Beiträge von Carl Friedrich

    Schuld ist der falsche Ausdruck, er ist so persönlich angreifend und vorwerfbar. Verantwortlich ist zutreffend. Klingt zwar ein wenig haarspalterisch, hört sich für mich jedoch bedeutend besser an, da wir allesamt die Verantwortung für uns und unser Tun tragen.

    Calida hat es zugelassen, dass der Alkohol ihr zu nahe kam. Das wurde ihr zum Verhängnis. Genau dass sollte sie zukünftig strikt meiden. Siehe Grundbausteine: Kein Alk im Haus!

    Und die Verwandte hätte darauf hingewiesen werden müssen, dass sie jetzt keinen Stoff mehr konsumiert, warum auch immer.

    Gruß Carl Friedrich

    Hallo Calida!

    Du warst in der Situation einfach überfordert. Du hattest so eine Situation vorher nicht auf dem Schirm und dich nicht gedanklich darauf eingestellt, geschweige denn vorbereitet. Als dann der Wein da stand, hast Du dank des prächtig funktionierenden Suchtgedächtnisses zugegriffen. Es ist zum Glück bei einem Glas geblieben. Genau so lief ein Rückfall bei einem Herrn in meiner Therapiegruppe ab, nach 3 Jahren. Er war bei einer Fortbildung, man saß abends gemütlich in bester Laune beisammen; als der Kellner dann eine Lage Bier brachte, griff er automatisch zu.

    Das hat er aufgearbeitet und achtet jetzt noch mehr auf kritische Situationen.

    Jetzt schlaf erst mal eine Nacht drüber und morgen ist nicht nur ein neuer Tag, sondern auch ein neuer Anfang. Unser Weg ist lang und steinig. Gelegentlich gerät man, wie Du heute, ins Stolpern. Da muss man sich aufrappeln und weitergehen.

    Und eine Strategie, so was in Zukunft zu vermeiden, legst Du Dir in der nächsten Zeit zusammen mit einem evt. Therapeuten/SHG/diesem Forum/Eigenstudium zurecht.

    Alles kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. Das war heute ein Rückschlag, aber noch lange nicht das Ende.

    Gruß Carl Friedrich

    Hallo Karlheinz!

    Ich bin nun wirklich kein Therapiespezialist, aber das erste, was mir an Deinem Beitrag ins Auge sprang, war die Therapeutin. Die scheint seit 2008 mit in Deinem Boot zu sitzen. Ist sie denn die richtige Beraterin? Oder wäre es nicht eher angebracht, mal über ihren Austausch nachzudenken, allein schon um neue Reize zu setzen. Die Dauer des Rückfalls von 2 Jahren kommt irgendwie lang rüber und wo war da die besagte Dame?

    Ansonsten zeigen die 5 trockenen Jahre, dass Du das Grundhandwerk offensichtlich beherrschen kannst.

    Ich wünsche weiterhin viel Kraft, Ausdauer und Erfolg.

    Gruß Carl Friedrich

    Hallo pancho!

    Der besagte Therapeut, es könnte auch meiner gewesen sein, weil ich mich dazu auch unlängst geäußert habe, hat keine Schlussfolgerungen gezogen. Er hat mir gegenüber nur berichtet, dass Herrschaften, bei denen alle äußeren Voraussetzungen gut sind -gesundheitlich, beruflich, finanziell und sozial- nach seinen bisherigen Erfahrungen besonders auf der Hut sein sollen, weil bei ihnen der Leidensdruck und demzufolge die möglichen Verlustängste nicht so stark ausgeprägt seien. Nach meinen Beobachtungen in meiner Gruppe, kann ich dem nur beipflichten und betrachte es als Ansporn, die Augen auf zu halten und wachsam zu sein.

    Mein Therapeut hat aus seinen bisherigen beruflichen Beobachtungen keine entsprechende These aufgestellt. Sein Hinweis zielt in Richtung des Sprichworts: "Wenn es dem Esel zu gut geht...."

    Leute, die von "ganz unten" kommen und sich dank starken Engagements aus dem Schlamassel gearbeitet haben, ist ihre Herkunft und die Tatsache, dass sie den Aufstieg "nass" niemals geschafft hätten, stärker präsent.


    Gruß Carl Friedrich

    Hallo Karsten!

    Genau an Dich musste ich heute auch direkt denken.

