Hallo Peter!
12 unfallfreie Jahre. Das ist schon eine tolle Leistung. Glückwunsch.
Gruß
Carl Friedrich
Hallo Peter!
12 unfallfreie Jahre. Das ist schon eine tolle Leistung. Glückwunsch.
Gruß
Carl Friedrich
Das finde ich spannend, weil es erklärt, warum so viele frische Abstinenzler so gerne Süßigkeiten essen. Ich zum Beispiel habe derzeit erstaunlich oft Lust auf Eis, das kenne ich so gar nicht von mir. Und ich gebe diesem Drang gern und ohne schlechtes Gewissen nach. Ist doch was Schönes, sich was zu gönnen. Vor allem, wenn man weiß, dass man sonst zum Alk gegriffen hätte.
Hallo!
Das legt sich mit der Zeit wieder, so wurde es mir mehrfach berichtet.
Ich bin dafür kein Maßstab, weil ich vor meiner Sauferei gerne Süßes verspeist habe und genau dort habe ich gleich zu Beginn meiner Abstinenz wieder angeknüpft. Nur in meiner Saufperiode bin ich bei Süßigkeiten kürzer getreten, denn Bier und Süßes passen nicht zusammen.
Übrigens: Meine Kopfwäscher hatten recht. Nur erschloss sich mir das erst mit voranschreitender Zeit.
Gruß
Carl Friedrich
Hallo!
Habe ich schon mal bei meiner Frau probiert. Sie machte den Vorkoster, damit kein Alk drin ist. Auch hatten wir darauf geachtet, dass sie nicht auf Wein- und/oder Sektbasis angerichtet wurden. Mein Ding sind sie nicht, da nehme ich lieber 'ne Saftschorle. Der Alkohol ist bei den Originalen halt der wesentliche Geschmacksträger . Die alkoholfreie Variante kommt geschmacklich auf 'ne Art Saftmischung mit Deko-Verzierung raus, die zudem kleiner und teurer als die altbekannte Apfelsaftschorle ist.
Einem Alkoholiker, der sich früher gerne mit Cocktails abgeschossen hat, rate ich von so was ab. Allein die Optik triggert dann womöglich und macht Lust auf einen richtigen Long-Drink.
Gruß Carl Friedrich
Und dann fällt mir noch was ein: Sich vornehmen, wegzugehen, wenn die Lust auf Alkohol kommt..... Ja - was aber, wenn die Lust so stark ist, dass es Dir egal wird und Du dann trinkst? Was meinst Du, wie es zu Rückfällen kommt? Manchesmal sicher in solchen Situationen. Ich würd mich jedenfalls nicht darauf verlassen, dass ich als suchtkranker Mensch immer rational handeln kann.
Hallo!
Das sehe ich genau so.
In meiner ambulanten Therapie waren die Ausführungen der Rückfälligen am interessantesten. Genau in so einer Atmosphäre der trinkenden Umgebung und den Fallstricken des Suchtgedächtnisses ist ein Neuanfänger, und nicht nur der, gerne mal überfordert und greift dann doch zu, weil der innere Schweinehund stärker als der Vorsatz sein kann, zu gehen, wenn es unangenehm wird.
Gerade im ersten Jahr der Abstinenz, in dem man noch sehr wackelig und unsicher unterwegs ist, hat ein frisch Abstinenter nichts und zwar gar nichts auf Konzerten, in Fankurven von Stadien oder in der Fußballkneipe sowie auf Betriebsfeiern oder anderen von Alkohol untermalten Veranstaltungen verloren. So meine Sicht der Dinge.
Gruß
Carl Friedrich
Hallo!
Sehr schön geschriebener Artikel. Erinnert mich in der Wortwahl nach an das Buch "ALK" von Borowiak.
Gruß
Carl Friedrich
Hallo Horizont!
Das war schon eine heikle Nummer für einen frisch Abstinenten, die Du da hingelegt hast. Das drumherum kann das Suchtgedächtnis enorm provozieren, bis man plötzlich doch bei einem Sekt/Wein/Bier... zugreift.
Bild dir bloß nichts darauf ein, das es gestern gut gegangen ist.
Du bist noch viel zu frisch im Geschäft, um die tatsächliche Gefahrenlage zutreffend einordnen zu können.
Mein Therapeut pflegte stets zu sagen, so was geht ein paar Male gut, dann kommt der Rückfall (nicht für alle, jedoch für viele).
Lies dich mal hier bei den Leuten ein, die lange Zeit trocken sind. Bis eine gewisse Festigung eingetreten ist, wäre jeder Neuanfänger gut beraten, dem Alkohol so gut es eben geht, aus dem Weg zu gehen. Das nennt sich Risikominimierung.
