irgendwie nur in einigen Dingen, aber nicht so richtig den Unterschied? Oder bezieht ihr euch mehr darauf, dass er mich erst sagen wir nicht so nett behandelt hat, noch vor ein paar Tagen, und jetzt wieder versucht anzukommen?
Zu den "vergessenen" Geschenken, also denen, die er vergessen hat, mir zu meinen Sachen mit einzupacken, meinte er übrigens, dass er sie übersehen hat und sie jetzt zusammen gepackt für mich bei nächster Gelegenheit warten ... tue mich schwer mit dieser Erklärung?!?
Danke euch!
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Hallo,
erstmal vielen Dank an dich, Sunshine, für die ausführlichen und auch deutlichen Antworten! Find es so sehr hilfreich!
Eine quasi Frage hab ich noch, du sagtest, du spürst keine/wenig Liebe und viel Manipulation aus meinen Worten. Dass die auch vorhanden ist, ist aber doch klar, sonst würde es mir ja nicht so schwer fallen. Oder meintest du mehr seine Seite?
Da könnte ich dir vielleicht schon eher zustimmen?!
Wobei ich nicht weiss, ob ich richtiger- oder falscherweise entschuldige, indem ich sage, dass auch er vielleicht nicht groß nachdenken muss, um so zu handeln, wie er es tut. Vielleicht steckt da mehr Vermissen als Berechnung hinter als ich gerade denke? Oder kann man wirklich davon ausgehen, dass das Verhalten Mittel zum Zweck ist (in einem nicht so positiven Sinne), dass ich einfach wieder komme ...??LG
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Zunächst einmal danke!
Dann zu deinen fragen. Bisher hat er glaube ich konkret noch nichts unternommen, sondern sagt nur, es tun zu wollen. Insofern, ja, ich zweifle ja auch...
Und klar sollte er erstmal für dich aktiv werden! Nur ob ich danach in x Monaten noch zu haben bin, dass weiss ich ja selber noch nicht, oder? Vielleicht ist ihn das zu unsicher? Oder er vermisst mich ja, wie er sagt und geht deshalb jetzt schon wieder auf mich zu? Richtig ist jedenfalls, dass ich momentan noch an der Trennung leide und zweifle (und deshalb evtl aus seiner Sicht eher zu überreden bin?) Als später, wenn ich schon mehr Abstand hab und mir auch die ganzen Sachen, die er mit geboten hat klarer sind...
Liebe Grüße
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Hallo,
Weiterhin habe ich meine Zweifel, ob meine doch sehr “rationale“ Trennung nicht voreilig war. Aber das ist wohl ganz normal. Jetzt kommt noch folgendes hinzu:
Habe heute früh eine Nachricht erhalten, er habe viele Fehler gemacht, werde diese nun mit Hilfe angehen und ob wir es nicht nochmal miteinander versuchen wollen. Er Weise, das sei viel verlangt, aber er vermisst mich und würde gern diesen weg mit mir gehen. Jetzt komme ich schon wieder ins grübeln. Einerseits ist das nicht ein bisschen wenig, um darauf aufbauen zu können, andererseits klar vermisse ich ihn auch. Er bittet um ein Telefonat und dann evtl Treffen. Bin mir unsicher ob ich das wirklich tun sollte. Hat jemand Ideen, wie ich die neue Sendung sehen könnte? Als Versuch, vielleicht lässt die dich ja übertreffen oder ernstgemeint und mit Aussicht auf Erfolg?
Liebe Grüße
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Ja, klar ist das auch richtig. Andererseits hab ich mich, trotz eigener Enttäuschung doch auch fair verhalten. Wann muss er dann nach treten? Es geht mir nicht um gut und böse, aber das braucht doch wirklich niemand, oder?
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Danke euch!
Ja, kein Kontakt ist auch geplant und wird auch ab jetzt so gehandthabt, das kann ich sagen!
