Glückwunsch zu Deinem Jahrestag, eine Leistung, auf die Du stolz sein darfst.
Alles Gute, vor allem viel Gesundheit.
Glückwunsch zu Deinem Jahrestag, eine Leistung, auf die Du stolz sein darfst.
Alles Gute, vor allem viel Gesundheit.
Ein paar Tipps zum Thema Getränke, die mir zusagen:
Saftschorlen, wobei ich bei ehemaligen Weintrinkern zur Vorsicht bei Traubensäften rate, weil sie optisch sehr nah am Original sind.
Zum Wasser: Es passen Scheiben von allen Zirtusfrüchten, Ingwer, Minzblätter.
Ich bin stets gut mit der bekannten These gefahren: "Alles was aussieht wie Alkohol, riecht wie Alkohol oder gar schmeckt wie Alkohol ist tabu."
Alkoholfreier Cocktail: Ich habe sie mal vor ein paar Jahren ausprobiert, sie waren zumindest für mich nicht der Hit. Wer sich früher (auch) mit Cocktails abgeschossen hat, sollte die Finger davon lassen. Ich trinke sie nicht mehr, weil deren Preis-Leistungsverhältnis zumeist nicht stimmt. Da habe ich mehr von o.a. Mischungen oder ganz einfach ein Glas frisch gepressten Saft. Mein Favorit momentan: Grapefruit-Orange. Dazu ein Wasser und ab- und an ein Espresso.
Ach so: Wer dabei einen Kick in Form einer Bewusstseinserweiterung erwartet, wird enttäuscht. Ist halt keine Droge.
In den ersten Jahren habe ich mir schon vor dem Urlaub ins Bewusstsein gerufen, dass das Suchtgedächtnis anfangen kann, mich zu piesacken und mir eine exit-Strategie als Prophylaxe zurecht gelegt. Das war für mich ausreichendes Training, so dass ich icht Gefahr lief, mir mal ein Weißbier zu bestellen oder zu besorgen.
Gute Vorbereitung war für mich "die halbe Miete".
Komisch war es schon. Ich hatte den Gedanken, wie können die jetzt um diese Zeit eine Flasche Wein trinken,
wissen sie nicht was sie sich damit antun .
Du bist noch relativ neu dabei. Dein Blick ist daher noch sehr alkoholfixiert. Das ging mir anfangs genau so. Mit der Zeit weitete sich mein Blick. Ich nehme Trinkende am Nebentisch allenfalls beiläufig wahr und mache mir solche Gedanken wie Du nicht (mehr). Warum auch? Du kennst das Paar doch gar nicht, daher weist Du auch nicht, ob sie es nur mal im Urlaub krachen lassen oder regelmäßig und im Übermaß.
Es ist nicht mein Job, den Konsum anderer zu beurteilen. Da bringt mir nichts, zugleich besteht für mich die Gefahr der eigenen Überhöhung, dass ich mich für etwas Besseres halte, nur weil ich die Pulle weggestellt habe. Da bleibe ich lieber bei mir und meinem Leben, damit habe ich genug zu tun.
Versteh nicht, warum du nun etwas aus dem Sattel gehst?
Bin ich nicht. ![]()
Ich weiß, dass viele hier Urlaub im ersten Jahr kritisch sehen. Ich habe es dennoch gemacht und hatte nur eine gefährliche Aktion, als ich meinte, mal am Cognac meiner Frau riechen zu müssen, den sie sich ausnahmsweise nach dem Essen, ich hatte Geburtstag, bestellt hatte. Das war natürlich eine dämliche Idee, da ich in dem Moment zu nahe am Alkohol dran war.
Entscheident ist für mich, dass es im Kopf des Betroffenen Klick gemacht hat. Es darf nirgends der Hintergedanke herumschwirren, irgendwann sei man geheilt und könne wieder mal was trinken. Dazu darf die eigene Abstinenz nicht verhandelbar sein und muss auch im Urlaub an erster Stelle stehen. Mit bewusster Vorbereitung auf mögliches Trinkverlangen und der nötigen "exit-Strategie" halte ich Urlaub grundsätzlich für machbar, sofern der Urlauber nicht noch unsicher und tapsig unterwegs ist. Letzteres lässt sich aus der Ferne jedoch nur schwer einschätzen.