Die Leute, die Du evt. "eingeweiht" hast sind nicht für die verantwortlich. Das bist Du allein. Die Leute halten dich nicht vom Trinken ab. Sie sind nicht deine Erziehungsberechtigten. Du musst schon selbst auf dich aufpassen, Risiken erkennen und sodann zu umschiffen.
Gruß
Carl Friedrich
Die "Villa" hat mir zuwenig gegeben als daß ich den Preis weiter hätte zahlen mögen, aber verkehrt war es nicht und ich hoffe alle dort geht es gut.
Hallo Frank!
Das ging mir seinerzeit genau so. Bedingt durch den entgeltpflichtigen Teil dieses Forums ist es hier im "Offenen" Bereich -bis auf wenige Ausnahmen- schon sehr ruhig.
Gruß
Carl Friedrich
Hallo Flanders!
Zunächst ist es schon mal viel wert, dass Du kurzfristig gegensteuern konntest und nicht wochen-, monate- oder gar jahrelang dem Suff verfallen bist.
Komm erst mal zur Ruhe.
Was ich von Rückfälligen öfter zu hören bekam, war der stille Gedanke im Hirn, irgendwann doch mal wieder was trinken zu können. Wird dazu noch das Suchtgedächtnis durch welchen Umstand auch immer angetörnt, trifft die angeführte Denkweise auf einen fruchtbaren Boden sprich des Konsums.
Hattest Du dich denn wirklich rückhaltlos und unbedingt vom Alkohol gelöst oder war da doch noch dieser Hintergedanke, irgend wann geht doch noch was?
Gruß
Carl Friedrich
Meine Güte, ich sage einen Satz von ihm täglich auf, wenn es mal nicht auszuhalten ist. Das bleibt, danke Martin, 4ever.
Hallo la vie!
Darf ich fragen, welchen?
Gruß
Carl Friedrich
Hallo!
Suchtdruck stellt sich bei mir nur noch sehr selten ein. Die Abstände wurden, so wie es mir die Therapeuten prophezeit haben, immer größer.
Könnte es sein, dass Du früher regelmäßig (auch) dann Alkohol konsumiert hast, als es dir gut ging?
Suchtdruck hat mit dem Suchtgedächtnis zu tun, dass leider vom Willen allein nicht zu bändigen ist. Ich habe mir mal vorgehalten, wann ich früher getrunken habe, insbesondere in welchen Situationen. Dann habe ich mir klar gemacht, dass genau dann mein Suchtgedächtnis anspringt, wenn ich in vergleichbare Situationen komme. Wenn ich mir vorher schon klar mache, dass evt. Druck kommt, wenn ich dies oder das mache, z.B. am Freitag nachmittags die Bürotüre verschließe, dann bin ich zumindest vorbereitet und kann gegensteuern.
Wenn es dir gelingt, in bestimmten Situationen gerade keinen Alkohol zu trinken, verknüpft dein Hirn nicht jedes Mal von Neuem diesen bestimmten Augenblick mit dem Konsum von Alk. Das Suchtgedächtnis wird dann "überschrieben".
Ganz wichtig ist es m.E. bestimmten riskanten Veranstaltungen konsequent aus dem Weg zu gehen, zumindest in den ersten Monaten. Weiter machen wie früher, nur ohne Alk, das wird wahrscheinlich nicht gelingen.
Beispiel: Wer früher regelmäßig in der Kneipe Fußball gucken war, sollte diese Örtlichkeit meiden und ja nicht auf die Idee kommen, sich neben die Saufkumpanen zu hocken und sich Wasser zu bestellen. Dann ist die Gefahr zu groß, dass es nicht beim Wasser verbleibt.
Oder: Wenn man am Ende der Arbeitswoche die Gewohnheit entwickelt hat, mit den Arbeitskolleginnen ein Glas Sekt aufs kommende Wochenende zu trinken, sollte sich nicht dazu gesellen und nur am O-Saft nippen. Die Gefahr ist zu groß, dass man "umfällt".
Das Hirn beginnt zu rumoren: Aha die Arbeitswoche ist rum, endlich gibt's Stoff.Diesen Automatismus gilt es zu durchbrechen. Das fällt fielen am Anfang schwer.
Ferner gilt es Strategien gegen den Suchtdruck zu entwickeln: Für mich ganz wichtig: Sofortiger Ortswechsel und was anderes tun, was mir Freude bereitet und genug trinken (Wasser, Cola, Schorle, Saft, Kaffee). Zum Glück dauert der eigentliche Suchtdruck nur kurz an und vergeht ziemlich schnell wieder, zumindest bei mir.