    Ich werde im neuen Jahr, wenn meine ambulante Therapie endet, neben dem Forum hier eine weitere SHG "Auge in Auge" suchen.

    Ich habe mal von einem Promi gelesen, der meinte, er nehme sich jeden Tag von neuem vor, trocken bleiben zu wollen. Das helfe ihm, da er sich täglich mit seinem Problem auseinandersetze und sich vor Augen halte.

    Ich vergleiche das mal mit dem regelmäßigen Training von Leistungssportlern. Auch denen reicht es nicht, alle paar Wochen mal ein Ründchen im Park zu traben.

    Ferner überlege ich, im neuen Jahr einen neuen Anlauf in Richtung Tagebuch in der Inneren zu starten. Mein erster Versuch war einfach zu früh für mich. Als Anfänger war ich noch zu sehr mit meiner Trockung befasst; die eigenen Gedanken bis hin zu gravierenden Stimmungsschwankungen waren noch zu sehr von der jahrelangen Vergiftung beeinflusst. Bis das Gift mal rausgespült ist, dass auch der Kopf wieder klarer denkt, das dauert halt.

    Gruß Carl Friedrich

    Heute hatte ich ein interessantes Gespräch mit meinem Therapeuten. Da musste ich gleich an einige hier im Forum denken, die den Standpunkt vertreten, dass manche erst richtig tief im Schlamassel stecken müssen bis hin zur akuten Lebensgefahr, um überhaupt bereit zu sein, langfristig und nachhaltig trocken leben zu wollen und zu können.

    Mein Therapeut meinte, nachdem wir die möglichen Gefahren des kommenden Silvester thematisiert hatten, dass nach seiner langjährigen Einschätzung, diejenigen dauerhaft gute Chancen hätten, trocken zu bleiben, die nach der Papierform eine eher schlechte Ausgangslage hätten, wie Job weg, Familie weg, Führerschein weg, Gesundheit konkret gefährdet. Bei diesen Personen sei der Leidensdruck besonders hoch und sie seien, wenn es denn im Kopf endlich mal Klick gemacht hätte, ausreichend motiviert und sensibilisiert, nicht wieder in dieser Misere zu landen.

    Bei Personen wie mir, die noch voll beruflich, sozial und familiär integriert seien, wäre oft zu bemerken, dass es ihnen häufig an dem Willen mangele, für immer trocken zu bleiben. Sie nähmen es sich erst Mal vor, schaffen es eine gewisse Zeit z.B. 1 Jahr, um dann alles neu zu beurteilen. Das verleite sie womöglich dazu, sich für kuriert zu halten, womit ein Rückfall prädestiniert sei. Gerade aus diesem Grund sei es für Leute wie mich unbedingt erforderlich, sich nach Therapieende einer Selbsthilfegruppe anzuschließen, um sich fortlaufend die eigene Krankheit und den Nutzen der Trockenheit vor Augen zu halten, da der eigentliche Leidensdruck relativ niedrig sei.

    Dann setze ich mal fort:

    Wir hatten vor Weihnachten einen Trauerfall im Familienkreis. Das Ende zeichnete sich bereits länger ab. Ich war in der ganzen Zeit einschließlich der Beisetzung heilfroh trocken zu sein und bilde mir ein, diese schwierige Zeit ordentlich gemeistert zu haben. Das wäre mir mit einem mehr oder weniger permanenten Alkoholpegel so klar nicht gelungen. Auch die regelmäßigen Besuche im Hospiz und der Anblick der dem nahen Tod geweihten Personen sowie die Freundlichkeit und Fürsorge des Pflegepersonals haben mich mental sehr berührt. Am meisten beeindruckte mich, wie gefasst die sterbenden Herrschaften waren. Diejenigen, mit denen ich mich unterhalten habe, waren augenscheinlich mit sich selbst im Reinen. Diese Unverkrampftheit färbte ab. Suchtdruck habe ich in der Zeit nicht verspürt.

    Jetzt habe ich auch das Weihnachtsfest schadlos, vor allem alkoholfrei, überstanden. War nicht so schwer. Manchmal hier und da leichte Gedanken an teuren Rotwein und Cognac, aber das war es schon. Genau davon bin ich ausgegangen, da das Zeug in den letzten Jahren im Dezember weit oben auf meiner Tagesordnung stand. Da verknüpft das "blöde" Suchtgedächtnis die Weihnachtszeit automatisch mit teurem Stoff.