Hartmut : Du propagierst doch immer wieder, dass es hier um die EIGENEN = höchstpersönliche Erfahrungen geht, nicht um die der anderen.
Eine Ferienwohnung ist etwas anderes als ein AI-Hotel mit rund-um-die Uhr Alkoholversorgung. Dadurch habe ich stets und selbst heute noch Risikominimierung betrieben. da kommt es mir halt entgegen, dass wir nicht auf Hotels nebst Buffets stehen.
Und wenn ein User schreibt, daß er mit gemischten Gefühlen geht, dann ist das schon eine ' hallo bleib wachsam" Botschaft.
Dem stimme ich zu. Augen auf, die möglichen Gefahren im Hinterkopf und eine Strategie bei aufkommendem Trinkverlangen, das hat bei mir als Risikoprophylaxe stets ausgereicht. Bin ja auch schon ein kleines Weilchen dabei.
Hallo Leli!
Willkommen im Forum.
Was ich herausgelesen habe ist, dass Leute zum Teil im Hinterkopf den Gedanken oder die Hoffnung haben, dass sie irgendwann zum Alkohol zurückkehren könnten, mit einem normalen Trinkverhalten. Ich habe über meine Haltung dazu nachgedacht, in mich hineingehorcht: Ich weiß für mich, dass das nicht möglich ist. Und wichtiger: Ich will das nicht.
Für die Erkenntnis habe ich seinerzeit schon ein paar Wochen + Therapiestunden benötigt. Viele schlagen hier mit dem Hintergedanken auf, irgendwann gehe doch noch mal was mit dem Stoff. Dieser geheime Trinkvorbehalt ist ein Grund für zahlreiche Rückfälle. Nach längerer Zeit fühlten sie sich geheilt und meinten, jetzt könnten sie doch mal wie ein Normaler etwas trinken.
Meine sog. Trockenarbeit besteht für mich darin, mir diese wichtige Erkenntnis, dass ich niemals einen normalen Umgang mit Alkohol haben kann, zu bewahren. Geht sie mir verloren, wäre das für mich der Anfang vom Ende.
Guten Austausch und viel Glück.
Dass wir im ersten Jahr sowas nicht empfehlen, dürfte nichts Neues sein.
Ich bin das erste Mal nach 5 1/2 Monaten gefahren. ![]()
Wir sind bewusst in einer FeWo und damit kann ich selbst steuern, wann und wo ich mir wieviel zumuten will.
Genau so habe ich es damals auch gemacht. Selbstversorgung und ab- und an in ein Restaurant.
Hab auf dem Schirm, dass sich das Suchtgedächtnis melden kann. Leg Dir dafür eine Strategie zurecht, wie Du reagierst.
Und sieh zu, dass die Fewo alkoholfrei ist, sonst hockst Du womöglich mit Partner auf der Terrasse, der sich was einschenkt und Du langst gleich mal zu, weil es ja so schön gemütlich ist.
Im Forum werde ich weiter lesen und vielleicht auch schreiben,
Gute Idee, z.B. morgens schon mal rein ins Forum, um Dir Dein Problem vor Augen zu führen. Denn wie heißt es so schön: "Aus den Augen, aus dem Sinn".
Schönen Urlaub
Aber ich vermutete , das die Haut nie wieder so glatt sein wird wie früher.
Geht mir auch so, liegt aber am Alter![]()
Sie haben wirklich viel und tief geschnitten .
Besser als einen Rest von dem Krebs drin zu lassen. Mit Schminke lässt sich viel verdecken und ein paar Furchen dürfen wir schon rein altersmäßig im Gesicht vorzeigen. Also kein Grund zur Sorge.