Manchmal rede ich selbst mit meinem Suchtgedächtnis: "Ah, das ist aber ein ganz simpler und zum Scheitern verurteilter Versuch von dir, das zieht bei mir nicht."
Zum Schluss: Entdecke neue Hobbies oder reaktiviere alte aus früheren Vor-Saufzeiten, sofern sie keine Verbindung zum Alk aufweisen. Wenn man abgelenkt ist, stellt sich nicht unmittelbar die Frage des Saufens.
Viel Erfolg wünscht
Carl Friedrich
Ich bin völlig überrascht.
Martin war ein eindrucksvolles Vorbild, wie sich ein Alkoholkranker durch konsequentes und ausdauerndes Arbeiten aus dem Klammergriff der Sucht lösen konnte.
Seine besonnene mitfühlende Art, sein Verständnis für die Nöte der Anderen und seine feine Ironie werden mir in Erinnerung bleiben.
Ruhe in Frieden Martin.
Carl Friedrich
Danke der Nachfrage.
In diesem thread ist alles ok.
Gruß
Carl Friedrich
Hallo Hartmut!
So ist es. Es liegt alles an uns selbst.
Das steckt auch in dem Begriff der Selbsthilfe. Nur wir selbst können es schaffen. Das kann keine Therapie, ein Forum, Fachbücher oder sonst was bewirken. Letztere können mir nur den Weg aufzeigen, den ich selbst zu gehen habe. Sie sind somit nur ein wichtiges Hilfsmittel für meinen eigenen Weg aus dem konsumierenden Teil Sucht. Und das setzt nun mal voraus, dass wir aktiv werden und nicht im stillen Kämmerlein in der Hoffnung sitzen, die liebe Fee käme und kuriert uns mit einem Zauberstab.
Gruß
Carl Friedrich
Zitat von Carl FriedrichJetzt bin ich im vierten Jährchen angekommen, wenn auch erst seit ein paar Tagen.
Hallo und danke.
Nur zur Klarstellung: Im vierten Jahr angekommen heißt, ich habe "erst" 3 voll und das vierte Jahr der Abstinenz ist vor 8 Tagen angebrochen.
Hartmut und deiner früheren Skepsis: Du hast wahrscheinlich aufgrund deiner jahrelangen Routine ein feines Näschen, dass irgendwas bei mir noch nicht so ganz rund lief, auch wenn die bisherigen Zwischenergebnisse irgendwie ok erschienen.
So war es. Ich war bis vor ein paar Monaten noch nicht ausgeglichen genug, noch nicht wirklich befreit. Die Schäden in der Seele, die der jahrelange Alkoholmissbrauch angerichtet hat, werden nicht in wenigen Monaten oder 1-2 Jahren repariert. Das dauert sehr lange. Nur fällt das dem einen oder anderen frisch Abstinenten nun mal schwer zu akzeptieren.
Gruß
Carl Friedrich
Hallo step!
So ähnlich praktiziere ich es auch. Mich stört es jedoch nicht, wenn meine Frau ein Glas Wein oder Radler zum Essen trinkt.
Da muss ein jeder seinen eigenen Weg finden. Wenn ihn/sie der eingeschlagene Weg abstinent hält, macht er/sie alles richtig.
Gruß
Carl Friedrich
Fortsetzung:
Jetzt bin ich im vierten Jährchen angekommen, wenn auch erst seit ein paar Tagen.
Ich fühle mich sicher, bin jedoch auf der Hut.
Gruß
Carl Friedrich
Ich verzehre ihn auch gelegentlich (2-3x im Jahr). Mich triggert er nicht. Das kann sich jedoch ändern. Daher habe ich das Problem auf dem Schirm. Nicht. dass ich ihn verzehre und mich anschließend wundere, woher denn der Suchtdruck plötzlich kommt.
Dem Neuling rate ich jedoch, in den ersten Monaten bis sich eine gewisse Festigung eingestellt hat, auf so was zu verzichten.
Hallo Matthias!
Phantastische Leistung. Ich kenne keinen, der so lange trocken ist.
Gratulation.
Du bist ein absolutes Vorbild.
Dein thread sei jedem Neuankömmling zur Pflichtlektüre empholen.
Es grüßt
Carl Friedrich
Hallo Correns!
Du hast völlig recht. SHG bedeutet ja Selbsthilfegruppe.
Jedoch wäre ein wenig mehr Betrieb im "Laden" hier begrüßenswert und schön.
Gruß
Carl Friedrich
Danke Hartmut, das sehe ich (leider) genau so.
Ich bleibe am Ball.
Gruß
Carl Friedrich