Kurz, was heute noch war: Auf seinen ausdrücklichen Wunsch hab ich zugestimmt, (kurz) gemeinsam Mittagzuessen. Er wollte gern, dass wir das an einem Tag machen, an dem wir etwas Zeit haben, also haben wir es an einem Sonntag gemacht. Meinte noch, seine Gefühle für mich entsprächen einem kurz hin- 15 min was essen und dann tschüss nicht, das wär ihm zu unpersönlich. Dann hab ich nur gefragt!!, ob wir auch unsere gegenseitigen Sachen austauschen, oder ob wir das später machen (da beide aktuell viel zu tun und wie haben einiges noch beim anderen). Er meinte, nein, das wolle er heute nicht, hat aber immer wieder, auch wenn ich das deutlich verneint hab, gemeint, ich wolle das aber so, das würde er ja merken.
Also, waren zusammen essen, konnten uns auch ganz gut unterhalten. Zwischendurch meinte er dann, er habe alles von mir nun doch schon dabei, weil ich das ja so wolle und im Anschluss könnten wir ja zu mir fahren und dann das abladen und er sein Zeug mitnehmen. Als ob ich das so gewollt hätte! Hab ihm dann auch deutlich gemacht, dass das ja wohl eher sein Entscheidung sein muss. Bei mir lief es dann sehr geschäftlich, kurz alles hin, dann alles her und als ich noch zwei Fragen stellte (zur Klärung von was) musste ich ihm schon fast hinterher rufen, weil er schon aus der Tür raus war. Hat sich so verhalten, als ob er sich getrennt hätte. Und ich Blöde bemüh mich noch, nett (im Sinne von nicht zu nett, aber auch nicht abweisend) zu sein. Vielleicht hab ich keinen wirklichen Grund, aber ich bin unglaublich enttäuscht davon, wie er sich verhalten hat. Hat auch von den Geschenken, die er mir in der gemeinsamen Zeit gemacht hat, nur die mit"eingepackt", die ich schon benutzt hab. Zwei quasi noch neue sind nicht dabei. Und von meinen Geschenken für ihn, hat er mir auch fast alles mitgegeben, was soll das??? Verhält man sich so, wenn man fair ist? Ich war ja schließlich nicht "böse", sondern hab einfach nur für mich - und das ist/war schmerzhaft - festgestellt, dass wir keine gemeinsame Zukunft haben können. Wieso dann plötzlich diese Kälte? Oder nennt man das jetzt neuerdings Konsequenz?...Naja, ein Gutes hat es, es erleichtert mir den Abschied. Weil, wie unnötig ist sowas denn?!
Trotzdem erstmal noch traurige Grüße,
Maggy -
Hallo zusammen,
hab mich jetzt ein paar Tage nicht gemeldet, auch weil ich weggefahren bin (allein natürlich) und mir das viel gebracht da a Spaß und b Zeit um in Ruhe nachzudenken. Dann kam erstmal die Woche und jetzt sind wir mittlerweile doch wieder bei einem Wochenende. Es wäre falsch zu sagen, dass es mir nicht gut geht, ich hab mir einen Mix aus Arbeit, draußen sein und lesen/erholen vorgenommen und finde es soweit ganz schön. Dennoch ertappe ich mich quasi bei dem Gedanken, dass ich meinen ehemaligen Freund vermisse... so nach dem Motto, wie schön wäre es, jetzt neben ihm aufzuwachen, den Tag mit einem gemeinsamen Frühstück zu beginnen, danach ein bisschen zusammen faulenzen.
Ich weiss, dass das inkonsequent ist, und meinen Entschluss von ihm getrennt zu leben, werden ich auch nicht ändern. Aber manchmal fällt es mir echt schwer? Ist das "normal"? Und wieso scheine ich wohl alles, was mich gestört hat, so schnell wieder zu vergessen?? Das müsste mich doch eigentlich davon abhalten können, ihn so zu vermissen? Verstehe ich nicht.
Zum Beispiel haben wir vorgestern abend lange telefoniert. Über Belangloses und kurz auch über uns. Uns sind dabei beiden die Tränen gekommen und ich hab mir gedacht, hach, all die schönen Erinnerungen ...