Die Narbe kann infolge der UV-Bestrahlung etwas dunkler verfärben. Das hatte ich auch mal, als der Hautarzt mir im Frühling ein paar unansehnliche Teile vom Körper gefräst hatte. Auch das legte sich mit der Zeit. Mit dem Wissen von heute, würde ich an den Stellen Sonnenblocker auftragen und mir mehr Schatten als direkte Sonnenbestrahlung gönnen. Dies nur mal so am Rande.
Schönen Urlaub.
ich habe schon öfter davon geträumt, wieder getrunken zu haben. Anfangs hat mich das erst mal nervös gemacht, heute nach mehr als 9 Jahren ist es mir wurscht. Ich weiß, ich werde durch die Träume an meine frühere Zeit erinnert, nicht mehr und auch nicht weniger.
Das ist letztlich wie ein Video, das früher von mir gedreht wurde und jetzt einfach noch mal abgespielt wird. Meine Vergangenheit habe ich verarbeitet, dennoch werde ich sie nicht los. Ich kann damit umgehen.
Und so eine kleine Erinnerung schadet nicht, damit ich nicht leichtsinnig werde und mich womöglich für geheilt halte.
Zum Thema Hochzeit hat Alex schon das Richtige geschrieben. Sobald es ans Saufen geht, hat ein frisch Abstinenter dort nichts verloren. Du siehst ja, wie das endet.
Trinkende Partnerin: Meine Frau trinkt gelegentlich mal ein Glas Wein oder Sekt, das letzte Mal am Feiertag als ich mit dem Fahrrad unterwegs war. Bemerkst Du den Unterschied?
Du schreibst von Bier? War Bier auch Dein Getränk?
Ich war ein Bier- und am Wochenende zusätzlich ein Schnapstrinker. Beides gibt es in unserem Haushalt nicht (mehr). Auch die betreffenden Gläser habe ich entsorgt, weil deren Anblick mich triggern könnte.
Ein frisch Abstinenter hat auf Veranstaltungen, bei denen heftig dem Alkohol zugesprochen wird, nichts verloren. Im ersten Jahr ist es rasam, sämtlichen Risiken, so gut es eben geht, aus dem Weg zu gehen.
Ich konnte erst aussteigen, als ich bereit war, meiner Abstinenz und somit meiner Gesundheit und meinem Leben absolute Priorität einzuräumen und ihr alles andere unterzuordnen. Wer dazu nicht bereit ist und sei es mit der irreführenden Behauptung, es ginge einfach nicht, hat es schwer, abstinent zu bleiben.
Zum Glück ist es nicht zum Rückfall gekommen. Jetzt gilt es erst mal wieder festen Boden unter die Füße zu bekommen. Dazu gehört, allen Risiken, so gut es eben geht, konsequent aus dem Weg zu gehen.
Eine ausgezeichnete Idee, an alte Beschäftigungen anknüpfen, die früher Freude bereietet haben, bevor der Alkohol dominierend wurde. Sieh nur zu, dass Du keine Mitspieler hast, die unbedingt um die nächte Runde Bier, Sekt, Schnaps o.a. spielen wollen. Das wäre kontraproduktiv.
Darüber solltest Du nochmal mit demjenigen sprechen, der Dir das Glas in die Hand gedrückt hat.
Mein alter Tipp: Auf Veranstaltungen beide Hände beschäftigen, die eine an das Wasserglas, die andere hält etwas anderes z.B. ein Handy, Schlüssel, etwas zum Essen o.ä. Mir drückt keiner mal eben so ein Glas in die Hand.
Das ist alles kein Hexenwerk, sondern schnell und einfach erlernt.
Na ja, das mit dem Hustensaft ist m.E. wie mit Essig, Balsamico oder einer Mundspülung. Der eine verträgt es, den anderen treibt es in den Rückfall. Im Zweifel Vorsicht walten lassen und lieber weglassen.
Bei Medis habe ich noch nie nachgeschaut. Ich habe auch nicht vor, den Rest meines Lebens Beipackzettel in Microschrift zu entziffern. Ich verlasse mich auf meine mehr als 9 Jahre zählenden Erfahrungen und meine Intuition. Dies hält mich jetzt schon mehr als 9 Jahre auf dem für mich richtigen Weg.