    Jetzt noch Silvester planen. Angedacht ist, dass wir zunächst daheim gemeinsam kochen und am späteren Abend noch einen längeren Spaziergang machen. Daheim trifft sich die nicht auswärts aktive Nachbarschaft gegen Mitternacht auf der Straße, um sich zuzuprosten. Dem wollen wir im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Weg gehen. Gegen 01.00 Uhr sind die wieder weg und wir wieder daheim.

    Ich werde Anfang des Jahres darauf zurückkommen.

    Hallo Jonas!

    Ich fürchte, Dir ist der Ernst Deiner Lage nicht bewusst. Du hast einen für einen jungen Mann geradezu astronomisch hohen Blutdruck. Google mal die möglichen Folgen. Du hantierst mit Betablockern, was anderes dürfte Dein Arzt Dir nicht verordnet haben, nimmst sie mal, setzt sie womöglich eigenmächtig ab. Solche Medikamente sind kein Kinderspielzeug.

    Heute hatten die Ärzte auf. Deiner hat garantiert eine Vertretung organisiert. Warum warst Du nicht beim Vertreter oder gleich in der Klinik?

    Auch jetzt gibt es einen Notdienst. Warum gehst Du da nicht hin?

    Ich kann nur mit dem Kopf schütteln.

    Gruß Carl Friedrich

    Wenn Du abhängig bist, dann bist Du es. Punkt aus, Ende.
    Zurück zur Normalität? Das gaukelt einem schon mal das Suchtgedächtnis vor, gelegentlich auch mir. Das wird nicht klappen. Mir hat in diesem Zusammenhang geholfen, drei solche Herrschaften in meiner Therapiegruppe zu haben. Die haben nach längerer Abstinenz auch gemeint, sie könnten gelegentlich etwas konsumieren. Es hat nicht lange gedauert, da waren sie wieder voll drauf.
    Warum? Kontrollverlust heißt das Geheimnis. Wir können einfach nicht mit dem Stoff umgehen. Fangen wir einmal wieder an, kommen wir bald an den Punkt, wo wir Art und Umfang des Konsums nicht mehr steuern können. Die innere Gier nach dem Stoff wird immer größer und lässt sich nicht mehr im Zaum halten.

    Genau diese Erkenntnis müssen wir dauerhaft verinnerlichen, auch wenn es schwer fallen sollte. Ich kann Dir aber versichern, dass wird mit der Zeit immer besser.

    Gruß Carl Friedrich

    Hallo!

    Ich glaube, Du hast falsche Vorstellungen von einer ambulanten Therapie. Klar wird deine Biographie erörtert, aber es handelt sich weder bei den Einzel- noch bei den Gruppengesprächen um psychologische Tiefenuntersuchungen, in denen bis zur Erschöpfung herumgebohrt wird.

    Hast Du wenigstens mal nach einer SHG, außer dieser hier, Ausschau gehalten? Das wäre m.E. eine zusätzliche Abfederung Deiner Person. Da kannst Du von anderen und erfolgreich trockenen Personen lernen. Ich bin bislang mit meiner Kombi aus Lektüre von Fachbüchern, ambulanter Therapie und diesem Forum hier gut gefahren. Nach Abschluss der Therapie -ich beantrage sogar noch einen Nachschlag- werde ich als weiterführende Maßnahne eine SHG suchen, die dann an die Stelle der Gruppensitzungen tritt.

    Gruß Carl Friedrich

    Nichts für ungut, aber die Problematik ist m.E. ganz anders gelagert:

    Infolge der unzutreffenden Widerrufsbelehrung hat man als Kunde die Möglichkeit des Widerrufs der eigenen Erklärung, die zum LV-Vertrag geführt hat. Dieser Widerruf führt zu einer wesentlich höheren Rückerstattung aller gezahlten Beiträge und einiger weiterer Posten, als wenn man regulär den Vertrag kündigt und sich mit dem Rückkaufwert abspeisen lassen muss.

    Ob sich ein Widerruf rechnet, muss man selbst durchrechnen. Bei Altverträgen mit einem Garantiezins von 3,5% und mehr, dürfte er sich eher nicht lohnen, da der Kapitalmarkt im Augenblick nicht sonderlich viel hergibt, sofern man den spekulativen Bereich meidet.