Andererseits war auch in diesem Gespräch (natürlich) kein Anflug von Einsicht zu spüren. Er sagte sogar noch, er glaubt mir nicht, dass das (der Alkohol) der einzige Grund sei. So nach dem Motto, das wäre doch nichts. Trotzdem war das Gefühl der Vertrautheit wieder da und ich musste mich sehr bewusst daran erinnern, dass unsere Beziehung einfach keine Zukunft hat ...:(
Also, wie komme ich damit klar? Und wie gewöhne ich mir ab, wenn wir reden zB wieder zu denken, vielleicht könnte es ja doch klappen, vielleicht wendet sich alles zum Guten? Ist das nur, weil es noch so frisch ist??
Danke euch!
Liebe Grüße,
MaggyPS. Ist das so richtig, dass ich einfach eine Antwort im alten Thread erstellen oder soll ich pro Thema einen neuen anfangen?
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Ich bin 30. Danke für deine deutliche Worte! Du hast wohl recht, auch wenn er nicht direkt gesagt hat, dass ich an seinem Problem schuld bin, sondern ich eher aus seinen Äußerungen das Gefühl hab, er hätte das Ende der Beziehung also mein zutun für das Problem und sein s liesse sich durch Ziele einhalten
lösen. Aber das ist wohl fast dasselbe?! Vielleicht hatte/hab ich auch deshalb so Zweifel, weil ich mit immer noch unsicher bin, ob er den wirklich so ein massives Problem mit Alkohol hat. Aber ein nicht so massives müsste man wohl auch anpacken, und das scheint er nicht zu wollen? Auch wenner von man kann über alles reden (zum Thema beraten lassen) gesagt hat? -
Erstmal möchte ich euch herzlich für euren Zuspruch danken!
Wie der Titel bereits sagt, hab ich natürlich noch ziemliche Zweifel, ob ich wirklich richtig gehandelt hab. Aber das ist wohl zu erwarten, schließlich war es eine eigentlich auf Zukunft angelegte Beziehung...
Hab auch überlegt, ob es wohl so kommen wird, dass er, wie hier richtig gesagt wurde, ja handeln und mich auch wenn getrennt ja durch Taten überzeugen kann. Klar, aber wenn mehr das Problem zu sein scheint aus seiner Sicht, dass ich mich um keine gemeinsame Basis mehr bemühe und er ja das von mir definierte Ziel glaubt, einhalten zu können, wird er dann überhaupt handeln?
Und das mit der gemeinsame Basis: seine Meinung war, wartephase geht so nicht, einfach weitermachen und von mir als solche gesehene Probleme, wie zusammen ziehen, was ich erstmal eben nicht wollte, werden dann gelöst. Wenn das aber bald ansteht (tut es eh), hätte es die Diskussion von vorgestern doch eh dann gegeben, wenn ich mich nicht hätte überreden lassen oder?Vielleicht denne ich auch einfach zu viel nach??
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Ja, sicher ist es richtig, wenn er handelt, könnte ich neu überlegen. Aber im Moment denke ich eher, dass mir auch das angesprochene Restrisiko zu hoch ist.
Darüber hinaus, hab ich das Gefühl, er sieht im Moment eher, dass quasi ich das Problem sei, weil ich ja die Beziehung in Frage gestellt und dann beendet hab. Nicht so sehr er, er sagte ja, ich solle im "einfach" ein Ziel setzen und das würde er schon einhalten ... ich denke, er sieht das zu simpel und etwas verzerrt aus seiner Sicht. Sagte zB auch, ich wär ja diejenige, die nicht daran interessiert wär, eine gemeinsame Basis weiter zu schaffen, was soll er dann noch machen ...