Ich kann und möchte da anderen nicht reinreden oder sie zur Nachahmung animieren. Wer sich im Wesentlichen an die Grundbausteine hält, hat eine prima Handreichung.
Mir geht gut , weil ich kein Alkohol trinke .
Es geht Dir gut, weil Du etwas aus Dir machst. Und das hast Du Dir verdient. Es ist also nicht nur das Weglassen des Alkohols, das allein reicht nicht, es muss schon mehr dazu kommen, um zufrieden und mit sich im Reinen zu sein. Und genau dazu gratuliere ich.
einen Trinkgrund gab
Gibt es wirklich den einen und klar zu identifizierenden Grund, um zu saufen? Bei mir jedenfalls nicht.
Meine Suchtgeschichte wurde im Rahmen meiner Therapie aufgearbeitet. Ein exakter Grund für mein Abgleiten ließ sich nicht ermitteln. Es sind mehrere Ursachen zusammengekommen, die in ihrer Addition zu dem Ergebnis führten. Daher konnte ich nicht mal eben einen einzelnen Grund beseitigen und ruck-zuck war das Problem gelöst. So einfach funktioniert die Sucht, so weit ich es überblicken kann , leider nicht.
Danke Bolle für Deinen thread. Das mit dem Erstkontakt hatte ich so noch nicht auf dem Schirm und der Vergleich mit der zerschossenen Sicherung gefällt mir. Das trifft auch auf mich zu.
Wichtig zudem, dass ich nie an einen vorsichtigen Alkoholkonsum herangeführt worden bin, sondern bei meinem Vater und leider auch bei den Großeltern ebenfalls heftig gesoffen wurde. Von daher bin ich leider in einem alkoholverseuchten Umfeld aufgewachsen.
Dennoch schiebe ich die Gründe für meinen Absturz nicht den Vorfahren in die Schuhe, da nicht jedes Kind in der Familie abgerutscht ist. Dafür trage ich allein die Verantwortung und letztlich auch die Schuld im Sinne von persönlicher Vorwerfbarkeit.
So etwas habe ich anfangs auch eine paar Male erlebt. Da musste ich einfach durch. Wichtig ist die Erkenntnis, dass so ein Suchtverlangen nie ewig andauert und Ablenkung neben der berühmten Pulle Wasser das Abflauen des "Sturms" erheblich fördert.
Du hast dem Druck Einhalt geboten, darauf kannst Du aufbauen, falls das Suchtgedächtnis das nächste Mal um die Ecke geschlichen kommt.
Also alles richtig gemacht. Weiter so.
11 Jahre ohne Zigaretten
Sehr schön, bei mir sind es 12.
So einen Spruch -"Geh wieder saufen"-durfte ich mir auch mal anhören. Na und, er hat mich stärker gemacht, weil ich weiß wie ich zu reagieren habe, nämlich ganz ruhig bleiben, tief durchatmen und gehen.
Ich habe meiner Familie mit meiner jahrelangen Sauferei verdammt viel zugemutet, deutlich mehr als mir mal eine Provokation im Rahmen eines verbalen Disputs anzuhören.
Hast Du Dich eigentlich mal bei Deinem Sohn entschuldigt? Im Verabreichen von Demütigungen/Zumutungen liege ich dank meiner Saufzeit weit vorne. Da gab es halt mal eine "Watschen" zurück.
Im Verhältnis zur Familie liegt halt so einiges im Argen. Das bedarf der Aufarbeitung. Eine glaubhafte Entschuldigung ist das Mindeste, so meine bescheidene Meinung.
Ein Gespräch gab es später, seit dem ist Ruhe und zwar seit Jahren.
Häng die Geschichte nicht zu hoch, da kochten wohl die Emotionen hoch und verschafften sich ein Weg. Rede mit ihm, wenn sich die dicke Luft gelegt hat. Das Einräumen eigener Fehler gleich zu Beginn, kann die Atmosphäre deutlich auflockern, so war es zumindest bei mir.