Beiträge von Carl Friedrich

    Die Krux besteht halt darin, dass in Süßspeisen auch richtiger Alkohol reingepanscht sein kann und nicht nur Süßstoffe. Das hat Rennschnecke klasse dargestellt.


    Vorsicht gilt bei Lebkuchen und Christstollen, da können in Rum oder sonstigem Trinkalkohol eingelegte Bestandteile z.B. Rosinen verbacken sein. Ich zappte erst diese Woche durch die TV Kanäle, als so Teile getestet wurde, u.a. waren welche heftig mit Rum gepanscht.


    Habe gerade mal aus Neugier die Pralinen in Zartbitter gecheckt, die ich meiner Frau am 06.12. in den Stiefel gesteckt habe. Alles ok.

    Wenn es einen Alkoholgeschmack

    Für mich schmeckt Süßstoff nur süß und ist ein Süßungsmittel. Wen es jedoch an das Zeug erinnert, was er früher gesoffen hat, sollte besser seine Finger davon lassen.


    Dann gilt die alte Regel: "Alles was schmeckt wie Alkohol, riecht wie Alkohol und aussieht wie Alkohol ist tabu."


    Ich trinke ja auch kein 0,0 Bier.

    Süßstoffe haben damit nichts zu tun ;)

    Es gibt zwei verschiedene Sorten Alkohol. Den einwertigen in Wein, Bier, Schnaps ... Dann noch den mehrwertigen, der letztlich ein kalorienreduziertes Süßungsmittel ist. Er hat mit dem von uns früher gesoffenen Alkohol nur den Namen, jedoch nicht den Inhalt gemein hat.

    Einfach mal "mehrwertigen Alkohol" googlen. Ich wollte keinen link setzen.

    In vielen Süßigkeiten ist der mehrwertige vermischt. So einfach ist das. Ob ich den mehrwertigen Zuckerersatz konsumiere? Na klar.

    Es bleibt mir nichts anderes übrig, als mir mit klarem Kopf einen neuen Job zu suchen.

    Gute Entscheidung.


    Es heißt im Volksmund zurecht: "Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende." Ich drücke die Daumen, dass Du bald fündig wirst.

    Du machst es richtig, Deine Bedürfnisse, Gesundheit und somit Dein Leben an erste Stelle zu setzen.

    Früher hieß es hier im Forum: "Sorgen Sie dafür, dass es Ihnen gut geht." Da steckt alles Wichtige drin.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es den meisten Menschen völlig wurscht ist, was ich trinke.

    Genau so habe ich es auch erlebt. Die Wenigen, die sonderbar reagierten, haben selbst ein Problem mit dem Stoff, da sie zumindest viel zu viel, wenn nicht gar süchtig trinken. Und genau zu diesen Personen ist der Kontakt eingeschlafen.


    Mit der Zeit war es für mich nicht mehr ungewöhnlich, angebotenen Alk abzulehnen. Das hat sich bei mir komplett eingeschliffen, bin aber auch schon über 9 Jahre dabei.

    Klar formulieren, dass ich keinen Alkohol trinke, auch nicht im Essen haben will

    Ja, allerdings frage ich bei Gerichten im Restaurant nicht nach, da ich die Alk-Klassiker Soßen eh nicht bestelle. Und daheim panscht meine Frau keinen Alk ins Essen.


    Soweit andere Wein daran kippen, sind wir auf Fruchtsäfte umgestiegen, z.B. Traubensaft statt Wein. Klappt wunderbar.

    Eine Abmahnung ist wie 'ne gelbe Karte im Fußball.


    Sie sollte durch erfahrene Personen überprüft werden z.B. einem Fachanwalt für Arbeitsrecht oder der Gewerkschaft, sofern Du dort Mitglied bist.


    Das wäre für mich der nächste Schritt.


    Übrigens Alkohol hilft Dir bei der Problemlösung nicht, nur der klare Verstand. Ein alkokoholvernebelter Kopf verdrängt das Problem nur temporär, löst es jedoch nicht.


    Lenk Dich ab, so gut es eben geht und zwar mit Dingen, die Dir Freude machen.


    Viel Glück.

    Da zappte ich so durch die Programme und blieb im Dritten hängen, Weihnachten und die typischen Produkte.

    Bei Marzipanverkostung wurde erwähnt, dass bestimmte Produkte auch Alkohol enthalten können, insbesondere beim Marktführer aus einer Großstadt in Schleswig-Holstein.

    Also schön Augen offen halten, steht leider irgendwo im Kleingedruckten.