Und zwischendurch kamen auch immer so Äußerungen, in denen ich mir nach dem Mund geredet vorkam, ala Du hast ja irgendwie auch so ein bisschen Recht (mit dem Alkoholproplem von ihm) ... äh ich meinte natülrich du hast recht ... weiss nicht, finde das nicht definitiv, als dass ich überzeugt wäre, er hats verstanden ... oder sehe ich das falsch?? -
Gestern haben wir uns getrennt. Wie ihr euch sicher schon denkt, ging das von mir aus. Da er eine Wartephase, in der erstmal alles niht verbindlicher wird, nicht akzeptabel fand, und ich sagte, dass ich so, wie es war, genau nicht weiter machen mag, blieb als einziger richtiger Ausweg wohl nur die Trennung. Rational ist das einfach einzusehen, da ich bestimmt meine (und damit ggf. auch unsere) Zukunft nicht auf Sand bauen möchte. Und ohne dass ich weiss, ob es so wirklich eintreten wird, empfinde ich es so. Gefühlsmäßig ist es sehr viel schwerer. Auch wenn ich mir sage, es war richtig, zweifle ich stark. Gestern weniger, da war ich fast froh, aber heute umso mehr, vermisse ich ihn, er fehlt mir sehr. Klar gab es auch unabhängig von seinem Alkoholkonsum ein paar Dinge, die mich gestört haben, aber die waren nicht so gravierend ... und jetzt ertappe ich mich bei der Frage, ob ich es wirklich richtig gemacht hab??? Vielleicht wird es mir dadurch einfacher, dass er bereits nach dem ersten Gespräch in diese Richtung, dem, in dem ich eine Wartephase vorgeschlagen hab, sehr in seinem Stolz gekränkt wirkte und sehr "eckig" wurde. So, dass ich denke, selbst wenn ich es wieder rückgängig machen würde (was ich nicht vorhabe!) wäre es eh nicht mehr gut wie vorher.
Naja, ihr sehr, ich bin sehr am Schwimmen, einfach, weil es auch so viel Schönes gab, ich ihn sehr gern hab und, auch wenn mir das jetzt wieder Alleinsein keine Angst in dem Sinne macht, so hab ich es natürlich sehr genossen, in einer schönen Beziehung zu sein. Gerade eben beim Aufwachen dachte ich zB, wie schön wäre es er wäre jetzt hier :/.
Was meint ihr dazu? Hab ich es richtig gemacht? Hören die Zweifel bald auf?
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Ja, ihr habt natürlich Recht, wenn ihr sagt, dass ich diese Antwort für mih niht jetzt und sofrot erzwingen muss.
...Aber: auf seine Vostellungen einer gemeinsamen Zukunft mit bald Heiraten usw. kann bzw. will ich (derzeit?) eben auch nicht eingehen oder auch derzeit gar nicht in diese Richtung steuern. Und, wie soll das gehen, Abwarten in so einem Rahmen? Deshalb bemühe ich mich wohl auch so um baldige Klarheit ...
Oder seht ihr das gar nicht als ein Aber?? Ich meine, klar ist es im Moment noch erträglich, aer ich mag mir nicht ausmalen, was vielleicht noch passieren mag. Und ich weiss auch, dass es dazu nicht kommen muss aber kann. Und da frage ich mich, ist dieses Verhindern von Risiko durch Trennung denn nun herzlos und verwerflich oder aber doch gesund und richtig?
Irgendwie immer noch verwirrte, dankbare Grüße
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Vielen Dank für eure Antworten!!!
Rattenschwanz , Honeymaker (die ihr das beide, wenn auch utnerschiedlich, recht deutlich gesagt habt)
und alle ihr anderen:
Wie muss ich mir denn das Abgrenzen vorstellen? Wie soll das gehen innerhalb einer Beziehung???
Vielleicht bin ich auch deshalb so ratlos, weil ich in den letzten Tagen viele Gespräche mit meinem Partner geführt hab, in denen ich eben in diese Richtung argumentiert hab. Gesagt hab, dass ich eine "Wartephase" oÄ brauche, in der ich hoffentlich das Gefühl hab, dass er das Thema Alkohol unter Kontrolle bekommt. Er meint daraufhin immer, dass er so etwas Unverbindliches nicht akzeptieren kann und daraufhin bleibe ich aber dabei, dass wenn das nicht geht, Verbindlicher für mich aber erstmal auch nicht drin ist und schlimmstenfalls es dann eben gar nicht mehr geht ... eben Koffer nehmen und weg.
