@ JUF
Der Galgenhumor, ja... Diese Definition trifft es sehr gut, genauso fühle ich mich ja auch. Wobei verweifelt - ich weiß nicht. Das eigentlich nicht, weil ich habe ein gesichertes Umfeld und von Tag zu Tag wird mir auch mehr bewusst, dass ich tatsächlich nichts für ihn tun kann. Das Erschreckende ist auch, dass er das gar nicht will. Er fühlt sich in dieser Glocke aus Elend, Benebelung und "wasweißichnoch" so geborgen, wie ein Baby im Bauch der Mutter, das auf keinen Fall hinaus möchte in die laute, kalte Welt. Diese Erkenntnis - auch wenn sie eigentlich die ganze Zeit offensichtlich war - traf mich heute wie ein Hammer. Eigentlich ist es so, seit ich ihn kenne, dass er immer den Weg gegangen ist, an dem das offensichtliche Unglück lauerte, wie eine Motte die ins Licht fliegt.
@ Sunshine
Danke für deine Geduld!
Ja!! Ich habe noch eine Menge vor in meinem Leben... einmal wieder nach Neuseeland (am liebsten mit dem Fahrrad), einmal Trekking durch den Himalaya und und und. Das ging mir die Tage auch durch den Kopf. Mit ihm werde ich das vielleicht alles gar nicht tun können, selbst wenn er trocken wird.
ZitatDa muss erst erheblich mehr passieren, eher er vielleicht mal drüber nachdenkt.
Viel mehr geht nicht, er wird bald auf der Straße leben. Außer er findet tatsächlich eine neue Co, das muss dann aber sehr schnell passieren, viel Zeit bleibt ihm nicht. Ich glaube das ist auch der Grund für meine Hartnäckigkeit. Ich hätte nie gedacht, dass ein Mensch von ganz oben innerhalb von 6 Monaten soweit abstürzt... Mit diesem Gedanken muss man erstmal klar kommen.
Bei vielen hier habe ich gelesen, dass sich gewisse Dinge entwickelt haben. Bei ihm ging das alles im Schnelldurchlauf, dass ich kaum hinterher kam.
Ich habe heute noch einmal alles versucht (bis auf das Zusammenziehen, das ist bei mir vom Tisch), wirklich alles, um ihn zu unterstützen, Schadenbekämpfung zu machen... Habe versucht ihn dazu zu bewegen einen Rettungswagen zu rufen. Nichts! Wie oben erwähnt... er fühlt sich "wohl" wie bei Mama im Bauch. Er will diesen Weg wohl mit jeder Konsequenz bis zum Ende gehen. Nun habe sogar ich es kapiert ![]()
Ich bin innerlich ungewöhnlich ruhig. Hatte die vergangenen Wochen ganz schlimmes Augenzucken, das kriege ich immer, wenn ich mächtig unter Stress stehe. Für mich immer ein Warnzeichen meines Körpers. Das ist seit heute Nachmittag komplett weg. Das ununterbrochene, krankhafte Grübeln ist heute ungewöhnlich selten, nur ab und zu noch ein paar Gedanken, ein kurzes Aufblitzen von Sorge. Kein ständiger Blick auf das Handy. Ich hoffe wirklich, dass ich meine Erkenntnisse von heute ins morgen und übermorgen retten kann.
Er wird sich wieder melden, das weiß ich.
Wie schafft ihr es / bzw. habt es geschafft nicht wieder einzuknicken? Kompletter Kontaktabbruch? Gott, ich bin nicht der Typ für so etwas! Ich habe zu meinen ganzen alten Beziehungen noch Kontakt. Ich mag die Menschen doch, immerhin habe ich viel Zeit mit ihnen verbracht... Tja, ich müsste innerlich so gefestigt sein, dass - egal was er tut - mich das nicht mehr von meinem Weg, in mein Leben zurück, abbringt... Vielleicht wäre mein Tagebuch nützlich, das ich seit kurzem führe, denn da steht alles ungeschönt, schwarz auf weiß!
LG Syrinx
und ein schönes Wochenende!