Beiträge von Carl Friedrich

    Hallo!

    An lalu's Ausführungen anschließend kann ich meinen ehemaligen Therapeuten der ambulanten Therapie zitieren, der riet, nicht beides zusammen aufgeben zu wollen, sondern erst mal das Thema Alkohol anzugehen und nach ein paar Monaten zusätzlich das Nikotin in Angriff zu nehmen. Beides gleichzeitig könnte kontraproduktiv sein und massiv Suchtdruck auslösen.

    Gruß Carl Friedrich

    Hallo!

    Viel Erfolg. Ich rauche jetzt seit 5 Jahren nicht mehr. Aufs Qualmen zu verzichten fiel mir leichter, als das Saufen zu lassen.

    Also Kopf hoch, es haben schon Etliche vor dir geschafft, warum nicht auch Du?

    Gruß Carl Friedrich

    Hallo!

    Welche Fachrichtung hat der von dir aufgesuchte Arzt? Allgemeinmediziner und Internisten dürften bei so was an ihre Grenzen stoßen. Ich würde mal darüber nachdenken, einen Facharzt für Neurologie und Psychiatrie aufzusuchen.

    Gruß Carl Friedrich

    Hallo!

    Ich kann nur den Rat geben, mal ein richtig großes Blutbild beim Doc machen zu lassen, einschließlich des Vitaminspiegels. Allerdings zahlt die Kasse zumeist nur einen Teil davon, so dass noch ein Eigenanteil hinzukommt. Das würde ich aber mit dem Arzt klären.

    Bei Privaten sieht es besser aus. Die Privatversicherungen erstatten da zumeist mehr bis hin zu alles. Aber das hängt vom jeweiligen gewählten Tarif ab und ist ggf. von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich.

    Dazu kann ich nur den Rat geben, auch mal ein Ultraschall der Organe machen zu lassen.

    Gruß Carl Friedrich

    Fortsetzung:

    Der Winter zeiht sich diesmal wie Kaugummi in die Länge. Er nervt mich.
    Es fehlen mir das Licht und die Sonne. Gestern habe ich mal ein ärztlich verordnetes Vitamin-D Präparat mit 20.000 IE eingenommen. Viele Menschen leiden unter einem Vitamin-D Mangel, ohne es zu wissen.

    Ich meine, es wirkt rasch gegen eine gewisse Müdigkeit und hoffe, das es nicht der sog. Placebo-Effekt ist.

    Ansonsten denke ich darüber nach, mein Ticket für die "Innere Abteilung" im Februar auslaufen zu lassen und erst mal nur hier im Offenen Teil weiter zu schreiben, sofern ein enger und unmittelbarer Zusammenhang mit dem eigentlichen Thema dieses Forums besteht.

    Ansonsten geht es mir gut.

    Gruß Carl Friedrich

    Hallo!

    Da hat Martin Recht; mit Nachfragen sollte man dennoch rechnen, egal ob nach dem Sport, anlässlich einer Verabschiedung von Kollegen, einem Empfang, einer Amtseinführung, einer Vernissage, einer....

    Da man aber nicht allen auf die Nase binden will, dass man alkoholkrank ist, kann es nicht schaden, ein paar Antworten parat zu haben, bevor man Dinge preisgibt, die gewisse Leute nichts angehen.

    Warum ich das schreibe? Weil ich halt ein wenig rumkomme und so was schon erlebt habe. Da kann etwas Vorbereitung, so meine Sicht der Dinge, nicht schaden. Aber das kann ja ein jeder so halten, wie er es für richtig hält.

    Gruß Carl Friedrich

    Zitat von kamarasow


    Ein Nahestehender glaubt übrigens nicht an eine dauerhafte Abstinenz. Er sagte: Spätestens Mai trinkt der wieder. Paff, das saß. Schön wenn man solche Nahestehenden hat.

    Hallo!

    Wenn der Satz mir gegolten hätte, würde ich ihn als Motivationshilfe ansehen, es dem Herrn einfach mal zu zeigen und ihm das Gegenteil zu beweisen. Nicht für ihn, sondern für dich selbst.

    Gruß Carl Friedrich

    Zitat von Martina02

    Was mich wundert, Carl Friedrich ist, das Du das Nicht Trinken von Nicht Alkoholikern als Einschränkung verstehst.