Wir sind also schon fast da, nur den allerletzten Satz ala Ja, anders sehe ich keine Zukunft hab ich noch nicht gesagt. Jetzt frage ich euch: wie seht ihr das? Ist das, auch wenn es, wie schon gesagt wurde, ja noch erträglich ist und nur manchmal vorkam, nicht zu hart? Eigentlich weiss ich glaube ich, was vernünftig ist, aber ich würde es gern nochmal in alles Deutlichkeit bestätigt bekommen...
Nachdenkliche Grüße
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Erstmal vielen lieben Dank für eure schnellen Antworten!
Hab gestern viel darüber nachgedacht und wir haben auch nochmal darüber geredet. Ich hatte es mal so formuliert (und natürlich greift er es dann auch nicht anders auf
), dass er seit Jahresanfand eine Phase hatte, in der er es mit dem Alkohol übertrieben hat. Ob er wirklich auf dem Weg in eine Alkoholabhängigkeit ist oder es eher eine solche "Phase" ist, weiss ich wirklich nicht. Frage mich deshalb oft, ob ich ihm nicht unrecht tue. Dann halte ich mir aber wieder vor Augen, selbst wenn es jetzt bloß vorübergehend ist und sich wieder legt, wer sagt mir denn dass es in ein paar Jahren wieder auftritt und sich dann nicht wieder abbaut sondern ins Desaster steuert, vielleicht auch in Abhängigkeit von noch gar nicht abzusehenden Faktoren? Wie seht ihr das? Male ich da einen nciht existenten Teufel an die Wand oder sehe ich das im Gegenteil klar?Dann hat er den Vorschlag gemacht, da er eine von mir vorgeschlagene Phase des (unverbindlichen) Abwartens, was das geben mag, nicht akzeptiert, dass ich ihm ein Ziel setzen soll, dass er dann einhält. Tut er es, ist alles gut, tut er es nicht, kann ich quasi an Konsequenzen ziehen, was ich mag. Was haltet ihr davon? War erst etwas perplex, aber glaube nicht dass das so funktionieren kann. Einmal weil er es wohl nur schwer schafft (mein Ziel war dann auch prompt: Trink bitte keinen Alkohl mehr und such dir ggf Hilfe, da hat er erstmal geschluckt) und dann weil ich glaube, dass sowas der falsche Antrieb ist. Also, kann sowas überhaupt so laufen? Oder will er mich nur beschwichtigen? Und wieso erwägt er überhaupt einen solchen Vorschlag, wo doch absolut unsicher ist, ob er ihn einhalten kann? Oder ist er sich so sicher, anders als ich? Ich verstehe das gerade nicht richtig?
Danke nochmals!
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Hallo,
in letzter Zeit hab ich hier schon berichtet, dass ich mir vor einigen Wochen angefangen hab, Sorgen um meinen Partner zu machen, weil er meiner Meinung nach zu viel trinkt. Weniger in geselliger Runde als vielmehr allein oder wenn ich da bin zuhause ca. 1-2 Flaschen Wein bis zu ein paarmal in der Woche. Und dass, wie er sagt, zur Entspannung und um Probleme zu vergessen/erleichtern. In einer Woche, als das so mit deutlichem Angetrunkensein am abend dreimal vorkam und kurz darauf (zum bisher einzigen mal) auch auf einer party auftrat, die wir dann auch auf mein Drängen frühzeitig verlassen haben, hab ich ihn darauf angesprochen. Er hat Einsicht gezeigt, dass es zuviel ist und gesagt, dass er es reduzieren will. Als Ansatzpunkt was er (darauf hab ich gedrängt) darüber hinaus an seinem Verhalten ändern kann, um den Mechanismus auszuhebeln, sagte er, er wolle sich mehr Zeit und Ruhe für sich nehmen und mehr uf sich achten.