    Ob es der Alkohol ist, den wir missbräuchlich gesoffen haben, sog. einwertiger Alkohol oder mehrwertiger Alkohol als kalorienreduzierter Zuckerersatz, wurde leider nicht erwähnt. Mit dem mehrwertigen Zuckerersatz habe ich kein Problem, ebenso bei Essig, den wir allerdings nur sehr selten mal verwenden.

    Wer sich nicht sicher ist, sollte das Zeug vorsorglich mal weglassen. Sicherheit geht vor.

    Zu Weihnachtsmärkten wurde in anderen threads einiges geschrieben. Ich bin der Meinung, dass der Neuling im ersten Jahr weder auf Weihnachtsmärkten, noch auf feucht-fröhlichen Weihnachts- und Silvesterfeiern irgend etwas verloren hat. Daher rate ich von der Teilnahme ab.

    Ich bin jetzt im zehnten Jahr angelangt und habe meine Teilnahme an unserer Weihnachtsfeir von der Arbeit abgesagt, sie findet sinnigerweise in einem Brauhaus statt. Dies nur mal so als Vergleich für die Neulinge im Forum. Ich nehme daran nicht teil, weil ich Angst habe, ich könne rückfällig werden, sondern weil ich das ganze Drumherum in einem Brauhaus einfach im Kopf nicht mehr aushalte. In so einen Schuppen gehöre ich einfach nicht (mehr). Hätten die werten Kollegen ein normales Restaurant ausgesucht, dann wäre ich dabei.

    Mir gefällt das Wort Alkoholiker immer noch nicht. Vielleicht kommt das noch.

    Ich verwende diesen Begriff für mich gegenüber Dritten auch nicht. ich bin mehr als 9 1/2Jahren unfallfrei dabei.


    Der Vorteil der langen Abstinenz besteht darin, dass mir Begriffe, die sich bei vielen von unserem Fach eingebürgert haben, schlichtweg wurscht geworden sind. Ich weiß, was mit ihnen gemeint ist, sehe jedoch überhaupt keine Notwendigkeit, sie für mich zu gebrauchen. Das kann jeder so handhaben wie er möchte. Entscheident ist wie immer das Ergebnis und das ist nunmal die Abstinenz, die für mich eine Wohltat, ja eine Gnade darstellt.


    Damit ich das ja nicht vergesse und mein Suchtgedächtnis mich womöglich auf dumme Ideen bringt, bin ich hier.

    Zwei gesellschaftliche Anlässe bei denen getrunken wird - das war ja meine Angst -
    waren gar nicht so schlimm.

    Prima, dann kanst Du ja unbesorgt die demnächst anstehenden Feierlichkeiten angehen. ;)

    Ein Neuling, ein solcher bist Du, wäre gut beraten, im ersten Jahr eine kritische Distanz zum Alkohol und zu Trinkern zu bewahren.

    Daher schau lieber mal, ob es wirklich wichtig ist, dem Alkohol nahe zu kommen. Bei einem gesellschaftlichen Anlass wirkt die gesamte Atmosphäre auf die das Suchthirn ein und kann dieses zum Rotieren bringen. Sei es, dass plötzlich Trinkverlangen aufkommt oder einige Zeit später.


    Oder ein ander Teilnehmer drückt Dir ein Glas in die Hand, weil man sich schon so lange nicht mehr gesehen hat und "Prost".


    Du siehst der Teufel steckt im Detail. Halte Abstand zu Trinkern und trinkenden Gesellschaften.

    Du bist in der Entgiftung und sinnierst schon über Weihnachtsmärkte?

    Wir haben November und die schwierigste Zeit des Jahres mit den ganzen Feiern und Festen steht unmittelbar bevor. Du bist noch völlig ungefestigt.

    Also klarer Rat: Um alles einen großen Bogen machen, Weihnachten und Silvester still und gemütlich daheim verbringen. Das nennt sich Risikominimierung.

    Ich konnte mich erst aus dem Griff der Flasche lösen, als ich meiner Gesundheit die Prio 1 im Leben eingeräumt habe und ihr alles, wirklich alles andere untergeordnet habe. Mittlerweile bin ich im zehnten Jahr.

    Gehe ich auf Weihnachtsmärkte? 1x nachmittags mit meiner Frau, die will da mal hin. Letztes Jahr hatte ich Glück, wir haben keinen gemeinsamen Termin gefunden. Ich hoffe auf Wiederholung in diesem Jahr. Falls ich gehe, trinke ich da Kaffee oder, sofern möglich, einen Tee ohne Schnaps. Das war es.

    Wie verbringe ich die Feiertage? Siehe oben, still daheim. Und glaub mir, es fehlt mir nichts, im Gegenteil, ich fühle mich sauwohl.