    Hallo!

    Nö, für mich ist das keine Einschränkung, wenn andere nicht trinken. Wenn die was trinken möchten, dann ist es mir egal. Ist halt deren Entscheidung. Und für die bin ich nicht verantwortlich.

    Gruß Carl Friedrich, der sich von trinkenden Gesellschaften so gut es geht fern hält

    Zitat von Martina02

    ...Es würde die Welt aber mit Sicherheit zu keinem schlechteren Ort machen, wenn es keinen (vor allem Trink)Alkohol mehr geben würde....

    ...wie so vieles andere auch.

    Ich finde die Vorstellung schön,wie vielen Menschen der Alkoholismus in Zukunft erspart werden würde, wäre der Alkohol vom Parkett.

    Hallo!

    Diesen Wunsch habe ich schon mehrfach gehört: In meiner ambulanten Therapie und der dazugehörigen Vorgruppe. Stets wurde er von Herrschaften vorgebracht, die ganz neu im Geschäft der Abstinenz sind.

    Warum wurde er vorgebracht: Dafür gibt es m.E. 2 Gründe:

    1.) Man hat selbst noch nicht seinen Frieden mit der "Krankheit" gemacht. Dieser Prozess dauert eine ganze Weile. Und wer hat schon gerne eine Krankheit?

    2.) Man hätte es im Hinblick auf die eigene erstrebte Abstinenz leichter, wenn der Stoff nicht omnipräsent wäre.

    Ist man dafür länger dabei, kann man Carpenter nur voll und ganz zustimmen. Warum sollen sich andere einschränken, nur weil ich nicht in der Lage bin, damit umzugehen?

    Zurück zur Ausgangsfrage: Alle trinken nicht, aber in unserer westlichen Welt doch sehr viele. Und daran werden wir alle hier garantiert nichts ändern. Warum uns das Trinken anderer so auffällt? Weil wir ausgewiesene Trinkexperten sind.

    Gruß Carl Friedrich

    Hallo Thalia!

    Danke der Nachfrage. Bei mir verläuft alles in ruhigem Fahrwasser. Keine besonderen Vorkommnisse.

    Nur der Winter ist mir viel zu lang ist. Er ist halt nicht meine Jahreszeit. Ich kann Leute gut verstehen,
    die jetzt mal bis Ostern in den Süden verschwinden. Das kann ich mir für meine Zeit als Rentner, sofern ich sie erleben darf, auch gut vorstellen.

    Alternativ käme in Betracht, im Januar auf die Südhalbkugel der Erde zu fliegen, aber dann komme ich nach 2-3 Wochen zurück und es ist hier immer noch ekelhaft kalt und nass.

    So genug auf hohem Niveau gejammert: Mir geht es gut.

    Gruß Carl Friedrich

    Fortetzung:

    Beim Lesen in einem Nachrichtenmagazin und stolperte ich über ein Bild, indem jemand ein Glas Wein an den Mund führt.
    Darunter stand was von Geschmacksnerven und Genuss.

    Das Bild machte mich leicht nervös und hinterließ ein mulmiges Gefühl, so dass ich rasch
    weiterblätterte, obwohl ich nur wenige Sekunden auf der Seite verweilte.

    Es muss mich nachhaltig beeindruckt haben, dass ich jetzt noch davon berichte. Es war irgendwie ein Blick in den
    Spiegel einer längst vergangenen Zeit. Ich bin mir ziemlich sicher, mich selbst wiedererkannt zu haben. Der vermeintliche
    Genusstrinker, der einen guten Tropfen zu schätzen weiß.

    Einfach ätzend.

    Ich muss das noch verarbeiten, dass mich solche Bilder aufwühlen können, indem sie mein eigenes früheres Leben wiederspiegeln.
    Das hilft dann für die Zukunft. Hoffentlich.

    Diese Ausführungen nur als kleiner Anstoß für diejenigen, die es interessiert, weil sie selbst mal betroffen waren oder womöglich
    zukünftig betroffen sein können.

    Gruß Carl Friedrich

    Hallo!

    Zunächst danke ich für die freundlichen Wünsche.