So weit so gut, dachte ich, das Gespräch hätte auch schlechter laufen können. Mehr Zeit für sich nimmt er sich tatsächlich seitdem, was aber teilweise schon soweit geht, dass ich zehn Minuten, nachdem ich nach hause gekommen bin, schonmal vor ins andere Zimmer gehen soll (zum Beispiel wenn er allein"fertig" kochen will) - um noch zu trinken, ohne dass ich was merke?? ... Denn: in meiner Anwesenheit wird seitdem nichts mehr getrunken, wohl aber, wenn ich mal einen abend nicht da bin. Dann merke ich den Alkoholkonsum beim Telefonieren. Eine wirkliche Einsicht scheint also nicht vorhanden? Oder übertreibe ich und so schnell kann das gar nicht gehen? Außerdem fällt mir auf, dass er seit dem Gespräch deutlich distanzierter ist, wir weniger reden, mal "zwischendurch" kaum noch zärtlich sind und auch weniger im Bett. Ist das "normal" nach 1,5 Jahren Beziehung und übertreibe ich auch hier? Oder ist es nicht doch auffällig, dass das keine schleichende Sache ist sondern ich den Tag der Umstellung genau sagen kann? (Die Gründe für diesen Einstellungswechsel hab ich schon in einem anderen Beitrag diskutiert und auch sehr hilfreiche Antworten erhalten. Vielen Dank! Ich möchte hier nicht doppelt fragen, aber ich bin mir immer noch unsicher und frage mich nun vielleicht ähnliche, aber andere Dinge hierzu).
So, nachdem ich mir in letzter Zeit also jede Menge Gedanken zum Thema Alkohol gemacht hab, auch hier sehr viel gelesen hab und auf jeden Fall Alkohol in meinem Leben keinen Logenplatz (an welche Person auch immer gebunden) einräumen mag, hab ich Tacheles mit meinem Partner geredet. Dazu müsst ihr wissen, dass er derjenige von uns beiden ist, der unbedingt bald Heiraten und Kinder haben will. Ich schon auch, aber es ist nicht soo eilig. Also hab ich ihm gesagt, dass ich derzeit auch mit den (meiner Meinung nach nicht durchschlagenden) Veränderungen nach unserem letzten Gespräch mich nicht wohlfühle akut und in der Langzeitperspektive. Dass ich zwar die genannten Pläne für die Zukunft gern umsetzten würde, das aber mit ihm auf keinen Fall angehe, bevor ich nicht das Gefühl hab, dass er das Thema Alkohol im Griff hat. Dazu hab ich gesagt, dass ich bis dahin erstmal uns eine Wartephase verordne, in der wir erstmal lose weitersehen (also wenn er möchte schon mit nüchternem sich sehen, aber ohne verbindlicher zu werden, also auch nicht mal zusammenziehen). Wie lange diese Wartephase dauern soll, hab ich offen gelassen, wenn er fragt werde ich mindestens einige Monate sagen, obwohl ich selber nicht weiss, ob das überhaupt geht.
Was meint ihr, war dieses Gespräch richtig? Kann es etwas bewirken?
Und, auch wenn sich das jetzt hart anhört, ich glaube nicht, dass er soweit Einsicht haben wird, dass er sich Hilfe holt und nur so geht es meiner Meinung nach. Insofern, ist diese ganze Wartephase-Geschichte berhaupt realistisch? Weil, ich bin mir nicht sicher, dass ich in näherer Zukunft davon zu überzeugen bin, dass er alles im Griff hat. Dafür zweifle ich zu sehr. Und selbst wenn, wer sagt mir, dass es so bleibt?
Bin ich also zu pessimistisch was die lange Perspektive angeht? Oder realistisch und sollte mich besser ganz trennen?
Tut mir leid, dass es ein so langer Text geworden ist. Danke fürs Lesen und ich würde mich sehr über Tipps und Orientierung freuen!!