Hallo!
Anknüpfend an Karsten noch der Tipp: Biete ihm an, mir ihm zur Suchtberatung zu gehen oder er macht dort einen Termin aus.
Meine Frau ging seinerzeit mit unserem Nachwuchs gemeinsam zur Suchtberatung, ohne mich vorher zu informieren. Anschließend berichteten sie mir davon, wie verständnisvoll und vertrauenserweckend der Therapeut war. Sie ließen mir seine Durchwahl da und forderten mich auf, ihn zu kontaktieren und mir die dort angebotene Hilfe zu holen, andernfalls unsere Beziehung zu Ende sei.
Das hat bei mir gesessen und gewirkt. Allerdings war ich zu dieser Zeit nicht mehr in der Lage, Saufpausen einzulegen wie zu früheren Zeiten. Mir war zu diesem Zeitpunkt klar, dass ich fest im Klammergriff des Alkohols steckte. Daher kam ich der Aufforderung der Familie nach.
Ich weiß nicht, in welchem Stadium dein Partner steckt. Eventuell kann der Schuss auch nach hinten losgehen und er zeigt sich bockig, beleidigt oder gar verbal ausfallend. Alles möglich bei Leuten, denen man die Wahrheit sagt, die ihnen selbst nicht passt.
Patentrezepte, wie man einen Alki dazu bringt. die Flasche stehen zu lassen, gibt es nicht. Wichtig ist, dass der Patient krankheitseinsichtig ist.
Nur eins: Vertrau nicht den Sprüchen "alles halb so schlimm und er werde sich bessern." Den Sprüchen sollten schon zeitnah ganz konkrete Taten folgen. Ist er dazu nicht bereit, dann liegt es an dir, die nötigen Konsequenzen zu ziehen.
Gruß
Carl Friedrich