    Ich bin weiterhin wohlauf und habe keinerlei Suchtdruck. Ferner habe ich diese Woche das Joggen wieder aufgenommen. Der Weihnachtsspeck dank zahlreicher Plätzchen, üppigem Essen und sonstigen Leckereien muss abgeschmolzen werden.

    2x habe ich es diese Woche geschafft, immer um die 45-55 Minuten. Gegen die Kälte kann man sich ja gut schützen. Selbstverständlich mit Mütze.

    Wenn es mir dann noch gelingt, ab nächster Woche zusätzlich 2 Einheiten neben dem Joggen ins Fitnesstudio zu kommen, das wäre schon was.

    Ich hoffe nur, dass die derzeit umgreifenden Erkältungen und grippalen Infekte mich verschonen. Auf der Arbeit herrscht Krankennotstand. Täglich fallen neue Leute aus. Aber da lasse ich mich nicht stressen, warum auch.

    Meine Gelassenheit ist sicherlich auch Ergebnis meiner Abstinenz und meiner positiven Grundstimmung.

    Gruß Carl Friedrich, der weiterhin auf Kurs ist.

    Hallo Kamarasow!

    Du bist jetzt rund 3 Monate trocken, da sollte man keine Wunderdinge erwarten, was die Lockerheit und Aufgeschlossenheit anbelangt. Es heißt immer, alles braucht seine Zeit. An mir habe ich das nach ca. einem 1 Jahr feststellen können. Der Alkohol hat nicht nur Schäden an unserem Geist angerichtet, er hat auch massiv das Gefühlsleben beeinflusst. Wir sollten uns selbst die nötige Zeit nehmen, um uns weiter zu entwickeln. Ich denke, wir sind es uns wert.

    Gruß Carl Friedrich

    Fortsetzung:

    Mein zweites abstinentes Silvester habe ich hinter mich gebracht, in aller Ruhe, ohne jeglichen Suchtdruck. Meine Frau hat sich zum Feuerwerk zwar etwas Sekt genehmigt, während ich genüsslich aus meiner Wasserflasche getrunken habe.

    Dann erst Neujahr: Topfit und absolut bewusstseinsklar. Das hatte schon was.

    2017

    Was wird das Jahr an Überraschungen bringen? Ich bin vorsichtig optimistisch, ohne übermütig zu werden. Die Demut vor dem Alkohol möchte ich mir unbedingt bewahren. Gleichzeitig denke ich häufig an die Worte eines sehr erfahrenen Suchtmediziners: "Den ersten Schritt in Richtung Rückfall macht man dann, wenn man sich nicht mehr mit der Krankheit auseinandersetzt." Letzteres muss sicherlich nicht täglich geschehen, jedoch regelmäßig.

    Häufiger bin ich mit mir selbst ins Gericht gegangen, weshalb ich nicht schon ein paar Jahre früher das Ruder herumgeworfen habe. Wahrscheinlich war ich einfach noch nicht reif genug.

    Ich bin jetzt mit mir selbst absolut im Reinen.

    Der Blick geht nach vorne. Es gilt Kurs zu halten.

    Gruß Carl Friedrich

    Fortsetzung:

    Auch das zweite alkoholfreie Weihnachten habe ich unfallfrei hinter mich gebracht.

    Im Gegensatz zu letzten Jahr hatte ich keinerlei Suchtdruck. Dieser stellte sich mal kurz 3 Tage vor Heiligabend beim Fernsehen ein. Er ging aber zügig wieder vorüber. Zugleich habe ich mir gedanklich verboten, dass er mich zu Weihnachten und Silvester erneut heimsucht.

    Mal schauen. Ich bin guter Dinge.

    Silvester werde ich aber nirgends feiern gehen. Die Nummer ist mir zu heikel, da gerade an Silvester von vielen besonders heftig "gesoffen" wird. Das will ich mir nicht antun. I.Ü. geht Selbstschutz vor.

    Stattdessen werden wir erst daheim was kochen und ab ca. 23.30 Uhr einen Spaziergang durch die Nacht unternehmen und uns irgendwo und etwas abseits von trinkfreudigen Leuten das Feuerwerk anschauen. Zum Anstoßen habe ich ein 0,5l Fläschchen eines bekannten italienischen Mineralwassers im Gepäck. Etwas Luxus :wink: muss dann doch sein.

    Gruß Carl Friedrich