    Ich habe es bei meinem Altvertrag mit 4% Garantiezins -allerdings bei einem Direktversicherer- mal mit meinem Banker besprochen. Der kam zum selben Ergebnis wie ich: Bloß weiterlaufen lassen. Aber bei der Frage spielen eine Menge wichtiger Punkte eine Rolle: Höhe des Garantiezinses, Restlaufzeit des Vertrags, das eigene Alter, die Möglichkeit von Alternativanlagen, angefallene Kosten wie Provisionen für Vertreter, steuerfreie Auszahlung bei Fälligkeit, Überschussbeteiligungen.....

    Wer da Fragen hat, sollte sich z.B. an die Verbraucherberatung oder einen seriösen Finanzfachmann -sofern man einen findet- wenden.

    Interessant werden könnte der Widerruf bei langer Restlaufzeit, niedrigem Garantiezins und fehlender steuerfreier Auszahlung.

    Gruß Carl Friedrich

    Heute ging es mir blendend. Weihnachtspakete für die Verwandtschaft im Ausland gepackt und auf dem Rad, ich war beladen wie ein Rikschafahrer, zur nächsten Paketstation gebracht. Dann noch ein schönes Ründchen gedreht und mir überlegt, dass ich in den letzten Jahren zu dieser Zeit viel Geld für teuren Wein und Brandy ausgegeben hatte. Das brachte mich auf die Idee, mal was besonders Gutes zu trinken zu erwerben. Einen Festtags-Darjeeling fürs Frühstück und einen besonders teuren Kaffee. Ich kann mich nicht entsinnen, mal 20€ für 250 Gramm Kaffee ausgegeben zu haben. Geduftet hat er famos. Morgen nach dem Frühstück wird er aufgebrüht. Ich bin zur alten Kaffeetradition des Aufgießens in einem Porzellanhalter zurückgekehrt. Und was sind schon 20€ im Vergleich zu den Preisen für Alkohol, wenn man vom Billigfusel mal absieht?

    Ich habe beschlossen, mir was zu gönnen und bewusst zu genießen. Früher habe ich morgens im verkaterten Zustand nicht mal den Unterschied zwischen einem einfachen Discounterkaffee und einem Premiumprodukt herausgeschmeckt, da mein Suchtgedächtnis auf Stoffzufuhr fixiert und der Gaumen vom Stoff irgendwie verätzt war. Da wäre ein guter Kaffee gewesen wie das sprichwörtliche "Perlen vor die Säue werfen".

    Ich kann nur jedem raten: "Gönnt Euch was und genießt es. Es sind die kleinen Momente, die einem den Alltag verschönern und das abstinente Leben stilvoll ergänzen.

    Bezüglich des Feuerwerks gehe ich noch mal in mich. Da könnte was dran sein, dass eine saufende Horde um mich herum deplatziert ist. Danke für den Hinweis und die Schilderung einer vergleichbaren Szene.

    I.Ü. sehe ich keine Veranlassung meinen Umgang mit unserer Krankheit dahingehend zu ändern, eine große Vielzahl um mich herum einzuweihen. Das sehe ich so wie meine Therapeuten. Wen ich in Kenntnis setzte, entscheide ich immer noch selbst. Hätte ich eine andere lebensgefährliche Erkrankung würde ich damit sicherlich auch nicht hausieren gehen. Informiert sind genau diejenigen, die es was angeht. Dass deren Anzahl sehr überschaubar ist, räume ich gerne ein. Und das hat nichts mit Lügen zu tun. Ich lüge niemanden an, ich muss aber auch nicht jedem gleich alles erzählen.

    Und das mit dem Glas in der Hand kann auch bei vermeintlich informierten Kreisen passieren. Entweder hat der "Eingeweihte" es vergessen oder es ist ihm augenblicklich nicht präsent oder man versucht womöglich meine Abstinenz zu testen oder die betreffende Person kennt nicht die Rückfallgefahr und den Kontrollverlust und meint: "Jetzt ist er schon so lange trocken, also geheilt und wieder in der Lage "normal" zu trinken."

    Gruß Carl Friedrich

    Bezüglich des Feuerwerks gehe ich noch mal in mich. Da könnte was dran sein, dass eine saufende Horde um mich herum deplatziert ist. Danke für den Hinweis und die Schilderung einer vergleichbaren Szene.