    Ereignisse, bei denen getrunken wird, können enorm triggern, gerade in den ersten Monaten bei dem noch ungeübten Neuling.

    Also schau auf Dich, bring die Entgiftung hinter Dich, lies Dich hier gründlich ein, schau Dir besonders die Grundbausteine an. Da steht alles drin, was vielen den Weg in eine stabile Abstinenz ermöglich hat.

    aber es gibt eben auch situationen, die -sagen wir mal- sozial verpflichtend sind: weihnachten, ostern, hochzeiten, familienfeiern ganz allgemein

    Ich sprach von Ereignissen, bei denen der heftige, nicht der moderate Konsum von Alk im Vordergrund steht und letztlich das wahre Bindeglied der Beteiligten ist.

    Wenn die Situation ins Saufen umschlägt, bin ich weg, weil es dafür keinerlei soziale Verpflichtung gibt.


    ich bin ja schon ein paar Jährchen dabei, bei mir hat sich alles eingeschliffen. Daher weiß ich, wann es Zeit ist zu gehen oder wo ich gar nicht erst aufkreuze. Was die übrigen Teilnehmer der Veranstaltung davon halten, ist mir wurscht. Ich bin ich, ich weiß was ich vor anderen, aber auch vor mir verantworten kann.


    Hier hieß es früher einmal so wunderschön: "Sorgen Sie dafür, dass es Ihnen gut geht." Und das mache ich, so gut ich eben kann.

    der punkt, wo nasse veranstaltungen und deren auswirkungen für mich keine gefahr mehr sind, der ist noch nicht da. das kommt vielleicht, vielleicht auch nicht.

    Ich habe diesen Punkt in den ganzen Jahren nie erreicht. Warum? Weil mir Treffen, bei denen der starke Konsum von Alk im Vordergrund steht, einfach auf die Nerven gehen. Nicht, weil ich mich gefährdet sehe, sondern weil ich so was im Kopf nicht mehr aushalte. Der Anblick, der Gestank und der Lärm von Zechern gehen mir auf die Nerven. Was soll ich dort? Meine Lebenszeit verschwenden? Da habe ich Besseres vor. Mit einem spürbar alkoholisierten Menschen kann und will ich mich nicht austauschen. So einfach ist es, zumindest für mich.

    Meine Gesundheit, mein Leben und somit meine Abstinenz sind nicht verhandelbar. Sie haben für mich oberste Priorität. Wenn ich genau weiß, dass ich mich an einem Ort unwohl fühlen werde, gehe ich nicht hin.

    Genau das kannst Du doch so kundtun!

    Und Dich, wenn Du Dich dazu entschließt, nach dem Restaurantbesuch, verabschieden.

    Nicht jeder Deiner Kollegen wird an allem teilnehmen. Einige werden aus persönlichen Gründen absagen, oder auch gar nichts zur Absage mitteilen.

    Warum auch, man muss nicht an allem teilnehmen, Rennschnecke!

    Genau so sehe ich es auch. Ansonsten bist Du halt anderweitig verhindert.


    Ich bin schon eine Weile länger dabei. Ich habe unser Weihnachtsessen auf der Arbeit abgesagt. Es sollte zwar nicht auf den Weihnachtsmarkt gehen, sondern "nur" in einem Brauhaus stattfinden. Nach Gründen wurde ich nicht gefragt.


    Trau Dir mehr zu, in dem Sinne, Deine Interessen und Bedürfnisse für Dich in den Fokus zu stellen. Ich mache es schon seit Jahren und es fühlt sich nicht nur richtig an, es ist auch richtig.

    Ich habe meinen Frieden mit den Grüßen des Suchtgedächtnisses gemacht. Ich gehe davon aus, dass es mich immer wieder mal grüßen wird. Es erinnert mich an mein Problem, dass ich letztlich alkoholkrank bin, wenn auch nur inaktiven Status.

    Nicht, dass ich auf die dämliche Idee kommen könnte, ich sei geheilt und dann taucht womöglich der Gedanke aus, als "Geheilter" könne ich womöglich wie ein Normaler wieder mal ein Glas trinken. Einigen langjährig Abstinenten ist dieser Gedanke zum Verhängnis geworden und sie wurden rückfällig.

    Ich stelle mich in den nächsten Wochen auch auch sporadische Grüße ein, da ich in dieser Zeit ab Mitte November bis Anfang Januar immer besonders heftg soff. Das ist im Suchtgedächtnis gespeichert: Winterzeit = Hochsaufzeit. ;)


    Mir das vor Augen zu halten, hilft mir, diese Grüße richtig einzuordnen.