    I.Ü. sehe ich keine Veranlassung meinen Umgang mit unserer Krankheit dahingehend zu ändern, eine große Vielzahl um mich herum einzuweihen. Das sehe ich so wie meine Therapeuten. Wen ich in Kenntnis setzte, entscheide ich immer noch selbst. Hätte ich eine andere lebensgefährliche Erkrankung würde ich damit sicherlich auch nicht hausieren gehen. Informiert sind genau diejenigen, die es was angeht. . Dass deren Anzahl sehr überschaubar ist, räume ich gerne ein. Und das hat nichts mit Lügen zu tun. Ich lüge niemanden an, ich muss aber auch nicht jedem gleich alles erzählen.

    Und das mit dem Glas in der Hand kann auch bei vermeintlich informierten Kreisen passieren. Entweder hat der "Eingeweihte" es vergessen oder es ist ihm augenblicklich nicht präsent oder man versucht womöglich meine Abstinenz zu testen oder die betreffende Person kennt nicht die Rückfallgefahr und den Kontrollverlust nicht, getreu der Devise: Jetzt ist er schon so lange trocken, also geheilt und wieder in der Lage "normal" zu trinken.

    Gruß Carl Friedrich

    Man kann nicht jedes mögliche Detail im Voraus erkennen und durchspielen. Es geht um die Grundrichtung. Wann habe ich zuletzt an den Feiertagen begonnen? Wo wurde getrunken? Wie reagiere ich, wenn mir plötzlich jemand ein Glas in die Hand drückt?
    Wie kann ich mich schon bei Beginn der Tage anders verhalten, als zuletzt? Z.B. durch etwas Bewegung an der frischen Luft, prüfen, wann das Fitnesstudio geöffnet ist; keine Teilnahme an "förmlichen" Feiern; Feiertage in aller Ruhe und nicht im Trubel. Zum Feuerwerk in eine benachbarte Großstadt fahren.

    Womit ich schon wieder bei der bereits vielfach zitierten und gespeicherten Sauf-Software bin, die durch anderes Verhalten überschrieben werden muss.

    Die Tage selbst werden im Groben durchgeplant und anders strukturiert, als in den Vorjahren. Und den Rest lasse ich auf mich zukommen und versuche, mögliche Gefahren ins Leere laufen zu lassen.

    Das macht mich nicht nervös, sondern verschafft mir innerliche Stärke.

    Hallo Thalia!

    Danke für Deinen Beitrag. Klar bei den Prospekten in dieser speziellen Zeit, Super- und Getränkemärkten hilft nur meine alte Taktik: "Tunnelblick". Aber trotzdem bekommt ich alles mit. Die Augenwinkel sehen halt doch noch vieles. Und das Suchtgedächtnis tanzt halt gelegentlich Samba mit mir. Aber ich hoffe, ich kann es weiterhin ins Abseits wackeln lassen.

    Bis nächstes Jahr ist noch eine lange Zeit, erst kommen noch Weihnachten und Silvester. Auf beide Ereignisse bin ich vorbereitet. Alles wurde mehrfach gedanklich durchgespielt.

    Gruß Carl Friedrich

    Irgendwie nervte mich gestern und vorgestern der Suchtdruck. Keine heftigen Attacken, aber er kam immer wieder ab Dämmerung hoch. Dazu der Gedanke 1-2 Bierchen wären doch jetzt genau richtig, dann geht es dir gleich besser. Und verdient hast du sie allemal.

    Woran lag es? Ich vermute an der Kombination aus dunkler Jahreszeit und meinem früheren regelmäßigen heftigen Konsum zu dieser Zeit. Dazu bergeweise Prospekte mit Alk und den mehr als reichlichen Angeboten an Stoff gerade jetzt. Ist halt mein erster trockener Winter seit etlichen Jahren, eher Jahrzehnten.Und die dunkle Jahreszeit mit kühleren Temperaturen bewirkt ein längeres Verweilen daheim und weniger körperliche Aktivitäten an frischer Luft.

    Nachdem ich mir das mal so klar gemacht habe, waren die bösen Gedanken heute verflogen. Dazu noch eine kleine Fahrradtour von 20km und schon ist alles im Lot.